Nr. 84.
7 Uhr ftttb keine Schiffe mehr hier eingrtroffen. Es ist unbekannt» ob die Ursache in dem schlechten Wetter oder tn den deutschen Sremaßrcgelu zu suchen ist.
Vorstchts-Matznahmen der holländischen Regierung.
Amsterdam, 18. Febr. Die Regierung hat den Schifft- tübrern befohlen, sobald sie ein Unterseeboot antrafen, anzuhalten und sich zur Erteilung aller Auskünfte über Schiff und Ladung bereit zu machen. Von dem Vorschlag, die Schiffe einiger Reedereien durch Kriegsschiffe begleiten zu lassen, hat die Regierung abgesehen ' hauptsächlich aus der Erwägung heraus, dah dadurch das Wagnis sür nicht geleitete Schiffe um so größer werden würde.
Eine diplomatische Darstellung Hollands über die Nordseefahrt.
W. T.-B. Haag, 18. Febr. (Nichtamtlich) . Eine Sammlung diplomatischer Aktenstücke über die Fahrt in der Norchee und dem Kanal während des Krieges ist veröffentlicht worden.
Zahrtverweigerung dänischer und norwegischer Schiffsmannschaften.
W- T.-B. Kopenhagen, 19. Febr. (Nichtamtlich.) »Mr- linqske Trdende" meldet: Die Schiffsmannschaft des Dampfes „Fjord" weigerte sich, mit Rücksicht aus die Minen gewahr nach England zn fahren Und verlangte eine G eld zu l ä ge von 200 Kronen. Man hofft, die Schwierigkeiten mit der Mannschaft zu beseitigen. — Mehrere dänische Kohten- schiffe mit dänischen Landesprodukten und nach Eng.ano abgegangen. Die dänischen Schiffe tragen sämtlich auf der Seite des Schiffes die Bezeichnung „Daninark, ferner den Namen deS Heimatsortes in großen Bnchstaberr und sind mit den Landesfarben bemalt. — Die norwegischen Dampfer „Courer", „Remus", „Haardrade' und der däntfche Dampfer „Angantyr", die nach England abgehen sollten, hatten gleiche ' Schwierigkeiten bezüglich der Sch i ff s m ann f ch af ei wie der Dampfer „Fjord". Sie sind einstweilen liegen geblieben. — „National Tideitde" meldet aus London Bon der Besatzung des Dampfers ,.D ulwich werde» 0 Mann vermißt: der Rest wurde von einem französischen Torpedo- jägcr gerettet. Man ist der Ansicht, daß, falls das deu tsch e Unterseeboot später aufgebracht und identifiziert werden sollte, die Besatzung und die Offiziere nicht nack Kriegsvecht zu behandeln, sondern als Mörder (.), und zwar nicht zu erschießen, sondern anfzuhängcn seren.
Die dänische Kriegsversicherung.
Hamburg, 18. Febr. Die ..Hamb. Nachr." melden aus Kopenhagen: Die dänische Kriegsversicherung schlagt den
Reedereien außer der Führung der Nationalrtatszerchen auch die Führung der sogenannten Kontorflaggen Tag wid Nacht vor. Wahrscheinlich wird der Vorschlag befolgst und ein Verzeichnis der Kontorflaggen und Schornstelnzerchen aller dänischen Schiffe ausgearbeitet. Das Verzeichnis wurde daun der deutschen Regierung zugehen.
Iui' Störung des Rabrlv erkehrs zwischen
Frankreich und Amerika.
Nur ein Zufall? „
W T.-B. Lyon, 19. Febr. (Nichtamtlich.) „Republiccnne meldet aus Paris: Die französische Kabelgesellschaft tent mit. daß die beiden Kabel zwischen Frankreich und Amerika, etwa 400 Kilometer vm, Brest gerissen seren. Um beunruhigenden Gerüchten entgegenzutreten, nach denen tue Kabel von deutschen Schiffen durchschnitten seien, erklärt die Kabelgefellschaft. das Reißen der Kabel sei aus einen Zufall zurnck- zuführeu; die Ausbesserung werde in einer Woche beendet ,eyu
Bryans „Neutralität".
