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Nr. 26.SmnStag, 16. Ja««« ISIS.

nationalen Kräfte, deren Tiefe und Breite die Ent­scheidung bringen. So enthülle der Krieg das wahre Gesicht der Völker. Eine Wurzel unserer Kräfte, die auch zum Sieges­willen führen, läge in der sozialen Fürsorge, deren Geschichte und Entwicklung, beginnend mit der magna charta der kaiser­lichen Botschaft vom .Jahre 1879, geschildert wurde. 18 Millionen sind bei uns gegen Krankheit, 25 gegen Unfall, 16 gegen Invalidität versichert. Dementsprechend sind Zah­lungen und Hilfeleistungen in der Höhe von 11 Milliarden Mark (darunter 6 Milliarden von den Arbeitgebern) an 120 Millionen Versicherter im Laufe der 34 Jahre ausgezahlt wor­den. Zurzeit beträgt die tägliche Ausgabe der Sozialver­sicherungen 2^4 Millionen Mark. Eine der wichtigsten Auf­gaben, der sich auch die jetzige Führung des Reichsversiche­rungsamts mit besonderer Hingabe widmet (vergl. das Kauf- mannsche Buch „Schadenverhütendes Wirken in der deutschen Arbeiterversicherung", Berlin 1914, 2. Auflage, Bahlens Ver­lag), besteht in der Verhütung und Vorbeugung von Krankheit, Unfall und frühzeitigen Alterns. Der Redner hob hervor, den Kamps gegen die Tuberkulose, durch frühzeitiges Erkennen der Krankheit, den Bau von Lungenheilstätten und dergleichen, den Kampf gegen Alkoholismus und Geschlechts­krankheiten, die Unterstützung des Baues von Arbeiterwoh­nungen, der landtvirtschaftlichen Kreditbedürfnisse und der all­gemeinen Wohlfahrtspflege; die gesundheitliche Ertüchtigung, welche durch unsere soziale Fürsorge geschaffen, käme jetzt in den Schützengräben zur Wirkung.

Der Krieg aber habe dem Reichsversicherungsamt neue Pflichten auferlegt, da der § 274 das Recht gewähre, all­gemeine vorbeugende Maßnahmen im Interesse der Versicherten großzügig auszuführen. So seien 5 Prozent des großen 2-Milliarden-Vermögens, also 100 Millionen Mark, im Laufe der letzten Monate verwendet worden für Linderung der augenblicklichen Not in Ostpreußen und Elsaß-Lothringen, zur Schaffung von wärmender Unterkleidung für unsere Truppen im Felde; 200 Millionen Mark Darlehen sind für notleidende Gemeinden zur Verfügung gestellt worden; für 190 Millionen Mark wurde Kriegsanleihe gezeichnet. Ebenso beteiligt sich neuerdings das Reichsversicherungsamt, gemeinschaftlich mit dem Kriegsministerium und mit den pri­vaten Fürsorgeorganisationen, an jenen Bestrebungen, die un­sere Kriegsinvaliden schon in Kriegszeiten wieder dienst- oder arbeitsfähig machen, eventuell in einem neu zu wählenden Beruf, und ihre Hinterbliebenen vor der Not und vor der Ent­behrung schützen wollen. Auch hier hat das Reichsversicheriungs- amt die Führung übernommen und die notwendigen Mittel bereit gestellt. Nicht nur die vaterländische Gesinnung, son­dern auch die großzügige Auffassung der Sozialversicherung leuchteten aus den Ausführungen des Redners hervor, und das Wort, mit welchem Goethe den „Faust" cinleitete: „Im . Anfang war die Tat", darf auch an die Spitze der deutschen Arbeiterversicherung gestellt werden. B. L a q u e r.

Die verufsgenossenschaften und der Krieg.

