48. Jahrgang.
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Uo. IV. Fernsprecher No. 52. Donnerstag» dkN II. IttNUak. _
Fernsprecher N». 52.
1900.
Abend-Ausgabe.
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Deutsches Kelch.
Miquels Etatsrede.
L. Kerlin, 10. Januar.
Die Leser im Lande ftub besser daran als wir, die wir heule dazu verurtheilt waren, die Etatsrede des Herrn v. Miquel im Abgeordnetenhause mit anzuhörcn. Wer aber die Rede genau hören wollte, der sah sich schmählich getäuscht. Weder unten im Saale noch oben auf den Tribünen war mehr als ein unbestimmtes Murmeln zu verstehen, und die l'/s Stunden, die diese Qual währte, sind einfach verloren. Es ist ein wahrer Jammer, daß der Talmi- prunk des neuen Abgeordnetenhauses den Gipfel der Un- erfreulichkeit durch eine ausgesucht schlechte Akustik erreicht. Vergebens bemühten sich die Abgeordneten und die Berichterstatter, zu erfahren, was Herr v. Miguel sagte. Nur abgebrochene Satzstücke konnten gelegentlich anfgefangen werden, sodaß zuletzt ein Gefühl stiller Verzweiflung Platz griff und man den Redner reden ließ, was er wollte. Nur am Anfang und am Schluß ging es einigermaßen mit der Verständlichkeit. Indessen tritt man Herrn v. Miquel und seiner unzweifelhaften Bedeutung schwerlich nahe, wenn man sich über diese fatal mißlungene Etatsrede mit der Vermuthung tröstet, daß sie keine abgründige Weisheit enthalten haben wird. Da das Gesammlbild der preußischen Finanzlage im Wesentlichen dasselbe ist wie vor einem Jahre, so wird der Minister wohl auch in der Hauptsache dasselbe wie damals gesagt haben. Er ist in der angenehmen Lage, mit einem starken Millionenstrome zu schwimmen, aber er ist ein Schwimmer, der mit seiner Aengstlichkcit gern koketlirt, und wenn ihm der Segen über den Kopf zu wachsen droht, so betont er mit düsterster Miene die Möglichkeit eines baldigen Rückschlags, was nebenbei die Wirkung haben kann, daß die Gelüste zu frei- ziebrger Verwendung der Staatseinnahmen zum Nutzen des Fiskus eingeschränkt werden. Namentlich von Eisenbahn- Neformen, die die jetzigen Einnahmen vorübergehend schmälern könnten, mag Herr v. Miquel durchaus nichts hören. Daun aber wieder kann er nicht umhin, mit Recht zu finden, daß die preußischen Finanzen glänzend dastehen, und man fühlt ihm mit Vergnügen die Freude an dieser Feststellung nach. Mit der Etatsdebatte im Abgeordnetenhaus wird es vermuthlich nicht viel anders gehen als mit der ersten Lesung des Etats im Reichstag, d. h., man wird von dem Etat selber am wenigsten sprechen und dafür umso mehr von den Fragen, die heute am stärksten dieGemülher bewegen. Im Reichstag war es die Flottenverstärkung, die den eigentlichen Inhalt der Etatsdcbatte gebildet hatte, im Abgeordnetenhaus wird es das Verhältniß derRegteruug zu den Konservativen sein, mit dem der Grundton der Verhandlungen angeschlagen werden wird. Freilich braucht weder das Haus noch die Negierung auf die erste Etatslesung zu warten, um sich über dies angenehme Thema ausgiebig zu unterhalten. Die konservative Interpellation, die schon morgen verhandelt werden soll, wird reichliche Gelegenheit dazu bieten.
Der Ausbau des Emdener Hafens.