Ki-r. 18. Febr. ..Wie lange noch, 0 Brvan. willst du die Geduld des amerikanischen Volkes mißbrauchet,?" Unter Anlehnung an das Wort Ciceros schreibt die „Omaha- Tribunc" wortwörtlich: ..Wie der Kriegsberichterstatter
der „Chicago Daily Tribüne" unterm 12. Januar aus Baals in Holland meldet, hat er die Aussage von vier amerikanischen Konsuln in Deutschland erhalten, daß sie von unserem Staatsdepartement scharfe Ruffel ^erhielten, weil sie nach ihrem Gewissen Berichte eim'andten, die H-rrn Dryan zu deutschfreundlich erschienen. Andere Konsuln, die sich des Verbrechens schuldig gemacht hatten. Untersuchungen über die von den englischen Lügnern verbreiteten „german atrocities" auzusiellen, wurden ebenfalls sckiarf gerüffelt und ihnen solches Verhalten streng verböte- weil es - man falle nicht auf den Rücken — uN- neutral ' sei. Hier die genauen Worte jenes Ruffels: vou will discontmue all such investipations, von are a constit frorn a neutral country, Diese gewissenhaften Konsuln mögen schöne Gesichter gemacht haben, als sie Liefen Befcheid ihres obersten Gebieters erhielten. Selbst wenn wir ganz unparteiisch und leidenschaftslos, mit ruhiger Überlegung, an diese ungeheuerliche Tatsache Herangehen, wenn wir zu Bryans Entschuldigung sagen wollten: Das haben feilte Unterbeamten getan ohne Vorwisien ihres Herrn, oder Bryan hat diesen Rüssel erteilt, weil er glaubte, strikt neutral zu bandeln so helfen alle diese Entschuldigungen doch nichts, denn Brvan ist verantwortlich für seine Unterbeamten; diese wurden solche Frechheiten sich nicht erlaubt haben, wenn sie von der deutschfeindlichen Gesinnung ihres Herrn nichts wüßten. Und in welchem Lichte fleht denn da die Neutralität Bryans gegenüber England, wenn c strikte Neutralität gegen Deutschland von seinen Konsuln fordert? An unseren Präsidenten Wilson richten wir aber hier die ernste Frage: Wie lange soll noch unser
Staatsdepartement zum Gespött der ganzen Welt dienen?" — So weit das angesehene Blatt im Staate Nebraska.
vie Auffassung über die deutsche Antwortnote in Amerika.
Sr. New York, 19. Febr. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bl«.) Nach hiesiger allgemeiner Auffassung ist die Lage^durch p,e deutsche Antwortnote wenig verändert. Die von der amerikanischen Regierung geforderte Garantie, dah seitens Englands kein Mißbrauch mit ihrer Flagge getrieben werde könne kaum geleistet toerden. Auch der von Deutfch- land vorgeschlagene Weg. die Handelsschiffe durch amerikanische Kriegsschiffe begleiten zulassen. würde Pt«»tf J {„um durchführbar fern. Die öffentliche Meinung ist natürlich in zwei einander heftig bekämpfende Laaer geteilt. Die vom Dreiverband gekaufte Presse bemüht sich, die deutsche Note als schroffe Ablehnung und Herausforderung hinzustellen, während die deutschfreund- kiche» Blatter auf den äußerst verbindlichen Ton der
Note Hinweisen und erkläre.,, daß das amerikanische M- die eigentlich Schuldigen an der ganzen Krisis nicht iu .wnu, sondern in London zu suchen hätten.
Lin rnzösisches Rriegsschiff mit knapper Not ei em deutschen Torpedo entgangen.
Sr. Amsterdam. 19. Febr. (Eig. Dr-«rrM-?nick?be! Der Londoner Korrespondent schreibt: sch ‘ „
tarnt zu sein, daß das franzosifcheKriegsschlff »Fe
Bart h" mit knapper Not einem deutschen Torpcdo entgn g Ein Offizier deS Kriegsschiffes hat dem £?§££
denten des „Daily Chromcle" folgendes erzählt. Wrfe^ mit der äußersten Wachsamkeit als Plötzlich e'ue Explosion ausbrach. Eine Wassersäule erhob sich über das Vorder schiff und siel über >rns. Wir waren torpedrett wordem Glücke des Torpedos fielen vor unsere ü-utzc ^ Jetten Moment sauste ein zweites Torpedo dM hinter de Schiff vorüber. Hunderte von T 0 n n e n W a s s drangen in den Kreuzer, doch konnten wir den Hafen erreichen.
vom französisch-belgischen Kriegsschauplatz.
Nahekampfe im Lauchtale.
