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Verlag Langgasse 21

„Tagdlarr-Haus".

SSalter-H-lle geöffnet von 8 Uhr morgens bi» 8 Uhr abend».

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Jggg»*; vir die Morgen-Ausg. bi» 8 Ubr nachmittags. Berliner Schrrftlkttling des Wiesbadener Tagblatts

12 Ausgaben.

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„Tagblatt-Haus" Nr. 6650-53.

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.ArbeilSmarkt" und „Kleiner Anzeiger" ™ » ihrung, sowie für alle übrigen örtlichen

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Montag, 8. Zebruar, morgens.

Oer Urieg.

Der Tagesbericht vom 7. Zebruar.

Bei t)pern ein französischer Schützengraben er­obert. Fortdauernde ttämpfe bei La Bassse.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 7. Febr., vormittags. (Amtlich.) Südöstlich Ipern »ahmen wir einen französischen Schützengraben und e r - beuteten dabei zwei englische Maschinengewehre.

Südlich des Kanals La Bass6e drang der Feind in einen unserer Schützengräben ein. Der Kampf ist dort noch im Gange.

Im übrigen auf beiden Kriegsschauplätzen »ußer Artilleriekämpscu keine wesentlichen Ereignisse.

Oberste Heeresleitung.

von den östlichen Kriegsschauplätzen, vsr Kaiser im Schützengraben.

W. T-B. Berlin. 7. Fedr. (Amtlich.) Seine Majestät der Katser besuchte gestern dicschlesifcheLandwehrin ihren Schützengräben bei Gruszczyn östlich Wloszczowe.

Der österreichisch»ungarische Tagesbericht.

Die Russen in der südlichen Bukowina in vollem Rück- zuge. — 1200 Mann gefangen und zahlreiches Kriegs­material erbeutet. — Erfolgreiche Fliegerangriffe auf französische Transporte in der Ädria.

, W. T-B2Sicn,7. Febr. (Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Die Lage in Russisch-Polen und West- gallzren ist unverändert. An der Karpathenfront wird heftig gekämpft.

In der südlichen Bukowina sind unsere Truppen in erfolgreichem Vordringen, die Russen in vollem Rückzüge. 1200 Gefangene wurden gestern ge­macht, zahlreiches Kriegsmaterial wurde erbeutet.

ändcrung.

An der Adria hatte ein Luftangriff unserer braven Mieger auf französischen Transport guten Erfolg. Durch Bomben wurden mehrere Treffer erzielt. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs: v. H ö f e r, Feldmarschalleutnaut.

Ein»§chsacht auf der ganzen ttarvothenfronk.

Br. Berlin, 7. Febr. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der Kriegsberichterstatter der „B. 8" im österreichischen Kriegs- Preffequartier berichtet: Die Karpathenkämpfe, die sich bis­her aus einer Reihe räumlich getrennter Operationen zusam- mensetzten, die bald auf diesem, bald auf jenem Paß inten­siveren Charakter annahmeu, find nun zu einer die ganzr Karpathen front u m sp a n n e n d e n Schlacht ge­worden, die mit größter Energie geführt wird und auf beiden Seiten äußerste Kraftanstrengungen zeitigt. Am he f - t i g st e n tobt das Ringen einerseits im Waldgebirge, wo die Verbündeten die russischen Truppen bereits aus allen Übergängen geworfen haben, andererseits am Duglapaß, den die Russen zum Ziel nerzweifelter Gegen­stöße ausersehen haben, allerdings um stets mit blutigen Köpfen beimgeschickt zu werden. Allmählich macht sich ein Schwächerwerden der Angriffe geltend und langsam schiebt sich die österreichische Front auch an dieser Stelle vor­wärts. Dem Offizierkorps der hier kämpfenden Deutschen ist auch P r i n z z u W i cd, der frühere Fürst von Albanien, zugeteilt.

