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«8. Jahrgan«.
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1 Mk. «« ß ^»„ juinmmcn.
Verlag: Langgasse 27.
17,000 Abmmrntru.
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^° ft 1 m ' Ausgaben rusannE______—- a,„g anht m n Wir Nachmittags. - Für die Ausnahme später eingereichter Anzeigen zur
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Die fniii>o|ifd|c A,»»-ft!°-Uor>«se.
Unfex Pariser ^.-Korrespondent schreibt un^:
Nachdem sich herausgestellt hat, daß beit 33«*
, sip Negierung zu einem Gesetzentwurf, der
in ehvet 0 der beiden Kammern angenommen worden ist, m m emer ver Abänderungen beantragen kann,
« Ä“ darauf verzichteu'müffeu. den Antrag ,w-i wahren im Palais Bourbon angenommen ku! e 'vom Senat ^zu einer Amnestie der verschiedenen noch n'-ndeu Drevsus-Prozesse ummodeln zu lassen, und hat
P3 Ä’ -l"- !->bM.-di«° 3l».»<i««-So; «o« ftd) genoiyigi u i j Monarchie war es ublrch,
solche allgemeine Maßregeln des Vergessens bei Thron- !»>steiaunaen Regierungsjubiläen, Königlichen Vermählungsfesten und ähnlichen, das Herrscherhaus- be-
treffeuden Gelegenheiien zu erlassen. Unter der Repubh bat man bald den Präsidentschaftswechsel, bald das Ereigmß einer Pariser Weltausstellung zum Anlaß genommen, um Frankreich einig zu zeigen und den politischen Hader durch ?inen großen Akt der Versöhnung beizulegen. Nachträglich oen Amtsantritt Loubets und gleichzeitig die Eröffnung der Ausstellung und den Abschluß des Jahrhunderts durch en e Amnestie zu feiern, würde also nur durchaus den repn- bUkanischen Ueberlieferungen entsprechen. Auch scheint dre große Mehrheit der gemäßigten Politiker geneigt, der vor. geschlagenen Maßregel zuzustnnmen. Alle, de ur
sich keine Amnestie nöthig haben, sind für eine
solche Man weiß zwar aus Erfahrung, . daß die tn ~ eines Gesetzes dekretirte Versöhnung me lauge vor- Llt und daß bald die Geister - und auch die ,Körper - wieder aufeinander schlagen werden, aber , wenigsten- hat man das alte Conto der Streitigkeiten mit einem „Schwamm drüber!" beglichen. Nichts von der Amnestie wissen wollen saqeqen die -Heißsporne von rechts und links, denen sic zu- aedacht ist. hört man sie allein, so erhalt man den Eindruck, als gehe eS der Regierung mit ihrem Entwurf, wie dem zur Stadt ziehenden Müller mit seinem Esel. Heißt e-, DrcyfuS selbst fette auch mit amnestirt werden, so schreien dre Nationalisten, man sanktionire den Berrath. Will man thrr ausnehmen, um chm die Möglichkeit des Wiederaufnahmeverfahren- zu i u (fg Esterhazy vor Gericht als Verfasser de- Vordereaus erkannt wird, so bemerkt man. daß die Amnestie ein Verfahren gegen Esterhazy abschneide, also Dreyfu- den Rechtsweg entziche- Die Wittwe des Fälschers Henry vom Genera.- stab will durch eine Amnestie nicht verhindert werden. Josef Reinach wegen Beleidigung ihres Gatten auf Schadenersatz zu verklagen. Reinach selbst protestirt dangen, daß ihn die Amnestie hindern soll. Schritte zur Wiedererlangung der Epauletten zu thun. die man ihm rechtswidrig entzogen habe, Piequarl und Zola, daß ihnen die Ladung ihrer Verleumder vor die Geschworenen versagt werden foll. E- ist nicht zu leugnen, daß die Amnestie berechtigte Interessen verletzen würde ^ Allein solche Nebenwirkungen großer Aktionen ffnd nun einmal unvermeidlich. Die Eisenbahnen haben einer Menge von Hufschmieden und Posthaltern den Verdienst geraubt Jeder Friedensschluß schädigt Lieferanten und ErtrablattauSrufer. Die Verletzten mögen sich damit trösten, daß bald wieder etwas losgehen wird. Die National,sten, Antisemiten, Orleanisten re. werden, wenn man sie amnestirt darum nicht abrüsten, sondern alsbald für neuen Skandal
Ans Kmrst nnd Leben.
* Der linpst «»d die lex Heinze. Es wird den schwarzen Verfechttr der „tex Hcinze" intcressiren. zu erfahren, tuas tu emer ilm iden Franc der Litteraturmoral das Haupt der katholischen 8, rede V all st Leo Xlll, gesprochen hat. Es handelte sich nach ksiitt Mtthc lnng die der Römische Korrespondent des B rl Taaebl. aus vatikanischen Kreisen empstng. um Gabriele
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rechten. .. v 1 , . “. »in Denker und ein begabter
und neue Aufregung sorgen. Und sollten wirklich die p Ansstellungslnonate verstreichen, ohne daß den Besuchern das Schauspiel einiger Straßenkrawalle gewahrt wird, so werden sie sich hoffentlich darüber zu tröften wissen.
