Wiesbadener Tagblstt.
48 . Jahrgang.
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IV,©©® Avonnenlrn.
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88. Fernsprecher No. 52. Iiettstttg, d-N 20. Februar. Fernsprecher No. 52.
Abend ■Mtisgafoe.
Die innere Lage.
L. Kerll», 19. Februar.
Der neue Entwurf des Gemeiudewahlreformgesetzes bedroht die Flottenvorlage und die angekündigte Kanalvorlage gleich schwer. Der Entwurf mißfällt dem Centrum aufs Aeußerste. Es mag einstweilen dahingestellt bleiben, ob die Einwendungen gegen die Rheinbabensche Vorlage, als verewige sie den plutokratischen Charakter der heutigen Gemeinde- lvahtgesetzbestimmungcn, vor einer genaueren Prüfung Stand halten; im Großen und Ganzen läßt sich von der Vorlage nur sagen, daß sie die Bedenken, mit denen das Centrum in der vorigen Session an die Sache herangetreten war, so gut wie garnicht berücksichtigt hat. Selbst wenn der Entwurf ein Meisterwerk gesetzgeberischer Objektivität wäre, was er aber bestimmt nicht ist, selbst dann wäre die Lage sonderbar beengt und bedrängt durch den Umstand allein, daß das Centrum in dem Gesetz eine absichtliche Mißachtung seiner Forderungen erblickt und vom subjektiven Standpunkt aus in der That einiges Recht dazu hat, so zu nrtheilen. Die Staatsregierung beweist mit dieser Vorlage das Gegentheil von Entgegenkommen gegenüber den leider „Ausschlaggebenden". Dies wäre selbstverständlich nicht zu bedauern, sondern mit Genngthuung zn begrüßen, wenn der Entwurf an und für sich gute Arbeit machte. Zur Stunde ist es zu bedauern, weil diese Voraussetzung jedenfalls nicht völlig zutrifft, und weil, selbst wenn sie zuträfe, die Rückwirkung auf die sonstigen großen Fragen der Reichs-und derprenßischen Politik von sehr ernster Natur werden kann. Zwei Seelen leben in der preußisch-deutschen Politik. Man hat im Beginn der Reichstagssession mit wachsendem Interesse gesehen, wie die Richtung Hohenlohe darauf aus war, eine für die Flottenvorlage günstige Stimmung durch Hinwegräumung grober Hindernisse zu erzeugen. Die Regierung ließ es sich gefallen, daß die Zuchthausvorlage zerrissen in den Papierkorb geworfen wurde, sie nahm das so wenig übel, daß sie auch die Vereinsrcchts- frage sofort nach den Wünschen der Reichstagsmehrheit befriedigend ordnete. Sie kümmerte sich nicht um den Lärm der Ostelbier, die die Gelegenheit zur Herbeiführung eines Konflikts entschwinden sahen. Die plumpe Deutlichkeit, mit der von rechts her nach einem „starken Mann" gerufen wurde, veranlaßte den Grafen Posadowsky zu einigen beispiellos vernünftigen Reden,' in denen den: Reichstag als gleichberechtigtem Faktor des Staatslebens ohne Rückhalt gegeben wurde, was ihm gebührt. Es waren Mustcr- reden eines konstitutionell denkenden Staatsmannes. Freilich ging nebenher stets eine freundliche Rücksichtnahme auf die Konservativen und ihre wirthschaftlichen Forderungen. Mitten im lebhaften Streit über den sagenhaften „starken Mann" gab Graf Posadowsky den Freunden von der Rechten (und seine Freunde sind sie ja trotz Allem geblieben) hinlänglich deutlich zu verstehen, daß sie sich über die künftigen Handelsverträge nicht zu beklagen haben werden, sofern es auf die Ansichten und Absichten der Regierung ankommt. Zugleich wurde die Kanalpolitik so
