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Witsbsötiier 3apatt.

«8. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis: durch den Verlag 5«» Pfg. monatlich, durch die Post 4 Mk. OO Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

Verlag: Langgasse 27.

LV,OOO Kbonnrntru.

Auzeigen-Preis r

Die einspaltige Prtitzcile für locale Anzeige» 15 Pfg., für auswärtige Aareige» 25 Pfg. — Reklamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

Airrorire»!» ÜSLttttitlttftC für die Abend-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen - Ausgabe bis 3 Uhr Nachmittags. Für die Aufnahme später eingereichter A z 'g n z gVHffIflrU (S.lUljiUC nächsterscheinenden Ausgabe wird keine Gewähr übernommen, iedoch nach Möglichkeit Sorge getragen. --

48. Fernsprecher *W#. 52. hstt 40. IüNUltk.

Fernsprecher No. 52.

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Morgen^Ausgafoe»

Der verunginckle kritische Umgehnngs- angriff auf Ladysmith.

Nufere beistehendc Kartenskizze, welche eine zuverlässige Uebersicht über das gegenwärtig in Frage stehende ausgedehnte Schlachtfeld und die auf demselben vorgenommenen Truppenbewegungen giebt, begegnet gewiß dcni allgemeinsten und lebhaften Interesse unserer Leser. Sie umfaßt das Cernirungsgebiet von Ladysmith und das westlich davon bis an die Ausläufer der Drakeuberge sich erstreckende britische Operationsterrain bis südlich zur AuSgangsnufstellung der britischen Corps bei Chieveley und Frere. In kurzen Zügen rekapi- tulirt, haben die britischen An­griffsbewegungen folgenden Ver­lauf genomuien:

Aus den bei Frere und Chieve- befiudlicheu englischen Lagern

Vier mit einer emeinschaftlich und komischen ühleupfordt. Das Geiste getragene

sammelt. Herr Obersekretär Kaus eröffnet- die kernigen Ansprache, die in dem Kaiserhoch gipfelte, gesungene Lieder wechselten alsdann mit Gesangs- Vorträgen der Herren Maurer, Ries, Biez und Muh obligate Tänzchen beschloß die von kollegialem Veranstaltung. „„ _ . . ..

' - • ' Sitzung vom 29. Januar unter dem

' ~ Herr Apotheker

feinen und anderer die Wege­polizeibehörde untersagte. Seine 'dagegen erhobene Klage ist von dem Kreisansschiiß abgewiesen worden und bte Berufung den Bezirksausschuß hat auch keinen^Erfolg^ — Nach nneder-

Verweigerung

an

Holter Verhandlung der Strellsache des Herrn Jacob Keller zu

Nüdesheim

Magistrat wegen

wachen Brandgeruch. Sie schlug Lärm und du darüber er. wachten Mitbewohner des Hauses entdeckten das Feuer auch gleich in dem Souterrain über dem Backofen, der sog. Dörre. Daselbst war Holz. Papier und dergleichen m Brand gerathen, der sich bei der Entdeckung bereits dem Gebälk der Decke mitgetheilt hatte. Zn der Aufregung wurde der Schlüssel zu dem nächsten Feuermelder nicht gefunden, und es müßte Jemand auf das Polizeirevier in der Röderstrasie laufen, wodurch fick die Alarmirung der Feuerwache nicht unwZentlich verzögerte Als dieselbe kurz nach 4'/- Uhr vor der „Beau-Srte" emtraf. fand sie das Gebälk und die Verschalung de« Fußbodens nn Cafö und dem Restaurant brennend vor. Das Feuer selbst war bald gelöscht, ehe es sich auf das Mobiliar überhaupt weiter verbreitet hatte, doch mußte, un> jede Gefahr zu beseitigen und dem Glimmen unter dem Fußboden beizukommen, derselbe auf»

