■as. Jahrgang.
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Fernsprecher No. 52.
Montag, den Zß. Februar.
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Abend-Ausgabe.
Die englische Kirche und der Krieg.
Unser Londoner n-Korrespondent schreibt:
Daß die englische Kirche für den Krieg ist, versteht sich von selbst, handelt es sich doch um einen Kampf, in dem England für die höchsten menschlichen Ideale, für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit eintritt! Wenigstens behaupten das die Schmarzröcke, sowie die leitenden Staatsmänner, und das Volk rast darob vor Begeisterung, indeß sich die großen Goldminenmagnaten, die Reichsausbauer, wie Rhodes und Beit, schmunzelnd die Hände reiben. Ehrlich meint es die Kirche indeß natürlich nicht, wenn sie von dem heiligen Kampfe gegen die Buren und von der patriotischen Pflicht eines jeden Briten spricht, die Negierung im gegenwärtigen Augenblick mit Gut und Blut zu unterstützen. Aber sie selber gehört dafür, wenn auch nicht offiziell, zur Regierung, denn ihre Bischöfe sitzen ja in deni stets den Ausschlag gebenden Oberhause und wirken mit jedem Tory-Ministerium nach dem Grundsatz in Gemeinschaft, daß eine Hand die andere wasche. Ihre Disziplin ist indeß keine sehr vollständige, wie sich nicht nur bei dem jüngsten Feldzuge eines modernen Reformators gegen den Ritualismus, sondern auch neuerdings wieder anläßlich des Krieges herausstellte. Es giebt Leute unter der englischen Geistlichkeit, die der Individualität nicht ganz entbehren oder in der glücklichen Lage sind, dieselbe nicht ausGeschäftsrücksichtenverleugnen zu müssen. Einige dieser Herren sind mit dem Kriege und den Ursachen desselben nicht ganz einverstanden und wagten das öffentlich zu gestehen. Es that das z. B. unlängst der Dechant von Durhain, der dadurch einen wahren Sturm der Entrüstung anfachte und dafür unter Anderm Dom Oberhause indirekt gehörig gemaßrcgelt wurde. Dabei hatte der arme Mann sich nur der gemäßigsten Ausdrücke bedient, freilich aber auch einige Zweifel au der Gerechtigkeit der englischen Sache zu erkennen gegeben. Der ihm Vorgesetzte Bischof suchte den üblen Eindruck durch die Veröffentlichung einer Broschüre unter dem Titel „Reichspflichten" zu verwischen, in der erden Krieg als in jeder Hinsicht gerechtfertigt hinstellt. Unter Anderm erklärt er darin, ein begeisterter Fürsprecher der schiedsgerichtlichen Beilegung von Streitfragen zu sein, doch in einem Falle wie dem vorliegenden, wo es sich einfach um die Erfüllung einer Reichspflicht handelte, wäre ein Schiedsgericht außer Frage gewesen. Es klingt aber ganz gewaltig wie Heuchelei, das weltbeglückcnde Prinzip des Schiedsgerichtswesens zu predigen und die Anwendbarkeit int eigenen Falle schließlich von „Wenn und Aber" abhängig zu machen. Frecher Stolz, Rachelust und Goldhunger haben nach des Bischofs Ansicht nichts mit dem Kriege zu thun, und scheint der Mann also das s. Zt. von der Londoner Börse an den Präsident Krüger gerichtete Telegramm nicht gelesen, noch je das Heulen eines Jingo-Pöbels gelegentlich einer öffentlichen Friedensversammlung gehört zu haben. — Der Kanonikus Robinson ließ soeben drei seiner Kriegs- Predigten in Broschürenform erscheinen, in denen er den Krieg den Kampf um Gleichheit nennt und im Uebrigen unbegrenztem Vertrauen in die Rechtschaffenheit der englischen Staatsmänner Ausdruck giebt. Ein anderer geistlicher Herr hat ein ganzes Buch unter dem Titel „Die Erlösung durch den Krieg" veröffentlicht, in dem er den läuternden Einfluß des Kriegs auf die nationale Moral preist. All diese Diener des Herrn hätten doch aber wahrlich besser gethan, die Segnungen des Friedens zu preisen, anstatt ein blutiges Ringen zu verherrlichen, dessen Verlauf bisher die Ansicht rechtfertigen könnte, daß unser Herrgott sich auf Seite der Buren stellte, wäre es nicht geradezu Blasphemie, dem