Der Norddeutsche Lloyd hat sich jüngst gerühmt, an erster Stelle in der Liste der großen Schiffahrtsgesellschaften zu stehen, sowohl nach der Zahl der Fahrzeuge, wie nach der Tonnenzahl. In seiner Stettiner Rede läßt Graf Bülow die Frage, ob der Norddeutsche Lloyd oder die Hamburg- Amerikanische Packctfahrt-Gescllschaft größer sei, mit diplo- maiischer Geschicklichkeit unentschieden. Die dem preußischen Etat für 1900 bcigegebene Denkschrift, betreffend den Ausbau des Emdener Außenhafens, entscheidet dagegen diese Frage mit aller Bestimmtheit, indem cs da heißt, daß die Hamburg-Amerika-Linie, „die größte Seeschiffahrts-Gesellschaft der Welt", beschlossen habe, eine umfangreiche Niederlassung im Ausgangshafcn des Kanals zu begründen. Die Denkschrift enthält einen Satz, auf den wir noch besonders die Aufmerksamkeit lenken möchten. Es wird nämlich erklärt: „Die vorgeschlagcucn Verbesserungen werden es zugleich ermöglichen, daß die Ems für die großen Linienschiffe der Kriegsmarine zugänglich wird und daß diese im ’ Emdener Hafen sicher liegen können. Das will sagen, Emden ist dazu ausersehen, der weit nach Westen vorgeschobene dritte Kriegshafen des Deutschen Reichs zu werden. Denn bloß zum Spazierenfahrcu oder zum Ausruhen wird man die Linienschiffe nicht nach der unteren Ems reisen oder dorl ankern lassen. Wird der Hafcnausban erst vollendet sein, so hat man sich wohl darauf einzurichken, daß weitere Kosteufordcrungen im Reichsetat statt im preußischen erscheinen, und zwar eben unter dem Titel der Kriegsmarine. Liest man die Denkschrift, so bekommt man erst den vollen Eindruck davon, wie unglaublich thöricbt der konservative Widerstand gegen die Fortführung des Dortmund-Ems-Kanals zum Rhein ist. Denn der ganze ungeheure Verkehr des industriereichen Westens verlangt diese Verbindung und strebt zur Uuterems hin. Vom nächsten Frühjahr ab werden wöchentlich zwei Dampfer nach Danzig, Stettin und Königsberg Und umgekehrt gehen. Ferner wird die Linie Emden-London wöchentlich befahren werden und Passagiere befördern.
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* Hof- und Perlonnl-Uachrichlen. Wie von verschiedenen Seiten gemeldet wird, hat der kommandireude General des 7. Armee-Corps, v. Dikusch-Buchberg, sein Abschiedsgesuch eingereicht. _
Deutscher Reichstag.
G Kerli», 10. Januar.
Zunächst gelangt debattelos ein schleuniger Antrag Rintelen (Ccntr.) zur Annahme, betreffend Einstellung eines gegen den Abgeordneten Frank-Neurode schwebenden Strafverfahrens für die Dauer der Session. Es beginnt alsdann die zweite Berathung des Etats, Etat des Reichstags. Abg. Müller-Sagan (freist Voiksp.) regt an, die Stenographen aus der Kategorie der Kanzleibeamten herauszunehmc» und dieselben mit Rücksicht auf ihren Bildungs- ftand unter die höheren Beamten cinzureihen. — Vicepräsident Schmidt sagt wohlwollende Behandlung dieser Angelegenheit zu. Der Etat des Reichstags wird genehmigt. Es folgt der Etat des Reichsamts des Innern. Trtel: Staatssekretär. — Abg. Hitze (Ccntr.) wünscht Auskunft über die Ergebnisse der Erhebungen betreffend die Kinderarbeit. — Staatssekretär Posndowskh erklärt, es würden Vorschläge aus- gearbcitet werden, welche aber noch einer Einzelprüfung Seitens
