Nr. 17.
Dienstag, 12 . Januar 1912._ Mssba-ener Tagblatr.
stehen bleibt. Jesus kennt keine Gleichmacherei. So lange aber dieser Weltlaus besteht, sind Kriege unvermeidlich, sogar notwendig. Sie können aber ertragen werden, weil Gott die Vollendung seines Reiches über den Weltlauf hinaus garantiert. Der Krieg aber ist eine Frucht der Sünde und zugleich eine Waffe gegen die Sünde. So tvenig darum im Namen Jesu eine Friedensmacherei inöglich ist, so hat er doch auch nm- gestaltend auf den Krieg gewirkt. Nicht „die Menschlichkeit" hat im wehrlosen Feind den Menschen erkennen gelehrt, sondern Jesus, und das „Rote Kreuz" hat sein Kreuz von ihm. Bis zur Vollendung seines Reiches aber in seiner Wiederkunft bleibt der Krieg, und das kriegstüchtigste Volk bleibt am wirksamsten. Jesu Jünger aber können gerade auch im Kriege beten: „Dein Reich komme".
— Rote-Kreuz-Verlosung. Die Ziehung hat allerlei Überraschungen gezeitigt. Der 1. Preis — Agraffe in Brillanten — ist einem Hotelangestellten zugefallen. Der Mann hat jedoch das Los verloren, der Gewinn kann daher vorläufig nicht ausgehändigt werden. Die große Vase aus der König!. Manufaktur hat das Glück dem Lift- jungen eines hiesigen Cafes und einen hochwertigen silbernen Pokal einem Kammermädchen zugewendet.
— Kricgshilfe der nassauischen Lehrer. Die von den Mitgliedern des „Allgemeinen Lehrervereins für den Regierungsbezirk Wiesbaden" zum Besten der notleidenden Lehrerfamilien im Osten und Westen veranstaltete Sammlung ergab bis jetzt 4073 M.
— Wiesbadener Lazarette. Aus der Verwundetenliste der Auskunftsstelle über im Felde stehende nassauische Soldaten in der Loge Plato: Reserve-Futzartillerie-Regiment 27: Oberleutnant Fach (Tusternau) im Hause Schützenhofstraße 18. — Infanterie-Regiment '81: Unteroffizier Jäger (Krohdorf) im Reservelazarett 1. — Ersatzbataillon 42: Roll (Haintchen) im Hotel Weins. — Infanterie-Regiment 88:. Leutnant Schad (Wiesbaden) in dem Hause Goethestrahe 26. — Infanterie- Regiment 87: Winner (Nauert) im Reservelazarett 1. —
Bäckereikolonne 2 des 9. Armeekorps: Gefteiter M. Graf
(Grenvensberg) im Paulinenschlößchen. — Ersatz-Hilfsbäckerei des 11. Armeekorps: Militärbäcker R. Reumann (Treptow) im Paulinenschlößchen. — In der Auskunftsstelle liegen auch die Verwundetenlisten der Lazarette in Franksurt a. M., Mainz, Biebrich, Homburg, Bingen, Eltville, Rüdesheim, Ostrich, Winkel-Vollrads. Geisenheim, Schlangenbad, Langenschwal- bach, Idstein, Kloster Eberbach, Offizier-Genesungsheim rn Falkenstein und Trier auf.
vorberichte über «unst. Vorträge und verwandtes.
* Walhalla-Kurthcater. Am Mittwoch, abends 8 Mr. fin
det »um Besten des deutschen und österreichischen Roten Kreuzes eine Wohltätigkeitsvorstellung _ statt. Gegeben wird die vaterländische Operette e
die seit 25. Dezember im Kurtheater allabendlich gespielt und mit großem Beifall aufgeitoimnen wird Das «e^ncke Künstlerpersonal wird sich ch den Dienst der garen Sache stellen. Der Reinertrag des Abends ist zu gleichen Teilen für das deutsche und das österreichische Rote Kreuz bestimmt. Die Preise der Plätze sind ermäßigt, Militär zahlt auf allen Mätzen die Hälfte. Verwundete haben freien Zutritt.