Zur Erörterung von Maßnahmen zur Behebung etwaiger Übelstände, die sich aus der Kriegslage für die Aufbringung der Umlagen der Berufsgenossenschaften, insbe­sondere infolge Rückgangs der Lohnsummen, ergeben können, fand kürzlich im Reichsversicherungsamt unter dem Vorsitz seines Präsidenten Dr. Kaufmann eine Be­sprechung mit Vertretern des Verbands der deutschen Berufs- genosienschaften statt. Dabei ergab sich, daß das Amt grundsätzlich geneigt ist, den Berufsgenossenschasten und den in ihnen vertretenen Kreisen der Industrie und des Hand­werks so weit wie möglichst entgegenzukowmen. Ins­besondere wurde in Aussicht gestellt, daß den Berufsgenossen­schasten auf ihren Antrag im laufenden Jahr die Er­hebung eines Zuschlags zur Rücklage erlassen wird, was eine wesentliche Erleichterung in bezug auf die Bei- tragshöhe zur Folge haben wird. Ferner herrschte Einstiin- migkeit darüber, daß die Berufsgenossenschasten nach § 762 der Reichsversicherungsordnung nicht erst der Genehmigung des Reichsversicherungsamts zur vorläufigen D e ck u n g von Deitragsausfällen aus der vorhandenen Rücklage bedürfen. Zweifel bestanden darüber, ob den Berufsgenossenschaften nach dem Gesetz gestattet werden kann, schon bei der Feststellung des Umlagebeitrags einen Teil der vorjährigen Ausgaben durch Darlehen zu decken, die unter Verpfändung entsprechen­der Teile der Rücklage ausgenommen wurden. Es wurde trotz juristischer Bedenken eine wohlwollende Erwägung aus Grund Iber vom Verband noch zu beschaffenden Unterlagen in AuS- |sicht gestellt. Sollte bei nochmaliger Prüfung dieser Frage das Reichsversicherungsamt die Zulässigkeit eines Angriffs der Rücklagen zur Verringerung der umzulegenden Beitragssum­men, weil mit dem Gesetz nicht vereinbar, verneinen, so würde es Sache des Bundesrats sein, eine Verordnung dahin zu er­laßen, daß die gegenwärtige Lage einen „Notfall" im Sinne des 8 746 der Reichsverficherungsordnung in sich schließt. Das Reichsversicherungsamt würde alsdann von seinem Genehmigungsrecht zweifellos den wohlwollendsten Gebrauch machen. _ J- F.

— Gedruckte Feldadressc«. Ein Leser macht folgenden be­achtenswerten Vorschlag: In de- letzten Zeit wird öfters über mangelhafte Adressierung der Pakete und Briefe geklagt, da möchte ich denn darauf aufmerksam machen, daß man bei jedem Buchdrucker die Feldadresien ganz billig auf weißem gummierten Papier gedruckt bekommt, so daß man stets eine deutliche Adresse fix und fertig zum Aufkleben be­reit hat. Man verhindert dadurch das oft sehr unbequeme Beschreiben von Feldpostsendungen, die man fertig verpackt in Geschäften erwirkt, in denen man nicht immer das einem .liegende" Schreibmaterial vorfindet. Auch hat dre Be­nutzung gedruckter Adreffen eine große Annehmlichkeit für die Post, du dadurch dasSorticren der Briefe wesentlich er­leichtert wird, und die Adressen, welche nicht selten sehr lang sind, viel übersichtlicher werden.

— Eine anerkennenswerte Maßnahme der Handwerks­kammer. Die Handwerkskammer Wiesbaden hat in diesen Tagen in die wirtschaftlichen Verhältnisse des Bezirks in einer Art eingegriffen, die alle Anerkennung verdient. Sie hat, um die Beteiligung sämtlicher, auch der kleineren Handwerker bei der Herstellung zu ermöglichen, von der Militärverwaltung die Lieferung einer größeren Zahl von Proviantwagen übernommen und die Einzelarbeiten dann an die Handwerker, welche sich um die Arbeit bewarben, verteilt. Zum Schutze der Handwerker hatte sie vorher Preise festgesetzt, welche einen an­gemessenen Verdienst sicherten. Es ist der Kammer gelungen, die ganzen Arbeiten im Bezirk unterzubringen und dadurch die Arbeitslosigkeit in den in Frage kommenen Berufen stark einzuschränken. Handelt es sich doch bei den Arbeiten um Werte von vielen.Hunderttausend Mark.

xnesdavenrr Dagvlarr.

