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Verlag: Lauggasie 27.
LT^OOG Adonnenieu.
Anzrigen-PreiSr Die einspaltige Petitgeile für locale Anzeige» l5> Pfg., für an»n>4rtigr Mneeige« 25 Pfg. — Reklamen die PeKtzeile für Äi^svaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Psg.
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- Wersck-einenden Ans,prbe Ivird ksim« ÄewLÄe «Lernomnien, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.
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ernspreiver R». 62.
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Werrstag, den 1, Mai.
Fernsprecher 91 o. 52.
1900*
Wenn.Äu En^ziündern ^ ' beiden Bmcnrepublllk/, geling die Unterdrückung der
abzuwa/rten bleibt, i» könnt^^- ‘“ a6 , noc ^
daß sie? einst diese Thstifache >hn-n doch leicht passiren. konsMiren: - Weh iniri ich -^m bekannt Stoßseufzer Pei Engländer sich ins Süd- Wonnen! Denn während sie in anderen TI,eilen der c|t öf b W‘ u ( l)abcn ' W‘ n daß auch der glänzendste k f° ül i!.®' n ?" &c " wett machen könnte. Rußi ^
8 -gner Englands, ha, die s d-es-r Er femd und zähe Erfolg dazu benutzt, sei,1 -«-Lage Englands Mit vollem genüber zu verbeffein ul ^a(io« m Clstna England z Persien zu verdingen-" ^" 6 flehen Einfluß völlig unverkennbar dstWaa? auch in Afghanistan »etgt L in EnKdKs F Gunsten Rußlands Wenn steigender Unruhe veolgle, Rußlands m Asten mit entschiedene regelt- daß mau »n S ande war
zu diesen englischerSorgc ergreifen. sc> gesellt ftä, jetzt
dringlichere, näm'.ichas Bneue und vielleicht noch Ma rokko e hen Fr aukreichö ge gen
Trotz aller'Heißütigke. . .
I. Grundsatz zu iekenu^-ndieFranzoen sich zu cden muß. Als t Frau daß di- Rache kalt genossen s Faschoda zu m Afr^Deh nach ihrer Vertreibung ...thigl sahen, w. Engln'lbkommen m.t England gedrohte und Frankch flct »nvechullt Mit dem Kriege suhlte, steckte dierauzö" -ni Gegner nicht gewachsen ähneknirschend eistudem Ratwn diese D-mnth gung bester- Zeiten verhb Di die .Mache für Faschoda" aus reich als g-kom» an, M steht man i-tzt m Frank- sinnige Politik j-öüdafr Euvland sich durch eine un- Zeit nabe«, jede tienef^ Teftgcbtflen hat und für diese ..A^man, dMß l die - verloren hat. In Frankreich arif das marokMache ® *qefomnicn ist, die alten Pläne zu realifiren. Misin der im Hinterland von Algerien ' ' ' ' -ie„til^hat kann kein Zweifel barftl>cr
.. »Tnstt- », welche Frankreich neuerdings
Versicherungen, I cs fi äsen ausgesandt hat, trotz der liche Zwecke", th um hierbei lheils um „wisseuschaft- Slämme havd-'Iganz ie „Beruhigung" aufrührerischer Zwecke verfolgen ludere und viel weiter reichende Seit die Fräsen 0
und am Senegaon di Tunis und Algerien einerseits Innere hinein erersei Westküste Afrikas bis tief ins -ründet haben, dln der- zwei große Kolonialreiche ge- ^asammenstoßcn.ar ih südlichen Grenze Marokkos bereits gerichtet, dieses onialg Streben immer stärker darauf zudehncn und vÄllem oiet auf Kosten Marokkos auS- ‘ ' ual-Oasen in ihren Besitz zu
in die Gebiete Guara im Mdikelt im Südosten zerfallen, Ülomeker mit etwa 180,000 Ein :r Oasen erkennt den
bringen. Diese sen, Norden, Tuat itüden umfaffen nahezu OQuc wohnern. Die ölken von Marokko n al§ feine weltliche-'orität haben im Lauf Jahrgl
gleichen Theilcn aus Arabern, Berbern und Negern besteht und sich zumeist zum Islam bekennt, freundliche Beziehungen angekuüpft, sodaß sie dort jedenfalls mehr Einfluß besitzen als der Sultan.
