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«r. 127.

SRUHvik^, 17» SDWts 1915.

Wiesbadener TaablaN-

Morgen-Ausgabe. Erstes Blatt.

Lette S.

Stadtausschutz. Uni« dem Borsitz des^ Beigeordneten Borgmann fand gestern eine Sitzung des Stadtausschusses statt. Zur Verhandlung standen drei Verwaltungsstreitsachen und neun Beschlutzsachen. Bei den drei ersten handelte es sich um zwei Wirtschaftskonzessionen und um eine Unterbringung in eine öffentliche Arbeitsanstalt, bei den letzteren durchweg um Anttäge von Armenverbänden auf Unterbringung in Ar­beitsanstalten. Der Gastwirt Adam Schaidt da­hier hat das Haus Bärenstratze 6 von dem Eigentümer Egert käuflich erworben und möchte nicht nur den Wirtschaftsbetrieb in den Parterreräumen, sondern auch den Barbetrieb im ersten Obergeschoß fortführen. Bezüglich der Bar wurden Schwierigkeiten gemacht. Deshalb muhte Sch. den Klageweg im Verwaitungsstteitverfahren beschreiten. Zunächst erteilte ihm d« Stadtausschutz unter gewissen Bedingungen beide Konzessionen, die Polizeiverwaltuug jedoch focht das Urteil an und der Bezirksausschuß hob es auf, indem er chm die Erlaub­nis zu dem B-r-betrieb mangels Bedürfnisses versagte. Die­ses Urteil hat die Rechtskraft erlangt. Weil aber Sch. der An­sicht ist, daß Wiesbaden nach dem Kriege mit Bestimmtheit ans mnen ganz besonders zahlreichen Besuch der deutschen Noblesse rechnen könne, die aus patriotischen Erwägungen die Riviera usw. nicht mehr besuchen werde, und weil er meint, es mutzten nach Möglichkeit Vorkehrungen gettoffen werden, um Wies­baden diese Gäste auf die Dauer zu erhalten, hat er sein Ge­such wiederholt, und zwar mit dem Erfolg, daß nunmehr nicht nur bie Polizei-, sondern auch die Akzisedehorde für die Wley- nung des Gesuchs war. Im gestrigen Verhandlungstermin wurde darauf aufmerksam gemacht, dah die Krregszert raut ihrer Polizeistunde für einen BarLetrieL wenig geeignet er- scheine, d« Kläger war daher mtt dem Vorschlag, vorläufig die Klage auf sich beruhen zu lassen, einverstanden. Die zweit« Schankerlaubnisklage betraf eine bereits seit tanger Zeit bestehende Wirtschaft in d« Moritzsttatze. Die Polizei­behörde hat der Konzefstonserteilung widersprochen, wett der Bewerber zweimal wegen Glücksspiels Vorsttafen «hellten hat. Für den Stadtausschutz war es wesentlich, festz-ustellen, ob die Bestrafungen wegen Wettvermittlung oder wegen Pokerns uskw. erfolgt sind, llm das festzustellen, wurde dre Verhandlung vorerst vertagt. Auf die zehn llnterbringungs- klagen wurde in sieben Fällen den gestellten Anträgen ent­sprechend erkannt, in drei Fällen ttat eine Vertagung des Ent­scheids ein.

Reifeprüfung. Bei der am Dienstag unter dem Vor­sitz des Direktors Dr. Hofer abgehattenen Reifeprüfung an der städtischen Oberrealschule bestanden die beiden allein noch übrigen Oberprimaner die Prüfung.

Eine Feldpost abresse in Reimen. Ein Wiesbadener, dessen Sohn in den Karpathen an der Seite unserer Bundes­brüder kämpft, leistete sich vor einiger Zeit die fügende ge­reimte Feldpostadresse:

An meinen Sohn im Feld ich will s verraten

Kanws^zum^^^fernab" in den Karpathen, Stürmt unaufhaltsam die Reserve vor.