Line Jjilfsafction für das besetzte Russisch-Polen

VT. T-B. Berlin, ü. Febr. (Nichtamtlich.) Unter dem Vorsitz des Fürsten v. Hutzfeldt wurde heute nachmittag im Reichstagsgebäude das Internationale Zentralkomitee zur Unterstützung der Bevölkerung in den von den deutschen Truppen besetzten Teilen Russisch-Polens begründet. In seiner Eröffnungsrede betonte der Vorsitzende, daß das Komitee in Deutschland Geldsammlungen zur Beschaffung von Brotgetreide für Russisch-Polen zu veranstalten haben werde. Der amerikanische Botschafter G e r a r d teilte mit, daß Rocke feil er für Amerika ein Hilfskomitee ge­gründet habe, und daß sich der hier weilende Präsident des amerikanischen Roten Kreuzes, Bicknell, ebenfalls in den Dienst der guten Sache stellen werde. In den Arbeitsaus­schuß des Internationalen Zentralkomitees wurden die amerikanischen und spanischen Botschafter in Berlin und Wien, der Erzbischof von Posen, der Erzbischof von Krakau und der amerikanische Philan­throp Jakob H. Schiff gewählt. Die Generaldirektion er- hält ihren Sitz in Berlin. Sämtliche Berwaltungskosten trägt Rockefeller Auf Vorschlag des Reichstagspräsidenten Dr. K a e m p f wurden in den Arbeitsausschuß des deutschen Hilfskomitees F ü r st H a tz f e l d t als Präsident, Ministe­rialdirektor Dr. Lewald als besten Stellvertreter und Direktor Guttmann von der Dresdner Bank als Ge­schäftsführer gewählt. Nachdem bekanntgegeben worden war.

Sonder-Kusgabe.

daß große Bankinstitute bereits namhafte Summen gezeich­net haben, wurde der Wortlaut zu einem allgemeinen Auf r u f für die Hilfsaktion festgesetzt.

Oer amtliche russische Bericht.

W. T-B. Petersburg, 7. Febr. (Nichtamtlich.) Amt- licher Bericht des Großen Generalstabs vom 6. Februar: In Ostpreußen nahmen die Kämpfe im Tale der Inster und Szeszuppe einen erbitterteren Charakter an. Auf der Schlachtfront aui linken Weichselufer war sehr heftiges Artilleriefeuer. Trotz der Gegenangriffe der Deut­schen setzten sich unsere Truppen nicht nur auf dem linken Ufer der B z u r a nahe ihrer Mündung fest, sondern sie gingen auch später zum Angriff über und bemächtigten sich eines sehr bedeutenden feindlichen Stützpunktes im Norden deö Dorfes Vitkowidze. Nahe dem Gute Vorzymow haben wrr auf einem beträchtlichen Abschnitt die deutsche Schützen- grabenlinre genommen und uns eines Teiles der Gräben zweiter Linie bemächtigt. Im Gebiete von Borzhmow hat der rieind drei erfolglose Angriffe unternommen. Demon- s^ative Angriffe des Feindes in der Gegend zwischen M a l o g o st s ch e und Chenchnh sowie in der Gegend der oberen Weichsel nahe Chaoli. Bogovitze und in Gali- z r e n südlich von Tschenjkowitze wurden ohne Schwierigkeit abgewiesen. In den Karpathen wurden erbitterte Kämpft ,m Norden der Linie Zboro-Stroko-Meso und Laborez geliefert, wo wir weiter ftrtschreiten. Im Ge­biete der B e s k, d e n p ä s s e wurde die feindliche Offensive beeinträchtigt. In den Stellungen am Whschkoff-Paß und auf den Straßen nach Madvorno wiesen wir kräftig alle feindlichen Angriffe zurück.

Eine Choleraepidemie in Petersburg.

W.T. B. Hamburg, 7. Febr. (Nichtamtlich.) Wie den „Hamburger Nachrichten" über Stockholm aus Petersburg berichtet wird, ist dort eine Cholera- eptdemie ausgebrochen, die täglich rasende Fortschritte macht. Es sind schon sehr viele Todes- falle zu verzeichnen.

vom französisch-belgischen Kriegsschauplatz.

Neue deutsche Angriffe zwischen Ypern und Nieuport.

Nr. Amsterdam, 7. Febr. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin.) „Daily Telegraph" meldet aus Boitloqne: Die Deutschen scheinen einen neuen Angriff zwischen Dpern und Nieuport 5 tn ??I et * en# Stellungen der Verbündeten wenden durch deutsche Artillerie dort h e f t i g b e s ch o s s e n. Die deutschen Truppen ^iben b e d e u t e n d e Verstärkungen erhalten. Deutz che F r i c g e r stnd andauernd über den Laufgräben der Verbündeten zu sehen. Hinter den GefechtSlinien'der Deut- ichen ziehen sich frische Truppen zusammen, die von Jseghem kommen. Regimenter, die Verluste hatten, w->r- den auf volle Starke gebracht. Die Rückkehr kalten Wetters yat die Aufnahme der deutschen Offensivem ^ländern wieder ermöglicht.

