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*»• Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis: durch den Verlag SO Pfg. monatlich, durch die Post L Mk. 6« Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

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° * ' nachlerscheulcnden Ausgabe wird keine Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.

U0. 188. Fernsprecher No. 32. DieuKttg, tzkN 24. Aprjl.

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Fernsprecher 9t». 52.

1900 .

ISfergeii^lisßsgalse.

Zur Frage der Schulreform

wird uns von einem praktischen Schulmann geschrieben:

Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß die brennende Frage der Schulreform, welche jetzt auf die Tagesordnung gesetzt worden ist, von dieser nicht abgesetzt werden wird, bevor sie ihre Lösung gefunden hat. Selbst bon den Anhängern der altklassischcn Bildung wird heute zum großen Theil bereits eingerüumt, daß diese altktassische Bildung, wie sie auf unseren Gymnasien gelehrt wird, den Forderungen des modernen Lebens, der ungeheuer an­gewachsenen Bedeutung der Naturwissenschaften und dem vermehrten Bedürfniß nach der Kenntniß fremder lebender Sprachen nicht mehr völlig gerecht wird. Auch Seitens der Negierungen ist mehr oder minder unumwunden zu- gestauden worden, daß unsere heutigen höhere» Lehr­anstalten reformbedürftig sind und daß ihr Lehrgang den veränderten Bedürfnissen angepaßt werden muß. In Preußen dürfte die Reform des höheren Bildungswesens in allerkürzester Zeit in Fluß kommen und auch in den meisten übrigen Bundesstaaten hat diese Neformbewegnng bereits eingesetzt, und sie dürfte dort zweifellos in Fluß kommen, sobald die Reform der höheren Lehranstalten in Preußen zur That geworden ist.

Schon jetzt bestehen in Deutschland 31 sogenannte Reform- schulen, wie sie von einem Theile der Vertreter der Schulreform- Bewegung angestrebt werden. Diese 31 Reformschulen, von denen 20 nach der zuerst in Frankfurt a. M. geschaffenen Organisation (Frankfurter System) eingerichtet worden sind, während 11 die Grundsätze des Alionaer Realgymnasiums Mtonaer System) angenommen haben, haben das gemeinsam, daß sie den modernen Sprachen und- den Naturwissenschaften einen weit größeren Spielraum einräumen, während sie den altsprachlichen Unterricht erst in den mittleren Klaffen be­ginnen lassen. Im Uebrigen gehen die Forderungen in Bezug auf die Schulreform noch so weit auseinander, daß es eigentlich unrichtig ist, von einer Schulreformbcmegung zu sprechen und man richtiger von Schuireformbewegnngen sprechen sollte.

Es^ soll jedoch jetzt ein Versuch gemacht werden, diese Zwiespältigkeit, welche hauptsächlich daran Schuld ist, daß die Schuireformbewegung bisher so wenig praktische Er­gebnisse zeigte, zu beseitigen. Für den 5. Mai ist in Berlin eine gemeinsame Konferenz aller derjenigen Vercinigiingen geplant, welche bisher die Sache der Schulreform vertreten haben, um sich über die Grundsätze zu einigen, welche für die Schulreform geltend gemacht werden sollen. Die Forde­rungen, welche der Konferenz vorgeschlagen werden sollen, gehen dahin, daß 1. alle neunklassigen höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealschulen) die gleichen |

Berechtigungen zu wissenschaftlichen Studien und höheren Laufbahnen erhalten, und daß 2. für alle höheren Schulen ein gemeinsamer, die drei unteren Klassen umfassender latein- loser Unterbau geschaffen werden soll.

Man braucht nicht zu den Gegnern der klassischen Bildung zn gehören und man kann sogar von dem pädagogischen Werth der klassischen Bildung überzeugt sein, und doch jene Forderungen als maßvoll und berechtigt anerkennen. Denn zweifellos ist der Kardinalfehler des heutigen Schulsystems das Gymnasialmonopol, und der Bruch mit diesem Monopol, die Gleichberechtigung der drei höheren Schulen, der Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealschulen, ist als eine unabweis­bare Forderung zu bezeichne». Das Gymnasialmonopol beruht auf der Anschauung, daß die klassische Bildung einen ganz besonderen geheimnißvollen Werth besitze und daß sie Eigenschaften verleihe, wie sic kein anderer Bildungsgang auf­weist. Diese Anschauung aber kann heute nicht mehr auf­recht erhalten werden, wo von den Vertretern der altklassischen Bildung vielfach selbst eine Einschränkung dieses Bildungs­materials gefordert wird, und wo die Leistungen der Real­gymnasien und Oberrealschulcn zeigen, daß das Gymnasial­monopol seine praktische Berechtigung verloren hat. Auch die Forderung eines gemeinsamen llnterbaus für die drei höheren Schulen in der Art, daß eine Trennung erst von der Tertia beginnt, hat in iuimer weiteren Kreisen Zu­stimmung gefunden. Der hohe pädagogische Werth dieses Theiles der Reform würde darin liegen, daß der Schüler sich erst in einem vorgerückteren Alter, wo sich seine An­lagen und Neigungen weit sicherer beurlheilen lassen, dafür zu entscheiden brauchte, welcher der höheren Lehranstalten er sich zur weiteren Ausbildung zuwenden soll.

