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9Jä>. 51. 48. Jahrgang.

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auf eine Periode von Uiialiicfsfälle t aefnfe sei,, ^d""wir^e?dn^^^UMgeu 51 t den fremden Mächten freundlich­sind. wud cs doch gnt sein, zu erwäge», was sich in Zukunft cr- eignen konnte, und für jeden Foll vorbereitet zu sein. Ich hj,, aewik, daß dnS Land der Regierung zu j-deni Schritt, den sie m

Was" dic"^» 6 k" E Unterstützung »»gedeihen lassen wird. Was die, Rl.tik der Regierung anlangt, beitreite ich dnü es unsere Pflicht ist, sich gänzlich der Kritik zu enthalten Wir md verpflichtet,., der .Negierung keine Verlegenheiten zu berelten, aber die Leistungsfähigkeit der Regierung wird nicht verringert durch den Hmwcis auf di- gemachten Fehler -^i Kricgsru stnngcn Transvaals mußten der Regierung llftigst bekannt sem. ^ch kann nicht verstehen, wie angesichts der Kenntniß der

der Gewalt aufuehmcn konnte. Die Äntlkcr glauben, bei ihrer Kritik guten Grund zu haben, die Mangel an Sachkenntnis; und Voraussicht zu tadeln. W>r wiiiischcn nichts mehr, als die Ncgicnmg z» unter- stutzcn ,n dein Bestreben, den Krieg mit vollem Erfolg zu Ende zu snhren.

. London, 31. Januar. Im Oberhause antwortete Salis­bury auf die Angriffe seitens der Opposition bezüglich des Ver­haltens der Regierung ui der südafrikanischen Frage. Der Premicr- immster erklärte, der Vertrag zwischen England und Transvaal entgälte fernen Paragraphen, der die Einfuhr von Waffen nach Transvaal untersage. Er erinnerte daran, daß England schon oster zu Beginn eines Feldzuges Niederlagen erlitten habe, schließ­lich habe aber doch seine Armee den Sieg davongetragcii. Salisbury forderte die Nation auf, zusammcnzuhalten und auch diesmal dem Vaterland- zum Siege zu verhelfen. Rosebery erklärte, Salisburys Rede entspreche nicht dem äußerst ernsten Anlaß. Das bisherige Verhalten der Regierung werde eines Tages untersucht und schärf angegriffen werde». Jetzt verlange das Land zu wissen, was die Regierung zu thuu beabsichtige.

wt>. London, 31. Januar. (Unterhaus.) Pitzmaurice be­antragt erneu Unterantrag, bedauernd den von der Regierung ge­zeigten Mangel an Kenntniß, Voraussicht undUrtheilskraft, sowohl in der Führung der südafrikanischen Angelegenheiten seit 189b, als auch in den Vorbereitungen für den Krieg.

. London, 31. Januar. Minister Balfour erwiderte auf Bannermanns Rede im Unterlaufe, der Krieg würde nicht eher beendet werden, bis er seine legitimen Früchte gezeitigt habe, Englands militärische Ehre wiedcrhergestcllt und bis in Südafrika keine Wurzel belassen wäre, aus welcher irgend eine der Gefahren hervorwachsen könnte, unter denen das Land so lange gelitten.

. London, 31. Januar. Im Unterhaus antwortete der Schatznieister Balfour ans eine Anfrage, die qespaunten Beziehungen zu Transvaal hatten seit 20 Jahren bestanden. Im Kriegsministeriüm seien keinerlei Belege dafür vorhanden, daß die Zahl der in Süd­afrika befindlichen Truppen ungenügend sei. Der fetzige Krieg dürfte seine Früchte erst später tragen.

rvb. London, 31. Januar. Die irische Partei beschloß, ein Amendement zur Adresse einzubringen, worin erklärt wird, die Zeit sei gekommen, den Krieg, der unnöthig und ungerecht sei, zu be­endigen, und zwar auf der Basis der Anerkennung der Unabhängig­keit Transvaals und des Oranje-Freistaates.

ivb. Kerlin, 30. Januar. Dr. Leyds unterhält bei seiner An­wesenheit in Berlin einen regen Verkehr mit Botschaftern und sonstigen diplomatischen Persönlichkeiten. Die weitere Behauptung der englischen KorrespondenzCentral News", daß Leyds die Mittel seiner Republik durch den Krieg für erschöpft halte, beantwortet der Gesandte mit der Versicherung, daß gar kein Mangel, weder an Munition ncch an Lebensmitteln im Lande sei, ziiiunl da die Ernte vorzüglich ausgefallen und gut eingebracht worden ist. AnLnxus- mittelir und Leckerbissen könne es allerdings mit der Zeit mangeln, doch ist ein derartiger Uebelstand bei dcii einfachen Gewohnheiten der Buren lc>cht zu ertragen.