Oie französischen Tagesberichte.

. W. T ;Y;^ ar Y 7 : ge6r - (Nichtamtlich) Amtlicher Be­richt von 3 Uhr nachmittags: Man meldet keine Jnfan- terleaktion während des gestrigen Tages. Zwischen A r t u s und Reims fanden Artilleriekämpfe statt mit guten Ergebnissen für uns. Im Gebiet von Perthes und Massiges trat keine Verändermig der Lage ein. In den A r g o n n e n und im W o e v r e Kanonade. Unsere Artillerie A??ss^vte Patrouillen und steckte einen Eisenbahnzug von 36 Enenbahnwaggons in Brand. Auf der übrigen Front ist nichts zu melden. Wir schoflen einen Fesselballon über den deutschen Linien nordöstlich Sommepy herunter Amtlicher Bericht von 11 Uhr abends: Die beiden einzigen bemerkenswerten Ereignisse, welche gemeldet worden sind: sehr w irksames Feuer unserer Artillerie in B e I g i e n und rm A i s n e t a I und ein leichter Fortschritt unserer Truppen in der Champagne nördliche Massiges.

vie Ueberwachung von Paris durch Flugzeuge.

W- T.-B Lyon, 7. Febr. (Nichtamtlich) „Republiquame" meldet aus Paris: Die Überwachung von Paris -durch Flug­zeuge wird aufs schärfste durchgesührt. Unablässig, auch wahrend der Nacht, überfliegen Flugzeuge Paris und Um­gebung. Zwei deutsche Flieger, welche sich gestern Paris näherten, wurden von französischen Fliegern zur Umkehr gezwungen.

Die Verteidiger von Paris.

nT) . W- T -B. P-ris, 6. Febr. (Nichtamtlich) Der frühere Militärgouverneur von Paris. Divffionsgeneral Michel ist an Stelle des Generals Mercier Milon zum Kommandeur'der Nordzone des befestigten Lagers von Paris ernannt worden Mercier ist aus seinen Wunsch zur Disposition gestellt worden' Dwistonsgeneral Lamaze ist zum Kommandeur der Süd- z o n e des befestigten Lagers von Paris ernannt worden.

Die französischen Sozialisten zur Verbannung Burzews.

W- T.;B. JSariS, 6. Febr. (Nichtamtlich) Der „Ternpz" meldet: Die Kammergrnppe der Geeinigten Sozialisten hat erne Abordnung beauftragt. Dolcasse um eine Jnterven- b itt en. k” ^Eichen Regierung zugunsten Burzews zu

1915.

Vertagung des französischen Senats.

W. T.-B. Paris, 6. Febr. (Nichtamtlich) Der Senat hat sich auf den 18. Februar vertagt.

Tie englischen Sozialisten gegen den Friede«.

W. T.-B. London, 6. Febr. (Nichtamtlich Reuter) Eins Anzahl bekannter Sozialisten, darunter Hyndman und Thornc, veröffentlichten ein Manifest, in dem sie erklären, die gesam­ten Organisationen der Arbeiterklasse Großbritanniens er­kennten an, daß der Krieg fort dauern müsse, bis die von Preußen ausgehende Bedrohung des Friedens und der Freiheit beseitigt sei. Der Friede sei weder erwünscht noch überhaupt zu erörtern, ehe Belgien und Frankreich völlig befreit seien.

Ein englischer Spinnereistreik in Sicht.

W. T.-B. London, 7. Febr. (Nichtamtlich) 36 000 werb­liche Arbeiter in den K h a k i s p i n n e r e i e n von Leeds dursten nächste Woche in den Streik treten, da die Verhand­lungen m,t den Arbeitgebern über eine Lohnerhöhung ergeb­nislos geblieben sind.

Oer Unterseeboots-Krieg.

Stimmen aus Skandinavien.

