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O«. Jahrgang.

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Mittwoch, den 3. Januar.

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A bend-Ausgabe.

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Das Jahr 1899.

Oesterreich-Ungarn

hatte im Anfang des Jahrhunderts, dem die weltgeschichtliche Nicsen- gcstalt Napoleons I. das Siegel aufdrttckte, in, ErttscheidungSkampfe mit diesem de» Kürzeren gezogen, dann aus seiner Niederwerfung den Löwenantheil geerntet. Oesterreich blieb trotz der Nicderlegung der deutschen Kaiserkrone durch Kaiser Franz die Vormacht in Deutschland, bestand siegreich mit russischer Hülfe die 1848er Krisis, büßte im Kampfe mit Napoleon III. seine italienischen Besitzungen rin wurde schließlich durch Bismarcks geniale Politik und die preußischen Waffen aus dem deutschen Bunde gedrängt, daun aber durch ganz dieselbe in ein Bündniß mit dem neu erstarkten deutschen Reiche gezogen, das ihm nach dem russisch-türkischen Kriege die Provinz Bosnien cinbrachte und überhaupt seine politische Stellung stärkte.

Im vergangenen Jahr erzielte Oesterreich-Ungarn nach jahre­langem vergeblichen Bemühen endlich eine Uebereinstimmung der Regierungen beider Reichshälften in der Frage des staatsrechtlichen Ausgleichs, der am 9. Juni ans weitere zehn Jahre verlängert wurde. Auch in der Frage der auf die beiden Rcichshälften ent­fallende» Quote der gemeinsamen Ausgaben wurde Ende November eine Verständigung dahingehend erzielt, daß Ungarn 33.4, Oester, reich 66,6 v. H. der Neichsausgaben übernahm.

Oesterreich war das ganze Jahr hindurch der Schauplatz immer erbitterter werdender Nationalitätenkämpfe, in denen alle slawischen Nassen sich gegen die Deutschen vereiiligten, und zwar unter Führung des Ministcrinms Thun. Zur Bekämpfung des letzteren blieb den Deutschcii keine andere Wahl, als die Arbeiten des Parlaments durch Obstruktion zu vereiteln, und der am 17. Januar zusammentreteude Rcichsrath fand die verschiedenen deutschen Parteien zil einer festen Opposition znsainmengeschlossen, der es auch gelang, alle parlamentarische Arbeit ;u vereiteln und am 1. Februar die Vertagung des Reichsraths zu erzwingen. Zwar suchte sich Graf Thim durch Verfolgung und Schließung der dcntsch- nationalen Vereine dafür zu rächen, aber er vermochte doch der mächtig entbrennenden, gegen den ultramontanen.Katholizismus gerichteten Los von Rom-Bewcgnng keinen Einhalt z» thnn. Kaiser Franz Josef sah schließlich ein, daß cs nicht mehr angehe, in Oester­reich gegen die Deutschen jit regieren, und so sah sich am 23. Scpt. Graf Thun mit seinem Ministerium zum Rücktritt geuötlugt. Es wurde nunmehr ein sogenanntes Beamtenministerium gebildet, an dessen Spitze der als deutschfreundlich bekannte Grazer Statthalter Graf Clarh trat. Die erste Maßnahme des neuen Kabinetts war der am 8. Oktober erfolgte Schluß des Reichsraths, die zweite am 17. Oktober die von den Deutschen in erster Linie geforderte Auf­hebung der famosen Badenischen Sprachcuverordnnug für Böhmen und Mähren, wodurch es sich natürlich die Tschechen zu grimmigen Gegnern machte. Zwar gelang es Clary, in dem am, 18. Oktober wieder einberufenen Reichsralhe die Wahl der österreichischen Delegation zu ermöglichen, doch wurden die weiteren Verhandlungen 'des Parlaments durch die Obstruktion der Junatschcchc», die von der Rechten moralisch unterstützt wurden, lahnigelegt. Da die anfangs Dezember eiugeleitetcn Verstäudiguiigsverhaudliingen an der Un­ersättlichkeit der Tschechen scheiterten, so herrschten am Schluffe des Jahres die nämlichen zerfahrenen Zustände wie zu Beginn des Jahres, nur mit dem Unterschiede, daß Deutsche und Tschechen die ' Rollen getauscht hatten. Kein Wunder, daß unter solchen Uiuständen Graf Clarh in den letzteii Dezcmbertagen die Flinte ins Korn warf! Es wurde nunmehr ein neues Bcamtenministerium unter dem Vorsitze des Di-, v. Mittel gebildet.

