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«t. 173.

Donnerstag, 15. April 1915.

Miesbadener Taglrlatt»

Morgen-Ausgabe. Erstes Blatt.

Seite 1 .

Bekanntmachung

über die Abhaltung der Frühjahrs- KantroUvcrsammlunllcn ISIS.

Es haben an der Kontrollver- stwimlung teilzunehmen:

1. Sämtliche noch nicht eingestellten Unteroffiziere und Mannschaften der Reserve, Land- und Seewehr 1. und 2. Aufgebots und des ausgebildeten Landsturms, welche spater als 1. August 1869 geboren sind, ein­schließlich derjenigen, die bei einem Friedens- oder Kriegs-Ersatzgeschäst als zeitig selb- und garnisondienst- unfähig anerkannt sind.

2. Sämtliche noch nicht eingestell­ten Ersatz-Reservisten und die un- ansgebüdeten Landsturmpflichtiaen des 1. und 2. Aufgebots bis Ge­burtsjahr 1875 einschließlich.

3. Sämtliche Leute, welche nach Ausbruch des Krieges eingestellt waren und als untauglich von den Truppenteilen entlassen wurden und nicht wieder zur Ernstellung gekom-

4. Üie zur Disposition der Ersatz­behörden Entlassenen.

5. Die als zeitig und dauernd an­erkannten Rentenempfänger und In­validen, die nach dem 1. August 1869 geboren sind, mit Ausnahme der

3. Wer durch Krankheit am Er­scheinen verhindert ist, hat ein von !>er Ortsbehörde beglaubigtes Gesuch

einen! Bezirksfeldwebel unter An­gabe des Militärverhältnisses baldigst einzureichen, spätestens bei Beginn der zuständigen Kontrollversammlung.

4. Wer bei der Kontrollversamm- lung fehlt, wird mit Arrest bestraft.

Wiesbaden, den 31. März 1915. Königliches Bezirkskommando, von Lundblad, Oberstleutn. u. Bezir k skommandeur.

Bekanntmachung.

Der in letzter Zeit zunehmende Unfug durch das Auslöschen und die Beschädigung von Straßenlaternen durch die Jugend veranlaßt mich, an die Eltern hiermit das öffent­liche Ersuchen zu richten, die ihrer Aufsicht unterstehenden Kinder nach- driicklichst vor derartigen Ausschrei­tungen warnen zu wollen.

Die Aufsichtsorgane sind ange­wiesen, Uebortretungen unnachsicht- lich zwecks Bestrafung zur Anzeige zu bringen, wobei ich darauf Hin­weise, daß bei Uebertretungen, die von Kindern oder sonstigen strafun­mündigen Personen begangen wer­den, deren geietzliche Vertreter zur Verantwortung gezogen werden können.

Wiesbaden. 9. April 1916.

Der Polizeivräsident. v. Scheust.

56. 12 Jacken für Operationswarter,

57. 2 Kleider für Ammen, 58. vier Dienstkleider, 69. 150 m Gardinen­stoff (schmal), 60. 15 m Gardinen­stoff (breit), 61. 45 m Rouleauxitoff, 62. 25 Wäschcsäckc.

Bettwerk: 1. 75 kg Roßhaar,

2. 75 kg Federn, 3. 100 kg Afriquc, 4. 100 Mir. Federleincn, 5. 100 Mtr. Matratzendrell. .

Lieferungsangebotc mit Musterab­schnitten resp. Haar- und Feder­proben sind unter Angabe der Preise pro Stück, Meter oder Kilo bis ein­schließlich

Montag, den 3. Mar 1915, an das Städtische Krankenhaus, wo­selbst auch die Bedingungen vorher einzusehen und zu unterschreiben sind, einzureichen.

Wiesbaden, den 6. April 1915.

Städtisches Krankenhaus.

dauernd Ganzinvaliden.

6. Sämtliche zurzeit der Kontrolle Versammlungen auf Urlaub an­wesenden Unteroffiziere und Mann­haften einschließlich der des aktiven Dienststandes.

