Einzelbild herunterladen
 

WieMkmr Saplatt.

® ert *2a£Sw^ M WSckentlick '*tv 12 Httsaciben. ..T.g»lBtt.H.B--- Rr.s««.«.

grtflnn' MB i ODt motge'n» bj» 7 Uhr «fcoM. ivOUfCTlHUl} ^ y Um s Mt morgen» bis 8 llhr «b«b». anher «.«.tag».

Vkzngs-Prn» für beide ABsg.br»: 7V Psg monatlich, M L Langgaffe 11 . obae Bringerlod» M 8. oircieljährlich durch alle Beffellgelb BezBgs- Bestellungen nehme» »uherdem entgegen:

- vierteljährlich durch den Bering

. _ _deutlchen Postanilalten, auiichüekliq

jezugs-Bestellungen nehmen außerdem entgegen: in Biiesdaden die Zweigstelle Biz- tuarllrnig lS, iowie die »usgadeftellen in allen Teilen der Stadt : iu Biebrich: die dortigen Au»- gadesiellen und in den benachbarten Landorlen und im Aheingau die betreffenden Tagdlan-Träger

T.gdl.ti -Haus" Rr. SSÜ0-«.

Bon 5 Uhr morgen» bi» 8 Uhr abend«, anher Sonntag».

»DL««

Bei wiederholter Aufnahme nnoerSnderter «neigen ,n kurzen Zw richeuraumen entbrechender Rachiah

ÜWf nfto&Sl Sf?.KB^. tt M» l 3»trihictSchristleituugdeSWiesblldenerTagblattS:Berlm-WilwerSdsrfGSntzelftr.66,Fentsffr.:AmtUhl.Nd450«.451. Zagenltndr^nw"d

Montag, 12 . April, morgens. SOltö^t = flUSQClbC. t915 *

Oer Krieg.

Der Tagesbericht vom II. April.

Oie vergebliche französische Offensive. Wieder sehr schwere Verluste der Franzosen. 12 Offiziere und 900 Mann gefangen,? Maschinen­gewehre erbeutet.

Scheitern mehrerer russischer Angriffe.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 11. April. (Amt> lich.)

westlicher Kriegsschauplatz.

Am Iserkanal bei Poesele südlich von Drie-Grachten nahmen wir drei von den Bel­giern besetzte Gehöfte und machten dabei einen Offi­zier und 40 Mann zu Gefangenen.

Bei kleinen Vorstößen gegen den E n e r e b a ch bei Albert nahmen wir 50 Franzosen gefangen, r Im westlichen, Teile der Argonuen miß- glückte ein französischer Angriff.

Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel nahmen erst gestern abend an Heftigkeit zu. Im Waldgelände nördlich der Combreshöhc versammelte« die Franzosen starke Kräfte zu einem neuen Versuch, unsere Höhenstellung zu nehmen. Der Angriff kam erst heute früh znr Ausführung und scheiterte gänzlich. Dir HöhensteNung ist ganz in unserem Besitz. Südöstlich von Aillv fand die Nacht hindurch heftiger Nahkampf statt, der zu unseren Gunsten entschieden wurde. Bei einem starken, aber er­folglosen französischen Angriff nördlich Flirey hatten die Franzosen sehr schwere Verluste. In den gestrigen Kämpfen im Priesterwalde nah­men wir dem Feinde 4 Maschinengewehre ab. Die anschließenden sehr erbitterten Nachtkämpfe blieben für uns erfolgreich.

Die sehr schweren Verluste der Franzosen in den Kämpfen zwischen Maas und Mosel lassen sich noch nicht annähernd schätzen. Mein zwischen Srlonsc- und Lamortvillewald zählten unsere Truppen 700, an einer kleinen Stelle nördlich Negnie- ville über 500 französische Leichen. Wir machten 11 französische Offiziere und 804 Mann z« Gefange­nen und erbeuteten 7 Maschinengewehre.

Ein infolae zerschosiener Trosse abgetriebener deut­scher Fesselballon ist nicht, wie die Franzosen an- gebrn, in ihre Linien getrieben, sondern wohlbehalten bei Mörchingen gelandet und geborgen.

In den Vogesen schloß Schneesturm eine größere Gefechtstätigkeit aus.

Mektlicher Kriegsschauplatz,

Bei M a r i a m v o l und K a l w a r i i a sowie bei K l i m k i an der S e k w a wurden russische Angriffe abgeschlagen.

Ans einem Orte bei Bromierz, westlich von ^lonsk, wurden die Russen hinausgeworfen, dabei 80 Mann gefangen genommen und drei Maschinen- tzewehre erbeutet.