betrieben, daß man schon garnicht mehr zu fragen brauchte, ob sie denn noch da sei. Sie schien in eine Versenkung abhanden gekommen zu sein, und die Regierung überließ den Kanalgegnern dermaßen das Feld, daß es ihnen zuletzt langweilig wurde, sich gegen eine Vorlage zu wenden, die sie schon vor ihrer Einbringung für todt und begraben hielten und halten zu dürfen glaubten. Dies war die Lage bisher; sie ist jetzt durch die Veröffentlichung des Gemeindewahl- reformgesetzentwurfs ungemein schärfer herausgearbeitet worden. Die Konservativen dürfen zufrieden sein, und Herr Diedrich Hahn würde es bei einer Wiederholung seines Versuchs, das Centrum gegen die Flottenvorlage stark zu machen, vermuthlich sehr viel leichter als zuerst haben. Es kommt an dieser Stelle imd in diesem Zusammenhang nicht darauf an, mit wie viel Recht oder Unrecht das Centrum verstimmt ist, sondern es kommt auf die Verstimmung allein an und ans ihre wahrscheinlichen Folgen. Dem Centrum wird förmlich die Freudigkeit geraubt, mit der cs (so hatten bis dahin manche Sanguiniker ^ geglaubt)
die Flottenpolitik und dann die Kanalpolitik über Wasser halten werde, sobald es erst Bürgschaften dafür habe, daß sein Einfluß gewünscht und anerkannt werden solle. Jetzt aber werden die ohnehin spärlichen Flottenfreunde im Centrum, die aus höheren taktisch-parteipolitischen Gründen vielleicht für die Vorlage eingetreten wären, sozusagen mit Gewalt stutzig gemacht, und ihre süddeutschen Fraktionsfreunde werden nicht ohne Ironie fragen, ob sie nicht ein gutes Recht zu ihrem Mißtrauen in die Ueberwindung der Miguclschen Seele innerhalb der Regierung durch die Hohcnlohesche Seele hatten. Denn darauf läuft Alles hinaus; man steht vor einem sonderbaren Ringen zwischen den zivei Richtungen, deren Auf und Ab die preußisch-deutsche Politik in ewigem Schwanken erhält. Wäre es die Aufgabe gewesen, gewichtige Hindernisse für Flotte und Kanal zu gewinnen, sie hätte nicht wirksamer als durch die Brüskirung des Centrums gelöst werden können. Man kann cs zehnmal und hundertmal verwerfen, daß das Centrum namentlich die künstliche Verbindung zwischen Gemeindewahlreform und Kanalpolitik hergestellt und mit so viel Hartnäckigkeit aufrecht erhalten hat; es ist in der That, ganz objektiv angesehen, ein lästiger Unfug, den die Partei damit verübt. Aber wo ist die Macht, die das hindern könnte, und wo steckt die Weisheit in einer Negierungspolitik, die eine solche Taktik des Centrums geradezu herausfordert? Es ist doch sehr eigenthümlich, daß die Gemeindewahlreformvorlage unmittelbar vor dem Beginn der Kommisstonsberathungen über die Flottenvorlage bekannt gegeben wird. Herr v. Rheinbaben hat erst in diesen Tagen von einer agrarischen Wählerversammlung in Ostpreußen hohes Lob erhalten, und die
Herren werden gewußt haben, weshalb sie dem
Minister ihr Vertrauen ausdrücken durften. Einen merkwürdigen Eindruck sodann muß es machen, daß die wiederholte lebhafte Forderung des Centrums, über die Deckungsfrage beim Flottengesetz beruhigt zu werden, bisher auch nicht die leiseste Spur einer entgegenkommenden offiziösen Erklärung zur Folge gehabt hat. Wenn die Finanzminister i der Einzelstaaten, die doch schließlich auf die Reichsfinanz-