Es haben nicht zu erfchernen:

a) Beamte und Bedienstete der Eisenbahn und Post, die vom Waffendienst zurückgestellt bez». als unabkömmlich anerkannt stnd.

b) diejenigen Personen, die bei einem Friedens- oder Kriegs-Ersatz­geschäft die Entscheidungdauernd untauglich" erhalten haben.

c) die bei einem Friedens- oder Kriegs-Ersatzgeschäft alsdauernd selb- und garnisondienstunfähig" an­erkannten Personen.

Zu t>) und o) wird ausdrücklich be­merkt, daß nur die Entscheidung der Ersatzbehörden und nicht etwa ent­sprechende Einträge der Truppen­teile maßgebend stnd.

Mlitärpapiere und Urlaubs-Be scheinigungen sind mitzubringen.

Die Kontrollpflichtigen des Kreises Wiesbaden - Stadt hoben zu erscheinen wie folgt:

In Wiesbaden,

Hof des BezirkskommandoS, Bertram- strcche 3:

Am Sonnabend, den 24. April, vor mittags 9 Uhr: Die Mannschaften m,S MeSbadrn-Stadt der Reserve, Landwehr 1. Aufgebots, der Pro­vinzial - Infanterie, Jahresklaffe 1902 bis 1915 (mit Ausnahme der Oekonomie - Handwerker, Büchsen­macher und Krankenträger), sowie der Mannschaften deS auSgebrldeten Landsturms, der Garde-Infanterie und Provinzial-Jnfanterle, Garkv,- Jäger u, Schützen und Provinzial- Jäger, Jahresklaffe 1886 bis 1892 (mtt Ausnahme der Oekonomie- Handwerker, Büchsenmacher und Krankenträger).

Am Sonnabend, den 24. April, vor­mittags 11 Uhr: Die Mannschaften des u»ausgebildeten Landsturms, welche in den Jahren 1879 bis 1884 (einfchl.) geboren sind.

Am Sonnabend, den 24. April, nach­mittags 3 Uhr: Die Mannschaften der Landwehr 2. Aufgebots, der Provinzial-Jnfanterie (mit Aus­nahme der bei dieser Waffe ge­dienten Oekonomie - Handwerker, Mrchsenmachsrgehilfcn u. Kranken­träger) Jahresklassen 1896 biS 1901, sowie die Mannschaften der Garde aller Waffen, Jahresklaffen 1893 bis 1915, ferner die Mann­schaften des ausgebildeten Land­sturms der Garde-Jrffanterie und Provinzial - Jnfamerie, Garde- Jäger und Schützen u. Provinzial- Jäger, Jahresklassen 1893 bis 1902 (mrt Ausnahme der Oekonomie- Handwerker, Büchsenmacher, -Ge­hilfen und Krankenträger).

Am Montag, den 26. April, vorm.

9 Uhr: Ersatz-Reserve aller Waffen, Jahresklaffen 1896 bis 1915.

Am Montag, den 26. April, vor­mittags 11 Uhr: Die Mannschaften des unauSpevildeten Landsturms, welche in den Jckhren 1875 bis 1878 (einfchl.) und 18851895 ge­boren find.

Am Montag, den 26. April, nachm 3 Uhr: Die gedienten Mann­

schaften aller Waffen, Jahres klaffen 18861815 (ausschließlich Garde und Infanterie), und zwar: Marine, Jäger, Maschinengewehr- truvpen, Kavallerie, Feldartillerie, Fußartillerie, Pioniere, Eisenbahn-, Telegraphen-, Luftfchiffer- und Kraftfcchr-Truppen, Tram (einfchl. Krankenträger, Bäcker, Sanitäts­und Beterinärpersona-l) u. sonstige Mannschaften (Oekonomie - Hand­werker, Arbeitssoldaten, Büchsen­macher u. Büchsenmacher-Gehilfen, Feuerwerks- u. Zeugnnterperfonal, Zahlmeister - Afviranten, Waffen­meister und Waffenmeister - Ge­hilfen) und die zurzeit auf Urlaub amvefenden Unteroffiziere und Mannschaften.

