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Wiksbsökner Tsgblsü.

«8. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. — Bczngs-Preis: durch den Verlag so Pfg. monatlich, durch die Post » Mk. «« Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

Verlag: Langgasse 27.

17,000 Abonnenten.

Slnzetgrn-PretS r Die einspaltige Pctitzeile für locale Anzeige« 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. — Reklamen die Petitzcile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

^r die Abend-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen-AnSgabe bis 3 Uhr Nachmittags. - Für die Aufnahme später c.ngere.chter Anzeigen zur ^V»)Ct0CU-{AtluOIjiUC „ächsterschcinendcn Ausgabe wird keine Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen. -

Uo. 44.

Fernsprecher No. 52.

Samstag, den 27 . Januar.

Fernsprecher No. 52.

1900.

Morgen-Ausgabe.

(Nachdruck verboten.)

Die inhumane» Dnm-Dum-Geschoffe.

Bekanntlich sind 'ische

tm gegenwärtigen südafrikanischen Kriege wiederholt englische Munilionsvorräthe mit Dum-Dum-Geschossen Seiten? der Buren erbeutet worden. Es ist daher von Interesse, über die sogenannten „inhumanen Kriegsgeschosse" Näheres bezw. einiges Erläuternde zu erfahren, weshalb wir unseren Lesern bci- steheude Abbildungen derselben vorführen.

Die britischen Truppen machten s. Zt. im Kriege in Indien die Erfahrung, daß sie mit ihrem Ordounanzgewehr, das unserer kleinkalibrigen Handfeuerwaffe im Wesentlichen ähnlich ist, die feindlichen Schaaren in ihrem wilden Ansturm nicht aufzuhalten

Seyberthschcn August- und Minchen-Stiftung findet am 17. März, Vormittags 11 Uhr, im Hotel „Nonnenhof" zu Wiesbaden statt.

— güte bas XIII. deutsche Knndrsschirhen, das in den Tagen vom 7. bis 15. Juli d. I. in Dresden abgehalten wird, ist das Festprogramm nunmehr festgesetzt worden. Im Verlaufe des 7. Juli (Sonnabend) werden, die ankommenden Schicen auf

den Bahnhöfen begrüßt und Abends 8 Uhr findet in der Fcsthalle Enipfang statt, der in Konzert und Kommers bestehen wird. — Sonntag, den 8. Juli, ist Früh 7 Uhr ein Weckruf durch die Stadt, von verschiedenen Musikchören auszuführcn, vorgesehen. 7-10 Uhr stellt sich der Feftzug auf nach dem Altmarkte, wo die Begrüßung der Theilnehmer durch die Stadtvertretnng und die Uebernayme des Banners stattfinden wird. Danach marschirt der Zug nach dem Fcstplatze. Um 1 Uhr ist Festbankett in der Fcsthalle nnt Tafel- Konzert und Nachmittags Konzert im Freien. Um 5 Uhr soll das Konkurrenzschießen (unter Umständen Eröffnung des Festes ""aj.. “ ‘ ' 1

Gegenwart Sr. Majestät des

und des Hofes) und

rn

um

8 . hfoJcuriiy des Jdiche Imantel- Geschosses. 9. JVirhung des Dum dum- Geschossen

MfKQap*

So welcher

vermochten, trotzdem die Kugeln massenhaft getroffen hatten, erzählt der Kriegsbericht von einem dieser Bergbewohner, zu Fuß in ein englisches Spital kam, um sich seine Wunden ver­binden zu laffen, obgleich er von nicht weniger als fünf Kugeln durchbohrt war. ....

Das Geschoß, dessen sich die Truppen anfangs bedienten — es bestand, wie unsere Fra. 1 in Ansicht und Durchschnitt zeigt, aus einem Bleikern und Nickelmantel — wirkte also nicht sicher, es machte den Gegner nicht hinreichend kampfunfähig. Da kam nun Einer auf die Idee, die Spitze des Nickelmantels abzufeilen, um den Bleikern frei hervortreten zu lassen. Diese anscheinend so geringfügige Aenderung hatte eine geradezu furchtbare Wirkung, denn beim Eindringen in den feindlichen Körper staucht sich der weichere Blcikcrn pilzförmig oder zerspritzte gar und setzte wahrhaft grausame Wunden. .... „„ , .. . ..