London, 30. Januar. Einer Meldung derCentral News" aus Durban zufolge berichtete ein Flüchtling aus Johanuesbilrg, die Buren hätten einen schweren Verlust durch die Explosion ihrer hauptsächlichsten Granatenfabrik in Johannesburg erlitten, die am 20. Januar in die Luft geflogen sei.

wb. |!aw-|JovI:, 30. Januar. Gestern Abend fand eine be­geistert verlaufene Massenversammlung zu Gnilsten der Buren statt. Eine Anzahl angesehener Bürger, darunter Kongreßmitglieder, hielten Ansprachen, bekämpften die englische Trausvaalpolitik und bezeich- neten den Krieg als den Buren aufgezwnngcn. Sie bestritten, daß irgendwo in den Bereinigten Staaten Sympathie für England herrsche. Die Erwähnnng eines englisch-amerikanischen Bündnißgedankens wurde mit Zischen ausgenommen. Es wurde einstimmig eine Resolution gefaßt, welche erklärt: die Londoner Konvention von 1884 schränkte nicht das Recht Trans­vaals ein, seine eigenen Angelegenheiten zu lenken; die Naturali- truugsgesetze Transvaals seien liberaler als die Englands. Ferner sird Präsident Mac Kinley darin aufgefordert, seine Vermittelung nzubieten. Für die Kranken und Verwundeten der Buren wurden sber 5000 Dollars gesammelt.

Aus Stadt nud Zand.

Wiesbaden, 31. Januar.

Kurhaus. Herr General-Musikdirektor Felix Mottl hat für das unter seiner Leitung stehende, übermorgen Freitag unter solistischer Mitwirkung Willy Burmesters stattsiiidende elfte Knrhaus-Cyklus-Konzert ein Programm aufgestellt, das jedem Musikfreunde zur Freude gereichen muß. Es kommen die folgenden Orchesterwerke zur Aufführung: Symphonie in Ik-äur von H. Goetz, Orpheus, symphonische Dichtungen von Liszt, und Ouvertüre No. 2 zuLeonore" von Beethoven.

<>. Matinee jm« Kesten de» Kt. Iofefs-Koszirtals. Reben den bereits erwähnten illustren Künstlern hat sich neuerdings Herr Breitenfeld aus Köln bereit erklärt, das Programm durch kinigc Liedervorträge zu bereichern. Allen Kunstfreunden ist hiermit jine gewiß willkommene Gelegenheit geboten, einen hier noch nicht bekannten Sänger, der als ein hervorragender Künstler bezeichnet wird, näher kennen zu lernen.

gs. Rrstdrnk-Theater. Der Wochen-Spielplan bringt zwei überaus heitere Gaben, so rechte Faschings-Vorstellungen:Der Herr Senator" und die unverwüstlichenLogenbrüder". In beiden Stücken gastiren zwei Herren auf Engagement, und zwar Herr Felix Hauser als Oe. Gehring und Max Brückner und Herr Karl Locbel als Mitteldeck und Franz Fischer. Den Faschings- Prolog für die Karnevals-Vorstellung am Sonntag Abend hat

§ err Berthold Wolf gedichtet. Derselbe wird von Fräulein rlholz, welche den Prinzen Karneval vorstcllt, gesprochen. Das Orchester, welches unter Anderem denNarrhalla"-Marsch spielt, dirigirt der Konzertmeister des Residenz-Theaters, Herr Nigling.

0 . Militärisches. Der neu ernannte Kommandeur des Füsilier-Regiments v. Gersdorff (Hess.) 9kr. 80, Herr Oberst Ir. Wächter, trifft am nächsten Montag, Nachmittags gegen 4 Uhr, .hier ein und ttnmittelbar danach erfolgt die Uebergabe des Regiments an ihn, wozu die beiden hiesigen Bataillone auf dem hinteren Hof der Infanterie-Kaserne in der Schwalbacherstraße an- treten werden.