* Bortrag, über „Das deutsche Volk in großer Zeit ton* kommenden Donnerstag ReichstagStckgeochneter, Felix Mar- auart aus Leipzig im Festsaal der „Wartburg, ftrecherr ^ Herr M<rrau<rrt. bem auch fner der Ruf eines Vorzugs Äen Redrie s vonrusgeht trnrb Celbstevlebtes, u. a. auch Me Eindrücke der denkwürdigen Reichstagssitzungen vom 4. August und.2. Dez. schildern. Dar Vortrag wird vom hiesigen .Kreisverein je» Verbandes deutscher .Sandl,inasgebllren Leipzig. veranstaltet.
Musi»- '«nd vortragsab-rnde.
* (Ohne Gewähr.) „über Linkshändigkeit beim Schreiben" hielt Lehrer H. Paul in der Stenogiraphieschule Stolze-schretz einen Vortrag. Im Hinblick ans das vorbereitende Einsetzen der Fürsorge für unsere Verwundeten schaltete Redner alle me Fragen aus über die Ursachen der Rechtshändtgteit, Vorteile der Doppähändigkeit usw. und behandelte unter Vorlage von linkshändig geschriebenen Schriftstücken Zeichnungen an der
,'Tafel. An praktischen, geschichtlichen. gerichtlichen Beispielen, Vorgängen aus dem gewerblichen Leben, arztlich-padagogischen Versuchen usw. wies Redner nach, daß bei Verletzung der rechten Hand die linke an deren Stelle treten kann bei allen einhändigen Arbeiten wie« Schreiben, Zeichnen, StenogM- phieren auch Maschinenschreiben und dergleichen. Es bedarf dies allerdings besonderer planmäßiger Übungen und geistiger Mitarbeit. Es ist also begründete Hoffnung vorhanden, daß der Linkshänder als arbeitendes Mitglied ver deutschen Nation wiedergegeben werden kann. Die in der Heimat Gebliebenen haben zwar die Pflicht, schon jetzt an das Fortkommen der Verwundeten zu denken, wenn wir ihnen aber die Möglichkeit geben können, sich selbst fortzuhelfcn. so schwindet bei ihnen mehr und mehr das Gefühl der Hilflosigkeit, unv es steigert fick bei den Verletzten das Bewiißtsein der Selbstverantwortlichkeit
aus dem vereinsleben.
vorberichte, vet«i tts»er f ammlungen.
* „Rhein- und Taunusklub Wiesbaden".
Um den Wandersport wieder etwas zu beleben und den Wünschen seiner Mitglieder Rechnung tragend, hat der Vorstand des Rhein- und Taunusklubs beschlossen, vorerst allmonatlich wieder eine Wanderung auszuführen. Die nächste Wanderung ist auf kommenden Sonntag festgesetzt uiid als Wanderziel ist der Hochtaunus vorgesehen. Tie Vorberatung dieser Wanderung findet in der Wochenversämmlung am 14. Januar statt. Die Weihnachtssendungen des Klubs an die im Felde stehenden Mitglieder haben bei den tapferen Tauniden große Freude und Dankbarkeit hervorgerufen, was aus den zahlreich eingelaufenen Feldpostkarten und Briefen hcrvor- geht. Die üblichen Wochenversammlungen finden wieder regelmäßig jeden Donnerstagabend int Klublokal (Turngesellschaft, Sckmmlbacher Straße) statt: die zur Verlesung kommende
Feldpost der Mitglieder gibt den Anwesenden manche inter- effante Anregung.
Mus dem Landkreis Wiesbaden.
— Dotzheim, 10. Jon. Durch Beschluß des Schul- und Gemeindevorstandes ist für die über 16 Jahre alten Fortbildungsschüler die Unterrichtszeit um wöchentlich zwei Stunden zur Förderung der militärischen Vorbereitung der Schüler verlängert worden. Diese Unterrichtszeit ist auf Mittwochs von 8 bis 10 Uhr abends festgesetzt tornten. — Nach einer Besprechung der hiesigen Gemeinde-, Kirchen- und Schulbehörden und der Vereine soll in diesem Jahre der Geburtstag unseres Kaisers am Sonntag den 31. Januar, im „Deutschen Kaiser" vurch eine dem Ernste der Zeh entsprechende gemeinsame Veranstaltung gefeiert werden. — Daß die Geschäftslage rrotz des Krieges nicht so ungünstig ist. zeigt auch die Statistik der hiesigen Sammelstelle der Nassauischen Landesvvnk, wonach die Einnahmen des letzten Jahres diejenigen des Vorjahres bedeutend übersteigen. So betrugen die Einnahmen im letzten Jahre 119 228 47 M. (1918: 106211.83 M). die Auszahlungen 97 310.14 M. (60 049.84 M). neue Bücher wurden angelegt 108 (129) und ganz zurückgezahlt 42 (53).