brach General Buller am 10. und 11. Januar mit seiner Haupt­macht in westlicher Richtung zu einer weit ausholenden Um- gchungsbcwegung gegen die west­liche Flanke der Burenstellung südlich von Ladysmith auf; eine kleinere Truppe unter General Clery (nach anderen Meldungen unter General Barton) blieb zum Zweck der Beschäftigung des Feindes durch Demonstratious- angriffe gegen Colensoe im Lager von Chieveley zurück. Auf dem Marsch über Springfield, der sich in der Richtung der starken Pfcil- strichlinic unserer Zeichnung auf der dort angelegten Fcldeisen- man auf keinen

bahn vollzog,

Widerstand. Während die Bri­gade Hildyard, Hi, bei Spring- field als Reserve zunächst stehen blieb, setzte die Division Warren den Vormarsch w itcr nach Nord- westen auf Trichards Drift 'fort. Die Kavallerie unter dem Earl of Duudonald klärte in nördlicher Richtung gegen Pot- gictcrs Drift auf, über- rafchte angeblich die dort. am Südufer des Tugela stehenden burischen Vorposten am 11. Morgens, besetzte den südlichen Ausgang der Furt und holte das

am Sion «rüber.

rb ufer . In

er liegende Fahrboot

..inzwischen rückte die

rigade Üyttleton, L, nach, blieb vier Tage am Süduser bei Pot- gieters Drift stehen, indem sie die Verschanzungen der Buren am Nordufer beschoß, und überschritt am 16. Abends ungehindert bei Potgieters Drift den Tugela. In­zwischen war Sir Charles Warren mit seiner Division ebenfalls am 11. d. M. an der 12 Kilometer weiter flußaufwärts gelegenen Trichards Drift angelangt. Er

dort auf größeren Widerstand

gegen

rilfäsS

Derüi,

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advs

ßoerer, VersdumznJigen uäETylötruZer.

als Buller

bei Potgieters am 12. die im

Drift; es scheint den Buren dort gelungen zu sein, ,

Bau begriffenen Pontonbrücke, die Warren dort schlagen ließ, m die Luft zu sprengen. Erst 5 Tage später war eine neue Brücke fertig, sodaß die Division Warren am 17. und 18. d. den Tugela dort'auf einer 76 Meter langen Pontonbrücke überschreiten konnte. Diese Verzögerung gab den Buren Zeit, ihren Aufmarsch gegen die Flankenbewegung der Engländer zu bewerkstelligen, und ndthigte den General'Buller, der nicht Vorgehen konnte, bevor die Division Warren jenseits des Tugela aktionsfähig war, vier Tage bei Potgieters Drift uuthätig stehen zu bleiben. Dieser gezwungene Aufschub war der erste Strich durch die Rechnung Bullers, der sein Bestreben, durch Ueberraschung zu wirken, durchkreuzte. Sein Plan war offenbar, von Potgieters Drift aus den rechten Flügel der Buren in der Front anzugrcifen oder zu beschäftigen, während Warren den Auftrag hatte, als Stoßflügel den Gegner in der Flanke zu fassen. Am 18. Januar begann der Marsch nach Trichards Furt nach Osten. Wie Warren angeblich den Spionkop — wahrscheinlich aber nur einen Vorsprung — besetzte, wie er ihn wieder verlor und wie er unter ungeheuren Verlusten in die Flucht geschlagen wurde und sich nach dem anderen Tugela-Ufer mit den Trümmern seines Heeres in Sicherheit bringen mußte, davon haben die Berichte der jüngsten Tage hinreichend Kunde gegeben.

Aus Stadt und Land.

Wiesbaden, 30. Januar.

