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hundert Verletzungen gemeldet. Der Präfekt hat Truppen und Sanitätsmaterial nach Poggio Picenze, Sassa, Tornimparte, Cagnano, Amiterno, Gagliano Aterno und Rojo gesandt..

W. T.-T3. Nom, 14. Jan. Es bestätigt sich, daß der durch das Erdbeben in Avezzano, Selano, Collomele .und S e r e ch i o verursachte Schaden äußerst schwer ist. Alle Verbindungen find unterbrochen. Die erste Hilfe wurde von Rom mittels Automobilen gesandt. Weitere umfassende Hilfe­leistungen sind angekündigt. Nach den letzten Nachrichten aus der Provinz beklagt man in der Gemeinde Bussi 6 Tote und mehrere Verwundete. In T o r r e und einem Teile der Gemeinde Cagnano Amiterno wurden mehrere Per- sonen getötet oder verwundet. In Castelvecchio und Subogno wurde eine Person getötet und zahlreiche Per­sonen verletzt. In San Filice und einem Teile der Ge- meinde Ocre sind 4 Tobe und verschiedene Verwundete zu beklagen. In der Gemeinde P o g g i o P i v e n c a ist die Zahl der Toten und Verwundeten noch nicht festgestellt. In den Gemeinden Sassa, Tornimparte, Castel- nuovo und anderen Dellen von Sempia sind je 2 bis 3 getötet und mehrere verwundet worden. In Sorre wurden mehrere Gebäude zerstört, fast alle übrigen sind unbewohn­bar. Truppen sind zu Hilfeleistungen nach den betreffenden Ortschaften abgegangen. In Avezzano wurde bereits ein provisorisches Telegraphenbureau eingerichtet. Der Ort ist vollständig zerstört. Auch die Gemeinden P aterno, Celono, Ajelli, Cerchio, Colemele und Pec- chino sind sehr schwer beschädigt. Viele Personen sind.ge­tötet worden und viele befinden sich noch unter den Trümmern. In Pessesmeroli wurden 10 Personen getötet und etwa 60 verletzt. Das Wetter ist schlecht.

Der König in den heimgesuchten Gegenden.

W. T.-B. Rom, 13. Jan. (Nichtamtlich.) Der König begab sich heute, begleitet von dem ersten Flügeladjutanten General Brusati, im Automobil nach Fuggi, Frosinona, Veröl, Torre Eagetami und anderen Gegenden der Provinz Rom, die besonders von dem Erdbeben betroffen worden sind. Der König fährt am Abend nach Rom zurück. Im Auftrag der Regierung begibt sich der Unterstaatssekretär im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Visocchio. an diejenigen Orte, dte am meist«: durch das Erdbeben beschädigt worden sind. Mo'-o-n früh wird er sich %n Avezzano, morgen abend in Sara aufhalten.

aus Stadt und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

Das Siferne Kreuz.

Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurden ausgezeichnet: der Sergeant WM Knieling beim 21. Pionierbataillon, Sohn des Lokomotivführers Adam Knieling in Wiesbaden; der Oberbootstnannsmaat an Bord S. M. S.Grandenz" Willy Joerg aus Ostrich; der Offizierstellvertreter im In­fanterie-Regiment 68° Georg Rink aus Freiendiez; der Wehrmann Heinrich B l ä s s i n g aus Ems; der Postillion Prang aus Weilburg; der Assistenzarzt Dr. Wo aus Niederlahnstein und der Sergeant Peter Jos. Sehr aus Faulbach.

Die Reichs-woll-woche.

Die Vorbereitungen zur Durchführung der Samm­lung in der Reichs-Woll-Woche sind eifrig im Gange. Die ganze Stadt ist eingeteilt in sechs große Bezirke, in denen nach­einander in den sechs Tagen vom 18. bis 24. Januar die Hel­fer ihr Sammelwerk ausüben werden. Die Helfer sind in vier Gruppen und dementsprechend jeder der sechs Bezirke wieder in vier Unterbezirke eingeteilt. Zur Fortschaffung der gesammelten Sachen sollen private Kraftwagen benutzt wer­den, wenn zwölf solcher Kraftwagen der Abteilung 3 des Roten Kreuzes zur Verfügung gestellt werden können. Benzin und Ol stellt das Rote Kreuz. Zur Führung und Beaufsichttgung von je fünf Helfer::, die sich bei je einem Kraftwagen befin- den, haben sich angesehene Bürger der Stadt in bereitwillig­ster Weise zur Verfügung gestellt.

vre Fischerei und der Krieg.