politik drücken, begreiflicher Weise ihre Bedenken gegen eine direkte Reichssteuer haben, so steckt darin an sich noch keine Absicht der Erschwerung, aber im Endergebniß käme ihr Verhalten auf solche Erschwerung hinaus. Alles in Allem wird man sagen dürfen: Die Kanalvorlage ist durch die Gemeinde- wahlreformvorlage nicht nur bedroht,sondern schon jetzt so gut wie todt gemacht, und dieFloitenvorlage ist mehr bedroht als je zuvor. Daran ändert sich auch nichts durch das Eintreten eines vatikanischen Blattes für die Vorlage. Die derbe Art. mit der die Centrumsprcsse die von Rom her erfolgte Einmischung in eine Frage der inneren Politik zurückweist, brauchte vielleicht nicht so ernst genommen zu werden, wenn es nicht eben auch innere Schwierigkeiten gäbe, die es wahrscheinlich machen, daß das Centrum einen möglichenfalls zu hohen Areis für seine Zustimmung verlangt. Nunmehr treten die Schwierigkeiten hinzu, die von der Gemeindewahlreform aus erwachsen, und das Dunkel will sich nirgends lichten. In demselben Maße, in dem der neue Zwischenfall die Verhältnisse verschiebt, entdecken die Konservativen immer vergnügter ihr flottenfrenndliches Herz. Sie betheuern, daß sie nicht entfernt daran denken, den Sturz der Vorlage zn ersehnen; sie ihrerseits würden Mann für Mann für die Verstärkung stimmen, um dem Centrum die alleinige Verantwortung für ein eventuelles Mißlingen des Flottenfeldzuges zuzuschieben. Das glaubt man gern, daß die Konservativen heute so denken. Rückt der Augenblick näher, wo es vielleicht doch zu einer Reichstagsauflösung kommt, so kann das Ostelbierthum nichts Besseres thun, als sich in die Positur der unbedingten Flottenfreundlichkeit zu werfen, damit es seine Gegenforderungen bei der zukünftigen Gestaltung unserer Handelsverträge mit noch größerem als dem jetzigen Nachdruck stellen kann.
(Nachdruck verboten.)
Gin Jahr Präsidentschaft.
Unser Pariser v-Korrespondent schreibt uns unterm 18. d. Mts.:
„An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen!" Dies gilt vor Allem von den Staatsmännern, die man mit Recht nicht nach ihren Reden, sondern nach ihren Erfolgen be- urtheilt. Bereits der edle und kluge Sadi Carnol halte die Eigenschaften des schlichten Senators Loubet erkannt und ihn der ganzen Schaar Ehrgeiziger, die sich nach den Ministerportefeuilles drängten, vorgezoge». Loubet hatte sich um den ihm angebotenen Posten nicht beworben und zögerte nicht, zurückzutreten, als die Kammermehrheit ein Vorgehen von ihm verlangte, das mit seiner Ucberzengung nicht vereinbar war. Ebenso handelte er als Ministerpräsident. Durch die Achtung seiner Kollegen zum Vorsitz im Senat berufen, war er im vorigen Jahre, als plötzlich der Präsident der Republik, Felix Faure, einem Herzschlag erlag, der Kandidat der republikanischen Parteien für die Würde des Staatsoberhauptes und siegte mit großer Mehrheit über den verschmitzten Mo'line, welchen die bunte Opposition der „Gemäßigten", Ralliirten, Monarchisten, Nationalisten und Antisemiten auf den Schild erhoben hatte. Man erinnert sich der Wuth, welche seine Wahl in den Reihen dieser Parteien
Algraphie.
