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Seite 6.

Abend-AuSgabe. Erstes '«latfc

Wiesbadener Tagdlal»

LicnStag. v. März I»ir»

Mr. U4.

Handelsteil.

Mitteldeutsche Creditbank.

8'/-°/° Dividende (i. V. 6 ,"/») aus 3.88 Mül. Mk. (i. V. 4.67 Mill. Mk.) Reingewinn.

Das Berchtsja.hr steht auch bei dieser in erster Linie das m 1 i n <J i s c h e Geschäft pflegenden Bank, die auch in Wiesbaden eine Filiale unterhält, unter dem Einfluß dies am L August ausgebröchenen Weltkrieges und der dadurch hervopgerufenen grundlegenden Änderung des gesamten deutschen Wirtschaftslebens. Das erste Halbjahr des Jahres 1914 hat'e für dlas Institut bei erhebhoher Ausdehnung seiner Geschäfte auf allen Erträgniskonten recht günstige Gewinne gebracht, so daß es den m't Beginn des Krieges emsetzenrien Ausfall einzelner Geschäftszweige, insbesondere des Effek'en- geschäfts, nicht in voller Schwere empfunden hat. Die im Beginn dos Krieges auch von der Bank geübte Vorsicht, sich mögichst flüssig zu stellen, insbesondere auch durch Umwand­lung von Bardebitoren in Trattendebiitoren, um für etwaige größere Abhebungen ihrer Kundschaft, namentlich seiner Depoeotengläubiger, gerüstet zu sein, erwies sich bald als nicht mehr erforderlich; einmal, weil die Abhebungen auch in der ersten Zeit verhätnasmäßiig geringfügig blieben und die ab­gehobenen Summen schnell zurückflossen, sodann aber auch deshalb, weil die großen Auszahlungen der militärischen Be­hörden für Heeresbedürfnisse aller Art im Zusammenhang mit der Abtragung der der Industrie gewährten Kredite sehr ba d eine starke Geldflüssigkeit herbeiführten. Es wurde dadurch der Bank ermöglicht, ihrer Kundschaft nicht nur die früher eingeräumten Kredi'e offen zu halten, sondern ihr auch darüber hinaus in we tem Maß durch Bewilligung solcher Kredite, deren sie für militärische Lieferungen meistens nur auf kurze Zeit bedurfte, zur Seite zu treten. Daneben hat sie ohne Rücksicht auf die daraus folgenden Minderein­nahmen an Zinsen stets große Kassenbestände gehalten, um auf alle Fälle gerüstet zu sein. Bei der Bewertung ihrer Aktiven hat die Bank den möglichen Folgen des Kriegszustands Reahnung getragen. Die Korsortial- beMligungen und Wertpapiere sind schon in den früheren «Tanzen derart bewerte 1 gewesen, daß die nach dem Zwischen­abschluß des ersten Halbjahrs errieten Gewinne vollkommen ausrenchten, um diese Aktiven auf einen Stand zu bringen, der aller Vorsicht genügt. Ein Verlust auf diese Posten in der Geivinn- und Verlustrechnung ist daher nicht zu buchen Bei den Debitoren ha' die Bank ihre Auslandsforde- rungen den veränderten Valutaverhältnissen entsprechend bewertet. Soweit sie namentlich in Polen Marieforderungen f 11 beträchtl eben Umfangs hat, handelt es sich um seit Jahrzehnten von ihr gepflegt« Verbindungen mit ersten Banken und Industriefirmen, an deren Sicherheit nach Be­endigung des Kriegs irgend ein Zweifel für die Bank nicht be­steht. Im übrigen hat sie für so che Debitoren, deren Ver­hältnisse durch den Krieg beeinflußt werden könnten, abge­sehen von der unveränderten Aufrechterha'tung unserer Kontokorrent-Reserve, Vorsorge getroffen. Mit Rücksicht auf die vorsichtige Bewertung der Aktiven glaubt das Unternahmen auch in diesem Jahr von der Stärkung ihrer offenen Reserven Abstand nehmen zu sollen und bringt eine Dividende von o/a Proz. gegen 6%> Proz. im Vorjahr in Vorschlag, wobei die Abschre bürgen auf Deb toren, Bankgelräude und Mobilien zu­sammen 388 000 M. gegen 289 000 M. im Vorjahr betragen, und sich der Vortrag von ÖS 221 M. auf 98 938 M. erhöht Daneben gelangt ein Betrag von 60 000 M. erstmals für die Talonsteuer, die mit diesem Betrag zunächst im Jahr 1919 fällig wird, zur Rückstellung, Die Filialen, zu denen für das Berichtsjahr die Filialen Baden-Baden, Hildesheim und Mainz hinzutraten, haben in Ihrer Gesamtheit gute Er­trägnisse gebracht; ebenso die Wechselstuben, die um je eine in Alsfeld tOberhessen) und Uelzen .Hannover! und um drei m Berlin vermehrt wurden.

