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«8. Ja»,rga««.

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Aa. 205, _ Donnerst«,, d«» 3. M«i «»- « 1000.

Abend-Ausgabe.

Krnifches Welch.

Flotte und Börse.

Die Börse muß bluten! Daß sie das vorder wissen konnte, wird ihren Schmerz schwerlich mildern. Daß sie so heftig wird bluten müssen, wie es der Centrumsantrag zur Deckung der Flottenkostcn will, konnte sie allerdings nicht befürchten. Die Erhöhung der Umsatzsteuer von a /io auf /io pro Mille bedeutet einen harten Bissen, den selbst die ver­dauungskräftige Berliner Börse nicht so leicht wird be­wältigen können. Es ist natürlich so gut wie sicher, daß die vorgeschlagene Steuererhöhung glalt durchgehen wird. Die heutige Berathung des Reichstags über den Antrag Müller-Fulda mußte den etwa möglichen Rest eines Zweifels an diesem Ausgang beseitigen. Die Konser­vativen und das Cenirum sind voller Begeisterung, wenn es gilt, der Börse eins anszuivischen, und die Regierung hat nichts dagegen, eine Steuer augetragcn zu bekommen, die sie in solcher Höhe nicht braucht. Die Regierung ver­fügt zudem über ein für die Börse zwar sehr ehrenvolles, aber, wie man sieht, auch sehr kostspieliges Berlrauen zu der Elastizität des Geldmarktes. Sie glaubt felsenfest daran, daß die Börse diese neue Belastung ebenso geschickt über­winden und tragen wird, wie die älteren SlenererhiHungen, und sie folgt dem allgemeinen Strom der Börsenfeindschaft umso lieber, je mehr Millionen dabei für die Reichskasse zu erwarten sind. Möglich ist es immerhin, daß einige Ab­striche an den Centrumsvorschlägen gemacht werden, aber in allem Wesentlichen wird die Steuererhöhung doch Gesetz werden. Das halbwegs Komische an der Sachlage ist, daß die Rollen zwischen Negierung und Reichs­tag fortgesetzt vertauscht bleiben. Der Reichstag be­willigt mehr Geld, als nöthig ist, und die Regierung freut sich der glücklichen Verlegenheit, einstweilen nicht zu wissen, wohin mit dem gespendeten Ueberfluß. Es stecken in diesem Verhältniß und in dem Ausdruck, den es in den Verhand­lungen der Budgetkommission wie jetzt in denen des Plenums gefunden hat, so viele anmuthige Finessen, daß man sein Vergnügen an dem Anblick haben könnte, wenn es nicht schließlich immer ans Zahlen ginge. Das Augurenwcfen und -Unwesen ist bei uns gleichsam zur feststehenden Ein­richtung des öffentlichen Lebens geworden. Mit großen Worten wird nmhergeworfen, mit heiligem Ernst werden Ver­sprechungen gemacht und Programme entwickelt, an deren Er­füllung nur eine superlativische Leichtgläubigkeit glauben kann. Wie rührend feierlich klingt es nicht, wenn die Herren vom Centrum dafür sorgen wollen, daß die künftigen Mehrerträge aus den neuen Steuern und aus den erhöhten landwirth- schaftlichen Zöllen zum Besten der Arbeiter verwendet werden sollen! Wie edel und gutherzig steht die Regierung da, wenn sie durch den Mund des Herrn v. Thielmann erklärt, daß dies auch ihre Absicht sei! Somit wird es zu einem wahrhaften Verdienst, Steuern über Steuern zu bewilligen. Aus den Flotlendebatten und den Unterhaltungen über die Deckungsfrage entwickelt sich auf diese Weise ein Weltlauf

der Bestrebungen, die ganze große sociale Frage von Reichs- wegen zu lösen, und wer wollte da nicht mitihun! In dieser gewinnenden Weise wird die Flottenverstärkung mit ihrem Drum und Dran auch in der zweiten und dritten Lesung behandelt werden, und es wird jedenfalls nicht lang­weilig werden.