Br. Basel, 19. Febr. (Eig. Dvahtbsricht Ktr Bin ) Trotz heftige» Schneegestöbers kam es rm Lanchtalc zu sehr heftige» Nahekampfen. Nach hartnäckigem R - otn niuwten die Franzosen alte Dörfer o r s Tales räumen. Schritt für Schritt mutzten die deutschen Truppen sie aus den waldigen Talern vertreiben. Das kleine Torf Remfpach, das von de" Franzosen mit zäher Ausdauer verteidigt Mrde, mußte im Baionettkampf genommen werden. Die Opfer an Toten und Verwundeten bet den Franzosen
ist sehr groß.
Die deutschen Bomben auf Bcrdun.
Rotterdam. 17. Febr. Die Pariser Wätt^r erhielten wus- sübrlicke Berichte, in denen die S cp r e ck e n der Bombaro incnts von Verdun durch deutsche Flieger geschildert wurden, jedoch ist ihre Veröffentlichung von der Zenfur sofort u n t drückt worden.
Neue baltische Regimenter an der Pserfront.
Seeschlevper als Aufklarunqsschrffe.
Sr. Amsterdam. 19. Febr. (Eig. Drahtbericht. tt- W Der „Tijd" wird auS Calais berichtet. Zwer feit Dezember ! aus Freiwilligen geformte neue belgische Regimenter^ s^^ angekommen und »oerdeii an der Aserfront verwendet. - 7k s ,1 i t e der V e r b ü n d e t e n ist durch etne 6to|e Zahl von Seeschleppern vermehrt worden, die AufNarungL-d,enste gegen die deutschen Unterseeboote verrichten sollen. D i x- muiden wird beständig bombardiert. Die deutsche Besatzung hat sich ,n der Stadt selber in Laufgraben verfchanzt.
Der amtliche französische Lügenbericht von gestern nachmittag.
W. T.-B- Paris, 19 Febr. ^Nichtamtlich.)
Bericht vom 18. Februar, 2 Uhr nachmittags: Zw-schen
Meer und Oise nichts Neues. Es bestätigt sich, daß wir einen glücklichen Handstreich ausführten, der u,ls ,n den sitz zweier Reihen feindlicher Schützengraben nordlicy Arras (nordwestlich Rochincourt) setzteir und.dem 1 .^ ernstliche Verluste oeibrachten. Wir erbeuteten einen Minenwerfer und mehrere hundert Bomoen. Im Äisnetale und Abschnitt Reims Artilleriekampfe, der wir offensichtlich die Oberhand gewannen. In der __'_I g»«4wa vrmrhc■ bäS aanze Ge-
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Champagne im Gebiet Perthes wurde.das ganze Ge lände, das wir gestern und vorgestern eroberten, behauptet Unter zalilretchcii Gefangenen die wir am 16. un°
17. Februar machten, sind zahlreiche Offiziere und Soldaten des 6. und 8. aktiven Armeekorps, sowie des 8-, 10- und 12. ReservekorpS. In den Argonnen behaupteten wir gleichfalls im Gruriewalde südlich von Fontaine aux Charmes und erzielten Gewinne. Wir machten andererseits einige Fortschritte im Gebiete auf Hohe 263._ Nufere Erfolge "wischen Argonnen und Maas setzten uns m den Besitz des Gebölzes südlich des Waldes von Choppy. Wir gevanner, außerdem 400 Meter in Tiefe nördlich Mälancourt und ungefähr* ebensoviel südlich des Forges-Waldes Alle diese Gewinne wurden behauptet. Aus dem Gebiet zwifchen Maas und Vogesen ist nichts zu melden.
Eine neue Hetzrede vioianis.
