Wette 4* Abend-Ausgabe. Erstes Blatt»
Wiesbadener Tagblatt.
bst mUesUa auf best Durchmarsch durch Belgien Sr «erunert tax be» Burenkrieg, an Irland, Lntzpten und Indien, an die Aufteilung Persiens Kestchen England und Rußland, und sagt: Nur ein Sieg DoutWcmds kann die Weltherrschaft Englands verhinderrr. Deuffchland kämpft für die Entwicklung der Freiheit und für das Recht anderer Völler. Der Geist der Selbst- ' vxewteidigu ng, nicht der Eroberung, erfüllt Deutschland.
vfch«vib-vei über Deutschland.
Kiel, 24. März. (K. Z.) Der türkische, Finanz- nrrrnster Dschavid-Bei sprach bei per Belsichtigung der ■Stiefel Werke und Betriebe seine freudige Ber- hm nderung über die emsige Arbeitsamkeit des deutschem Volkes aus, die nichts vom Kriege ahnen laste. .Man sehe die Bevölkerung überall wohlgemut und zuversichtlich ihre Arbeit verrichten. Was aber diese Arbeit von der gewohnten Alltagsarbeit unterscheide, das sei der heilige Ernst, der jede Hand- klung in den Dienst des Vaterlandes stelle. Die Kriegs- orbeit im Innern Deutschlands könne nur als potenzierte Energie bezeichnet werden. Bewundernswert seien auch die Wohlfahrtseinrichtungen Deutschlands und seine Finanzkraft. Der in Paris erzogene und' mit Frankreichs Verhältnissen vertraute türkische Würdenträger fand in Deutschland alle Erwartungen über deutsches Weten und deutsche Kraft Mertroffen.
Halim-Bei auf der Reise ins Große Hauptguartier.
Br. Frankfurt o. M., 25. März. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) Nach der ,.B. Z." ist der Präsident der türkischen Kammer Halim-Bei heute morgen in Frankfurt eingetrvffen und nach kurzem Aufenthalt nach dem Großen Hauptquartier weitergereist.
Eine Gruppenreise deutscher Flüchtlinge nach Belgien.
W. T-B. Berlin, 24. März. (Nichtamtlich.) Am 24. März wurde vom Potsdamer Fernbahnhof aus die von der Berliner HilfA»ereinigung für die aus Belgien vertriebenen Deutschen veranlagte, auf fünf Tage berechnete Gruppenweise angetreten, welche 65 in Groß-Berlin sich aufhaltende Flüchtlinge nach Brüssel, bezw. Antwerpen bringt, damit sie dort ihre Angelegenheiten ordnen und ihre notwendige Habe zu- rückbringen können.
Deutsches Leben in Brüstel.
W- T-B. Brüssel, 24. März. (Nichtamtlich.) Im Senats- sitzungSsaale des Generalgouverneurs hielt der Präsident des Reichsversicherungsamtes Berlin, Dr. Kaufmann, unter allgemeinem Beifall einen Bor trag über das Thema: ^Soziale Fürsorge und deutscher Siegeswille."
Sur vekSmpfung der Sefchlechtskrankhetten in Belgien.
w. T-B. Brüflel, 25. März. (Nichtamtlich.) Nachdem die auf Einladung des Generalgouverneurs nach Belgien gereisten Herren, der Präsident des Versicherungsamts Dr. Kaufmann, Landesrat Dr. Freund, Geh. Rat Biele- feldt und Geh. Rat Duett mann, thre Arbeiten beendigt haben, legten sie ihre Wahrnehmungen in folgender Erklärung an den Generalgouverneur nieder: „So wett wir die Verhältnisse cm Ort und Stelle kennen zu lernen in der Lage waren, erscheinen uns die für das belgische Gebiet getroffenen oder noch in der Entstehung begriffenen ärztliche», charitativen -urw sozialen Maßnahmen zur möglichsten Beseitigung von Schädigungen unserer Truppen durch Geschlechtskrankheiten wertvoll und aussichtsreich. Es ist jedoch die baldige gleichmäßige Durchführung für das ge- stamte Kriegsheer erwünscht. Lebhaft wird von uns hie Abficht begrüßt, zur Bekämpfung jener Schäden eine engere Fühlung zwischen der Militärverwal- ,tmng und den Trägern der deuffchen Arbeiterversiche- ru n g herzustellen. Sie sollten aber dahin zielen, den Krieg zu überdauern und sich in gemeinsamer erfolgreicher Frie- denStätigkeit fortfetzen. Kann die Angelegenheit in diesem Rahmen durchgeführt werden, so werden die Träger der deutschen Arbeiterveriich-rung voraussichtlich nicht zögern, der Militärverwaltung Mittel zur Verfügung zu stellen. DaS hierzu Erforderliche wird dos ReichSverficherungsamt alsbald in die Wege leiten."
vie Neutralen.
was Italien von einem Kries« befürchtet.