Der Gesamtumsatz wies durch den starken Rück­gang und schließtichen Fortfall des Effektengeschäfts eine Minderung, auf der anderen Seite durch die namentlich im ersten Ted des Jahres bemerkbare Steigerung des Konto- Korrentgeschäfts einen Zugang auf, so daß er mit 12 618 000 000 Mai* noch etwas über den Umsatz des Vorjahrs von 12 405 000 000 M. hinausgeht. Der ausgewiesene Brutto- g e w j n n beläuft sich auf 8.77 Mill. M. gegen 8.82 Mill M nn Vorjahr der Reingewinn auf 3.88 Mill. M. gegen 4.67 Mill. M. Der Rückgang des Reingewinns um 790 000 M. erklärt sich aus den erwähnten Gründen, insbesondere aus dem durch die besonderen Verhältnisse des Effektenmarktes bedingten Fortfall des Gewinns auf Wertpapiere und Konsor­tien, der im Jahr 1913 1 02f> 000 M. betrug. Bei unverändertem

Bestand der Konto-Korrenlraserve mit 1 I6ö 728 M. hat die Bank über Gewinn- und Veriustk >nto auf Deb toren 206 585 M abgeschrieben. Zinsen und Wechsel erbrachten 5.09 Mill. M., gegen das Vorjahr mehr 476 000 M. Die Provisionen steigerten sich um 467 000 M. auf 9.76 Mill M. Den gesteigerten Ziffern der Erträgniskonten des laufenden Geschahs stehen auf der anderen Seite um 0.67 MML. M. auf 4.81 Mill. M. ge­stiegene Unkosten gegenüber, was auf die Errichtung neuer Geschäftsstellen, Gehaltserhöhungen usw. zurückzuführen bl. Das Erträge»» der dauernden Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfinmen ist trotz der höheren Beteiligung bei der Bank für Thüringen, vormals B. M. Strupp. A.-G., die im Jahre 1913,14 wiederum sehr günstig gearbeitet hat, mit 137 950 M. um etwa 12 000 M. niedriger, weil die früheren Kommanditen in Baden-Baden und Mainz zu diesem Posten nicht mehr beitrugen.

Die Bilanz weist folgende Posten auf:

Aktiva :

Kasse, fremde Geldsorten u. Coupons Guthaben bei Noten- u. Abrechnungs- (Clearing) Banken ......

Wechsel u. unverz. Schatzanweisungein Nostroguth. b. Banken und BanikJ rm.

Reports u. Lombards gegen börsen­gängige Wertpapiere.. 16436 627

Vorschüsse auf Waren und Warenver-

schiffimgen.. 4168 337

Eigene Wertpapiere Konsortialbeteiligungen ......

Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen . . .

Debitoren in laufender Rechnung . übarga ngspos'en uns. Niederlassungen untereinander ........

Bankgebäude . . . . i w , . j Sonstige Immobilien

Mobiliar . . ,..

Passiva :

Aktienkapital .........

Reserven KreclUoren

Akzepte und Schecks ...... 73148317

Uneihobene Dividenden . . .

