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Wt« 112» _ Montag, 8. März 1913.

Nur noch eine Sorte Brot in Italien.

W. T-B. Rom, 7. März. (Nichtamtlich.) Eine amtliche Verfügung bestimmt, daß ab 22. März nur noch eine einzige Sorte Brot mit einer Mischung von 80 Prozent Weizenmehl gebacken werden darf. Dieses Brot entspreche den Anforde­rungen der Ernährungshygiene und werde einen bemerkens­wert geringeren Verbrauch von Weizen bewirken.

Kritische Lage Venedigs.

W. T-B. Basel, 6. März. (Nichtamtlich.) LautBasler Nachrichten" ist Venedig infolge der fast vollständigen Unterbrechung des Hafenverkehrs und des sehr verminderten Fremdenverkehrs in eine sehr kritischefinanz teile Lage geraten. Die Stadtbehörden haben die Hilfe des Staates erbeten. Die Regierung erklärte jedoch, keine gesetzlichen Mittel zur Abhilfe zu haben. Sie könne auch kein Spezialgesetz für Venedig machen. Man prüft gegenwärtig die Mittel, um wenigstens den notwendig st en Bedürf­nissen zu genügen. In der Sitzung des Stadtrates am Samstag erklärte der Bürgermeister, die Stadtverwal­tung sei außer st and e, noch ferner die Unterstützung der Arbeitslosen fortzusetzen. Er müsse die Unterstützung, die auf 8000 Lire pro Tag gestiegen sei, in den nächsten Tagen einstellen.

Die amerikanischen Waffenlieferungen.

W. T-B. London, 6. März. (Nichtamtlich.) Nach einer Meldung derTimes" aus Washington Unterzeichnete der Präsident die S e e m a n n s b i l l. Der Kongreß be­endete am 4. März nach dem Begräbnis der Schiffsankauss- bill die Session. Es ist unwahrscheinlich, daß eine Sonder­session stattfindet, wenn nicht vor dem Beginn des neuen Kongresses nn Dezember besondere Komplikationen entstehen. Unter den letzten Akten des Kongresses war die Annahme einer Resolution, die den Präsidenten ermächtigt, alle Schritte zu tun, um die Verletzung der amerikanischen Neutralität dadurch zu verhindern, daß Schiffe mit Vorräten und Mannschaften für Schiffe kriegführender Mächte die amerikanischen Häsen verlaffen. Die ursprüng­liche Resolution erhielt auf die Anregung des Senats einen Zusatz, damit sie nicht ausgelegt werden könne, daß die Re­gierung ermächtigt sei, in die gewöhnliche Ver­schiffung von Kriegsmunition an Kriegführende einzugreifen.

Deutscher Reich.

Heer und Flotte.

75. Geburtstag Admirals v. Knorr. Heute Montag sollendet der älteste Admiral der deutschen Flotte, Eduard von Knorr, sein 75. Lebensjahr. Selten wird seine Gestalt so leb­haft vor den Augen des deutschen Volkes gestanden haben, wie in dieser Zeit, in der immer wieder die Erinnerung an die ruhmvolle Waffentat v. Knorrs als Führer des Kanonenboots .Meteor" im Kampf mit dem französischen AvisoDouve" vor Havanna wachgerufen wird. Knorr erhielt für dieses Gefecht als einer der wenigen Marineoffiziere im Kriege 1870/71 das Eiserne Kreuz. Seine weitere Laufbahn brachte ihn in die höchsten Stellen der deutschen Marine. 1803 wurde er zum kommandierenden Admiral der Reichskriegsmarine ernannt und blieb auf diesem Posten, deffen letzter Inhaber er war, bis zu seinem Abschied im Jahre 1899. In allen diesen Stellungen hat er sich in hohem Maße verdient gemacht. Die Früchte seiner Tätigkeit werden jetzt geerntet. An äußerer Anerkennung hat es v. Knorr nicht gefehlt. 1896 erhielt er den erblichen Adel und ein Jahr darauf den Schwarzen Adlerorden.