Eine Versammlung von Vertretern der demDeutschen Kischereiberein" angeschlossenen Vereine verhandelte über die Fi sch Verwertung während des Krieges. Man war der Ansicht, es habe wenig Wert, das wohlhabende Publi­kum zu stärkerem Fischverbrauch zu ermuntern. Auch wurde scstgestellt, daß die Verwertung von Fischen in den Gefange­nenlagern ausgeschlossen sei, da der für die tägliche Bekösti­gung geltende Satz keine nur einigermaßen lohnende Bezah­lung der Fische zulasse. Die Versuche, der Fischkost in größe­rem Umfang Eingang in die Lazarette zu verschaffen, sollen jedoch fortgesetzt werden, obgleich eine Anzahl Laztrette große Mengen geschenkter Fische abiviesen, da die Lazarett­küchen nicht imstande waren, die Fische zuzubereiten. Aus Karpfen oder noch hochwertigeren Fischen zurzeit lohnende Büchsenkonserven oder R ä u ch c r w a r e n herzustellen, wurde nach den gemachten praktischen Versuchen als nicht inöglich bezeichnet. Die Versammlung kam zu dem Schluß, daß ein wesentlicher Umschwung in den Absatzverhältnissen vorerst nicht heröeigeführt werden könne. Sie warnt aber, die Fische unter dem Preise zu verschleudern.

vie Beförderung der Feldpost kn Russisch-Polen ist in den rückliegenden Wochen teilweise mit Verzöge­rungen verknüpft gewesen. Die Ursache dieser beklagens­werten Stockungen, die besonders die in der vordersten Linie befindlichen Truppen betroffen haben, liegt vornehmlich in der geradezu unglaublichen schlechten Beschaffenheit der Straßen und Wege. Durch die vielen Regenfälle in der letzten Zeit ist ein Teil von ihnen grundlos geworden, an­dere wiederum sind ganz zerfahren. Auch hatten die Russen ei:^elne Straßen streckenweise durch tiefe Quergräben für einen Verkehr unbrauchbar gemacht. Alle Vertiefungen und Löcher auf den Straßen waren bis oben mit Schlamm gefüllt. Kraftwagen können daher vielfach überhaupt nicht, und beladene Postwagen nur mit geringer Belastung bei star­ker Bespannung und nur unter st ändigerGefahr, um­zustürzen oder zusammenzubrechen, verkehren. Öfters haben Postfahrzeuge nur durch Unterlegen von Holzdielen und mittels Winde wieder flott gemacht werden können. Einzelne sind in der Dunkelheit in Moräste geraten und darin, trotz der größten Anstrengungen, sie wieder herauszubringen, stecken geblieben. Die Beschaffung des unter solchen Umständen un­verhältnismäßig oft eintretenden Pferde- und Wagen-

ersatzeS ist außerordentlich schwierig. Auf den Eisenbah­nen muß, wie es nicht zu vermeiden ist, die Beförderung der Feldpost vor wichtigen militärischen Versanden (Truppen, Munition, Verpflegung usw.) zurückstehen. Post-Eisenbahn­wagen mit Feldpost haben deshalb auf einzelnen Bahnhöfen in Polen manchmal Tage hindurch liegen bleiben müssen, bis sie die Eiseirbahn weiterleiten konnte. Aber auch sonst war die Beförderung infolge der starken Belastung der Eisen­bahnlinien nur sehr langsam. Man wird sich erinnern, daß ähnliche schwierige Beförderungsverhältnisse im August und September in ^Belgien bestanden, und daß dort damals zeit­weilig auf der nur 40 Kilometer langen Eisenbahnsttecke Herbesthal-Lüttich bis zu 127 Züge gleichzeitig gelegen haben. Diese Tatsachen darf das Publikum nicht außer acht lassen, wenn neuerdings über die Beförderung der Feldpost in Russisch-Polen Klagen laut werden. Natürlich liegt die Schwie­rigkeit der Feldpostbeförderung nicht zuletzt auch in dem riesigen Umfang der Po st selbst. Werden doch nicht weniger als 7- bis 8000 große schwere Feldpostsäcke mit Briefen, Postkarten und Päckchen täglich aus der Heimat allein an unsere Truppen in Russisch-Polen abbefördert! ^

An der Verbesserung der Deförderungsverhältnissc wird von den Feldpostdienststellen unter Leitung eines beson­deren Kommissars des Reichs-Postamts fortgesetzt gearbeitet.