Ein Sieg der Bündler. .

Das Kompromiß in Sachen der Fleischbeschau, wie es soeben durch ein schlesisches Blatt enthüllt wird, bedeutet eine noch größere als die befürchtete Nachgiebigkeit der Regierung gegenüber den bündlerischen Wünschen. Und doch hätte man wahrlich allen Grund dazu gehabt, dies Zuviel an schwächlichem Entgegenkommen zu befürchten. Denn was sind die Vertrauensmänner, mit denen Graf Posadowsky verhandelt hat, wohl Anderes als Beauftragte des Bundes? Nach außen hin wurde ein Spiel mit scheinbaren Zerwürf­nissen getrieben, Graf KUnkowström sollte mit Herrn Oertel gar beinahe persönlich zusammengerathen sein, in den Bundesblätler» erscholl lautester Kampflärm, und Phantasten sahen bereits die konservative Partei und den Bund sich für immer trennen. In Wirklichkeit ver­standen sich die Fi'chrer hüben und drüben ans die bequemste Weise, und Graf Posadowsky versteht sich jetzt mit ihnen ebenso bequem. Würden die Bündler dem Kompromiß jetzt zustimmen, so könnte man noch allenfalls irre an der Sach­lage werden. Da sie aber fortgesetzt widersprechen, womit sie in der einmal übernommenen Rolle des vorgespicgelten Zornes bleiben, so ist die Sache vollends in Ordnung. Der Widerspruch beweist nur wieder, daß auf Verabredung gearbeitet worden ist, und zwar mit Erfolg.

* * *

* Keltin, 2. Mai. Die nächste Sitzung des Herren­hauses ist nunmehr auf den 9. Mat anberaumt. Es sind dann noch 2 oder 3 Sitzungen in Aussicht genommen.

Wie der „Lokal-Anzeiger" erfährt, dürfte der Kompromiß in der Fl ei Ich be sch ans rage nicht nur im Reichstag, sondern auch im Bundesralh eine ansehnliche Mehrheit finden. - Nach demselben Blatt kan» es nunmehr als feststehend betrachtet werden, daß die tsxHeinze im Reichstag noch auf die Tagesordnung kommen wird.

Die Aeltestcn der Berliner Kaufmannschaft beschlossen in einer gestern Nachmittag abgehaltenen Versammlung, an dm Reichs­kanzler eine Eingabe zu richten in der gegen die vom Reichstag beschlossene Erhöhung der Stempelsteuer, namentlich aber gegen eine Erhöhung der Umsatzsteuer Stellung genommen wird.

* Kaden gegen dir lex Kemre. Die zweite Kammer des badischen Landtags beschäftigte sich gestern mit der lex Heinze. Von Abgeordneten der nationalliveralcit, demokratischen, freisinnigen und socialdemokratischcn Fraktion war der Antrag gestellt worden, die Regierung zu ersuchen, für den Fall, daß im deutschen Reichstag die'von der Reichstagsmehrheit vorgeschlagenen §§ 184a und b der sogenannten lex Hcinze Annahme finden sollte», den badischen Bevollmächtigten zum Bundesrath Instruktionen zu ertheilen, daß dieselben gegen jene Paragraphen zu stimmen haben. Begründet wurde der Antrag von dem Abg. Milser (Dem.). Staatsminister Nokk erklärte, daß er eine bestimmte Erklärung Seitens der Regierung nicht abgebcn könne, weil eine bestimmte Form des Ge­setzes noch nicht vorliege. Ue Regierung habe aber gleich schlvcre Bedenken gehegt und diese Bedenken seien auch jetzt noch nicht ge­hoben. Der Antrag wurde mit 28 gegen 18 Stimmen des Centrnms angenommen.