Der Uerei» zum Schutze gegen schädliches Kredit­geber» hielt am vergangenen Freitag imHotel Mehler" seine ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Kaufmann L. Schwcnck, eröffnet- die Versammlung und er- cheilie den, Geschäftsführer, Herrn Christ. Jftel, das Wort zur Berichterstattung, aus der wir Folgendes herausnehmen: Der Verein

Wiesbadener Tagblatt (Abend-AuSgabe). Verlag: Lauggasse 27 .

31. Januar 1900. Seite 8.

wi vergangenen Jahr eine stcttg zunehmende Mitgliedcr- }?jj *!!.,k Cr .* ct * 1 cn ' lm ^ % Thätigkeit daher eine sehr »mfang- '-Eskhe und nach den erzielten Ergebnissen hin als eine äußerst zu- 1 bezeichnen. Zum Mahnen wurden von den Mit-

f rn Rechnungen imGesammtbetrag von 21,382 Mk. eingereicht, »Dil denen über die Halste als eingcgangen zu betrachten sind, was nn'so mehr hcrvorgehobcn zu werden verdient, als es sich bei diesen Rechniingeti meistens um lang anstehende Forderungen handelte, welche die betreffenden Mitglieder selbst schon wiederholt vergeblich cinzutreibeu versuchten. Es fanden ferner eine große Anzahl Ver­handlungen statt, welche zur Verständigung in einer oder der anderen Weil- mit den betreffenden Gläubigern führten, und kann man auch diese Lhätigkeit des Vereins, für welche dieser weder von leinen Mitgliedern noch von den Schuldnern irgend eine Vergütung beansprucht, als eine-gnte Einrichtung bezeichnen, da manche kost­spieligen Prozesse und viele llngelegcnyeiten für beide Seiten ver­mieden werden. Weiter rhellte der Geschäftsführer mit, daß einige der m der schwarzen Liste Eingetragenen gegen diesen Eintrag theils Protest eingelegt und Iheils den Klageweg beschritten hätten, daß sämmtliche diesbezüglichen Klage» kostcnsällig uuier Bezug­nahme auf reichsgerichtliche Entscheidungen abgewiesen worden seien. Die gefürchtete schwarze Liste hat einen Zuwachs von 217 Personeu erfahren, sodaß jetzt ein festvorliegcudcs Material von insgcsammt 5469 Nummern in den Händen eines jeden Mit­gliedes sich befindet und dieses vor jencur Heer von Kredit- unwürdige» bewahrt. Gerade diese Liste ist das sicherste Mittel des Geschäftsmannes, nicht an faule Zahler zu verkaufen, und nicht genug kann darauf aufmerksam gemacht werden, sie recht fleißig zu benutzen. Auch von dem Recht der Auskimstseinholung würde voll den Mitgliedern der ausgedehnteste Gebrauch gcmachtz und haben viele Geschäftsleute und Gewerbetreibende durch eine Auskunft, durch welche sie rechtzeitig gewarnt wurden, manchen Betrag gerettet, der sonst unfehlbar verlöre» gewesen wäre. Wie ans den Nen- aiimeldmigen, welche auch für dieses Jahr schon wieder zahl­reich vorliegen di- Mitgliederzahl hat 400 bereits über­schritten, hervorgeht, sängen auch die Handwerksmeister immer mehr an, einzusehen, daß auch für sie der Verein großen Vortheil bietet, denn gerade für sie, die oft ein langes Ziel ge­währen müssen, ist doppelt wichtig, zu wissen, ob der Abnehmer kreditfähig ist oder nicht. Es sollte überhaupt kein Geschäft ver­säume», Mitglied des Vereins zu werden/ dcuu der geringe Beitrag beträgt nur 6 Mk. pro Jahr; hierfür übernimmt der Verein das Mahnen der eingcreichten Rechnungen und die Anskunftsertheilung bis zu einer gewissen Anzahl, und erwachsen den Mitgliedern daher nur in den seltensten Fällen weitere Kosten. Anmeldnngen nimmt der VoTfitzcnde, Herr Kaufmann L. Schwenck, und der'Geschäfts­führer, Herr Christ. Jstcl, entgegen. Die satznngsgemäß alis dem Ausschuß scheidenden Herren L. Schwenck, V. Beyslegcl und F. Knefeli wurden wiedergewählt, und beschloß die General­versammlung eine zeitgeuiüße Aendernng und Ergänzung einer An­zahl Paragraphen der Satzungen.

