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ist, jetzt lieber etwas weniger und helfe später, wenn nötig, mit flüssigem Dünger nach. Für größere Flächen ist der Kauf der genannten Dungstoffe in Form von Kainit für Kali (200 bis 250 Gramm per Quadratmeter), von Superphosphat oder Thomasmehl für Phosphorsäure (100 Gram per Quadratmeter j vorteilhafter.
Über die Anpflanzungen und die Behandlung der einzelnen Genrüsesorten werden unter „Gartenbau und Blumenpflege" in der „Roman"-Beilage dieses Blattes zur richtigen Zeit ausführliche Angaben gemacht. H
Notprüfungen.
Der Minister der geistlichen und Unterrichtsangelegen- ,eiten v. Trott zu Solz gibt bekannt: Für die Schüler der
Oberklassen der höheren Lehranstalten, welche zum Ostertermin die Versetzung nach Oberprima, Unterprima, Obersekunda und Untersekunda erreichen, und welche Nachweisen, daß sie von einem Truppenteil für den Heeres- d i e n st angenommen worden sind, haben während der Dauer des Krieges die in meinen Erlaffen vom 1. August v. I. und 31. August v. I. getroffenen Ausnahmebestimmungen mit der Maßgabe Geltung) daß die NotPrüfungen und die Zuerkennung der Reife für eine höhere Klaffe vom l. Juni d. I. ab statthaben dürfen. Dem Heeresdienst gleich zu rechnen ist der Dienst in der freiwilligen Krankenpflege, wenn sich der Schüler für den Dienst im Etappengebiet (nicht im Heimatgebiet) für die ganze Dauer des Krieges verpflichtet hat und für diesen Dienst angenommen worden ist. Erlaß vom 22. September v. I. Ich bemerke ausdrücklich, daß zur Not- ' reifeprüfung nur solche Schüler zugelassen sind» welche die ' Versetzung nach Oberprima erreicht haben.
Für Schüler der Michaelisoberprima, welche nachträglich in das Heer eingestellt werden, bleibt sinnentsprechend die Bestimmung des Erlasses vom 1. August v. I. in Kragt, daß sie vom 1. Juni d. I. ab nur eine mündliche Prüfung abzulegen haben.
Junge Leute, welche früher eine der oberen Klaffen der höheren Lehranstalten besucht haben, können unter den bc- zeichneten Voraussetzungen vom gleichen Zeitpunkt ab zur Notreifeprüfung zugelassen werden, wenn ihre Verletzung in die Prima spätestens Ostern 1914 erfolgt ist oder möglich ge- ) wesen wäre.
Die «ommunalvsvbSntze und der Mehldedarf.
Es gelangen in letzter Zeit an die Kriegs-Getreidegesellschaft vielfach Anträge von Kommunalverbänden um Überlaffung von Mehl.. Den Anträgen stattzugeben ist nickt > Aufgabe der Kriegs-Getreidegesellschaft. Es ist festgestellt, daß noch g r o ß e M e h l v o r r ä t e im Lande vorhanden sind, und die Mühlen wissen teilweise nicht, wohin sie ihre Produkte loschen sollen. ES handelt sich bei diesen vorhandenen Mehl- mengen weniger um Roggenmehl als um Kriegsmehl, d. i. 70 Prozent Weizenmehl und 30 Prozent Roggenmehl. Dieses Mehl haben die Müller teilweise fertig liegen, teilweise können sie die vorhandenen Getreidevorräte gemäß 8 4 Ziffer c der Bundesratsverordnung vom 28. Januar 1918 ausmahlen. Veräußern dürfen die Müller das Mehl nicht, ohne daß der zuständige Kommunalverband hierfür die erforderliche Zustimmung gibt. Die Zustimung wird von dem .Kvmmunalver - band, in dem die Mühle liegt, häufig verweigert, obwohl die 1 in dem Bezirk vvrhandenenBorräte dessen Bedarf für die nächste f Zeit bei weitem übersteigen. In diesem Falle wird dem not- leidenden Kommunalverband empfohlen, von 8 81 der Bnndes- ratSvervrdnung Gebrauch zu machen und sich an die L a n - deSzentralbehörde zu wenden, um die Übereignung von Mehl aus dem Bezirk des einen Komunalverbands an den ' anderen in die Wege zu leiten. Gehören die Kommunakver- bände verschiedenen Bundesstaaten an, so ist hierfür der Reichskanzler zuständig. Die Mühlen, bei denen Mehl noch erhältlich ist, sind zu erfahren bei der Geschäftsstelle des Hereins deutscher Handelsmüller", Berlin-Eharlvttenburg, Schillerstraße 5, Telegrammadresse Handelsmüller.