Mit dieser Einführung des gemeinsamen llnterbaus für die drei höheren Schulen würde sich die Frage der Gymnasialreform gleichsam von selbst regeln, da die natür­liche Folge hiervon die Einschränkung des Unterrichts in den alten Sprachen, vor Allen« die Zurückdrängung des Grammatikalismus und Verbalisnius, und die stärkere Be­rücksichtigung der modernen Sprachen und der Nalurwissen- schafteu wäre. Freilich wird man sich bei der Schulreforni davor hüten muffen, aus dem einen Extrem ins andere zu fallen und, während unsere Gyninasien jetzt junge Griechen und Römer ausbilden, in Zukunft junge Franzosen und Engländer heranzubilden. Dies wird dadurch vermieden werden, daß man einen noch weit größeren Werth als bisher auf einen um­fassenden und eingehenden Unterricht in der deutschen Sprache, auf ein tieferes Eingehen in die Geschichte und Kulturgeschichte und auf eine gründliche naturwissenschaftliche Bildung legt. Kein praktischer Pädagoge wird im Zweifel darüber sein, daß den Schülern ans diesem Weg mit ebenso großem Ei folg jene ideale Weltanschauung, welche ja das letzte Ziel der Bildung ist, ins Herz gelegt werden kann, die nach der heute noch viel verbreiteten einseitigen Auffassung das Monopol der stark überschätzte» altklassischen Bildung sein soll.

Aus Stadt nutz Land.

Wiesbaden. 24. April.

_ ~ ®*rri)iri!toltrtleiit>tr. 24. April. 1891: + ftelbmarfrfinir

@raf Moltke 1891: f Emamiel Graf Aiidrnssy zu Görz. 1867:

C ^ l§/ Ö e f' Do «fl8qiber griechischer Staatsmann und Gei eia . 1854 Vermahlung Kaiser Franz Josefs mit der Prinzeß Otlsabeth von Bayern. 1852: Regierungsantritt Friedrichs, Groß-

föb£ii Ö °4LS. elt ' - 18 ® des von Revolutionären

besetzten Frciburg in Baden. 1848: Landung der Franzosen in Clvitavechia. 1819: * Klaus Groth zu Seide Sctwvfer der neu" Md-utsch-n Litteratur. 1797: * Der Dichter Kar! Jmmermann. ™ niJ O- ftiiiibeiflet git Saalfeld tt: Thüringen, hervorragender

rnR^ 1 1 1 -}' iKQn nt L ä Y>£ I ! jt ' bie ^ oIfanu kommt unter

Wippine SBelfer, Gemahlin des osterrcichnchen Erzherzogs Ferdinand. 1576: * Vincenz de Paula zll Pouy nach ihm. tuurben die Vincentius-Vereiiie für innere Wkston benannt. 1M7: sieg Karls V. bei Mühlberg bei Torgau über den Kur,ursten Johann Friedrich von Sachsen. 858: Nikolaus der Heilige zum Papste erhoben.

— Sachsenfrst. Zur Geburtstagsfeier Sr. Maj. des Königs Albert von Sachsen haben am 23. d. M., Abends 6 Uhr. die hier in der Anzahl von 14 ansässigen oder anwesenden sächsischen Offiziere ein Festmahl im Kurhaus abgehalten und dem Kriegs­herrn in einem Telegramm ihre ehrfurchtsvollsten Glückwünsche übermittelt.

o. E»'stl;ommn»ikan1r>». Am vorgestrigen weißen Sonntag einpstiigcn in der Bvniiatmskirche in der Luisenstraße 231 Kinder, 121 Knaben :1 ans Erbenheim) und 110 Mädcben (3 ans Erben- M'.. in der Mana-Hilfkirche 107 Kinder, 57 Knaben und 50 Mädchen, zusammen also 338 Kinder, die erste hl. Kommunion. — Gestern snh man wieder zahlreiche Erstkomniiiiiikaiite» aus Rhein- hksstn ,n unserer Stadt, die, altem Herkommen gemäß, mit ihren Oltern an oresem^age ihre Ausflüge nnch Wiesbaden unternehmen.

