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Morgen-Ausgabe- Zweites Matt.
Wiesbadener TagblaK.
Freitag, SS. Januar ISIS.
Nr. 47.
k^auswirtschastliche Rundschau.
Der ^afer, ein wichtiges VolKs- nahrungsmittel.
Als wertvoller Ersay für das bisher im Haushalt verwendete Weizenmehl, für Reis, Hülsenfrüchte usw., die durch die mangelnde Einfuhr knapp geworden, wird mit Recht Hafermehl, Hafergrütze und -Flocken empfohlen. Leider ist ihre vielseitige Verwendung zu nahrhaften Suppen, Puddings, Kuchen, Bratlingen u. a. noch viel zu wenig bekannt, ebensowenig auch ihr Gehalt an Eiweiß, Fett und Kohlehydraten, diesen zur Ernährung außerordentlich wichtigen Stoffen, too besitzt Hafergrütze in 100 Gramm 13,4 Eiweiß, 6,9 Fett und 67,0 Kohlehydraten, und Haferflocken und -Mehl 10,5 Eiweiß, 4,1 Fett und 63,1 Kohlehydraten, wie Professor Schwenkenbecher feststellte. Daß diese Produkte aber außer zu nahrhaften auch zu sehr wohlschmeckenden Speiien verwendet werden können, wird jede Hausfrau beim Versuchen nachstehender Rezepte erfahren.
Hafermehlsuppe. In 3 Tassen Milch oder halb Wasser, halb Milch, läßt man unter Rühren 1 Tasse Hafermehl ausquellen, wobei man Zimt und Zitronenschale beifügt. Dann gießt man sie durch, setzt sie zur Seite des Herdes, salzt sie und richtet sie über gerösteten Semmelbröck- chen an.
Hafergrützsuppe. 1 Taste Hafergrütze läßt man mit wenig Salz in 3 Tasten Waffer oder Milch langsam aus- quellen und reicht sie mit ausgequollenen Korinthen oder anderen Früchten.
H a f e r m u s. Grütze oder Flocken von Hafer läßt man am besten im Wasterbad oder in der Kochkiste mit Salz und Waffer ausquellen, gießt über den dicken Brei gesüßte Milch oder Sahne und nach Belieben Zimt. Als erstes Frühstück vor allem nervösen und bleichsüchtigen Erwachsenen und Schulkindern empfohlen.
Bratlingen von Hafergrütze. In Master dick auSgequollene Hafergrütze mischt man erkaltet mit gedämpften Zwiebeln, reichlich Petersilie, 1 Ei oder etwas Sahne, Pfeffer und Muskat, formt mit geriebener Semmel flache Klößchen davon, wendet sie in Semmel und bratet sie rasch in heißem Fett oder Ol braun und kroß. Man reicht sie zu Gemüse oder Salat als Beilage.
Haferflockenpudding. Man kocht aus Milch und Flocken einen steifen Brei, gibt Butter, Zucker, abgeriebene Zitronenschale, einige geriebene Mandeln und Zitronensaft hinzu, rührt zuletzt 2 Eigelb und den steifen Schnee des Eiweiß darunter, läßt im Wasserbad in vorbereiteter Form i/., bis % Stunde kochen und serviert ihn mit Obstsaft oder Früchten.
Haferflockenpudding. Halb Haferflocken, halb Schokolade werden mit Milch, Zucker, wenig Salz und Vanillin zu steifem Brei gekocht, dann 2 Eiweiß zu Schnee geschlagen, darunter gerührt, im Wafferbade y 2 Stunde gekocht und mit Milch- oder Mandelsauce serviert.
Hafergrützklöße. Zu einem weichen Brei von Hafergrütze gibt man halb so viel in Butter gerösteter Semmelwürfel, Petersilie, gedünstete Zwiebeln, Salz und, wenn erkaltet, 1 ganzes Ei, dann schlägt man eigroß zerlassene frische Butter darunter, sticht mit dem Löffel nußgroße Kloße ab und kocht sie in Salzwaffer. Es passen alle Sorten Obst dazu. —E. L e m a.