Nachbarstaaten u. -Provinzen.
— Mainz. 10. Jan. Der dor kurzem gestorbene Landge- cichtsdirektor Dr. Bockenheimer war ein eifriger Sammler van Büchern. Handschriften. Plänen usw., so daß bei seinem
Ableben seine Bibliothek die stattliche Zahl von' 5000 Exemplaren oufwies. Neben juristischen Werken sind leid* Geschichtswcrke vorhanden und unter diesen eine Reche seltener Drucke, di- sich auf die Vergangenheit von Mainz beziehen. Manche Exemplare dürften sich vorzüglich zum, Erwerb für die Mainzer Stadtbibliothek eignen. Wie wir hören, wurde die Bibliothek Bockenhcime'cs bereits von zwei hiesigen Fachleuten einer Besichtigung unterzogen, um vas siir Ätarnz Wertvolle auszuwähien.
vermischtes.
Hindenburgs Hunde. In ein Berliner Gasthaus am Bahnhof Zoologischer Garten kommt, wie der „Börs.-Kuricr erzählt, dieser Tage gegen Mitternacht ein Unteroffizier in Feldgrau. Eine riesige kohlschwarze Dogge und ein kräftiger weißer Bulldogg sind seine Begleiter, und kaum hat der Kellner sich entsetzt auf die Hundesperre berufen, legitimiert der Unteroffizier sich uno seine Hunde auf Grund eines Passagierscheines. Von nun an werden alle drei mit größter Ehrerbietung behandelt. Die prächtigen Tiere sind sehr scheu, und sie legen sich erst, nachdem der Unteroffizier mit eilt paar kräftigen Püffen dazu aufgesordert. Ein Gast am Nebentisch reicht den Tieren Zucker, betrachtet die russischen Militärknöpfe an den Halsbändern, und der Unteroffizier seufzt: „Jotte doch, wenn ich Russisch könnte, ick hätte die halbe Arbeit mit den Biestern!" —Sofort schreibt der Gast dem,Feldgrauen die wichtigsten Redensarten aus dem russischen Hundeknigge auf, die von den Hunden auch verstanden werden. — „So", sagte der Feldgraue erfreut, „uu wer'n se in Hannover gleich mit die Hunde reden können!" — „Lebt der Besitzer der Hunde in Hannover?" fiagt der Gast. — „Sonst ja, aber jetzt ist er in Rußland auf der Jagd ohne Hunde", entgegnet der Unteroffizier, „det sind nämlich Exzellenz Hin» denburg seine; ich komme aus dem Hauptquarfier und bringe die Hunde ferner Gemahlin!"
Krupp braucht — Türklinken. Die englischen Zeitungen lassen es sich angelegen sein, den gesunkenen Akut ihrer französischen Verbündeten durch Beruhigungspillen zu beleben. DaS beweist aufs neue die folgende alberne Geschichte,,die die „Times" zu erzählen wissen: „Eine interessante Illustration
zu der wachsenden Schwierigkeit, die den Deutschen die Beschaffung des Rohmaterials für die Geschotzgießerei bietet, liefert eine authentisch verbürgte Nachricht, die der bekannte MNitärschriftsteller Oberstleutnant Nousset kürzlich veröffentlichte. Herrn Roussets Gewährsmann ist ein hervorragender belgischer Abgeordneter, dem es gelungen ist, aus der deutschen Gefangenschaft zu entfliehen. Der belgische Deputierte kann auf Grund verläßlicher Tatsachen mitteilen, daß die Deutschen allenthalben die messingenen Türklinken abschrauben (!), um sie nach Essen zu senden, wo sie als Rohmaterial für die Geschotzgießerei dringend gebraucht werden."