«Nppfische al, «riegsnahrungsmittel.
Der Magistrat zu Berlin hat beschlossen, die von ihm eingekauften Klippfische jetzt an das Publikum äb- zuaeben. um damit einen überaus billigen E r, a tz für das teure Fleisch zu bieten. Paris hat nach den ZeitunaSnachrichten, für den Fall der Not und der Belagerung allein 800 000 Zentner Klippfische für seine Bevölkerung gekauft. Die Klippfische, die Schiller im Taucher zu Unrecht zu den Ungetümen der Tiefe rechnet, bilden nach denr Gutachten : des „Deutschen Seefischereivereins" ein vorzügliches VolkS- : Nahrungsmittel, das trotz seiner Billigkeit von großem Nchr-
' wert ist Ein Pfund getrockneten Klippfnckes hat den Nähr- I wert von drei Pfund Fleisch. Klippfische sind getrocknete Seefische, die vor dem Genuß 36 Stunden ernzuweichen sind, wodurch sie SO Prozent an Gewicht gewinnen. Es empfiehlt sich, den Klippfisch nicht zu lange kochen zu lchsen. bc er sonst hart wird. Um ihnl den spezifischen Seefischgeruch zu nehmen, fügt man dem Kochwaffer ein Stuck Holzkohle, Pallasche oder heile Senflörner hinzu.
_ Landtagswahl Wiesbaden-Land-Höchst. In einer am
Sonntag in Hochheim a. M. stattgefundenen Versammlung der
Zentrums-Vertrauensmänner für den LantckagS- wahlkreis Wiesbaden-Land-Höchft wurde beschloffen, sich an der Ersatzwahl für den verstorbenen Abgeordneten Bürgermeister a. D. Wolfs (Biebrich) nicht zu beteiligen. Da ein gleicher Beschluß der Fortschrittlichen Bolksparte, brre'ts vorliegt und auch die Sozialdemokratie schwerlich den Wahlkampf aufnehmen wird, kann der Kandidat der Nat,°na1,beralen. Justizrat Dr. Häuser (Höchst), bereits als gewählt ange-
seheii^.verden.^^^E^ Lazarette. Aus der Verwundetenliste der Auskunstsstelle über im Felde stehende nassauische Soldaten in der Loge Plato: Referve-Jnfanterte-Regiment 81: Dietrich I (Albshausen) in der Wilhelms-Heilanstalt. - Infanterie-Regiment 116: Vizefeldwebel Höchst älter (Gießen) in der Anstalt von Dr Sckloß. — Landwehr-Jnsanterie-Regiment 80: K. Tömpe (Heininghaufen, im Garnisonlazarett-. Fleischmann lThann) im Paulinenstist; A- Fritzlar (Allenstetn),W. Hummer (Müschenbach) und Kirschey rm Kath. Gesellenhatw, W Langenbach (Löhnberg) im Garnisonlazarett-, H. Lonnartz im Hotel National. —Landsturm-Ersatzbataillon Wiesbaden 2: A Beck (Grumbach) im Paulinenstist. — Rekrutendepot des Infanterie-Regiments 80: W. v. d Halle (Lüde^cheid, ,m Paulinenstist; H. Beffel (Ehnshorn), G. Dchpel (Frankfurt). Georg Moses (Heinzenberg). A. Peiler sDiez), Ph. Wenzel (New Bork) und F. Zöller (Pulach) im Garnisonlazarett. — Feldartillerie-Regiment 27: I. Brunn (Schwanheim) ,m Hotel National. — Jnfanterie-Jtegiment 168: A. Bruno (Delkenheim) im Hotel National. —Landwehr-Grenadrer-Regrment 8 Gefreiter B. Glaser im Hotel National. — Besvannabteilung 9:
Wiesbadener Tagblatl.
