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Verlag Langgasse 21

„Tagblan-Hnus". ea-ltN!^»lle geöffnet «on 8 Uljt morgen« bis 8 Uhr abend«.

wöchentlich

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tif Morgen «nsh bi« 3 Ubr nachmittaq» Berliner Schriftleitung des Wiesbadener Tagblatts

12 Ausgaben.

Fernruf:

„Tagdlatt-Hans" Rr. 6650-53.

Bon ; Uhr morgen« bi« 8 Uhr abends, außer Sonntags.

Reklamen. Kangc. halbe, drittel und viertel Seiten, durchlaufend, nach besonderer Berechnung — »ei wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen in kurzen Zwischenräumen entsprechender Nachlaß.

Berlm-WilmersdorfGüntzelstr 6«,Ferntvr.: AmtNhland450u.451. KÄ™

Mittwoch, 20. Januar 1915.

Der Krieg.

Die Lage im westen,

wie die Zranzosenfesten fielen.

Der Pariser Berichterstatter der „Times" gibt bemerkens­werte Eingeständnisse über den Fall der n o r d f r a n z ö s i - Ichen Festungen; er schreibt: „Gegen Ende August, als me Deutschen gegen die Marne vordrangen, waren die franzö- ftfchen Communiques eine Zeitlang sehr kurz und allgemein gehalten; infolge der Schnelligkeit, mit der die E^tgmffe einander folgten, wurde vieles nicht gesagt. (!) Das ®a)ia]al der Festungen in Nordfrankreich ist nur allmählich be­kannt geworden. Nur der Fall von Longwy wurde offiziell angezeigt, der von Maubeuge konnte angenommen werden, während über Montmödy, Möziöres und Givet nicht ein Wort gesagt wurde. Durch Soldaten, die zurückgekehrt sind, wurden erst interessante Einzelheiten über den Einzug der Deutschen in diese Plätze bekannt. M o n t m e d h wurde am 28. August geräumt und von den Deutschen besetzt, nachdem vorher alle Berteivigungsmittel zerstört und die Munition in die Luft ge­sprengt worden war. Fort Charlemont bei Givet wurde am 29. August von den Deutschen angegriffen und drei Tage lang beschossen. Die Beschießung erfolgte durch große österreichisch-ungarische Feldgeschütze, die 7i/„ Meilen (12 Kilo­meter) weit trugen und weiter reichten'als alle Kanonen der Festung. Keine einzige der französischen konnte dem Feind den gering st en Schaden zufüyen. Die Forts waren bald in Trümmer geschossen, und die Gar­nison ergab sich am 1. September. Leider wurden dabei die in Montmedh getroffenen Vorsichtsmaßregeln vergessen, und die Geschütze und Vorräte gelangten unversehrt in die Hände der Deutschen.

Über die Belagerung von Longwy gibt ein Einwohner, der Ranch erreicht hat, interessante Einzelheiten. Die Ver­teidigung beschränkte sich auf die Zitadelle von Ober-Longchy, die die von Vauban im 17. Jahrhundert entworfenen Befesti­gungen umschließt. Nachdem die Aufforderung zur Übergabe abgelehnt worden war, begann die Beschießung am 21. August. Die Gebäude auf dem Mont St. Martin standen sofort in Flammen, und beim Feuerschein sahen die Einwohner, wie die Regimentskapellen im Kiosk der Eisengießerei von Mont St. Martin zusammentraten und „Die Wacht am Rhein" anstimmten. Unter den Klängen des Liedes schritten die deutschen Soldaten zum Angriff gegen das Burgunder Tor. Sechs Tage und sechs Nächte dauerte die Beschießung, bis die Stadt ein R u i n e n h a u f e n war und der Kommandant die Festung übergeben müßte."

Die Stimmung an der Westfront.