Gesundheitspflege. Am letzten Freitag beendete Herr Welker aus Frankfurt a. M. imVerein für volksverständliche Gesundheitspflege" seinen sechs Abende umfassenden Unterrichts­kursus über die Anwendnngsformen im Naturheilverfahreu. Ueber die ersten drei Abende haben wir schon berichtet. In den letzten drei Abenden lehrte der Redner hauptsächlich die verschiedeueu Theilpackungen, Bettdampfbäder und andere Danipfbäder mit und ohne Apparate; sodann alle Arten kalte und warme Bäder, Douchcn und alle Arten Güsse, wie sie schon Anfang dieses Jahrhunderts von Bincenz Prießnitz angewandt und später von Pfarrer Kneipp noch weiter vervollkommnet wurden. Am Schluß gab der Redner noch Fingerzeige, in welcher Weise in Bezug ans Ernährung, Körperpflege, Kleidung und Lüftung der Wohn- und Schlafränmc viele Krankheiten verhütet werden könnte». In der zur Verfügung stehenden Zeit konnte nicht auch noch die Massage und Heilgymnastik behandelt werden. Deshalb wird Herr Welker üb(r diese Heil­faktoren im nächsten Winter unterrichten. Sämmtliche sechs Bor­träge waren stets von aufmerksamen Zuhörern gut besucht, und die allgemeine Anerkennung, welche diese dem Redner zollten, zeigte, daß er cs verstanden, die Zuhörer nach jeder Richtung hin zu be­friedigen.

Dnren-Abend (Turnhalle, Helliiiuudstraße 25). Für den Bureii-Abeud mußte, da sich ein anderer Tag nicht ausfindig machen ließ, Freitag, der 9. Februar, angesetzt werden. Die ganze Veranstaltung wird ähnlich dem letzten deutschen Abend eingerichtet werden. Ein mäßiges Eintrittsgeld wird erhoben; der Ertrag soll den Hinterbliebenen gefallener rmd verwundeter Buren und Deutscher zu Gute kommen. Der vorläufige Entwurf des Programms sieht musikalische, deklamatorische und turnerische Vorführungen vor.

Uaflanischer Keilstätten-Uerer». Das im Anzeigen- theile dieser Nummer unserer Zeitung veröffenilichte 16. Gaben- verzeichniß des Nassauischen Heilstälten-Vereins für Lungenkranke fällt ganz besonders durch die stattliche Menge und den Gesammt- betrag der ciugezahlten bezw. gezeichneten kleineren, mittleren und großen Beträge auf. Hieraus, sowie aus der ganz bedeutenden Betheiligung der benachbarten Kreise (Landkreis Wiesbaden, Rheiu- gaukreis und Untertaipmskrcis) gehl in erfreulichster Weise hervor, wie der Gedanke, für die Stadt Wiesbaden und Umgegend zunächst eine gemeinsame Heilstätte für minderbemittelte Lungenkranke zu schaffen, in allen Schichten der Bevölkerung immer weiter und kräftiger Wurzel faßt und damit ein schönes Gelingen des zwar schweren, aber auch überaus humanen, social-hygieinisch bedeutungs­vollen Werkes verbürgt. Das Agitationscomitö unterläßt nicht, auch an dieser Stelle den zahlreichen Damen und Herren der Umgegend, die so fleißig und opserfreudig im Dienste der schönen Sache thätig, den wärmsten Dank für ihre so erfolgreiche Mitarbeit auszudrücken.

x Preisvertheiinng. Die Seebode-Stiftung batte im vorigen Jahr das Thema gestellt:Die Bedeutung der Schülcr- bibliotheken für Erziehung und Unterricht". Von 18 Arbeite», die bis zu dem festgesetzten Termin eingegangen waren, wurde der erste Preis mit 105 Mk. dem Lehrer Herrn Karl Schäfer in Höchst, der Weite mit 75 Mk. Herrn Heinrich Breidcnbach, Lehrer an der Frankeschule zu Franksürt-Bockenhcim, der dritte mit 60 Mk. Herrn Lehrer Karl Rtüller in Hochheim und der vierte mit 38 Mk. Herrn Lehrer Epstein in Biebrich zuerkannt. Als Thema für das laufende Jahr, Einsendungstermin zum 1. August 1900 an die Königliche Regierung inWiesbaden, wurde gestellt:Wie läßt sich die Richtig­keit des Goctheschen AusspruchsDie Jugend will lieber angcreät als unterrichtet werden" begründen und welche Forderungen stellt derselbe an den Lehrer?"

o. TodesfaU. Herr Rentner Gustav Häffner hier, der frühere Mitbesitzer des HotelsZur Rose", ist heute Früh nach langem Leiden im Alter von 57 Jahren gestorben.

o. Anszeichnnng. Dem Herrn Accise-Jnspcktor Zehrung hier ist anläßlich seines Ausscheidens aus. dem Dienste der Stadt nach mehr als 50-jährigem verdienstvollem Witken der Rothe Adler- Orden 4. Klasse verliehen worden.