Nunmehr wurden Bleispitzengeschosse dieser Art, hie einen die Bleifüllung freilasscnden Geschoßmantel haben, wie dies m Flg. 2 dargestcllt ist, in der britischen Staatsfabrik Dum-Dum-Ii-Kalkutta in Indien hergestellt und später auch in Egypten mit „großem Erfolg" verwendet. — England hat sich bekanntlich auf der Haager Friedenskonferenz geweigert, diese Geschosse, die in ihrer Wirkung die verbotenen kleinen Explosivgeschosse fast üb-rtreffcn, abzuschaffen.

Als Ersatz für das ursprüngliche Dum-Dum-Geschoß hat man in England dann das in Fig. 5 abgebildete Hohlspitzengeschoß hcr- gestellt, nachdem das in Fig. 8 und 4 abgebildete Geschoß)nit äußerer Bleikappe über die Mäutelspitze sich nicht genügend bewährt hatte. Dieses Hohlspitzengeschoß (Fig. 5) hat eine Aushöhlung im Kopf der Bleimasse, während die Stahlummantelung bis an die Spitzen dieser Höhlung vorreicht. Die Ladung besteht statt aus Pulver aus Kordit. Dadurch, daß das Blei bis zu den Spitzen der Ausfräsung durch Nickel bedeckt ist, soll beim Eindringen des Geschosses in feuchte oder fiüssige Substanzen, wie sie das Innere des menschlichen Körpers darbietet, das Äuseinandersprengen des­selben oder das Losrcißen einzelner Theile verhindert, eine genügende Verwundung aber durch die pilzartig sich gestaltende Ausbauchung der ausgehöhltcn Spitze herbeigcsührt werden, während harte Gegen­stände (Knochen) glatt durchschlagen werden sollen.

Fig. 6 zeigt eine kurze, für Pistolen verwendete Dum-Dum-Kugel vor, Frg. 7 nach dem Auftreffen und macht das Auseinandertreiben des Bleikopfes anschaulich.

Interessant sind die Skizzen unten in unserer Zeichnung, Fig. 8 und 9, die den Schußkaual zeigen, den die beiden verschiedenen Geschosse in hartem Fichtenholz erzeugen. Die Schußrichtung geht von links nach rechts. Hier tritt die zerstörende Wirkung des Dum-Dum-Geschosses in frappanter Weise vor Augen.

Ans Stadl nnd Land.

Wiesbaden, 27. Januar.

— Die Seyberlhfche August- und Minchen-Stiftung

zur Ausbildung von Kindern von Forstschutzbeamten des Regierungs­bezirks Wiesbaden wird demnächst über die in diesem Jahr für Waisen und Kinder von Forstschutzbeamten verfügbaren Unter­stützungen Beschluß fassen. Diejenigen Vormünder, Forstschutz- bcamte oder Wittwen von Forstschutzbeamten, welche für ihre Mündel oder Kinder eine Unterstützung zu erhalten wünschen, werden daher aufgefordert, ihre Gesuche bis zum 10. Februar d. I. an den zunächst 'wohnenden Herrn Oberförster (Forstmeister) zur weiteren Veranlassung abzugeben. Die zu den Gesuchen er­forderlichen Formulare können auf jeder Oberförsterei in Empfang genommen werden. — Die diesjährige Generalversammlung der

6 Uhr das allgemeine Schießen beginnen; um 8 Uhr ist die Becher- vertycilung vorgesehen und von da ab bis 11 Uhr Konzert in der Festhatte. Von Montag, den 9. Juli an, bis Samstag Abend 8 Uhr wird täglich von 7 bis '/-I Uhr und 7-3 bis 8 Uhr geschossen. An jedem Tage sind Mittags 1 Uhr ein Bankett in der Festhalle und von 4 bis 7 Uhr Konzert auf dem Fcstplatze in Aussicht genommen. Außctdem wird am Montag, Abends von 8 bis 11 Uhr, ein Gesangskonzert (Julius- Otto-Bund) in der Festhalle nnd am Dienstag, den 10. Juli, Abends von 8 bis 12 Uhr, ein Moustrekonzert in derselben Halle sein Mittwoch, den 11. Juli, wird Vormittags von 10 Uhr andre Generalversammlung des deutschen Schützenbundcs abgebaltcn und Nachmittags, von 4 bis 7 Uhr, wird ein großes Schauturnen und Fechten, sowie Abends ein großer Festkommcrs in der Festballe unter Mitwirkung von Gesang-und Turnvereinen (Dresdner Sängerbund) veranstaltet. Donnerstag, den 12. Juli, wird der gesammte Festplatz von 9 Uhr an festlich illuminirt sein und Konzert in der Fest­halle stattfinden. Freitag, den 13. Juli, ist ein großes Feuerwerk