Im Regiment zweihundertvierundswanztg Der . . . Reserve-Division Sieht fest und treu mit Tausenden bekanntlich Mein Sohn vereint im zweiten B<ttattton.

Wird schließlichHalt!" nach hertzer Schlacht geblasen. Die Feldpost naht Hurra der Infanterie.

Dann überreich' mau diesen Br ief de m _ Dwmen.

De?Mvo^l^die'Ausichrist sicherlich sehr un- vorschriftSmätzig war, von der g u t e n Feldpost zur Beförde­rung übernommen und gelangte glücklich ans Ziel» traf aber Len Adressaten nicht mehr cm und wurde dem Absender zurück- gegeben. Der Kompagnieschreiber, der ebenfalls eine poettsche Ader hat, bemerkte aus der Rückseite:

Verehrter Herr Adreffen-Dichter I Sie dürfen sehr versichert sein.

Die Feldpost ließ als prompter Richter (?)

Einlaufen den Adresien-Renn.

Doch ist nun leid« d« Empfang«

IM krank und nicht mehr m der Front.

Drum hatten wir den Brios nicht länger.

Er mutz zurück, woher er kommt..

Weil vorne dumf nun em Gedicht.,

Schlietzt hinten reimend dre Geschicht.

Der Schreib« dies« Kompagme:

Gefreiter Ä-ntsch «.«ützet Sie!" _ , . .

Der reimbweckte Briefumschlag wird natürlich von dem Besitzer als eigenartiges und dah« wertvolles Kriegsandenken geschätzt, w« es aber mit der Feldpost gut meint und nicht riskieren will, daß fein Brief von d« Besicherung ausge­schlossen wird, der lasse mindestens das Dichten auf dem Briefumschlag!

Kleine Notizen. Das SchauspielDie deutsche Frau" das vor einiger Zeit inr grotzen Saal der Durnge sellschaft in der Schwalbacher Stratze in Wiesbaden als Wohl, tättgkeitsvorstellung seine ErstauMhrung erlebtes isst jetzt auch im Albrechtshofe zu Steglitz bei BerLin erfolgreich als Wohl- tätigkeitsvorstellung gegeben worden. Der Ritt«unter den Eichen" finden jeden Mtttwoch. Donnerstag und Sonntag die beliebten Kaffee-Konzerte bei freiem Eintritt statt vorbertchte über «um». VortrSge und verwandtes.

* Königliche Schauspiele. Heute geht dMLerts Musik'

dramaTiefland" zum 5V. Male in Szene (W^nnernent A ); von den in der ErstauMhrung des Werkes beschäftigten Dar­stellern welch« nn November 1907 stattfand, wirken noch Frau Krämer (Nuri) und Herr Rehkopf (Morucrlo) mit. wahrend die weiteren Hauvtpartten jetzt mit den Damen Bommer. Gärtner. Engelmann. Saas und den zerren Forchhammer, Eckard und Saas besetzt sind. Morgen Donnerstag, den 18 d. M.. gelangt im Abonnement IITannhauser" zur Aus­führung; in der Titelpgrtie gastiert Herr Schmieter vom Königlichen Theater in KassÄ. .

* Konzert. Heute abend findet urn 7%» wc tm Zrvll

kasino das zweite Konzert des 14jährigen Geigenkunstlers Duci v. Kerekjarw aus Budapest statt, welcher bereits vor kurzem mit bestem Erfolg hier austrat. ^ .

* Gesundbeitspflege. Heute abend Uhr findet im unteren Saale des Lesev«eins. Luisenstratze 29 ein öffent­licher Vortrag des Vertreters der Naturbeilkunde Alois Kunz von hier statt, der üb« das zeitgemätze Thema:Welche ge­sundheitlichen Vortelle bietet die Kriegsnahrung?" sprechen wird. Der Eintritt ist für jedermann vollständig frei.

Aus dem Landkreis Wiesbaden.