* Adresse an Professor' Kipps. Die schon telegraphisch anqezeigte Adresse der Studenten an Professor Lipps hat, nach der „Münchener Fr, Pr.", folgenden Wortlaut: „Mit Unwillen und

Schmerz haben wir in den letzten Wochen geschxn, welchen Miß- dcntungcn Ihre Gesinnung, welchen Angriffen Sie Stand halten mnßtcn. Unserer Pflicht als akademische Bürger eingedenk, er­greifen wir die Gelegenheit, einem menschlich wie wisienschastlich gleich hervorragenden Lehrer unsere innigsten Sympathien knnd-

B 'en. Sic 'haben in einer Zeit der Gefährdung freier und Wissenschaft von dem Rechte Gebrauch gemaM, Kritik zu üben, haben als Philosoph die sittliche Äkt4

pflichtung erkannt, die gewonnene Uebcrzentznng auch rück­haltlos zu bekenne». Und sollte Ihre Stellung als ata* demischcr Lehrer Ihnen dieses Recht freier WemiingSäußerui« rauben? Zu dem Inhalt Ihrer angeseindetcn Aeußcruna wollen wir keine Stellung nehmen. Jede politische Kundgebung »egt uns fern. Eines aber niüffen wir: unserem festen Vertrauen AnSdrn« verleihen, daß Ihre Acußerunqen nur dem wärmsten sittlichen Interesse an der Gesundheit und Tüchtigkeit des deutsche» Vom«, keineswegs der Absicht zu beleidigen entsprungen sind. Wir mügoN zeigen, daß wir mit Ihnen einig sind in dem hohen sittlichen Idealismus, der ans Ihnen spricht, daß wir Alle einig sind in der Bewunderung unerschütterlicher Ucberzcngnngstreue!"

* glrtuv dir §(Ud|ru'wwv)*tt 0 i*»ß in Deutschland ent­nehmen wir dem „Reichs-Anzeiger" folgende Zahlen, die bei der augenblicklich vorliegenden Absicht einer Sacchnriiibeiteuerung Be­achtung verdienen. Es sind im Jahr 1898/99 in fünf Fabrik» 132,287 Kilogramni Saccharin erzeugt gegen 78,363 Kilogrannn i« Jahr 1897/98 und 34.682 Kilogrannn im Jahr 1896 97. Die Er« zeuqnng ist also in zwei Jahren auf das nahezu Vierfache gestiege«. Legt man einen drcihundcrtfachen Süßwerth des Saccharin» gegen­über dem Zucker zu Grunde, so entspricht eine Produktion von 132,237 Kilogramm Saccharin einer Zuckermenge von rund 400,600 Doppelccntiicr Zucker. Freilich ist die Süßkraft nicht ohne Weiteres ausschlaggebend, da Zucker und Saccharin verschiedenen Aufgaben dienen. ' __

Deutscher Reichstag.

Keriin. 2. Mai.