Königl. Preußische Kiaflen-Lotterie. Die Erneuerung der Loose zur 2. Klasse 202. Lotterie muß bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 5. Februar d. I., Abends 6 Uhr, vor- gcnommeii sein.

o. Geftshien wurde in der verflossenen Nacht von einem Lagerplatz zwischen Blücher- und Dotzheimerstraße eine 11 Monat- alte Bernhardiner Hündin, weiß mit rothen Flecken und schwarzer Kopfverbrämung und weißem Stirnstreifen, etwa 70 Centimeter hoch, ans den NamenMafia" hörend.

v. Zefttzwechsei. Der gestern gemeldete Verkauf von Acker­land Seitens des Herrn De. Kampmann an Herrn Bildhauer Schulz wurde durch das Jmmobilicngeschäft des Herrn Hermann Call mann vermittelt. Herr Rentner Georg Ackermann hier hat sein WeingutHeiligcnblut" bei AlM an Herrn Rentner Heinrich Stenernagel zu Frankfurt a. M. verknust.

Kleine Uotize«. Aus Anlaß von Kaisers Geburtstag hatten sich eine Anzahl hiesiger Bürger am Samstag Abend im Hotel Alleesaal" versammelt, um auch inprivater" Weise den Tag zu feiern. Das Fest verlies sehr schön und durch Festreden

Seitens einiger Theilnehmer wurde die Stimmung noch gehoben. Die vorzügliche Küche und die gute» Weine thaten das Ihrige, die Anwesenden bis zur frühen Morgenstunde beisammen zu halten. Erwähnt sei noch die Fest-, zugleich Speisekarte, welche Herr Architekt Spetter zu diesem Anlaß entworfen halle. Die Ruhe­st andsbea inten werden am nächsten Samstag, den 3. Februar, Abends 8 Uhr, im RestaurantTivoli", Lnisenstraße 2, i» kameradschaftlicher Weise zusammen kommen. Besuch ist willkommen. Frau Lilli Lehmann erhielt gestern Abend während der Vor­stellung im Hofthcater einen riesigen Lorbecrkranz, der, wie man ims mittheilt, aus der Blumenhandlunq von A. Röthke, Wilhelmstraße 32, stammte. Nach dem Änrcnland reise» heute 20 Frankfurter und 10 Herren aus dem ObertannnskreiS, darunter cm Oberurffler Namens Usinger, früher Mainzer Dragoner, um gegen die Engländer zu kämpfen. Das Brausebad an der Kirchhofsgasse ist vom 1. Februar d. I. ab für den Verkehr wieder geöffnet. _

Lichte Nachrichten.

T onti ii entöl-Teiearav den-Co mva anti.

Kerlln, 31. Januar. Die Reichstagswahl-Prüfungskommission erklärte die Wahl des Socialdemokraten Sachse für ungültig und beanstandete die Wahl Hänels (freisinnige Bereinigung).

Franlifort (Kentucky). 30. Januar. Politische Zwistigkeiten, welche Kentucky erregten, führten heute zn einem Attentat auf den demokratischen Kandidaten beider letzten Gouverneurs­wahl, Göbel. Als Göbel sich zn Fuß zum Parlamentsgcbäudc begab, erhielt er einen Schuß in die rechte Seite und wurde schwer verwundet. Der Attentäter, ein Farmer, wurde verhaftet. Es herrscht große Erregung. Die Truppen des Staates erhielte» Befehl, sich nach Fränksort zn begeben.

DevesLenbüreou L ec old.