Mend-Ausgabe. Erstes Blatt.

Seite 8.

— Wiesbadener Lazarette. Aus 'der Verwundetenliste der Auskunftsstelle über im Felde stehende nassauische Soldaten in der Loge Plato: Infanterie-Regiment 135: Hengslur

(Wiesbaden) im Heilig-Geist-Hospital. — Rekrutendepot des Reserve-Jnfanterie-Regiments 88: Albaum (Bigge) im

Schützenhof. — Landwehr-Brigade 42: St. Birk (Dotzheim) tm Schützenhos. — Landwehr-Jnsanterie-Regiment 80: A. Ernst (Oberjosbach), I. Fischer (Rambach), Unteroffizier E. Hemberle (Eichstetten), H. Klein (Davelshausen), Unteroffizier F. Kornhaus (Zensleben), Gefreiter L. Leismann (Bruch­haufen), G. Menzel (Schillingsfürst), P. Ritsert (Brandau),

F. Stremel (Wingeshausen), Gefreiter O. Verse (Lüdenscheid). — F.-J. Bataillon 68: G. Eve (Wiesbaden). — Rekrutendepot des Füsilier-Regiments 80: W. Haupt (Niedernhausen), A. Köhler (Hobbevich). — Reserve-Jnfanterie-Regiment 80: I. Hohl (Meschheim), H. Hund (Niedertiefenbach). G. Jeck (Hassel­bach), P. Schüttler (Hochheim), L. Theis (Friedrichsdorsst — Landwehr-Jnfanterte-Regiment 118: P. Rupp (Framersheim),

G. Steitz (Falkenberg). — Landsturm-Ersatzbataillon Wies- b<st>en: F. Walter (Rothenrain). Diese alle befinden sich im Hotel Schützenhof.

— Die „Tagblatt"-Sammlungen. Bei dem Verlag des „Wiesbadener Tagblatts" gingen ein: für das RoteKreuz: Ad. Renz (5. Gabe) 200 M„ Zollbeamten Biebrich-Wiesbaden

20 M., Hermann Reichard (7. Gabe) 10 M., zusammen bisher

21 725 M. 56 Pf.;-für K 0 h l e n für Arme: A. K. G. Z. 10 M., zusammen 619 M. 50 Pf.; für die verwundeten und heimkehrenden Soldaten der Gvenzfestung T h 0 r n: A. 13 M.. O. W. 1 M., C. Schneider 10 M-, Familie H. Reichard 10 M„ B. D. 1 M., Sanitätsrat Dr. Althen 10 M-, M. K. 10 M-, G. B. 10 M., S. 50 M-, Plähn 20 M., A. B.

5 M., zusammen 140 M.; für der: Roten Halbmond: Gutenbergschule, Knabenklasse 3b, 7 M.; für die Kinder­be w a h r a n st a l t: A. K. G. Z. 10 M.; für das

Rettungshaus : A. K. G. Z. 10 M.; für die Blinden­anstalt : A. K. G. Z. 10 M.; für die Ostpreußen: A. Benz 100 M., Frau O. T. 2 M., zusammen bisher 19 307 M. 88 Pf.; für die Kriegsheimarbeit (Frau Professor Fresenius): Bernhard Silbmann 20 M.; 1 Fernglas für unsere Truppen von Frau v. Heyden.

— Privatmusikunterricht. Infolge des Krieges hat die Erwcrbstätigkeit der Privatmusiklehrer und °l ehrerinnen eine starke Einbuße erlitten, so daß viele von ihnen in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind- Der Minister der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten ist daher der Ansicht, daß es erwünscht erscheine, daß vollbe­schäftigte Lehrer und Lehrerinnen an Schulen in solchen Orten, in denen berufsmäßig ausgebildete Privat­musiklehrer und -lehrerinnen in ausreichendem Maße vorhan­den sind, gegenüber Angeboten von Privatmusikunterricht für die Dauer des Krieges möglich st Zurückhaltung üben und die Übernahme jedenfalls da ablehnen, wo dadurch die Erlverbstätigkeit Arbeitsloser geschädigt tverden wüvde.