Sollte das Ziel der Franzosen, wie es allem Anschein nach der Fall ist, auf die Eroberung der Tuat-Oasen gerichtet sein, so wäre cs nicht unmöglich, daß sie einen Theil der Stämme dadurch auf ihre Seite bringe», daß sie erklären, sich mit einem losen Protektorat begnügen zu wollen.
Jedenfalls haben sie auf Widerstand nur Seitens der Eingeborenen zu rechnen, denn der Sultan von Marokko wird schwerlich geneigt sein, dieses Gebietes wegen, welches lediglich nominell zu feinem Reich gehört, einen Krieg mit Frankreich zu provoziren. Dagegen wird Frankreich auf einen ernstlichen Widerstand Seitens Marokkos rechnen müssen, wenn es sich bestätigen sollte, daß die französischen Eroberuugspläne sich auch ernstlich auf das Gebiet der Oase Tasilet richten, dieser südlich vom Atlas gelegenen Wiege der marokkanischen Dynastie der Fillani. Die besondere
Bedeutung dieses Gebiets, welches etwa 150 Dörfer mit _
mehr als 100,000 Bewohnern zählt, beruht für Marokko in j>eucv uiiümTt, km" Voraus civer wird ihn, schor ad™» der Verbindung mit der Sahara, mit den Tuat-Oasen uni/s daß er die Tochter des Ex-Capitan aus Spanien holen müffe bV den Sudanländeru, besonders mit Timbuktu. Tasilet gill j mit sie bei der Ausgrabiing des Schatzes zugegen sei die Reife
kosten^ und andere Auslagen niiifsc er auch tragen r'c. Ilm den
ComiteS", muß aus irgend welchen Gründen mit der Reyiments- kaffc flüchten, deren Betrag von den Mitgliedern des Conritös auf 700,000 Francs erhöht wird. Er reist in der Welt her»», und kommt schließlich in „dortige Gegend", womit immer der Wohnort des Adressaten zu verstehen ist, einerlei, wo derselbe wohnt. In „dortiger Gegend" vergräbt er seinen Schatz in einer Büchse im Walde, nimmt mittels Meßband und Taschenkompaß genau die Stelle ans, wo die 700,000 Mk. schlummern, und geht dann nach Spanien, um seine einzige inniggeliebte Tochter auch herüberzuholcii. So ivcit kommt's indeffen nicht, dem, man verhaftet ihn und verurtheilt ihn zu 1 b Jahren Festungshaft, die er, der Ex-Capitan, demnächst in einem afrikanischen Fort admachen muß. Aus seinem „traurigen Kerker" sendet er an den Adrtssaren, „die einzige Person, an welche er sich infolge seines kurzen Anfenthaltsdor^nniiert", den Brief, in welchem er bittet, ihm zu scincu^MM^W^aM^fen, wofür der Helfer aus der
Summe haben soll, cavhisch nr
Igung ich den
'annaz. Dann wird M Vity: flfcer wird ihm schon gesagt.
als das Nückzugsgebiel des Herrscherhmiscs, wenn cii^kial die „Uiistlünbigen" Marokko erobern sollten. /
Wir glauben deshalb bis auf Werteres nicht, daß eS sich bei dem gemeldeten Einbruch in das Gebiet von Tasilet um ein ernsthaftes, planmäßiges Vorgehen zur Eroverung dieses Gebietes handelt, denn einmal sind die hier wohnenden Stämme kriegerisch und waffengeübt und andererseits ist Marokko immerhin i» der Lage, gegen 60,(WO Krieger auf die Beine zu bringen. Wir glauben desstilb, daß Frankreich sich fürs Erste mit dem Vorstoß i* die Tuat-Oasen begnügen und die weiteren Pläne au? Tasilet und aus — Marokko selbst auf spätere Zeiten veribicben wird, wobei es sich mit der Besitznahme der Tu/c-Oascn eine borzügliche Basis schaffen würde. Der Leid'-'agende hierbei ist neben Marokko in erster Linie Englai^, dessen Sehnen ebenfalls seit langer Zeit ans diese G^lete gerichtet war. Freilich, die weiteren Pläne Fraikreichs auf Marokko selbst liegen noch in weitem Felde, und wenn Frankreich einmal daran dcnkeii soll«, sie zu realifiren, wird dics nur geschehen können, nachdem es vorher mit England einen ernsten Entscheidnugsk^ipf ausgefochten hat, denn es handelt