Errichtung von Kriegs-SauitätSinspektionen. Für die Dauer des Krieges sind zur Entlastung der stellvertretenden Korpsärzte 7 Kriegs-Sanitätsinspektionen errichtet worden. Es umfaßt die 1 KriegS-Sanitätsinspektion das 1., 17. und 20. Armeekorps (dienstlicher Wohnort: Allenstein), 2. Kriegs- Sanitätsinspektion das 5. und 6. Armeekorvs (dienstlicher Wohnort: Breslau), 3. Kriegs-Sanitätsinspektion das Garde­korps, 2 und 9. Armeekorps (dienstlicher Wohnort: Berlin),

4 KriegS-SanitätSinspektion das 3.. 4. und 10. Armeekorps (dienstlicher Wohnort: Magdeburg), 5 Kriegs-Sanitätsinspek- tion das 7. und 8 Armeekorps (dienstlicher Wohnort: Münster). 8. Kriegs-Scmitätsinspektion das 11. und 18. Armeekorps (dienstlicher Wohnort: Kaffel). 7. Kriegs-Sanitatsinspektion das 14, 15. und 21. (einschließlich 16.) Armeekorps (dienst­licher Wohnort: Straßburg i. E.). Die Kriegs - Sanitäts- inspekteure unterstehen unmittelbar dem Kriegsministerinm und sind den stellvertretenden Korpsärztm gleichgeordnet. Ihre Gebührniffe regeln sich dem Dienstgrad entsprechend und werden von den stellvertretenden Korpsintendanturen an­gewiesen, die am dienstlichen Wohnort der Kriegs-Sanitäts- inspekteure ihren Sitz haben. Ihre Aufgabe ist die möglichst häufige Besichtigung sämtlicher Hieileinrich- tungen des Heeressanitätsdienstes ihres Geschäftsbereichs (Reserve-, Vereinslazarette, Genesungsheime usw.), die Sorge für die richtige Ausnutzung der bereitgestellten Vorkehrungen für Sonderbehandlung und der sonstigen Knrgelegen- heiten sowie namentlich die Einwirkung auf die recht­zeitige Wiederheranziehung der Genesenen zum Dienst. Hinsichtlich der Besetzung der Kriegs-Sani- tätSinspekteure und der Regelung ihrer Tätigkeit im einzelnen wird das Weitere von der Medizinal-Abteilung des Kriegs- ministeriums veranlaßt werden.

Ehrenbezeigungen für Feldpostbramte. Alle Feldpost- boamten werden mit ihrem Mobilmachungstage Militärbeamte. Die im Offizierrange stehenden Feldpostbeamten (Feldober­postmeister, Feldoberpostinspektoren, Armee - Postdirektoren. Armee-Postinspektoren. Feldpostmeister, Feldoberpostsekretäre und Feldpostsekretäre) sind von allen Unteroffizieren und Mannschaften durch Anlegen der Rechten an die Kopfbedeckung zu grüben. Feldpostschaffnern und Feldpostillionen stehen Ehrenbezeigungen nicht zu.

klus Stadt und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

«rtegsabende.

Den 30. Kriegsabend deSBolksbildungs- o e r e i n S" leitete Herr Pfarrer Lieber, der auch das wohl infolge gleichartiger Veranstaltungen in anderen Sälen etwas weniger zahlreich als sonst erschienene Publikum begrüßte und einen Überblick über die wesentlichsten Kriegsereignisse der letzten Woche bot, der. wie immer, gern ausgenommen wurde und lebhaften Beifall fand. Den wesentlichsten Teil der ge­sanglichen Unterhaltung hatte der Männergescmg-Verein Concordia" übernommen, der unter der ausgezeichneten gqfaag j>tnwa Dirigenten» des Herrn Kapellmeisters Weiß-