I. Heine (Thalheim) im Garnisonlazarett. — Reserve-Jnfan
terie-Regiment 80: Georg Jung (Hausen) und Heinrich Leicht- ftlß (Erbenheim) im Garnisonlazarett; I. Papenkert (Steheim), A. Volkmar (Walsdorf) und A. Hoffmann (Rückers) im Paulinenstift; I. Wiederstein (Limburg) im Kath. Ge- fellenhaus. — Rekrutendepot des Landwehr-Jnfanterie-Regi- ments 80: E. Mertens (Gieswied) und I. Schmitt (Zeilsherm) im Kath. Gesellenhaus. — Landsturrnbataillon Wiesbaden 5: Unteroffizier F. Müller (Eiserfeld) auf der Friedrichshöhe. — Infanterie-Regiment 118: Unteroffizier B. Rothermel (Grotz- breitenbach) im Hotel National. — Infanterie-Regiment 80: Schow (Altenweiler) im Garnisonlazarett; E. Zink (Hersfeld) im Paulinenstist. — Landsturm-Ersatzbataillon Wiesbaden 1:
I. Strub (Schwabsburg) im Paulinenstift.
— Auskunft über Verwundete in Posen. Die AuskunftS stelle über Verwundete in der Provinz Posen teilt mit: Wir werden gebeten, erneut darauf hinzuweisen, daß zur beschleunigten Vermittlung von Nachrichten über verwundete und kranke Militärpersonen für die Provinz Posen im Königl. Oberpräfidium in Posen eine Auskunstsstelle über Verwundete, die in Lazaretten der Provinz Posen liegen, besteht. Diese Einrichtung soll es den Angehörigen unserer verwundeten und erkrankten Krieger ermöglichen, den Aufenthaltsort ihrer Lieben, von denen sie wissen öder annehmen, daß sie verwundet oder erkrankt sind, zu ermitteln. Anfragen sind zu richten an die „Auskunftsstelle über Verwundete in der Provinz Posen" in Posen O. 1, Taubenstraße 1. Wir bemerken noch, daß es sich empfiehlt, zu den Anfragen Postkarten mit Rückantwort (Doppelkarten zu verwenden, wobei auf der Antwortkarte die genaue Adresse des Absenders vorzuschreiben ist.
— Schwerhorigcnfürsorge. Der Verein für Schwerhörige, genannt „Hephata", versendet seinen 13. Jahresbericht, dem wir folgendes entnehmen: Der Verein hat in ganz Deutschland sowie darüber hinaus, besonders in der Schweiz, rund 1300 Mitglieder, die sich in 23 Ortsvereine gliedern, zu denen auch ein in unserer Stadt wirkender Verein gehört. Der Jahresbericht enthält von jeder dieser Gruppen einen mehr oder weniger ausführlichen Bericht und eine Rechnungsablage. Aus beiden ergibt sich die segensreiche Wirksamkeit der Vereine, die vielen Schwerhörigen Halt, Ermunterung, fiohe Stunden und Gelegenheit zur Erlernung des Ablesens vom Mund bieten, dabei unter ihren Mitgliedern eifrig Armenpflege treiben. Der Berliner Verein, der der Ausgangspunkt der ganzen Fürsorgearbeit ist, steht noch immer an Mitgliederzahl und Vielseitigkeit der Bestrebungen an der Spitze, allen Tochtervereinen ein Vorbild. Das bedeutendste Ereignis des vergangenen Jahres ist der Zusammenschluß eines Teiles der Hephatavereine zu einem wohlorganisierten Bund, von dem man stärkere Stoß- und Tatkraft erwartet. Da durchaus kein Zwang angewandt wird, stehen noch eine Anzahl Vereine dieser Neubildung aöwartend gegenüber, entscheiden sich aber hoffentlich bald für den Anschluß, denn die Aufgaben, welche zu lösen sind, um den Schwerhörigen ihr Los zu erleichtern, sind von besonderer Schwierigkeit. Es seien hier nur die für Gebörleidende passende Berufswahl sowie die Verschaffung von Arbeit für solch«, die durch ihr Gebrechen arbeitslos geworden sind, erwähnt. Es darf wohl als bekannt vorausgesetzt werden, sei aber hier noch einmal erwähnt, daß in Wiesbaden jeden dritten Sonntag in der Sakristei der Ringkirche ein Gottesdienst für Schwerhörige stattfindet, den die Herren Pfarrer Merz und Schlosser fteundlicherweffe für diejenigen Gemeindeglieder halten, die in den großen und hohen Kirchenräumen der Predigt nicht folgen können.
— Franzosen als Kannenbäcker. Am Samstag wurde eine Anzahl gefangener Franzosen aus dem Gefangenenlager bei Limburg a. d. L. ins Kannenbäckerland befördert. Sie werden, da sie anstellige und arbeitsfreudige Leute find, in den stillstehenden Steingutfabriken als Töpfer Verwendung finden. Die gefangenen Franzosen sind überhaupt recht arbeitswillig und wissen sich durchaus gut in ihre Lag« zu schicken.