höchsten Wesen überhaupt eineTheilnahme an den scheußlichen Menschenschlächtereien zuzumuthen. Die sogenannte Frömmigkeit hat übrigens hier seit den englischen Niederlagen bedeutend zugenommen, wiewohl man nicht müde wird, den so rührend kindlich religiösen Sinn der Buren fortwährend zur Zielscheibe des Hohnes und Spottes zu machen. Darüber hielt sich soeben ein offenbar sehr muthiger und aufrichtiger Geistlicher, Namens Newenham Hoare, in einem Werke über „Gebet, Vorsehung und Krieg" auf. Unter Bezugnahme auf den jüngsten allgemeinen Bettag sagte er in demselben: „Sind unsere nationalen Tempel an diesem Sonntag mit Vertretern unserer Männer des Geistes und der That, mit den Männern der Wissenschaft, den Parlamentsmitglieder», den Zcitungsredaktenren, den ehrbaren Kaufleuten und den Börsenspekulanten ehrenhaft oder nicht angefüllt? Wenn dem so ist, warun, dann all der Spott und Hohn, mit dem man den Feind überhäuft, weil er auf dem Schlachtfeld seine Bibel liest, um aus ihr in altväterischer Weise Muth und Gottvertrauen zu schöpfen?" — Solche Leute bleiben aber unbeachtet, doch ziehen Bücher, wie dasjenige einer gewissen Airs. Lewis, einer Schwester des bekannten Mr. Schreiner, das dieselbe unter dem Titel: „Eine Botschaft aus Südafrika an das christliche Volk Groß
britanniens" veröffentlichte. Des dicken Bandes kurzer Sinn ist der, daß Gott die Engländer ausersehen habe, um die Buren für ihre Grausamkeiten an den Schwarzen zu bestrafen. Wen wird er wohl nun aber ausersehen, um John Bull für seine Schandihaten an den Matabelen und Maschonen zu verhauen?
Drnisches Deich.
Zum Fall AronS.
L. Berlin, 25. Februar.
Das Uriheil des Staatsmiuisteriums gegen Dr. Arons auf Aberkennung der Eigenschaft als Privatdozent trägt eigenthümlicher Weise nur eine einzige Unterschrift, die des Fürsten Hohenlohe. Das genügt ja und schließt von selbst die Unterschriften der anderen Minister in sich, aber sonderbar berührt es, zu sehen, daß gerade derjenige Minister, der den Fall Arons vielleicht am unbefangensten betrachtet, seinen Namen für den gesetzlichen Abschluß dieser Angelegenheit hergiebt. An dem Urtheil des Staatsministerinms ist es vielleicht das Auffallendste, daß es so lange zurückgehalten worden ist. Scho» vor mehreren Wochen hatte das Staatsministerium sich gegen Arons entschieden, und die Ungewißheit, die damals über das Urtheil herrschte, verführte mehrfach dazu, an eine besondere Milde des Ministeriums zu glauben. Es wurde sogar behauptet, Arons werde mit einem bloßen Verweise davonkommen. Wir selbst haben erst vor wenige» Tagen aus Uuiversitälskreisen ähnlich falsche Darstellungen des Sachverhalts gehört, worauf wir nur mit entschiedenem Zweifel an der Wahrscheinlichkeit solcher wohlgemeinten Gerüchte antworten konnten. Wie die Ansicht entstehen konnte, daß Herrn Arons nicht viel oder überhaupt nichts geschehen werde, das aufzuklären würde sich schon verlohnen. Denn man scheint hier einen Einblick gewinnen zu können in Meinungsverschiedenheiten im Staatsministerium selber. Indessen ist die Sache nunmehr abgethan, natürlich nur nach der formalen Seite hin, und man wird nichts davon erfahren, daß diese oder jene Stelle nur zögernd und unlustig mitgegangen ist, um das allerdings nicht überraschende Urtheil zu Stande zu bringen. Wenn im Anschluß an die Erledigung der Aronsfrage bereits gefordert wird, daß die Regierung auch sonst schärfer vorgehe, und daß sich der kathddersocialistische Nachwuchs den Fall Argus zur Mahnung dienen lassen solle, so erscheint diese Nutzanwendung als so selbstverständlich, daß man sich eher wundern müßte, wenn sie unterbliebe. Die Scharfmacher verstehen sich ja auf dergleichen. Hat doch selbst Professor Adolf Wagner einmal angedeutet, daß die Gefahr einer Disziplinar-Unter- suchung gegen ihn vorübergehend aufgetaucht sei, und Niemand kann wissen, was noch geschieht.
