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Wiesbadener Tagblatt.

«... ... o, nnnn !!„ 07 Auzeigen-PreiSt

18 . Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgabe». — Bezugs-Preis: durch den Verlast so Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. «O Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusaminen.

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Po. 47.

Fernsprecher No. 52.

Montag, dr» Ä9. Januar.

Fernsprecher No. 52.

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Abend-Ausgabe.

Eine „unmoralische Aktion".

„Ein Krieg in Südafrika würde eine der ernstesten Unternehmungen sein, die wir wagen könnten. Es würde rin langer Krieg, ein bitterer Krieg und ein kostspieliger Krieg sein. Und ein Krieg mit Präsident Krüger, um ihn zu Reformen zn zwingen bezüglich der inneren Angelegen­heiten seines Landes, bezüglich deren mehrere englische Staatssekretäre jedes Recht der Intervention znrückgcwiesen haben, das würde eine Aktion sei», welche unmoralisch wäret" Welch treffendes Urtheill Ein langer Krieg, ein bitterer Krieg und ein kostspieliger Krieg und eine un­moralische Aktion! Wer aber ist es, der dies treffende Urthcil und diese Prophetcngabe gezeigt hat? Kein Geringerer als der Kolonialminister Chambcrlaiu, der Urheber dieser unmoralischen Aktion! Aber freilich, cs sind nahezu vier Jahre her, seit Herr Chamberlain jenes treffende Unheil im englischen Unterhause fällte. Seitdem aber ist Herr Chamberlain unter die Spekulanten gegangen und als Aktionär etlicher in Südafrika spekulirender Gesellschaften begehrt er seinen Platz an der Sonne der transvaalischen Goldfelder.

Aber es ist nicht Alles Gold, was glänzt. Und das Gold, welches die Engländer nach Südafrika gelockt hat, hat sich bisher als Truggold erwiesen. Der „militärische Spaziergang" der Engländer nach Südafrika hat sich in eine Anzahl schwerer und furchtbar blutiger Schlappen ver­wandelt, welche den völligen Zusammenbruch der englischen Milstärmacht bedeuten. Die Tage von Sempach und Morgarten, wo das kleine Hirtenvolk der Schweizer die Schaaren seiner übermächtigen Gegner in Trümmer schlug, scheinen sich zu wiederholen. In allen 5 Wclttyeilen hat das englische Niesenreich zusammengerafft, was es an Truppen austceiben konnte, aber an der zähen, todes- muthigen Tapferkeit der beiden kleinen Burenrepublike» sind bisher alle englischen Angriffe machtlos abgeprallt, und in den Bergabhängen zwischen Ladysmith und dem Tugelaflnß verbluten sich die Kerntruppen der englischen Heeresmacht.

Als wir zu Beginn des südafrikanischen Krieges die Anschauung aussprachen, daß ein Sieg der Buren über die Engländer wenn nicht gewiß, so doch sicher nicht unwahr­scheinlich sei, begegneten wir noch allgemeinem Widerspruch. Heute darf man diese Behauptung aussprechen, ohne einer abenteuerlichen Verkennung der Thatsachen bezichtigt zu werden. Die damals von uns vertretene Anschauung, daß die englische Militärmacht, die uncivilisirtcn Wilden gegen­über Erfolge errungen hat, kaum Stand halten ivürde im Kampf gegen ein freiheitsliebendes Volk, welches sich alle Errungenschaften der modernen Strategie und Waffentechnik zu eigen gemacht hat, erweist sich von Tag zu Tag als be­rechtigter. Die Hoffnung, die Burenrepubliken in ehrlichem Kampf aus eigener Kraft zu überwältigen, hat man in England längst aufgegeben. So weit die Engländer über­haupt noch Hoffnungen auf einen halbwegs günstigen Aus­gang des Krieges hegen, beruht dieser auf dem Glauben, daß es durch immer erneute Geldopfer ermöglicht werden könnte, immer neues Kanonenfutter nach Südafrika zu schaffen und die Buren nach und nach durch die Wucht der Masse zu erdrücken.

