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Zreitag, 26. März 1913.

Morgen- Ausgabe.

Nr. 143. 63. Jahrgang.

Der Krieg,

Der Dank ües Kaisers an die Zeichner der zweiten Kriegsanleihe.

W. T.-B. Berlin, 25. März. (Amtlich.) DerReichs-- und Staats-Anzeiger" veröffentlicht folgenden, an den Reichskanzler gerichteten Erlaß: In dem alle

Erwartungen übertreffenden, in der Finanzgeschichte aller Zeiten beispiellosen Ergebnis der Zeich­nungen auf die zweite Kriegsanleihe sehe ich die Be­kundung des zu jedem Opfer und jeder Leistung ent­schlossenen Sicgeswillens und der gottver- traueudcn Siegeszuversicht des deutschen Volkes. Mein kaiserlicher Dank gilt allen, die zu dem gropen Erfolge beitrugen. Wie die ruhmreichen Taten meines Heeres und meiner Flotte erfüllt mich dieser Sieg der Daheimgebliebenen mit Freude und Stolz, in solcher Zeit der erste Diener einer s o l- ch e n Nation zu sein. Ich ersuche Sie, diesen Er­laß zur öffentlichen Kenntnis zu bringen.

Großes Hauptquartier, 24. März 1915.

gez. Wilhelm I. B.

von den östlichen Kriegsschauplätzen.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Russische Angriffe in den Karpathen abgeschlagen» 1500 neue Gefangene.

W. T.-B. Wien, 25. März. (Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart vom 25. März: In den Karpathen haben unsere Truppen an der Front westlich des Uz soker Passes schwere ruffische Angriffe abge­schlagen. Die Kämpfe dauern an. Der gestrige Tag ist in einigen Abschnitten ruhiger verlaufen. 1566 Mann des Gegners wurden neuerdings gefangen. Bei Wyczkow scheiterte ein Angriff des Feindes auf die am 22. März von uns genommene Stellung.

An den übrigen Fronten hat sich nichts Wesentliches ereignet.

Am südlichen Kriegsschauplatz fanden in der letzten Zeit an der Donau und Save vereinzelte Ge- schützkämpfe statt. Die allgemeine Situation ist un­verändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs: v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.

Oie große Karpathenschlachl.

Br. Wien, 25. März. (Erg. Drahtbericht. Ktr. Bin.) .Magyar Hirlap" meldet aus Hmnonna: Die außer­

ordentlich heftige Schlacht, die am 19. März auf der L-upkower Linie begonnen hat, ist noch rm Zuge. Die Russen haben in einer fünffachen Schtoarmlmie unsere Stellungen angegriffen. Die ersten drei Reihen wurden vollständig vernichtet. Als dann die vierte und fünfte Reihe gegen unsere Stel­lung vorging, echieltvn unsere Truppen Verstär­kungen. Unsere in der ersten Reihe stehenden Sol­daten haben mit Hilfe der H o n v e d die Wucht des Angriffs gebrochen, wobei unsere Geschütze die Infan­terie wirksam unterstützten. Die Russen ließen einen verhältnismäßig großen Teil ihrer Leute auf dem Platze zurück. Außerdem machten wir viele Ge­fangene.

Die letzte Zliegerpost aus przemysl.

W. T.-B. Wien, 25. März. (Nichtamtlich.) DasNeue Wiener Tagblatt" veröffentlicht eine Reihe von Feldpostkarten und Briefen aus Przemysl, von welchen einige von eineni in der letzten Nacht vor der Vernichtung der Festung aufge­stiegenen Flieger überbracht wurden. Aus sämtlichen Zu­schriften geht hervor, unter wie großen physischen Ent­behrungen die Besatzung heroisch standhielt, bis die aller­letzten Vorräte verzehrt waren. Tragisch berührt die Ver­sicherung, daß die Festung andernfalls noch jahre­lang zu halten gewesen wäre. Fast sämtliche Zuschriften fordern die Angehörigen aus, nicht mehr zu schreiben, da in der Lage der Besatzung bald eine Änderung eintreten muffe. Die Blätter enthalten ergänzend« Berichte der Kriegsbericht­erstatter über die letzten Stunden vor der Abfahrt aus Przemysl. Danach war bereits die halbe Besatzung dien st unfähig. Trotzdem wurden die russischen Sturm­angriffe, welche dem Ausfall vom 19. März folgten, mit dem Aufgebot der letzten heroischen Energie vollständig

zurückgeschlagen.

przemysl in der türkischen preffe.

