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WikMemr TsgM

«8. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgabe». — Bezngs-PreiS: x cn (Revlna so Pfg. monatlich, durch die

Post » M«. «O M »iertcljälirlich für beide

^ 1 qyhaaaYimi titfnnmieu.

Verlag: Lang gasie 27.

17,00® Avonnrnlrrr.

Unzeigen-Prcisr Die einspaltig- Pctitzeile für locale Anze'gen 15 Pfg., für auswärtige «M'gen SK Pfg. Reklame» die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

Deutscher Reichstag.

Q Kerli», 19. Mai.

Da« Haus ist sehr gut besetzt. Vor Eintritt in die Weiter- berathuug der lex HnnzeerhäUdasWo^ ^cife?

wirklich zur Diskussion gestellt werden

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nicht voll befriedigen. Dagegen koiliwn w l ^^^ bie ^ )t des Hauses m den Grenzen der fct ^ Minorität nicht hindernd r» zusagende Vorlage bekaiiwft, d e, * t ^ ui Meinung äußert den Weg treten. Da sie Schlußantrag stimmen,

und vertritt wnde» w ^ prinzipielle Haltung, so lange (Bravo lrnks.) unüotticvae^e 1)eue Gründe vorliegeu, nicht aus- ntcht drmgende und » o fl 1 Nunmehr erfolgt die namentliche

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Ifnträa über die noch nicht diskutirt sei, denn dierenigen A> age, rv Abgeordneten Heine und «Singer

Reiben bei ihmn Llangeii. - Abg Sattler (na.-lib.)

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(fübb. Volksp.) verlangen endlich Klarheit oaruoer,

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iiiräsidciit dürfe sich über solches Mißtrauen nicht wundern, m de Graf Ballestrem erwidert, er lege doch den Zerren keine Fallstricke, dafür sollten „e ihn doäl keu»-» - Abv u Lcvetzom (kons.) versichert, ans den Erklaruiigen des Brastdeuten herausgeh'ört zu haben, daß er fich der Dlsklülwu lener A räae nicht widcrsctzen werde. - Abg. Singer («vc.) erklärt nunmehr, ftineil Antrag auf Aussetzung der Abstimmung über $ 302 und die bereits diskutirten Anträge zuruckznzlehen.ilm 2 3 U Uhr begannen die namentlichen Abstimmungen. Zunächst wird abaestiunilt über den Absatz 1 des 8 362. Die Annahme erfolgt nI? Ä aeaen 56 Slinnnen. Es folgt die Abstimmung über einen

r n stUiKchen Antrag Beckh (freist iLolksp.) zum/Absatz 2 statt ber Pcrurtheilte" zu sagen „die verurthcilte Person . Der Antrag wird mit 225 gegen 75 «stimmen abgelehnt. Weiter wird über den Antrna Albrechi (Soc.) abgestinnnt, den von der Uebcrwcsiung an die LandeS-Polizeibehörde handelnden Absatz 2 ganz zu streichen Der Antrag wird mit 229 gegen 71 Stimmen ab- gelchnt. Die nächste Abstimmung giltsdem Antrag Albrecht (Soc.), Nlilati 3 des Paragraphen anderweit zu fassen, und zwar in »Vun (uif die Dauer des Zeitraumes der Zwangs-Unterbnngung iri" Arbeitsbausc Der Antrag wird abgelehnt Mit W4 gegen 77 stimmen Weiter wird der Antrag Älbrecht auf Streichung dlsgMM Absatz 3 abAhnt mit 226 gegen 68 Stimmen Auch lilier den Absatz 4 ist namentliche Abstimmung beantragt. Diesclbe erastlO Äufr chttrha i.nq des Absatzes mit 2W flCflcti ö| Stimme . Umntliche weiteren socialistischen Anträge werden eb-nfalls ab*

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Aus Stadt und Kund.

Wiesbaden. 22. Mai.

c. Ke. Majestät der Kaiser ist gestern Nachmittag pünkt­lich um 4 Uhr 20 Minuten von Eronberg zurückgekoinmcn und in das Schloß gefahren, das er bis zur Theatervorstellung mcht mehr verließ. Dem Vernehmen nach findet am Mittwoch eine Uebung der hiesigen Garnison vor dem Kaiser statt, und zwar wahrscheinlich im Nabengriiiid.