— Gefchichtslmlrnder. 30. Januar. 1891: Kampf des Afrikaforschers Zintgraff mit den Basuts in Kamerun. 1889: t Kronprinz Rudolf'von Oesterreich. 1867: f Heinrich Koblraiisch m Hannover, deutscher Historiker (* 15. November 1780 bei Güttingen). 1382: * Karl Thielen zu Wesel, preußischer Minister der öffentlichen Arbeiten. 1827: * Albrecht Kirchhoff zu Berlin, Begründer der Leipziacr Buchhandlung Kirchhoff und Wigand. 1815: * Karl v. Gerok zu Vaihingen, religiöser Dichter

8 ' 14. Januar 1890 in Stuttgart). 1697: * Johann Quanz zu berschade» in Hann. Flötenvirtuos, Lehrer Friedrichs des Großen (ch 12. Juli 1773 zu Potsdam). 1649: Hinrichtung Komg Karls I. von England zu London. 1573: * Georg Friedrich, Markgraf von Baden-Durlach, der Sieger über Tilly bei Wicsloch (ch 24'. September 1638 zu Straßburg).

— Kaisrr» Geburtstag. Wie in den Vorjahre», so hatten auch in diesem Jahre die städtischen Beamten zu einer cier des Geburtstages Sr. Maj. des Kaisers am end m her festlich dekorirten Bürgerschützenhalle ver-

t

Banerlnubniß zur Einrichtung von gewöhnlichen Fenstern in Schaufenster wird die angefochtene Verfügung auf

Die Klage des Herrn" Privatiers Jacob Boerne zu Frankfurt a. M. gegen den Magistrat daselbst wegen Ver­weigerung der Bauerlaubuiß zu Umbauten an einem Hause in der Buchgasse wird abgewiesen, desgleichen diejenige des Herrn Schlossers Peter Schmidt daselbst gegen den Magistrat a»f Auf­hebung des Verbots des Bearbeitens von eisernen Trägern und Platten außerhalb der Werkstätte des Klägers Bergweg 28—30. — In der Streitsache des Kaufaianns und Bauunternchniers Herrn H. Schneider zu L o r s b a ch gegen die Wege- polizeibehörde daselbst wegen Inanspruchnahme eines Weges für den öffentlichen Verkehr beschließt der Bezirksausschuß, Beweis zu erheben. — Die Klage des Herrn Karl Wolf er t hier gegen die Polizei- und Gemeindebehörde wegen Verweigerung der Erlanbniß zur Veranstaltung von Singspielen in dem Saal Schwal- bacherstraße 7 wird als unbegründet adqewiesen. Wie die Beklagten, so hält auch der Bezirksausschuß das Bedürfuiß nach Singspielen für vollständig gedeckt. — Herr Metzger W. Wolfs von Langen- schwalbach wird auf seine Klage gegen den Magistrat hier von der Steuer für einen Hund, den er zu seinem Geschäftsbetrieb nothwendig braucht, befreit.

v. Wililiirischeo. Das „Armee-Verordnungsblatt" veröffent­licht einen kaiserlichen Erlaß, wonach dem Lcib-Garde-Husaren- Regiment, sowie den hannoverschen Truppentheilen alte hannoversche Märsche verliehen mit der Maßgabe, daß diese Truppen allem berechtigt sein sollen, die ihnen zugewiescnen Märsche bei großen Paraden als Präsentir- bezw. Parademarsch zu spielen. — Das genannte Blatt enthält eine weitere Kabinettsordre, welche bestimmt, dcGdieFeldartilleric in Zukunft grundsätzlich keineFahnen führen soll, dagegen jedes Fuß-Artillerie-Regiment eine von dem ersten Bataillon zu tragende Fahne erhält. Die nach der Ordre vom 24. April 1882 im gemeinsamen Eigenthum dergesammten Artillerie des Garde- und I. bis XI. Armee-Corps befindlich ge­wesenen Fahnen haben hierbei Verwendung zu finden. Wegen desZect- punktes der Verleihung und Uebergabeder Fahnen andieFußartilleric- Regimenter hat sich der Kaiser weitere Bestimmung Vorbehalten. — Als einen besonderen Guadenbeweis hat der Kaiser dem 1. Badischen Feldartillerie-Regiment No. 14 zu Karlsruhe als Abzeichen aus den Epaulettes und Achselstücken bezw. Schulterklappen an Stelle der Regimentsnummer mit Granate eine Krone mit Granate und als Zierrath in den Hinteren Ecken der Sattelüberdecken je eine Krone von ponceaurothcm Tuch, für Offiziere in rother Seide gestickt, verliehen.