Der englische Minister des Innern hat diese Anschauung in chnischcr Weise ausgedrückt, indem er erklärte, daß der ganze Krieg nur eine Geldfrage und sein Ausgang deshalb nicht zweifelhaft sei. Vielleicht täuscht man sich in England recht gründlich in diesem Pochen auf den nationalen Geld­beutel. Die Rekrutirungen Englands sind am Erschöpfungs- pnnkte angelangt nnd man vergißt auch in England, daß nicht nur die Zahl, sondern auch die Tüchtigkeit im Kriege entscheidet. Man vergißt aber endlich in England noch etwas Anderes, oder man versteht eS vielleicht nicht. Für den Engländer ist der Krieg eine Geldsache, und eben des­halb hat England vergessen, mit einem anderen bedeutsameren Faktor zn rechnen. Dieser Faktor ist das Bewußtsein, für eine gute und gerechte Sache zu kämpfen. England kämpft um Ländererwerb und die englischen Soldaten kämpfen um Sold und Beute. Die Buren aber wissen, daß sie für ihre Freiheit und Unabhängigkeit und für ihr Vaterland kämpfen. In den bisherigen glänzenden Erfolgen der Buren erkennen wir nicht nur ihre militärische Ueberlegenheit, sondern auch das Walten einer großen sittlichen Idee.

Und diese Erkenntniß ist der Grund, weshalb die Sym- palhiecn nahezu der gesammten civilisirten Welt auf Seiten der Buren sind und weshalb sie über die „unmoralische Aktion" der Engländer ein vernichtendes Urthcil fällt, das di- richtende Geschichte sich zu eigen machen wird. Bricht sich auch in England diese Erkenntniß allmählich Bahn? Am Dienstag tritt das englische Parlament zusammen und in dieser Tagung wird cs sich zeigen, ob wenigstens noch in einem Theil des englischen Volkes und der Volksvertretung die Kraft des sittlichen Empfindens vorhanden ist mtb über den blindwüthcnden Chauvinismus zu triumphiren vermag.

Wird das englische Volk die sittliche Energie haben, das Kabinett, welches diesen verbrecherischen Krieg provozirt hat, zu stürzen? Wir glauben es nicht. Der Chauvinismus ist zur Zeit in England stärker als alle Erwägungen der Ver- nnnst und Moral, und England wird den blutigen Krieg fortführen bis zur Erdrückung der Buren oder, was viel­leicht wahrscheinlicher ist, bis zu seiner eigenen Erdrückung. Wir hoffen und wünschen das Letztere. Und wenn uns die Engländer Vorreden wollen, daß sie in Südafrika die Sache der' Civilisation gegenüber der Halbkultur verfechten, dann erwidern wir ihnen, daß dies unwahr ist und daß die Buren in ihrem Kampfe gegen die englische Goldgier und Ländersucht die Sache der Moral gegenüber der Unmoral vertreten.

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Dririschrs Kelch.

* Hof- und Personal Uachrichtc». Der Kaiser nahm Samstag Morgen um 9"- Uhr die Glückwünsche des engeren Hofes und des Hofqnarticrs, sowie diejenigen der Kabinettschefs entgegen. Um ll l /4 Uhr fand im Kgl. Schlosse eine Andacht statt. Mittags begab sich der Kaiser zur Paroleansgnbe nach dein Zeughause. Um l 1 /* Uhr war beim Kaiserpaar Fanlilien-Friihstnckstnfcl. Gestern Abend fand Abendtafel im Kgl. Schlosse statt, an der die in Berlin anwesenden Fürstlichkeiten und die Umgebung des Kaiserpaares theilnahmen. — Die am Geburtstage des Kaisers bekannt gemachten Ernennungen nnd Beförderungen in der Armee sind in sehr großer Zahl erfolgt. Unter Anderem sind Fürst Günther zn Schwarzbnrg- Nuoolstadt und der Erbgroßherzog von Oldenburg zum General der Kavallerie, der Grobherzog von Hessen, Gcneral-Lcntnant v. Stulpnagel, kominandircnder General des 5. Armee-Corps, und