Einem an die „Köln. Ztg." gerichteten Feldpostbriefe ent­nimmt das genannte Blatt folgende Stellen: Wir kommen uns hier vor wie die Löwen und Tiger, die man hinter Eisen­gitter gesetzt hat und vor deren Nase maulheldige I u n g e n s ihren frechen Tanz aüfführcn. Daß diese Bengels incht noch frecher werden, liegt wohl nur daran, daß sie unsere Tatzen und Pranken von früher her allzu gut kennen. An uns liegt's wahrlich nicht, wenn wir unsere Eisenstäbe noch nicht durchbrochen haben und mit den Kerlen da drüben ein bißchen Katze und Maus spielen. Wie wir hier sind, ob In­fanteristen oder Artilleristen, Preußen, Sachsen oderWürttem- berger, wir b r e n n e n nur auf den Augenblick, daß es end­lich .mal wieder l o s g e h e n darf. Aber als disziplinierte Soldaten fügen wir uns der Einsicht unserer — um im Bilde zu bleiben — Käfigwärter, militärisch ausgedrückt, der höheren Stellen, zu denen wir das felsenfeste Vertrauen haben, daß sie den richtigen Augenblick schon herausknobeln werden. In­zwischen führen wir hier ein mehr dreckiges als speckiges Da­sein, wenn auch namentlich uns Kölnern keiner den Spaß an der Freude verderben kann. Daß Sie uns, die im Felde Stehenden, beneiden, fühle ich Ihnen nach. Wenn's gar zu trostlos wird, sehnt man sich wohl ein wenig nach einem ge­ruhigeren Dasein auf seinem Sessel zurück, aber wenn's dann wieder eine frisch-fröhliche Bumserei gibt, ist das alles vec- gessen, und einmal wieder mitten drin, ist man wieder mit dem ganzen Herzen dabei. Bor allem möchte ich um keinen Preis die Erinnerungen und Eindrücke missen von Schönem und Häßlichem, Hohem und Niedrigem, die einen wertvollen Bestand fürs ganze Leben geben werden.

Die versöhnende Wirkung des Krieges.

Br - Leipzig, 19. Jan. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) In den „L. N. N. erzählt der sächsische Divisionspfarrer N i e d n e r von dem Kriegsleben in und um Lille und weiß dabe> von kameradschaftlicher, alles Konfessionelle über­springenden Gesinnung der Militärgeistlichen zu berichten Der j ü d i s ch e P r e d i g e r — so schreibt Divisionspfarrer Niedner — erzählte mir, wie er mit evangelischen Truppen­teilen einen Feldottesdienft abgehalten hat, wie er das alte L u t h e 1 11 e b bat singen lassen, wie er dann von dem Gott gepredigt hat, der uns allen helfen muß und aus den wir alle vertrauen dürfen, er hat gebetet für Volk und Vaterland, für die Fechtenden in den Schützengräben und die Verwundeten in den Lazaretten, und zum Schluß haben sie gesungen „Wir treten zum Beten vor Gott den Gerechten"

Ich habe ihm die Hand gedrückt: „Herr Kamerad, anders mache ich es auch nicht. Vielleicht bekommt mancher alte Hader unseres Volkes hier unter dem Donner der Kanonen den Gnadenstoß."

Morgen - Ausgabe.

Lin englischer Bericht über die Schlappe der Inder bei Givenchq.

W. t.-B. London, 19. Jan. (Nichtamtlich.) Der Be­richterstatter der „Times" in Nordfrankreich berichtet über ore Schlappe der Inder am 20. Dezember bei Givenchy: Die indischen Truppen griffen die deutschen Schützen­gräben im Sturm an und besetzten sie. Die Schützen­gräben waren jedoch unterminiert und wurden von dem Feind in die Luft gesprengt. Die Inder erlitten hierbei entsetzliche Verluste. Der Feind, der bedeutende Verstärkungen erhielt, unternahm wütende Gegenangriffe und überschüttete die indischen Truppen mit vernichtendem Feuer. Die Stellung war unhaltbar und es wurde der R ü ck z u g befohlen. Eine Abteilung der Inder wurde voll­ständig u m z i n g e l t und mutzte sich ergeben. Zwei Tage später griff eine kombinierte englische und französische Ab­teilung von neuem die Stellung an. Teile der Schützen­gräben wurden wieder erobert und behauptet. An einem Punkte ist ein und derselbe Schützengraben gleichzeitig von Feind und Freund besetzt. (?) Eine 4 Fuß breite und 9 Fuß hohe Lehmwand trennt beide Abteilungen. Die Zustände in dieser Gegend sind unglaublich; Schmutz und Wasser machen jede Bewegung unmöglich.

