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No. I. 48.

Mie-äb.rdtner Tastdlatt (Abeud-AnSgabe). Bering: Langgnsse 27.

klneu stell»,MMN Verlauf. Herr Stadtverordnetcn-Vorsfehcr Reiil ch hult d,c launiste Eröffnungsrede und ihn, solstte Hert Oberbürgermeister Dr. ll.Ibcll mit einer Ansprache über die ge­meinsamen Aufgaben der städtischen Kollegien. Als weiten Redner traten noch auf die Herren Bürgermeister Heg. Proieffok vr. ». Fresenius, ve. .Heyman, Knuzlciraih Flindt, J>r. Luiiy t*nb ®iwoi* Hest. Wenifmfmiit, von poetischen Sindtvätcim ver­faßte Lieder trugen zur Erhöhung der Stiimnnnst nicht unwesentlich bei. Wie gesagt, berichten mir da« nur von, Hörensagen, denn die Veranstaltung fand unter Ausschluß der Oefscntlichkcit statt. Uebrigcn» ist den Arrangeuren auch da« Mißgeschick passirt, da» älteste MagistratSmitglicd.-den Herr» Stodtrath und Siadbilttfien Beckei, der seit einigen Wochen durch Krankheit an der Ausübung tetm.» Anttcs verhindert war. mit der Einladung übergangen haben. XiDfu,, wir im» also mit ihm.

- Plötzlicher iL».». In der Snlv^'""acht starb ganz un- trwartet Herr Rentner Louis Birnbaum, der chenmlige Besitzer de» Badhause« ,,Zum Kölnischen Hof" in der Kl. Burgstrabe. Der' !rst tu, Anfang der wer Jahre stehende, allgemein geachtete Mann intstammte der Familie Birnbanm. weichk- Jaluzchtite hindurch Eigenthümcrin de» bekannten, vor einigen Mcen niedcrgclegien GasthausesZur weißen Taube" in der Sieugasst war.

iwji,Am 1. Januar waren Wvlfgang Bit dingen in das Gast­eingetreten ist. Zuerst Leiter, dann ....... JPÜ t

allrenonimirten Hotels, erwies Herr>---ücn >>"> dank seiner hervorragende» Tüchtigkeit und rastlosen Strebsamkeit nicht Nur als Erhalter, sondern auch als Mehrer Je8 weithin gehenden aus­gezeichneten Rufes, den derAdler" f* ; Jahrhunderten genießt, -r Gestern feierte Herr Köuigl. K->« ...cnnufifer Ernst Zeitz den Talg,. an welchem er vor einem Vwrtoljahrhundcrt in da« Orchester des Kiinigl. Theater» dahie- oingetrcicn ist.

Allgemeine» Gtzrenreiche«. An Stelle des Allgemeinen Ehrenzeichens in G.Rd wird künftig ein auszuprägendes silbernes Kreuz mit ga'.dcnem Miitelschilde am Baude des Großlreuzes des Rothen Adler-Ordens als erste Klasse de« Allgemeinen Ehren­zeichens ebugeführt werden.

6. Gin» Falschmimkerbande wurde gestem int Wellritzviertel au^ehoben und in Haft gebracht. Di« Gesellschaft, ans mehreren Männern und Fra»-»zimniern bestehend, beschäftigte sich mit der Anfertigung von Einmarkstücken, von denen sie muh schon eine ziemliche Menge in den Verkehr gebracht zu haben scheine». Die Falsifikate bestehen aus einer Masse von fast reinem Blei, fühlen ftch infolgedessen fettig an und lassen sich ohne große Aitstrengung zusammen biegen. Es dürfte sehr zu empfehlen sein sich die Ein­markstücke vor Annahine genau zu besehen und jedes Strick, da» man vielleicht bereits im Besitz und das den Schein der Unechthcit an sich hat, der Polizcidircktion (in der Friedrichstraße) zu über­leben.