Zürich, 24. März. (K. Z.) In der „Nuova Antalogia" wird ausgeführt, ein Krieg, den Italien führen würde,
>müßte auch im günstigsten Falle mit dem Verlust von einer halben Million Menschett, mit einer enormen Steuer- erhöhung für alle Bevülkerungsschichten und einer starken Verminderung des Nationalvermögens rechnen. Mn Krieg würde den Landeskredit vermindern, das Goldagio und den DtSkröttszins erhöhen, die Arbertslosigkeit vermehren und den Lohn herabsetzen. Mne Verteuerung der Lebenshaltung für alle Kl-sien würde die weitere Folge fein.
Eine Erklärung des italienischen Botschafters in London über den Standpunkt Italiens.
W. T.-B. London, 25. März. (Nichtamtlich) Das Reuter° ,fche Bureau ist von der italiettifchen Botschaft ermächtigt, fest- zastellen, daß keine Bestätigung für die in den letzten Tagen .von der Presse gebrachten Bernde über Einstellung des V e r - Jehr« mit Deutschland oder über Bewegungen des Heet«6 und der Flotte oder eine Änderung der italienischen Politik vorliegt. Es wird erklärt, daß Italiens lStandpunkt heute derselbe wie ftüher wäre.
Die rnffenfeindliche Stimmung in Griechenland.
Kopenhagen, 24. März. Der Berichterstatter der „Rutzkija Wjedomosti" in Softa drahtet: Griechische Preßorgane ent-
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Vrtpfl Oes Wiesbadener Cagblatts.
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Halten fortwährend heftige Angriffe gegen Rußland Mid Beschimpfungen des Zarenreichs.
Schweden und die englische Telegransmzensur.
Eine Drohung an England.
Stockholm, 24. März. Wer die nachgerade unerträglich gewordene englische Telegrammzenfur schreibt das Blatt „Dagens Nyheter": Die Geschäftsleute bekommen jetzt die Auffaffung, daß eine Verbesserung der Lage nur erreicht werden kann, wenn Schweden mit gleicher Münze antwortet. Doch das ist noch in Frage gestellt. Es darf nicht vergessen werden, daß, wenn die englische Telegrammzenfur unsere legitimen Geschäfte unmöglich macht, Schweden als Vermittler des auf telegraphischem Wege vor sich gehenden Handels vom W e st e n nach dem O st e n eine Stellung einnimmt, die zur Erreichung erträglicherer Verhältnisse auS- genutzt werden könnte.
Ein englisches Urteil über die Lage in Portugal.
W. T.-B. London, 24. März. (Nichtamtlich) Die „Morning- post" läßt sich aus Lissabon vom 14. März schreiben: Die Regierung scheint mit Hilfe der Armee endgültig die Obe r- h and über die Demokraten gewonnen zu haben. Sie muß sich jetzt aber auch behaupten, denn wenn die Demokraten wieder zur Macht kämen, würden sie sich grimmig für die Demütigung rächen. Sie sind sehr stark, da sie sich in den 5 Jahren seit der Revolution in jeder amtlichen Stellung und in den Ministerien festsctzten. Die Regierung wird vielleicht die Neutralität wahren, aber besser ehrliche Neutralität, als die Wiederkehr der ftüheren Lage, wo die Demokraten unter dem Schutz der Begeisterung für England ihre politischen Gegner einfperrten. Die Regierung wird alle Verpflichtungen des Bündnisses mit England erfüllen.
Amerikas Kriegslieferungen.
W. T.-B. Washington, 24. März. (Nichtamtlich.) Das Handels Departement teilt mit, daß in den ersten sieben Kriegsmonaten Kriegsmaterial und Proviant an die Armeen der Alliierten im Werte von 296631400 Dollar ausgesührt worden sind. Die Getreideausfuhr betrug 301355 000 gegen 111583 000 Dollar im Vorjahr.