Krankenkost und wie man s'e reichen soll.
In vielen Häusern werden verwundete Soldaten und Offiziere augenblicklich gepflegt, und der edle Opfersinn des Volkes sinnt darauf, den Kranken diejenige Nahrung zu geben, die ihnen am zuträglichsten ist. Die Krankenkost bildet einen großen Faktor bei der Wiederherstellung, und mit großer Betrübnis nimmt man wahr, daß die Eßlust des Kranken nicht gerade sehr groß ist. Der Arzt schreibt die Speisen vor, weit wichtiger allerdings wäre es, wenn er in Privathäusern die Vorschrift geben würde, wie die Kost gereicht werden muß, damit der Leidende sie auch gern nimmt. Von ungeschulten Kräften wird in der Hinsicht noch immer sehr viel gesündigt, die Schwestern allerdings wissen, daß die Kranken von äußeren Eindrücken recht abhängig sind. Soll nun der Kranke Lust am Esten haben, so muß die mit der Wartung betraute Person ihr Augenmerk darauf richten, wie sie die Seifen herrichtet, damit der Kranke sie auch gern zu sich nimmt. Man darf nie außer acht lasten, daß die Sinne und die Nerven des Verwundeten besonders auf das feinste geschärft sind. Ein unangenehmer Geruch schon vermindert die Eßlust, desgleichen das Einatmen der Küchengerüche, die die Speisen schon im voraus ankündigen. Darum schließe man, während man die Speisen bereitet, die Türen der Küche auf das sorgfältigste und achte darauf, daß kein Geruch zu demjenigen dringt, der nachher das Gericht eflen soll. Blumenkohl, der für den Kranken oft sehr zuträglich ist, verbreitet, während er gar gekocht wird, einen scharfen Geruch, der nicht immer angenehm wirkt. Beim Essen ist dieser Duft nicht zu merken, und der Kranke wird die Speise noch einmal so gern verzehren, wenn er nicht vorher schon die Dämpfe eingeatmet hat. Das Tischtuch muß immer fleckenlos sein, ein häßlicher Fleck kann die Lust am Esten auf Stunden vernichten, desgleichen soll das Mundtuch sich einer tadellosen Sauberkeit erfreuen. Der Tisch sei möglichst mit einer Blume geschmückt, die erheitert den Gemütszustand des Kranken und macht ihm Freude am Esten. Niemals reiche man Suppe, Fleisch und Gemüse zusammen. Das Täubchen darf nicht in der Brühe schwimmen, sondern man richte es auf einer länglichen Schüssel an, lege einige frische Blätter dazu oder einige Sträußchen mit grüner Petersilie. Die Suppe reiche man in einer Taffe und achte darauf, daß der Kranke eine Taffe auS feinem Porzellan erhält. Daraus wird es ihm bester munden als aus der groben Schale. Kann man die Schnabeltaste nicht entbehren, dann achte man sorgsam darauf, daß sie keinen Geruch an sich hat, wie das oft genug vorkommt, weil sich Essenreste in dem Kanal befinden. Brühe, die nach Kaffee schmeckt, oder Tee, der Fettaugen zeigt, wird von dem Kranken mit Widerwillen fortgestoßen werden. In Friedenszeiten verwenden die Schwestern Zeit dafür, die Pflege der Kranken auch in der Hinsicht zu erlernen, und jede Schwester wird die Erfahrung gemacht haben, daß die Mühe, die sie sich in der Beziehung nimmt, reichlich gelohnt wird.
Meistens richtet der Kranke und besonders der Verwundete, der nicht so tief niedergeschlagen ist, wie es sonst Kranke zu sein pflegen, zuerst das Auge auf die Dinge, die ihm gereicht werden. Haben die ein nettes, freundliches Aussehen, dann bekommt er sogleich Lust, zu essen. Und wenn er auch nur wenig zu sich nimmt, die fröhlichen Gedanken, die er dabei hat, tragen schon ihren Teil zur Genesung bei. Auch das Bewußtsein der Kranken, daß wir uns ihnen gern und freudig widmen, läßt sie einer rascheren Genesung entgegengehen, und etwas Besseres können wir wohl kaum tun, als in ihnen dieses Bewußtsein zu wecken.