Zürich wird z«r Kenntnis ge- bracht:

1. Besondere Beorderungen durch schriftlichen Befehl effvkMN nicht mehr. Diese öffentliche Aufforderung ist der Beorderung gleich zu erachten. ,

2. Willkürliches Erscheinen zu einer anderen, als der befohlenen KontroU-1 versanMttvWE wffd büstraff.

Stadt. Krankenhaus Wiesbaden.

Die Lieferung der nachstehend ver- zeichneten Gegenstände soll im Sub­missionswege vergeben werden:

J 600 Handtücher 3. KI., 2. 50

_ jx für Operation (kleine),

200 Handtücher für Operation ;e), 4. 150 Handtücher für

item, 5. 150 Handtücher für ... 6. 100 Handtücher (grau),

7. 450 Küchentücher, 8. 250 Eßtücher, 9. 250 Taschentücher, 10. 120 Wasch­tischtücher, 11. 25 Bettücher 1. Kl., 12. 200 Bettücher 3. Kl., 13. 30 Bett­tücher für Schwestern, 14. 50 Bett­tücher für Baby, 15. 250 Unterlagen, 16. 50 Deckenbezüge 1. Kl., 17. 150 Deckenbezüge 3. Kl., 18. 50 Decken­bezüge für Baby, 19. 30 Deckenbezüge (bunt), 20. 100 Kissenbezüge 1. Kl., 21. 250 Kiffenbezüge 3. Kl., 22. 100 Kiffenbezüge f. Kinder, 23. 50 Kiffen­bezüge (bunt), 24. 75 Kiffenbezuge für Baby, 25. 50 Keilkiffenbezüge, 26. 30 Tischtücher 1. Kl., 27. 30 Tischtücher (kleine), 28. 150 Servietten, 29. 50 Tablettdecken, 30. 50 Nachttischdecken, 31. 50 Plumeaubezüge, 32. 75 Män- ner-Anzüge, 33. 350 Männerhemden, 34. 150 Manner-Strümpfe, 35. 120 Männer-Unterhosen, 36. 75 Frauen­kleider, 37. 100 Frauen-Namtiacken, 88. 25 Ki^erkleider, 39. 25 Kinder- ~ " 40. 50 Kinder - Hemden,

i, 42. 150

41. 800 Kinder-Windeln, -

Kinder-Moltondecken, 43. 100 Erst- lings-Hemdchen, 44. 100 Erstlrngs- Jäckcken, 45. 50 Erstlings-Herztücher,

46. 30 Schürzen für Schwestern,

47. 30 Schürzen mit Trägen 48. 24

Schürzen nir Küche. 49. 135 Schurzen für Mädchen, 50. 24 Schümen für HcmSburschen, 51. 100 Schurzen

(blaue), 52. 50 Schurzen (weiße), 53. 30 Aerztemäntel, 54. 4 graue Mäntel, 55. 15 Jacken für Wärter,

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Die Versteigerung der verfallenen Pfänder findet am

19. und 20. Aprrl

statt. Auslösungen können noch bis zum Freitag, 16. April, nachmittags 4 Uhr» stattfinden.

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Döberitz, *5- April Wiesbaden.

J

Wer Krotgetreide verfüttert, verlnnbigt sich am Uaterlimd nnd macht sich strafbar!

Den Heldentod für Kaiser und Reich starb am 27. November 1914 in Feindesland der

M««krttee

Carl Kauter,

unser treuer Diener.

Ehre seinem Andenken!

Frau Traaft,

Wiesbaden. geb. von Rosenberg.

Für die herzliche Teilnahme an dem Tode unseres lieben

Alfred Schmidt

sagen wir hierdurch aufrichtigen Dank. 440

Billbach und Wiesbaden, den 13. April 1915.

Schmidt, Zahlmeister, und Familie.