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«8. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. — BezugS-PrciS: durch den Verlag t»« Pf,. minatlich, durch die Post » Mk. «e Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

Verlag: Langgasse 27.

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127.

Fernsprecher R,. 52. bttl 16. Mäks.

Fernsprecher No. 52. 1900.

ftbesui-MMsgabe.

Der Huren Krieg und die Machte.

Unsere Mahnung, den Aussichten auf eine Friedens­vermittelung im südafrikanischen Krieg mit skeptischer Vor­sicht zu begegnen, hat sich leider als nur-zu berechtigt er­wiesen. Nachdem das direkte Friedensgesuch, welches die Buren unter Voranstelluug der Bedingung, daß die Unab­hängigkeit der Republiken gewahrt bleibe, an England ge­richtet hatten, eine entschiedene Zurückweisung erfahren hat, und nachdem auch der äußerst schüchterne Vermittelungs- persuch der Vereinigten Staaten von Amerika von der englischen Negierung höflich, aber entschieden abgelehnt worden ist, wird man gut thun, jede Hoffnung auf eine Vermittelung in diesem Kriege fürs Erste fahren zu lassen. Wir sagen „fürs Erste", denn man soll in der Politik be­kanntlich niemals „Niemals" sagen. Wenn auch die Aus­sicht herzlich schwach ist, so wird man es doch immerhin nicht als völlig ausgeschlossen betrachten dürfen, daß im weiteren Verlauf des Krieges, den Fall gesetzt, daß es den Buren gelingt, diesen möglichst lange hinzuziehen, durch irgend welche internationalen Komplikationen oder auch durch fortgesetzt schwere Verluste die Geneigtheit Englands zu einem billigen Frieden, der die Buren nicht völlig unter englische Botmäßigkeit bringt, wachsen könnte.

Aber wir sind uns darüber nicht im Unklaren, daß diese Wahrscheinkichkeit verschwindend gering ist, und noch viel weniger Wahrscheinlichkeit eines Gelingens ist jedenfalls den Friedensbemühungen zuzusprechen, welche von Seiten der Buren auch jetzt noch, trotz der Ablehnung ihres an Eng­land gerichteten Friedensgesuches, gemacht werden. Zur Unterstützung dieser Bemühungen, welche sich darauf richten, et« Vermittlung oder Intervention der europäischen Mächte herbeizuführen, haben die Buren eine spezielle Gesandtschaft nach Europa entsandt, aber wir können uns von dieser Mission üilder keinerlei Erfolg versprechen. Zwar ist auf der Haager Friedenskonferenz feierlichst bestimmt worden, daß der Versuch ein« Vermittlung zwischen kriegführenden Mächten in keinem Falle als Unfreundlichkeit angesehen werden sollte, aber nach dem zarten Korb, den sich Mc. Kinley geholt hat, nachdem er von der öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staaten zu einem Vermittlungsversuch gedrängt worden war, dürfte schwerlich eine zweite Macht Neigung haben, sich einen gleichen oder vielleicht auch minder zart geflochtenen Korb zu holen.

Mne nüchterne Betrachtung der Dinge zeigt, daß in dem jxtzigsn Stadium des Krieges auf keinerlei Vermittlung zu rä^en ist. Die in erster Linie in Betracht kommende Macht, Rußland, hat offenbar keinerlei Neigung, die Haager Friodensbegeisterung aus der grauen Theorie in die rauhe Wirklichkeit zu übertragen. Wenn es auch dahingestellt sein mag, ob der Czar wirklich, wie behauptet wird, der englischen Negierung das ausdrückliche Versprechen gegeben hat, die Schwierigkeiten Englands nicht zu seinen Gunsten aurznnutzen, so hat doch der bisherige Verlauf der Dinge deutlich gezeigt, daß, wenn Rußland gegen dieses angebliche Versprechen handelt, es dies nur zu seinen eigenen Gunsten, zur Ausdehnung seiner Macht in Asien, keinesfalls aber zu Gunsten der Buren thut. Von Frankreich, dessen Lebens­beruf zur Zeit die Weltausstellung ist, ist eine Einmischung ernsthaft nie erwartet worden. Mithin kommt nach Ansicht oer — russischen und französischen Presse wenigstens und etlicher sonstigen guten Menschen, aber schlechten Musikanten, für einen Vermittlungsversuch in erster Reihe Deutschland in Betracht.

