* 8 * Jahrgang.
Erscheint in zwei Ausgaben. — Brrnas-Nreis»
k{, T |? i e «»f tr ei Hs?' monatlich, "durch die Ho,t » Mk. «o Pfg. x.ertelj-ihrlich für beibe Ausgaben zusammen.
Verlag: Langgasse 27.
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ii* Sitllatio» auf dem Kriegsschauvrad.
(Von unserem Berliner x-Korrespondenten.)
. Kerls», 27. Februar,
von der Kapitulation Cronies »n?d?ch £ durch die Extrablätter der Zeitungen
Ä. ^ r n! P e "wilde Extrablätter«, die von einigen lirfi hi", Aausgcgeben werden und für gewöhn
lich die haarsträubendsten Erfindungen verbreiten in Berlin
Jlhlt?'' ,'°?klehier außerordentlich deprimirend, um utcht zu sagen niederschmetternd. Der Umstand dan der wackere Vurcngeneral sich mit seiner Truppe 8 Tage
gegen eine ungeheure Uebermacht ^Isländer gehalten hatte, schien die Hoffnung auf ein7n W ,«höhen, umso m7hr, da sowohl voü / T^ 0n Ladysmith aus Hülfstruppen der Buren zum
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L. c waren. Aber die Enlsatzversuche der Buren litten an dem Uebelstand, daß es unmöglich war, auf einmal
klcirieren^«bÄ^ |Um ^ronjeS zu emscnden. Die
til Ir 1 .Abtheilungen, welche allmählich auf dem Krieas- schauplatz im Oranjc-Freislaat eintrafe», waren der Armee des General Roberts nicht gewachsen und haben bei ihren i Angriffen aus die Ccrnirungs-Armee schwere Verluste er- ütten ohne Cronje Lust schaffen zu können. Das einzige
Joubcrt mS/i. p retten, hätte darin bestanden, daß unh ÄÄ m l e11 Streitkräften sich vom Tugela . dvU ^adhsmith nach dem Oranje-Freistaat geworfen we is' Versuch, dessen Gelingen zudem kelnss-
wegs seststand, durfte Joubert aber nicht wagen, ohne di-
öÄufluffe!?^ die Buren in unheilvoller Weise
So blieb Cronje nach heldenmüthiger Gegenwehr und 'w^/w daö furchtbare Artilleriefeuer der Engländer einen
JtT 8 ,&ewS d-rnichtet hatte, nichts als die Kapitulation übrig, wenn er nicht nutzlos Tausende hinopfern wollte, ohne daß er damit den Engländern einen nennenswcrthen Schaden zufügen konnte. Denn ein Ausfalls- Versuch wäre angesichts der englischen Uebermacht, die sich Cronje gegenüber in sehr günstiger Position befand, vollkommen aussichtslos und ein nutzloses Hinschlachtcn gewesen Es liegt auf der Hand, daß die Kapitulation Cronjes für - dure" ein schwerer Schlag und für die Engländer «n höchst bedeutsamer Erfolg ist, besonders wenn sie im Stande sind, diesen Erfolg auszuiiutzcn. Zweifellos wird General Roberts jetzt den Marsch auf Bloemfontein fortsetzen, aber man wird in England gut thun, die Schwierigkeiten dieses Unternehmens nicht zu unterschätzen. Je weiter die englische Armee auf der Straße nach Bloemfontein fort- schrcitet, desto mehr giebt sie ihre Verbindung mit ihrer Nährader, der Eisenbahn, preis. Ihr Marsch führt die Engländer durch ein wasserarmes Land, in dem sie alle Lebensbedürf- niffe auf Fuhrwerken mit sich führen müssen. Der Marsch nach Bloemfontein stellt sich deshalb als ein recht schwieriges militärisches Unternehmen dar, und wenn es den Buren
gelingt den Vormarsch der Engländer einige Veit biH7b
beim es wird bereits gemeldet, daß sie sich 39 Meilen von Bloenifon ein ,n beträchtlicher Stärke sammeln.
^ .D e leider unvermeidliche Wirkung des erfolgreichen N b^schen Vorstoß-s und der Kapitulation Cr njes dW die ein, daß die Bnren sich außer Stande sehen von ibren Inft T * 11 hf: ^-ndsburg und Colcsberg aus den geplanten Vorstoß auf die Eisenbahnlinie De Aar-Kimberley zu unternehmen. Damit schwindet aber auch die Hoffnung daß es
waU^u"bl!nae"n°" könnte die Eiseilbahnlinie in ihre Gc- rJ b" "ungen und so den Engländern die ^irifubr ob,
fle ÄeÄT 6 C§ f ^ifelhaft«fZL t fmitf Sb n finÄ rf 9£CC ** te Positionen vor Lady- lin tT t ? galten können, da es in erster Lirrie für sie
länder zu S3öbeU fieöen di- Angriffe de/ Eng-
^i-sen V-rlheidigungskrieg, den die Buren hauvt-
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11 üura) ihre Taktik und Gefechtöirveise ann,
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ü-elbjjifltS noch vor sich haben. Was ein Guerillakrieg kür
uoerzeugr, daß die Engländer rm Burenlande bi-ri«
Erfahrungen machen werden. Jedenfalls
an diese Tak'ik" Är?»' fC ?' im Wesentlichen
oieic Taktik zu halten und größere Schlachten nach
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detitzeite für locale Anzeige,.