d. Schwer mW,i»«d»lt wurde in der Nacht vom 30. zum öl. Dezember der Nachtwächter Conrad Heiliger von Sonnen- berg, während er dienstlich aus den Ortsstraßen zu thnn hatte. Die natürlich betrunkenen Ilcbclthätcr warfen den Mann auf die Erd« und trampelten mit den Füßen auf ihui herum. Der Mißhandelte liegt schwer krank zu Bett; die Tdäter, drei Leute au« Sonuenberg, wurden von Herrn Gendarm Jausen bereits er­mittelt und zur Anzeige gebracht.

d. Gin Gardinenbrand fand gestern Nachmittag gegen 6 Uhr in einem der obersten Stockwerk« des Hauses Ecke des Bismarck- rings und der Aorkstraße statt. Das.Feuer war, wie meistens um die Weihnachtszeit m ähnlichen Fällen, dadurch entstanden, daß die* Kerzen des Christbaums dm Gardinen zu nahe gekommen waren. Die Feuerwehr, die alarmirt wurde, fand säst nicht« mehr zu thun, als sie ankam, das Feuer war bereits von Hausbewohnern soweit gelöscht. Das Schadenfeuer, das übrigens bedeutender aussah, als es war, hatte eine große Menge Neugieriger am Bismarckriug und an der Aorkstraße zusammengedracht.

Klein» Uotizr«. Die Weibnachtsferien be r Gewerbeschule haben mit dem heutigen Tage ihr Ende erreicht und eS wird von morgen Mittwoch, den 8. d. M., ab der Unter' Acht in sämmtliche» Abtheilungen wieder ausgenommen. Die dteSwöcbeiiiliche Sitzung der hiesigen Abihrilung derDeutschen Gesellschaft für ethische Kultur" findet Donnerstag, Abends 8'/, Uhr. im reseroirten Walhalln-licller statt. Thema: M. v. Eaidy über Erziehung. Gäste, Dameb wie Herren, find Ostens willkommen. Wie aus dem Anzeigentheil ersichtlich, er­öffnet die Stenographieschuie ihre neuen Kurse am 5. Januar. Der gewandte Stenograph und flotte Malchineu- Mreiber wird unter sonst gleichen Bedingungen bei Besetzung einer Stelle bevorzugt, denn beide Fächer, Stenographie und Schreib-

S aschine. sind zeit-und arbeitsparende. Fächer, die unserem modernen eltalt«: entsprechen.

FrEd»n-Ue»Iüchr. Zugang in der verflossenen Woche >sach der täglichen Liste de»Bave-Blntt" 94 Personen.

Der Krieg in Südafrika.

Vom östlichen Kriegsschauplatz.

Kd. London, 1. Januar. Sämmtliche Telegramm« m« Lonrenco Marques bringen schlimme Nachrichten -u» Lady smith. Die dortige cnmische Garnison soll im Begriff sein, ihre schweren Geschütze zu "zerstören, damit dieselben im Falle der Einnahme von Ladysmith durch die Buren diesen nicht in die

Hände fallen. Ein letzter verzweifelter Ausfall soll unmittelbar vevvrstehen, da die Lage infolge Stuuif&eit uud Futtermangel un­haltbar geworden ist.Daily News" meldet au« Colensoe vom 30. Dezember: Die Aitillcrie bomlsardirte die Burenstellung mit schweren ihcsctzützen. Die Buren beantworteten das Artillerie­feuer. lieber das Ergebniß de» Kampfr» ist noch nichts bekannt.

wt. Fr»» », 31. Dezember. (ReuterK ^Di< Biue» halten noch immer den Haugwangderg südlich des Tugelaflusses besetzt. Sic* schoßen gestern aus eine RecognvSciruugsahsheiluug.