— Warnung vor Spielereien mit aufgcfuudenen Patro­nen. Die Königl. Regierung, Abteilung für Kirchen- und Schulwesen in Wiesbaden, erläßt folgende Warnung: Es ist bekannt geworden, daß Schulkinder aufgefundene Patronenhülsen und auch Patronen vielfach zu Spielereien benutzen. Wegen der damit verbundenen Ge­fahr ist die Schuljugend darüber ernstlich zu belehren und zu verwarnen. Außerdem liegt es im Jnteresie der Heeres­verwaltung, möglichst sämtliche dergleichen Munitionsteile zu- rückzuerhalten. Es sollen daher aufgefundene Patronenhülsen und Patronen, sofern sich ein Artilleriedepot am Orte befin­det, an dieses, sonst an die Verwaltungsbehörden gegen Zahlung von 26 Pf. für 1 Kilogramme ab geliefert

werden. . _

— Unfälle. Am Kaiser-Friedrich-Ring, in unmittelbarer Nähe der Dotzheimer- und Bleichstraße, geriet heute vormittag die 55 Jahre alte Frau Auguste H e r w c d e, Oramenstraße 21 wohnhaft, unter die Straßenbahn und erlitt eine schwere Fußverletzung. Die Sanitätswache legte der Verun­glückten einen Notverband an uiid brachte sie in das städtische Krankenhaus. Die Ursache an dem Unfall wird von Augeu- zeugen vor allem auf die unglückliche Stellung des an der Kreuzung Ring-Dotzheimer-Bleichstraße stehenden Wasser­häuschens zurückgeführt, das viel zu nahe an das Straßen­bahngeleise heranreicht. — In der Schule an der Lehrstraße kam heute früh ein 13 Jahre alter Schüler zu Fall und zog sich einen Kniescheibenbruch zu. Auch er wurde von der Sanitätswache in das städtische Krankenhaus gebracht. Vorberichte über «unkt. Vorträge und verwandtes.

* gilnialiibe Schauspiele. Sonntag, den 17. Januar,

Abonnement C: „Don Juan" . Anfang 6% Uhr. Montag, den 18 . Abonnement A: „Die Räuber. Anfang 6 Uhr.

Dienstag den 19.. Abonnement v: „Die Jüdin. Anfang 6V> Uhr. Mittwoch, den 20.. Abonnement C: „Der Wafstn- txmi.s“ 9fnfnrm 7 Ubr Donne'staa. den 21.. Abonne- S e \-. i£rgJn"rWna 6% llV Freitag, den 22. Abonnement 8: „Colbevg". Anfang 7 Uhr. Samstag, den

23 Abonnement D: „Hosfmanns Erzählungen . Ankaug

7 Ubr Sonntag den 24.. Abonnement 3: „Dre Königin vo>! SabaV Anfang 6% Uhr. Montag, den 25.: 4. Sinfonie- konzert. Anfang 7 Uhr. ,,

* Residenz-Theater. Es wird darauf aufmerksam genwcht.

daß das am Monta« stattfindeude Operettcn-S-astsviel des Neuen Theaters in Frankfurt „Das Musikantenmadel um 7 Uhr beginnt. Der weitere abwechslungsvolle Svielplan der Woche bringt an jedem Abend ein anderes Zugkraft,ges Stuck. Am Freitag, abends 8 Uhr. geht als 13. Volk-,Vorstellirng zu ganz kleinen Preisen der große Schlager „Die fünf -frank­furter" in Szene. Der Kartenverkauf hierzu beginnt bereits am Montag. — Sonntag, den 17. Januar nachmittags 1/.4 ühr- „Die fünf Frankfurter". Abends 7 Uhr: „Sturm- idvll". ' Montag, den 18: Gesamt-Gastwiel des Neuen

Theaters in Frankfurt,«. M.:„ --Das MustkantenmadÄ . Dienstag, den 19.: ..Maria Thereua". Mittwoch, den 20..