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stheatcrsaal der „Walhalla" reute sich eines sehr zahl­reichen Besuchs von "Vertretern auswärtiger Vereine und au« bicsiaer Stade. Der Vorsitzende, Herr Franz Matt, eroffnete die Sitzung mit einer Begrüßung der Sänger und Gaste, womuf unter w SVitima des Diriaenten, Herrn Lehrer Novert neu er, welcher dann den Vorsitz übernahm, die Verhandlungen flott von Statten gingen Die Vorbereitungen des Festausschmses waren so mt g tr8st"n daß die Delegirten sich allen Anordnungen m.t Freuden fügten und alle Anträge gern anilahme». Es haben sich

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1 Jubiläum und Gesang,»elM'-it. Du«vomMänner. aelana-Verein Friede" am Sonntag rm Theatersaal der „Wal veranstaltete Delegirtenversammlung erfreute sich crnes sehr snJh-'trvn auswärtiger Vereine

im^Ganzen abgestimmt. Die Annahme d°sselben erfolgt mit 2«> .«Mumbach. Männergesang-Wrcin-morycn»,

gegen 64 Stimmen. DasLaus vertagt stch a sdaml s utmn TurnvereinS-Eckenheim.Manilergcsang-Verem-Frauensteni „sanger.

i Uhr tf'aaeSorbnuna: Fortsetzung der heungeu "Oerauiuiig. ^ i wpi.hnrf Kelelliakeit" --Marnz, „Sangerlust -Bretzenheun,

entspchnt sich dann noch eine längere Geschäftsordnnngsdcbatte über \ ^t,-Nendorf ,,Ge,-lt,gre-r ^a^lluna B(uort) nicht preis-

die Tagesordnung. Schluß gegen 8 Uhr.^

«ir-t-li« 19 Mai In der heutigen Sitzung der Budget-

bleib?der Stempel für den Kaufpreis ber Kuxen von 1 pro M..^

Elaste I' Ei»tracht"-Oberrad, „Eintracht"-Mannheuu, „zzeiterterl - Knnsenbeim Sä>rgerkreis"-Äannheim, „Lredcrkranz-Neuwied, ^vrabslnn 'Boc?enhciin Fidclio"-Biebrich, „Concordia"-Hombnrg vor der.Höhe^ Klasse II: „Mendclssoh»-Bartholdr,"-Moirtabaur, St. Helena" - Ehrenbreitstein, Männergesang- Verein - Mstvvod, "Lie'derblüthe"-Limburg, Heyer'scher Mannerchor-Eckenherm, »^teder-

Mcibt der Stempel für den rian,prc>» oci »*». *>*

b-steben Nur bei Kaufgeschäften in anslandilchen Staats- und Eisenba'hnpapier en wird der Stem pel auf 0, 2 pro Mille herabg s tz .

Urenszischer Landtag.

Abgeordnetenhaus.

Kerlin, 19. Mai.

Fm Abgeordnetenhause wurde der Gesetzentwurf, betreffend die

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G-fttzeniwurstbetteffend 'di"Lewilligm>g weither 5 Millionen z>,m Ban^von Arbeiterwohnunge», in dritter ^^""5 .v"6°"°E>cn. Das

verschiedenen Waarcnqruppen enthält. Nach längerer Erörterung, an der sich Redner aller ^Parteien betheiligtcn, wurde der Paragraph m der ^ofluna der Reaierungsvorloge nnt einem Zusatze oeS -Äva. v). Bart (freis Ner.) angenommem welcher k: gjie fizirnng einer Waarengattung betr.fft. S S» best »mt dax^der cr„NaN?i- eines Waarenbauses von der Steuer Nicht vesrcil Iviiv bFder^ Ä>«£ $i« VtWSf» in mehrere gesonderte Betriebe wenn der Be?dacht nahe liegt, daß die Z«- 9 '^ nur »r Um gehung der Waarenhansstcuer erfolgt ist. Der Paragraph wmoe nach kurzer Erörterung mit einer kleinen ^>'denmg s kons vativen Abg. v. Brockhaufen angenommen. Montag zweite i-efnng des Zwaugs-Erziehungsgelctzcs.

