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3. Beilage Min W iesbnüener Tanklatt.

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Borsenwoche.

(Aus dem Wochenbericht der Deutschen Genossenschafts-Bank von Soergel, Parrisius & Co. Commandite Frankfurt a. M.i Frankfurt a. !»., den 1. Juni. Eine Vergleichung der Berichte, welche von den hauptsächlichsten Industriemärkten der Welt vorliegen, lässt den Schluss nicht mehr abweisen, dass die Situation der Industrie eine kritische geworden ist Freilich muss sofort binzugesetzt werden, dass in Deutschland hiervon bisher greifbare Rückwirkungen noch immer nicht zu konstatiren sind, abgesehen davon, dass thatsächlich ein Posten amerikanischen Roheisens nach Deutschland verschlossen worden ist allerdings zu Preisen, die den inländischen entsprachen. Und es wurde konstant, dass andererseits 7000 t Giesserei-Roheisen, welche zufällig per Ende 1901 frei geworden waren, sofortige Abnahme nach England und zwar ebenfalls zu höchsten Syndikatspreisen gefunden hatten Daraus lässt sich in Verbindung mit den immer wiederholten beruhigenden Erklärungen der Fachkreise wohl schließen, dass die deutsche Industrie im Augenblick noch keinen Umschwung der Konjunktur fühlt. Aber die Nachrichten aus Amerika lauten dafür um so bedenklicher. An der Thatsacbe, dass -n r®m e . er . he J hch e Überproduktion besteht, dass die Läger überfüllt sind, der Absatz stockt und die Preise rapide zurück­gehen, ist ein Zweifel nicht mehr möglich. Es ist nur ein schwacher Trost, wenn man hofft, die Reduktion des Preis- Niveaus werde die Nachfrage alsbald wieder derart steigern, dass dem gegenwärtigen Rückgang nur der Charakter einer Episode beiwohne. Denn was dagegen spricht, ist der Umstand, dass sich die amcrikanischen Riesenunternehmungen wie die Carnegie- Gesel schaft, die National Steel Co. und andere zu einem er- K*. Konkurrenzkampf rüsten. Erstere baut ein im grössten Massstab angelegtes Werk für die Erzeugung von Roheisen

ir USt i U " d der National »teel Co. auf ihren Spezialgebieten Konkurrenz zu machen. Letztere haben

. lhrer8eits mit der Anlage eines grossen Schienen Seit,! -.Wonnen, um der Carnegie - Gesellschaft die Spitze bieten zu können. Man weiss aus früheren Er-

Rn,’,T gen ’ rr "!• Ä ™ er > ka Seitens der grossen Unternehmungen Ei führe‘ weler Ak'ikrt -u werden pflegen. Aber die Übelen Infolge, welche die Preisschleuderm in allen früheren Fällen für

bBok 6 MeM Pfe h d u herbeigeführt hat, scheinen im Augen-

«nW a >obt abschreckend zu wirken. Die Carnegie-Gesellschaft

aBe Gei a zu füb [? n - ><n wirthschältlichen Kampf

cinfleSef S niederzuringen. Diese Abkehr von dem bisher gepflegten System der Preismonopolisirung und der Uebe-- And g ere UD1 ,hf enen Konkurrenzkampf bezeichnet besser als alles Nimmt die "’ abr ® Lage der Dinge in Nordamerika.

anahUihliiu , Entw i ckelun g diesen Verlauf, so ist es un- ausbleiblich, dass der geeammte Weltmarkt erschüttert werden und dass auch die heimische Industrie unter dem von Amerika ausgehenden Zusammenbruch schwer zu leiden haben wird Und zwai umso mehr, als Amerika ein Land von fast unbegrenzter Leistungsfähigkeit ist. Die in diesen Tagen bekannt gewordenen dff d“ Üb ,l r die Kohlenproduktion der Vereinigten Staren zeig" n dass dieselben mit der enormen Zahl von 231 Mill t an der Smtze

um mehr als lofc überholt haben. Es ist also begreiflich, dass man besonders in Eng-

Handelstheil des „Wiesbadener Taqblafl“.