FNesviwener Ea-nan»

bach, vier Chöre vortrug:Ich bin ein Deutscher" von Kistler, Die harrende Braut" vmr Jüngst,Reiterlied" von Otto und Rheinweinlied" von Mendelssohn. Der Krieg hat wohl auch in die Reihen der Aktiven derConcordia" große Lücken ge­rissen, aber die Kraft des Vortrags hat darunter nicht gelitten. Wiederholter stürmischer Beifall zeigte, daß auch die Znhörer- chaft allgemein die schönen Leistungen des Vereins zu würdi­gen verstand. Starken Beifall erntete auch Frl. Magda Arm­brust mit dem Vortrag einiger Lieder von Schubert und Brahms. Herr Weißbach begleitete die Sängerin, die über eine sehr ansprechende Altstimme verfügt, am Klavier. Den Hauptvortrag hatte Herr Professor Dr. U n z e r^ überiwmmen, der überDie Nassauer in den Kriegen der Vergangenheit" sprach.. Seine Ausführungen waren sehr interessant; ange­nehm empfunden wurde es, daß der Redner cs verstanden hatte, daS historische Material, das ihm doch immerhin in be­trächtlichem Umfang zur Bcrsügung gestanden hat, in knapp % Stunden zu bewältigen. Auch er fand lebhaften Beifall. Wir werden den Vortrag in der Mai-Nummer unserer MonatsbeilageAlt-Nassau" veröffentlichen.

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DerT urnverein Wiesbade u" veranstaltete gestern abend in der Turnhalle in der Hellmundstraße seinen 3. Kriegsabend. Den Vortrag hatte Herr Pfarrer Beckmann übernommen, der eine abgerundete Darstellung der Kriegsbe- gebenheiten während der Zeit von Oktober 1914 bis Ende Januar 1915 gab. Durch Kartenskizzen, die der Redner auf eine Wandtafel auftrug, wurde das Verständnis der Ausfüh­rungen des Redners, die lebhaften Beifall fanden, außer­ordentlich erleichtert. DasWiesbadener Dilettan­ten - O r ch e st e r" unter Leitung des Herrn E. S ch m i d t, des gegenwärtig viel begehrte, hatte sich dem Verein zur Bee­ngung gestellt; seine mit bekannter Schneid zum Vortrag ge­brachten Musikstücke, die natürlich dem Charakter des Abends Rechnung trugen, wurden begeistert ausgenommen, ebenso die Vorträge des Sängerchors des Turnvereins', die von dem Orchester begleitet wurden. Ganz besonders glänzend gestaltete sich der Vortrag des von dem Dirigenten Herrn Karl S ch a u ß in Musik gesetzten Veesenmeyerschen GedichtsAn mein Vaterland" und desNiederländischen Dankgebets". Die Begrüßung der Festteilnehmer hatte der 2. Vorsitzende, Herr W. Sünder, übernommen. Fräulein Hartmann trug mit gutem Ausdruck ein Kriegsgedicht vor. Schön waren die von den Herren Joh und Hertlein geleiteten Flaggen- reigen der Knabenabteilung und Stabübungen der Damen- abteilung, sowie das Reckturnen und die Gruppierungen. Einen starken Eindruck rief das prächtige lebende Bild Stolzenfels am Rhein" hervor, bei dem Feldgraue in feld­marschmäßig: Ausrüstung mitwirkten und das deS Kriegers Abschied von der Geliebten und der Heimat sowie seinen Tod darstellte. Die schöne und in allen Teilen tvohlgelungene Ver­anstaltung war außerordentlich gut besucht.

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Auch der gestrige Kriegsabend desMänner-Turn- Vereins" (Ecke Platter Straße und Gustav-Adolf-Strahe) war sehr stark besucht. Das Programm war reichhaltig und gut. Die Eingangsrede hielt Herr Anding, der u. a. ans den Einfluß der Turnerei auf die militärischen Leistungen hinwies und mitteilte, daß von den Mitgliedern des Vereins bis jetzt neun auf dem Felde der Ehre gefallen sind und be­reits zweiundzwanzig mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurden. Auch der reichen Liebestätigkeit des Vereins gedachte der Redner, deffen Ausführungen in dem gemeinsam gesunge­nen LiedeDeutschland, Deutschland über alles" ein starkes und schönes Echo fanden. Die turnerischen Vorführungen un­ter der Leitung des Herrn Fritz Engel erbrachten den er­freulichen Beweis, daß in demMänner-Turnverein" gute Tnrnarbeit geleistet wird. Den gesanglichen Teil hatten der unter der Leitung des Herrn Lehrers Würges stehende Chor, der Vorzügliches leistete, sowie daS bekannte Schuh- sche Quartett übernommen. Die Sänger fanden leibhaf­ten Beifall, ebenso Herr Wilh. Funk, der als Einzelsänger auftrat. Herr Hofschauspieler A n d r i a n o trug verschiedene gut ausgewählte Gedichte vor und erzielte damit einen stanken Erfolg. Auch Herr Brandt machte sich als Deklamator ver­dient. Alles in allem: es war ein genußreicher Abend, den derMänner-Turnverein" seinen Mitgliedern nnd Freun­den bereitete.