Die Versumpfung der Kanalfrage.
Die Einbringung der Kanalvorlage noch in der gegenwärtigen Landtagssession wird immer unwahrscheinlicher. Herr v. Miquel ist begeistert für die äußerste Gründlichkeit der Vorarbeiten, was nach Lage der Verhältnisse eine unabsehbare Verzögerung bedeutet. Denn Jeder sieht, wie diese Gründlichkeit gemeint ist, und daß sie nur ein verschönender Ausdruck für Verschleppung ist. Nach oben hin wird die neue Taktik damit annehmbar zu machen gesucht, daß zunächst die Flottenvorlage im Reichstag erledigt werden müsse; denn man dürfte seine Kräfte nicht durch die gleichzeitige Behandlung zweier so wichtiger Gegenstände wie Flotte und Kanal zersplittern. In den letzten Tagen sind in Abgeordnetenkreisen geradezu groteske Gerüchte unigegangen, sodaß die Kanalvorlage zwar dem Kaiser überreicht werden wird, daß aber erwartet wird, der Kaiser werde an der Bcpackung der veränderten Fassung mit neuen kostspieligen Projekten Anstoß nehmen und die Vorlage nicht alsbald unterzeichnen. Somit werde etwas Aehnlichcs eintretcn wie beim Eisenbahn-Kreditgesctz, das in der vorigen Session in Ermangelung der Unterschrift des Monarchen habe liegen bleiben müssen. Dazu sind ja die Offiziösen da, um solche Ausstreuungen in den üblichen Wendungen als völlig gegenstandslos zu bezeichnen, und man wird denn auch voraussichtlich sehr schnell hören, daß an allen diesen Gerüchten kein wahres Wort ist. Aber es will doch etwas sagen, daß man sich in den ernstesten politischen Kreisen, links wie rechts, sorgend und erwartend
solche Geschichten erzählt. Dies könnte nicht geschehen,
wenn nicht die deutlich zu Tage tretende Sachlage so viel Momente der Ungewißheit enthielte. An die Kanalvorlage wird man erst glauben dürfen, wenn sie da ist, und an ihre Annahme wird man nur glauben dürfen, wenn man eine ganz ungewöhnliche Begabung zum Optimismus besitzt.
* * *
* Aof- und Prrsonal-Uachrichtrn. Der „Germania" zufolge ist in dem Befinden des 1>r. Lieber wiederum eine andauernde und merklich fortschreitende Besserung zu verzeichnen, sodaß jetzt eine sichere Aussicht auf Wiedecherstellung besteht.
* Berlin, 26. Februar. Dem „Lokal-Anzeiger" zufolge ist in hiesigen unterrichteten Kreisen nichts bekannt von dem Plane zur Errichtung einer Nuntiatur für Deutschland, wie aus München gemeldet worden war. Der Nuntius würde übrigen»
auch nicht in Fulda oder einer anderen katholischen mitteldeutschen Stadt residiren sollen, sondern nur in Berlin. Die Verhandlungen, die der Abgeordnete Freiherr v. Härtling in Rom führte, betreffen einen solchen Plan nrcht.