— Übertragung des Flecktyphus durch Läuse. Der Minister des Innern läßt darauf aufmerksam machen, daß in der russischen Armee der Flecktyphus aufgetreten sei, und daß nicht nur die Gefahr der Übertragung auf unsere im Osten stehenden Streitkräfte, sondern auch die der Einschleppung der Seuche in Deutschland vorliegt. Als Flecktyphus verdächtig müßten Fälle von Erkrankungen angesehen werden, die nach wenig ausgesprochenen Vorläusererscheinungen (Lungenkatarrh, Kopfschmerz, Frösteln. Mattigkeit) mit Frost und schnell ansteigendem Fieber beginnen, mit gleichmäßig hohem Fieber, Roseole und Milzanschtvellung verlaufen und bald zu Störungen des Bewußtseins (Benommenheit) führen. Es ist nach den seitherigen Beobachtungen anzunehmen, daß die Krankheit nicht von Person zu Person, sondern ausschließlich durch Läuse, die in Polen besonders und Galizen sehr verbreitet sind, erfolgt. In Verdachtsfällen ist die Absonderung des Verdächtigen durch seine Verbringung ins Krankenhaus
geboten.^^^^ Mit Beginn des neuen Schuljahres ist,
wie die Abteilung für Kirchen- und Schulwesen der Königl. Regierung in Wiesbaden bekannt gibt, an den ihr unterstellten Schulen im ganzen Regierungsbezirk mit Ausnahme von Frankfurt a. M. eine neue Fibel in Gebrauch zu nehmen. Diese Fibel ist herausgegeben von der Lesebuch- kommiffion des „Allgemeinen Lehrervereins im Regierungsbezirk Wiesbaden", im Kommissionsverlag von Ehr. LimbarthS Buchhandlung, Inhaber: Artur Venn, Kranzplatz 2. Wiesbaden. Die Fibel mit bunten Bildern kostet gebunden 1 M. Da die Herstellung der Fibel durch die Kriegszeit etwas verlangsamt wird, ist der Versand erst Ende April zu erwarten.
__ Der Konsumverein für Wiesbaden und Umgegend hat
in den fünf ersten Kriegsmonaten einen kaum in diesem Umfang erwarteten Aufschwung genommen. Die Zahl der Mitglieder ist um rund 1000 gestiegen und beläuft sich heute aur 7400 der Umsatz im eigenen Geschäft hob sich auf 858 277 M„ oder' gegenüber derselben Zeit des vorhergegangenen Jahres um 134 953 M. mehr. Die Geschäftsanteile der Mitglieder sind von 113 980 M. auf 138 224 M.. die Reserven von 43 861 M aus 52 790 M. gestiegen. Der Warenbestand am 31. Januar belief sich auf 450 000 M. an Wert. Bei der Sparkasse überstiegen die Einzahlungen die Auszahlungen um 3669 M.
_Treue Dienste. 40 Jahre werden es am 18. d. M., daß
Herr Wilhelm R üb s a m e n, eine stadtbekannte, beliebte Persönlichkeit, in der hiesigen Blinden an st alt tätig ist. Diese selten lange Dienstzeit ist sowohl für den Jubilar wie auch für die Anstalt ehrend. Man wird Herrn Rübsamen gern wünsche», daß er das beginnende neue Arbeitsjahrzehnt ebenso tapfer durchhalten möge wie die verflossenen.
Morgen-Ausgabe. Erstes Blatt.
Seite 5
— Krankenkassen. Der Vereinigung der Krankenkassen von Wiesbaden und Umgegend sind zurzeit 30 Kassen angcschlossen, davon sind 5 Ortskrankenkassen, 8 Be- triebskrankenkassen, 10 Jnnungskraiikenkassen und 7 lltyatz- und Zuschutzkässen.
- Lokales." Das bekannte Restaurant „Zum Roten Haus" wechselt mit dem neuen Vierteljahr seinen Pächt^. Herr Heinrich Faust hat das ehemalige Cafe „Alt-Deutich- land" an der Sonnenberger Straße käuflich erworben und wird den Wirtschaftsbetrieb in diesem Lokal selbst übernehmen, während der neue Pächter des „Roten Haus der derzeitige Inhaber des „Heidelberger Faß". HM Jean U r m e s, ist. ^
_ Die Kinos und die Goldsammluirg. DaS „W i e s -
badener Lichtspieltheater", G. m. b. H., lieferte laut Quittung bereits 1100 M. in Gold an dte Reichsbank ab. Jnvem es für je 10 M. in Gold ein Freibillett für den ersten Platz gewährte, kam diese hübsche Summe innerhalb weniger Tage zusammen.
vvrbertchte üder «unkt. Vorträge und verwandtes.