Weitere Ziffern sind: Explosivstoffe 9258000 gegen 3367000 Dollar i. V.. Feuerwaffen 5 863 000 gegen 2213 000, Sättel und Reitmaterial 6126000 gegen 380 000, Fleisch und Fleischprodukte 11100000 gegen 734 000, Zucker 18 333 000 gegen 1 172 000, Wollstoffe 13 000 000 gegen 2 741 000, Pferde 23 352 000 gegen 1653 000, Baumwollgüter 6 997 000 gegen 1600 000, Motorteile 11000 000 gegen 714 000, Zinkartikel 10 573 000 gegen 262 000.
Deutscher Reich.
* Hof- ttnb Personal-Nachrichten. Geheimer Hofrat von Storr der langjährige frühere Erste Vorstand der Württem- berOschen Sparkasse, ist im Alter von 83 Jahren gestorben.
Gestern früh ist in Zwethau der Landragsabgeardnete Gutsbesitzer Otto Grab im Alter von 71 Jahren Mstorben. Er gehörte dem preußischen Abgeordneteichause als Vertreter dos Wahlkreises TorscM-LiobenwerLa seit 1897 an.
Der Präsident des hiesigen Landgerichts v. Weigel Mitglied des Stacttsgerichtshoss. ist im Alter von 67 Jahren geswrben
* Brrstadtlichung der Berliner Elektrtzttiitswerke. Im
Berliner Stadtverordnetencrusschuß für den Erwerb der Berliner Elektrizitätswerke wurde der Berstädtlichungsantrag angenommen und die Bereitstellung der erforderlichen Mittel im Höchstbetrage von 130 Millionen Mark auf dem Wege der Anleihe gutgeheißen.
- Abg. Liebknecht zum Landsturm eingezogen. Der Reichstagsabgeordnete Karl Liebknecht, der seinerzeit bei den Pionieren seiner Militärpflicht genügt hat, ist nun nach der Vertagung des Reichstags als Landsturmmann zu dem Waffen einberufen worden und am Dienstag nach Lothringen abgereistz um sich dort bei der Armierungstruppe zu stellen. Sein Bruder und Sozius, der Rechtsanwalt Theodor Liebknecht, tut schon seit einiger Zeit als Pionier- Unteroffizier in Polen bei einer aktiven Truppe Dienst.
Aus Stadl und Land.
Wiesbadener Nachrichten.
Offene Stellen für Kriegsinvalide.
Wie bereits mitgeteilt, hat der hiesige Ausschuß für Kriegsbeschädigtenfürsorge außer Einrichtungen zur Erteilung von Unterricht und zur Rechtsberatung eine Stelle zur Berufsberatung und Stellenvermittlung geschaffen. Auf eine von der Handelskammer cm die größeren Betriebe des Bezirks gerichtete Anfrage haben sich bereits eine Anzahl von Firmen bereit erNärt, Kriegsinvalide zu beschäftigen. Es handelt sich dabei um Stellen als ungelernte Fabrikarbeiter, aber auch als Aufseher, Bureauarbeiter ufw. Aus dem HeereSver- bcmd Entlassene können Näheres auf dem unter der Oberleitung deS AusschußmitgliedeS Stadtrat Meier stehenden Arbeitsamt, Dotzheim er Straße 1, erfahren.
8ur Verminderung der SchweinebestSnde.
Der Kömgl. Landrat des Landkreises Wiesbaden, Kam- merherr v. Heimburg, erläßt folgende Bekanntmachung: Eine Gegenüberstellung der Ergebnisse der Aufnahme der Schweinebesiände vom 15. d. M. mit jenen vom 1. Dezember 1914 läßt erkennen, daß die mehrfachen dringlichen Weisungen zum Ab schlachten der Schweine nicht die erwartete und noüvendige Beachtung bei der Bevölkerung gefunden haben. Während im Kreise am 1. Dezember 1914 17 946 Schweine gezählt wurden, ergab die Zählung vom 15. d. M. das Vorhandensein von 11104 Schweinen; in der Zwischenzeit hat sich der Bestand also kaum um ein Drittel vermindert. Die Sicherung des Brotgetreides und der Kartoffelvorräte für die VoWernährung verlangt dringend eine stärkere Verininderung des Schweinebeftandes, namentlich des Abschlachtens der Schweine von 120 bi? 200 Pfund Lebendgewicht, weil diese eine verhältnismäßig große Futtermenge beanspruchen und bei der außerordentlichen Knappheit und Teuerung der Futtermittel das Turchhalten besonders erschweren. Aus diesen Gründen und bei der jetzigen Durch- schnrttShöhe der Schweinepreise wird ein baldiges Verringern der Bestände sür die Viehhalter im allgemeinen sogar vorteilhaft sein. Die Herren Bürgermeister ersuche ich.