o. Mnurcrstrriil. Wie wir von betheiligter Seite erfahren, ist die Lage des Streiks noch unverändert. Die von einem aus­wärtigen Blatt gebrachte Nachricht, die Maurermeister hätten auf die Anregung des hiesigen Gewerbegcrichts, dasselbe zur Vermittlung in dem Streik als Einigungsamt anzurufen, ablehnend geantwortet, wird uns als unzutreffend bezeichnet. Die Meister haben überhaupt noch keine Gelegenheit gehabt, sich in ihrem Verein mit diesem Vorschlag des Gcwerbegerichts zu beschäftigen und darüber zu beschließen. Sie sollen übrigens fest entschlossen sei», unter keiner Bedingung nach- zugcbeu. Andererseits suchen die Gesellen ihre Streikkasse möglichst zn entlasten und in anderen Orten Arbeit zu erlangen, was einer ziemlichen Anzahl, namentlich jüngeren, uiiverheiratheten Leuten, auch bereits gelungen sein soll.

Damrn-Geielischaft Wiesbaden. Die in diesem Jahre

neu gegriuidete „Dameii-GeseUschafi Wiesbaden" (Damen-Klub) WM es Verpichen, sich auch außerhalb ihres Mitgliedcrkreises Gcltnng zn verschaffen. Sie hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, dem hiesigen Pnbliknm Gelegenheit zu geben, sich davon zu iiber- zeugen, daß innerhalb des Klubs neben dem geselligen Verkehr auch dre Pflege der Kunst und Wissenschaft eine nicht unbedeutend« Rolle spielt So ist es dem Comilö getnngen, die hierorts noch tu bestem Andenken stehende Hofschanspiclcrin Fräulein Adrienn, Kola zu einem Vortragsabend zu gewinnen. Fräulein Kol«, eiw geborene Oesterreicherin, war bekanntlich längere Jahre am hiesigen postheater engagirt und folgte dann einem Rufe ans Burgthcater in Wien. Ueber die Leistungen der gefeierten Künstlerin auf dem

Wilhelm Iah» f.

Miesbade», 28. April.

Die Nachricht von dem Tode Wilhelm Jahns hat die ganze musikalische Welt bewegt — halte er auch infolge mnec' Augenleidens und der mißlungenen Staar-Operation schon vor beinahe dritthalb Jahren seine Stellung nieder- egen und sich ins Privatleben zurückziehen müssen, an ein so baldiges Ende des genialen Meisters dachte doch Niemand. Os kam überraschend. Ein Großer im Reiche der Kunst ist bahmgegangen, ein Leben voll erstaunlich glänzender Thaten erloschen.

Welche Summe von Kenntnissen und Erfahrungen aller «lU welch allumfassendes Wissen, welch poetische und musi­kalische Begabung und vor Allem welche die Menschen bc- SJoingenbe mächtige Persönlichkeit waren doch in Bahn vereinigt —: „Was er will, das kann er!" meinte einmal mit Recht Franz Liszt von ihm.

—! und das hat er hier wie in Wien gar oftmals gezeigt. Seine Künstler glaubten an ihn, das Publikum nicht minder.

Auf seine Leistungen bei uns in Wiesbaden gedenken wir noch kurz besonders zurückznkommcii. Sie bieten Lehrreiches, ^"keressanteS. Wir wollen zunächst Allgemeines behandeln ... .kWnllfischgasse 5 in der schönen Kaiscrsladt hatte Jahn ky seinem Rücktritt eine schöne Privatwohnnng — hier riHh • e L^che aufgebahrt. Heute Nachmittag 2 Uhr „ *n der Augustinerkirche die feierliche Einsegnung statt

it arau f erfolgt auf öffentliche Kosten die Beisetzung auf °em Eentralfriedhof. Die Stadt Wien aber gießt dem hochverdienten Manne ein Ehrengrab.

„ Wiesbaden erhält unser unvergeßbarer ehenialiger »eupellmeister übrigens gleichfalls bedeutende Ehrungen. Die Intendantur der König!. Schauspiele, denen er bekanntlich nahezu achtzehn Jahre ruhmreich angehörte, und dieWittwen- und Waisenanstalt des Orchesters, deren Gründer Jahn gewesen, werden bei der Beisetzung vertreten sein. Auch der Verein der Künstler und Kunstfreunde, den er s. Z. mit .Oberlehrer Bögler ins Leben gerufen, wird ihn durch eine

Kranzspende ehren, ebenso andere hiesige Kunstfreunde, Musiker rc. Bekanntlich war es auch Jahn, welcher durch Seine Excellcnz den Herrn General-Intendanten Botho v. Hülsen s. Z. unseren Orchestermitglicdern den Charakter „Kammermusiker" zu verschaffen wußte.