W. T-B. Konstantinoprl, 25. März. (Nichtamtlich.) Dil Kapitulation von Przemysl wird in der türkischen Presse mit dem Ausdruck der h ö ch st e n Würdigung der tapferen heldenhaften Besatzung ausgenommen.Turan" schreibt: Es ist außer Zweifel, daß die Übergabe der Festung ein Zwischenfall ist, daß ihr AuSharren der Geschichte Österreich- Ungarns ebenso viel Ehre macht wie ein Sieg. Wenn die österreichisch-ungarischen Armeen dieses glorreiche Blatt lesen, um das ihre heldenhaften Brüder die Kriegs­geschichte bereichert haben, dieses erhabene Beispiel

sich vor Augen führen, werden sie fühlen, wie ihre Zähigkeit wachsen und neue Kräfte finden wird, um den Feinden neue Sch ge zuzufügen. Das Schicksal Przemysl wird den Feuereifer und den Siegeswillen der österreichisch­ungarischen Armeen nur verdoppeln. Das Blatt bringt auch des Festungskommandanten Kusmanneks Bild.

Die Vergeltung für Memel.

Lodz mit einer halbe» Million Rubel belegt.

Br. Berlin, 25. März. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin.) Wie derL.-A." erfährt, hat Gencralfeldmarschall v. Hindeuburg ebenso wie im Gouvernement Suwalki auch den übrigen Teilen des besetzten feindlichen Gebietes Kontributionen auferlegt als Strafe für den russischen Einbruch in Memel und die dabei verübten Plünderungen und Mordbrenne- reien. Unter anderem wurde der Stadt Lodz die Summe von einer halben Million Rubel auf­erlegt.

Der ukrainische Klerus beim österreichischen M inisterprösidenten.

W. T-B. Wien, 25. März. (Nichtamtlich.) Eine Word-, nung des griechisch-katholischen ukrainischen Klerus Galiziens erschien gestern beim Ministerpräsidenten Grafen Stürgkh und überreichte chm ein Memorandum mit einer Reihe von Anliegen des ukrainischen Klerus, wobei der Sprecher unter Verwahrung und Protest auf die Vergewaltigung hin­wies, welche die griechisch-kacholischen Gläubigen und ihre Priester in dem vom Feinde besetzten Teil Galiziens durch Bedrängungen aller Art, insbesondere durch die Versuche, ihnen dre Orthodoxie aufzuzwingen, angetan worden ist. Er bekräftigte die in schwerster Bedrängnis bekundete unver­gängliche staats- und kaisertreue Gesinnung des ukrai­nischen Klerus und erbat den Schutz und die Hilfe der Regie­rung. Der Ministerpräsident erwiderte, er beklage mit den Erschienenen aufs tieffte, daß fremde Gewalt die Gläubigen der hier vertretenen Diözesen zum Abfall zwingen wollte und die Priester Drangsalen aussetzte. Beson. deren Schmerz empftnde er für den kirchlichen Oberhirten, den Metropoliten Grafen Sceptycki, den er als Märtyrer seiner Überzeugung ehre. Die schwere Zeit der Prüfung, die über die griechisch-katholischen Gegenderl Galiziens und ihren treuen Sinn gekommen sei, werde, wie er zuverlässig hoffe, mit Gottes Hilfe überwunden werden und eine glückliche Zukunft anbrechen. Mit Genug­tuung nehme er von so hervorragenden Vertretern des ukrai­nischen Klerus die in dessen Namen abgegebene Versicherung unverbrüchlicher Loyalität gegenüber dem Kaiser und dem österreichischen Staate entgegen. Wenn in der letzten Zeit das Verhalten eines Teiles der ruthenischen Be­völkerung und auch der ruthenischen Priesterschaft im Lande tief bedauerlicherweise eine mit diesen Gefühlen unver­einbare Gesinnung und Haltung gezeigt habe, so erscheine eS doppelt notwendig, daß der ukrainische Klerus seinen staats- und kaisertreuen Standpunkt nach wie vor unver­brüchlich bewahre und denselben auch nach auswärts kräftig bekenne. Eine schwere, aber besonders wichtige Auf­gabe erwachse dem vatriotisch gesinnten Klerus nach Maß­gabe der Revindikation des Landes, wenn er nach den Wirr- niffen des Kriegszustandes an die Städte seines beruflichen Wirkens zurückgekehrt sei und daselbst diese patriotische und staatstreue Gesinnung in die Herzen der Gläubigen durch Wort und Beispiel zu beleben und festigen haben wird. Der ukrainische Klerus wird bei solchem Bestreben der Unter­stützung der Regierung versichert sein können.