hd. London, M Dezember. Aus heu: Lager bei Ehievcleh wird demDaily Telegntph" vom 28. ds. aenietdet, die Buren ... - j..*.. » .»j« ^>rvt»i« M-tt-

unte "ihnen HB 1 egte sein Harcht- Quartier nach Frere. Aus Ladysmith wird demDaily Ehrouicle" geüicldet: Brüters Misserfolg in dem Entsatz von Ladysmith ver­ursache große Enttäuschung. DaA Bombardement richtet jetzt er­heblichen Schaden au. Der Thun» de« Stadthauses soll zerstört sesiy viele Gebäude, beschädigt. Durch eine einzige Granase seien am Montag 6 Soldatkn getbotct uuL 3 verwundet wordnk, firner mehrere Pferde gnödtet.

wb. London, L Januar. Nach einem Telegramm desDaily Telegraph" aus dem Lager von.Frere vom 31. Dezember wurden dort in der 'Nacht, di« sehr dunkel und stürmisch war, zwerBorstöße

f Mauern des Fort« fortgefiihrt wurde. Die Englairdee j fiu Mann verloren haben. Die Buren machte» 3 Ge aNs-H, A»s Pretoria wird vom 27. Dezember gemeldet- *nr.' <m >, Dcpesd>e aus Mafcking sei angekommen, daß am «i. : ezeuivr. Besntzuiig von llstafekina eine» Ausfall machte, wolu. 10S Man an Tobten und Verwundeten verlor. Di« b' rett v -rfyXs» 2 lJui. und 7 Verwundete. . . --

hd. London, ü. Januar. Vom Modder River wir^ ge. meldet: Der moHiische Zustand der Truppen ist ein zusrieocn- stklleudci. Jeden Tag machen wir westere. Versuche mtt . den Macconischen Apparaieu^. Wir sind im Begriff, Brücke« zu bauen. General Eronje hat ein Tod:?rkuheil gegen »inen Bürger des Oranje-^ ikitzaate« nnierzcichnet, iveii derselbe einer--Aufforderung, fkh zu stell,m, nicht Folge leistete. .

. Kainbupg, 30. Mzember. Nach einem Telegramm au» .Durstan vom 29. wurve der DampserchBundesrath" der Deuisch-

. , agnahme ist unbekannt. Der Städt-Komniandant verweigert jede wertere -Auskunft.

' wb. Amsirrd«»», 31: Dezemln« -DerMeutve Rotterdamscke Courant" wurde von dem Vertreter des

. ---- -- .. -...... staats im Haag,

ausgesuhrt, welche -rsolglos t.-areu. MenMchen Trüppen wurden daß ^^reV^Ären^AÄtsaft! Haltung'aunR»:-n^odcr

vo«!g durcynaßt und getchlage». * jjen ' * " - 1 --

wb. Lager von Frere, 30. Dezember. (Meldung des Rcnterschen Büreau»".) Eiickae hundert Buren sind a:n Sitdufer des Tugela infolge plötzlichen L-teigen« de«. Flusses abgeschuitteu. Andere hundert habe» den Hügel zur Rechten de« Lagers vou Ehievelcy besetzt. Depeschen, welche von White eingingen, »tetde», daß die Feinde vor Ladysmith infolge der nächtlichen Angriffe und der Wegnahme einiger Gesthütze sehr »usgeregt sind. Die Trocken­heit in der Stadt ist eine enorme für die Jahreszeit. Ein Geschoß der Buren, weiche» in ein Haus emichlng. worin Offiziere speisten, habe eincitzchersclben getödtet, andere verwundet.

wb. Ladysmith, 2. Januar. (Hcliographeu-Meldnug über Wccuen.) Hier ist Alles wohl. In zwei Geschossen, welche die Buren in dick Stadt warfen, befanden sich Glückwünsche. Ei» Geschoß, enthielt einen Pluulpudding. Der Feind ist noch bamii* beschäftigt, seine. Stellung zu befestigen.