Am Bundesrnthstische v. Thielmann und Tirpitz. ZnnäM wird die Wahl von zwei Schriftführern vorgcnommcn. Es werden gewählt die Abgeordneten v. Thünefeld und Wallenborn. — Ei nun schleunigen Anträge Werners (Ant.) entsprechend wird die Einstsllmkg eine« gegen den Abgeordneten Bindemald schwebende» Prwntkiage- vcrfahrcns für die Dauer der Session beschlossen. Es folgt die erste Berathung des zur Deckung der Kosten des Flottengesetzc« eingcbrachteü Gesetzentwurfs Ntnller-Fulda wegen Abänderung des Reichsstempelgesetzes. Derselbe schlägt vor: Erhöhung des Emissionsstempels ans Aktien, sowie auf ausländische Renleff und Schuldverschreibungen, ferner einen neuen EmissionS- stenipel auch auf Kuxe und Knxschcine, Erhöhung der Stempels auf Kauf- und sonstige AilschaffnngSgcschäste, des­gleichen aus Lotterieloofe. Endlich soll eingeftihrt werden M Stempel auf Schiffsfrachtnrknnden und SchiffSsahrkartsn. In Verh bindnng damit wird zur Berathung gestellt der ans demsHbeN Anlaß eingebrachte Gesetzentwurf, betreffend Abänderung des Zoll- tarifgesetzes. Darnach sollen die Zölle auf Liquen re, all« ubriM Branntweine und auf Schaumweine eine ansehnliche Erhöhung er­fahren. — Abg. Müller-Fulda (Centr.) empfiehlt seinen Msetz- entwurf. Das Centrum gehe von derVoraussctzimg ans, daß das Kompromiß, welches von der Kommisfion vorgeschlogen werde, vom Plenum gebilligt werden würde. — Äbg. Bass er mann (nat.-liv.) befürwortet ebenfalls seinen Antrag nur kurz. Sonic Freunde seien mtt den hier vorgeschlagcnen »cncn Einnahmequelle» einverstanden und bereir, auf diesen Boden zu trete». Des Weiteren bemerkt Redner, e» sei nicht wahr, daß die nationalliberale Fraktion zu ihrer gestrigen Berathung über die Flottenvorlage Herrn v. Thielmann ctngelaöen habe. — Abg. Rickert (frcis. Vcr.) betont, seine Freunde seien bereit, dem Wunsch des Centrums zu entsprechen und die DcckungS- fraqe gleich mit dem Flottenaesetz zu regeln. Was die vorliegenden Gesetzentwürfe anlange, so seien sic eigentlich nnndthig. Namentlich sei der Antrag Bassermann gefährlich, weil er mir die emaeführten Liqneure und Weine zur Deckung herauziehcn wolle. Es laufe also auf weiteren Zollschntz hinaus. — Abg. Richter (frei?. Volksp.)

(Nachdruck verboten.)

Berliner Theaterbrief.

(Von unserem eigenen Korrespondenten.)

Der April führte uns sänfllich in die theaterlose, die freudige Zeit.

Gäste kamen, Gäste gingen. Ein frohes Wiedersehen wurde gefeiert. Die vielgeliebte Sorma erschien nach ihren Weltfahrlen wieder daheim und wurde voll ihrer großen Gemeinde enthusiastisch eingeholt. Sie durchwandelte den Reigen ihrer Licblinzsgestalleu, grüßte uns mit dem hold­schmerzlichen Lächeln ihrer Nora, und Alles war, wie einst, da sie uns noch gehörte. Das Nomadenthum hat offenbar dieser sicher-natürlichen Kunst nichts anhaben können.

Auch Eleonora Düse kam wieder, um eine alte Schuld einzulösen. Sie spielte uns endlich d'Annunzios „Gioconda".

Wir kennen das Werk ans einer ausgezeichneten deutschen Vorstellung der Seccsstvnsbühne. Danach es nun italienisch zu sehen und gerade von der Düse, der es gewidmet ist, mußte doppelt interessire».

Das Resultat war überraschend. Die Düse war freilich ergreifend in den schmerzensreichen Gefühlen, in der leid­vollen Anmuth, in den klagenden Tönen der Stimme und in den unendlich wehmüthigen Linien des Antlitzes, aber die raffinirten artistischen Stimmungen, die künstlerische Anschauungsphantasie d'Annunzios, die sich in den vielen subtil-dekorativen Nuancen der Dichlung zeigt, hat unsere deutsche Vorstellung viel feinfühliger und verständnißvoller an den Tag gebracht.

Wirkliche Novitäten gab es wenig. Der Neuigkeitsmarkt ward ausschließlich von den königlichen Theatern bestritten.

Seit langer Zeit mal wieder eine Ballet-Premiöre: »Die rvtben Schuhe" von Haßreiter und vielen Anderen,

unter denen der Kostiimdichter Baruch nicht den letzten Platz verdient. Denn in seiner Schöpfung lag mehr Musik als in den recht abgespielten Weisen.

Die „Rothen Schuhe" sind natürlich eine Tanzlegende. Sie führt uns mit bedächtiger Schnelle durch Himmel, Welt und Hölle.