Magermilch» ein bisher unterschätztes Nahrungsmittel der sparsamen Küche.
Die Magermilch gehört zu der Reihe von Nahrungsmitteln, die von den meisten Hausfrauen als minderwertig angesehen und demzufolge wenig geschätzt werden, eine Annahme, die wohl zum größten Teil auf der Unkenntnis des Nährwertes dieses so überaus preiswerten Nahrungsmittels beruht. Dabei steht sie an Nährwert hinter der so geschätzten Vollmilch nicht zurück, sondern wird von dieser nur an Fettgehalt übertrvffcn.
So enthält di« Vollmilch ca. 85 bis 86 Prozent Wasser,
3 bis 6 Prozent Fett, 3 bis 5 Prozent Käsestoff und 4 bis 6 Prozent Milchzucker, während die entrahmte oder Magermilch ca. 90 Prozent Wasser, 0,1 Prozent Fett, 3 bis 5 Prozent Käsestoff und 4 bis 5 Prozent Milchzucker aufweist. Mit Ausnahme des Fetts sind also alle Bestandteile der Vollmilch in ihr enthalten. Nun spielt aber das Fett der Milch bei der Ernährung des dem Säuglingsalter entwachsenen Metrischen durchaus keine Rolle, da er solches bei anderen Nahrungsmitteln in genügender Menge zu sich nimmt. Wohl aber sind der in der Magermilch enthaltene Käsestoff und Milchzucker als wertvolle Nährstoffe anzusprechen. Trotz ihres großem Nährwerts und geringen Kaufpreises hat aber die Magermilch den Nachteil, daß sie an Wohlgeschmack und Bekömmlichkeit zu wünschen übrig läßt, allerdings auch nur daun, wenn bei der Zubereitung sotoohl als auch der Wahl der Beigaben nicht sorgsam verfahren wurde.
Magermilchsuppe. 1 Liter Milch stellt man mit Zimt, Zitronenschale, Zucker und wenig Salz zum Kochen auf, gibt eine halbe Tasse groben Grieß daran, läßt ihn ausquellen und serviert die Suppe mit gerösteten Senmnelbröckchen.
Reisbrei mit Magermilch und Obst. Abge- quiirlten Reis läßt man in kochender Magermilch ausquellen, süßt ihn leicht und serviert ihn als dicken Rand auf runder Schüssel, in dessen Mitte man gesüßtes, geschmortes Obst, wie Äpfel oder Apfelmus, Pflaumen oder Zwetschen, Birnen oder Preitzelbeeren füllt.
Magermilchpfannkuchen. 4 ganze Eier verquirlt man mit Magermilch. Mehl und wenig Salz zu dickflüssigem Teig, fügt 1 Messerspitze doppeltkohlenfaures Natron oder Backpulver bei, hackt mit ausgelassenem Speck auf flottem Feuer reckst knusprige breite Pfannkuchen, schlägt sie halb zusammen und serviert st« mit grünem Salat oder Kompott.
Magermilchnudeln. In kochende Mayermillch gibt man breite Bandnudeln, läßt sie darin dick ausquellen, ans einem Durchschlag abtropsen, dann in breiter Eierkuchenpfanne rösten und serviert sie mit gesüßter, heißer Magermilch und. Zucker und Zimt oder mit Kompott von gebackenen Pflaumen-.
Winke.
Wollene Strümpfe können vor dem Filzigwerden durch
einfaches Verfahren geschützt werden, wenn nran wie folgt verfährt • Die Strümpfe müssen vor dem ersten Gebrauch mit einem nassen Tuche bedeckt und dieses mit heißem Plätteisen solange bea beitet werden, bis das erster« keine Spur von Feuchtigkeit mehr zeigt. Di- auf diese Art behandelten Strümpfe behalten dann für immer ihre weiche lockere Be. schaffenhoit. O.