genommen... . . . ... __ _

cm der Fahrt betheiligen, Konzert in der Festhalle. Sonntag, den 15. Juli, wird Vormittags die Preisvertheiluug >n der Fest- Halle vorgenommen; um 1 Uhr ist das Schlußbaukett und Nach­mittags sind Volksbelustigungen. — Dieser Hauptwoche geht außer einem am 24. Juni abzuhaltendcn Probcschicßen eine Vorwoche (vom 1. bis 7. Juli) voraus, in welcher in der Festhalle ein Bankett und zu Ehren der Kommissiousmitglieder ein Kommers stattfinden wirb.

(SD Januar nnd Februar sind die Mörder des Schuh­werks, sagt die Mutter, weil sie es aus Erfahrung weiß. „Der Schnee frißt das Leder," sagt ein Anderer. Darum sei man gerade in der fetzigen Zeit auf öfteres Einreiben des SchuhwerkeS mit Leinöl bedacht. Ferner reinige man jedesmal nach Gebrauch das­selbe sofort und gründlich von allem Schnee. Diese kleine Mühe trägt Zinsen. Die fressende Einwirkung geschieht während des Thäuens des Schnees, hauptsächlich während des langsamen Ver­gehens ; denn der Schnee enthält schwefclige Säure, die er aus der Luft angezogen hat und die sich beim Thalien in die Alles ver­zehrende Schwefelsäure umwandelt, die nicht nur dem Leder, sondern allen anderen Stoffen schädlich ist. Sie ist es auch, welche das Mauerwerk, Grabsteine, Denkmäler, Statuen und dergl. zer­frißt. Wer kann, reinige dies Alles von liegendem Schnee.

— Für die Dimmer-Uermiettferinnen von großer Be­deutung ist eine Entscheidung, welche der Strafsenat des Kammer- qerichts kürzlich getroffen hat. Wie viele Leute suchte auch Frau Feudera in Berlin durch Zimmervermiethen und Gewährung von Frühstück an die Miethcr ihren Lebensunterhalt zu gewinnen. Bei ihrer größeren Wohnung vermochte Frau F. allein nicht fertig zu werden, sondern sie hatte zu ihrer Unterstützung ein Dienstmädchen in der Person der unverehelichten Emma Winkler angenommen. Dieselbe erkrankte im vorigen Jahre und mußte im Krankenhaus Moabit ausgenommen werden. Es entstand nun die Frage, wer nach Ablauf'der Kündigungszeit für die Kosten der Krankenhaus­behandlung anfzukonimeii habe. Bei der Vernehmung der Winkler stellte sich heraus, daß sie während ihres Dienstes den größten Thcil ihrer Zeit mit der Reinigung der vermicthetcn Zimmer und der Bedienung der Miether verbracht. Die Armendircktion war daher der Ansicht, daß die Winkler nicht als Dienstbote, sondern als Gehülfin der Feudera in ihrem Gewerbe als Zimmervcrmietherin anznsehcn und daher krankenversichcrungspflichtig sei. Da die

Gewerbetreibende die Anmeldung der Winkler zur Ortskrankenkasse unterlassen hatte, wurde sic nicht nur für die Kosten regreßpflichtig gemacht, sondern auch noch bei der unterlassenen Anmeldung wegen Uebcrtrctung des Krankenkassengesetzes unter Anklage gestellt nnd von der achten Strafkammer des Berliner Landgerichts I auch zu Strafe verurtheilt. Hiergegen legte die Angeklagte Revision ein. Das Kammergericht nahm aber ebenfalls an, daß die Winkler als Gewerbegehülftn der Zimmervermictherin anznsehen und letztere daher zu Recht verurtheilt sei. Ihr Eiinvand, daß sie sich in gutem Glauben befunden habe, konnte keine Berücksichtigung stnden, weil der Jrrthum das Gesetz betrifft und Rechtsirrthum die Bestrafung nicht ausschließt.