In Polen, südlich der Weichsel, unterbieten die Russen die aanze Nacht hindurch ei« lebhaftes Iu- santeric- und Artillericfcuer.

Oberste Heeresleitung.

ver österreichisch»uuaartsche Tagesbericht.

9 Offiziere, 713 Mann gefangen.

W. T.-B. Wien, 11. April. (Nichtamtlich.) Amt- lich wird verlautbart vom 11. April: In den Bes­kiden hat sich nichts ereignet. Im Waldge­birge dauern die Kämpfe an einzelnen Abschnitten fort. Östlich des Uzsokerpasses wurden bei Aus­nützung der Erfolge vom 9. April weitere 9 Ossi- iere, 713 Mann gefangen genommen und Maschinengewehre erbeutet. - An der Front in Südostgalizien nur Ge- schützkamps und kleinere nächtliche Unternehmungen. In Westgalizien und in Russisch-Polen herrscht Ruhe.

Der stellvertretende Chef des Gcneralstabs: v. Höfer, Feldmarschall-Leutnant.

320 000 Mann russischer Verluste in der zweiten Hälfte des März!

Der MailänderCorriere della Sera" erfährt, daß die russischen Verlustangaben für die Zeit vom 15. bis 31. März 108 000 Tote und 212 000 Verwundete aufweisen. Es handelt sich um die Zeit, in der die ersten Karpathenkämpfe ihren Höhepunkt erreichten.

Oie grotze Karvathenschlacht.

Erfolge der deutschen Südarmee.

Br. Berlin, 11. April. <Eig, Drahtbericht. Ktr. Mn.) Aus dem österreichisch-ungarischen Kriegspressequartier wird der B. Z." unter dem 10. April berichtet: Die Schlacht in den Karpathen iit noch immer nicht zum Abschluß gebracht. Das

Bild des Kampfes hat sich allerdings wesentlich geän­dert. Nach dem russischen Durchbruchsversuch gegen Homuna und dem Vorstoß im Laborcza- und Ondavatal scheint die russische Heeresleitung von dem Bestreben geleitet zu sein, sich wieder in den Besitz des in den schweren Januar- kämpfen verlorenen Höhenkammes zu setzen. Zwischen L u p k o w und dem Uzsoksattel griffen die Russen wieder heftig an. Ihre Anstürme griffen gestern auch auf das Ge­biet bis zum Wyskower Sattel über, wo die deutsche Süd­armee nächst dem Kamme den Nordabhang behauptet. Im galten Kampfraum gingen aber wiederum alle Angriffe in die Brüche. Im Zentrum der Südarmee kam es sogar zu einem völlig überraschenden Gegenstoß. Anfangs Februar hatten die Russen durch den Befestigungsgürtel auf dem Zwininrücken, nördlich Tucholka, eine wichtige Straße ge­sperrt. Die Befestigungsanlagen waren so stark, daß ein direk­ter Angriff auf diesen Stützpunkt aussichtslos erschien. Gestern unternahmen nun die Deutschen einen mit fabelhafter Stoßkraft geführten Ansturm. Mit unwidersteh - licher Kraft rannten sie an, und wirklich gelang es, die völlig verblüfften Russen au§ ihrer Stellung zu wer­fen und Zwininrücken in Besitz zu nehmen. Viele Ge­sänge ne, Maschinengewehre und Kriegs­material blieben in der Hand der siegreichen Truppen.

Oie Lage in der Bukowina.

Über die Kämpfe in der Bukowina schreibt der -Peiler Lloyd": Ob die Russen sich auf der Lime B o j a n längs der russischen Grenze halten werden, ist sehr fraglich. Denn unsere Truppen sind bereits über die Anhöhen in die Ebene gelangt. Der direkte Weg führt von Nowosielitza längs des linken Pruth-Ufers nach Lemberg. Diese Mach­sch u b l i n i e ist nun durch unseren Vorstoß durch Nowosie­litza den Russen genommen, und sie müssen jetzt ihren Nachschub auf dem weiten Umweg über Nordgali- z i e n machen und von dort weiter transportieren.

Friedensflugschrkften in Petersburg:

Br. Wien, 11. April. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Dln.) Die MittagSzeitung" berichtet aus Krakau: In Petersburg sollen Tausende von anonvmen Flugschriften in allen Gesell­schaftskreisen zirkulieren, in denen ausgeführt wird, daß Sin baldiger Friedensschluß unbedingt nötig sei, da die Fortsetzung des Krieges nicht im Interesse Rußlands liege.

vom Geist im russischen Heere.

Die Soldaten plündern die eigenen gefallenen Offiziere!

