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Verlag LtNtggafse 21

ragl»> Ii-Ha«s".

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w»:ag«

Montag, 1. Marz» morgens.

Sonder-Ausgabe.

Der Krieg.

Der Tagesbericht vom 28. Zel-ruar.

Die Angriffe in der Champagne in vollem Um­fange abgewiefen. 260 Zranzofen csfangen. Ein 20 ttiiometsr langer, b Miometsr breiter Streifen am Vogefernvestrand erobert.

1800 Gefangene bei Grodnc-.

vv. T.-B. Großes Hauptquartier, 28. Febr., vormittags. (Amtlich.)

westlicher Uriegsschaupltry.

Ju der Champagne setzte der Cyner auch gestern seine Vorstöße fort. Die Augrifse wurden iu vollem Umfange abgewieseu.

Südlich Malaucourt (nördlich V idun) er. stürmten wir mehrere hintereinaudq liegende feindliche Stellungen. Schwache französische Gegenangriffe scheiterten und wir machte« 6 Offr. ziere, 250 Mann zu Gefangenen rnd erober. ten 4 Maschinengewehre »nd eine: Minen- Werfer.

Am Westrand der Vogesen warfen dir nach hrs- tigem Kampfe die Franzosen aus ihren St llungcn bei .Blamout-Bionville. Unser Anzrifs er­reichte die Linie Verdiunl Brrmlnil - östlich B a d on vill er - östlich Celles: durch ihn wurde

der Gegner in einer Breite von 20 Kilometer ! «ad einer Tiefe von 6 Kiloucter znrückgedrängt. KDie Versuche des Feindes, da? eroberte Gelände wie- der zu gewinnen, m i ßlan gen unter schweren er l usten.

./ Ebenso wurden feindliche 8orftöße in )en südlichen Vogesen abgewiefen.

ivestlicher Urkeasschauplatz

Nordwestlich Grodn waren si strrn nenr russische Kräfte vorgeganzcn. Unsere Gegenstöße war ftn die Ruffeu in die Vorstellu gen der Festung zurück. 8180 0 Gefangene blieben u iinscrer Hand.

Nordwestlich Ostrolcnka wrrdc am Omnlew ein feindlicher Angriff abgewieseu.

Vor überlegenen feindlichen Kräften, die von Süden und Osten aus Praschnüsch vorg-rgen, sind unsere Trup. pen iu der Gegend nördlich u d westlich dieser Stadt ausgewichen.

Südlich der Weichsel nichts Neues.

O b e r st e H e c r e « ! e i t u n g.

r - - --- - '

Don den östlichen Megrschauplätzen.

; Der österreichisch«ungariebe Tagesbericht.

Keine Berändrung.

W. T-B. Wien. 2b. gebt. (Nichtamtlich

Amtlich wirb und West, ereignet; es

juerlttutuatt vom 28. Februar: (n Polen f.nüjien hat sich nichts B ej o « & c t c 8 tauben nur A r 1 i l l e r i r k S m p st statt.

An der Karpathenfron und im Raume von Khsckow sowie südlich des D« ostr wirb gekämpft. Die Sitnatton hat sich in den letzten tagen nicht geändert.

Der Stellvertreter des Ehest des Generalstabes: v. H ö f e r. Feldmaljchiilleutuont.

Unsere geringen Verluste zum groben Siege von Gstpreatzen.

Eine amtliche Richtigstellung englistzer LSgeuberichterstattung. s W. T.-B Berlin, 28. Febr. Amtlich Nach einer Be­hauptung der LondonerCentral ppws" soll der deutsche Bot­schafter in Rom erklärt haben, wir in Ostpreußen an Loten und Verwundeten 100 000 Aann verloren hätten. Das englische Bureau klrüpft an dieses selbstverständlich in allen Punkten erfundene Meldung den Zusatz, daß der deutsche Kr so lg somit in keinem Behältnis zu den gebrachten htpfern stehe.

Dos letzte trifft zu, allerding nicht in dem Sinne der Centtal News". Die g r o tz e E i! e, mit der sich die ruffische 10. Armee der deutschen Umklammerung zu entziehen suchte, ' zur Folge gehabt, daß unsere Luppen nur auf e i n z e l - e n Teilen der Kampfftont mit de» Feinde in so e n g e G e - -chtSberührung gekommen sind, wie sie es in dem scheren Gefühl ihrer Überegenhei: gehofft hatten.