Männeraesang-Verein-Nassäm Äbthei'lung' 8 "(noch nicht preis- oekrönte Vereine): „Aederkranz" - Gelnhausen, „Sangerlust,-

sßreunqesheim, Männergesang - Verein-Erbenhcim, „stlederkianz - Mlambäch An> 29. Juli findet der Klasfenwettstreit statt, bet

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weribvolle 5knnstaegenständc befinden, machten auf die Delegirten den best Ü E ndruck Der Vorsitzende der Limburger „Liederbiuthe" aab denn auch am Schluß der Verhandlungen Namens aller ^deleairtcn seiner Zufriedenheit und Anerkennung wannen Worten 9ii,8hr»rf Die Versammlung wurde eingeleitet und beschlossen durch

uiit ^>e1.can'^kU. tx>clcl)c uni l /iVz UtH uitt _ JJCh|u uo V?rein«lokal zur Walhalla" geleitet wurden, dort zu einem gemeru- schriftlichen N^ittagessen vereinigt, dessen Güte dem bekannten Ruf

d« vom 21. Mai unter dem

Vorsitze^des Herrn VerwaltunaSgerichtSdirektors L r n z.) Der Orts-

(Nachdruck verboten.)

Pariser Modebrief.

Von Blanche Tllivicrs.

Die vornehme Pariserin legt sehr großen Werth dariiuf, mmer der Situation entsprechend toilcttirt zu sein. S'.e

Md- f£. S.I.» ?-!» “" /bi n

strafte kein Besuchskletd tragen, die Toilette, m der sie mm Nennen nach Auteuii fährt, muß emen anderen Charakter haben als diejenige, in der sie M'Eröffnung d-s S«alün" erscheint. Die hcrmge Saison erfordert ein neues Toilettengenre, welches zum Besuch der Weltausstellmig ge­igen wird. Auch dieses hat sein eigenes Kennzeichen es ist ein Mittelding zwischen Straßen- und E-eseufchasi-- loilette In erster Linie sind es die sogenannten eng­lischen Roben, die in leuchtenden Pastellfarben viel ge­sehen werden und keinen anderen Aufputz zeigen als kunstvolle Siepparbeit, welche in Figuren .Mnvenn ai ^ aenaimt Rock und Taille bedecken. Vor Allem sind es hellfarbene und drapfarbene, feine Wollstoffe, welche tn dieser Weise verarbeitet werden. Die Tackle ,st voran nn sichtbar zusammengehakt, daß Dessin der Stepperei erstreck sich über das ganze Vordertheil, läuft die Rnckennahte ent­lang und verliert sich in das frackartige Schößchen, ^.e

sehr eng anliegende Rock ist tuniquearttg m großen Bogen geschnitten, unter welchen ein wenig welliger Serpenime- volant sichtbar wird. Den Bogen entlang zieht sich eine mit dem Vordertheil korrespondirende Stickerei Diese sehr einfachen Toiletten werden durch eigenartige, kleine Schmuck­sachen sehr verschönt. Ganz neuartig sind kleine Go d- flicgen, mit Smaragden. Rubinen oder Brillanten be­setzt welche in abgemessenen Zwischenräumen den Vcr- sckcküst der Taille niarkiren. Auch die Chatelame ans Nld mit Emailanflagen. an welcher das breite aestochtene Geldtäschchen aus Goiddraht hangt, sowie ein Kmstallstacon den ein Goldgicker, mit farbigen Edelsteinen besetzt nu gie'bt. und -in kleines Notizbuch aus Gold mit Kmoikanllaoe — ist eine der vornehmen Kleinigkerlen, welche

M k7Kig sind und den einfachsten Toiletten mel

cachet verleihen. Sehr modern sind weiße Tuchtoil-tten. Rock Weste und Bolero, die Revers des letzteren ganz mit