Ungarn trat in das neue Jahr unter heftigen parlamentarischen Kämpfen und ohne parlamentarisch genehmigtes Budget ein. Der Haß der Oppositionsparteien gegen den Ministcrpräsidcutcn Baron Banffh machte sich in einer leidenschaftlich geführten Obstruktion im Abgeordnctenhause Luft, und da Banffh eine Einigung mit seinen erbitterten Gegnern nicht zu erzielen vermochte, so trat er am24. Januar von der Regierung zurück; doch verzögerte sich seine endgültige Eut- lassungbis zum 18. Februar. Sein Nachfolger wurde Kolomau v. Szell, ein versöhnlicher angelegter Politiker, dem es gelang, den Anschluß der Apponyischen Nationalpartei an die Regierungspartei herbeizuführen und den Ansgleich mit Oesterreich abzuschlicßcn. (Forts, folgt.)

Deutsches Deich.

Von den Neujahrsempfängen im Schloß ist diesmal wenig zu berichten, „wenig" natürlich im Sinne politischer Bedeutung. Indessen hat man es bemerkt, daß der Kaiser Herrn v. Podbielski mit besonderer Freundlich­keit behandelt hat. Nachdem vor einigen Tagen der Kaiser dem Staatssekretär im Reichspostamt sein Bild mit einer anerkennenden Zuschrift übersandt hat, wollen, so schreibt uns unser Berliner I--Korrespondent, Manche wissen, daß dieser Beamte zu großen Dingen ausersehen sei. Kühne Propheten erblicken gar in ihm den künftigen Reichskanzler, ein ernstgemeinter Scherz, der Herrn v. Podbielski wenig behagen dürfte, nachdem eine findige Feder ihn als Gegen­stand der konservativen Sehnsucht nach einem „starken Mann" bezeichnet hatte. Aber es giebt ja noch andere h he Staatsämter, und wenn man berücksichtigt, daß H rr v. Podbielski in der Poftverwaltnng bemerkenswerthe Ge­schäfts- und Finanztalenke entwickelt hat, so könnte es immerhin geschehen, daß er eines Tages als gecigneter^Nach- folger eines Ministers gelten dürfte, der sich zur Stunde in seiner Haut wohlcr fühlen mag als in seinem Amt.

Das Inkrafttreten des bürgerlichen Gesetzbuchs.

Das wichtigste Ereigniß, mit dem das neue Jahr einsetzt, ist das Inkrafttreten des bürgerlichen Gesetzbuchs. In ungewöhnlicher Gestalt bietet sich bei diesem großen Anlaß die „Deutsche Juristen-Zeitung" dar. An der Spitze bringt das I chblatt — ein Gedicht, und wie ernst es den Leitern damit war, den deutschen Juristen die Be­deutung dieses Tages recht eindringlich zu machen, zeigen sie damit, daß sie für diesen poetischen Gruß keinen Geringeren als Ernst v. Wildcnbrnch gewonnen haben. Das hätte sich der Dichter früher wohl nicht träumen lassen, daß er seine Muse in den Dienst eines nüchternen Fachorgans stellen werde. ES ist Künstlerrecht, ein wenig zu schwärmen, und so braucht nicht jedes Wort in diesem Gedicht ans die Waag­schale gelegt zu werden. Den schönen Schluß indessen möchten wir hersetzen: „O Deutschland, Du in Kampf ver­eint und Schlacht, — Und nun geeint durch Rechtes Friedens­macht, — Erkenne, daß zu jedem höchsten Thun — In Deiner eignen Brust die Mächte,ruh'n." Der Hauptinhalt deS. Blattes ist sodann der Begrüßung des neuen Gesetz­buchs gewidmet. Professor Zitelmann in Bonn hat

den schwungvollen Eingangsartikcl geschrieben, Professor Sohin in Leipzig erzählt von der Erstehung des