der zuständigen Behörden unterliegen. Was die Arbeiten der Reichskommission anlange, so werde der Bericht über die Zustände im Gastwirtbschaftsgewerbe voraussichtlich nächster Tage erscheinen. Außerdem sei die Kommission noch mit den Verhältnissen in der Binnenschifffahrt beschäftigt. Seien diese beiden Fragen gelöst, daun werde die Kommission an weitere Fragen herantreten. — Abg. Rösicke-Dessau (wild-lib.) weist aus die Fortschritte in der Unfallverhütung hin. — Abg. Ocrtel (kons.) bemängelt die Bäckerei-Verordnung. — Abg. Möller (nat.-lib.) ist ebenfalls von den Fortschritten der Unfallversicherung sehr erfreut. — Abg. Fischer (Soc.) bemängelt die unvollständige Wiedergabe der Berichte der Fabrik-Inspektoren. Es würden wichtige Angaben der Fabrik-Jnlpektoren fortgelassen, sodaß das Urtheil über diese Berichte erschwert werde. Redner sucht durch Verlesung von Auszügen aus den Berichten nachzuweisen, daß die Urtheile der Inspektoren über das Vorgehen der Arbeiter stets sehr scharf und über das Verhalten der Arbeitgeber stets sehr milde seien. Aus diesem Grunde erkläre cs sich auch, daß dieArbeiterschntzgesetzgebnng bisher so vielfach wirkungslos geblieben sei. — Staatssekretär Posndowsky bestreitet, daß der Auszug aus den Jnspektoren-Berichten in tendenziöser Weise im Reichsamt des Innern erfolge. Was die Bäckerei-Verordnung anlange, so wünsche er sehulichst, daß ein Weg gefunden werde, um den Beschwerden über diese Verordnung abziihelfcn. Zwischen dem Reichsamt des Innern und den preußischen und anderen Ministerien für Handel und Gewerbe schwebten Verhandlungen darüber, inwieweit etwa anderweitige Maßregeln zum Schutz der Angestellten im Bäckereigewcrbe möglich seien und wie etwa für größere Reinlichkeit in den Bäckereien gesorgt werden könne. Ob statt des Maximal-Arbcitstaas eine Minimal-Ruhezeit vorzuziehen sei, stehe noch dahin. Jedenfalls werde dadurch der Schutz der Arbeiter geschmälert. — Abg. Beckh-Coburg (freist Voiksp.) wünscht internationale Verabredungen über den Vogelschutz. — Abg. Schräder (freis. Ver.) wünscht ein Reichs-Wohnungsgesetz. — Abg. Müller- Meiningen (freist Volkspü beklagt, daß die deutschen Aussteller in Paris keinen Rechtsschutz gegen Patent-Verletzungen Seitens anderer fremdländischer Konkurrenten hätten. Er bittet die Regierung, dieserhalb internationale Vereinbarungen anzuregen. Redner fragt alsdann, wie es mit der Ausführung de« 8 5 des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb stehe. — Staatssekretär Posadowsky entgegnet, was den Vogelschutz anlange, so haben wir der österreichischen Regierung mitgctheilt, daß wir bereit seien, die französischen Forderungen, sowie einen von der Schweiz verlangten Zusatz anzunehmen. Sobald die Antwort Oesterreichs vorliege, könne die Konvention ratifizirt werden. Weiter betont Redner die Schwierigkeiten eines Reicks-Wohnunasgesetzcs und bemerkt bezüglich einer Patent-Konvention, daß einer solchen nichts im Wege stehe, wenn die in Brüssel gestellten Forderungen zur An- nahme gelangten. Was den § 5 des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb betreffe, so liege dem Bundesrath eine Verordnung zur Beschlußfassung vor. Er glaube, daß der Bundesrath derselben zustimmen werde. — Abg. W u r m (Soc.) kritisirt den Berlepschen Erlaß vom Jahre 1890. Er bitte, denselben zuriickznnehmen. Die Thätigkcit der Gewerbe-AufsichlSbenmtcn würde in geradezu skandalöser Weise von den Gerichten desavonirt, indem die an- qezeigten Uebertretungen viel zn milde bestraft würden. Staatssekretär Posndowskh widerlegt dies. Morgen 1 iihr: Fortsetzuna. Schluß 5‘/» Uhr.
