Einzelbild herunterladen
 
  

me infam um die teilweise noch von den Russen be­setzten Pass e, Hier, in den KattmHen. wird die Ent- scheidung angesti^bt, die den Feind zurückdrangen soll in die Ebenen Galiziens.

Die Entwickelung der Operationen verbietet äugen- blicklich noch eine Beschreibung der bisherigen schweren Kämpfe. Soviel kann aber bereits heute gesagt wer- den; D e u t s ch I a n d darf st o l z sein auf ferne Sühne, die in den Karpathen unter unerhört s ch w t e t: t * gen Verhältnissen, im Schnee und m der Eiskälte des Hochgebirges, ihren harten Drenst erfüllen.

Im Schnee ausgehoben sind dre Schutzen- g r ä b e n und die Feu-erstellungen dev Artillerie. Über glatte Schneeflächen, über steile Hänge führen dre An- griffe. Schneebodeckte, enge und gawundene Passe müssen gestürmt oder im feindlichen Feuer überwunden werden. Die Gefechte sich überaus heftig. Es liegt in der Natur des Gebirgskrieges. daß die Angriffe häufig nur frontal durchgeführt werden können. Um- fassungsbewegungen erfordern im Hochgebirge unend- liche Zeit, die der Gegner ausnutzt, um der Umfassung eine neue starke Front auf den die Nebentaler beherr­schenden Höhen entgegenzstellen. So mutzte häufig rn heftigem Frontalkampf der Feind medergerungen und auf rückwärtige Stellungen zurückgedrängt werden.

Mit überraschender Schnelligkeit haben sich unsere Truppen an die schwierigen Verhältnisse des Gebirgskrieges gewöhnt. Führer und T r u p p e n haben sich den neuen Bedingungen des Kampfes mr Hochgebirge angepatzt. Die mangelnde Q u e r- v e r bi n d u n g e n zwischen den einzelnen Paßstraßen ist durch ein ausgiebiges Netz von Drahtlertun. gen ersetzt worden. Auf Schneeschuhen gleiten ganze Kompagnien oder einzelne Patrouillen die Hänge entlang. In Baracken biwakieren die Trup­pen, deren mangelhafte und wenig zahlreiche Ortschaften im Gebirge keine ausreichende Unterkunft gewahren.

Unter militärischer Aufficht arbeiten starke Kolonnen von Landeseinwohnern an notdürftiger Ausbesserung der Wege und Patzftratzen; eine fast vergebliche Ar­beit, wenn die Mittagssonne die ausgefahrenen Geleise und tiefen Wagenspuren in Schneefchlamm und trefe Wasferlöcher verwandest. , . -

In langem Anstieg oder m zahlreichen Aktien Äut- wn ringen sich die Wege zu den Patzhohen (über 1000 Meter) hinan. Zerstörte Gehöfte, wenige schwarze aus der Schneedecke ragende Trümmer und Mauerreste be- ' eignen die Stätten ehemaliger .Gebrrgs- d ö r f e r. Für die aus der Feuerlimc m die Feld­lazarette aogeschobenen Verwundeten rmd für me Kolonnen und Trains sind an Teilstrecken der endlosen Patzstraßen behelfsmäßig Erftischungsstatronen in Baracken errichtet worden. ,

Unter denkbar schwierigsten Verhältnissen vollstehen sich die Kolonnenbewegungen hinter der Front: eine Riesenarbeit, zu deren Bewältigung nur eisernes Pflichtbewußffein fähig ist. Hier im Hoch, gcbirge leisten die Kolonnen mrt ihren erschöpften Pferden in Eis und Schnee Taten stillen, aber desto eindrucksvolleren, entsag ungsrerchon Heldentums. „„

In endlosem Zuge arbeitet sich hier mrt Pferde- und Menschenkraft eine Munitionskolonne auf «chlit- ton zur Patzhöhe hinauf. Die schwerfälligen Fahrzeuge einer geleerten Verpflegungskolonne begegnen ihr aus ihrem Marsch talabwärts. Schwere Bremsschuhe der- hindern nur mit Mühe das Abgleiten der Wagen auf den schmalen glatten Serpentinen des Weges. Kraft- ,ragen der höheren Befehlshaber keuchen mühsam berg- aus und winden sich zwischen den Fahrzeugen hindurch. Hier hilft ein Trupp zurückgeführter russischer Ge- süngener einen an steilem Absturz rm Schnee festge- sahrenen Kraftwagen befreien. Am stahlblauen Wmter- Himmel kehrten ratternd zwei Flugzeuge von der Er- kundinlg der rusiischen Stellungen zurück. Dre abge- worfeuen Photographien zeigen deutlich erkennbar die feindlichen Schützengräben und Truppenansamm- lungen auf der abgebildeten Schneefläche als schwarze Linien und Rechtecke.