Aus
Stadl und Land.
Wiesbaden. 9. März.
- Grschichtvkatender. 9. März ^7-,ffH°frath1)r.Ge°ra Horrl in Potsdam, Roman- und Thcaterschnftstcl er 1889. H Elesse belgischer Volksdichter. 1888: ff Kaiser Wilhelm I. 1888. Regierungsantritt Kaiser Friedrichs III. 1871: Bisniarcks Ruckkehr aus Frankreich nach Berlin. 1869: ff Hektar Berlioz h« frans Komponist. 1832: * Prinz und Markgraf Kart von besten 16 W- ff Edward Clarke" der Entdecker beS berühmten Zoo er von Plato. 1821: * Herzogin Adelheid ö" Schlesw.-Holst - Mlücksbura ^ 1821: ff Christian Overbeck zu Lübeck, deutscher Dichter. 1814: Vertrag zu Chanmont fischen Oesterreich. Preußen Rußland und England. 1814: Schlacht bet linon. 1152. Kaiser, krönung Friedrich I., Barbarossa, zu Aachen.
— Vortrag. Dienstag Abend hat Herr Vikar Bernstern im Wabllaal des Rathhanses vor einer zahlreichen und sehr auf- mcrkian>e!l" Zuhörerschaft den angekrrndigten Vortrag über das Dhcma: Wer war Jesus von Nazareth ?" gehalten. In dem ersten Wifil entwickelte Redner die drei Grundlehren des Chrrstenthnms M o scharfsinniger u>!d origineller Weise, daß es dem Philosoph, ch 7eschu t n D nker schwer fallen dürfte, seine Zustimmung zu ve - Maen ^Meisterhaft verstand es der Redner die ganze Full der von ihm entwickelten philosophischen Gedanken M« dem Thema zu Grunde gelegten Text. Matth. 16. 13 l ,
m vcrwerthen, womit er zugleich gezeigt Hat, daß er neben dem ihm in der evangelischen Kirche leider auf. erlegten harten Geschick im Leben ein besonders günstiges Geschick ? bcm Auslegen des Evangeliums besitzt. Au der, Hand
stutze! ^Er"ist"w'eu'igstens^der Einzige, der noch
talieni,eh zu schreiben versteht. ^
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■rhnut Sie ist eine der größten ihrer Art und kostet gegen ein. Million Mark. Durch Pumpen wird ununterbrochen ^fl m ste zineinqepreßt. die das Wasser verdrängt und so Raum schafft, datz W fall 40 kam (Maurer. Handlanger Werfen ) wi_Jr arbeiten können. Je tiefer dre Leute unter der Wasstroberflache arbeiten, je größer ist^ der Luftdruck rn der ® * r, 1 ^
Meter immer einen Atmospharendruck mehr. Als Arbeiter weroen
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SpiEtuosen zn genichen, ist strengstens verboten Das Aus- und Eintreten der Arbeiter erfolgt durch sogenannte Luftschleusen. <8ei I
g 8 Tertworiescstng Redner iud7m zweiten' The» aus die Ent stehnng des Glaiibens in der Denkweise eines jeden einzelnen jH n ein Den christlichen Glauben kann der Mensch aus dem G-iste Gottes empfangen, nach dem D-Pwort .vom Vater ,m siinnuel" der Glaube kann aber auch blon cm Produkt tt a tu t
(S-riiehuna in vielen Fällen aber auch das des Glandenwollens, wenn nämlich der Glaube irdische Vortheile einbruigt. Zuerst fangt man dam» an eine geschäftliche Spekulation mit dem materielle
Vortheile bringenden Glauben,, zu treiben, wenn dann^ aber
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Nhiloiovb von den griechischen Göttern seiner Zeit sagt. „Die
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nSpr^rinfh dem Tertworte blojz eine Offenbarung durch Fleuch und
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— Jitker-Konzert. Sonntag, den 18. d. M., Abends 8 Ulir, findet im Saale des Katholischen Leseverems (Kasino). Luffen. r+rniif haa erste Schüler-Konzert der Wiesbadener Zitherschule
empfehlen. z>, hören, was heute auf der Zither geleistet werden kann.
o Die non VIntimen Ui der Wilhelmstraße,
an der Ecke der Theater-Kolonnade, hängt Nicht, wie vielfach an- aenommen wEd, mit den Straßenregnlirinigsarbeiten zusammen.