Da, wo der Gegner stand hielt ist er dieser Überlegenheit um Opfer gefallen. Im übrigen iber hak>en wir die in der iegsgxschichte einzig dastehende Tinters^acht vornehmlich Überraschung und Schrelligkeit gewonneri. o kommt er, daß unsere GesamweLuste mit dem glänzenden ' nt8 des Siege- tatsächlich un Mißverhältnis Sie sind ganz ungewöhnlich gering und be­

tragen noch, nickt ein Sechstel der von derCentral News" erwähnten Zahl.

Daß die Verluste überdies zum grüßen Teil nur aus vor- ubevgehende Ausfälle durch Marschkrankheit beruhen, ist nicht nur nicht sehr erfteulich, sondern zeigt auch von der rücksichtslosen Entschlossenheit unserer Verfolgung.

Derttaisers vank an tzindenbnrg und Ludendorff

W. T.-B. Berlin, 27. Febr. (Nichtamtlich) Dem Gene: al­feldmarschall v. Hindenourg wurde seine Ernennung zum Chef des 2. masurischen Infanterie-Regiments Nr. 147. wie die Kriegszcitung des Berliner Lokalanzeiger:-" erfährt, in nach­stehender Weise von Sr. Majestät b^kanrtgsgeben: ..Mein

lieber Genervlfeldmarschalll Nach dem glorreichen Verlaus der Winterschlacht in Masuren, in der unter ?>hrer bewä h r- ten meisterhaften Leitung mein unvergleichlich tapferes Ostheer dem Feinde den letzten Fußbrett heimatlichen Bodens entrifieu und seine Armee, weit in das eigene Land treibend, vernichtend geschlagen hat, rft es mir ein dringendes Bedürfnis, zu danken für all das, was sie und die braven Truppen jetzt wieder für das Vaterland geleistet haben. Ich will meinem königlichen Dank aber noch dadurch besonderen Ausdruck geben, daß ich Ihnen das Eichenlaub zum Orden Tour le mente verleihe und Sie ferner unter Belastung i la suite des 3. Garde-Regiments zu Fug zum Chef des 2. masurischen Infanterie-Regiments Nr. 147 ernenne. In der Wahl dieses Regiments, das sich bei den Kämpfen im Osten unvergängliche Lorbeeren errungen hat, wer­den Sie ersehen, wie dankbaren Herzen? ich Ihre Ver­dienste um die Befreiung Ostpreußens von dem feindlichei! Einsirll anerkenne. Gott sei auch ferner mit unserer gerechten Sache und schenke uns noch viele solcher siege. Wilhelm."

Auch der Chef des Stabes beim Generalfeldmarschall v, Hindenburg, Generalleutnaitt Ludendorff, erfuhr die Verleihung des Eichenlaubs zum Orden Tour le märite vom Kaiser durch folgendes persönliche Telegramm:Ans Anlatz de» herrlichen Sieges über das noch jüngst in Ostpreu­ßen stehende Rusienheer spreche ich, mein lieber Generalleut­nant Ludendorft, Ihnen, dem treuen, nn e r m ü d l i ch e n General st abrchef des OberbefehlSl>aberS der gesamten deutschen Streitkräfte im Osten, meinen königlichen Dank für Ihre hervorragende Anteilnahme an dem Gelingen des so großzügig angelegten und glücklich durchge- führten Unternehmen« aus. Ich verleihe Ihnen hier- mit das Eichenlaub zum Orden Tour le merke, eine Auszeichnung, deren Sie sich mit berechtigtem Stolz erfreuen können. Wilhelm."

klns den rufjischen Rriegsberichlen.