> Gcneral-LeütnantFrhr. v. d. Goltz, General-Inspektor des Ingenieur

> und Pionier-Corps, zu Generalen

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i der Infanterie befördert. General:

Leutnant Freiherr v. Bülow, Kommandeur der I.Garle-Jnfantcrie- Division, ist mit der Führung des 7. Armee-Corps beauftragt. Oberst und Fliigel-Adjutant v. L-chwartzkoppcn, Kommandeur d» Kaiser-Franz-Regimeiits, mit der Führung der 3. Gardc-Jnfaiiterit- Brigade.

* Kertt«, 29. Januar. Entgegen der Vlättermeldimg, daß die Vertreter einzelner Bnndesstaatcn im Biindesrath nur mit einem ans die Deckungsfrage bezüglichen Vorbehalt für dieFlotten- vorlage gestinnnt hätten, erklärt der „Lokal-Anzeiger", bestimmt ver­sichern z!> können, daß die Annahme dieser Vorlage im Bundescach einstimmig und ohne jeden Vorbehalt erfolgt sei. Es sei auch un­richtig. das; von einzelnen Bundesstaaten zur Deckung der Kosten der Vorlage ein Reichszuschlag zu der Erbschaftssteuer der größere» Vermögen angeregt worden sei.

Der Reichstag beging Kaiser? Geburtstag Abends durch ein Festmahl im glänzend beleuchteten Reichstagsgebände. Präsident Graf Ballestrem brachte den Kaiscrtoast ans. Er besprach das Kaiserthum als die oberste Spitze des föderalistischen Baues des Reich?. Der Kaiser rcpräsentirc die Einheit der Fürsten, der Reichstag die Einheit des deutschen Volks. Der Kaiser und der Reichstag gehören zusammen. Es stehe gut um Deutschland, fp lange sie Zusammenhalte». In diesem Zweck müßten sich diele beiden Gewalten verstehen. Jeder wissen, was der Andere erstrebt. Graf Ballestrem erinnerte daran, wie überall die Kaiserstandart, dem Volk anzeige, wo ein Kaiser ist. Daß es so auch auf geistigem Gebiet sei» müsse, habe auch der Kaiser empfunden, der zu allen öffentlichen Fragen Stellung nehme. Er richte eine geistige Standarte ans, die man von Weitem sehe; nach des Redners An­sicht nicht, daß man sich stumm vorbcidrücke, sondern damit sie beachtet, erwogen und besprochen werde, vor Allem anch von den Volksvertretern. , „ . . ,

Zmn Fall Arons erfahrt die „Krenzztg.", daß der Gedanke aufqetaucht sei, die zur grundsätzlichen Entscheidung gestellte Frage, ob ein Socialdemokrat Universitätslehrer bleiben könne, im Wege des Krompromisses dahin zu entscheiden, „daß die Frage zwar ver­neint, der Angeschuldigte aber doch nicht semes Amtes entsetzt, sondern bloß mit einem Verweis belegt werden soll.

Der Krieg in Südafrika.

Vom östlichen Kriegsschauplatz.

bä. Sriilfrl, 29. Januar. Alle Nachrichten bestätige« die Verluste d«S Generals Warren, welche» mindestens 3000 Todte nnd Verwundete ver­loren hat. Die Buren erbeuteten den ganze« Artillerie-Part Marrens. Die Niederlage der Engländer artete in eine wahre Kata­strophe anS.

bä. London, 27. Januar. In militärischen Kreisen glaubt inan, daß General Warren beim Vordringen gegen den Spionkop und bei seinem Rückzug größere Verluste erlitten hat, als offiziell angegeben wurde. Man schätzt dieselben auf 500 Mann, unter seinein Verlust befinden sich ein Oberst, zwei Hauptleute und drei Leutnants.