Wir haben wiederholt auseinandergesetzt und können uns weitere Worte darüber sparen, daß das Verlangen, die deutsche Regierung solle sich in den Streit zwischen Eng­land und den Buren mischen, angesichts der internationalen Lage ein thörichtes ist, und daß eine solche Politik, wie sie von manchen Seiten gefordert wird, weder Deutschland noch den Buren, sondern nur dem Zweibund nützen würde. Die deutsche Regierung hat gethan, was sie in Berücksichtigung der politischen Lage thun durste, indem sie sich bereit erklärte, an der Vermittelung Theil zu nehmen, sobald beide Theile eine Vermittelung wünschen. Aber der Versuch einer Ver­mittelung muß eben zur Zeit als von vornherein aussichts­los erscheinen, da Niemand einen Vorschlag zu machen ver­mag, auf den sich beide kriegführenden Theile zu einigen vermöchten. Denn die Situation der Engländer ist zur Zeit zu günstig, als daß sie auf ihre Forderung der Unterwerfung der Republiken verzichten würden, und die Buren sind noch nicht derart geschlagen und deprimirl, um auf eine solche, ihre nationale Existenz vernichtende Bedingung einzugehen.

Denn so ungünstig die Lage für die Buren auch ist, so wird man sich doch hüten müssen, dieselbe lediglich nach den englischen Berichten zu beurthcilen, welche bereits von einer völligen Auflösung der Burenhccre sprechen. Wenn auch offenbar unter den Buren eine starke Depression Platz ge­griffen hat und besonders die Freistaalburen des Kampfes müde zu sein scheinen, so ist es doch sehr wohl möglich, sogar wahrscheinlich, daß die Ablehnung ihres Friedens- zesuches sie zu neuem Kampfmuth entflammen wird. Wir

haben wiederholt dargelegt, daß der schwierigste Theil des 1 Krieges für die Engländer erst der Feldzug in der Trans­vaal-Republik selbst sein wird und auch in England macht man sich darauf gefaßt, daß der Krieg noch ein halbes Jahr währen könne und daß er schwere Opfer fordern werde. Aber wie dem auch sei, wenn nicht unerwartete Dinge geschehen, wird man sich leider allem Anschein nach auf die betrübende Thatsache gefaßt machen müssen, daß dieser Krieg, welcher der Civilisation und der christlichen Moral des zwanzigsten Jahrhunderts Hohn spricht, damit endet, daß ein ebenso tapferes, wie friedliebendes Volk seine nationale Selbständigkeit verliert oder kämpfend untergeht.

Deutsches Kelch.

Aus dem Reichstag.