Die Schicksale eines Bildes des Kaisers Kranz Joseph.

Vor einiger Zeit erschien, wie dieKreuzzeitung" schreibt, in einer österreichischen Zeitschrift die Wiedergabe einer Photographie, betitelt: Der Kaiser betet. Es

stellt den greisen Kaiser Franz Joseph dar, wie er, das Haupt in die Hände gestützt, tief im Gebet versunken ist. Die Auf­nahme, ein Werk einer Enkelin des Kaisers, war ent­standen, als der Kaiser nach seiner schweren Erkrankung zum ersten Male wieder einer stillen Messe in der Hofburgkapelle beiwohnte. Als dann der Krieg ausbrach, wurde die Ver­öffentlichung des Bildes gestattet. In Frankreich wur­den nun nach dem Bilde aus der Zeitschrift Millionen von Vervielfältigungen angefertigt, die, wie derVossischer. Zeitung" aus dem österreichischen Kriegspressequartier ge­drahtet wird, von dort mit der Unterschrift:Der öster­reichische Kaiser weint über den Untergang seiner Heere und das Ende seiner Monarchie" nach Rußland gelangten. Die russische Heeresleitung be­sorgte auf alle nur mögliche Weise die Verbreitung des gc. fälschten Bildes. Alle russischen Blätter veröffentlichten es. Auch in den von den Russen besetzten Gebieten wurden Händ. ler zum Verkauf des Bildes gezwungen. Alle russischen Soldaten erhielten es in Form von Ansichtskarten, und selbst in Armeebefehlen wurde, wie Gefangene erzählten, darauf hingewiesen.Ihr braucht nicht mehr lauge zu kämpfen!" hieß es da,schon weint der österreichische Kaiser über euere Siege, die seine Armee vernichtet haben." Nun geschah aber das Merkwürdige, daß die Wirkung dieser Fälschung eine ganz andere war, als man beabsichtigt hatte. Die galizischen Bauern, namentlich die Frauen, denen das Bild förmlich auf­gezwungen wurde, erkannten, daß es nicht ein weinender, sondern ein betender Kaiser ist, den sie auf diesen Dar­stellungen abgebildct sahen. Wie ein Marienbild schlossen

sie es nun in ihre Gebetbücher ein, und heiße Hände umklam­merten es beim Gottesdienst. Das blieb den Russen nicht verborgen, und sofort wurde Gegendampf gegeben. Die Weiterverbreitung des Bildes wurde bei Strafe ver­boten, und jeder Soldat hatte die in seinem Besitze befind­lichen Exemplare herauszugeben. Die in den Geschäften noch vorhandenen Stapel wurden vernichtet.

Verlängerung des Moratoriums in Ungarn.

W. T.-B. Budapest, 25. März. (Nichtamtlich) DasAmts­blatt" veröffentlicht einen Erlaß über die Verlängerung der Moratoriumsverordnung bis zum 31. Juli 1915. An wesent­lichen Abweichungen gegenüber der früheren Verordnung sind hervorzuheben die Bestimmungen wegen Bezahlung von Warenschulden, die Tilgung von Wechselschulden, Anlagen bei Geldinstituten, sowie verschiedene Beschränkungen des Kündi­gungsrechts bei Wohnungs- und Mietverträgen, betr. der zum Heeresdienst einberufenen Mannschaften. Eine Ausnahme hinsichtlich der Geldsorderungen besteht insofern, daß auf Geldforderungen, die aus einem familienrechtlichen oder erb­rechtlichen Titel beruhen sowie solchen, die aus einem Gesell­schaftsverhältnis oder Auflösung einer Vermögensgemeinschaft. herrühren, 25 Prozent im Juni zu bezahlen sind. Börsen- differenzen sind, vom 15. Januar an gerechnet, mit monatlich 10 Prozent zu tilgen. Die Verordnung bestimmt, daß das Moratorium am 31. Juli zu Ende geht. Nach diesem Termin werden die Zahlungen aller später fälligen Schulden zu dem Zeitpunkt der Fälligkeit zu dem vollen Betrag gefor­dert werden können. Die laut Moratoriumsverordnung ge­stundeten, bis 31. Juli abgelaufenen Schulden sind in Raten zu zahlen, über die da? Ministerium noch eine Verordnung erlassen wird.