Er selbst hat im Leben der Ehren viele, sehr viele genossen und hohe Orden die Menge besessen, u. A.: die österreichische Eiserne Krone, das Komthur-Krenz des Franz Josefs-Ordens, den Rothen Adler-Orden, das Großkreuz der französischen Ehren-Legion, den russischen St. Annen- Orden und zahlreiche andere deutsche und ausländische Auszeichnungen. Die englische Universität Oxford hatte ihm in feierlicher Sitzung den „Ehrendoktor" der Musik verliehen k. rc. Künstler und Künstlerinnen hat Jahn viele entdeckt und heraugcbildet. In dieser Richtung war wohl eine seiner denkwürdigsten Thaten. die in seine Prager Thäligkeit fällt, die Entdeckung einer Primadonna, die Weltruf erlangte: Pauline Lucca. Kapellmeister Kteer aus Pest halte seinem Kollegen Jahn gesprächsweise mitgetheilt, daß er einem außerordentlichen Talent auf der Spur sei, das gegenwärtig in Olmiitz wirke und seine 150 fl. per Monat werth sei. Jahn warf die harmlose Frage hin, wie denn dieses Olmützer Weltwunder eigentlich heiße. „Panline Lucca" war die Antwort. „Wienerin, jung, schön, Stimme wik Nachtigall." Jahn wußte genug, eilte zn seinem Direktor, lelegraphirte einen glänzenden Nuf mit 4000 fl. Gage nach Olmiitz und Pauline betrat am 12. April 1860 die Prager Bühne mil großem Erfolg. Jahn wurde ihr strenger, aber wohlmeinender Schulnicister. Zn seinem Benefiz sang sie unter jubelndem Beifall die „Iphigenie" und noch in späten Jahren, als Jahn bereits Direktor der Hofoper und sie eine weltberühmte Sängerin war, ehrte sic in ihm bei jederGelegenheit ihren „Entdecker",Meister und Förderer.

Aus seiner letzten Zeit wird aus Wien berichtet: Neben dem schweren Augenleiden machte im letzten Jahre ein Leber- leiden dem Meister viel zn schaffen. Am Ostersonntag ver­schlimmerte sich plötzlich sein Zustand in bcsorgnißerregcnder Weise; er litt große Schmerzen, bis er am Mittwoch das Bewußtsein verlor, das seither nur für kurze Stunden wieder­

kehrte. Zumeist war das Sensorium benommen uitb dann sprach der Patient zusammenhanglos zu sich selbst und zu seiner Umgebung. Nur seiner außerordentlich kräftigen Kon­stitution ist es znznschreiben, daß Jahn das Uebermaß von Leiden so lange ertragen konnte. Samstag Früh nahm die Herzthäligkeit rapid ab und um 8 Uhr Morgens erlöste ihn der Tod von seinem Leiden. Direkwr Jahn hinterläßt eine Wiltwc und eine Tochter, welche an einen in Mähren wirkenden Lehrer verhcirathet ist.

Wilhelm Jahn wurde am 24. November 1835 zu Hof in Mähren geboren. Durch die Mittellosigkeit seiner Eltern auf sich angewiesen, trat er in seinem neunten Lebensjahre als Süngerknabe in die Olmützer Metropolitankirche, welche damals ein ausgezeichnetes Orchester besaß. Kapellmeister Pithalsch. ein vortrefflicher Musiker, welcher die Aufführung der Messen und der sonstigen Kirchenmusik mit künstlerischer Feinfühligkeit und dem edelsten Geschmack leitete, nahm den jungen Jahn unter seinen Schutz und beschäftigte sich an­gelegentlich mit seiner musikalischen Ausbildung, welche Jahn nach kurzer Zeit befähigte, Solopartieen in der Kirche zu singen. Während seiner Thäligkeit in Olmütz wurde der Knabe auch i» die Lage versetzt, das doriige Gymnasium zn besuchen und seine Ausbildung auch nach anderen Richtungen hin zu vervollständigen. Jahn war bekanntlich auch ein großer, zündender Redner! Ueber seine weiteren Lcbensschicksale erzählte Jahn einmal bei Gelegenheit selbst Folgendes:

„In meinem siebzehnten Lebensjahre erwachte plötzlich der Drang nach dem Theaterleben in meiner Brust, und ich realisirte rasch entschlossen mein heißes Sehnen, indem ich ohne weitere Vorbereitungen zur Bühne ging. Nach mancherlei Abenteuern und Fährlichkeiten, deren Auszählung ermüden würde, gelang es mir im Jahre 1852, ein Engagement an dem Temesvarer Theater zu erhalten. Friedrich Strampfer leitete damals diese Bühne und cngagirte mich, ohne mich jedoch für ein besonderes Fach bestimmt zu haben. Wenn ich mir die Vielseitigkeit und beinahe unglaubliche Zufällig­keit meiner damaligen Bühnenwirksamkeit in Erinnerung rufe, so kann ich mich des Gefühls eines leichten Schauers nicht erwehren. Ich spielte nämlich daselbst a» einem Abend