48« Jahrgang. 1900.

nmchen 0 wü?de e ,r e p kani a he ^ 0nkun ' enz am °«bärfsten fühlbar starken p’ . -l h, ?ong der Dinge mit Aufregung verfolgt. Die das zur am Glasgower Eisenmarkt beweisen

Londoner ^nneme unmittelbare Rückwirkung auf die

nur dem iw“ d a m , cht zu konstatiren ist, so ist dies ,1 ,, A !U verdanken, dass die englischen Erfolge in th nll' T“! aUf , 8 konzentrirf haben. Schneller, Ziel seiner wÄ d t u 61, l hatte ’ sie)lt sich England am Händen der^W h r J r a , r " le8 lr’K und Pretoria sind in den gefallen da ®dff n’ fa8t , ohne Kampf ist ihnen Transvaal zu- d°e erdrück».,d° Euren den hoffnungslosen Widerstand gegen

F eistaat tr heJf e r aCh , aa ^eben haben. Der 0?anje- rieistaat ist bereits formell annektirt, Transvaal wird dies

grundlose Befü-eft ^ aga d „r™ 0 f, ' üher vielleicht nicht

würden bat da8 l,?. le Minenanlagen zerstört werden

warnen, bat sich nicht erfüllt. Es ist also Grund eemw für

Ziel8 J düroh e ei,m 0IS 1’ ^ Km ) i< :' ,mn i? des so sehnlich frstrfbten zneis duich einen „boom zu feiern. Nur dass die Freude keine

sichere*Lns-c^dp d f"d W "'1 * Ver ^ ä]It nicht nur d 'ncb die un SituatL^ d», d l In f dU8t r' Ie v a, n kteS ’ 80ndern -">ch durch die übele The« durch di» Pc“ f a?,8 ° hen Mmenshares, die zwar zum wurden d^» l 0°n-8Steigerung der afrikanischen mitgerissen .Tmn?’r d ber ’ W ‘? dl ® Dln S e bei den australischen Minen einmal liegen, von einer Fortsetzung des bisherigen raniden Coursruckganges bedroht bleiben. Auf die Tendenz der deutschen

geringe,n^Find ^ «'i d ->üukanisclicn Erfolge von verhältnissmässig geringem Einfluss, da die Sorge um die Zukunft der Industrie

sichtlich l ^^onsschNess! ich beherrscht. Es ist offen­

sichtlich, dass die berufsmässige Spekulation noch eine gewisse Zuversicht bewahrt, während das Publikum sich einem Pesshnis!

nicht gcrpcU b rg S< f t '-‘ l r t ’ d j' dl, a Ch die augenblickliche Sachlage fn „nffur 18t " nd zu dera bisherigen blinden Zutrauen

bemüht i's S t em d; GeS ' ?n . 8a n ', Wäh,ond da '>er die Spekulation

auszunutvpn *£.*2? a' g ° b L" ganöti S e " Momente tl.unlichst auszunutzen, diaqgt das Publikum stets von Neuem zum

J p e '' ka "/\. Geringfügige Courserhebungen werden so von immer neuen Rückschlägen abgelöst und das Coursniveau ist in ganz unaufhaltsamem Sinken begriffen. An einzelnen Tagen wfren den U1 f-!b ekS d" gl wT panikartige; sie beliefen siel, gerade ff L w" de " AVerthen auf 5, 7, ja 10 pCt. und betrafen dort deren^r e p am " d '° Kohlenaktien, obgleich

als dif der Situation noch immer günstiger zu bourtlieilen ist,

LaurehRM» P er 61«nzen<Io Quartalsabschluss der

Lauiahutte blieb somit ohne allen dauernden Eindruck. Unter dlosem Rückgang hatten begreiflicher Weise auch die Bank- Bank ib,“« ^' d8 u. obgleich zeitweilig das Projekt der Deutschen Bank, ihre Beziehungen durch eine commanditarischo Be­teiligung bei der böhmischen Escomptebank zu vergrössern

Teude ; z ,r U ?f f la :, hte ;, Ri "j? en ~, K°«kball gewäKe der , . ‘ .. . Umstand, dass die GeldverliältnisRe sich ver-

baltmssmassig günstig gestalteten. Der letzte Reichsbnnk- ausweis ent.spiaoh den Erwartungen; er hat eine nicht unbedeutende Stärkung der steuerfreien Notenreserve ge- f'S dle . aber gleichwohl nicht ausreichte, um das