deutschen bürgerlichen Gesetzbuchs, Professor Loening in .Halle prüft den Einfluß des bürgerlichen Gesetzbuchs auf das Verwaltungsrecht, Professor Laband würdigt das neue Handelsgesetzbuch, KammergerichtSrath Holtze zieht eine Parallele zwischen 1794 (dem Jahre der Einführung des Allgemeinen Preußischen LandrcchtS) und 1900. In andern Artikeln sodann wird gefragt und geprüft, welches die Be­deutung des Corpus juris nach dem 1. Januar 1900, und welches die Bedeutung des Code civil von jetzt ab sein wird. Der reiche Inhalt dieser werthvollen Gaben läßt sich hier natürlich nicht ansschöpfen und nicht einmal andenten. Statt dessen möchten wir ans der ersten Nummer der „Deutschen Juristen-Zeitung" im neuen Jahre eine wichtige, leider nicht sehr erfreuliche Nachricht hersetzen. Sie lautet: „Entgegen mehrfachen irrthnmlichen Nachrichten sind wir, auf Grund

guter Informationen, in der Lage, mittheilen zu können, daß die Revision des Strafgesetzbuchs noch nicht sehr bald zu erwarten ist. Zwar ist im Reichsjnstizamt mit den ersten Vorarbeiten hierüber begonnen morden, doch befinden sich diese noch im frühesten Stadium, sodaß infolge der Schwierigkeiten der Materie es als ausgeschlossen bezeichnet werden muß, daß vor Ablauf der nächsten drei bis vier Jahre die Revision überhaupt greifbare Gestalt annehmen wird und ein erster Entwurf fertiggestellt werden kann." An der Mittheilnng selbst ist wohl nicht zn zweifeln. Sie wird weithin als Enttäuschung wirken.

Kaiserreden und der Reichstag.

Mbcr die Frage der Besprechung kaiserlicher Reden im Reichstag äußert sich in der „Deutschen Juristen-Zeitung" der bekannte Staatsrechtslchrer Professor v. Seydel in München dahin: „Die Erwähnung und Besprechung der Reden deS Kaisers im Reichstag ist durch keine Rechts­vorschrift verboten, sofern nur die Grenzen gewahrt sind, die das Strafrecht steckt. Es ist eine jener Gedanken­losigkeiten, wie sie im Staatsrccht häufig sind, die ein solches allgemeines Verbot als gegeben annimmt, sozusagen auf Grund eines Gewohnheitsrechts. Eine Beschränkung kann die Geschäftsordnung des Reichstags einführen. Wie weit sic reicht, entscheidet gegebenen Falls der Präsident des Reichstags. Einem Dritten erwächst daraus kein Ein­spruchsrecht. Hier ist keine Frage zu klären, sondern nur festzustcllen, daß keine vorliegt." Es ist das nur eine Meinung. Der Reichstag kann eS mit dieser Sache halten, wie es ihm beliebt, aber die Meinung selbst will gehört werden und wirkt vielleicht doch auf die zukünftige Praxis im Reichstag zurück, wogegen wir unsererseits nichts ein- zuwcnden haben würden.

Zur Weingart-Frage

wird der „Franks. Ztg." unterm 31. Dezember ans Hannover geschrieben: „Gegen den hiesigen General- superiutendenten und Oberkonststorialrath Düsterdicck erhebt das in Bremen erscheinende „Deutsche Protestantenblatt" in seiner soeben erschienenen Neujahrsnummer eine sensationelle offene Anklage. Düsterdicck gilt als der Führer der hannoverschen Orthodoxen und als die Seele jener Unter­suchung, die mit der Amtsenthebung des Osnabrücker Pastors Weingart endete. Unter dem Stichwort: „Wird Düsterdicck auch abgesetzt?" richten nun 15 angesehene Osnabrücker Protestanten im Namen Vieler an den Präsidenten des Königlichen Landeskonsistorinms zu Hannover die

offene Frage, ob und wann das Disziplinarverfahren gegen Düsterdicck „wegen Vergehens gegen die Rechtglänbigkeit" eingelcilet werde. (Wegen des gleichen Delikts ist nämlich Weingart vom Konsistorium abgesctzt worden.) Das Ver­gehen wird dahin präcisirt: „Düsterdicck erklärt den Sünden­fall - a la ®. F. Strauß — für eine Sage, ja er

findet neben anderen Jrrthümern sogar Lehrirrthum in der

Schrift und untergräbt dadurch, wie jede Fakultät bezeugen wird, die ganze Grundlage der sogenannten Rechtglänbig- keit." Weingart dagegen habe nur mit vielen hervor­

ragenden Theologen die Erscheinungen des auferstandenen Erlösers für objektive Visionen erklärt. „Also, wenn Weingart ein Ketzer ist, so ist es vollends Düsterdieck." Des Weiteren erklären die Unterzeichner der Anfrage, an

Aus dem Zug des Tades im Jahr 1899.