Lin englischer Bericht aus der Legend von blrmentieres.

Sr. Amsterdam, 19. Jan. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Das Reuter-Bureau meldet aus London: Ein Augen­zeuge im englischen Hauptquartier berichtet: Am 12. Jan. mußten wir einen Beobachturvgsposten bei Z u n i ch h räumen, da er unter deutschem Artillerie- und Mörserfeuer unhalt­bar geworden war. Djc Deutschen haben den Posten besetzt und sich im Eisenbahndreieck verschanzt. Am 13. Jan. hat die Artillerie die wi ch t i g e B r ü ck e bei F r i l i n g h i en stromaiufwärts von Acmentieres vernichtet. Am 15. Jan. bielt kräftiger Kanonendonner auf der ganzen Front an. Das Wasser ist etwas gefallen.

Sine Dampfschaufel für die französischen Schützengräben.

Bi-. Rom, 19. Jan. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Aus Paris wird gemeldet, das Kriegsministerium gedenke einen beim Panamakanal, sowie im Bergbau bereits erprobten Apparat zum Herstellen von Schützengräben, die sog. Dampf- schaufel, bei der Armee einzuführen. Der Apparat wird beispielsweise von der Portlandkompagnie bei dem härtesten Fels mit großem Erfolg angewandt.

Der plan einer gleichzeitigen gemeinsamen Aktion der Ententemächte gegen Deutschland-

Sr. Rom, 19. Jan. ,Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Die „Tribuns" will aus bester Quelle erfahren haben, daß sämtliche Ententemächte jede für ihren Kriegsschauplatz in kürzester Frist eine große gleichzeitige Aktion gegen Deutschland zu unternehmen gedenken. Die Aktion sei völlig vorbereitet, dazu gehöre auch ein energischer Vorstoß der englischen Flotte gegen die deutsche Küste.

Kus dem besetzten Frankreich.

Ein Lob der deutschen Verwaltung aus französischem Munde.

Dem^ Bulletin des Ardennes entnimmt das Pariser .Journal" vom 12. Januar Mitteilungen über die deutsche Vei-wattung im Ard ennen- De part e men t und beson- des rm Bezirk Sedan, die zwar mit allerlei giftigen Ge­meinheiten durchflochteri sind, im Grunde aber ein hohes Lob der deutschen Verwaltung in Frankreich enthalten. Es heißt da nach der „Köln. Ztg." ohne die Gemeinheiten-