Es ist das alte russische Märchen von den an heiliger Stätte aufgehängten Schuhen, die von einer Eitelen ent­führt und ihr zum Fluch werden. Denn sie machen sie zur ruhelosen Tänzerin.

Für ein Ballet ist eine Tänzerin, die nicht zur Ruhe kommt, ein perpetuum mobile, ein dankbares Phänomen. Es kommt nur darauf an, ihr immer wechselnde schillernde Rahmen zu geben^

Daran fehlt es nicht, es wird auf der Welt getanzt, in der Unterwelt und in der Oberwelt. Die Gruppen aus dem Tartarus tanzen, und die lieben Englein tanzen auch.

Dieser Ballet-Dante macht keine Ferne schwierig. Purgatorio, Inferno, Paradiso sind ihm vertraute Stätten. Er macht sich auch im Himmel die Sache höllisch einfach. Aus der Dekoration erkennt man ja, was los ist, also kann er sich die musikalische Charakteristik sparen. Der Reiz, diabolische Walzer und seraphische Walzer, 1a valse noir et la valse blanche zu komponiren, hat ihn nicht gelockt, Feld-, Wald- und Wiesenmotive lagen ihm näher.

Diese Legende hat aber auch Ethik. Fluch und Erlösung, der schwarze Engel und der weiße Engel sind ihre Pole. Zu ihrem Pech hat die Balletdioskuren nun die Logik im Stick gelassen. Die Erlösung für die Tänzerin von ihrem Wirbelschicksal ist die himmlische Ruhe. Himmlische Ruhe ist nun freilich etwas sehr Schönes, aber zweifellos kein dankbares Motiv für ein Tanzpoßm. Aus dem Dilemma ziehen sich die Legendenmänner frisch, stomm, fröhlich so.

daß sie das arme Hascherl im Himmel halt munter weiter tanzen lassen.

Wenn der Vorhang nicht gefallen wäre, tanzte sie heute noch. Doch trotz der Banalität der Musik und der Monotonie der Vorgänge hatte dies Ballet etwas Bemerkenswerthes. Znm ersten Mal trat hier ein modern koloristischer Geschmack zu Tage. Darin liegt das Mittel, die alte Gattung neu zu beleben, daß man moderne Falbenstimmung zum Aus­druck bringt, dekorative Bilder schafft.

Das Ballet muß sich zur Oper und zum Schauspiel ver­halten, wie das Kunstgcwerbe zur bildenden Kunst. Hier ist ein sehr fruchtbarer Boden, und man kann sich die Zeit denke», wo phantasievolle Künstler, die heute Interieurs, Vasen, Leuchter in neuem Schönheitssinn entwerfen, Lust und Befriedigung der Illusion darin finden werden, die artistischen Nuancen, Farben-Ensembles, Belenchtungsspiele zu kombinireu.

Allerlei ans diesem Gebiet regt sich bereits. Für ein

Leipziger Kunstgewerbefcst hat Ludwig v. Hofmann Kostüme gezeichnet; die Dichter Otto Julius Bierbanm, Richard

Dehmel haben reich geschnitzte Rahmen zu Ballets entworfen.

In den „Rothen Schuhen" waren nun die Kostüme wenigstens schon ganz aus moderner Anschauung hervvr-

gegangen. Vor Allem bestachen die Blumenkleider, die

leichten Gewänder, die umgekehrten großen Blüthenkelchen glichen, den zartgetönten Amarillen und den Goldband­lilien. Weiß außen und nach innen ganz delikat ab- schattirt in allen Skalen. Dann die feine Komposition in den Gruppen. Kein lärmendes Farbenorchester, in dem die Einzelstimmen kreischend hervorschreien, sondern künstlerisch gedämpft zu weichen vollen Accorden, in denen jede Nuance dienend der Gesammtwirkung sich fügt.

Und neu die Bevorzugung aller matten verlöschenden