Line pfunv-Woche.

Staatssekretär Kraetke des Reichs-Postamts gibt bekannt: Feldpostbriefe nach dem Feldheer im Gewicht über 250 Gramm bis 500 Gramm werden für die Zeit vom 1. bis einschließlich 7. Februar von neuem zugelassen. D'.e Gebühr beträgt 20 Pf.

Die Sendungen müssen dauerhaft verpackt sein. Rur sehr starke Pappkasten, festes Packpapier oder dauerhafte Leinwand sind zu verwenden. Für die Wahl des Derpackungs- swffs ist die Natur des Inhalts maßgebend; zerbrechliche Gegenstände sind nach Umhüllung mit Papier oder Leinwand ausschließlich in starke Schachteln oder Kasten zu verpacken. Die Päckchen, auch die mit Klammerverschluß versehenen, müssen allgemein mit dauerhaftem Bindfaden fest umschnürt werden, bei Sendungen von größerer Ausdehnung in mehrfacher Kreuzung.

Die Aufschriften sind auf die Sendungen niederzu- schreiben oder unbedingt haltbar auf ihnen zu befestigen und müssen deutlich und richtig sein.

Außer kleinen Bekleidungs- und Gebrauchsgegenstcmden sind auch Lebens- und Genußmittel zulässig, aber nur so weit, als sie sich zur Beförderung mit der Feldpost eig­nen. Ausgeschlossen sind leicht verderbliche Waren, wie z. B. frisches Obst, frische Wurst; ferner feuergefährliche Gegenstände, wie Patronen, Streichhölzer und Taschenfeuer­zeuge mit Benzinsüllung. Päckchen mit Flüssigkeiten sind nur zugelassen, wenn die Flüssigkeiten in einem starken, sicher ver­schlossenen Behälter enthalten und dieser in einen durchlochten Holzblock oder in eine Hülle aus starker Pappe fest verpackt ist, und sämtliche Zwischenräume mit Baumwolle, Sägespänen oder einem schwammigen Stoff so ausgefüllt sind, daß beim Schadhaftwerden des Behälters die Flüssigkeit aufgesaugt wird.

Sendungen, dte den vorstehenden Bringungen nicht ent­sprechen, werden von den Postanstalten unweigerlich zurück­gewiesen.

London und Parks km Kriege.

DerKaufmännische Verein Wiesbaden" hatte sich, rasch entschlossen die gute Gelegenheit beim Schopfe fassend, Herrn Norbert Jogues, den Luxemburger Schriftsteller, kommen lassen, der im Auftrag derFrankfurter Zeitung" im Oktober und November 1914 England und im Dezember Frank­reich bereist und seinem Blatt seine Beobachtungen in zahl­reichen, wirklich reizenden und gut pointierten Schilderungen mitgeteKt hat, deren letzte vor drei oder vier Tagen erst er­schienen ist. Die Schilderungen lesen sich prächtig, leider aber ließ sich Herr Jaques verführen, sei:« fenilletonistischen Plaudereien zum Teil gestern abend beinahe wortwörttich vor­zutragen. Das war entschieden falsch, zunächst deshalb, weil diejenigen, die sie gelesen- hatten, gewiß nicht erwarteten, das­selbe noch einmal mündlich zu hören, und dann, weil sich Feuilletons von der Art der Jaguesschen nur unter starker Be einträchtigung ihrer literarischen Qualitäten vortragen lassen Schließlich ober mag die Mehrzahl der außerordentlich zahl reichen Zuhörer von einem Augenzeugen doch etwas anderes von London und Paris im Kriege zu hören erwartet haben, als eine Reihe kleiner für das Feuilleton zugeschnittener Sti:nmungsbildchen. Der Beifall fiel denn auch etwas dünn aus. Trotzdem: der Vortrag hatte viel Schönheiten für den, der ihn in erster Linie literarisch wertete. Die wenigen Licht­bilder zeigten eigentlich kaum etwas, was einem nicht durch die illustrierten deutschen Zeitschriften bereits, dutzendmal vorgeführt worden ist. - n '

Die Weihnachtsgaben für S. M. S.Nassau". Der

Vorsitzende des Provinzialausschusses für Nassau desDeut scheu Flotteiwereins", Herr Konteradmiral Freiherr v. Lyncker, teilt uns folgendes Schreiben des Kommandanten von S. M. S.Nassau" mit:Nachdem die von den Mitgliedern des dortigenFlottenvereins" für das Schiff gesammelt«: Weihnachtsgaben hier eingettosfen sind, erlaube ich mir, Euer Hochwohlgeboren und all denen, die zu der Sen­dung beigesteuevt haben, noch einmal meinen und der 'gesam­ten Besatzung Dank für die hochherzigen Spenden auszu­sprechen. Geld und Gaben werden dazu beitragen, unser Weihnachtsfest zu verschönern und stimmen uns freudig und zuversichtlich in dem Bewußtsein, daß auch im Binmenlande aller Herzen und Gedanken uns und unsere Flotte begletten."