W. T-B. Kopenhagen, 6. Febr. (Nichtamtlich.) In die Sperrung Englands betreffenden Leitartikel führt ^Politiken aus: Ganz klar treten die letzten Absichten Deutschlands weder in der Bekanntmachung noch in den diese erläuternden Worten hervor. Auch kann nicht beurteilt wer« den, wie weit und mit welchen Mitteln Deutschland in der Lage ist, seine Androhung durchzuführen. Die Haupt« aufgabe der deutschen Unterseeboote wird zunächst sein, dft Truppentransporte zu verhindern, und sodann, Eng­land von der Zufuhr der unbedingten Konterbande und Waffenlieferungen abzuschneiden, da Amerika sich nicht bereit erklärt hat, die Waffenlieferungen zu verbieten. Außer­dem liegt aber die Möglichkeit vor, daß der gesamte Handel der neutralen Staaten mit England unter­bunden wird. Die Rechtfertigung für Deuffchland, auch Lchifze mit neutraler Flagge zu beschießen, vermindert sich, wenn die englische Regierung mit Haren Worten die deutsche Behauptung dementieren kann, daß sie allen eng­lischen Schiffen heimlich anbefohlen habe, unter neutraler Flagge zu segeln. Die Folge einer solchen Order, die nach' unserer Kenintnis des englischen Volkscharakters a u s g e- schlossen ist, wäre eine außerordentliche Gefährdung der Schiffe aller neutralen Länder. Ein recht baldiges Dementi hierüber bleibt zu erwarten.

s c. Reedereifirmen erklären,

selbst wenn es den Deutschen nicht glücke, die Blockaden durchzufuhren, doch der Zustand der Unsicherheit ent­steheii werde, der die Schiffahrt zwischen Schweden und Eng- land bedeutend einschränke. Der Weg durch den Kanal muffe als endgültig gesperrt betrachtet werden; auch mit den Verbindungen nach Hüll, Liverpool und Glasgow sehe es kaum besser aus. In jedem Falle werde es schwierig sein, in englischen Häfen Kohlen einzunehmen, die zum Übersee- transvort notwendig seien. Man nimmt jedoch an, daß die Deutschen mit Rücksicht auf Amerika es nicht wagen wer­den, den atlantischen Handel zu zerstören; sicher aber werde durch die Bekanntmachung Deutschlands die skandinavische Flotte auf der Nordsee fast vollständig gelähmt sein.

Ruhige, verständige Auffassung in yolland.

W. T.-B. Amsterdam, 6. Febr. (Nichtamtlich.) Dev „Rotterdamsche Courant" schreibt: Als England am 2 Nov emen Teil der Nordsee als Kriegsschauplatz erklärte sprachen' wir die Erwartung aus. daß diese Maßregel Hollcmd nicht allzu sehr schaden werde. Dies wurde durch die Erfcch- rung bestätigt. Wir glauben, berechtigt zu sein, diese An­sicht auch mit Bezug auf die deutsche Aktion zu wieder- holen. Diese Aktion wird von Seeoffizieren durchge-- führt werden, deren einwandfreies Auftreten init Recht überall bewundert wird. Sicherlich werden unsere Inter­essen auch hier so weit wie niöglich berücksichtigt Werdern Unsere Regierung wird auch gegen diese neue Verletzung des Grundsatzes der Freiheit zur See energisch Einsprache er­heben, so wie sie auch gegen die britische ivtaßregel vom 2 . November nicht ohne Erfolg Einsprache erhoben hat. Sieht man die oeutsche Dtaßregel näher an, so erkennt man, daß unter der äußeren Form eine Vergeltungsmatzregel, ein neues, bisher unbekanntes Mittel des militäri­schen Auftretens angekündigt wird. Deutschland ist wohl imstande, mit seinen neuen Unterseebooten der englischen Handelsflotte kräftiger zu Leibe zu gehen, als dies früher möglich gewesen wäre. Diese ganz unbekannte Art der Kriegssührung müsse nunmehr eine rechtliche Grundlage er­halten, und dafür müsse die englische Maßregel vom 2 Nov dienen. Das Blatt betont zum Schluß, daß Hollands Haltung stets einwandfrei gewesen sei. Hollands Haltung könne nur durch seine Neutralität bestimmt werden, nicht durch Wunsche der kriegführenden Parteien

yelle Wut in Frankreich.

Bon der Schweizer Grenze, 6. Febr. (Ktr. Frkst.) Die von der deutschen Marineleitung angekündigten Reprefliv- maßregeln haben die ftanzösische Presse wieder in helle W u t versetzt Dmitschland - so kündigen die Zeitungen schon m ihren überjchrlsten an — organisiert offiziell baS