Kloppendem». 16. März. Fm GasthauseZur Krone" dielt die Spar - und Darlehnskasse ihre Jahres- Versammlung ab. Der Jahresumsatz betrug 164 863 M. Zum erstenmal haben die Spareinlagen nahezu 80000 M. er­reicht Die Geschäftsgutbaben der Genossen betrugen 6026 M.. der Reservefonds betragt 1630 M.. die Betriebsrücklage 954 M. Die Aktiva beläuft sich aus 123 029 M.. die Passiva aus 123 374 M. Es wird eine Dividende von 4 Proz gezahlt. An alle im Felde stehenden Kloppenheim« Krieger wird je ein FeldpostpÄet geschickt werden. Der verbleibende Rest wird noch dem Reservefonds und der Betriebsrücklage zuge­schrieben. Die statutengemätz ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates Bürgermeist« Kleber und Wilhelm Kauf­mann. und des Vorstandes. Heinrich Ziegler und Philipp Ruf.

werden einstimmig wiedergewählt. Zmu Schlüsse wurde be­

schlossen. dah die Kasse sich mit einer Zeichnung von 10000 ckc. an der Kriegsanleihe beteiligen wird.

ei. Hochheim, 15. März. Unter der Oberleitung des Land­rats Kammerherrn v. Heimburg sa.no gestern ^ eine h 6 ' di enstübu^ig der Jun«wehren des Landkreise» Wiesbaden statt. Unter den Gästen wurden u. a .<gemertt Regierungspräsident v. Meister, Genevalleurnant Schuch mw der militärische Leit« der Jugendausblldung .Geh. Over- kriessgerichtsrat Winter. Eine über den äitan öuruckge- worfene Armee suchte das befestigte Hochheim gegen me von Norden vorgebende feindliche Armee zu verteidigen Zu diesem Zweck waren Schützengräben. Unterstände. Wolfsgruben, auf ein« hohen Pappel ein Beobachtungsstand u. a angelegt worden, über den Kasbach war eine Brücke sichwlagen uns auf dem Weiher lag ein Floß zum Transport -Verwundet« bereit. Als Flieger fungierte ein stattlicher Drachen über dein Gelände. Während das Schiehen der Artlllerw.mtt ..Katzen- köpfen" markiert wurde, benutzte .man die bekannten Klappern" als Maschinengewehre. Die Übung endete mtt einem Sturm auf die befestigten Stellungen. Alsdann wur­den die etwa 1000 Mann betragenden Jungivehrmanner m« der aus sechs mächtigen Kesseln bestehenden Feldküche mit Erbsen und Speck gespeist.

Wicker, 14. März. Unsere Landwirte, welche seither für dos Liter Milch 15 Pf. erhielten, sahen sich infolge der hohen Futtermittelvreise genötigt, einen höheren Milchreis zu verlangen. Die hiesigen Milchhänür« welche^, anfangs auf diese Forderung nicht eingehen wollten, bezahl« fetzt 17 Pf. für das Liter. Für die,., durch den Krieg G^ schädigten im El sah wurden 70 M für die BeschaMng von Sanitätshunden 65 M. gesammelt.

Provinz Hessen-Nassau.

Regierungsbezirk Wiesbaden, r. Aus dem Rhein«««, 15. März. Der Wasserstand des Rheins ist in wenigen Tagen bis zur ^chwasier- grenze gestiegen. Infolge dessen Hecken die ersten Einschrän­kungen der Schiffahrt Platz gegriffen. Der Name unseres Nattonachelden prangt nunmehr auch an einem Rhsrnichlff. Schiff« Schmitz von Duisburg taufte sein SchiffH > " d e n - bürg". Es befindet sich in Flaggengma aus der Bergfahrt. Gegenwärtig herrscht grob« Mangel an Wernbergs > arbeite!n. Frauen und Mädchen müssen einspringen- Im allgemeinen stehen die Weinberge gut. Das Weinver» kaufsgeschäft ist. sehr ruhig. ^ ~_ c

Caub. 14. März. In einer gut besuchten Versamm­lung sprach heute abend hi« Grubenbesitzer v. Mare es aus Wiesbaden üb« unsere wirtschristliche Krregs- läge. Die wirkungsvolle Rebe fand grotzen Arcklvng,