Als die Deutschen im Ardrnnen-Depa temcnt einrückten stand die Ernte noch auf dem Felde. Ein Teil ist ver­dorben: dre Weizen- und Haferfelder sind von Fußvolk und Reiterei niedergetreten, von der Artillerie zeünalmt worden. Soweit das Getreide und das Heu geschnitten und auf Stapel gesetzt war. ist es den Unbilden der Witterung ausgesetzt ge­wesen und hat an Ort und Stelle wieder neu gekeimt. Die Deutschen haben davon zu retten gesucht was sich retten ließ; sie haben alle arbeitsfähigen Leute zwangs­weise ausgeboten, um den Rest der Ernte einzubringen Die Kartoffel- und Zuckerrübenernte :oar gut. Die Deutichen haben über den Wert der Ernte genaue Erhebungen ge­macht. ebenso über das Vieh in den Ställen, Uber die Mög­lichkeit eines Wiederauflebens der Gewerbe und über die Versorgung der Bevölkerung mit Getreide und Mehl Eine neue Volkszählung ist sehr sorgfältig durchgeführl worden. Wie für die E.nte haben die Deutschen auch für die Aussaat einheimische Baue,.» zwangsweise anige- stellt Allerdings bleibt die neue AnbauflaDe hinter der früheren zurück. Mit dem Brote wird gespart. Jede Pc son erbalt täglich nur ein Pfund Mehl. Einige Mühlen a beiten Die Bauern müssen das Korn von den Tennen in diese Mühlen schaffen. Die Deurschen geben für das angebracht,: Korn 70 v. H. in Mehl. In einigen Dörfern mahlen und ^ckcn die Bauern nach alter Sitte bei sich zu Hause. Beim Einmarsch der- Deutschen fehlte vielerorten mehrere Tage lang Bwt Zucker, Kaffee, Salz. Feuerzeug und Tabar. Aber das hat sich bald gebessert. Luxemburger und Deutsche hoben in Automobilen den Franzosen die Lebensvedürfniffe ge- biacht die diese nötig hatten. Anfang Novemver kostete der Kaffeo o Franken das Kilo, das Petroleum kostere l Franken Liter uitb war dabei knapp. Um die Hau^haltsbedürfnrsse ernzulaufen. mußten die .Hausfrauen mit einer Kiepe aul dem Rucken oder einem Kinderwagen vor sich bis zu 30 Kilo Meter über Land wandern. Der Verkauf von Schnaps ist

Nr. 31. - 63. Jahrgang.

verboten. Die Post ist eingestellt. Dke Eisenbahn«! dienen nur für Militärtransporte. An den Straßen­kreuzungen sind überall Wegweiser in deutscher Sprache angebracht In bestimmten Dörfern ist die deutsche Ortszeit vorgeschrieben worden. In Remilly, Villers- le-Tourneur, Pourn - Saint - Remy, Pouru-aux-Bois und Carignan sind die Schulen wieder eröffnet; die franzö­sischen Lehrer arbeiten hier unbrheltigt von rcn deutschen. Diese suchen sich bei der Bevölkerung möglichst beliebt zu machen. Ihr A und O ist. Frankreichs Landwirtschaft nnv Deutschlands Gewerüefleiß ergänzten sich in wunderbarer Weife; wir sollten uns darum mit ihnen gegen vte Eng­länder verbünden ... Der Feind hat auch eine Wehrliste aufgestellt, sowohl für die gedienten Leure wie für die Rekruten von 1914 und 1915 und für die Hilfsdienste. Alle Wehrpflichtigen haben Befehl, ihr Dorf nichl zu verlassen; sie werden beim Reinigen der Straßen, beim Unterhalt der Wege, bei Brückenbauten und ähnlichem beschäftigt, als wenn es für immer wäre. . . .

Vre französischen Grev-lberichte.

Genf, 18. Jan. Das „Genfer Journal" bringt einen Pariser Brief, wonach die Veröffentlichung der französische» Greuelberichte große Mißstimmung in den politischen Kreisen erregt. Die Deputierten sagen, das Publikum sei bereits genugsam aufgehetzt und geängstigi. Falls größere Niederlagen kämen, wären die Folgen der Volkswut unbe­rechenbar. Bedauerlich seien die blutrünstigen Hetz­artikel von Capus und Richepin.

Ein Vergleich in der „Tijd".

In einem Berichte aus Paris tadelt die „Tijd" den Kanzelredner Coubö, der sich unlängst in einer Ansprache zu jener Schicht von Verleumdern erniedrigte, die uns Deutsche als „Hunnen" und „Barbaren" und unseren Kaiser als den eigentlichen Urheber unserer „Greuel" hinstellen. Der Bericht der „Tijd" nennt das Verhalten Coubes ab­scheulich und um so mehr verwerflich, als es auf der Kanzel stattfand. „Die deutsche Geistlichkeit da­gegen hat es verstanden, während des Krieges gegenüber den Feinden ihres Heimatlandes Maß in der Rede zu halten."