o. Kchudrnfeuer. Am Sonntag Früh um 4 Uhr bemerkte «ine Bewohnerin des Restaurants .Beau-Site" bei zufälligem Er-

gerissen werden und die Feuerwehr hatte immerhin vier Stunden zu thun. Um 8 /.10 Uhr wurde sie nochinals gerufen, da infolge Zugluft ein verborgenes Feuer ausgebrochen war. Die Wache mutzte daraufhin das Gebalk noch weiter bloßlegen und war noch­mals drei Stunden beschäftigt. Der Brandschaden, der sich ledig­lich auf das Gebäude beschrankt, soll 6- bis 800 Mk. betragen.

o. Unfall. Am Samstag gerieth ein Metzgerlehrling Namens Stengler in der M.schen Metzgerei in der Röderstraße mit der rechten Hand unter eine sogenannte Fleischwiege und erlitt so schwere Verletzungen, daß er in das städtische Krankenhaus aus­genommen werden mußte.

Centner schwere errn Schlosser­meister Karl Philippi hier in Kunstschmiedearbeit ausgeführt, auf der Spitze des Thurms aufgestellt; die Kupferornamente fertigte Herr Spenglermeister B. Scheer hier an.

— Kleine Notizen. Gestern wurde das 5 Cer Kreuz für die altkatholische Kirche, von Her: Meister Karl Philippi hier in Kunstschmiedearbeit

* Wiesbaden, 28. Januar. Das „Militär-Wochen­blatt" meldet: Befördert find: Knipping, Lt. der Res. des

1. Nass. Jnf.-Rgts. Nr. 87 (T Berlin), Sachse, Lt. der Res. des

2. Nass. Jnf.-Rgts. Nr. 88 (Lüneburg), Simonis. Lt. der Res. des Nass. Feldart.-Rgts. Nr. 27 (Frankfurt a. M.). zu Oberlts.. E y m e r, Vicefeldw. in: Laudw.-Bez. Frankfurt a. M., und S ch u t o, Vicefeldw. im Landw.-Bezirk Fulda, zu Lts. der Res. des 1. Nass. Jnf.-Rgts. Nr. 87. — Dr. Bickel (Wiesbaden), Unterarzt der Res., zum Assist-Arzt befördert. — vr. Vaehren, Oberstabsarzt l.Kl. und Garn.-Arzt in Wiesbaden, ist der Charakter als Gen.-Oberarzt verliehen.

□ Gms. 28. Januar. Gelegentlich des gestern Abend im Hotel „Schutzenhof" unter Betheiligung von etwa 100 Herren stattgchabten Festessens wurde von einigen Herren für die zu er­richtende Bismarcksäuls ein Beitrag von 5500 Mk. gezeichnet.

— Gestern Nacht verstarb der älteste Bewohner unserer Stadt, Herr Küfermeister Friedrich Glasmann, im 89. Lebensjahr. In Erinnerung des Umstandes daß Glasmann in jüngeren Jahren der damals hier weilenden jungen Prinzessin Karola von Wasa, jetzigen Königin von Sachsen, bei einem Zimmerbrand im Kurhaus das'Leben gerettet hatte, hatte ihm König Albert von Sachsen, der gelegentlich seines letzten Äadeaufenthalts von der Sachlage hörte, eine Jahresrente von 900 Mk. bis an sein Lebensende ausgesetzt.

— Die verstorbene Mutter unserer Kaiserin hat wiederholt in unserem Bad geweilt und dabei jedesmal in der am Malberg gelegenen „Villa Reale" des Hern v. d. Bruck Wohnung genommen.

* Aus der Umgebung. Einige Herren aus Wiesbaden beabsichtigen, in der Nähe des Bahnhofs in Schiersten; gp der