Größere Vorräte von Kohlgemüse bewahre man am besten hängend im Keller auf, um sie vor Druckstellen zu bewahren. Erntet man sie selbst, so läßt man beim Abschneiden ein Stück Strunk daran, umrandet diesen mit flacher, eingeschnittener Rille, um welche man den Bindfaden schlingt, um die Köpfe daran aufzuhängen. Kleine Köpfe umbindet man kreuzweise mit dem Faden. Dann schlägt man an ein in Kopfhöhe frei aufgelegtes Brett auf beiden Seiten Nägel ein und hängt an diese die Köpfe so, daß sie sich nicht berühren. Der Strunk mutz stets nach oben hängen.
Einfacher Nasfaui?<der Küchenzettel.
Sonntag. Fleischbrühe mit Brotklößchen. Rosenkohl mit Kastanien, Bratwurst. Pfitzauf. ...
Montag. Saure Milchsuppe. Das Suppenfleisch vom Sonntag paniert und in Palmen ausgebackeu, Kartoffelsalat mit Ackersalat gemischt. ..... . ,
Dienstag. Wurstsuppe nnt etngeschmttenem Schwarzbrot. Sauerkraut, Kartoffelbrei, warme Blut- und Leber-
M i Brotsuppe mit Käse «beides ist Restverwendung.)
PfeKevsleisch und roh geröstet« Kartoffeln. .
Donnerstag. Geröstete Grunkernsuppe. Kalbsfuße in saurer Sauce. Brotknöpfle, nach Belieben geröstete
Freitag. Butternnlchsuppe. Gebackene grüne Heringe, Kartoffeln in Rahmsauce. „ ... .
Samstag. Fleischbrühe mit Grieß. Suppenfleisch in weißer Kapernsauce, Salzkartoffeln.
Pfitzauf. 375 Gramm feines Mahl wird mit Yl Liter Milch glatt verrührt, nach und nach 8 Eidotter, etwas Salz, 90 Gramm Palmona und noch Yi Liter Milch hmzugennscht. Diese Maste schüttet man in eine mit Butter bestrichene Form und backt sie bei mäßiger Hitze % Stunden. Wird mit Frucht-
f-OUCß fotfrj
Pfefferfleisch. Ein Kilogramm Kalbsbrust zerschneidet man in Stücke, blanchiert diese und kühlte sie in frischem Wasser ab. Dann bestreut man sie mit Salz, Pfeffer, gehackter Zitronenschale und Zwiebeln, wendet sie in Mehl um und dünstet sie Yi Stunde in 125 Gramm Palmona, füllt Liter heißes Wasser zu, läßt das Fletsch darin weich dünsten und schürft die Sauce mit etwas Zitronensaft ab.
Briefkasten der Hausfrau.
vlle Anfragen und Antworten, die. was ausdrücklich bemerkt sei. unverbindlich für die Schriflleitung erfolgen, sind an die „Hausivirtschaftliche Rundschau de- Wresbaoener Tagblatts" zu richten Anfrage ! Venen k'ine A o memelttSquittirug beilikgt. können nickt berücksichtigt wersen. Der Berm ttlung geicka-tlicher Empfehlung'!; dient dieser Bn skasten nickt.
Rauhe Hände. (Frage.) Ich leide sehr an rauhen Händen. Die Innenfläche der Hand ist fu chtbar spröde. Ich bin natürlich sehr viel im Wasser. Glyzerin und Byrolin sind zwecklos. ^
L. B. 190. (Frage.) Kann mir jemand ein Mittel zur Stärkung der Kopfnerven angeben? Ich leide schon länger« Zeit an Kopfschme.zen.
P. P. (Frage.) Ich leide seit Frühjahr an einem gräßlichen Schnupfen. Besonders schlimm ist es morgens, nachdem ich aufgestanden bin. dann muß ich vier- bis sechsmal mesen, die Nase ist ganz verstopft und die Augen voll Löasser. Tagsüber ist es iircht so schlimm. Alle, selbst ärztlich ungeordnete Mittel blieben bisher ohne E.folg. Vor mehreren Jahren hatte ich schon mal mit Heuschnupfen zu tun.