L. Krrlin, 15. März.

Die heutige Kunstdebatte im Reichstag könnte noch Tage lang so fortdauern, ohne daß die kunstunverständigen Sittlich­keitswächter selbst durch die eindringlichste und immer von Neuem wiederholte Belehrung zum Begreifen der Verkehrt­heit gebracht würden, mit der sie Kunst und Moral ver­wechseln. Es ist, wie wenn von zwei verschiedenen Planeten des Denkens her der Eine dies und der Andere das in die leere Luft riefe. Keine Brücke führt von der Welt der Schönheit zu dem verworrenen Durcheinander, worin Centrum und Rechte ihr spärliches Empfinden für die Kunst förmlich ertränkt haben. Wenn sonst wenigstens die Illusion bestehen könnte, als ob parlamentarische Reden geeignet und im Stande wären, den Gegner umzustimmen, so muß diesmal jede Möglich­keit solchen Gelingen? als vollkommen ausgeschlossen gelten. Es steht nicht so. daß eine Kunstanschanung mit einer andern ringt, und daß die Gesetzgebung in Bewegung gebracht werden soll, um den Sieg der sogenannten „idealen" Kunst über eine vermeintliche Afterkunst zu krönen, sondern der Kampf geht zwischen Kunst und Nichtkunst, zwischen Bildung und Unkultur. Und daß in diesem Kampf die Barbarei siegt, das bleibt das Traurigste an der nicdcrdrückend be­schämenden Sache. Die Vcrtheidiger der Mehrheitsanträge mitsammt Herrn Nieberding mögen zehnmal behaupten, daß es ihnen ja garnicht darauf ankommt, in das Gebiet des Kunst­schaffens einzugrcifen, daß sic nur die Auswüchse beseitigen wollen, die mit der Kunst an sich nichts zu thun haben; so können sie den Dichtern und Künstlern das beklemmende und nur allzu berechtigte Gefühl nicht nehmen, daß in ihrem Vorgehen selber der Geist der Unduldsamkeit gegen Kunst und Künstler waltet. Die Staatsanwälte und die Richter werden sich schon finden, die über alle Veschwichtigungsreden der Herren Himburg, Gröber und Nieberding hinwegschreiten und ihren Eifer wie ihren Mangel an Kunstgefühl durch Drangsalirungen bethätigen werden, gegen die die heutigen polizeilichen Ueber- griffe und Mißgriffe als ein Kinderspiel erscheinen dürften. Wenn diese Gefahr nicht bestünde, so wäre die im Ganzen gegen öffentliche Vorgänge leider so gleichgültige Künstler­schaft nicht in solche Erregung gerathen; ein sicherer Instinkt hat alle diese Männer geleitet, und kein Hinweis auf die juristische Logik, von der sie angeblich keine Ahnung haben sollen, wird ihre Unruhe dämpfen können. Im Einzelnen verlief die Debatte so, wie derartige Verhandlungen eben verlaufen müssen. Schon die Fragestellung, ob Kunst oder Moral, ist bis zum Lächerlichen falsch, und das Hinein­zerren der tiefsten Kunstprobleme in den parlamentarischen Redekampf hat etwas Gewaltsames, da diese höchsten mensch­lichen Anliegen zu den Dingen gehören, die ihrer Natur nach außerhalb der Gesetzgebung stehen. Mit demselben Rechte könnten in einer Volksvertretung auch die zartesten religiösen Fragen erörtert werden. Die Redner der Minder­heit sind nun freilich nicht dafür verantwortlich zu machen, daß sie gegen Jrrthum und Barbarei den Kampf anfnehmen mußten; er ist ihnen und der ganzen deutschen Kulturwelt aufgezwungen worden durch die Regierung, die Konservativen und das Centrnm, namentlich aber durch das Centrum. Und so mündet jede Betrachtung dieser traurigen Vorgänge darin aus, daß sich abermals zeigt, welche furchtbare Macht der klerikale Geist sowohl androht wie ausübt, und daß es zu den schwersten Verfehlungen des Regierungsshstems gehört, diese Macht gestärkt zu haben. Wer die Rede des Abg. Gröber hörte, dem mußte das Blut wallen, wenn er sich vorstellte, daß hier nicht ein einzelner Mann sprach, sondern daß Rom durch ihn seine Herrschaft über die Geister im Deutschen Reich zu befestigen versteht. So etwas muß man sich gefallen lassen und kann wenigstens für jetzt nichts, aber auch gar- nichts, dagegen thun. Die Regierung geht mit diesem Strom, und dabei beansprucht sie wohl gar noch einer be­sonderen Weisheit und verfeinerten Kultur theilhaftig zu sein.

Puttkamer f.