Der Wiederaufbau Belgiens durch die Engländer.

Br. Amsterdam, 19. Jan. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Eine im Hinblick auf die Kriegslage merkwürdige Konferenz wird demnächst in der Londoner Guildhall abgchal- ten werden. Wie der „Standard" berichtet, haben sich ver­schiedene Baumeister, Städteerbauer und andere S a ch v e r st ü n d i g e zusammengetan, um über ’beu Wiederaufbau Belgiens zu beraten.

Ver blinde Eifer englischer Hafenforts.

Schon wieder ein schwedisches Schiff beschossen.

Berlin, 19. Jan. Der „B. L.-A." meldet aus Kopen­hagen: Der schwedische Dampfer „Halfdcm" ist gestern von England in Nordkoeping eingetroffen. Er berichtet, daß auf ihn bei der Einfahrt in den Hafen von Liverpool, als er die Signalflagge hissen wollte, von einem Hafenfort ein scharfer Kanonenschuß abgefeuert wurde, der zwischen dem Fockmast und der Kommandobrücke hindurch ging und darauf ins Wasser fiel. Der Kapitän hat bei den schwedischen Be­hörden A uze i g e erstattet und verlangt, daß der schwedische Minister des Äußern bei der englischen Regierung Vor­stellungen erhebe.

Zur Preissteigerung der Lebensmittel in England.

Eine Reutersche Beschwichtigungsdcpesche.

W. T.-B. Amstcrvam, 19. Jan. (Nichtamtlich.) Eine Depesche des Reuterbureaus aus London vom 18. Januar bemerkt in einer Polemik gegen die deutsche Presse, daß die Preissteigerung der Lebensmittel in England der Jahreszeit entspreche. Die schlimmste Zeit sei vorüber, was Eier, Fische und Gemüse betreffe. Die Getreidezufuhr sei größer als im Vorjahre, aber — so fährt Reuter fort — die amerikanischen Spekulanten verdoppeln ihre An­strengungen, um eine neue Preissteigerung zu bewirken. Wahrscheinlich werden sie von deutschem Kapital unterstützt. Eine weitere Ursache für die Preiserhöhung sei die Steigerung der Frachtraten und der Mangel an Schiffen und Hafenarbeitern Reederkreise sagen, daß die große überfüllung in den Häfen die Preise künstlich steigere. Eine von der Regierung unternommene Seever­sicherung habe 100 Prozent erzielt. Man setze die Hoffnungen auf die Zufuhren aus Argentinien, das eine gute Ernte hätte, die aber infolge von Regen erst später eingebracht wer­den konnte. Außerdem sei in England das Dreschen des Getreides durch das nasse Wetter binausgeschoben worden. Glühkörpernot in England.

Während England im neutralen Ausland sich admüht, der deutschen Ausfuhr die Absatzgebiete abzujagen, ist es selbst mit verschiedenen Bedarfsartikeln auf Deutschland angewiesen. So fehlt es gegenwärtig in England dringend an Glühkörpern und man sucht deshalb auf allerhand' Arr aus Deutschland solche zu erhalten. So erhielt eine Lieg- mtzer Firma von einer Firma aus dem neutralen Ausland das Ersuchen um schleunige Offerte für eine Großlieferung an Glubkorpern. Die Absicht wurde natürlich e r k a n n t und die Aufforderung abgelehnt. Hoffentlich verfahren andere Fabriken in gleicher Weise.

Die englischen Kriegsausgaben.

London, 19. Jan. Die bisherigen Kriegsausgaüen be­trugen laut einer Zwischenbilanz des Schatzkanzlers bis zum 10. Januar 192MillionenPfund.