Donnerstag, 25. März 1915.Nr. MB»
auf die Schweinebesitzer nachhaltig zur schleunigen Vermrode»
uuig der Bestände einzuwirken. Hand in Hand damit tft «e schärfste Überwachung der Vorräte an Mehl >uw Frucht durchzuführen. In dem am30. tz. W. zu erstatte«, den Bericht ist der Erfolg Ihrer Bemühungen darzuiegen.
Ls gibt doch keinen Öfter Kuchen
Der Magistrat gibt bekannt: „U>m allen Mißverständ- niffen vorzubeugen, werden die Haushaltungsvorstande nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß jedes Kuchenbacken verboten ist, und dcch sich dieses Verbot nicht nur auf die Bäcker, sondern auch auf die P r t v a t h a u S» Haltungen erstreckt. Mit Rücksicht auf das hecannaherwe Osterfest und auf in der Bevölkerung bestehende irrige Anf- fasiungcn möchten wir nochmals vor der Wertretung dieses Verbots warnen und dabei die Hoffnung aussprechen» das das Kncheubacken untevbleibt, ohne daß es zu den angedrohten schweren Strafen zu kommen braucht."
Da ist denn allerdings auch die Erörterung der Frage überflüssig geworden, ob die Bäcker Hefe verkaufen dürfen oder nicht.
Eine Kurtaxe im Mittelalter.
Als vor einigen Jahren die Erhebung einer Taxe für die Benutzung der Trinkkur am Kochbrunnen beschlossen wurde — welche Maßregel sich, wie bekannt, als sehr gut und als ersprießlich für die Ftnanzen der Stadt erwiesen hat —, wurden auch vielfach gegnerffche Stimmen laut, welche einer völligen Freiheit des Gebrauchs das Wort redeten.
Wie man in früheren Zeiten über diese Frage ge- dacht hat, geht aus einer Stelle hervor, welche die Borrede zu der Schrift von Lundors aus dem Jahre 1610: „W i tz» badisch Wifenbrünnlein" enthält, und die aßo lautet:
„Denen, die es trincken, purgiret es den gantzen ßeffi, und in summa, seine Gütigkeit und Nutzen mögen gnugsamlich von mir nicht gelobet und erzählet werden, detzen denn die Jnn- wohner Gott dem Allmächtigen für solchen reichen Segen und große Gutthot höchlichen zu dancken haben: Mögen aber auch wohl zusehen, daß sie bey sicher grasen Gnad nit stoltzieren, die Frembde Anwesende, die da Kranckheit wegen dwS Bob be- suchen müssen, mit fortslhafftlgem überutzigem Gewinn nit übersetzen, damit sie der großen Gnad nicht widernmb be» raubet, und rn die grcÄvs<nne Ruthen Gottes fallen mögen, tan* sie sich dann cm einem schrecklichen Exempel wol bespiegeln mögen, dann Anno 1548 ist Wißbaden gantz und gar vev» brunnen ohne zweiffel zur Straff der großen Buben stück der Einheimischen und Außländischen. Man liefet in Historien, daß an eine namhaffteu orth in Teutschtand, ein Salzbrunnen entsprungen sey, welcher jedermann gnugsamlich gespeffet und ersettigt Hab. Als nun darzu ein großer zulauf worden» und jedermann umbfonst, so viel als er verbrauchen möge, ge- schöpfst, ist ein Vogt selbiges orths zugesahren, hat T r i b u t dcrrcmff geschlagen, uund den Leuthen das Wasser nicht mehr umbsonft, wie zuvor, zulaßen wolle. Aber der armen Gebet drang durch die Wolckcn hindurch, also daß auch in einer Nacht der Brunnen vertrucknet. Als aber auß Rach der hohen Cfert®> seit das Gebott widerumb ausfgethan, und die Schatzung ab - ge sch aff et worden, hat von stund an die Quell auch wiederumb Wasser geben: also daß sich wol fürzu- sehen, denn Gott kein Beyer ist, lest sich nicht vil außfpotten".