. Es hatte ganz den Anschein, als sei die Lithographie, soweit >iefc Reprodumonsart für den bildenden Künstler m Frage kam, n den letzten Jahren in den Hintergrund gedrängt worden. ®er chwere und unhandliche Stein war den Künstlern unsympathisch rnd die Federzeichnung für Zinkographie kam immer mehr m Auf- lahme, wie denn auch die Kunst der Radirung neu aufzuleben schien. Nun ist cs plötzlich einem hervorragenden Vertreter der schwarzen Kunst Guteubergs und der Scnekelders, dem Verleger md Druckereibcsitzer Karl Scholz in Mainz, einem Bruder -er bekannten Musikers und Komponisten, durch eine welt- tragende Erfindung gelungen, die Künstler für cm der Lithographie nahe' verwandtes' Reproduktlonsverfahren zuruck- jUzewinnen, indem er den thcuren, schweren, immer seltener werdenden Lithographiestein durch leichte, handliche und billige muminiiimplatten ersetzte und durch ein eigenes Verfahren bewirkte, daß alle Vorzüge des Steindrucks sich in noch erhöhtem Maß für l>aS neue Verfahren retten ließen, während die Nachthcile beseitigt werden konnten. Die Kunst hat sich mit Begeisterung der neuen Lervielfältigungsart zugewendet, von der auch das kunstliebende Publikum Profitirt, denn Kunstblätter, welche vom Künstler selbst auf die Platte gezeichnet wurden und somit die Eigenart seiner 2tiftführung getreu bewahren und in gewissem sinn originalen Werth besitzen, können billig reproduzirt und auch farbig hergcstellt werden, ein großer Bortheil für Leute, welche Kunstblätter sammeln, oder für Freunde der Malerei, welche nicht das Geld haben, das Heim mit thcuern Gemälden und Originalzeichnungen zu schmucken. Ja, di« Kunst kann nur gewinnen, kann allgemeinere Verbreitung önoen durch die neue, schöne Reproduktionsart. Langst sahen wir hier bei Banger treffliche, algraphische Blätter von tzans -homa, solche von Lugo und reizvolle Landschaften und Btarchenmotive "on Volkmann. ..... .. r „ „
„KunstlerNause" von I. Scholz
... .. ..z, der Erfinder,
ad ihnen in freundlicher"Weise über Alles Aufschluß und zeigte mm die Einrichtung seiner Druckerei. Besonderes Interesse fand te kleine Kunstausstellung algraphischer Künstlerdrucke, wo sich Höne Arbeiten von Thoma, Witttng, Storm vau's Gravesande, vxpftcin, Cornelie Paczka «. A. fanden, von letzteren herrliche Mer. welche mit 500 Mk. bewerthet werden. Seither sind eine
Anzahl algraphischer Platte» von Mitgliedern der „Künstlerklause
bezogen worden, und so dürften wir wohl auch bald hier schöne Blätter von unseren diesigen Künstlern austauchen sehen.
Es würde zu weit führe», wollten wir hier noch eine längere Ausführung über das algraphische Verfahren bringen, welches den Steindruck in wenigeil Jahren gäiizlich beseitigen dürste und bereits eine schnelle und große Verbreitung, im Auslände zuerst, gefunden hat und über das in Fachkreisen nur eine Stimme des Lobes ist. Es möge aber zum Schluß noch ein kurzes Referat hier Platz finden, welches die Zeitschrift „Der deutsche Buch- und Steindrucker" über einen mit großem Interesse aufaenommenen Vortrag des Erfinders Karl Scholz im Berliner Künstlerbause brachte. Es heißt dort: „Was die Aus- stelluug (der Firma Jos. Scholz, algraphische Knnstanstalt in Mainz) nicht selbst deutlich lehrte, das ersetzten die klaren, Wichten Ausführungen, mit denen der Erfinder sein Verfahren der Versammlung erläuterte. Herr Karl Scholz versicherte zunächst nach eine», Dankeswort an Diejenigen, die seiner Einladung gefolgt waren, daß er bei der eigenthümlichen Lage, in eigener Sache sprechen zu müssen, die richtige Mitte einzuyalten, also nichts zu vergrößern, aber auch nichts zu verkleinern sucheil werde. Er erklärt sodann, daß er bei seinen Arbeiten durch den Chemiker Dr. Otto Strecker wesentliche Unterstützung gefunden habe. Das Bestreben, den schweren, theueren und immer seltener werdenden Lithographiesteiu durch ein ebenso gutes, leichteres und billigeres Metall zu ersetzen — übrigens ein von Senefelder bereits geäußerstcr Wunsch — bildet eine lange Kette glücklicher und unalücklicher. gelungener und mißlungener Versuche, die aber unter Aufwendung großer Zeit- und Geldopfer doch endlich zu den vorliegenden Resultaten geführt haben. Redner schildert dann die Preise und das Gewicht der Steine und beider Verhältniß zum Aluminium, von dein erst nach vielen Versuchen jetzt tadellos gewalzte Platten in jedem Format herzupellcn gelungen ist.