— Gin ,nichtiges gerichtliches Urtheil inegen den

S onsturrrnzklnuset hat die Firma M. Lazarus, Berlin, Alte acobstraße 93, erzielt. Es handelt sich um folgenden Fall: Em Angestellter war für Lazarus während 67* Jahren als Stadt- re! send er thätig und zugleich kontraktlich bis zum 1. Juli 1901 ver­pflichtet, nach seinem Anstritt aus dem Geschäft für ein Konkurrenz­geschäft in gleicher Brauche nicht thätig zu sein. Am l.November 1889 wurde er aus seinen speziellen Wunsch entlassen, da er vorgab, das Geschäft seines verstorbenen Vaters in Thorn übernehmen zu wollen. Der Angestellte hatte jedoch nicht versäumt, in den letzten Monaten seiner Thütigkeit im Hause Lazarus sich Kuudenregister anzufertigen und anstatt dasGeschäft seines Vaters zu übernehmen, begann er nur den Kundenkreis seines gewesenen Prinzipals i» Interesse 'einer Konkurrenzfirma für sich zu gewinnen. Seine Thätigkeit kam Herrn Lazarus jedoch sehr bald zu Ohren und eS elang ihm, vom Gericht einen Beschlus

Seschluß zu bekommen, laut welchem

Jer Angestellte für jede Zuwiderhandlung 30 Mk. an fiskalischer Konventionalstrafe zu zahlen hat, falls er dennoch in erwähntem Sinn thätig ist. Bemerkenswerth ist noch, daß das Kgl. Amts­gericht I den Beschluß zuerst ablehnte, das Kgl. Landgericht jedoch denselben bestätigte.

— Delobignng. Bei dem am 3. November 1899 in der Grube Holzappel vorgekommenen Unglücksfalle und den daran sich anschließenden schwierigen und gefährlichen, auf Rettung und Bergung der vom Unglück Betroffenen gerichteten Arbeiten, bei welchen alle zur Hülfe herbeigeeilten Bergarbeiter willig und muthig mit ihrer ganzen Kraft eingetrcten sind, haben sich Heinrich Schmidt 7. vom Scheid, Ludwig Kah von Scheid, Heinrich Bodewing von Holz­appel, Karl Schmidt 11. von Scheid, Karl Gerheim 2. von Geilnau, Antonio Campedel, zur Zeit in Holzappel, Bat. Da Roit, zur Zeit in Liolzappel, durch besonders aufopfernde Bcthciligung heroor- gethan. Solches wird m belobigender Anerkennung durch Königl. Oberbcrgamt Bonn zur Kenntniß gebracht.

— Steck,brieflich verfolgt werden der Glasreiniger Karl Brühl, geb. am 15. Dezember 1881 in Wiesbaden, welcher eine Gkfänguißstrafe von 4 Monaten verbüßen soll; der Taglöhner Heinrich v. Vultee, geb. am 12. Juli^1857 in Nordeck, Kreis

ira, wegen Körperverletzung und Bedrohung; der Schirm- flicker Michael Salm, geb. am 13. Juli 1868 in Kattenhofen,.

Harburg

Kreis Diedenhofen, der wegen gefährlicher Körperverletzung zu 4 Wochen Gefängniß rechtskräftig verurtheilt worden ist; der Bier­kutscher Wilhelm H ordert, zuletzt in Wiesbaden, vorher m Weilbach, wegen Urkundenfälschung; dcr Tagldbncr Georg Samsel, geb. am 9. Februar 1855 zu Roth, Rheinprovinz, früher in Schierstein a. Rh., wegen Diebstahls, und der Backstenimacher Wendelin Martin, geb. am 22. Februar 1850 zu Birkheim, zuletzt in Wiesbaden.