Institut auf den Stand des Vorjahrs zu bringen. Die

Ultiinoversorgung hat sich ohne Anstände zu billigen Sätzen vollzogen; der Privatdiskont ist nahezu unveränder/gebliebon

I n „Ä nd D hat di . e Geldfliissigkeit weitere Fortschritte gemacht,

stellt v?Ir, P, „ 1 , Va , t | ! 8k , 0 1 t 8loh , uahezu 1 pCt. unter die Bankrate stellt. Man glaubte daher schon mit einer weiteren Ermäßigung der letzteren rechnen zu können, doch hat die Bankleitung an? fon Ah«t der i mCh g uustigen Bewegung der Wechselcoursf da­von Abstand genommen. Wie schon früher betont, kommt diese

im^PnfnpM 61 lr S d ? Sllglischen Geldverhältnisse auch unserem Geldmaikt zu gute. Die grosse Spannung zwischen den Zinssätzen wird das Herbeiströmen von Kapital begünstigen und

»urchechnittiipreU dentsrlier Kiep i„

I»ml. Der Darchschnittspreis der ans Deutschland nach Gross, bntanmen kommenden Eier steht dem der russischen Eier viel naher, als dem der Eier aus Belgien oder gar Frankreich Als Durchschnittspreise für das Gross-Hundert (120 Stück) der aus den verschiedenen Ländern eingehenden Eier sind für das Jahr 1809 die nachstehenden angegeben worden:

aus Belgien . . 6,17 Mk.

aus Russland . 5,45 Mk. „ Deutschland 5,60 „

Dänemark . 6,06

„ Cauada . . Frankreich

7,22

7,60

m. Jl, 1 t i i , " ... „ v innnreicn i w „

für dle Ausfuhr deutscher Eier nach England ist dies als ein Missstand zu betrachten. Der Preis des deutschen Eies wird des minderwertigen (weil älteren) der östlichen Hinteilandei Deutsclilands so sehr herabgedrückt, dass er um beinahe 30 pCt. tiefer steht, als der Preis der französischen Eier welche eine um etwa 2 Mk. für das Gross-Hundert höhere K at '' llrl S haben, als deutsche Eier. Wenn die deutsche Land- wirthschaft den \ orthell des hohen Preisstandes in England für frische Eier' gemessen und sich mit Erfolg an der Einfuhr nach England betheiligcn will, dann ist dieser Punkt einer näheren dürftig U " S “ nd ’ W6W1 mögiich ’ einei ' Abhülfe dringend be-

Iv *■'. J der russischen Kurherindnstrie.

Die günstige Lage der russischen Zuckerindustrie konnte nicht ohne Folgen auf ihre weitere Ausdehnung bleiben und verur­sachte mangels vorhandener Einschränkungs-Bestimmungen die Gründung zahlreicher neuer Unternehmungen. Die hierdurch hervorgerufene Uebererzeugung musste unter Umständen erheb- liehe, wenn auch vorübergehende Anforderungen an die linanziellen Kräfte der Zuckerindustriellen stellen. Aus der folgenden Zusammenstellung ist zu ersehen, dass das letzte Jahr lm reichen der ersten errösseren Kraft»,»ä»

Arbeitszeit . .

Anbau 1000 ha . .

Ernte dz vom ha Fabriken ....

Auf 1 Fabrik ha. . inländischer Ver­brauch in 1000 To.

Zuckererzeugung. .

1895.96

1896/97

1897/98

1898 99

847

357

407

444,6

158

162

150

137

229

234

237

243

1507

1632

1710

1822

453

506

541

574

652,5

637,4

719,0

681,0

483,5

146

266

1818

600

800,0

uer senwerpunkt liegt dabei darin, dass die erhebliche Vermehrung der arbeitenden Fabriken den Antbei] der einzelnen l'abrik an dem gewinnbringenden Inlandsverkauf schmälert

23erlflitgft Du „Zacherlin" in weltberühmter Güte, Verehrte Leserin, nimm's niemals in der „Düte"! Einzig ist die Flasche echt,

Die geschützt nach Markenrecht.

Die wahre Hilf' bei Nacht und Tag Gegen jede und jede Jnseetenplag' Such' — damit Du sicher bist,

Wo Zacherl's Placat ersichtlich ist.

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