E. M. (Frage.) Wie behandelt nran weiße wollene und seidene Herren-Ünterwasche, damit sie durch das Waschen nicht gelblich wird? Gibt es ein Mittel, gelblich gewordene Wasch« wieder zu ihrer früheren Farbe zu verhetfeil. ohne daß dt« Wasche leidet?
K. Z. (Frage 1.) Kann mir jemand eine fachgemäß« eingehende Anleitung zum Selüstanferttgen einer photogra- pischen Lochkamera geben, und kann dieselbe auS dicker Papp« gemacht werben? (Frage 2.) Wie stellt man einen guten leichten Ea.anret-Pudding oder Auflauf ohne Gelatine her?
Asthma. (Frage.) Wer kann mir ein Mittel gegen Asthma angeben? Bin 40 Jahre alt und leide seit einigen Jahreq an asthmatischen Anfällen, bin sonst gesund.
T. M. (F.age.) Sind Zimmerpflanzen (Blattpflanzen) im Schlafzimmer schädlich?
E R. (Frage) Was kann man mit einem Waschtops (Emaille) machen, wo der Boden rostig ist? Ein neuer Bodeq ist darin und bereits schon einmal emailliert.
Deutsches Mädchen. (Frage.) Ich bitte um ein gutes Gesichts hgarentfernungsniittcl.
F. V. (Frage.) Kann mir jemand ein wirksames Mittq zur Bertvibung von Flühen angeben? Habe schon alle Mittet, auch Lysol, verwandt. Klopfen. Lüsten der Betten, Scheuern, alles ohne Erfolg.
Pökelfleisch. (Frage.) Wie wird Schweinefleisch gut ein-« gepökelt, so daß es sich recht lange und schön hält?
Alte Abonnentin. (Frage.) Ich leide feit einem Jahq ar. Blutspeien. Dasselbe wiederholt sich alle 3 bis 4 Monat« -und dauert 3 bis 4 Tage. Der Auswurf ist mit Schleim« vermischt und meistenteils hellrot. Das Allgemeinbestndeii und der Appetit sind gut. Bergsteigen ist mit Luftmomgeß verbunden. Ärztliche Behandlung war bisher zwecklos.
Soldatenstrumpf. (Antwort.) Anbei ein erprobtes Muster: Bei vierdrähtigac Wolle auf jeder Nadel 20 Märschen, aufschlagen und zwei rechts, zwei links 35 Zentimeter lang« stricken. Sodann nimmt man auf jeder Nadel eine Masch« ab, indem man die beiden ersten Maschen am Anfang jede« Nadel zusammenstvickt. Nun laste man auf je zwei Itadelir 18 Maschen stehen, während man auf den zwei anderen jo 20 Maschen haben muß. Hiermit wird die Ferse 18 Näht che« oder 36 Nadeln hoch gestrickt.. Für das Käppchen sdstcke maq bievauf 25 Maschen, wende die Arbeit, stricke 10 Dämchen, wende die Arbeit, stricke die 10. und 11. Masche zusammen und stricke noch eine Masche dazu, wende die Arvelt und fahre s« fort, bis man 18 Maschen auf dem Mittelstück zählt. Dun brauche man die Wägen Randmaschen auf, inv:m man umneö eine mehr zusammeustrickt. aber keine mehr yinzustrickt. Im die Ferse beendet, stricke man so lange mit Abnahme, bis auf] jeder Nadel 18 Maschen sind und stricke so lange weiter, bis der Strumpf von de: Ferse an 22 Zentimeter mißt. Nun! strickt man die 8. und 9. Masche zusammen (es ergibt sich zweimal auf jeder Nadel) und stricke siebenmal glatt darüber, dann die 7. und 8. Masche zusammenstricken und sechsmiä glatt darübevstricken. in dieser Weise fortfabren, bis man nur noch einmal darüber zu stricken hat. Die letzten 8 Maschen faßt man auf eine Nähnadeh zieht sie zusammen und Vernas den Faden nach innen. Bei dickerer, fünfdrähtiger Wolle, ist dl« Maschenzahl entsprechend zu verringern. Dian schlägt dann nur 19 Maschen auf jede Nadel auf. nimmt, ehe man die Ferse anfängt, auf jede Nadel eine Masche av, läßt auf zwei Nadeln je 16 Maschen liegen und strickt die Ferfe aber doch mit 40 Maschen, wie oben angegeben. Den Fuß strickt man aber nur 21 Zentimeter lang und beginnt dann die Spitze zu stricken indem man die 7. und 8 Masche zusammenstrickt und sechsmal darübe» strickt usw. — Um Gipsfiguren von Staub und Schmutz zu reinigen, bestreicht inan sie mittels weichem Pinsel mit dickem Stärkekleister. Wenn Vieser trocken ist springt er in dünneir Blättchen ab und nimmt den abgelösteü Schmutz von den Reliefs mit.