. Sturmidvll". Donnerstag, den 21. : „Rosselspruirg , sreit^. den 22.' 13. Volksvorstellung: „Die fünf Frankfurter' Sams­tag den 23.. neu einstudiert: „Die Barbaren". Sonntag,

24 , nachmittags ViA Uhr: „Rösielsvrung . Abends 7 Uhr: „Die Barbaren".

ftus dem Landkreis Wiesbaden.

— Schierstem. 15. Jan. Zu der auf gestern abend an- beraumt gewesenen Sitzung der Gemeindevertrctung tvareri unter dem Vorsitz des Bürgermeisters «chmrdt 9 Ge- meindeverondnete und Gemeindevorstand Lang erschienen. In die Kommission zur Aufstellung des HanshaltvoranschlagS für das Jahr 1915 wurden die Herren oein» Schonmayer und Webnert gewählt, die sich zur Annahme bereit eiklarten. Für die Auflegung der Gemerndewahlerliste für da» Fahr 1915 wurde das Geschäftszimmer des Bürgermeisters de- stimmt. Der Firma Gebrüder Rudolph inHofherm,i £. wunde gemäß ihrem Angebot Von 6.70 M. elnschließlich Schälerlohn für den Zentner Lohrinde der Zuschlag erteilt. Gleichzeitig erklärt sich das Kollegium noch, mit dem frechan- digen Verkauf von Nutzholz aus den Gemeiuvewaidungrn etn- ' verstanden. Die Genehmigung zu dem Ansteolungsgesuch des

Gärtners K. Schwebig im Distrikt Reich«stswiescn konnte er. teilt werden, nachdem Schwebig die Zustimmuna gegeben batte, daß der Feldweg zu einem jederzeit offenen Weg er. klärt wird. Die gestrige Brennholzversteigerung mit eine« Cstös von 2866.60 M. fand die Genehmigung der Versamm­lung!

Provinz Hessen-Nassau.

Regierungsbezirk Wiesbaden.

Gute Jagd

FC. Soden (Taunus). 15. Jan.' Eine Treibjagd aus Hafen fand gestern in einem von Höchster Herren gepachteten, wohlgepflegten Revier in der Nähe von soden statt. Ge­schossen wurden zwei Hasen und drei Fasanem Es soll sogar noch ein dritten Hase, wie das „Kreisbtatt Höchst zu melden weiß, vorgekommen sein, doch sei auf dre Aussage des betreffenden T:eibers nicht viel zu geben.

Gerichtssaal.

FC. Ein Zusammenstoß zwischen Auto und Wagen. Am

1. März v. I. gegen 10 Uhr abends kam es vor,Erben­heim zu einem Zusammenstoß zwischen einem dem Metzgermeister Christian Roll in Höchst a. M. gehörigen, von dessen Sohn Georg gesteuerten A u r o. das von Wies­baden herkam und einem von Erbenhetm heraufahrenden Halbverdeck. Letzteres gehörte dem Polizeiwachtmeuter a D Patzert in Wiesbaden. der es lenkte. Dre Insassen beider Vehikel wurden durch den Zusammenstoß heraus, geschleudert und mehr oder weniger verletzt. Der Zu- sammenstotz beschäftigte das Schöffe ngericht das Patzert frersprach. aber den Georg Noll wegen Verschuldens des Unfalles, da er zu weit in der Fahrbahn und zu schnell — mit 20 bis 25 Kilometer in der Dunkelheit — gefahren, su 40 M. Geldstrafe verurteilte. Dieselbe Strafe traf Christian Noll, der neben Georg Noll saß. wegen nicht ge­nügender Beaufsichtigung seines Sohnes beim Fahren. Gegen das Urteil legten die beiden Noll Berufung ein. Die Straf­kammer sprach Christian Noll frei, da ein Versehen dieses Angeklagten nicht festgestellt, verwarf aber dre Berufung des Georg N oll. __

Neues aus aller Welt.