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Kerlin, 10. Januar. Die Budget-Kommission des Reichstags trat heute in die Berathuna der ihr überwiesenen Thcilc de« ReichshaushaltS-Etats ein. Zunächst stand der Etat der Post- und Tclegraphen-Verwaltung zur Berathung. Auf eine Anfrage erwiderte Staatssekretär Podbiclski, daß die Einführung von v.-Briefen zwar von ihm angeregt sei, doch sei das vorläusig nur eine Idee, welche wohl nicht zur Ausführung kommen werde. Die Einnahmen wurden nach den Ansätzen der Regierungsvorlage erledigt. Beim Titel Staatssekretär brachte der polnische Abgeordnete v. Jazdzewski die Versetzung polnischer Postasststentcn zur Sprache. Der Staatssekretär erklärte, in den polnischen Landestheilcn seien thatsächlich Postunterbcamte zur polnischen Agitation verwendet worden, was die Verwaltung nicht dulden könne. Das Gehalt des Staatssekretärs wird bewilligt und die Weiterberathung vertagt.
(Nachdruck verboten.)
Schöne Fennen.
(Eigener Aufsatz für das „Wiesbadener Tagblatt".)
Von Richard Wnlckow.
Ueberall und zu allen Zeiten ist Frauenschönheit ein bevorzugter Gegenstand poetischer Verherrlichung gewesen. Eine gewaltige Zahl lyrischer Gedichte ist dem Preise der Frauen gewidmet, ihrer Klugheit und ihrer Herzensgüte, ihrer warmen Empfindung und vor Allem ihrer Schöilheit. Von Heinrich Frauenlob bis zu Goethe und Heine ist Frauenschönheit in allen Tonarten besungen worden, sowohl in leichten und gefälligen Rhythmen als in den ergreifenden Klängen tiefer Sehnsucht und Ehrfurcht. Nur ein so eingefleischter Junggeselle, Menschen- und Weiberfeind wie Arthur Schopenhauer hat es allen augenfälligen Thalsachen zum Trotz vermocht, die männliche Schönheit hoch über die weibliche zu erheben und sich bei diesem aussichtslosen Geschäft möglichst verletzender und bissiger Wendungen zu bediene». „Das niedrig gewachsene, schmalschulrrige, breithüftige und kurzbeinige Geschlecht das schöne nennen, konnte nur der vom Geschlechtstrieb umnebelte männliche Intellekt." Das ist nicht nur boshaft, sondern auch ganz falsch und verkehrt. Denn wer eine gesunde Empfindung, ein offenes Auge und ein ungetrübtes unbefangenes Urtheil hat, der wird eS durchaus natürlich finden müssen, daß wir der lebendigen Wirkung auf das Empfinden des Mannes so viele unvergängliche Perlen echter Poesie verdanken. Aber nicht nur die Dichter, sondern auch philosophische Köpfe und ernste Denker haben sich spekulativ mit dem Wesen der Frauenschönheit beschäftigt und sich nach dem Grunde ihrer von vornherein zugestandenen physiologischen Wirkung gefragt, weil sie sich mit der bloßen unleugbaren Thatsache
dieser Wirkung nicht begnügen wollten. Als Leugner der Frauenschönheit steht Schopenhauer völlig isolirt. Alle jene philosophischen Deduktionen konnte» aber keinen Erfolg haben, denn die Schönheit wird von Jedem anders empfunden, sie setzt sich aus vielen, zum Theil unwägbaren Dingen zusammen, deren Wesen begrifflich schwer zu fixiren und daher auch nicht in seiner spezifischen Wirkung erfaßt werden kann. Von Platos Versuch, das Wesen des Schönen in seinem bekannten Dialog „Laches" begrifflich zu erforschen, und festzustelleu, wodurch es eigentlich wirkt, bis herab zu den neuesten ästhetischeil Theorieen sehen wir nur, von mehr oder weniger wissenschaftlichen Wendungen verziert, das schließliche Eingeständniß, daß dem eigentlichen Wesen der Schönheit wissenschaftlich nicht beizukommen ist. Und so werden wir uns denn begnügen müssen, die Art ihrer Wirkung festzustellen und, so weil es thunlich, auch zu erklären.