wb. London, 28. Januar. General Bnller telcgraphirte auS Spearmans Camp vom 27. Januar: Nachdem die Truppen des Generals Warren den Spionkop aufgegeben hatten, hielt ich einen zweiten Angriff für unnütz, beim der rechte Flügel der Buren war zu stark, als daß ich den Durchbruch erzwingen konnte. Ich beschloß deshalb, die Truppen südlich vom Tugela znriickznzichen. Am 27. Januar, 8 Uhr Morgens, hatte General Warren seine Truppen südlich des Flusses konzentrirt, ohne einen Mann verloren zil haben. . , , . . _

wb. London, 28.Januar. Die Depesche des Gener als Bull er vom 27.d. lautet ausführlicher wie folgt: Am 20.Januar trieb General Warren den Feind zurück und besetzte den südlichen Kamm des Tafellandes, das sich von Alton Homes nach den west­lich von Ladtismith liegenden Hügeln ausdehiit. Er blieb in enger Fühlung mit dem Feind, der auf einem Zug kleiner Kopjes eine starke Stellung einnahm. Diese Stellung Warrens mar durchaus zu halten, aber sie eignete sich nicht znm weiteren Vormarsch, da die süd­lichen Abhange zn steil sind; ferner konnte Warren für seine Artillerie ketne wirksame Stellung qewiiincil und es fehlte an Wasser. Nur schwer entschloß ich mich, am 23. d. meine Zustinnnnng

„Wenn wir Tobten erwachen."

Henrik Ibsens dramatischer Epilog.

Vom „Bllumcisicr Solneß" an tragen die Stücke Henrik Ibsens einen neuen gemeinsamen Zug. Nicht mehr vorwärts blickt der Dichter, kampfbereit und kampfesfrendig, der Welt der Heuchelei und sittlichen Fäulniß ins Auge, siegesfreudig in die Zukunft, sondern rückwärts in die eigene Vergangen­heit blickt er, zieht die Summe seines Lebenskampfes und prüft sein Lebensmerk. Und diese Prüfung gleich einem Erwachen ans langer Blindheit. Baumeister Solneß hatte sein Leben dazu verbraucht, „Heimstätten für Menschen zu bauen", die sie doch im Grunde nicht nöthig haben, um glücklich zu sein, und hatte weder das Glücksbedürfniß der anderen Menschen, noch das eigene richtig verstanden. „Nichts gebaut, im Grunde genommen. Und auch nichts geopfert, um zum Banen zu kommen." Alfred AllmcrS in „Klein Eholf" hat lange Lebensjahre damit zugebracht, ein Buch über die menschliche Verantwortung zu schreiben, und das Weib an seiner Seite in seinem Glücksverlangen nicht begriffen, ebenso wenig wie er im Grunde etwas „für die armen Leute da unten" gethan hatte. John Gabriel Borkman hatte ein großes Reich glücklicher Menschen gründen wollen und „hatte der Liebe nicht": keine Liebesfähigkeit in sich und das Licbesleben in einer Anderen zetödtet. Alle diese Jbsenschen Gestalten — für die Mensch­heit haben sie schaffen wollen mit ihrem besten Können, und im Grunde haben sie nur immer mit verschlossenen Augen gearbeitet, das eigentliche Verständniß der menschlichen Natur hat ihnen gefehlt; das tiefe Sehnen nach Glück und Liebe, nach Schönheit und Sonnenschein, das haben diese Mensch»

heitsbcglückcr weder im eigenen Herzen, noch in dem ihrer Mitmenschen befriedigt. Und nun erwachen sie aus der hypnotischen Anbetung eines selbstgebildeten Ideals, nun werden sie sehend, nun versuchen sie es, das Versäumte nachzuholen, aber Solneß wird in der freien Höhe vom Schwindel erfaßt, Allmers kann aus den Trümmern nur ein bescheidenes Glück aufbauen, Borkman erfriert in der scharfen Luft ans Mangel an innerer Wärme.