Die WienerKorrespondenz Rundschau" meldet aus Kopenhagen: Petersburger Berichte besagen, daß der russische Rückzug zwischen 91; einen und Weichsel andauere. In derNowoje Wremsa" er­klärt General Maslow. daß die Aktionen der Deutschen -wischen Bodr und Nsemen eine Wiederholung dessen seien, was sie bereits im September versucht hätten, um sich der Dahn von G r o d n o nach Wilna zu be- mächtigen. Die Kriegsberichterstatter melden, daß w e st l i ch Warschaus nun vollkommene Ruhe herrsche. Auch die schlichen Kanonanden hätten aufge­hört. Die Russen zögen um Warschau neue Truppen heran, meftt sunge Mannschaften, deren krieqs- Ntäßige Abrichtung eben beendet worden sei. Die Deutschen hätten nur dann Aussichten. Warschau m er­obern, wenn sie wahre Riesenkräfte einsetzten. Offenbar sei es ihnen darirm zu tun, das ausfchlag- gebende Übergewicht über den Feind im Osten zu er­hängen, bevor die neuen englischen Verstärkun­gen im Westen einträßen und dort die Lage kompli­zieren. Im halbamtlichen Petersburger Communiqus wird ausgeführt. daß das Vordringen der östw rcichisch- ungariichen Truppen in den von Russen besetzt gewese­nen Teilen der Bukowina mit Rücksicht auf dieneben­sächliche Rolle dieses Kriegsschauplatzes" keine besondere Bedeutung besitze. Das Communiauä schließt wörtlich: Dies ist um so mehr der Fall, als Operationen gegen Siebenbürgen uit gegenwärtigen Zeitpunkt durchaus nicht zweckmäßig erscheinen."

Ruffftckze Soldaten in weiberklerdern.

Eine amtliche Ssterreichische Mitteilung.

W. T.-B. Wien, 28. Febr. (Nichtamtlich.) A m t l i ch wird vom Armeeoberkommando, mitgeteilt: Zur Charakteri­

sierung der russischen KampfeSweisc sei erwähnt, daß in der letzten Zeit russische Soldaten als Frauen verkleidet von guten Aussichtspunkten cmS auf unsere Truppen gefeuert haben. Diese bis jetzt noch nicht praktizierte Art der Verkleidung russischer Armeeangehörigen, die also Weiberkittel benützen, um den Feind zu täuschen, ist gewiß wenig ruhmvoll. Natürlich tvird jeder feind­liche Soldat, der in solch unwürdiger Kleidung in unser« Hände fällt, erschossen.

Niissische PMndernnaen in Sirdaalizien.

Br. Wie», 28. gebt. (Eig. Drahtüericht, Ktr. Bln.) Kauf, leute, die aus Koto m e a in Wien eingeiroffen find, er­zählen, die russischen Zivilbeamten und Frwuen russi­scher Offiziere hätten die Ortschaften in der Gegend von

1918.

Stanislau vor einigen Tagen eilig verlaffen. Bon Südostgalizien wurden wertvolle Habseligkeiten .ru§ geplüitderten Bürgerhäusern in das Innere des Zaren­reiches fortgeschafft. Die Proteste gegen diese Masienaus- fuhr von Kriegsbeute wurden von dein russischen General. kommandanten schroff abgewiesen.

Dar Urteil eines ganz großen englischen Strategen

Br. Amsterdam, 28. Febr. (Eig. Drahtk^richt.^ Ktr. Bln.) DeinDaily Expreß" schreibt Colonel Beck über diegroße Niederlage der Deutschen in OstpreußerO. der. strategische Rückzug der Russen sei ein geniales Stück des Großfürsten gewesen und die größte militärische Tat, die die Welt je gesehen.

Oer Unierseebootskrieg.

Neue Gpfer der Unterseeboote.

W. T.-B- Paris. 27. Febr. (Nichtamllich.) Einer Meb> düng desMatin" aus Dicppe zufolge »st ein englisches Hau- delsschiff bei Saint-tzalerY-sur-Somme torpe-« d i e r t worden. *

Ohne Fährlichkeit dnrchaekominen.

W. B.-T. London, 28. Zebr. (Nichtamtlich) Das amerika­nisch r SchissJason", das Deihnachtsgaben nach Belgien ge­bracht hat und mit Ausstellungsstücken für San Fran^ c i s c o zurückfuhr, fuhr iu der Nacht von B r i st o l aus und erlitt nicht den geringsten Angriff von Unterseebooten, ob- tvohl cs ohne besondere Vorsichtsmatzregelit wefterfuhr.

Das weitere Steigen der DerffcherungssZtze in Enolnnd.