= Camberg, 13 März. Die Stadtverordneten. Versammlung setzte in ihr« Sitzung vom 8. b. M. me Rechnung für 1913/14 und ^n Rechnun^ovansÄlag für 1915/16 fest. Die Rechnung schlietzt mit 233 462 M. 51 Pf. Einnahme und 223 304 M. 96 Pf. Ausgabe ab Der Voran­schlag für 1915 vergleicht sich in Einnahme und Ausgabe mtt 262 889 M. 37 Pf. Obwohl 23 000 M. für die Zeichnung der neuen Kriegsanleihe, erhebliche Beträge für die Wsiterge- währung des seitherigen Zuschusses von 50 Proz., der staat­lichen Kttegssamilienunterstützung und zur Ergänzung de» AusÄ«i«hssonds sowie d« Erwerb des Bauplatzes für die pro­jektierte Schwimm- und Badeanstalt vorgesehen werden konnten, war doch die Beibehaltung der seitherigen Gemeinde­steuer-Zuschläge möglich. Mit dem im Vorfahre angelMen Betrage von 22 000 M. hat die Stadt nunmehr insgesamt 45000 M Kriegsanleihe gesichert. Die Unterlage dieser gute" Finanzgestaltung ist der vorteilhafte Verkauf von 5000 Zentner Eicherllohrinde.

Regierungsbezirk Raffel.

- Aus Kurheffen. 15. März. In Rodend«« starb im Mter von 101 Jahren die älteste Bewohnerin des Bezirks Kassel, Frau Kaittor Kavmei«.

W. T.-B. Hamru, 15. Marz. (Nichtamtlich) Die Stadt verordneten-V ersammlung von Hanau beschlH. datz die Stadt sich mit 5000«) M. und die städtische Sparkasse mit 250000 M. an der zwetten Kriegsanleihe beteiNgen

^^Bn Hanau, 13. März. (Eig. Drahtbericht.. Ktr. Mn ) Die Vertteter des südlichen Teiles des Regierungsbezirks Kassel traten in Fulda zu einer Sitzung zusammen um m,t den Verttetern d« Staatsregterung üb« einen Vertrag wegen Ausnutzung der Wasserkräfte deL Mains mr Erzeugung elektrischer Energie abschlietzend zu be- rateu,_ _ _J

Letzte vrahtberichte.

Der österreichisch»ungarische Tagesbericht. Ruffische Angriffe überall blutig abgeschlagen. wieber über 1000 Gefangene.

W.T.-B. Wien, 16. März. (Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart vom 16. März: Angriffe stärkerer feindlicher Infanterie auf unsere Stellungen ostlrch Sulcjow und bei Lopuszno an der Front rn Polen wurden abgewiesen.

Ebenso scheiterten mehrere Nachtangriffe, die die Russen im Raume bei G o r l i c e durchführte«. Ber Abwehr dieser Angriffe brachte die eigene Artrllerre durch flankierendes Feuer auf nächste Distanz dem Feinde schwere Verluste bei.

In den Karpathen hielt gestern auch an dem arösiten Teil der Front nur Ge s ch ü tz k a m p f an. Auch in den Stellungen nördlich des Uszoker Paffes herrschte nach den Ereignissen des 14. d. M. verhaltuis- mäsiia Ruhe. Der Gegner hatte in den Kämpfen dieser Tage g r o ff e B e r l u st e erlitten. Bon den vordersten russischen Äbteilnngen wurden zwei Bataillone vernichtet, 11 Offiziere, 650 Mann gefangen und 3 Maschinengewehre, erbeutet. In der Gegend nord­westlich Wysckow eroberten eigene Abteilungen eme Höhe, nahmen 380 Mann gefangen und hielten trotz wiederholter ruffischer Gegenangriffe die gewonnene Stellung.