Das Kriegsbrot in Russisch-Polen.

Obwohl die Ernte in Russisch-Polen keinesfalls schlecht war, hat es sich doch als notwendig erwiesen, auch dort sür eine Streckung des Getreides zu sorgen; denn die rus­sischen Truppen haben nicht nur da, wo sie während des Krieges lagerten, Verschwendung mit gedroschenem und nicht gedroschenem Getreide getrieben, in vielen Gegenden ver­nichteten sie tatsächlich alles, was ihnen in die Hände fiel. So wird nunmehr auch das Kriegsbrot in Russisch-Polen sei.» nen Einzug halten. Übereinstimmende Verord­nungen der deutschen und österreichischen Militärbehörden regeln die Zusammensetzung des Mehles in etwa der gleichen Weise wie bei uns, so daß überall, wo deut­sche oder österreichische Verwaltung eingeführt wurde, alles Mögliche nach dieser Richtung hin für die Ernährung der Zivilbevölkerung in fürsorglicher Weise geschehen ist.

Wirtschaftliche Folgen des Branntweinverbots in Rußland.

Die Rigafche Akziseverwaltung ist laut Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur vom 13. März mit der Aussolgung von Entschädigungen an die Brennereibesitzer des Gouvernements Livland für den Verzicht aus die Spiritus­lieferung an den Staat im Jahre 1914/15 beschäftigt. Es wird anerkannt, daß durch das Aushören der Branntwein­brennerei die örtliche Landwirtschaft große Verluste er­leidet. An etwa 100 Brennerei-besitzer sind 3 400 000 Rubel Entschädigimtz gezahlt worden, im Durchschnitt 22 Kopeken für das Wedro (Eimer zu 1F3 Liter) Spiritus. Einer Reihe von Brennereien ist die Enffchädigung verweigert worden, !veil sich in den Familien der Besitzer reichsdeutsche Männer oder Frauen befinden.

Obligatorische Pockenimpfung in Rußland.

Dem Ministerrat ist, wieBirscheweja Wjedomosti" vom 12. März melden, das Projekt der Errichtung eines staat­lichen Pockeneimpfinstituts vorgelegt worden. Die zu­ständige Kommission iveist in ihrer Begründung aus die Z u - n a h m e der Pockenerkrankungen in Rußland hin. Das Institut hat für gang Rußland den Impfstoff zu beschaffen, über seine Güte zu wachen, Ausbildung im Impfen vorzu­nehmen usw. Einführung der obligatorischen Impfung erscheint der Kommission als die beste Matz- nähme im Kampf mit den Infektionskrankheiten. Ein ähn­liches Institut fehlte bisher in Rußland, im Gegensatz zu den meisten Kulturländern. Schüler, Beamten, Bedienstete, Arbeiter müssen geimpft werden. Besonders auf Ausbil­dung des Personals zur Impfung wird viel Wert gelegt, da hierin bisher die schlechten Ergebnisse der Impfung in Ruß­land begründet lagen. Auch die bisherige Impfung von Mensch zu Mensch mutz fallen, da durch sie Krankheiten, wie Tuberkulose, Syphilis usw., übertragen wurden, die in Ruß­land weit verbreitet sind.

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Die Seuchen in Serbien.

Epidemien in Serbien schildert auch dieTribuna" vom 19. März: Epidemische Krankheiten, besonders Flecktyphus, gastrisches Fieber, verbreiten sich in erschreckendem Maße, be­sonder- im Innern unter den Truppen. Das Ersatzgeschäft wurde suspendiert, ebenso der Eisenbahnver­kehr, um eine Desinfektion der Wagen vorzunehmen. In Risch wurden zwei Desinfektoren errichtet, die täglich 80 000 Kleidungsstücke desinfizieren. Laut Dr. Jovanovich» Batut in Srpske Novine waren am 4. März über 12 060 Soldaten erkrankt, davon 4157 an Flecktyphus, 7840 an gastrischem Fieber. 3. bis 4. März nahmen erstere Er­krankungen zu um 190, letztere um 423 Fälle. Zu Kriegs-