Der verstorbene Staatsminister Robert v. Puttkamer hat seit so langen Jahren außerhalb des eigentlichen politischen Lebens gestanden, daß das Urtheil über ihn milder sein kann, als es sein würde, wenn er bis zuletzt den Einfluß ausgeübt hätte, wie während seiner Ministcrzeit. Er war ein sehr begabter Mann, auch ein ungewöhnlich gebildeter

Mann, und zwar dies nicht bloß im Vergleiche mit seinen ostelbischen Standesgenossen, sondern es steckte wirklich in ihm ein Drang nach höherer Geisteskultur. So liebte er die Künste, vor Allem Litteratur und Musik. Zu seinem Lobe kann man sogar sagen: er räumte diesen feineren geistigen Interessen eine gewisse Rückwirkung auf seine Art als Mensch und Beamter ein, und wenn er in der Engherzigkeit seines politischen Standpunktes schroff bis zum Aenßerstcn sein konnte, so waren doch seine Formen immer gut, und es lag ihm fern, persön­lich zu verletzen. Er konnte wohlwollend sein; er war nicht ohne Vornehmheit, wie es denn mit Recht von ihm gerühmt wird, daß er, der verdientermaßen so oft und kräftig angegriffen wurde, niemals einen Preßpcozeß a»ck politischen Gründen angestrengt. Konnte der Mensch in dem Verstorbenen aufrichtige Sympathicen erwecken, so wäre cs ein Mißbrauch des Wortes, daß von den Tobten nur Gutes gesagt werden soll, wollte man ihn als Parteimann ebenso glimpflich behandeln. Etwas mehr Geist als Herr v. Kleist-Retzow unseligen Angedenkens hatte er allerdings, aber in allem Wesentlichen bedeutete er dieselbe Rümmer wie dieser starre Reaktionär. Das Ostelbierthum wurde in ihm zur Potenz erhoben durch das Pommcrnthum, mit de« verglichen ein brandenburgischer oder ein oflpreußischer Junker manchmal beinahe als ein freier Geist erscheinen kan». Für Herrn v. Puttkamer stand die Orthodoxie über der Religion des Gemüihs, die Geistlichkeit über der Schule, die Großgrundbefitzerklasse über allen anderen Ermerbss- schichten, und der Staatsbegriff wurde in ihm zum kon- zentrirten Polizeibegriff. Wie er die Volksschule unter tzke Botmäßigkeit des orthodoxen Geistes zu bringen versuchte, wie er durch die Abtragung der Maigesetze dem Crntrum die Wege ebnete, wie er das Socialistengesetz handhab'^ dies Alles steht auf den schwärzesten Blättern der preußisch­deutschen Geschichte. Ec hat durch seine Thätigkeit als Minister Unzähligen der besten Deutschen die Freude am Vaterlande verdorben, er hat dabei immer mit ehrlicher Ueberzeugung gehandelt, beschränkt in seiner Einsicht, aber leider nicht genügend beschränkt in seinen Mitteln und seinen Wirkungen. Daß Kaiser Friedrich ihm den Abschied g«h, wirkte befreiend, und wenn er erst jetzt gestorben ist, so war er doch schon seit damals politisch todt.

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* Berlin, 16. März. Wie der „Lokal-Anzeiger" hört, beschlob das Preußische Staatsnnnisterium, einem Kompromiß am' d« Grundlage zuzustimmen, das gesetzliche Einfuhrverbot auf Würff« und Konserven einzuführen, dagegen Pökelfleisch nach wie vor unter. Kontrolle zuzulassen. Das vom Reichstag in zweiter Lesung bx schlosscne Einfuhrverbot, welches am 81. Dezember 1003 in Kreist treten soll, fand nicht die Billigung des Staatsminsttrrium». Allenfalls könne in Frage kommen, dem BundeSrath dieBalliuacht zu crthcilen, weitere Einfuhrverbote auf frisches Fleisch zu erlasse». Der BundeSrath bat gestern zu allen diesen Fragen Stellung aep nommen. In parlamentarischen Kreisen zweifelt man nicht an dem Zustandekommen eines Kompromisses.