ändern bat seinen Grund darin, daß die Bäume abganglg waren und über kur» 7de" laug vom Winde umgefegt, worden , waren, fonack, womöglich noch Schade» .angenchtet hatten. Sie ollen wi.der erseht werden und zwar Ml nächsten Herbst, da vel oem
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bisher, sodaß
her Arbeit rutit die Glocke auf dem Grund. Der Boden (Eidreich, i Schlamin re) wird ausgegraben, der Grund mit Beton nusgefnllt ]
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bis sechs Jahren fertig sein.
* Nj« rtjteile frau in Deutfchliind. Die frühere An-
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bCiCl * Der erste „dumme Ä«»«st". Tom, Belling, ist nn
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gSt »Ä5« «rlmÄ und witzigen'Apercus stets du Lacher ür sich hatte, noch im Gedächtn.tz sein, »ellma hat den Typ des dummen August, der jetzt ein dauernder Bestandtherl jeder Cnku .
A«7istM'ffm.
thätia kam Bellina in den iechziger Jahren nach -veuiiauunv zu Renz^gleichfalls als Reiter. Sein Metier, das ihn spater so be- rübm't machte und feinen Namen durch alle Weit trug, h eiaentlicki einer Weinlaune zu danken. Er hatte ernes Tages kurz
vor dem Auftreten zu viel dem Champagner. ^EnUer"stürmtt wollte seine Nummer adfagen lasten. Aber der Künstler stürmte, deranairt wie er war, mrt umaestulpter Mutze und flatterndem
- AbltnrientenHinfiihria-Frrlwi.llisen-Priifung.
„ächsten Tagen finden unter Anwesenheit eines Vertreters des Provinzial - Schulkollegiums an den hiesigen höheren lehr- anstalten die mündlichen Prüfungen der AbiMrien cn statt, und
L AS JAZefA WäLä
rnb am Dienstag im Königlichen Realahmnafium vorgenommen. Der Unterricht fallt an diesen Tagen in den betreffenden Anstalten
o yff,,, griontaa bcu 12. b. 23?^ beginnt in bcu tjotHicn
Schulen zugleich der schriftliche Theil des Ginjährig-Frelwüligen- Eramens Die mündlichen Prüfungen finden ... der darauffolgenden
sckwurg-richl. Vor dem Schwurgericht wird ferner verbandelt: Am Mittwoch, den 2l. März, dre Anklage gegen den Scblossergesellen Peter Krämer von Wern hei»' «egen ber- inckiten l8aubs (Vertheidiger: Herr Rechtsanwalt Gatt mann) md Re Anklage gegen den früheren ständigen Vosthulfsboten
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a-aen den Stuckateur und Cementarbeitcr Wilhelm Stengel von Luxemburg, den Maler Johann Schaler von Wiesbaden, die ledine Elisabethe Ri! pp recht von Furth Ui. die ledige Olga Strauch von Bamberg wegen Münzverbrechens, (^s bandelt in b eiern Fall um d e Falichmnnzerbailde au« dem Wellr tz- iute l Verteidigt werden die Angeklagten von den Rechts- anwälte^Bojanowskß^v^.Eck.iEckermcurn^nnd^^r.^f eff er
salfSsss assrfa » £»
in bte Kassetten bezw. in die Camera einzulegen, ohne baß ^ dom Ächt beeinflußt werden. Die Vorrichtung soll von der größtM Einfachheit sein das „Gepäck" des Amateurs m keiner Weffe belasten und kostet nur 7 Mk. 50 Pf. Patente ,n allen Staaken
sind angemeldet ^ Sammlungen. Dem „Tagblatt"-Verlag
Ssteitere Gaben werden gern entgegengenommen.
In der gestrigen Morgen-Ausgabe t, « m slr*i)?nfis Unfall" statt der Parquetbodenleger der
und Ouerfeldstraße ist nicht perfekt geworden .
* 7 März Der gesteigerte Verkehr am hiesigen
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200 000 Mk. in Aussicht gestellt, allerdings unter Bedingung,
Wälwend^mu? d^Kreisund^derKonnnunalvechand^der^te^er^gS-
ba^cn^Mehmnd.^"^o^^st^si^chzwiffhen^belai^loS^gewordei>.^da
gezeich>tt?hat!°M» der'Ausarbeitung der Pläne wurde die Firma Holzman» ». Co. in Frankfurt a. M. bet>a»t. . .
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Voff. Ztg." erfährt, nicht vergeben werden.
" q\ t y Direktor des Stettiner Stadttheaters, Gold ^ g. hat infolge andauernder Zahlungsschwierigkelt Kontur
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eine Anregung hin all» der Mutte des ^urgeroorne - ,
x essftiss 'Äffi « ■»trÄ'tssw
Wt ». ( rtii 9 «[le Geschenke. Gemäß einer in italienischen
Herr n die den Bräutigam in dem »on ihnen geleiteten ToL«Äo
mögen haben): Den pastlichc» Segen. Bon N. N.: Ein Prachtvolles Schmuckkästchen. . .