Die Schlacht südlich des D u j r st r dauert an., Der von starken russischen Kräften auf die Höhe östlich Ottynia in der Richtung Kolomea versuchte Durchbruch wurde in mehrtägigen erbitterten Kämpfe» unter großen Verlusten des Feindes zu ru ck- aeschlagen. Nach Eintreffen weiterer Verstarkun- aen aina der Gegner abermals auf diese Höhe vor, griff in d i ch t e n M a s s e n im Laufe des Nachmittags dreimal unsere dort stehenden Kräfte an und erlitt w i e d e r s ch w e r e B e r l u st e. Das -Infanterie, reaiment General der Kavallerie Dank! Nr. 53 hielt wiederholt dem Ansturm überlegener feindlicher Kräfte heldenmütig stand. Alle Angriffe wurden blutig

^S^Der Sttllvettreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnaut.

Tie Epidemien in Serbien.

W.T.-B. London, 16. März. (Nichtamtlich.)Daily Ehronicle" macht einige Mitteilungen aus einem Brief Sir Thomas Liptons an das britische Rote Kreuz über die Lage in Serbien: Es fei uirmüglich, die schreckliche Lage zu schildern, in der das Land in­folge von Armut und Krankheit sich befinde. Me Hospitäler seien überall voll Typhuskranker. Dr. Ryan, der die amerikanische Wteilung leitet und etwa 2900 Kranke versorgt, meint, daß, wenn nicht bald etwas geschehe, um die Ausbreitung des Typhus zu vevhindern, das Land über die Hälfte feiner Be­völkerung verliert. In dem Hospital in Ghewgheli fchlt es an Matratzen und Decken. Die Kranken liegen in Kleidern. Sieben von den zwölf Krankenschwestern und drei von den sechs Ärzten sind an Typhus erkrantt. Risch ist voller Krankheit, meist Typhus. Me Hospitäler sind überfüllt. Auch in Belgrad herrscht der Typhus, obwohl nicht so schlimm wie in Nifch. In dem serbischen Hauptquartier in Kragu- j e v a t s ch wütet eine schwere Typhus­epidemie. Das Hospital in der Gendarmeriekaserne hat 600 Kranke und eine Schwester. Ihre einzige Unterstützung sind österreichische Gefangene. Es herrscht Mangel an Ärzten und Decken und allem, was zur 51 rankenpflege gehört. Me gleichen Zustände herr­schen im ganzen Lande. Es besteht großer Mangel an Hospitälern, so daß es unmöglich ist, die Typhusfälle zu isolieren. Lipton schließt: Wohl kein Land befindet sich in so gefährlicher Lage.

Interessante Erinn«u»ge« des Grafe« Witte.

Sr. Kopenhagen, 16. März. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bkn.) Der Petersburger Bettchterstatter deSDaily Telegraph", Dr. Dillon, t>« mit dem Grafen Witte befreundet war, teilt mit, Witte habe interessante Erinnerungen über die ntt«- naticmale Politik hinterlassen. Witte sei, nachdem er sich von dem öffeullichen Leben zurückgezogen habe, mit dem Nieder- schreiben dieser Erinnerungen eifrig beschäftigt gewesen. Graf Witte konnte des Kriegsausbruchs wegen seinen Frankfurter Chirurgen, dem « sich sonst immer anvettraute, nicht zu sich kommen lassen. Das Polhpen-übel, mit dem « zu tun hatte, griff immer mehr um sich und die Pettrskmrger Autorttätvn wagten keinen Eingriff.

Betrügerische ungattsche Tuchhändl«.

Budapest, 16. März. Die Polizei verhaftete die Buda­pest« Tuchgroßhändler Bela Kvhn, Alexand« Bela Paradi, Eugen Ligett, Moritz Led«maun und Kaufmann Eugen Taubes aus MaramaroS-Sziget, welche Militärbe­stellungen auf hechtgraues Tuch zrrm Preise vcm 11 und 12 Kranen übernommen hatten, jedoch minderwertige, zu weiche Tuche zum Preise von 3 bis 4 Kronen zusammen- kausten und abliefetten. Die Schuldigen sollen auf Grund des Militärsttafgeschbuches dem Divisionsg«iiht vorgeführt werden.