Der Verfasser des „Wisenbrünnleins" betrachtet also die Einführung einer Taxe für den Mineralwassergebrauch a» ein „Bubenstück", weiches die schwersten Strafen des Himmels nach sich gezogen habe, wie Versiegen der Quelle und FeuerSbrunst.
Glücklicherweise sind wir bei der Einführung unserer Stars» tote besser weggekommen wie unsere Vorfahren.
Dr. Emil Pfeiffer.
— Geschworeneaanvlosnug. Bei der heute im Schwurge-
richtsberatungSzimmer durch den Herrn LondgerichtSpräsiden- ten vorgenommeiten Auslosung der Geschworenen für die nächste, aut 19. April, ihren Anfang nehmende Tagung deS Schwurgerichts wurden die folgenden Namen aus der Urne gezogen: Kaufmann Johann Ferdinand Führer (SBteß*
baden. Große Burgstraße 10); Kaufmann Wilhelm Schneider (Langeuschvalbachi; Privatier Wilhelm Send (Comberg); Gutsbesitzer Wilhelm Craß (Erbach); Bürgermeister Karl Huppert (Strüth); Berlagsbuchhaudler Emil Behrend (Wiesbaden, Walkmühlstratze 53); Kaufmann Wilhelm «re*. ling (Idstein); Rentner Karl Grebe (Wiesbaden. Wilhelmi» nenstraße 5); Privatier Joseph Winter (Schlangenbad); Da» Unternehmer Anton Leikert (Oberlahnstein); Gutsbesitzer Anton Rust (Rüdesheim); Ziegeleibesttzer Jakob Roß 6. (Soffenheim); Malzfabrrkant Wilhelm Kels (Eltvilles; Schneidermeister Philipp Schäfer (Eddersheim); L-rntmann Wilhelm Baldering (Bleidenstcidt); Gutsbesitzer Heinrich Hiflencmcr (Geisenheim); Rentner Ludwig Bind (Wie», baden, Alexandrastraße 13); Kurhalter Heinrich Herbei (Lau, genfchwalbach); Privatier Georg Faber (Dotzheim, Wiesbadener Straße 41); Bürgermeister Kaff Bender (Laufenselden); Ziogeleibesttzer August B e ck e l (Wiesbaden, Mosbacher Straße 34); Landwirt Karl Betz (Dotzheim, Mühtgosse 1); Bauunternehmer Jakob Westenberger (Hofheim i. T.); Kaufmann Ernst Kirchberger (Niederlahnstein); Landmann Johann Kilb (Niedernhausen); Landwirt Jakob Melchior (Dieden- bergen); Hofbüchsenmacher Otto Seelig (Wiesbaden, Große Burgstratze 6); Privatier Philipp Brückmann (Soden); Rentner Gottftied Landmann (Oberlahnstein); Fabrikant Ernst Seck (Wiesbaden, Möhringstraße 6).
— Bitte, keine Aprilscherze! Don verschiedenen Seiten wurden uns bereits Scherze für den 1. April angeboten. Wir haben sie sofort dahin getan, wohin sie gehören: in den Papier» korb! Die Zeit ist wirklich vielzuernst, umdaS PubliSum mit mehr oder weniger guten Aufschneidereien nach alter Weise „in den April zu schicken". Wenn, wie daS einigemal vorgekommen ist, die Aprilscherze patriotisch eingekleidet werden, wird die Sache nur noch übler. Also, bitte, keine Aprilscherzei
— Schalterdienststunden der Post. Vom 1. April ab beginnen die Schalterdienststunden bei den hiesigen Postämtern 1 (Rheinstraße) und 5 (Bahnhof) um 7 Uhr vormittags. Die Aweigpostämter 2 , 3 und 4 werden um 8 Uhr vormittags geöffnet.
— Verlegung der Amtsräume des König!. Eichamtes. Die
Amtsräume des König!. Eichamtes werden anfangs April d. I. in das Erdgeschoß des Gartenhauses Luisenstraße 26 verlegt. Die Faßeichstelle befindet sich bei den Amtsräumen im Hofe und ist in einer geräumigen Halle untergebracht. Die Verlegung des Eichanrts erfolgt etwa Mitte April, diejenige d« Faßeichstelle ist bereits erfolgt. Faßeichungen find bis dahin Montags und Donnerstags noch bei der alten AmSsteSe gu beantragen.