Ein e i s e r n e r W i l l e nur scheint hier auf diesen verschneiten Gebirgsstraßen zu herrschen: den droben

kämpfenden Kameraden unter allen Umstanden Muni- tion und Verpflegung heranzuführen. Der Begriff des „Hindernisses" hat in den .Karpathen ferne

Bedeutung verloren. . . .

Schwere Kämpfe haben unsere Truppen in den Kar pathen hinter sich! harte Kämpfe auf den Paßhohon sind augenblicklich in der Entwicklung, härtere stehen vielleicht noch bevor. Die deutschen Karpathentruppen aber werden in ihren Leistungen nicht znrückstohen hm ter den Kameraden, die von der Nordsee bis zur Schweizer Grenze, die von Gumbinnen bis Südpolen kämpfen. Dafür bürgt der Geist der Leute, den die Schwierigkeiten des winterlichen Hochgebirges ii'cht er­schrecken. # W.T.-B.

Die zuversichtliche Lage in den Karpathen.

Budapest, 28. Febr. (Frist. Ztg.) Bei StaniSlau vauern dieKämpfean. Vor einigen Tagen wurden über Körömezö mehrere tausend r u s s if ch e Gefangene, darunter viele Offiziere, nach Ungarn weitertransportiert. — Wien, 28. Febr. Die Wochenrückblicke militärischer Fach leute sind trotz der neuen russischen Offensive in Nord und Tüd durchaus zuversichtlich. Die offensive Defensive wird ge­be,itet als ein Versuch, die völlige (Lindrückung beider Flügel aufzuhalten.

vie panikartige Klucht der Nüssen in Masuren

Br. Stockholm, 1. März. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin.) Entgegen den amtlichen russischen Berichten, die russische Armee hätte sich nach der Winierschlacht in Masuren in allen Ordnung zurückgezogen, berichtet ein Augenzeuge, die Russen seien in panikartiger Flucht, ohne jede Ordnung, als hätten sie alle Sinne verloren, geflohen. Viele Soldaten hätten kaum Zeit gefunden, sich anzukleiden und sind trotz der

W. T-B- Moskau. 28. Febr. (Nichtamtlich.) "Rutzkoje Slowo" vom 5./18. Februar meldet: Eine in Mitau erschie­nene geheimnisvolle Broschüre, die viel Aufsehen erregt, be­schäftigt sied mit dem Gouverneur von Kurland, Nabo­kow. Der Verfasser sucht die Richtigkeit und Zweckmatz,gkeit der Tätigkeit des Gouverneurs zu beweisen. Besonders aus­fällig ist in der Broschüre die gegen die Letten erhobene Beschuldigung, sie strebten nach einem unabhängigen G r o tz - L i t a u e n. Es ist die feste Überzeugung des Autors datz der heutige Patriotismus der Letten eine blosse H e u ch e l e i vor der russischen Gewalt sei und nicht von Her­zen komme. Die ganze lettische Intelligenz wird revolu­tionärer Umtriebe unter der niederen Bevölkerung des Gebietes bezichtigt. Als Verfasser der geheimnisvollen Broschüre soll Nabokow selbst festgestellt sein. Untersuchung ist eingeleitet.

Eine Bestrafung Kielces.

W. T,-B- Moskau, 28. Febr. (Nichtamtlich.) Aus Warschau lätzt sich die „Rutzkoje Slowo" melden: Aus einer Mitteilung des Oberstkommandierenden der Armee an den Warschauer Generalgouverneur ist ersichUich, datz von der Be­völkerung der Stadt K i e l c e im August 1614 auf die russi­schen Truvyen geschossen worden ist. Der Stadt ivar des­wegen seinerzeit «ime Strafe von 105 000 Rubel auserlegt.