Vom nördlichen Kriegsschauplatz, wb. London. 1. Januar. Die Blätter veröffentlichen ein Telegramm aus Rendsburg vom 1. d. M. Nachmittags: -General French brachte den Buren eine völlige Niederlage be» und nahm Colcsberg ein. Er bedrängte den Feind Samstag und Sonntag jo heftig, daß er ihm keine Zeit ließ, täugeren Widerstand zu leiste». - Nirgends hielten die englischen Truppen die Entfernung für ge­nügend, um eine» Angriff zu üuternehmen. Gestern Abend brach die ganze Kavallerie, Artillerie und Infanterie zu einem Racht- marsche auf. Es handelte sich um die Umgehung des rechten Flügels der Buren. «Das Unternehmen gelang ausgezeichnet. Die

Jnfanterle und die jjelbb"*" 1 .iffv-.-

auf die Büren» während Ärttllerie den,reehttn Flüg

ihre NückzugSliiiic wedvohi sghcu, völlig überrascht uud flohen in. Unordnung nach Osten, indem sie Coiesvrrg in'den Händen der Eichlcmder ließen. ' ',»V

wb. London, 1. Januar. General French berichtet, die Buren verließe» chre versd,anzte Stellung bei Rendsburg, um sich nach Evlesbekg zurückzuziehen, da die englische Kavalleri» die Ver­bindungslinien bedroht«. -- Rittmeister Montmerench von den 21. LancierS stieß mit einer überlegenen feindlichen Strritmacht zusammen, die Artillerie mitfnbtte. Er wurde im Laufe des Tages gezwungen, sich nach Dordrecht zurückzuzicheu, was m guter Ordnung geschah. IN Dordrecht bcsiubrN sich die Eng­länder in BerthcidignngSstcllung.

* M- Kchpftodt, 1. Januar. Die aufstäudisc?)«» Holländer griffcii in große: Anzahl Dordrecht ach würben aber zurückgoschlagen, wöbe: sie 8 Lobte, sowie 13 Pferde auf dem Kampfplatz ließen. Die Engländer hatten nur VeiMundetc.

auuar. DieTimes öm vom 31.,De

den Tr«mSvaalburen djrekt den Rücken kehre». Auch die Behauptung Lord Locks, daß Steijn oder irgend ein anderer -Freistagtbürgcr sich »nt dem Plan einer holländischen Oberherrschas: in Südafrika- trage, sei unbegründet. Der Oraniefrelskaat- habe" nur den eilten Wunsch, die Unabhängigkeit, der beiden fiidafrikanischen Republiken ansrecht zu erhalte».

>. hd. Pari», 30. Dezember. DasEcho de» Paris" versichert, daß die französische Regierung-iusolge der Annexiousgclüste, welche Engend euis di« Delagoabai an den Tag legt, dem Kvmmandanlen

der Marine-Division Befehl gegeben habe, mit seinen Kriegsschiffen ~ efcn vou Tolia a»f Madagascar zu gehen, von wo aus agcn den Hessen von Lourcnco Marques erreichen kann.

. nach dem- Hafen

er'in'drei Tage:

Der Pufatl des DampfersVelolas".

London, 30. Dszembcr. Der deutsche DanipferPclotas" strandete gestern Abend '/>n Uhr vor dem Hafen vo« Rye und ließ Nochfignale auMigen. Es blies ein heftiger Orkan und kein Boot wäre im Stande gewesen, den Dampfer bei solchem Weller zu erreichen. Am Morgen schien die Lage des Danipsers be­ängstigend. Die Wellen schlugen wild dariiber hinweg. Es war. als der. Dampfer strandete, unmöglich, da« Rettungsboot von Dyugeneß abznschicken, aber etwas später fuhr da» Rettungsboot htnans und blieb dfi ganze Nacht an der Seite des Schiffes. Die ganze Stacht wüthete der Orkqn, begleitet von schweren Regen- und Hagelschauern. Große Wellen brcrchei: beständig über den Dampfet weg. Alle Passagiere blstben an Bord. PelolaS" war dicht an die Küste getrieben. Er stand bei (S&bc beinahe trocken, da und wurde heute M»rgcn meist flolt. Sem Kiel ist gebrochen und man fürchtet, der Dauchfer werde üu Sand einstnken. Dann würde er ganz verloren kein. Die Zahl der Passagiere belief sich aus 629. '- Heute Mittag vbgann nmn. tft ätt landen Sie wurden perExlra- M nach Dover befördert. Aus dem Laaer von Lydd wurden Berten für sie nach Dover geschickt. (Franks. Ztg.)