W T.-B. London, 28. Febr. (Nichtamtlich.) Der Korrespondent desDaily Telegraph" .für MarinwerÜch-rung schreibt: Die letzten Verluste wurden von den Versicherern als eins nvtlvenLiac B efl l-eite rs chein,u ng der KriegSvrrfichcr- ng hingenommen, ober die Berstcherungssatze waren gestern entschieden höher, f«

Schiffsladungen nach London, den Hafsn der Ostkustö und den nördlichen Häfen Frankreichs.

Kein Dampfer mehr von Schweden nach Hüll. ^ Berlin, 28. Febr. (Ktr. Bln.) Da?- Stockbolmer .Dag- bladct" meldet r.rs Göteborg: Die Arriengesellschaft der

Enar-Reedcrei, die seit KticgSbeginn die reguläre smiffSver- biudung mit Hüll aufrecht erhielt, stellte »hre Fahrten Hiermit hört der Verkehr nach Süll aup Dre deuffchen Unterseeboote konzentrieren angeKlich ihre Tätigkeit, um rn die Näbe der Häfen an der H u m b er m uu du n g zu ge- langen, wo der S-hiffsverkehr sehr lebhaft ist. Dre Enar- Reederei wird ihre Schiffe nach nördlicher gelegenen Hasen, wie MiddleSborongh. Tvne und Warlworth, geben lasten.

Dir Unzufrrcdrnhrft in drn englischen Arbrfterkrrrse«.

W T.-B- London. 28. Febr. (Nichtamtlich.) Der par­lamentarische Korrespondent desDaily Telegraph" schreibt: D'e Unrtihe in den Arbeiterkreisen Nordenglands ruft bei den Mitgliedern beider Parteien de? Unterhauses Besorg, nis hervor. Sie wundern sich, daß in diesem kriegc- rischen Augenblick rin Streik von hunderttausend Arber, tern droht. Der Sekretär der parlamentarischen Kommrsiron der Trade Union Ban-rnian sprach in der gestrigen Srtzung des Unterhauses die Anhcht aus, daß die kürzlick gebildete Regierungskomm tjsion unter der Leitung von Srr Georges Asqnith am ehesten imstande sein werde, die. auf. kmichenden Meinungsverschiedenbeiten beizulegen. Baper- man glaubt, die Internsten der Arbeiter würden am besten gewabrt werden, wenn die Streitigkeiten mtt den Arbeit, gebern durch eine solcke Kommission entschiedeir würden. In allen diesen Streitigkeiten sei die öffentliche Mei­nung ein Faktor, den außer acht zu lasten unklug ware

Ein Ultimatum an die Ausbändigen im Clyde-Distrikt.

W. T-B- London, 28. Febr. (Nichtamtlich.) Nack einer Meldung derTimes" bat die Regierung den Streikern im C l y d e - D'strikt eine Art Ultimatum gestellt rn Form eines Briefes des Leiters der parlamentarischen Kommission für die Arbeiter der technischen und Schiffsüauwerften, fs« Georges Asquith. In dem Briefe werden die Arbeiter a u f g e f ord e r t, die Arbeit am Mc n tagfrüh miede» aufzunehmen, da wichtige 51 riegsliefer ungen durch das Feiern verzögert werden. Sobald die Arbeit wieder ausgenommen sei, würden die Streitfragen einem Schieds­gericht überwiesen werden. Die Regierung wollte auf diese Weise die Entscheidung selbst in die Hand bekommen. Unter den Arbeiterführern herrscht wegen des Schrittes der Regie- rung Besorgnis, du es durchaus nicht sicher ist, daß die Streikenden dem Ultimatum gehorchen werden. Die Arbeitgeber begrüßeit die neue Entwickelung der Dinge al» den einzigen Ausweg, der der Regierung offenstand.

Die Bergarbeiter in England vom Kriegsdienst zn verschonen.

Berlin. 28. Febr. (Ktr. Bln.) Eine englische Regie, rungskommission stellt Untersuchungen an, inwieweit die Lage der Kohlenbergwerke cs zulätzt, Bergarbeiter in das Heer einzustellen. Bergarbeiter, die mit Arbeiten für die Regierung beschäftigt sind, erhalten eine Medaille mit der InschriftIm Kriegsdienst", damit sic nicht von den Werbern belästigt werden.