Wer kann zweifeln, daß in all diesen Gestalten der alternde Dichter sein eigenes Leben symbolisirend nachschafft? Immer persönlicher muthen uns diese Helden an, immer näher rücken sie ihm und rücken sie uns. So lebensfremd die Reihe dieser letzten Stücke mit ihrer geheimnißvollen Verschleierung des eigentlichen Sinnes, mit ihrer Auflösung aller festen Umrisse anmuthen, so stark und warm fluthet doch gerade in ihnen persönliches Leben. Näher und näher kommt der starre Priester der reinen Forderungen höchster Ethik unserem Empfinden. Und heißer und heißer schlägt das Verlangen nach einem Leben in Sonne nnd Schönheit uns entgegen. Am persönlichsten aber ist das neue Drama gehalten, das voll steckt von intimen Bekenntnissen, in dem der schweigsame Dichter uns einen tiefen Blick in die Kämpfe seiner einsamen Seele gemährt. Hier giebt er uns durch die Worte „dramatischer Epilog" anch ausdrücklich das Recht, seinen Worten persönliche Beziehungen unicrziilcgen. Aber so trüb auch zuerst die Schlußrechnung erscheinen mag, so niederdrückend die Erkenntniß des „Zn spät!", so erscheint am Ende doch der optimistische Jdealis- nius unzerstörbar wie nur je. Bitter rcsignirend schließt der zweite Akt: „Was unwiederbringlich ist, sehen wir erst, wenn — wenn wir Tobten erwachen. . . . Wir sehen, daß

wir niemals gelebt haben, aber glaubensfroh klingt doch das Stück aus in des Helden Bekenntniß: „Noch ist es Zeit für uns, zu leben. . . . Empor zum Licht nnd zu all der strahlenden Herrlichkeit — auf den Berg der Verheißung!... Durch die Nebel alle. Und dann auf die Zinne des Thurms, die da leuchtet im Sonnenaufgang." Und tvenn auch die Beiden, die diesen Entschluß fassen, nicht hinauf­gelangen zu all der strahlenden Herrlichkeit,— diese Herrlich­keit, der sonucnbeglänzte, wärmednrchstulhete Gipfel ragt den­noch verheißungsvoll über dem Nebel. Wahrlich ein unzer­störbarer Glaube, ein triumphirender Idealismus, der über der trostlosen Erkenntniß, daß das Leben verfehlt, die Kräfte ver­braucht sind, nicht zur pessimistischen Verzweiflung, sondern zum optimistischen Bekenntniß des Ideals gelangt. Fahnen­träger des Ideals sind diese Helden Ibsens: Einer nach dem Andern fällt im Kampfe des Dascns, dem die Ersten — Lona Hessel, vr. Stockmann, Nora, — noch so kraftglänbig entgcgen- gezogcn waren. Einer aber reicht die Fahne mit erhobener Hand immer wieder dem Nächsten, nnd der Allerletzte schwingt sie am höchsten. „Empor zum Licht" — das ist die Devise, mit der die beiden „Tobten", noch einmal pm Leben Er­wachten, die Wanderung zum Gipfel antretcn —. bevor sie in ihre „Gräber zurückkehren" ....

Die Handlung des Stückes ist wieder rein innerlich, die Sprache ist wieder sehr gcheimnißvoll und doppeldeutig, und der verborgene Sinn, „die starke Unterströmung", wie eS in „Klein Eyolf" heißt, trägt an vielen Stellen den Haupt­ton, sodaß die reale Wortbedeutung überhaupt keinen mög­lichen Sinn mehr hat. Ans diesem Grund ist eine öffent­liche Aufführung, wie sie bereits angeküudigt ist, als ein Mißgriff zu erklären, mehr noch als eine solche von ,JohS