— Kleine Notizen. Anläßlich des Geburtstages Sr. Mai. des Kaisers und Königs ist die städtische Steuerkasse am 27. d. Mts. nur von 9 bis 12 Uhr geöffnet. — Der Feldweg ver­längerte Albrechtstraße von der Karlstraße bis zur Schwalbacher Bahn wird wegen Straßen-Ausbau während der Dauer der Arbeiten für den öffentlichen Fuhrverkehr gesperrt.

-ff Erbrnstrim, 26. Januar. Gestern Nachmittag fuhr der 32-jährige Knecht Heinrich Roos nach Mainz, um Treber zu holen. Bei dcr Heimfahrt am Abend kam er unter die Räder seinesschwer- bcladcnen Fuhrwerks und war sofort eine Lei che. Ein Mainzer Offizier, welcher vom Fort Biehler kam, fand ihn auf dcr Straße liegend und brachte ihn sammt seinem Wagen nach Erbenheim. Roos stammte aus Niederseclbach, war ein fleißiger, solider Arbeiter und 9 Jahre bei seinem Herrn im Dienste.

-r- Idstein, 25. Januar. Gestern feierte Herr Förster Fröhlich zu Engenhahn, der sich noch eineriugendlichen Rüstigkeit erfreut, unter zahlreicher Betheiligung von Freunden, Verwandten, Bekannten und Vorgesctzien sein 5 0 - j a h r i g e s D i e n st j u b i l ä u m. Am Vormittag erschien Herr Forstmeister Gieße von Idstein im Hause des Jubilars und Lberbrachte demselben die Glückwünsche der Königlichen Regierung. Herr Bürgermeister Krisscl von Eugcn- hahn überreichte dem Gefeierten eine Urkunde, worin er zum Ehren­bürger der Gemeinde Engenhahn ernannt wurde. Die Kollegen des Herrn Fröhlich überreichten ihm als Angebinde einen pracht­vollen Sessel. Am Mittag erschien Herr Bürgermeister L ei chtfuß von Idstein mit einigen Mitgliedern des Magistrats und übcr- brachtc die Glückwünsche der Stadt Idstein. Herr Fröhlich ist be­kanntlich auch Förster der Höhenwaldungcn, die der Stadt Idstein gehören. Am Abend brachte der Gesangverein „Frohsinn" *». Engenhahn dem Jubilar ein Ständchen. Erst in später Stunde trennten sich die Festgäste aus dem gastlichen Hause des Herrn Fröhlich. Möchte dem Gefeierten, der bekanntlich zu den tüchtigsten Jägern unseres Bezirks gehört, ein heiterer Lebensabend beschieden sein.

* Ans dev Umgebung. Der bisherige Bürgermeister Ph. Heinrich Schmidt zu Becheln ist auf eine weitere achtiahnge Amtsdauer wicderqewählt und bestätigt worden. — Das Konsortium, welches das Blei- und Silberbcrgwerk in Fri ed ri chs segen angekauft hat, beabsichtigt, die Wasserkraft bei der Ahler Hütte, die zu dem Werk gehört, zur Anlage einer elektrischen Centrale auszubauen und auf dem Werk elektrischen Betrieb ein- zufuhren. Die bisherigen Beamten des Werkes sind von den neuen Besitzern mit übernommen. — In Falken stein wird in diesem Jahre auf Kaisers Gcburstag der sonst Seitens der Gemeinde und der Kriegerkameradschaft für Anschaffung von Pulver ?c. bewilligte Betrag von 20 Mk. dazu verwendet, den Schulkindern „Kaiferbretzeln" vcrtbeilen zu lassen. — Auf Station Hochheim stürzte ein Passagier, der aussteigen wollte, als der Zug bereits wieder im Gang war, vom Trittbretts und erlitt mehrere Rippenbrüchc. Der Schaffner hatte die Abtheilthür nicht öffnen können, weshalb dcr Passagier auf der anderen Seite nusstieg. — Herr Steuerinspektor Obersteucrkontrolleur v. Höwel ist mit 1. April von Limburg nach Rotenburg an der Fulda und Herr Obersteuerkontrolleur Schöffer von Rotenburg nach Limburg versetzt. — Auf eigenthümliche Weise kam ein junger Turner m