Das erfolgreiche Borgehe« unser« V-Boote.

W. T.-B. London, 16. März. (Nichtamtlich.) DieMor- niugpost" meldet: Dem Unterseeboot, welches den b r itt schen Dampf«Hartdale" am Samstag in den Grund bohrte, gelang es, nach ein« Stunde in «ne solche Lage zu kommen, dah es Torpedos äbzufeuern vermochte. Zwei Mann des britischen Dampfers, die beim hastigen Besteigen d« Boote ins Wasser fielen, wurden von dem Unterseeboot aufae- fischt und ihren Kam«aden übergeben. D« schwedische Dampf«Heimdal", d« die Schiffbrüchigen aufnahm, wurde von demselben Unterseeboot angehalten, vermochte -wer auf Grund der Schiffspapi«e nachzuweisen, dah « ein neu­trales Schiff sei.

Die Anstände in Mertt».

W. T.-B. Washington, 16 März. (Nichtamtlich.) Reuter meldet aus Washington: Nachdem die V«eiuigten Staaten rwtifizietten, daß d« Hasen von Progreso offen bleiben müsse und Amettka bereü sei, diese Forderung durch Kreuz« zu unterstützen, gab Carranza die Blockade auf.

Erdbeben.

W. T.-B- Hohenheim bei Stuttgart, 16. März. (Nicht- amllich.) Gestern abend v«zeichneten uns«e Instrumente ein schwaches Nahbeben, dessen Heed 500 Kttooret« enffernt liegt wahrscheinlich in Mittel-Italien. Die erste Bor- läuserwelle traf hi« um 10 Uhr 57 Min. 7 Sek. ein, die ersten Ausschläge «folgten um 10 Uhr 58 Min. 32 Sek.

W- T.-B. Fiume, 16. Mürz. (Nichtamtlich.) Gestern abend gegen 11 Uhr wurde hi« ein starkes Erdbeben verspürt, d<rs mehrere Sekunden dau«te und von einem unterirdischen Getöse begleitet war. Das Erdbeben war besond«s in dem aus einem Berghügel gelegenen Stodttell stark fühlbar. Einige Häuser wurden «schütt«t. Schaden wurde nicht angerichtet.

W-T.-B. Stuttgart, 16. März. (Nichta mtlich ) Der Könia hat gestern lautStaatsanzerger" den kommandi«en- den General des 13. Armeekorps Generalleutnant Frhrn. v. W a tt er empfangen, der nachh« zur Frühstückstafel her­angezogen wurde. ^ .

Wien 16 März. Der Publizist und Redakteur des Neuen Wiener Tagblatts". Baron d'Albon, ist gestorben.

W- T.-B. London, 16. März. (Nichtamtlich) Die Times" meldet aus Kairo: Die Mllitärbehörden bestellten einen britischen Verwalter für die ägypttschen Gut« der Mutt« des Khe diven und des Prinzeu Said Hafim

vriefkasten.

Kfrar, h ääss E,»-L'.L

können nicht aewädrt werde-' >

« Die Strecke der Hessischen Lillwigsbahn Wcsbaden- Niedernbausen ist am 1. Juli 1879 eröffnet worden. ^

B W Die Löhe der Abgabe hängt von dem d«

Verwandtschaft und der Att der Schenku n g ad. Wir vaten Jbnen sich an das Steueramt. Rheinbahnstratze, fruh«eS Statwnsaebäude d« Rbeinbabn, m wenderr

V R Eine Einstellung findet im Okt-cker nur bei den UnteröffizieriÄUlen in, Wetzlar.. Potsdam. WmtzenM und Marienwerder. im April nur bei den llnterofsiziierichillen in Ettlingen Jülich und Trevtow a. R füllt. Koiten^sind tämir nickt verbunden, nur muh der Einberufene m>tt ausr e i ch endem SchiMeug. zwei Hemden urck mit 6 M. zur Beschiffung des

Versorgung die Witwen und Waffen von ©taaSfceaouen »«* steht, gewährt.