wb. Lo«d»«,-W. DezeNlber. Ein Berichterstatter, der da» .Wrack derPelotaS "besuchte, nieldet entgegen früher verbreiteten Berichten, daß -iePelotaS" keine Passagiere au Bord hatte. Ein Thei^der^Gelreidcladung sei in der ' "

. ' . it zu mache

soll daS.Sstziff abgebracht sein.)

..VW , WWW . HEllung über Bord mescWt, das Schrff wieder flott zu niachen.. (Nach einer weiteren Nachricht

hd. Lonbo», 2. Jmi WW»M Srerkstr<

g des Leutnants Milford

lic' mk .Hai

Meldung aus S Di« Abtlleiinn

- veröffentlichen folgende Dezember 10 Uhr Abends:

.... - , .. .. befand sich wahrend eines

P-arsches plötzlich in isoliiter Stellung, wodurch ei« interessanter Kan:pf entstand. Kapitän GolSowortky besetzte eine yortheilhafte' -Stellung imter dem Feuer der Br:ren. Leutnant Montmoreney bealeuctc eine Abcheitung Scharfschützen, die das steile Ufergeländc erfii-.rmten. Trdtzvem wnkde die Abthessuiig des Leutnant Milford hart bedrängt und es war Zeit, daß Vcrstffrtung eintraf. Die Buren zogen sich auf die benachbarten Hügel zurück, von wo sic ein unwirksames Feuer eröffuetcn. Ansere Artillerie beschoß die Buren, dw sich.Hurnckßehen mußten. In der Zwischenzeit hatten unsere Fußtruppen eine gedeckte Stellung bezog««. Dieses Gefecht kann als eine Niederlage per Buren betrachte! werden.

Vom westliche» Kriegsschauplatz, w-b. Loudau» 31. Dezember. In Beantwortung der Glück- wunsche der Einwohner von Kimberlcy zum neuen Jahre übersandte die Königin dem Oberst Kekewich ein Telegramm, welches lautet: ^)ch bin tief/gerührt und sehe mit Bewunderung die: entschlossene -.tapfere Verthewiguiig.

f Lonbo», 30. Dezember. Aus Ma lopo b--Mascking meldet enercil Snymaim v.oui Montag MorgLMA.-re Engländer in taseUng griffen eins unserer Fortp «nt Marim-Kauoncti und einem gepanzerten Zuge so heftig dN, daß der Kampf bis an die .

Kehle Nachrichten.

- , vontin«ntal-Sdc nroi)htii = (IoniBaaitle.

München, 31. Dezember. Da« Vcwrdnungsblatt des KriegS- nmiisterium« veröffentlicht fölgeuden Erlaß des Pnnzregenten: Am Schluß des Jahrhundert», in welchem mit der wieder er­rungenen Eitiigung des Deutsche» Reiches da» Band der Zn- sawmcngchörigke.it um alle deutschen Kontingente geschlungen wurde, drängt es npch, meiner- besonders dankbaren Gxsmnuna für die hervorragenden Leistungen der Ariner A»?dr::ck zu geben, durch

welche diese an dem Eiiiiguugswerk betyciligt war. In Eriniierung

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an die den ich

>en An West .Mltlichcn

sahnen

opfervolkrti Kaisipfe und an

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der Armee Fahneilbänder mit

dcmfrlbnt. vorausgeaangenen

er hämischen Truppen an diesen, verleihe

Spangctl, wie letzter« mein« hohen Verbündeten nach gemeinsamem Beschlüsse auch den Feldzeichen ihrer Truppen verleihen wcrd