W- T.-B- Wien, 10. April. (Nichtamtlich.) Aus dem Kriegsprejsequartier lvird gemeldet: Ein Bataillonskom-

Mandant eines im Verbände der dritten Armee stehenden Landwehrinfanterieregiments erstattete jüngst an sein vor­gesetztes Kommando die folgende für die Manneszucht im russischen Heere charakteristische Meldung: Der Name des

am 21. März gefallenen, mit allen Ehren hinter unserer ^ront beerdigten Leutnants des 73. russischen Infanterie- Regiments ist Gregor Cmenowicz. Bis auf die an das Regiment bereits abgeführtcn Sachen wurden bei der Leiche weder eine Legitimation noch Wertsachen gefun- den. Der Gefallene ist von seinen eigenen Leute a u S - geplündert worden. Als eine Patrouille, um die Bergung der Leiche zu sichern, vorging, mutzte diese zuerst die Plünderer vertreiben, wobei wir ohne Erfolg be­schossen wurden. Ties zur Kenntnis und Weiterleitung an das Armeekymmando behufs Verständigung der Angehöriger, des Gefallenen.

Verschärfter Kriegszustand in Odessa und Sebastopol.

Stockholm» 10. April. Einer Blättermcldung aus St. Petersburg zufolge ist infolge revolutionärer Agita­tion in der Schwarze-Meerflotte über Odessa und Sebastopol am 5. April (24. März russischen Stils) der ver­schärfte Kriegszustand verhängt worden. Es heißt, daß drei Dumaabgeordnete der sozial-revolutionären Partei in Odessa verhaftet worden sind.

Mangel in Moskau.

W- T.-B. Moskau, 10. April. (Nichtamtlich.)Rußkoje Slowo" meldet: In Moskau herrscht völliger Mangel an Eiern, Butter und Quark. Der Holzmangel ist so groß, daß die Kaufleute ungeheure Preise fordern.

W. T.-B- Moskau, 10. April. (Nichtamtlich.) Der Stadtrat beschloß, die Regierung zu ersuchen, den Banken den Aufkauf von Getreide zu verbieten und einen Zwang znm Verkaufe aufgespeicherten Getreides einzu­führen, sowie 5 Millionen für den Einkauf von Lebensmit­teln durch eine besondere Kommission fiir die Bevölkerung Moskaus zu bewilligen, ferner, da vollständiger H a fer­mangel herrscht, die Fütterung der Pferde mit Gerste vorzunehmen, und weiter eine Registrierung sämtlicher Lebensmittel durchzuführen und eine Kommission zur Unter­suchung einzusetzen, welche die Zufuhr von Lebensmitteln vom Lande regeln und den Kampf gegen die Teuerung führen soll. Die Viehbehörde hat bekannt gegeben, daß zur Versorgung Moskaus in den letzten Monaten 6 38 Wag. g o n S Vieh erforderlich waren, aber nur 245 angekom­men seien. Die Getreidebörse erklärte, daß der Wagen- Mangel für die Getreidezufuhr noch viel schädigender sei. Hafer ist überhaupt nicht mehr vorhanden und das andere Getreide sei auch bald vollständig erschöpft. Das Ministerium wurde telegraphisch ersucht, den Wagenmangel abzustellen. Ein Ukas des Moskauer Generalgouverneurs und des zivilen StadthauptmannS warnt die Bevölkerung

auf das dringendste vor dem Genüsse von denaturiertem Spiritus, da jeden Tag neue Fälle Vorkommen, in denen hierdurch Erkrankungen und Todesfälle^ herbeigeführt werden. Im Gouvernement Charkow überreichte eine Arbeiterorganisation der Regierung eine Bittschrift, in der dringend ersucht wird, der Teuerung abznhelfen, da die Arbeiter, während ihre Angehörigen auf dem Schlachtfelde verbluteten, bitterste Not litten.

«-

Verschlimmerung der Leuchen in Serbien.

Vergebliche Hilfegesuche an die Alliierten.

W- T.-B. London, 10. April. (Nichtamtlich.)Daily Chronicle" meldet aus Athen: Kapitän Bennett, der von einer Reise durch Serbien zurückgekehrt ist, berichtet, daß ditz Verhältnisse dort, anstatt besser zu werden, sich täglich ver­schlimmern. Eine fürchterliche Typhusepide- m l e wütet im ganzen Lande. In Monastir seien allein 3000 Kranke, aber nur 10 Ärzte. Es besteht das größte Be­dürfnis nach Ärzten und Pflegerinnen. Das Land hat die Alliierten bisher vergeblich um Hilfe gebeten.

Dom französisch-belgischen Kriegsschauplatz.