Unnachahmlich einfach hat Vater Homeros diese Wirkung auf die trojanischen allen Herren dargestellt, die von Ilions Mauern herabblicken und beim Anschancn der nahenden, in strahlender Jugendschönheit dahin wandelnden Helena sich alle plötzlich frohgemuth und verjüngt fühlen. An dieser Erscheinung wird sich im Laufe der Jahrtausende wenig geändert haben; noch heute ist die Wirkung einer an- muthigen und schönen Frauencrscheinnug ans jeben natürlich empfindenden, wenn ailch schon älteren Manne eine wohl- thuende und erfreuende. Hier ist aber sogleich ein wesentlicher Punkt zu beachten. Helena sitzt und steht nicht, sie schreitet, sie wirkt also zunächst nicht durch ihre Formenschönheit, sondern durch die Anmuth ihrer Bewegungen, die ihr den zauberischen Reiz verleiht. Und Reiz ist eben nach der klassischen Erklärung Lesfings „Anmulh in Bewegung". Der bloßen plastischen Formenschönheit kann also die Palme nicht zuerkannt werden, wenn sie auch das Auge so manchen
Mannes, besonders des Bildhauers, entzückt; von dem höheren Begriff der Schönheit ist unzertrennlich der sich in der äußeren Erscheinung wiederspiegclnde Abglanz des inneren Lebens, die Beseeltheit. Wer nicht spricht, kein inneres Leben zeigt, sondern nur gut aussieht und dieses Aussehen durch gefällige und geschmackvolle Kleidung zn heben weiß, der kann nicht im höheren Sinne des Wortes schön genannt werden, auch wenn Bau, Glieder und Form von klassischer Vollendung wären. Die Seele, die vom schönen Körper ansstrahlt, giebt der Schönheit erst Adel und Weihe, und diese höchste Art
der Schönheit wird auch zugleich meistens die unbewußte, unbefangene Schönheit sein, die sich nicht in Pvse und gelernter Haltung nach außen giebt, sondern sich darstellt als unbewußter Ausdruck der Stimmung und des inneren Lebens. Wer das Glück hat, dieser Art von echter Schönheit öfters zu begegnen und ihr näher zu treten, dem wird die Wirkung,
die Helena auf die würdigen Männer von Troja übte,
durchaus verständlich sein, und er wird sie noch enipfinden, auch wenn er dem Greisenalter nahe ist. Und dann
erst recht. Die Gegenwart einer schönen Frau macht uns froh und beredt, sie beflügelt Geist und Phantasie, sie giebt uns die volle Herrschaft über unser geistiges Können, läßt uns des Tages Sorge und Arbeit vergessen und weiß auch das Phlegma in ein rascheres Tempo des Gedankenaustausches zu bringen. Man braucht nicht gerade in den Zeiten rosiger Jugendschwärmerei zu wandeln, um von ihrem freundlichen Entgegenkommen und „Gruß beglückt" zu sein.
Mit der bekannten bündigen Erklärung der Schönheit: „Schön ist, was gefällt", ist leider nicht viel anzufangen. Denn sehr viel kommt doch darauf an, wem etwas gefällt. Der Naive, Unverwöhnte urtheilt anders, als der Kenner und berufene Würdiger der Schönheit. Wie fo manches