Kerliu, 31. Januar. Das Befinde» des FinanzministerS Dr. Miguel bessert sich langsam. Der Minister ist zur Zeit nicht im Stande, seine amtliche Thüligkeit in vollem Umfange wieder aufzunehmen. Er darf zwar das Bett verlassen, bedarf aber wegen anhaltender Heiserkeit noch der Schonung. Die Besserung tut Befinden des Centrnms-Abgeordneten De. Lieber schreitet langsam vorwärts. Auch gestern Abend fühlte sich der Patient verhältniß- mäßlg wohl. Der behandelnde Arzt hofft, daß, falls kein Rückfall erfolgt, der Patient in einigen Tagen das Bett wird verlassen können. Die Fraktionen der freisinnigen Volkspartei und der deutschen Volkspartei bericthcn gestern Abend über das neue Flottengesetz. Die Berathung hat volle Einstimmigkeit der Fraktion in Bezug auf ihre Stellung zur Vorlage ergeben.' Der frühere konservative Reichstags-Abgeordnete Helld.orff erklärt in derKonservativen Korrespondenz", daß ^ die vom Fürsten Herbert Bismarck in der Reichstagssitzung vom 20. Januar ge­machten Mittheilungen, die sich ans die Ilnterhandlniigen zwischen dem Altreichskanzler und Herrn v. Hclldorff über das Socialistengesetz beziehen, thatsächlich unrichtig sind. Herr v. Helldorff habe am 24. Januar 1890 nicht beim Fürsten Bismarck gespeist, sondern habe, einer besonderen Aufforderung folgend, noch in später Abendstunde ein Gespräch mit ihm gehabt, welches nur zwischen ihm und dem damaligen Reichskanzler und nur über das Socialistengesetz geführt wurde. Fürst Bismarck habe ihm damals weder gesagt noch sagen lassen, daß die Regierung das ab- geschwüchlc Socialistengesetz aufheben würde. Herr v. Hclldorff wird demnächst über den Vorgang Einzelheiten veröffentlichen. Wie dasBerl. Tagebl." aus Brüssel meldet, ist die Mission des Kamnierpräsidenten Bcernaert in Berlin vorläufig gescheitert. Infolge dessen wird die gemischte Kommission, deren Entsendung im Anfang der Unlerhandlungcn beschlossen schien, sicki vorläufig nicht konstttuiren. Die schwebenden Fragen bleiben daher vorläufig unerledigt.

Korknm, 31. Januar. Hier fand ein Arbeiter-Krawall statt, bei dem die Gendarmerie einschritt und von der Schußwaffe Ge­brauch machte. Einer der Exccdcntcn wurde tödtlich verwundet und sterbend nach Emden gebracht. Zwei andere erhielten lciüfte Verletzungen.

Mren, 31. Januar. In Brüx wurden gestern die Redakteure zweier tschechischer Arbeiterblätter, welche dieStreik-Agitation unter der tschechischen Arbeiterschaft betriebe», verhaftet. Im Briixer Revier ist der Versuch, ein Einigungsamt in Thätigkeit zu setzen, durch die Weigerung der Arbeiter erfolglos geblieben.

. Madrid, 31. Januar. Aus Coruna wird gemeldet: Ocstlich vom Kap Finisterrc sank bei wüthendenl Sturm ein französisches Torpedoboot. Die Besatzung ist wahrscheinlich ertrunken. An der Wcstlüste bei San Sebastian gegenüber Miramar scheiterte das dänische SegelschiffLivingstone" und einige Seemeilen von Bilbao der DampferBalle", wobei 15 Mann ums Leben kamen.

Ut iKsmirrhschttfUiche».

Geidinarstt. Coursbericht der Frankfurter Börse vom 31. Januar, Mittags 12'/, Uhr. Credit-Aktieu 235.10, Disconto - Commandit 195., Staatsbahn 137.50, Loinbardm 27.80, Gotthardbahn - LUtien, Cenrratüahn, Nord- ostbahn, Union-Bahn, Laurahütte - Aktien 265.20, Gelsenkirchener Bergwerks - Aktien, Bochumcr 272 Harpener 217.70, 3-proc. Mexikaner, 6 -proc. Mexikaner. Italiener 94.40, Dresdener Bank., Darmstädter Bank

Berliner Handels-Gesellschaft Spanier 68.70, 3-proc. Portugiesen Wien, 31. Januar. Oesterr. bahn-Aktien 134.30, Lombarden 25.-

, Deutsche Bank, 4-proc'. . Tendenz: fest. Credit-Akticn 234.80, StaatS- -, Marknotcn 118.10.

Geschäftliches.

Das schönste Gesicht

LUHNS

ver-

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1 Preis k Mk. 50.- i» Baar. 10 Preise h Mk. 15. in Baak.

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