Reingewinn . .. 3950 061

Zu der Bilanz ist folgendes zu bemerken: Kasse, Coupons und Guthaben bei Noten- und Abrechmingsbanken ergaben gegen dlas Vorjahr eine Vermehrung von 15.50 M il. M die Nostroguihaben, von denen etwa ein Drii'el im feindlichen Ausland, insbesondere bei ersten russtsolion Banken, aussteht, eine Vermehrung von 4.82 Mill. M Wechsel eine solche von 7 Mill. M. Die Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere zeigen eine Minderung von 8.40 Mill M die Vorschüsse auf Waren und Warenverschiffungen eine Ver­mehrung von 650 000 M. Bei den Debitoren in laufender Rechnung zeigt sich die starke Vermehrung von insgesamt 32 000 000 M., wovon 26 000000 M. gedeckt und der Rest un­gedeckt war. Von den Debitoren gegen Waren und Waren­verschiffungen hn Betrag von 4.17 Mill. M. sind gedeckt durch Waren, Fracht- oder Lagerscheine 680 347 M durch andere S cherbetten 627 784 M. Die Kreditoren Sind von 180.77 Mül. Mark auf 160.68 Mül. M. gestiegen. Dabei haben sich die Nostroverpffichtungen um 460 000 M. vermindert, die Gut­haben deutscher Banken und Bankfirmen um 840 000 M. vermehrt Eine sehr starke Steigerung zeigen die Einlagen auf provisionisfreier Rechnung mit 21 000000 M. und die sonstigen Kreditoren mit 8500 000 M. Die Akzepte haben eine Zunahme von 19.10 MdI. M. erfahren, die zum Teil mit der erheblichen Ausdehnung des laufenden Geschäfts zu- siammeahängt Der Bestand an eigenen Wertpapieren ist um 800 000 M. gewachsen. Die Konsortialbeteiligungen betragen 7.68 Mill. M. gegen 11.26 Mill. M. im vergangenen Jahr. Dem Zugang von 1900 000 M. steht ein Abgang von 5 500 000 M. gegenüber.

In der Generalversammlung wird beantragt aus dem Rein­gewinn außerordentliche Abschreibungen auf das Mobiliar mit 124 320 M. vorzunehmen, 60 000 M. für die 1919 fällige Talensteuer zurückzustellen, 366 802 M. als Aufsichtsrats- und Vorstamdstamtiemen abzansetzen und ö/2 Proz. Dividende zu verteilen und 98 838 M. (i. V. 68 221 M.) vorzutragen.

Frankfurt a. M., 9. März. (Ei«. Drahtbericht) In der heutigen BiLamzsitzung des Aufsichtsrats der Mitteldeutschen Credli'ibanik wurde der Jahresabschluß genehmigt und be­schlossen, in der auf den 24. März d. J. einberufenen General­versammlung die Verteilung einer Dividende von 5% Proz. zu beantragen.

Mark

Mark

6 445906

5 277 621

18 114 186

3 761 042

47 832 162

40772 899

11 450 887

6 629 235

16436 627

24828 649

4 168337

3 610057

14 336 506

13 636 620

7 685 083

11263 066

1868 745

2 469 482

169 592 077

137 607 197

208 873

308 390

8 016 870

8 074 416

575 144

591 701

134 321

87 176

60 000 000

60 000 000

9 156 728

9 156 728

160 681 271

130 770 311

73 148 317

54 042 921

9 301

7 342

3950 061

4 739 254

Die Eie: daer Bank veröffentlicht im Anzeigenteil der vorliegenden Nummer ihren Geschäftsbericht für 1914 ivergL auch Handels'eil der heutigen Morgen-Ausgabe) mit den üb. liehen Erläuterungen über die einzelnen Positionen der Bilanz.

Reichsbank-Ausweis.

In der ersten Märzwoche ist der Goldbestand der Reichsbank um 23 Mill. M. auf 2293.6 Mill. M. gestiegen. An Darlehnskasienschemen hat die Reichsbank 24.3 Mill. M. neu in den Verkehr gebrach', was hauptsächlich durch den Bedarf an kleinen Zahlungsmitteln im Zusammenhang mit der Löhnung der Truppen sich erklärt. An Reifcbskassen- scheinen hat die Reichsbank nur noch einen geringfügigen Bestand und sne kann dem dringenden Begehren auf Heraus­gabe von 10-Markscheinen um so weniger genügen, als von den in »hrem Besitz befindlichen 6% Mflionen Mark 10-Mark­scheinen nur etwa Millionen Mark umlaufsfähig sind, während die übrigen erst bei der Reriohsdruckerei zum Um­tausch gebracht werden müssen. Die gesamte Kapitals- anlage der Bank hat sich um 167 Millionen Murk erhöht. Die Zunahme entfa lt fast ausschließlich auf bankmäßige Deckungen Dagegen haben die fremden Gelder gleichzei'ig um 130.3 M Ilionen Mark zugenommen, so daß mehr als drei Viertel der zur Diskontierung von Wechseln entnommenen Beträge bei der Reichsbank verblieben sind. Die Deckungs- Verhältnisse der Noten w e der Verbind'ichkeiten Überhaupt hat sich in der abgelaufenen Woche nur unwesent­lich geändert. Die Golddeckung der Noten beträgt 46.8 Proz. gggen 46.7 Proz. in der Vorwoche. Die Metall- deckung der Noten ist mit 47.6 Proz. unverändert ge­blieben. Die Deckung der sämtlichen fälligen Ver­bindlichkeiten durch Gold stellt sich auf 84.7 gegen 35.2 Proz. in der Vorwoche.