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Möge diese GeltibdeS,

Auszeichnuitg ein Anlaß sein zu: . ei immerdar den Väter» an Heide: gleich zst thW

verleihen werden, v Erneuerung bei eimilith und'

reue

Stellung und seine Frau stille lltesignation gebieten. Hella komnrt aus der Pension damit beginnt dasStück. sie sollte dort für den guten Ton vorbereitet werden, sie hat sich aber ihren gesunden Sinn und ihre Wahrheitsliebe erhalten und beobachte» gelernt. Wc« ist entsetzt Wer ihre Manieren und ihc« rücksid-lsiose Wahr- hei.sliebe Hella nicht minder über die Verlogenheit desguten 3"M", den man ihr entgcgenhält. Sie zeigt sich unzugänglich für V Bekchrungsversuche. Hella spricht wie Max Nordau sie hält !i« o-vcitkn Akt ihrer Schwester Karla und deren Bräutigam, dem tzavptmann Plcssen der, nebenbei gesagt, eine sehr kläglich^ Rolle spielt eine Lorlesimg über da» Verhalten Verlobter, und junger Eheleute; st« hat eine sehr interessante Begegnung mit Herrn Schulz, dem Neffen, ihres Onkels, des Justiz­rath Sa:sters. Schulz ist eben anf einen Sprung ans Amerika gekommen, um sich schnell in Hella - in der er das Ideal eines dentschrii" Weibe» erkennt zn verlieben, und viee rei-sa sie sich in ihn, worauf er umgehend nach Ainerika zurückkehrt, um erst im 4. Akt wiederzukommen. Hella kann st: auch noch wartet:. Eine sehr hübsche wirksame Scene zwischen Hella und dem prächtigen Onkel Justizrath, der ihr den Kopf zurecht setzen soll, während ^ste ihm den seinen fast verdreht, schlicM den 2. Ast, in dem wir nur noch von der schweren Erkraukuug des RetzierlmgSrath? Tümmler «fahren, damit der gute alte Papa ist der darauffolgendengroßen Pause" ruhig sterben kann.

Der 3.- Akt, der ein Jahr später spielt als die borhergehenden beiden Me, hat etwa» Befremdliches Die ganzaFamilie erscheint in tiefer Trauer die schwarzen Gestalten i» ihrer Rath- und Hilflosigkeit, dazu die gefährliche Erkrankung von Karlas Bräuttgam, das selbst mit dem .guten Ton" nicht vereinbare Verhalten Karlas und ihrer Mutter, das Alles.roill nicht recht in den Rahmen eine» Lustspiels paffen. Aber Hella bekommt hi« Gelegenheit zu einer hochdramatischen Scene, wmu sie statt ihrer durch denguten Don" zurückgehalteuen Schwester an da» einsame Krankenlager der

Bräutigams eilt. Im 4. Akt löst sich aber McS wieder in Freude und Wohlgefallen auf. Schulz, ist ays Amer'ika zurück- gekehrt. um Hella heimzufiihren er will mit ihr ln Deutschland bleiben bei dem guten Onkel. Karlas Bräutigam ist außer Ge­fahr sie erinnert sich etwas spät ihrer Pflicht und löst Hella bei, ihtp ab. Dse verwitttvete, Frau RegrerungSrath nimmt der - Schwiegersohn zu sich. Vfilleicht entwickelt sich daraus ein neue« Lustspiel dirSchwiegcrmtttter bietet ja wierschöpflichen Stoff dazu.