Eine russische Regierungserklärung gegen die Gerüchte von einer Ausfuhr russischer Lebeusmrttel nach Deutschland.

W- T-B. Petersburg, 27. Febr. (Nichtamtlich.) Eine amtliche Kundmachung bezeichnet die Gerüchte als grund­los, datz Lebensmittel massenhaft nach Schweden und von da nach Deuffchland auSgeführt würden. Die Reg«- rung gibt bekannt, daß die Ausfuhr nach Schweden sich auf den Durchschnitt dessen beschränke, was in den letzten Jahren ausgeführt worden sei. Dabei trage diese von der Regiernlng genehmigte Ausfuhr denr Verbot, Lebensmittel von Schweden auszusühren. Rechnung. Finnland nun habe immer viel von den Erzeugnissen, die auf dem Seewege ein- geführt werden mutzten, verbraucht. Da dieser Weg bereit pst vollständig gesperrt sei, müsse Finnland notwendiger­weise die Einfuhr mittels der Reichs ei se mb ahnen teigern. Diese Steigerung der Einfuhr, zu der noch dre äutzerst geringe Leistungsfähigkeit der finimschen Bahnen komme, verursache cm manchen Stellen eine überfullmrg oer Frachtenbahnhöfe. Das mache dann den Eindruck eines Maffenexportes.

Zur abermaligen Verhastuug dcuffcher FlotteuvereiuS- Mitglieder in Rutzlaud.

W. T-B- Moskau, 28. Febr. (Nichtamtlich.) Aus Kiew meLet die ..Rutzkoje Slowo" zu der abermaligen Berhafbuog der Mitxssied-.r des Deutschen Flottenvereins: Ingenieur

Schlesinger ist in eine Festung, Blaenre. Behrend und Komerel sind ins Gefängnis verbracht worden, Meidorn, die Brüder Müller. AuerSbach und Eigener sind für die Dauer des Kriegs­zustandes aus dem Gouvernement Ufa ausgewiesen, wo sie unter Polizeiaufsicht gestellt waron.

Die Lebensmittel- und Kohlennot in Rußland.

W T -B. Petersburg, 27. Febr. (Nichtamtlich ) „Rutzkoje Slowo" meldet <mB Charkow: Die Stadtverwaltung beriet üher di' Möglichkeit, der Bevölkerung das fehlende Mehl und die fehlenden Kohlen zu beschaffen. Am 16. Februar hatte die Stadt infolge Waggomnangels nur noch für eine Woche Kob len. Im Gouvernement Wjatka herrscht Mangel an Lebensmitteln aller Art.

österreichische »nszeichnungrn für Krupp.

Essen (Ruhr), 28. Febr. Kaiser FranzJoseph hat Herrn Krupp von Bohlen und Halbach da« G rotzkreuz des österreichischen Franz-Joseph-Ottwns und Professor Rausenberger, dem Konstrukteur de» 42-Zenttmeter-Gefchützes, das Komturkreuz desselben Orden? verliehen. _

Der Krieg über See.

Die chinestsch.japanifchen Verhandlungen.

W T-B- London, 28. Febr. (Nichtamtlich.) Die „Times" meldet aus Peking vom 26.: Bei der heutigen chiEtth- iapanischen Konferenz erklärten sich die chinesischen Dele- cherten bereit, einige später zu bestimmende wichtige Orte m Cchantung als BertragShäfen zu öffnen. Die anderen Sckantung betreffenden Punkte wurden vertagt. Man hofft datz Japan einfehen wird, datz es wünschenswert ser, die Erörterungen biSnachdemKriege hinauszufchieben. Chinas Gegenvorschläge, die Japan ablehnte, waren die Erfüllung de» angeblichen Versprechens Japans, Tsingtau an China zurückzugeben und den Status qno in Schandung durch Zurückziehung der Besatzunystruppen sow.e der Truppen für den Schutz der Eisenbahnen und Telegraphen wiederherzustellen. Die japanischen Delegierten drängten auf Chinas Anerkennung der besonderen Stellung Japans rn der südliche n Mandschurei und in der östlichen und inneren Mongolei. China erklärte, Japan erstrebe damit die Herrschaft daselbst, und hob hervor, datz die Auerkonnung der japanischen Ansprüche der Schließung dieser Gebiete mr Handel und Industrie der anderen VertragLmachte gleich- komme.