Kunst und Wissenschaft, Litteratnr und Presse. Es starben: am 10. Januar in Berlin der Komponist und Direktor des Kgl. Domchors, Professor Aibert Becker; am 12.Januar der ungarische Schriftsteller vr. Adolf Silberstein; am 13. Januar der Direktor de? Straßburger Stadttheaters, vr. Franz Krükl; am 15. Januar in Frankfurt a. M. der Schriftsteller vr. Guido Weiß; am 25. Januar der französische Schriftsteller Adolphe d'Enncry; am 28. Januar in Zürich der Vcrlagsbnchhändlcr I. Schabeiitz; am 31. Januar ln Berlin die Schrlftstelleriu Elise v. Hohenhausen; am 4. Februar in Berlin die Sängerin Amalie Joachim; am 5. Februar in Wien der Theaterdirektor

« einrich Iautsch; am 8. Februar in Nizza der französische hilanthrop und Stifter des „dluses social 1- , Graf de Cham- brun; am 18. Februar in Christiania der Mathematik-Professor Sophus Lie; am 19. Februar in Potsdam der Schriftsteller Ober­stabsarzt a. D. vr. Philipp Lange, pseudonym Philipp Galen; am 24. Februar in Graz der Musikschriftsteller vr. Friedrich Hausegger; am 25. Februar in Nizza Baron Paul Julius Reuter, der Begründer des „Nenterschen Bureaus"; am 4. März in Stuttgart der Architekt und frühere Hofbau- drrektor Joseph v. Egle; am 8. März in Graz der Historiker Johann Baptist Ritter v. Weiß; am 11. März in Düssel­dorf der Theaterdirektor Eugen Stägemann und in San s^ancisco der deutsch-amerikanische Schrcftsteller Theodor Kirch­hofs; am 14. März der französische Romanschriftstellcr Emile Erckmann; am 19. März in Wien der Geologe und Paläontologe vr. Franz v. Hauer; am 1. April in Dresden der Schriftsteller Victor v. Strauß und Torney; am 3. April in München die Schriftstellerin Karoline Freifrau v. Berlepsch und in Zürich der Erbauer der Jungfrauvahn Ingenieur Guyer-Zcller; am 17. April in Leipzig der Dichter und Liederkomponist Heinrich Pfeil; am 18.Avril in Ulm derArchitekt uiidMünstcr-Bamiieister Professor vr. v. Beyer; am 19. April der französische Akademiker und Schriftsteller Eduard Pailleron; am 20. April in Erma- tingen (Schweiz) die Schriftstellerin Elpis Melena, Pseudonym für Baronin Marie Esperance v. Schwartz: am 21. April rn Berlin der Geograph Professor vr. Heinrich Kiepert; am

22. April der schweizerische Dichter Jacob Vogel von Glarus; avi 30. April in Darmstadt der Verfasser von „Kraft und Stoff", Professor vr. Ludwig Büchner; nm 12. Mai der französische Dramatiker Henri Becguc; anr 15. Mai in München die Schrift­stellerin Elise Pol ko; am 16. Mai der französische Schriftsteller Francisque Sarcey; am 25. Mai die französische Malerin Rosa Bonheur; am 27. Mai der Direktor der Wiener Hofbibliothek, Heinrich Ritter v. Zeißbcrg; am 30. Mai der Wiener Hof- scbanspieler Emerich Robert; am 2. Juni in Kiel der plattdeutsche Dichter Professor Klans Groth; am 3. Juni in Wien der Komponist Johann Strauß; am 9. Juni in Wien der vormalige Direktor des Knnstgewcrbc-Museums, Hofrath Bruno Bücher; am 14. Juli starb in Berlin eine der hervorragendsten Führerinnen der deutschen Frauenbewegung, Frau Jeanette Schwerin; am