Teilweise Zerstörung eines Dorfes durch eine Lawine IV. T.-B Sitten. 15. Jan. (Nichtamtlich.) SM3 Dorf Obergestelen in Oberwallis ist gestern morgen durch eine Lawine teilweise zerstört worden. Viele stellen sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Dre Einwohner konnten noch rechtzeitig aus den Häusern flüchten.

Letzte vrahtberichte.

Die Blut-Urteile des französischen Uriegsgerichts in Casablanca.

Br. Genf, 16. Jan. (Erg. Drahtbericht. Ktr. BlnZ Das französische Kriegsgericht in Casablanca hat nach hier eingetroffenen Meldungen dre Deutschen Mcke und Gründler wegen Spionage zum Tode ■ toerurteut. Gegen den Deutschen Nerkorn wurde auf lebensläng­liche Zwangsarbeit erkannt.

Lin albanischer Einbruchsversuch in Montenegro.

. Die Italiener in Balona.

Br. Budapest, 16. Jan. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Nach einer Meldung aus Sofia berichtet 'das Blatt ..Kam- pana", daß eine größere albanische Kolonne sich zu einem Ein­bruch in Montenegro in Anmarsch gefetzt habe. Es soll ern Vorpostengefecht stattgefuuden haben, das für d:e Alba­ner günstig verlief. Di- Bevölkerung Valonas ist in dem gan­zen von den Italienern besetzten Gebiet aufgefordert worden, in 5 Tagen alle Waffen und Munition abzulrcfern.

Schwere Strafen für zwei belgische Offiziere.

Br. Brüssel, 16. Jan. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Die deutschen Militärbehörden sind genötigt gewesen, über zwei belgische Offiziere eine schwere Strafe zu verhängen. Der eine, der fast 80jährige pensionierte General tfteüe, leitete ein Bureau, das sich mit der Beförderung wehr- sähigeb Belgier über die Grenze beschäftigte. Der andere, der Leutnant G i ll e, war von der belgischen Regie­rung in Le Havre beauftragt, die von den Deutschen neu er­richteten Lütticher Festungsbauten auszukwndschaftem. Beide wurden ertappt und vom Lütticher Feldgericht zum Tode verurteilt, aber zu lebenslän glicher Haft begnadigt.

Wetterberichte.

Deutsche Seewarte Hamburg.

18. Januar, 8 ITlir vormittag«.

1 — sehr leieht. 2 = leicht, 3 -- schwach. 4 = massig, 5 - krisch « — stark, 7 = steif. 8 — stürmisch. 9 - Storni. 10 — starker Storni_

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Beobachtungen in Wiesbaden.

von der Wetteistatiou .... haue. Verein, ihr Naturkunde.

Wetter

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16. Januar

Barometer aux 0° und Normalschwere Barometer auf dem Meeresspiegel .

Thermometer (Celsius) ..

Dunstspannung (mm).- W» - -

Relative Feuchtigkeit (%) ........

Wind-Richtung und -SOkrke.

Niederschlagshöhe (mm).

Höchste Temperatur (Oelsin*) 9,0.

7 Uhr

2 Uhr

9 Uhr

morgens.

nachm.

abends.

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743,6

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743,9

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—

—*

Niedrigste Temperatur 6,9.

Wettervoraussage für Sonntag, 17. Januar 1915

.onder Meteorologischen Abteilung de» l'hjsikal Verein» su Frankfurt a. M

Unbeständig, zeitweise Niederschläge, mild, südwestliche Winde.

Wasserstand des Rheins

am 16 . Januar

Biebrich. Pegel: 3,01 m gegen 3.18 m am gestrigen Vormittag.

Caub. » 3 81 m * 4,li m » » ^

ZiaiuL » 2.47 m » 3,69 m > » *