W T -B Paris, 19. Febr. (Nichtamtlich) In der gestrigen K ä m m e r s i tz u ii g stellte C h a u m e t eine Anfrage an Viviani über die Tagesordnung des Londoner Sozialist e n k 0 n g r c s s e S. Chaumet führte aus, die Tagesordnung erregte die Qffentlichkeit um so mehr, als zwei Mtt- alieder der Regierung an der Konferenz teilnahmen. -i.ee Redner bedauerte sehr, daß Minister sich nicht die Reserve auser- leateii. zu welcher die Journalisteu gezwungen seien. Viviani erklärte, daß die Richtlinien der Politik unverändert und aeaenüber den Verbündeten in gleicher Herzlichkeit wie bisher seien Viviani bekräftigte erneut, daß die Verantwortung für die augenblicklichen Ereignisse Frankreichs Feiilden zur Last falle. Die Regierung wiederhole, dah ire ohne Schwache und ohne Ermatten in Übereinsttmmung mit den Verbü.ideten den Kriea zu Ende (einstimmiger, langanhaltender Beifall. Senat und Gäste klatschten Beifall), bis zur Befreiung Europas, der materiellen und politischen Wiederherstellung Belgiens urid de: Wiedervereinigung Elsaß-Lothringens fortsetzen werde. (Beifall auf allen Bänken.) Wenn wir die Wledereilwer- leibuna dieser Provinzen verwirklicht haben, fuhr er fort, können wir sagen, daß sie nicht durch Eroberung, sondern durch R e st i t u t i 0 n zu uns zurückgekommen find, ^.aut Vertrag vom 4 September kann die Regierung eine friedliche Kofung nur gemeinsam mit den Verbündeten erwägen, deren Treue iu dieser Prüfung das heuige Bündnis iioch enger ?eitaltkt Jenes Bündnis! welches die Sache der Zivilisation und des Reckts rettet und Europa, ja. vielleicht die,ganze Welt retten wird, denn der Triumph des preutzifchen Militarismus wäre die V er nich tun g aller ffr e 1 - h e i t Nicht nur die Regierungen reden so, sondern auch die verbündeten Völker selber, um den gemeinsamen Gedaitten geschart, wissend, daß ein Triumph des deutschen Imperialismus den Zusammenbruch ihrer Freiheiten br- deuten wird. ' Viviani beschwört schließlich das Parlament, feine Pflicht zu tun. Konflikte zu vermeiden und Mißverf.and-
nisse zu zmstreuen, statt sie zu verschärfen (Lebhafter B-ffall.)
Chaumet erklärte sich befriedigt und daiikte B l v i a ri.. Im Senat beftagte der konservative Senator Goudcn d e Villau ebenfalls Viviani über die Anweseichcit S c m b a - -
und G u e S d e s auf dem «ozialiftenkongretz in London. Sr hätte gewünscht, daß die Regierung in einer Note an dw Presse sich jeder Verantwortung e n t hob c n Hatte, und ist der Meinung, daß die Haltung der sozialisttschcn Minister unzu-
Ia1 's3iViaitt wiederholte unter lebhaftem Beifall die ^ klärung, die er in der Kammer abgegeben hatte. ~atmt war der Zwischenfall beigelegt.
Zur Aushebung bes Schandurteils gegen deutsche Rerzte.
Berlin, 19. Febr. (Ktr. Mn.) Die Freisprechung der deutschen Arzte und Sanitätssoldaten erfolgte «nt vrer gegen drei Stimmen. Trotzdem bemerkt der »Temps . -
deutschen Arzte würden ihren Landsleuten erzählen konur-n, es^gebe noch Richter in Paris. .. .
vie Aufregung über das Verhalten französischer Minister auf der Londoner Sozialistenbonferenz.
~\V- T.-B- Lyon, 19. Febr. (Nichtmnflich.) „Nouvellifte meldet'aus Paris: Die Wandelgänge der Kammer waren am Mittwoch sehr belebt. Die Konferenz der Sozialisten m London bildete das Tagesgespräch. Die Haltung Sembats und Güesdes wurde lebhaft getadelt. Sogar die geeinigten sozialistischen Deputierten verteidigten Sembat und Guesde nicht, sondern versuchten nur. sie zu entschuldigem Die Deputierten erklärten, daß es, abgesehen von allen: anderen, kehr unangebracht sei, wenn Mitglieder emer nationalw: Regierung eine Tagesordnung Unterzeichneten, in weiter ausgesprochen werde, daß alle Regierungen rhre Ver-ant- wortung an den augenblicklichen Ereignissen Senator Villaine benachrichtigte Viviam, ^r iverde dw Regierung interpellieren, wenn sie nicht bis zum 18. FSruar erklären würde, daß sie künftig nicht mehr mit den be.dc Ministern solidarisch sei.
Eine Indiskretion'.
W. T.-B. Genf, 19. Febr. (Nichtamtlich) Der fchwe^ rische Preßtelegraph meldet aus Paris: ES verlautet, oatz die Resolutionen des Londoner Sc^iallstenkongresseS, diede französischen sozialistischen Mitgliedern jetzt ;
rigkeiten bereiten, nicht zur Veröffentlichung bestimmt gelvesen seien, sondern durch Jndrskretton i Presse gelangt seien.
Die Kohlennot in Paris. Neue Zeppelinfurcht.