Aktiva. | irs

Mefall-Pfstand. 2 335 1 77 000

2 893 614 000

grgpn die Vr.-'.-nchfl

20 9«2 OOO 22 £82 OOO

203 955 OOO 10 891 OOO

4260587000 37 421 OOO 26 406 000 186288OOO

180 OOOOOO 74 479 000 4 905 145 000 1711 802 000 188 359 OOO

12 065 000 4 697 OOO

+ 165 063 OOO 5 028 000

4 - 6 969 OOO

4- 4 013 000

(unver.)

Imiv-r.)

4. 42 441000 4 -130 27 5 000 4 - 11 855 OOO

darunter Öold

ReiChakassen-Scheine und Darlehns- Kassenscheine .......

Noten anderer Banken.

Wechaelbestand, Schecks und disk,

Schatzanweisungen . . . . .

Lombard-Darlehen.. .

Elfekien-Pestand .

Sonstige Aktiva.. . .

Passiva.

Grund-Kapital ........

Reserve-Fonds ........

Noten-Umlauf. ..

Depositen ..

Sonstige Passiva .

Ein neuer Bewe r s für das Erstarken unserer Industrie

$ Berlin, 8. März. Eig. Drahtbericht,] Nach den Ermotte- hingen des Vereins Deutscher Eisen- und Stahl-Industrieller betrug die Flußstahlerzeugung im deutschen Zollgebiet wäh­rend des Mona'g Dezember 1914 insgesamt 941399 Tonnen gegen 900 026 Tonnen im November. Die tägliche Erzeugung belief sich auf 37 656 Tonnen («egen 21801 Tonnen im August; 26 509 Tonnen im September; 33 341 Tonnen im Oktober und 37 501 Tonnen im November). Die Erzeugung verteilte sich auf die einzelnen Sorten wie folgt (wobei in Klammern die Erzeugung für November angegeben ist); Thomasstahl 498 107 Tonnen (455 932 Tonnen), Bessemerstahl 8837 Tonnen (8128 Tonnen!, basischer Siemens-Martin-tan 1 378 795 Tonnen (386 558 Tonnen), saurer Siemens-Martinstahl 16 854 Tonnen (17 801 Tonnen), basischer S'ahlfcrmguß 16 093 Tonnen (11977 Tonnen), saurer Stahlformguß 6202 Tonnen (5743 Tonnen), Tiegelstahl 8428 Tonnen ;8320 Tonnen), Elektro- stahl 8083 Tonnen (6567 Tonnen). Von den Bezirken sind iwi Dezember (gegenüber November) beteiligt; Rheinland- Westfalen mit 544389 Tonnen (546 491 Tonnen), Schlesien mit 83 827 Tonnen (83 457 Tonnen), Siegerland und Hessen- Nassau mit ]9 696 Tonnen (20313 Tonnen), Nord-, Ost- und Mitteldeutschland mit 36 522 Tonnen (37 506 Tonnen), König­reich Sachsen mit 18 251 Tonnen (16 797 Tonnen), Süddeutsch­land mit 8705 Tonnen (7440 Tonnen), Saargebiet und bayerische Rheinpfalz mit 78 455 Tonnen (73 901 Tonnen), Elsaß-Loth­ringen mit 75 015 Tonnen (50 770 Tonnen-, Luxemburg mit 76 539 Tonnen (63 352 Tonnen). Die Gesamturzeugun« an Flußstahl betrüg im Jahre 1914 insgesamt 14 978 106 Tonnen und dis an Roheis en 14 38 9 852 Tonne n.

_ Die Abend-Ausgabe umfaßt 40 Seiten

Hauaiichimleueri A. H cge r ho rft.