* Uebrr de» Zustand des 'Fürsten Alexander zur Kippe, für welchen Graf Ernst zur Lippe-Biefterfcld die Regenk- fchaft führt, berichtete der Staatsminister in der Sitzung der lippeschen Landtags am Samstag, der (im Alter von 69 Jahren stehende) Fürst unternehme in der Heilanstalt St. Gilgenberg bei Bayreuth, in der er seit 30 Jahren lebt, täglich Spaziergänge, be­suche die abendlichen Unterhaltungen im Salon und auch Konzerte in Bayreuth. Nach sicherer Privatmelduna hat der Fürst fast nie mehr klare Momente. Musik ist das Einzige, für das er Interesse empfindet. In früheren Jahren sang der Fürst selbst; für die Thatsache, daß er jetzt Fürst zur Lippe ist, fehlt ihm jedes Bcr- ständniß.

* Der Wertst »mstrrr Flotte. Dem Bericht der Reichs-

bndgetkommission zufolge beziffert sich der für da« Rechnungsjahr 1900 ermittelte Kapitalwerth unserer Flotte auf 406,280,000 Mk., davon entfallen auf die 14 heimischen Schlachtschiffe 117,840,000 M„ auf die 8 Küstenpanzcrschiffe 35,300,000 Mk., auf die 5 großen Kreuzer 32,680,000 Mk. und auf die 11 kleinen Kreuzer 15,960,000 M. Die 6 großen Kreuzer der Auslandsschiffe rcpräscntiren einen Werth von 46,160,000 Mk., die 14 kleinen Kreuzer 36,330,000 Mk. Dazu kommt das nicht im Flottengesctz enthaltene schwimmende Material der 13 Panzerkanonenboote mit 12,990,000 Mk., 10 Divisionen Torpedoboote mit 31,670,000 Mk., 5 Kanonenboote mit 4,100,000 Mk., 16 Schulschiffe mit 29,310,000 Mk.. 9 Spezialschiffe mit 11,620,000 Mk. und endlich 5 anSrangirte Schiffe und 34 ausrangirte Torpedoboote mit 32,320,000 Mk. ___

Deutscher Reichstag.

Krrllrr, 16. März.

Am Tische des Bundesraths: v>-. Nieberding, Graf Lerchenfeld. Präsident Graf Ballestrem eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Min. Die dritte Berathung der lex Heinze wird fortgesetzt bej § 184, der das Herstellen, Ausstellen, Ankündigen rc. von unzüch­tigen Schriften, Bildern und Darstellungen betrifft. Der Kom­promiß-Antrag stellt die Regierungsvorlage wieder her, indem er hierbei die Erhöhung der Schutzgrenze von 16 auf 18 Jahre fallest läßt. Ein Antrag Beckh will durch Streichung der Worte „vot- räthig hält" den Sortimentsbuchhandel der Strafandrohung entziehest/ Die Berathuna der §§ 184 a, Kunstparagraph, und 184b, Tneaker- Paragraph, wird hiermit verbunden. Der freisinnige Antrag fordert die Streichung beider Paragraphen. Der Komprsmißantrag stellt bei 8 184 a die Regierungsvorlage wieder her. Danach bleibt eS bei der Definition der Strafbarkeit von Schriften, Abbildungen oder Darstellungen, welche, „ohne unzüchtig zu fein, das Scham­gefühl gröblich verletzen" und die „zu geschäftlichen Zwecken an öffentlichen Straßen, Plätzen oder anderen Orten, die dem öffeiM lichen Verkehr dienen, in Aeraerniß erregender Weise ausgestellt oder angeschlagen werden." Außer der Erhöhung der Schutz-

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