An manch drastischem Beispiel legte der Redner dar, wie bequem, gefahrlos, raum- uiid zetterspärend die Handhabung der Aluminiumplattcu ist. Eine gleich große Platte wiegt gegenüber einem 8 cm starken Lithographiesteiu nur den 150. Theil; das gleiche Verhältniß herrscht in Betreff der Größe des Aufbewahrungsraumes. In einem mit Holzgefachen ausgestatteten Regal von 1,70 in Höhe, 1,10 m Breite und 50 cm Tiefe z. B. sind W00 Platten 33x43 unterzubringen; wieviel Quadratmeter Kellerrauine würden dazu gehöre», wenn die gleiche Zahl Steine zu plaeiren wäre!
Mit der Auffindung und gebrauchsfertigen Herrichtung der Platten war aber die Erfindung noch lauge nicht für die Praxis reif; es galt vor allen Dingen ein znni Schleifen der Platten geeignetes Mittel ausfindig zn machen, was erst nach vielen Versuchen gelang. Die vorher im 1:3 angesetzten Säurebad etwa 12 bis 24 Stunden behandelten Platten schleift man mittels Biersilz und sandfreiem Bimssteinmehl ab, wobei die Platten so wenig angegriffen werden, daß sic mehrere hundert Mal benutzt werden können. Weitere nothwendiqe Versuche galten der Präparatiou und der Entsäuerung der Platten, der Konstruktion von Spannblöcken zur Befestigung der Platten auf dem Druckfundament der Maschine, der Ersatz der Lederwalzen durch Gummiwalzen und eine ganze Reihe kleiner, aber wesentlicher Umstände, bis endlich der heutige Stand der höchsten Vollkommenheit des algraphischen Druckverfahrens erreicht wurde.
Der Redner setzte dann der Versammlung noch auseinander, warum er mit seiner Erfindung erst jetzt in der Rcichshaiiptstadt hervortrete. Es fei das Ausland gewesen, das zuerst an ihn hcrangctreten sei, um seine Ersindnng z» probiren: dort sei er freudig bewillkouunnet worden und habe darum eifrig die erfolgreiche 'Verwcrthung seiner Anslandspatente in die Hand genomincu.
Die Rotationsmaschine bezeichnet« Herr Scholz als die Preffe der Zukunft für den algraphische,, Druck Es biete nicht die geringste Schwierigkeit, eine algraphische Platte auf den Cylinder zu spannen und auf solche Weise eine bedeutend höhere Leistung m der Auflage zu erzielen. In Amerika seien bereits über hundert olcher Maschinen im algraphische» Druck beschäftigt und auch in einer Anstalt habe er auf zwei von der Firma Bob» ». Herber in
.ürzburg heraestellten Maschinen sehr zufriedenstellende Resultate erzielt. Es sei sicher, daß sich keine der Fabriken für lithographische Schnellpressen dem Gebote würde entziehen können, solche Äotatwns- maschineu zn bauen, um nicht hinter der Konkurrenz znruckzubleiben. — Der Redner schließt init dem Hinweise auf die für uns vor- bedcuteude Entwickelung des algraphische» Druckes im Auslande und giebt der Erwartung Raum, daß es ihm an Mitarbeitern auch in Deutschland nicht »langeln iverde; in so weittragender Saäu sei cs für den Einzelne» unmöglich, Alles auf die eigenen Schultern zu nehmen; wenn die Algraphie bereits l>«ute als vollwerthlgen Ersatz des Steindrucks sich erwiesen hätte, dann wurde cs von der freudigen Mitarbeit und der wohlwollenden Aufnahme der deutjchen Steindrilckereicn für die Zukunft abhängen, daß die Algraphie reichen Segen für das ganze Gewerbe mit sich bringe.