feiner Goldstickerei ansgestattct; die Weste wird meistens doppelreihig, ganz anliegend, aus Clunyspitzen hergestel t. Der Rock ist in Falten gelegt, deren jede einzelne bld- zur Hälfre des Nockes fest augesteppt ist, um nach unten zu frei anszufallen. Diese weißen Tuchtoiiette» vertragen die Berührung mit der Erde nicht, und die Trägerin muß den Rock mit der kleinen Schleppe aus ck,ren Rnnd- aünaen meistens in der Hand halten. Dabei kommt der weiße, mit Mousselinevolants garnirte TaffetsUpon aber vorzüglich zur Geltuiig. Mail sieht Jupons. d e ein klemes Vcrmöaen kosten, mir Inkrustationen in den MoussAnre von echten? gelblichen Spitzenfiguren; auch solche, die an jedem schmalen Volant ein winziges schnmrzes Picot mv Absch nß -eigen. Die Chaussure zu diesen Tollelten bt det fast aus­nahmslos der Pariser Halbschuh ganz ans schwarzem Lack und schrvarzseidene, im Zwickel farbig gestickte Strumpfe. Auch als Garnirnng der Schirme wird viel Mousseline verwendet. Man garnirt weiße Taffetschirme mit unz-ihltgen Mou, elme- volants. der Griff aus weiß lackirtcm Rohr ist mit einer Niesen- Kokardeans weißer Mousseline geschmückt. ®en dermei•er lamodo reprüsentiren Moiräeschirme mlt-ingeknupftenFrans n, welche man mit dem langen Stiel nach abmarts rac t e ne wiedcraekehrie Mode der siebziger Jahre. Sehr luxuriös wird der «n-tont-eas ausgestattet. Er hat meistens eine., abschraubbaren Griff ans Gold, welcher nnt einer secessionistischen Blume aus Edelsteinen oder dem Mono- gramm geschmückt ist. Auch Krystallgriffe, nm welche sich eine Goldschlange mit Smaragdaugen wnldet stnd sehr vor nebm. Bizarr sind Schirme aus farbig gestreifter Seide, deren Griff ein Papagei oder ein Affenkopf schmückt. Kleine Hundeköpfe ganz aus Gold mit Brillantangen sind moderne Griffe für Damenstöcke, welche mehr denn je getragen werden. Auch die kleinen Mädchen besitzen ihre Stockchen aus hellem, buntfarbigem Rohr; die sehr aparteil Sackjäckchen aus rothkarrirtem Cheviot und die weißen, viisstrten Tuchröcke, von denen nur der dritte Tyeit der Länge sichtbar wird, wissen die kleinen Parlsennnen

mit sehr viel Chic zu tragen. Reizend sind die großen gelben Florentinerhüte der Kleinen, die auf der Unken Seite stark aufgebogen werden. Die ziemlich hohe Kappe nmgiebt ein Blätterkranz, aus dem rothgliihende Kirschen anfleuchten; als Abschluß des Kranzes voran m der Mitte ist eine Riesenkokarde aus leuchtendem Atla^ an­gebracht. Die Damenhüte dieser Saison Mdlgen zwer Ertremen. Entweder trägt man die sehr breite, stark au dem Gesicht gerückte Toque ans ^ Atlasstroh, die keinen anderen Anfpntz hat, als links setilich eine riesige Ma che aus Stroh, die mit Tüll voilirt ist, oder sehr große, reich mit Tüll und Blumen garnirte Hüte. Um die Kappe der farbigen Strohhüte legen sich abschatiirte Blumen­kränze, die in dnstigem Tüll, eingebettet liegen. Eine Panache von Stranßfcdcrn ist fast immer als Abschluß angebracht. Noch hat sich die Sommermode nicht deklarirt Heute können wir nur so viel verrathen, daß man sehr viel bunt gemusterte Bänder und das Marie Antoinette-Fichu tragen wird. Letzteres erfordert den ent­blößten Hals, eine Mode, für die sich die hiesigen ersten Kleiderkünstler bereits entschieden haben. Man wird in der Ausstellung viel Soierieen, Battiste und Mousseline s-hen, welche Dessins der vierziger Jahre anfweisen werden. Als kleine Umhüllen sind Schulterkragen aus Gu'purespitzen, mit unzähligen Mousselinevolants garnirt, deren leder mit einer ganz schmalen Franse besetzt ist, da- Neueste, was zu einer dusligen Sommerrobe getragen werden kann. Man ist von den Pelz- und Monsselincboas e,n w-mg abaekommen. Dieselben werden von der Oopo de Uiine- Echarpe abgelöst. Für weiße Roben macht man so.che aus weißem buntgeblümtem 6rßxo döObmomitdnftigenRionsselme-

S«S Enden. Man liebt überhaupt mehr den femininen Stil und ist in der Toilette pariser,scher denn je Steife Kragen und Manschetten goutm nicht einmal bi Sportsdame, nur Lingericen aus weichem grMen Bat sind modcqerecht. Die Empireform und die Roben un Stile Louis XVI. sind es, welche Worth für die Sommermo proklamiren will - ob sie durchdr>ngen wird, dies ,st selbst für verstrte Modedamen noch eine offene Frage.