DieTagblatt"-Sammlungcn. Bei den:Tagblatt"- Berlag gingen ein: für das R o t e K r e u z : Ludwig Schuster (5. Gabe) 20 M., zusammen b:sher 21 495 M. 55 Pf.; für die Blindenau ft alt : Generalleutnant v. Düfais 100 M.;

für die O st p r e u ß e n : 2 M., die eine gütige Dame Kriegs­freiwilligen in der elektrischen Bahn geschenkt hat, C. Säger 100 M., Frau Dr. Z. 20 M., Ltd. Lange 20 M., zusammen bis­her 19 205 M. 88 Pf.; für v er sch ä m t e A r me : Otto Henkell 3 M.

Todesfall. Der frühere kaiserliche Gesandte, Haupte mann a. D. v. B o i g t - R h e e tz, ist hier, wo er seit kurzer Zeit seinen Wohnsitz hatte, gestorben.

Allgemeine Ortskrankcnkassc. Vorgestern hat abermals eine B o r st a n d s s i tz u n g der Allgemeinen Ortskranken­kasse stattgefunden, in der die Wahl des ersten Vorsitzenden, die bekanntlich zunächst zu einem Resultat nicht geführt hatte, vorgenommen werden sollte. Es handelte sich dabei um zwei > Kandidaten, den Buchbindermeister Ger ich und den Buch

«Lend-Nusgabe. Erste s Blaff _ Seite 5.

druckereibesitzer Rauch. Auch bei differzweiten Wälder- mochte keiner der Kandidaten :n be:den Gruppen che heit zu erhalten. Das Vevsicherungsamt wird chcher w«der einen kommissarischen Vorsitzenden zu ernennen habem

DerLokal-Gcwcrbcvcrcin" hat sein Stiftungs» f c st, mit welchen: zugleich das bekannteDippehas-Essen eit unvordenklichen Zeiten verbunden war, diesmal aussallen

" _ Zehn Brüder zehn Krieger. Wie man uns mitteilt, beftiidet sich im hiesigen TeillazavettMetropol ein Krieger namens Krisel, dessen sämtliche neun Brüder gleich ihm der Beginn des Krieges zu den Fahnen geeilt sind.

Deutsche Schrift. Die Gerichtsbehörden sollen in Zukunft in allen amtlichen Schriftstücken nur deut­sch e r B u ch st a b e n sich bedienen, namentlich sollen auch Orts- und Familiennamen fortan nur deutsch geschrrebsn werden.

vsrberichte über Kunst, Vorträge und verwandtes.

* Residenz-Theater. Zum erstenmal gelangt als Nmrhett am SamstagSturmidyll". Lustspiel von sritz ^Mbaum und Wilhelm Sterk zur Aufführung. Das neue Werk teS bereits in Berlin und Wien ürfolgreich gegeben wurde. M em Stück Frieden im Kriege und bringt eine originelle ^dee ni amüsanter"Bearbeitung. Die erste Wlederhlllung des Humor- vollen Werkes ist Sonntagabend. Sonntagnachnnttag wird deir große SchlagerDi- fünf Frankfurter-- zu halben Preisen gegeben. Der Montag brrngt ein einmaliges Gastspiel des Neuen Theaters in Frankfurt (Direktion S/llmer und Re:, mann); os getaugt zur Aufführung d:e bebebte Operette ..Das Musikantenrnädel" von Buchbinder Musik von o« Diese Vorstellung .findet zu gewöhnlichen

Dutzend- und Funfzigerkarten haben Gültigkeit mit der ub- lichcn Nachzahlung. Der Vorverkauf beginnt morgen Freitag.

Kus dem vereinsleben.

vorberichte, veretnsoerkanrmlungen.