Berantwortliib für den jwlitild) Teil: A Hegerhorst; für den Unter» faunnaäteil « ». Nauendorf; für Nachiich en »ns Wiesbaden und den «ach. daroezirlen I, 8.: Diefenbach; für ..Weriiii»aal": i> Diefenbach;

fürtz-pori und Luf,fahrt": I. Au C-Loiackcr: für .Berinichtei" und de» Briefkasten": S. eosacker, für den Ha.idrisikil: W. Etz: für die Anzeige» und Rcklameni H Dorn aus; ämtiich in Wiesbaden.

Druck und Verlag der ij. Zchellenderg chen Hof Buchdrucker« in Wtetdaden.

Kvrechsiunde der Lchrislleilun, : 12 di» t Uhr.

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Mittwoch, den 10. März er., nach­mittags 3 Uhr» werden in dem Hause

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dahier:

1 Büfett, 1 Spiegel-, 2 Bücher-, 1 Aktenschrank, 1 Sekretär, 1 Kom­mode, 1 Serviertisch, 1 Sofa, eine Theke, 1 Regal, 1 Nähmaschine, 1 Klavier, 1 Geige mit Kasten, ein Billard mit Zubehör, div. Herren- Wasche, Hemden, Hosen, Westen, Hvsenträger, versch. Spitzen u. Ein­sätze u. a. mehr

öfmrtfkfj zwangsweise gegen Bar­zahlung versteigert.

Wiesbaden, den 9. März 1915. Habermann, Gerichtsvollzieher,

_Wallirser Straß e 12. _

Bekanntmachung.

Mittwoch, 10. März 1915, nachm. 314 Uhr, werde ich im Pfcmdlokale Moridstraße 7 öffentlich mieijdbietend zwangsweise gegen Barzahlung ver­steigern: 1 Sofa, 1 silberplattiertes Pferdegeschirr, 1 Bücherschr.. Bücher­lisch, 1 EiSschrank, 1 Eharselongue, 1 Büfett u. a. m.; anschließend in der Mainzer Straße: versch. Palme», Rosenstörke u. Alpenveilchen.

Wiesbaden, den 9. März 1915. Richter, G erichtSv., Orani enstr. 48,1. Bekanntmachung.

Der Fruchtmarkt beginnt während der Sommermonate April bis ein­schließlich Septendber um 9 Uhr

twnnitttiQfri *

Städtisches Mziseamt.

Bekanntmachung.

Die JagdnuYung auf dem

hiesigen gemeinschaftlichen Jagd­bezirk, der einen Flächengehalt von etwa 4116 Morgen Feld und 942 Morgen Wald hat, soll am 20. März d. I., nachmittags 3'/2 Uhr, auf hiesigem Bürger­meisteramt öffentlich meistbietend verpachtet werden. Die Feld- und Waldjagd kommt getrennt zum AuSgebol.

Die Pachtbedingungen werden im Termin bekanntgegeben und können auch vordem bei mir eingesehcn werden. F 302

Erbenheim, 8. März 1915. Der Jagdvorstchcr: _ Merten.

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am Mittwoch, 10. Mär z. Abonne ^ents - Konterte.

Städtisches Kurorchester. Nachmittags 4 Uhr:

Leitung: Herr Hermann Jrmer, städt. Kurkapellmeister.

1. Bayrisch Blau, Marsch von

C. Friedemann.

2. Ouvertüre zur OperetteWald- meister von Job. Strauß.

3. Der Wanderer, Lied von

F. Schubert.

4. Fantasie aus der OperDie weiße Dame von A. Boieldieu.

5. Donauwellen, Walzer von

J. Jvanovici.

6. A la SicSliana von C. M. v. Weber.

7. I. Finale a. der OperDon Juan von W. A. Mozart.

8. Soldatenleben, Marsch von

M. Schmellng. Abends 8 Uhr:

Herr Konzertmstr. K. Thomann.

1. Ouvertüre z. Op.Die Matrosen" von F. v. Flotow.

2. Gratulations-Menuett von

L. v. Beethoven.

3. Finale aus der operErnani von G. Verdi.

4. Militär-Walzer von E. Waldteufel.

5. Largo cantabile von Jos. Haydn.

6. Ouvertüre zur OperDas eherne Pferd von D. F. Ander.

7. Fantasie a. der OperDie weiße Dame von A. Boieldieu.

8. Durch Kampf zum tiieg, Marsch von F. v. Lion.

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