R. S. 15. (Antwort.) Falls Sie beifolgende Rezepte für Zuckerkranke noch nicht kennen, stelle ich Ihnen selbige gerne zur Verfügung. Mandelbrot: % Pfund süße Mandeln.
1 bittere, werden geschält und durch die Mandelmühle gedreht, mit 8 Gramm Butter. 4 Eigelb, einer Messerspitze Salz und dem Schnee des betreffenden Eiweiß zu einem Teig verarbeitet. der in einer mit Butter gut eingefetteten Form gelbbraun gebacken wird. Waffeln: 14 Pfd Äleuronatmehl. Vt Pfd. Butter, Yi Liter süßer Rahm. 6 Eigelb, 6 Eiweiß zu Schnee geschlagen etwas abgeriebene Zitrone, etwas Salz und Saccharin werden zu einem Teig verarbeitet und tat Waffeleisen gebacken. (Rezept aus Neuenahr.) Bin auch gerne bereit. Ihnen ein Sanatorium anzugeben, dessen Leiter, ein bekannter Hofrat, ein ausgezeichnetes Kochbuch für Diabetiker hevausgab, welches Sie sich eventuell schicken lassen könnten. Mieze Svalina Dortrnund. Postst aße 12. — Außevdem liegt noch ein Brief für Sie am Auskunftsschakter des „TagblaÜ- Hauses", eine Treppe hoch rechts.
Rote Hände. (Antwort.) Eine mir nahe stehende Dame leidet schrecklich an dicken roten Händen und rann im Winter das Brennen und Jucken kauin ausbalten. Ich bin oft Zeuge gewesen, wie sie die Hände einen Moment in siedend heißes Wasser tauchte, hsrauszog und wieder abtrocknete. Sie be- hauptst. dos allein bringe ihr Erleichterung unv sei ihr eine wahre Wohltat.
F. K. (Antwort.) In Keinem Maßstabe ist folgende Essenz anzmaten: 750 Gramm Zucker werden mit IV® Taffen Wasser «klärt, mit dem Saft von 4 vis 5 Zitronen verrührt und nach dem Erkalten mit einer Flasche feinem Arrak oder Rum vermischt. Beim Gebrauch dieser Essenz gießt man einen Teil derselben in eine Tc-rine und schüttet 2 Teile siedendes Wasser zu so zu Vo Liter Essenz 1 Liter Wasser, woraus man das Ganze Mt verrührt. Will man Weinpunsch bereiten, g'eßt man den Wein zu der Essenz in die Terrine, ehe man Wasser zugießt und nimmt ebensoviel Wasser als Wein
E H. (Antwost) Ihre Frage kann leider keine Aufnahme finden, da sie Sache einer Anzeige ist.
Tierfrenndin, Bleichstratze (Antwort.) Lesen Sie im Briefkasten der Hausfrau -Samstag den 19 Dezember 1914, die Antwort an „Tierliebende" nach. Sie können diese Nummer auch im „Tagblatt-Haus", eine Treppe hoch rechts,
ei ns eben ^ ^ (Antwort.) Wenden Sie sich mit Ihrer Fvaqe an das städtische Krankenhaus.
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