RmerikanUche Geschwader im Stillen Gzean.

Berlin, 1. März. (Ktr. Bln.) Das erste und Zweite Ge- schivader der Bereinigten Staaten sind, wie der „New Aork Herald" meldet, nach dem Stille» Ozean ausgelaufen. Dre amerikanische Flotte vor Schanghai sei durch sechs Schiffe verstärkt worden.

Die Meinung in Amerika.

Br. Kopenhagen, 1. März. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) In Amerika herrscht die Meinung vor, datz erg Krieg rm Osten zwischen China und Japan den europäischen Krieg sehr bald zum Abschluh bringen wurde. Weder Rußland noch England können gleichzeitig rn Europa Krieg sichren und ihre Interessen in China wahrnehmcn. Man gelangt daher immer mehr zu der Überzeugung, datz es im hohen Matze notwendig sein werde, dem japanischen Er- oberungsplan ein entschiedenes Halt entgcgenzurufen. In Amerika wird die Politik Japans mit großer Besorgnis verfolgt.

Zurückberufung der japanischen Studenten.

Genf, 27. Febr. (Ktr. Bln.) Die japanischen Studenten an der Universität Zürich sind durch den japanischen Kriegs- minister telegraphisch in ihre Heimat berufen lvorden.

Volk und Regierung in China einmütig.

Berlin, 28. Febr. «Ktr. Bln.) AuS Amsterdam meldet der „L.-A.": Nach der Meldung des „Rjetsch" empfängt Yuan- «chikai täglich Telegramme, in denen die Bereitwilligkeit, für das Vaterland zu kämpfen und zu sterben, betont wirst. Der Präsident antwortete daraus, datz der Konflikt mit Japan auf friedlichem Wege gelöst werden könne. Die in China de- merkenAverte Einmütigkeit zwischen Volk und Regierung soll in T a k i o Eindvuck gemacht haben. Die „Vereiiniguny Friede in Japan soll beschlossen haben, der Verbesserung der Be­ziehungen Japans zu den Bereinigten' Staaten mehr Auf­merksamkeit zu widmen.

Ausweisung der Deutscken aus Japan?

Strengere Behandlung auch der Kriegsgefangene«?

Br. Wien, 1. März. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der „Neuen Fr. Pr.' zufolge meldet die Petersburger Tele­graphenagentur ans Tokio, sämtliche Deutsche müssten wegen des Konflikts Japans mit China das japanische Gebiet ver- lassen. Auch die deutschen Kriegsgefangenen würden jetzt strenger behandelt.

Die antzeror-entlichen Verdienste der Gewerk­schaften um die Rrieaskürsorge.

Berlin, 1. März. (Ktr. Bln.) In den ersten sechs Äriegsmonaten haben die Gewerkschaften laut „Berl. Tage­blatt" über 7i/> Millionen Mark an Arbeitslose und 6 Mil­lionen Mark an die Familien der Kriegsteilnehmer gezahlt.

Die Verwertung der Rriegsbente.

W. T-B. Berlin, 27. Febr. (Amtlich.) Der Zentralstelle ffir Kriegsbeute im Kriegsministcrium gehen fortgesetzt An­fragen und Anerbietungen aus Kreisen zu, die sich an der Bcrwertung der der Fürsorge der Heeresverivaltung anheim» gesallenrn und zum Verkauf gelangenden Güter beteiligen oder solche für sich selbst erwerben wollen. — Nachdem für die Verwertung dieser Güter die Kriegswirtschafts-Aktien- gesellschaft in Berlin. Mauerstratze 58. auf gemeinnütziger Grundlage gegründet worden ist, wird anheimgestellt, sich un­mittelbar an diese zu wenden. Zuschriften dieser Art an das KrtegSministerium können für die Folge nicht mehr beant­wortet Wersten.

Verbreitung der Stuttgarter Rede Heines nn Felde. Berliri, 28. Febr. Die Parteileitung der SoziaLemo- kratie Stuttgarts hat dem „B. T." zufolge beschlossen, die be­kannte Stuttgarter Rede des Reichstagsabgeordneten Wolf­gang Heine in Tausenden von Exemplaren in Broschürenform an ihre im Felde stehenden Parteigenossen zu senden.