Man sieht, das Stück ist mehr eine große Paraderolie alle andern: -Personen den Onkel Justizrat'h ansgcnommcn sind «ine Staffage, sie kommen uub c&ijct man kann nicht sagen unmotivirt, denn lebensgefährliche Krankheit und Tod sowie unanj^ jchiebbare Reisen nach Amerika sind zwingende Gründel Was n:a:W dramatische Technik neimt, davon-ist nicht viel zn spüren, sie ist oft von einer, rühz-endeii Unbeholscirhett ru:d,.doK. ntacht.das Ganze einen sehr sympathischen Andruck: e? steckt eben ein lcbcnS-. kräftiger Kern darin, der pfeift anf die.Technik. Was vom Herzen konnnt, geht zum Herzen. Das hat auch die Darstellerin der Havptrolle des Stückes, Else Tillmann, bewiesen, die auf der Höhe ihrer Aufgabe stand. Sie spielte mit einer Frische und'Wärme, mit einer htitresßeiiden dramatischen Verve, die des stürmische» Beifalls,, der ihr geworden, vollkommen würdig war. Mit der Darstellerin der Hella sicht und fällt, bas Stück hier wird es mit Eise. Tillmann einen bauernden Platz behaupten. Ein Erfolg, de» die strebsame, bescheidene, junge Künstlerin wie die vielversprechende Bersafferin ivohl verdient haben. Die üluigen Darsteller gaben ihr Bestes, trotz den: sie meist sehr indifferente Rollen imw hatten, da» Ensemble war tadellos. Der Zettel giebt nähere Auskunft.- Gustav Schultze als Justizrach.Sauters, Klara Äeuus« als Frau Regieruugsräthiu. Käthe Erl Holz als Karla, Max Wieske als Schulz, Otto Kienscherf, Hans Manussi und Minna Ägte seien besonders genamtt. Die Un­genannten seien mit eingeschloffcn. F. D t.

pitttts« 1. Januar. Die offiziellen Empfänge im Elysöe fanden heute mst den üblichen Eercmvnien statt. Der Nuntiu» Mosignne Lvrcuzelli al» Vertreter d«S diplomatischen Corps hi4 esire Ansprache, auf welche der Präsident Loubet ümtkeird .erwiderte und sagte, daß die Ausstellung von 1900, die großartigste Kund­gebung der Entwickelung der Wissenschaften, der Künste und der Industrie, sich Jedermann so darstellcn werde, daß fortan die Größe und die Macht besonders durch den friedlickten Wetteifer der Arbeiter erworben werden. Die Aufnahme, welche die Einladung der französischen Republik gefunden habe, beweise zur Genüge, daß unser Vorgehen den Wünschen nad der Hoffnung Aller entsprochen habe. Lönbcr schloß: es werde sür sein Land der glorreichste Lohn der Gastfreundschaft sein, den es den Völkern biete, zu einen: be- träcWchen Theile zu diesem 'Wecke der Eintracht, von dem die Völker der ganzen Erde die Wekhc erwarteten, beigetnigcn zu haben DeveiiSknbareau Leiol».

Kevlin, 2. Januar. Der Kaiser hat au« Anlaß der Jahres­wende^ eine Anzahl Auszeichnungen extheilt. Dem Oberprästdentcn von Schlesien, Fürste» Hatzfeld, wurde die Herzogswürde verlieken. Der Botjchafter in Wien, Graf Eulenburg, sowie- Graf zu Inn und Liwjphauscn erhielte:!- den Fürsteittitel.' Außerdem wurde an eiche Personen der Adel verliehen.

zahlv

London, I.Jäuuaä indische ~

Aus Bombay wird gemeldet, daß di« eine Cirkularnote an alle Behörden erlassen hat, die Unfirstützunge« zu

worin sie- nütlhcm, daß sie gezwungen sei, WvylthätigkkitSzweckci : zn rednziren.

Grfchriftlichcs.

OMöktMön M Kaut- u. Schönheitspflege.]

^MyerholihSeife

Als beste Kiiidefseiie äiztfich empfohlen.

Abeud-Ansgabr r«thatt S Krttagrr»,

darunter die Sonderbellage

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