15 Pfg., für answartige Anzeigen 25 Pfg — Bicclnmei: die Pct.tzeiie für Äi-rbad-n öohfg für Auswärts 75 Pfg. ^ r8v
pr die Aufnahme später eingercichter Anzeigen zur
Fernsprecher No. 52.
__ 1900.
Inzwischen wird d?e'llcine Vurentn,ppc b vo^ dc?'fnrchch ^ a iJ C f ,e “
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Der Vertheidigirngskampf des BumchchSnz bl.i»^"ba t b ri !n? >at ersten Ranges, an bie ©eite fteffert jenen krf h V„7
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fiubet sich Major Albrecht unter den Gefan»E>" N°l.erts be-
FÄ!."?.. F-bnrar Die Stimmung in England giebt T'ora! - Anzeiger wieder: Rob-rk nmittag wie ei» Laufsener durä> die nregt überall unbeschreiblichen Frendes-Toumet-
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KapiKECrKfik/einTa.,lKM t S r°i b Aoberts die für die Erstürmung des Malubabern?^ ^ie ^uren^getteSsoll £
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länder unter General' Collen^^den ^500 Eng- Lager der B.nen t» dem Lawo« «Ä?°b-rg, welcher das Tagesanbruch bemerkten ° dies ^ beherrschte. Bei
mit ISO Mann voräu« >m tl ^rcn und gingen sofort su entreißen. Dies gelangfhoen olm^üS^ Mion »m«» und „i, « M » Äft““ Mb
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(Nachdruck verboten.)
Kunde in Paris.
(Bon unserem Korrespondenten.)
V.-VV», u icicm Jiuntlf UHVUUUI.;
lieber die außerordentliche Zärtlichkeit, mit welcher die Pariser Eltern ihre Kinder er- oder vielmehr verziehen, ist lchon häufig gesprochen, geschrieben und von Einsichtsvolleren bitter geklagt worden. Denn diese llberlriebene, affenartige Liebe bildet verweichlichte Geschöpfe heran, ,,äss LIs ä papa", toie die spöttische Bezeichnung dafür lautet, welche gewöhnt sind, an ihren Ellern stets einen Rückhalt zu finden, und es nur schwer erlernen, auf eigenen Füßen zu stehen, ivenn di« Nothwcndigkeit sie später einmal dazu zwingt.
Man sollte nun meinen, daß in Herzen, die vor Zärtlichkeit für die eigenen Sprößlinge derartig überfließen, eine solche für andere Wesen garnicht mehr Platz finden kann, aber cs ist dies durchaus nicht der Fall, und die Freunde des Menschen, der Hund und die Katze, genießen hier eine Würdigung wie kaum irgend wo anders. Geiviß sind auch in anderen Ländern diese beiden Hausthiere außerordentlich gern gesehen, sic werden häufig dort ebenfalls mit einer Liebe umgeben, die Einzelne rührend, Manche allerdings auch wenig lächerlich finden. In Paris aber ist die Katze und noch mehr der Hund Gegenstand geradezu unglaublicher Zärtlichkeit und dies nicht nur in kinderlosen Familien, sondern selbst in. solchen, die mit Sprößlingen oder doch mit einem — denn über diese Einheit geht man ja inden seltensten Fällen hinaus — gesegnet sind. Es geht dies so weit, daß viele Wirthe direkt in den Kontrakten vermerken daß Hunde und Katzen nicht gestattet sind, da sonst jeder Bewohner mindestens einen Ponton" besitzt und dies dann, da bei den hiesigen engen Wohnungen und großen Häusern stets zahlreiche Familien «n einen, Gebäude leben, zu großen ttnznträglichkeiten führt.
- Die meisten Besitzer zeigen sich aber nicht so rigoros.
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und die lontous L 1 für Hundemodcn erscheinen
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Ate» starken Burenstell.mg v?r Ladysmsth. ^Eine bel^'mn-^ Meldung von dort vom 26. beknndet c« bcrrbku-
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definitiven Nachrichten vor doch sollend^mpk« liegen keine Munition und LebensLeln jenseits 1 ! ot * 6 ' ? n
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