Die Neutralen.

Rumänien geht nicht mit dem Dreiverband!

Kopenhagen, 28. Febr. (Ktr. Bln.) „Rjeffch" erklärt, nach Ansicht der massgebenden diplomatischen Kreffe sei keine Änderung in der Haltung Rumäniens zu erwarten. Der Bericht des russischen Gesandten in Bukarest. Poklewski-Koziell, lautet ziemlich trostlos. Er glaubt nur versichern zu können, datz Rumänien keine dem Dreiver­band feindlichen Schritte unternehmen werde.

VT. T-B- Paris, 1. März (Nichtamtlich.) Im Gegen, satz zu der übrigen Presse, welche erklärt, Rumänien werde unter dem Drucke der Beschießung der Dardanellen und unter dem Drucke der Operationen in Galizien demnächst intervenieren, lässt sich das „Journal" von seinem Dukarester Berichterstatter melden: Die Haltung der numäni- scheu Regierung lässt keine Schlüffe über ihre Politik zu. Die rumänische Öffentlichkeit, ausgenommen einige frank»» phile Politiker, bezweifelt täglich mehr, datz Rumänien an der Seite des Dreiverbandes intervenie«. Alle Fran- zosenfreunde sprechen von Jnterventton, aber wenn man frage, wann Rumänien loSschlagen werde, blieben sie die Antwort schuldig. Man spreche jetzt sogar von einem Minister- Wechsel. Die Polittker, welche als Kandidaten genannt werden, seien alle wogen ihrer deutschfreundlichen Gesinnung bekannt.

Verlängerung der rumänischen Parlamentstagnng.

W. T-B- Bukarest, 28. Febr. (Nichtamtlich.) Die Parla- mentSsession ist bis zum 21. Febr. a. St. verlängert worden. Zum bulgarisch-rumänischen Eisenbahnabkomme«.

' w. T-B. Sofia. 28. Febr. (Nichtamtlich.) Die Aoence Bulgare erfährt, datz die Sendungen von militärischen Ausrüstungsstücken an den Vorteile»: des neuen Abkommen» zwischen der bulgarischen und der rumänischen Eisenbahn­verwaltung nicht teilnehmen.

DkeStinimunyen und Strörnnnven rnJtoR-n.

Br. Berlin, 1. Wrz. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) Im „B. T." komnit Theodor Wolfs in seinem heuttgen Mon- tagöartikel auf die Stimmungen und Strömungen rn Italien zu sprechen. „Es wäre töricht, so führt er aus, sich darüber zu täuschen, dass jetzt fast das ganze italienNchv Volk die Verwirklichung der „nationalen Aspiration ver­langt. Die Deputiertenkammer hat dem Ministerpräsidenten mit grosser Mehrheit ilxr Vertrauen ausgesprochen, weil er unter allgemeinem Jubel den Satz von dem Italien, das zu marschieren bereit sei, gesprochen hat. Jedem Italiener steckt es im Innern, so heitzt es im „Berner Bund", datz der Krieg unvermeidlich geworden, es sei denn, datz Österreich sich in letzter Stunde zu Kouzessionen entschlietze. Sogar die Neutralisten, die Freunde der beiden Kaisermächte, erklären heute, datz ohne die Abtretung von mindestens Trient eine Zurückhaltung der italienischen Lawine schlechterdings unniöglich ist. Die seit Monaten venttlierte Abtretung deS Trentino wäre in der Tat das Sicherheitsventil, das eins Entspannung der bis zur Siedehitze erregten Gemüter i« Italien heröeiführen könnte. Wird das Trentino nicht abge- treten und unterbleibt der Krieg, so ist die Revolution da. Ähnlich, wenn auch vielleicht mit etwas weniger Schärfe wird da? Drängen von anderen unparteiischen Beobachtern dargestellt. Über solche Berichte mit lächelndem Optimismus hinwegzugleiten, hätte keinen Zweck, aber die sehr kluge italie­nische Regierung weitz auch, was ein Krieg für Italien be­deuten mühte, und sie würde darum irgend welcher anderen Möglichkeit schwerlich ablehnend gegenüberstehen. Es kommt nur darauf an, datz die Nottüre nicht erst geöff. n c t wird, wenn da» Gebäude bereits brennt.