Der städtische Bartosselverkauf.

Nachdem die vom Magistrat festgesetzten Höchstpreise für Kartoffeln aufgehoben und die Kartoffelhändler nunmehr in der Lage sind, Kartoffeln hereinzubringen, hat der Magistrat beschlossen, Kartoffeln zentnerweise nurno chanMinder- bemittelte abzugeben, d. h. an solche, di« ein Einkommen von unter 3000 M. versteuern. Mehr als 2 Zentner werden an den einzelnen Abnehmer nicht abgegeben. Abweichend von der seitherigen Regel wird zunächst auch 1 Zentner ins Haus geliefert. Der Preis pro Zentner beträgt 5 M. 30 Pf., wozu noch 10 Pf. für Fuhrlohn kommen. Bestellungen werden Montag, Mittwoch und Freitag jeder Woche von 9 bis 12 Uhr beim Akziseamt, Neugasse 8, entgcgenommen. Der Klein­verkauf mit 25 Pfund zu 1 M. 30 Ps. findet nach wie vor an den bekannten Stellen, und zwar an jedermann statt.

(Ein neuer postwagenbrand.

Unlängst ist wieder ein mit Posffendungen beladener Eisenbahnpostwagen, offenbar infolge Selbstentzün- d u n g einer Sendung, zwischen den an der O st b a h n gelege­nen Stationen Rehfelde und Strausberg in Brand geraten. Der Wagen war in Bromberg mit 600 Paketen und 80 Brief­säcken, enthaltend F e l d p o st p ä ck ch e n, die zum Teil für die Feldpostsammelstellen in Köln-Deutz, Metz, Straßbuvg, Trier und Berlin bestimmt waren, beladen worden. Ein Teil der Ladung ist verbrannt, ein anderer Teil hat beim Löschen de? Feuers durch das Wasser gelitten; nur wenige Sendungen sind unversehrt geblieben. In dem Brandschutt haben sich an ver­schiedenen Stellen Reste von Streichholzschachteln sowie die Hülse einer Militärpatrone vorgefunden. Der Mißbrauch, feuergefährliche Sachen in Postsendungen zu verschicken, hat offenbar auch in diesem Falle den Brand ver­ursacht. Bon amtlicher Seite ist mit Rücksicht auf die wieder­holt vorgekommenen Selbstentzündungen von Posffendungen und die dadurch heovorgerufenen umfangreichen Brände vor der Versendung feuergefährlicher Gegenstände durch die Post dringend gewarnt worden. Diese Warnung kann nicht ernstlich genug wiederholt werden. Zu den feuergefährlichen Gegenständen gehören auch Reib - oder Streichzünder und Zündhölzchen jeder Art. einschließlich der im Geschäftsverkehr alsWachskerzchen" bezeichneten Wachs- streichzünder; sie dürfen unter keinen Umstän- d e n mit der Post versandt werden. Durch Zuwiderhandlung gegen dieses Verbot werden in erster Lime unsere urr Felde

Wend-AuSgabc. Erstes BlattSeite 5*

stehenden Truppen geschädigt, weil Sendungen mit leicht ent­

zündlichen Gegenständen eine ständige Gefahr für die übrigen sehnsüchtig erwarteten Feldpostsendungen bilden. Außerdem hat jeder, der dem Verbot zuwiderhandeltvorbehaltlich der Bestrafung nach den Gesetzen, für den enfftehenden Schaden zu hasten.