23. Juli der amerikanische Schriftsteller Oberst Robert G. Jngcr- soll;am24. Juli der schweizerische Techniker Niklas Riggen­bach, der Erfinder der Zahnrad-und Drahtseilbahnen und Erbauer der ersten Zahnradbahn auf den Rigi; am 29. Juli in Cronberg der Maler Professor Adolf S chrc y cr; am 30. Juli in München die Jugendschriftstelleriu Jsabella Braun; am 5. August inHeilig- krcuz (Tirol) der philosophisch-occnltistische Schriftsteller vr. Karl Freiherr Du Prel; am 13. August der Kanzler der Uni­versität Tübingen und Professor der Theologie vr. Karl v. Weizsäcker; am 16. August in Heidelberg der Cheiniker vr. Robert Wilhelm v. Bunscn; am 22. Septeiuber der Bühnen- schriftstellcr Rudolf Kneiscl; am 29. Septeniber inPontresina der Maler Giovanni Segantiui; am 30. September in Berlin der Ornithologe vr. Karl Ruß; anr 5. Oktober der Wiener Komponist und Hofkäpellmeistcr Johann Nepomuk Fuchs; am 12.Oktobcrder österreichische Afrikaforscher Oskar Baumann; am 13. Oktober in Stuttgart der Komponist, Musiklehrer und Dirigent Professor Wilhelm Speidel; am 28. Oktober endete in Berlin die Schrift­stellerin Franziska Kapf-Essenther durch Selbstmord; am gleichen Tage starb in Baltimore der Erfinder der Setzmaschine „Linotype", Othmar Mergenthal er; am 16. November in Leipzig der Bismarck-Biograph Moritz Busch; am 28. November der In­genieur A. Brandt, Unternehmer des Simplön-Tunnels; am 13. Dezember in Leipzig der Recitator Richard Tür sch mann; am 19. Dezember in Berlin der Komiker Karl Helmerding; am

20. Dezember in Stuttgart der Musikdirektor Stein hart und in Paris der Musikdirektor Charles Lamoureux; am 21. Dezember der belgische Komponist und Musikdirektor Dupont.

Staatsmänner. Politiker, höhere Beamte und Militärpcrsonen. Es starben: am 1. Januar der ehemalige elsässische Unterstaatssekrctär Ledderhose; ani 2. Januar der ehemalige Lord der Admiralität, Herzog v. Northumberland; am 9. Januar der bayrische Rcichsrath und der ehemalige Minister­präsident (straf Otto v. Äray-Steinbürg; am 12. Januar der ehemalige österreichische Minister Graf Julius Falkcnh ayn; am 14. Januar der amerikanische Senator Dinglcy, der Ur­heber des nach ihm benannten Tarifs; am 14. Januar in Paris der frühere langjährige egyptiiche Ministerpräsident Nnbar Pascha; am 16. Januar das österreichische Herrenhausnutglied Fürst Karl von und zn Li e chtenstein; .am 6. Februar in Skyren bei Crossen der vormalige deutsche Reichskanzler Graf Leo v. Caprivi; am 9. Februar auf seinem Gute Völlinghausen bei Soest der alte liberale Parlamentarier Oberregicrungsrath a. D. Florenz v. B o ck u m - D o l f f s (im nahezu vollendeten 97. Lebensjahre); am 16. Februar der Präsident der französischen Republik Felix Fan re; am 24. Februar der ehcninlige schweizerische Bundesrathspräsident Emil Welti; am 26. Februar der vormalige österreichische Ministerpräsident und Minister des Auswärtigen, sowie Präsidialgesandte am deutschen Bundestage (straf Bernhard v. Rcchberg; am 1. März der vor­malige ungarische Hofkanzler, Graf Georg Äppony; am 14. März in Berlin der langjährige Parlamentarier vr. Ludwig Bam- bcrger; am 24. März in Baden-Baden der Oberbürgermeister von Stuttgart, vr. Emil v. R ii m el i n; am 8. April der Regierungs­präsident ' der Oberpfalz, Graf Fugger-Weißenthurn; am 11. April der runiänische Staatsmann Cantarg in; am 26. April der chenialigc österreichische Ministerpräsident Graf Karl v.Hohen­wart; am 28. April in Stuttgart der frühere Reichstags- und Landtagsabgeordnete und langjährige Leiter des „Schwäb. Merkur" vr. Otto Elben; am 2. Mai in Berlin der Präsident des Frank­furter Parlaments, Präsident des Ersten deutschen Reichstags_ und Reichsgerichtsprästdent a.D. Eduard v. Simsou; am 21. Mai der ehemalige Centr.-Abg. und Chefredakteur der „Germania", vr. Paul Majunke; am 25. Mai der spanische Politiker, Redner und