Der „Vorwärts" bestätigt, daß dem Privatdozenten Dr. AronS am Freitag das vom Fürsten Hohenlohe Unterzeichnete Urtheil des Staatsmimsteriums zngestellt worden ist, und daß dasselbe auf Aberkennung der Eigenschaft als Privatdozent lautet. In der Begründung wird hervorgehoben, daß ein akademischer Lehrer, der mit derartigen Gegnern der bestehenden Staats- und Rechtsordnung, wie die Socialdcmokratcn cs sind, gemeinsame Sache macht, des Vertrauens, das sein Beruf erfordere, unwürdig sei.
Deutscher Reichstag.
6 Kerlin, 24. Februar.
Auf der Tagesordnung steht zunächst das Extra-Ordinarinm zum Etat des Rcichsamts des Innern, bei dem Titel Kosten ans Anlaß der Betheiliguna des Reichs an der diesjährigen Weltausstellung in Paris. — Geh.Oberregierungsrath Richter theilt mit, daß die Ausstellung voraussichtlich am Ostersonntag werde eröffnet werden. Die Gesammt-Ausstellung werde bis dahin fertig gestellt sein, mit Ausnahme des Gebäudes für Heer- und Marine-Wesen und des Ehrenhofcs für die Elektricltäts-Ausstellung. Beide seien durch den neulichcn Orkan schwer beschädigt worden. Der Kommissar giebt sodann eine eingehende Schilderung über den Stand der Arbeiten bei der Ausstellung in der deutschen Abthcilung. — Abg. Rösicke (Bund der Landw.) meint, es sei für die deutsche Landwirthschaft auf der Weltausstellung zu wenig geschehen. Von beu vom Deutschen Reich bewilligten fünf Millionen seien nur 6000 Mark auf die deutsche Landwirthschaft verwendet worden. Redner bemängelt sodann, daß gegen die für die Ausstellung bestimmten Thierc aus Deutschland eine zehntägige Quarantäne an- geordnet worden sei, gegen die englischen Ausstellungs-Objekte dagegen nicht, angeblich weil England seuchcnsrei sei. — Gehcimrath Richter tonstatv.-:, daß diese Ausstellung die erste sei, bei der die deutsche Landwirthschaft kollektiv vertreten sei. Vorredner rrre auch, wenn er
Ö f, die Landwirthschaft sei nur mit 6000 Mk. bctheiliat. Erstens e die Landwirthschaft doch Antheil an den Gesammtaufwenduuaen des Reiches für Baulichkeiten, sodann betrage die>Aufwendung des Reiches für die Landwirthschaft allein in Baar 120,000 Mk. und drittens müsse sich doch die Regierung überhaupt nach dem Ausstellungsprogramm der französischen Regierung richten, wonach die Ausstellung in 16 bezw. 18 Gruppen zerfalle. Was die Quarantäne anlange, so werde Deutschland nicht schlechter behandelt, als alle Staaten. Die deutsche Regierung sei nicht abgeneigt, den deutschen landwirthschaftlichen Ausstellern etwa die Kosten der Quarantäne zu ersetzen, aber man könne doch nicht verlangen, daß die Regierung das Vieh ankanfe, um es selber von Reichs wegen aus- zr,stellen. Der Titel wird genehmigt, ebenso das gcsammte Extra- Ordinarium. Sodann wird die Bcrathung des Militär-Etats fortgesetzt beim Kapitel Rcinoutewescn. Die Kommission beantragt hier eine Resolution, betreffend Erhöhung der Remonten-Ankaufs- preise im Interesse der Aufrechterhaltnng zuchtgeeigneter Remonten. — Abg. Graf Stolberg (kous.) empfiehlt die Resolution. — Minister v. Goßlcr meint, es würde ihm erwünscht sein, wenn ihm der Finanzministcr einmal eine genaue Aufstellung darüber zukommen lassen wollte, wie hoch sich