Fischcrcivercin des Regierungsbezirks Wiesbaden. Die

30. ordentliche Hauptversammlung des Fischerei- Vereins des Regierungsbezirks Wiesbaden fand in derWartburg" unter dem Vorsitz des Geheimen Re- giernngsrats Forstrat Elze (Wiesbaden) bei gutem Besuch aus allen Tellen des Bezirks statt. Dem Jahresbericht des Vorsitzenden entnehmen wir, daß dem Berein Ende 1914 neben den persönlichen Mitgliedern 16 korporative Mitglieder ange- hörten. Zur Hebung der Fischerei wurden in Rhein, Main, Lahn, Elbe und andere Bäche des Regierungsbezirks ausge­setzt: 3000 Schleienschlinge, 3000 Karpfenschlinge, 3 Zentner Aalsetzlinge. 60 000 Stück Aalbrut, 155 000 Stück Hechtbrut, 3000 Hechtjährlinge, 600 zweisömmerige Regenbogenforellen, 2000 Stück Forellenbrut, 2000 Stück Vachsaiblingsbrnt, 2000 Forellenjährlinge und 2000 Satzkrebse. Der von dem Verein zur Züchtung von Jungfischen als Besatzmaterial gepachtete Voehler-Weiher bei Merenberg wird im Herbst 1916 abgefischt. Zum Schutze der Fischereien hat der Verein an Prämien für erfolgreiche Anzeigen von Fischdiebstählen und Fischerei- Polizeiübertretungen 350 M. bewilligt. Die Fahresrechnung schließt, wie Regierungssekretär Wiesenborn (Wiesbadens berichtete, mit einer Gesamteinnahme von 6416 M. 30 Pf. und einer Gesamtausgabe von 5379 M. 80 Pf. ab. Die Versamm­lung genehmigte auf Antrag des Vorstandes nachträglich die dem Roten Kreuz gewährte einmalige Zahlung von 1000 Mark, sowie eine solche für denDeutschen Verein für Sani­tät sh und e" von 50 M. und bewilligte weiter zur Unter­stützung von Familien von zum Kriegsdienst einberufenen Ostseeküftenfischern eine Beihilfe von 30 M.

Die Verlustliste Nr. 167 liegt in der Tagblatffchalter- halle (Anskunftsschalter links; zur Einsichtnahme auf. Sie enthält u. all Verluste des Infanterie-Regiments Nr. 87, der Reserve-Jnfanterie-Regimenter Nr. 87 und 88, des Landsturm­bataillons Oberlahnstein und des Feldartillerie-Regrments

Nr. 63. . ^

Kleine Notizen. Die Prüfung über die Befähigung zum Betriebe des Hnfbeschlaggewerbes für das 2 Vierteljahr 1915 findet am 29 April statt. MeldumAn zur Prüfung sind an Herrn Regierung- und Geheimen Beterl- närrat Peters in Wiesbaden, Adelheidstraße 88 ivelcher der Vorsitzende der Kommission ist. zu, richten.. Dem sMh- machermeister Jobann Winter. Kirchgasse 11 m Wiesbaden, wurde vom Kaiserlichen Patentamt in die GebranMnmster- rolle eingetragen: Stiefel mit Schäften mit Elnrichtnng zur Verhüll;na des Eintretens von Schmutz unv Feuchtigkeit. Die Einrichtung kann an alten und neuen SllefÄn ange­bracht werden. .. , ,» ..

Erdbeben. Herr Klitz aus Mainz kündigt für «e nächsten Tage ein Erdbeben am Mittelländischen Meer an. Dorberidtte über Kunft, Vorträge nnd verwandte».