* Galerie Banger. Neu ausgestellt: Uveite Serie der Gravbik deutscher Künstler, enthaltend Werke von:. D. am Ertde W Feldmann. H. Keil. Max Klmger, H. Lresega^.
<5 Otto L>. Olde Pellegrini. Rud. Schiestl. K>. Tboma, ubbe- lobbe. H v. Volkmann u. a. m. Von Wiesbadener Künstlern sind mit ihren neuesten Arbeiten vertreten: !ll Brabaiid, ll. Labes S> v Seckendorfs. E. Wolff-Malm Die ^^stte Serie, riur Werke ’ Berliner Künstler enthaltend, gqlicmgt Anfang
^Konzert.^^m' 14jährige ungarische Geiger ^ Duci Kerökjörto. der vor etwa 1% Jahren hier im Kuch^" Mitral und großen Beifall erntete und der zurzeit hter wnitt, wird demnächst ein Wohltätigkeitskonzert ^stm Besten ^ Wiesbadener Äriegsfürsorge veraisimlten. Die Wiesbadener Kasinogesellschaft wird für den guicm Zweck ihre Raumt^ keilen zur Verfügung stellen. Die b>erso beliebte scmMrm . Frau Dr. Hans-Zoepnet und unser geschätzter ■»alter
Fischer haben ihre gütige Mitwirkung zugeiast. so daß era genußreicher Abend nt erwarten ist.
aus dem vereinsleben.
Oorbertftjtc. üerctnsnerfant*nlun««n.
* Der dritte Vortragsabend des "Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschrcht»- forschung" findet Mittwoch, abendsJ5 llhr. m der Aula feer höheren Töchterschule statt. Geh. Sanltaö-rat Dr. Emst Pfeiffer wird unter Vorführung von Llchllllöern IprechcO „Die Entwickelung der deutschen Buch- und Schreibchrufi. MN dem frühen Mittcla-ter bis letzt". Proben fiuhmittelatterllcher deutscher Vtaterei in Or«maUopien werden vorge-egt.
Kus dem Landkreis Wiesbaden.
=: Schierstem, 14. Febr. Dem in der sestrtgen Haupi.- Versammlung des „T u r n v e re t n s erstatteten Bericht des 1. Vorsitzenden verrn A. ötciiiDumei it 6U entnehmen: Zu den Fahnen eniberufeii sind bt» letzt IM .Mitstieder, davon stehen bereits 80 in Feindesland. Mehrere Mitgtiader haben chre demnächstige ElnberusUM noch »u erwarten. Bereits 4 Mtlgtreder sind «m oam Setde der M-re gefallen (ihr Andenken wurde durch Erheben von den Sitzen geehrt). Mit de>n Eisernen.Kreuz 2. Klane stnid bis letzt 4 Dtitgtieder ausgezeichnet worden; mit dem Erlernen Kreuz 1 Klasse wurde ein Äditglied ausgezeichnet. Herr Lstnter- me»er erstattete den Kassenbericht, tvelchec m Einnahmen mit in Ausgaben mit 4630.M M. abschl.eßt Dts Gesamwermögen beläuft sich am 1 . ^anuar 1915 au f 29 571 M. 71 Pf. Den Turnbercht erstattete der '. Turnwart Herr Julius Wehnert. Darnach ist der Turnbesuch tm ersten Halbjahr als ein recht guter zu bezeichnen, wahrend er nn zweiten hÄben Jahre durch den Ausbruch des Krieges stark »urmkge- gcmgen ist. Für die Rechnungsprüfungskoinm,ssion berichtete Herr Weilbach. Die Entlastun« des Vorstandes wurde beantragt. Der Haushaltungs-Voranschlag für 1915 fand m Einnahmen mit 271150 M. und in Ausgaben mul 2277 M. bic Genehmigung der Versammlung. Aus der DersanMl- lung wurde der Antrag gestellt den alten Vorstand auch für das Jahr 1915 im Amte zu belassen. Demgemäß tmtrbe beschlossen. In die Rechnungsprüfungskomnrlssion wurden gewählt die Herren L. Oho. K. Weber. Fr. Blll W. Ehren- gart. Fr. Schleim und Ed Deußer.. Herr H. Wehnert gab zum Schluß noch einen kleinen Bericht über das finanzielle Resultat das im verfloffenen Jahre, abgehaltenen Gauturn- fesres. Hiernach wird nach Abzug einiger riocy auSftehenden kleinen Rechnungen ein nennenswerter Überschuß nicht verbleiben. Die in allen Teilen sachlich verlatifene Beriamm- luna konnte bereits um 10% Uhr geschloffen werben.