Deutsche Wahrheit und französische Dichtung^

Die französischenErfolge" zwischen MaaS und Mosel-

W. T.-B. Berlin, 10. April. (Nichtamtlich) Aus dem Großen Hauptquartier wird geschrieben:

9. April. Der französische Bericht (Eiffelturm) vom 9. April, nachmittags, zählt am Schluß in einerZusammeu- fassung" die a n g e b l i ch e n E r f o l g e der französischen Truppen in den Kämpfen zwischen Maas und Mosel auf. Diese ftanzüsische Darstellung verdient näher beleuchtet zu werden, denn die blühende Phantasie der Verfasser: dieser Berichte erreicht in ihr eine ungewöhnliche Höhe. Jede der vier Behauptungen derZusammen- fassung" soll daher im einzelnen betrachtet werden.

1. Die westlich Orne gelegenen und diesen Fluß beherr­schenden Höhen ebenso wie die Dörfer Gussairwille und Fromezey waren niemals in deutschem Besitz. Die auS diesem Geländestreifen gegen die deutschen Stellungen ange- setzten französischen Angriffe brachen aber ohne Ausnahme un­ter den s ch w e r st e n Verlusten in unserem Feuer zusammen. Dieses mißlungene Vorbrechen aus den genannten, von uns me besessenen Linie scheinen sich die Franzosen als Eroberung anzurechnen.

2. Auf das Wortbeinah e", womit der Bericht selbst dir französische Eroberung der Höhenstellung bei Eparges einschränkt, ist der Schwerpunkt zu legen. In der Tat besitzen die Franzosen keinen Teil der Höhenftellung. Allerdings ist es ihnen gelungen, in einige Grabenstücke am Nordhong des Höhenkammes einzudringen.

3. Ebenso wie unter 1. rechnen sich die Franzosen als Er­oberung an, !r>as n i e in deutschem Besitz war, denn das Ge­lände südöstlich des A i l l y w a l d e s lag von jeher inner- halb ihrer eigenen Stellungen. Es wurden auch von deut­scher Seite niemals Versuche unternommen, dieses Gebiet zu gewinnen. Die Kämpfe der letzten Woche fanden nur im Aillywalde s e l b st statt, wo sich vorübergehend kleine Teile der deutschen Gräben in ftanzösischen Händen befanden.

4. In den vor unserer Kampffront liegenden Dörfern Hegnieville und Fey-en-Heye befanden sich stets nur vorgeschobene Horchposten, die bei einem französischen Angriff planmäßig zurück-, gezogen wurden Da auf diesem Teil der Kcnnpf- linie die beiderseitigen Schützengräben auf einer Entfernung von nur 100 bis 500 Meter gegenüberliegen und wir nichts verloren haben, ist es eine mathematische Unmöglich-: feit, daß die Franzosen hier einen Streifen von 3 Kilometer Tiefe eroberten.

Oie franzSsischen Tagesberichte.

W. T.-B. Paris, 10. April. (Nichtamtlich) Amtlicher Be­richt von heute nachmittag: Dem gestrigen Abendbericht ist nichts hinzuzufügen. Nachts eingelaufene Ergänzungsbe­richte melden, daß die beiden Angriffe, welche uns gestern zu Herren der letzten deutschen Stellungen in Eparges machten (Man vergleiche dazu die obige Feststellung aus dem deutschen Hauptquartier. Schrift!.), zu wütenden Bajonett, kämpfen Anlaß gaben.

11 Uhr abends: Zwischen Maas und Mosel hoben wir allen gewonnenen Boden behalten und neue Fortschritte gemacht. Zwischen Orne und Maas kein Gefecht. Bei L e s E p a r g e s hat der Feind sich nicht gerührt, weder mit seiner Infanterie noch mit seiner Artillerie. Der Tag war ruhig. Die Stellung ist in ihrer Gesamtheit in unserer Ge-> Walt. Die Erklärungen der Gefangenen heben die Wichß tigkeit unseres Erfolges hervor. Seit Ende Februar hatten: die Deutschen auf diesem Teile der Front ihre ganze 30., Reservedivision eingesetzt, dann gegen Ende März, als dieser Division erschöpft war, die 10. aktive Division des 6. Armee-, korps, die aus den besten Truppen ihrer Armee gebildet ist^ Diese Division ist es, die jetzt die wahre Festung verloren Hot, die auf dem Bergvorsprung von Les Eparges errichtet worden war! Die Truppen hatten wiederholt Befehl erhalten, sich um jeden Preis zu halten. Es war ihnen besonders angegeben worden, daß die Stellung von der höchsten Wichtigkeit sei. Jhp General hatte gesagt, daß er, um sie zu halten, eine Division^ ein Armeekorps, ja hunderttausend Mann opfern würde, vUMtz