* Königliche Schauspiele. In der am Dienstag stattfm- denden Aufführung derManffed"-Szenen von Robert Schumann im Sinfoniekonzerle der Königlichen Kapelle wirken neben Kammersänger Forchhammer alsManffed folgende Damen und Herren vom Königlichen Theater mrt: die Damen Eichelsheim, Frick und Haas, und die Herren Eckard, Geiffe-Winkel, Lehrmann, Rehkopf, Scherer und von Schenck. Die Königliche Kapelle eröffnet den Abend mit Schumanns D-Moll-Sinfonie. Der Beginn ist auf 7 Uhr festgesetzt.Jedermann", das Spiel vom Sterben des reichen Mannes, erneuert von Hugo von Hofmannsthal, wurde soeben zur Aufführung angenommen und wird nach Emil Rosenows KomödieKater Lampe" Anfang April in Szene gehen.

* Mainzer Stadtthcater. Montag, den 8. März: Ge­

schloffen. Dienstag den 9.:Figaros Hochzeit". Mittwoch, den 10.: Sinfoniekonzert. Donnerstag, den 11.:Pensum

Schüller", Freitag den 12.: Geschloffen. Samstag, den 13.: Unbestimmt. Sonntag, den 14., nachmittags:M-Hewet-

berg". Abends:Die verkaufte Braut".

Neues aus aller Welt.

Hockwaffer in Sachsen Berlin. 8. März. In Sachsen herrscht infolge der starken Niederschiläge der letzten Tage Hochwasser, Bei Grimma ist die Mulde ein reißender Strom geworden und steht 2,85 Meter über dem normale»

Ein Bergwerksunfall. Breslau, 7. März. (Ktr. Mn.) Wie dieSchlesische Zeitung" mittetlt, ereignete sich auf dem Barbaraschacht der Vereinigten Mathildengruden Schienen, Aktiengesellschaft für Bergbau und ZinkbüttenbetriÄ'. in Lipine ein Unfall dadurch, daß eine zweistöckige Förderichale zu scharf aufsetzte. Dadurch wurden 12 Mann der oberen Schale mehr oder weniger schwer verletzt: sie evlitten zum Teil Knockenbrüche, Einer von ihnen ist gestorven. Acht Mann in der unteren Schale wurden leicht verletzt.

Ein Brand auf einen» französischen Dampfer. W. T.-B. L e Havre, 7. März. (Nichtarntlich) Die Compagnie Transatlantigue wurde durch Lloyds benachrichtigt, daß am Samstag, 6 Uhr 30 Min morgens, an Bord des. Übersee­dampfersLa Touraine" 800 Meilen von Le Havre e,n Brand ansgebrochen ist. Mehrere Dampfer befinden sich in der Nahe derTouraine", darunter der DampferRotterdam".Swan- more" nndCornishmen". New Bork, 7 März. Schiff- fahrtskreise erhielten die Nachricht, daß die Daffagiere und Mannschaften des in Brand geratenen DampfersLa Tou­raine" in Sicherheit sind. ,

Ein Kasernenbrand in Holland. W. T.-B. Amster­dam , 7. März. (Nichtamtlich) An Delft ist in der letzten Nacht die Kaserne größentells niedergebrannt.

Letzte vrahtberichte.

Oer Krieg im Grient.

Der Bericht des türkischen Hauptquartiers.

Neue Beschießung der Dardanellenbatterie«.

W. T-B. Konstantiirovcl, 7. März. (Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt nitt: In der allgemeinen Lage ist keine wesentliche Änderung eingetretcn. Nachmittags beschaffen sechs feindliche Panzerschiffe unsere Batterien in der Dar» danellenstratze; unsere Batterien antworteten mit Erfolg.

Der mißglückte Landunysversuch der Feinde.

w. T-B. Konflantinopel, 7. März. (Nichtamtlich.) Der Korrespondent der Agence Milli telegraphierte gestern über den bereits amtlich bekanntgegebenen Landungsversuch: Drei Boote mit etwa 60 Soldaten landeten unter dem Schuhe von fünf Panzerschiffen und sieben Torpedobooten; ein Halbzng türkischer Truppen trieb den Feind in die Flucht, der 20 Mcmm an Toten und Verwundeten verlor. Am Ufer von Kum- Kaleh landeten etwa 400 Mann, nachdem die feindlich«^