eigentlich die Kosten der Remontenzucht stellten. Es würde das für ihn eine Grundlage für die Preiserhöhung sein. Die Abstimmung über die Resolution erfolgt erst in dritter Lesung. Beim Kapitel Reisekosten und Tagegelder empfiehlt Abg. Müllcr-Sagan (freis.Ver.) eine Resolution, nach welcher jedem Hcerespflichtigen mindestens einmal während seiner aktiven Dienstzelt HcimathSurlanb mit unentgeltlicher Eisenbahn- fahrt gewährt werden soll. Redner bittet den Kriegsminister, in diesem Punkte den Widerstand des Kastanien-Wäldchens zu überwinden. Beim Kapitel Artillerie und Waffeuwesen findet eine Debatte über die Gehalts- bezw. Lohnvcrhältnisse bei den Gewehrfabriken und anderen technischen Instituten statt, in welcher Abg. Zubeil (Soc.) cs als Ausbeutung der Arbeiter bezeichnet, daß Arbeiter aus anderen technischen Instituten an die Spandauer Gewehrfabrik zurückversetzt worden seien, und zwar unter Reduktion der bisher bezogenen Löhne. Redner schildert außerdem als Beweis für den Terrorismus der Verwaltung, wie ein Arbeiter, der 25 Jahre in der Gcwchrfabrik beschäftigt lei, mit Entlassung bedroht wurde, falls er seinen Sohn, einen Socialdemokratcn, in seiner Wohnung behalte. Der Sohn sei denn auch wirklich aus- gezogen, um seinen Vater nicht aus der Arbeit zu bringen. Generalleutnant von der Böck geht nur auf einige Beschwerden des Vorredners ein und sucht dieselben als unbegründet hinzustellen. Beim Kapitel technische Institute der Artillerie bringt Abg. Zubeil einige Beschwerden über die Zustände in der Pulverfabrik in Hanau vor. Hiermit ist das Ordinarium erledigt. Dienstag, 1 Uhr: Extra- Ordinariuni, sodann Vorlage, betreffend Diebstahl von Elektricitüt. Schluß 6 Uhn___
Ausland.
* Oesterreich - Ungarn. Rach einer Protcstversanimlung gegen die neue Wahlordnung, welche gestern Vormittag im Ronncher Saale in Wien abgchaltcn wurde, sammelten sich etwa 5000 der socialdemokratischen Partei angehörendcn Personen in der Ringstraße an, wo sie unter Pfuirufen und Absingen von Arbeiterliedern auf- und abzogen. Die Wache trieb die Menge auseinander und verhinderte sie, gegen den Franzensring vorzudringen. Nur eine kleine Gruppe gelaugte zum Nathhaus. wo sie bann abermals Kundgebungen veranstaltete, aber auch hier wurden die an den Kundgebungen bctheiligten Personen schließlich von der Wache zerstreut. Im Ganzen wurden etwa 40 Personen verhaftet. Die meisten wurden jedoch alsbald wieder freigelaffen.
* Italien. Wie verlautet, ist zwischen dem Vatikan und der französischen Regierung ein Einvernehmen wegen der ge maßregelten Bischöfe erfolgt. Sowohl der Vatikan wie die französische Regierung sollen gegenseitige Zugeständnisse gemacht haben.
* Belgien. In Brüssel fand eine socialistische Kundgebung gegen den Militarismus statt. An dieselbe schloß sich ein Unizug durch die Straßen, wobei gerufen wurde: Nieder mit der Blutstener.
, * Frankreich. Der Minister des Kaisers Menelik, Jlg, ist
in Marseille mit bem Postdampser „Suvas" von Djibutl angekommen, nachdem ihm der Negns die Erlaubniß erthcilt hat, cin Jahr in Europa zuzubringen. Jlg erklärte, daß er mit keiner amtlichen Mission betraut sei, doch beabsichtige er, dem Miulfterpräst»