W. T.-B. Zürich, 19. Febr. (Nichtamtlich.) Die „Neue Zürcher Zeitung" meldet aus Pans: Die Koh^r- not in Paris wird immer gr 0 ßDw Preffe fteiaen fortgesetzt. — Die neuerliche. Verschärfung der Maßregeln über die VerdunkeInn8 Jet @tadff lourben durch dos Erscheinen dreier Luftschiffe über Nantes, 60 Kilometer westlich von Paris, h^vorg - rufen. Die Militärbehörde ließ sofort feglrche Beleuchtung der Stadt untersagen.
Der neue Kommandant des befestigten Lagers von Dünkirchen. r , r , ..
W T.-B. Basel, 19. Febr. Die „Baseler Nachrichten erfahren aus Paris: General Eydoux, der m der
Schlacht an der Marne ein Armeekorps führte, erhielt jetzt das Kommando über das befestigte von
Dünkirchen. Die Befestigungen unter der Leitung der Generale Bidon und Planty sind beendet.
Ein Deutscher in Bordeaux erschossen.
Sr. Genf, 19. Febr. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der Deutsche Willi Sattler, der vom Kriegsgericht in Bordeaux wegen Spionage zum Tode verurteilt worden war, wurde gestern erschossen.
Neue englische Truppentransporte.
W T -B London, 19. Feor. (Nichtamtlich.) Amtlich wird mitgeteilt, daß eS in der nächsten Zeit notwendig sem werde, die Bahnen in weitgehendem Maße für militärische
Transporte freizuhalten.
Maßimhmen zur Linderung der Not unter der Zrvtt- bevölkerung der besetzten Gegenden Nordfrankreichs.
W. T -B. Bern, 19. Febr. (Nichtamüich.) Die parlamentarischen Vertreter der besetzten Gegenden NordftcmkreichS machen Anstrengungen, die dorttge notleidende Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versehen. Die Gründung einer privitten Organisation in Frankreich soll geplant sein, die unt Genehmigung der dortigen Regierung Lebensmittel durch die Schweiz befördern würde. Das Deuffche Reich gab ser-ne.Zu- flckeruna, daß diese Waren ausschließlich für die ftanzoflsche Bevölkerrma verwendet werden sollen. Die Beförderung der Waren an Ort und Stelle sowie die^ Verteilung und Uber- wachung der Verwendung würde von schweizerische Organen übernommen werden. Die Schweiz^ unterstützt natürlich auch dieses Werk der Humanität nach Kräften.
Feindliche Verleumdungen der Deutschen in Belgien.
W. T.-B. Brüssel, 18. Febr. (Nichtamtlich.) Der iir Lyon erscheinende „Nouvellifte" hat am 28. Januar eine Nachricht gebracht, wonach die Deutschen in Brussel Möbel, Gemälde. Tische, Uhren und Teppiche «us dem Senat und aus der Deputiertenkammer nach Deuffchland hatten sck>affen lassen. —- Diese Nachricht ist unwahr. Wie uns von maßgebender Sette mitgeteilt wird, hat die Kitsche Mllitcir- verwattuiig welche die Räume des belgischen Parlaments für ihre Zwecke benutzt, nicht einen einzigen Gegenstand daraus ^entfernt. Ähnliche Notizen tauchen fast mäßig seit Monaten in der im Ausland redigierten belgischen Presse auf. Auch diese Verleumdungen seien hiermit nochmals gekennzeichnet.
Was Herr Vandcrvelde sür „strategisch möglich" hält.
W T -B Le Havre, 18. Febr. (Nicktamtlich. Meldung der Agence Havas.) Staatsminister Van der Velde dementiert die chm von der auslälidischen Preye zugefchriebene Äußerung, die Belgier dächten mcht daran, ihren VerBun- deten aus ihrem Erobcrungsmarfche zu folgen, sondern wurden sich daraus beschränken, Belgien zuruckznerobmn. Ban- dervelde erklärt, er wisse, daß die sttategifchen Rottmndrg- keiteu das belgische Heer zwingen konnten. Mit den Verbun- deten außerhalb Belgiens zu kämpfen .
Dev Krieg im Grient.
Zum türkischen Vormarsch gegen den Suezkanal.
England bei Italien abgeblitzt!
Sr. Wien, 19. Febr. (Eig. Trahtbericht. Ktc. WnF Der Reuen Fr. Pr." wird aus K 0 ii st a n t l n 0 p el gedrahtet. Nachdem die Nachricht von der Annäherung der turklfchen