Schwindel als wahrheitsgetreue Geschichte plausibler zu mach«.,, liegt den Briefen ei» Ausschnitt aus einer spanischen Zeitung bei m welchem von der Vernnbeilung eines Ex-Capitan de CabaIIe>iä Don Luis Casanrmz wegen Dnrchhrcnnnnq mit der Regimenlsk.dse die Rede ,st Der Schwindel ist. wie gesagt, so durchsichtig, daß man es kaum für möglich halte» sollte, daß ei» Mensch, der leine fünf Sinne nur einigermaßen beisammen hat, darauf herein, fallen konnte. Die Briefe sind lithographirt, die Unterschrift und Ort und Datum sind mit der Hand vor der Avscnduna daravk- gcsetzt; nur der Umstand, daß es immerhin Viele geben mag die ein lrthographirtes Schriftstück nicht von einem geschriebenen n'nler- scheiden können, vermag allein begreiflich zu machen, daß die Lithographie nicht Jedem sofort den Schwindel vcrräth. Wie sollte denn „ein unglücklicher Gefangener" dazu kommen, lithographicle Jammer- bnefe hcrzustellen, und weshalb sollte er übrigens einen Brief (denn er giebt ja an, nur an die „einzige Person" zu schreiben) lithographircn 9 So plump dieser Schwindet auch ist, so haben die Leute vor Jahren doch bewiesen und"' beweisen cs immer noch, daß da« Geschlecht derjenigen, dir nicht alle werden, nicht ausstirbt. Deshalb sei hiermit auf« Neue
vZ'UifiwuiiKavi ~i ' ; ‘ ' yuiiucu i wuum, muji uussllror. L)evylUo |et hiermit aufs Neue
sich hier für EugfaG um eine Lebensfrage, »m die Frage -»-f Don Lnis Casannaz und seinen vergrabenen Schatz aufmerksam der Beherrschuv".^^ Mittelmeeres, da der Werth Gibrallars, I gemacht. ,
»ches Oberhaupt an, wäb'. Ich Null ist. Die Frch sL kcher Bevölkerung, bie‘ a
(Nachdruck Of^ oteU ^
Kulturtzlchtliche
Nun ist eich der Skizze von L. E.
Wiesen habest sim ein Mihling ins Land g ^ die lieblichen Ä-r Flcschivellendes Frun 6 kl°ü)est unv <TN„ vnS irfinmrfiK grünen
mit bunten Muju. Deoas schmücks schmuck, die Vöx lassen Wald tönen, und,'die uze Nwjcdcr/5 ^ " und fwh^-
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wenn Maro" ‘ n r N'aiAchschen Besitz geriethe, erheblich reduzirt Daß sich Frankreich aber jetzt ein Sprungbrett für feine fl t < eicn Pläne ,chafft. ist auch eine der Folgen deö ieichlse'^" Vorgehens der Engländer in Südafrika, x.
Aus Stadr uns Zand.
Wicsba den, 1. Mai.
Die spanischen Schwindelbriefe,
die schon vor längerer Zeit einmal überall in Deutschland anf- « Ud ff"p, ? nb , bl ] mn 8 ^otz ihrer Durchsichtigkeit Viele auf den Lcuttfnhrten, haben sich wieder ans den Bauernfang begeben. Es wnMm diesen Briefen eine recht dreiste Lugcngeschichte erzählt. Ew lpaiuichcr Oistzier, Mitglied eines „republikani>chen Cen tral-
Ä »Malfeldern", den Gerichlssitzungcn der allen Germanen Meiden fanden an der sogenamilcii „Malstätte" statt die fertig der Ort für Kult, Gericht, Markt und Gelage ? . Malzeichen verschiedener Ar, standen dort, zumeist ein sstliger Baum, eine Eiche oder Linde.
An diese allheidnischen Bräuche erinnern noch viele Fest- Dfeiten, mit denen man noch hcuizutage den 1 . Biai, den U, aa 'm eV e T® b <5." Kalenderiiamen Walpurgis führt, bc- il6 ' b,e Verhandlungen deö Maifeldes ist ohne * e ‘ reI S'tte ^zurückzuführen, einen „Maikönig" oder
»Maigrafen zu wählen. In manchen Gegenden Itl <? a 'L »Maibrunncnfeste", ober es finden „Maireiten" mit. dii der großen Praicrfahrt zu Wien wird freilich wohl
fctontn wollen " Sluft,lud) " 3«'« fröhlichen Maifelde"
h — Gefchichtskalrnder. 1 . Mai. 1896: Nassr-ed-din Sma'-
boten" b'. « zu Prag, Begründer der „Grenz-
I Dicvirr 1 tt? .^bier zu Wien, hervorragender öfterr.