* Heute Donnerstagabend findet in derWartburg" um

814 Uhr der Vortrag des Reichstagsabgeordneten Felix Mar- auart aus Leipzig überDas deutsche Volk tn großer Bert statt. -

Gerichlssaal.

wb. Schwere Strafe wegen falscher Anschuldigung. Straßburg 13. Jan. (Nichtamtlich.) Von dem Kriegs­gericht Neubreisach wurde derStraßburger Post zufolge der über 60 Jahre alte SchaÄtarbotter Alois Mehsc zu 14 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt, weil er den Aufseher Bethge von den Wtttenheimer Kali- .ken. einen pensionierten Gendarmen, be: den Franzosen beschuldigte, im August 1914 den Anmarsch der französischen Truppen vom Wasserturm des Kailwerkes aus beobachtet und der deutschen Heeresleitung mitgereilt zu haben. Bethge wurde darauf von den Franzosen in Haft, genommen und wegen Spionage vor ein Kriegsgericht gestellt, von diesem aber freigesprochen; er befindet sich aber heute noch tn fran­zösischer Gefangenschaft.

w. Weil er Frankreich hochleben ließ, wurde von dem Kriegsgoricht in Neubreisach der Handlungsgehilfe Camille Adam aus MüE-ausen zu 3 Monaten G e f an gni 3 und 50 M Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte hatte, wie er selbst zugab, die Franzosen bei ihrem Einzug rn Mül­hausen mitVive la France" begrüßt.

Neues aus aller wett.

Eine Bierpreiserhöhung in Aussicht. Berlin, .14. San. Aus München läßt sich dasBerl. Tagebl." melden, «ne Bwv- preisvrhohung sei in Bayern nach den Angaben der Jnter- essentengvupven in Aussicht, weil die Gerste hauptsächlich vom Staat und für andere Zwecke in Anspruch genommen wird

Schweres Explosionsunglück in einer französischen Gcschoß- fabrik. Br. Paris. 14. Jan. (Eig. Drahtbericht, Ktr. Bin) Ein schweres Explosionsunglück hat sich in der zu cmer Ge- schößfabrik umgewandelten Automobilfabrik Renault, m Villancourt bei Paris zugetraaen. Durch unvorsicht^es Hantieren mit einer Granate explodierte das Geschoss tötete vier Arbeiter und verletzte eine Reihe werterer Arbeiter sehr schwer.

Letzte vrahtberichte.

Eine neue Richtigstellung aus Italien.

W. T.-B. Rom, 13. Jan. (Nichtamtlich) DieAgencia Stefan:" meldet: Man hat die Nachricht verbreitet, daß binnen kurzem in einigen Städten die Schulen geschlossen werden würden, um sie zu K a s e r n e n für die unter die Waffen be­rufenen Mannschaften. ju verwenden. Diese Nachricht ent­behrt jeder Begründung.

Wetterberichte.

Deutsche Seewarte Hamburg.

14. Januar, 8 Ulir vormittag*.

1 = «»hr leicht. 3 = teicht, S schwach, 4 missig, ö frisch, 8 = stark, 7 - steif. 8 = stürmisch. 9 Stürm, 10 starker Stürm.

Beob-

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Borkum. .. .

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Dresden . . . 760.9 SO 2 Breslau . .. ,762,4 SSO 1

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Frankfurt,««. 764,1 SW3 Karlsruhe, B ,765.8 SWS München . . 765,4: W 5 Zugspitze . . I Valencia...! I

Beobachtungen in Wiesbaden.

▼on der Wetterstation de» .Nass. Vereins für Naturkunde.

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Wetter

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1

+1

1

13. Januar

Barometer auf 0° und Normalschwere Barometer auf dein Meeresspiegel . Thermometer (Celsius) ..........

Dunstspannung (mm) .

Relative Feuchtigkeit (°/o).

Wind-Richtung und -Stärke

Niederschlagshöhe (mm).

Höchste Temperatur (Celsiu*) 4,7.

7 Uhr

morgens.

2 Uhr nachm.

9 Uhr

abends.

Mittel.

757,0

757,0

755,7

745,0

767,7

767,5

766.4

755.4

16

1,2

0.9

3,9

8.7

4,5

4.5

4,9

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73

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81,3

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0,2

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Niedrigste Temperatur 4.9.

Wettervoraussage für Freitag, 15. Januar 1915

von der Meteorologischen Abteilung de» Physikai Verein» zu Frankfurt a. 81

Unbeständig, zeitweise Niederschläge, mild, südwestliche Winde.

Wasserstand des Rheins

am 14. Januar

Biebrich. Pegel; 333 m gegea 3.40 m am gestrigen Vormittag,

Canti. » 4 41 m » 4,52 m » » »

Haina » 2,77 m » 2,78 m » » »