— Dotzheim, 14. Febr. Der Überschuß des aus Anlaß des Kaisers Geburtstag veranstaltet!-n W o b ü* ä »i4 f eU & - konzertes beträgt trotz des äußerst geringen Emtrrtts- vreises 150 M. Davon wurden 100 M dem hiesigen Kriegs- Hilfsfonds und 50 M. als Grundstock der Jung Mannschaft überwiesen. — Die hiesige Lokalstsrbekasse die ihre Hauptmitgliederversammlung dieser Tage abhlett. .ist m chrer Mitgliederzahl zurückgegangen. Während nur ein Mitglied neu eintrat, sind 3 Mitglieder gestorben und 8 andere wegen Unterlassung der BeitragÄeiftungen ausgeschisden worden. Die Zahl der Mitglieder beträgt 179, die Höhe des Sterbe- ggldes 200 M„ die Beitragsleistung je nach vem Eintrittsalter von 16 bis 55 Jahren monatlich 30 bis 90 Pf. Die Einnahmen und Ausgaben des Vereiris betrugen im vergangenen Fahr 228170 M. das Gesaontvermügen 3490 94 M. wovon 2000 M in Wertpa-vieren. der Rest auf der Sparkasse der Naffauischen Landesbank angelegt ist. Die Kasse hat 53 im Felde stehende Mitglieder mit je einem Anteil zu 10 M. bei der Naffauischen Kriegsversicherung versichert. 85 M an die Gemeinde zur Kriegsversicherung hiesiger Kriegsteilnehmrer ausgezahlt und 15 M. für Wolle zu Strümpfen ausgegeben. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt.
— Biexstadt, 15. Febr. Unsere Bäckermeister geben bekannt, daß sie nunmehr nur rroch das K - B r o t anfertigen: der Laib a 3 Pfund kostet 60 Pf., während das Pfund Mehl 30 Pf kostet. — Der Gesangverein „Froh sin n" hielt im Gasthause „Zum Taunus" seine Jahr es - Hau p t v er- sammlung ab In dem Jahresbericht erwähnte der Vorsitzende insbesondere die glänzenden Erfolge auf dem Gesang- Wettstreit in Ostheim, woselbst der Verein in der 1. Klaffe den 2. Klaffenpreis den Ehrenpreis den höchsten Ehrenpreis sowie den ersten Dirigentenpreis errang., Zur Fahne sind über 100 Mitglieder einberufen und 6 Mitgneder sind bereits den Heldentod gestorben. Im verfloffenen Jahre sind dem Verein 16 neue Mitglieder beigetreten. Der Reinertrag des Wübnachts-Wohltätigkeitsfonzertes betrug 305 M. Der Kaffen- bericht zeigte, daß das Vermögen des Vereins ziemlich, zusammengeschmolzen ist Der Verein hat nämlich der KrtegS- bilfe 200 M zugewendet und für Liebesgaden an un Felde sti-bende Mitglieder toeit über '000 M. aufgewendet Das Barvermögcn beläuft sick noch auf über 500 M Dem Kassierer wurde einstimmig Entlastung erteilt 3u Rechnun^prufem für 1915 wurden gewählt: Karl Modus Wilhelm Klotz und Wilhelm Merkel Die ausscheidenden Borftandsmitglreder wurden einstimmig wiedergewäblt. An Dankschreiben aus dem Felde sind dem Verein 295 Karten und 65 Briefe zuge- aanacn Diese sollen als bleibendes Andenken an die Kriegs- iahre im Vereinsarchiv aufbewahrt bleibe» und hierfür e» Album angeschafft werden.
88 Erbenheim. 14 Febr Der „Evange lisch S Kirchängesangverein" veranstaltet am nEsmn Soniik,« abends 7% Uhr. im Saalbau „Zum,Adler" e,n WM- tätigkeitskonzert zum Besten der Kriegssurforge und des Roten Kreuzes. — Am Mittwoch dieser Woche HAt der
Krieger - und Mikitärverern" im Gasthaus «Zum Löwen" keine Generalversammlung.