Achter. 1//2. -j- Gottfrled Achenwall zu Äöttinaen Bearün^er der modernen Statistik. 1769: * Arthur tzerzoa von »Trift..JSS ber Sieger von Waterloo. 1756: Vertrag zu Versailles i 7 n 8 k von Schweden bei Pultusk. io72: ch Papst Pins v'
erm°rde»""i§i^"»^n r" Oesterreich, von Johann v. Schwaben ermordet. 1^18. -- Rudolf I. von Habsbnrg, deutscher König.
,,, ® e *. der Grösste,z«.g von Kachp»
Meiiiinr „t gestern Abend zu mehrwöchcntlicheni Kuraufenth hier eingetroffen und ist im Hotel „Na ssauer Hof" abgestiegen
heutzutage dem „Maieustecken'st In der Nacht zum 1 » ecken die zungen Burschen ihren Auserwählten grüitz Maien mit^ allerlei Immen Bändern und passenden Sprüche!! an die Thur, um ihnen dadurch von Neuem Liebe in @unft oder Haß und Abneigung zu bezeigen. An dicse^ Sitte erinnert auch Hoffman» von Fallersleben, wenn er singt:
Uebers Jahr zur Zeit der Pfingsten,
Pflanz' lä, Maien Dir vors Hans.
Bringe Dir aus weiter Ferne Einen frischen Blumenstrauß."
An das ailheidiiische Opferfest, das zu Beginn des
Srwn'i c fClelt Tx 6 ' fuiipfte auch die Sage vom Ritt der Hexen nach dem Blocksberge (Brocken) dev
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nacht" und etmt
Väter
Sutet 6 notjteu, lc hpatüWen und den
mächtigen Kren der ^ M Elchen und Bdem
auf goidnem Throne Mulla
reaierte. Dankopfer die,,. _i astananisMelt « 8 ^ ' ^ vgren
-Altvordern S°M wuL Fr hUnSsftst ^interihen
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Der Aufbruch von der Winterwohnnng hat sich in der Sitte ! Sfm/miS*i u f uvbe Uo “ üieIen deutschen Stämmen erhallen, am 1 . Mai das Vieh festlich a ,s,u.rciben E uamenilich von den Sachsen, ans dem Blocksberge gefeiert,
Westfalen trieb mau noch im 16 SlH wenngleich letztere aus Furcht vor den von Karl dev
Aufzügen durch die Accker und trieb das Vieb die Äüd-r Großen angedrohten Strafen durch die Taufe zun, Christei»
Kühe, Pferde, Schafe in diesem Umzüge'mitEine ck er Sttwn u?^-treten waren, so hielten sie doch an ihren allen Brauch herrscht noch heute im Böhmerwald! '»m as L tT eilten zu den Opferfesten aus dem VloM
vor Verhexung zu schützen, treibt man cö an Kreuzweae I Großen b aufgestellten Wachen Karls de
und an solche Stellen, „welche durch christliche Sntffifunmii-’ I c fjer* r ^-^sicigeu des Berges zu verhindern such^I zcichen als alte Kultstätten g-kennzcichue! sind" ^ 1°; f ? Itcfiet V^ b f e Mlheilnehmer in allerlei Verhüllung
Als Rest des alten Malbauines hat sich der Maibaum teuerlick,^" porußer , denen sie durch abenS
. eine frisch gefällte, oben mil Blumen und Bändern !- Daraus en.ll2' '^a Ausschen Furchl einzuflößen suchten, zierte Tanne oder Fichte - erhalten, der in viele! Gegenden S tter L Ct Spukgeschichten, und es bildete
heule noch m der Walpurgisnacht aufgestellt wird ^ Um '^.Sagc ioon den Hexe», die auf Besen, Elster-
dlesen Baum wird am Pfingstdienstag getanzt worauf er I ^'^"der Ofengabeln, Ziegenböcken und anderer
bis zum kommenden Jahre sich n bleibt? ' In ch len S ?i , 3 “ be ^ “ lten Opferstätten sichre^
's