„Gott strafe England!" auf der Preßkohle. „Gott strafe England!", dieses sich tttmte>r mehr im deutschen Volke etn- bürgernde Kriegsbegrüßungswort ist jetzt auch von der Industrie übernommen worden. Gewissermaßen als Schutzmarke haben nämlich die Leonhard-Draunkohlenwerke in Meuselwitz ihren Briketts den Stempelanfdruck gegeben: „Gott strafe
England!" — 1. Januar 1915."
Neues aus aller well.
Hochwasser. H ann. - Münd en, 10. Jan. Werra, Fulda und Weser führen Hochwasser, das seinen Höhepunkt heute mit fast 5 Metern am Weserhauptpegel erreicht hat.
Unwetter in den Vogesen. Karlsruhe, 10. Jan. In den Hochvogesen und im Hochschwarzwald gingen große Schneemaffen nieder. Auf den Kammhöhen beträgt die Schneehöhe einen Meter. Die Vogesenflüsse führen teilweise Hochwasser.
Drei Schulknabcn bei einem Bahnhofsumbau umgckom- mcn. Esse n, 10. Jan. Im benachbarten Heiszen wurden beim Bahnhofumbau drei Schulknaben von herabrutschenden Eisenschwellen begraben. Einer war sofort tot, die anderen wurden sterbend ins Krankenhaus gebracht.
Für 50 000 M. Juwelen gestohlen. Hannover. 11. Jam Hier haben Diebe während der Nachtzeit das Geschäft des Juweliers Bückmann beraubt. Die Einbrecher haben sich zunächst mit Nachschlüsseln Eingang in das im ersten Stock belesene Homeverfche Bankgeschäft verschafft, sind in das Privatkontor Homeyers gegangen. Laben hier, ohne den g-otzen Geldschrank des Bankiers anzurühren, die Dielen des Parkettbodens fachgerecht aufgenomnien und dann die Decke durchbrochen. Durch das so geschaffene Loch ist einer der Einbrecher in den Laden hinabgestiegen und hat die in Schränken und im Schaufenster aufbewahrten Goldsachen und Brillanten ausgeräumt. Nach annähernder Schätzung des Bestohlenen haben die geraubten Sachen einen Wert von etwa 50 000 M.
Den toten Bater geborgen. Kiel, 10. Jan. Bon der mutigen Tat eines jungen dänischen Seemannes erzählen die Blätter. Der Schiffer Äarsen von Seeland fuhr nach Kolbing mit seinem ^Segler und hatte nur seinen Sohn an Bord. Bei einem Segelmanöver erhielt der Schiffer einen Schlag vom Grobbaum, so daß er über Bord flog. Obwohl der Sohn jetzt allein an Bord war. zog er im Nu alle Segel ein, legte das Ruder in Lee, sprang in die Jolle und stieß vom Segler ab. Es gelang ihm. den Vater zu erfassen und an Bord zu bringen. Leider hatte der Vater einen schweren Schlag vom Großbaum erhalten uird war bereits tot. Der Sohn hißte die Notflagge und Fischer kamen dem Sechzehnjährigen zu Hilfe. Er erreichte mit dent roten Vater den Hafen von Ltzö.
Eine 8« Jahre alte Braut. Grimmen. II. Jan. Aus den alljährlich am Jahresbeginn bekanntgeyebenen Auszügen der Kirchenbücher von Grimmen in Pommern ergab sich, daß im verflossenen Jahre eine Braut, die zum Altar geführt wurde, 86 Jahre, neun Monate und acht Tage alt war.
Erdbeben in Bosnien. W. T. -B. Scraj ewo, 10. Jan. (Nichtamtlich) Heute früh wurden zwei ziemlich starke Erd) stöhe wahrgenommen. Der Lerd liegt in der Nähe der Stadt. Es ist kein Schaden angerichtet worden.
Letzte Orahtberichte.
Eine griechische Universität in Saloniki.
Br. Wien, 11. Jan. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Nach Berichten aus Athen soll in E-aloniki eine griechische Universität errichtet werden, an der angeblich auch Lehrkanzeln für die rumänische, kutzowalachische, albanische, serbische und inazedo-slawifche Sprache vorgesehen sind. _
W. T.-B. Kassel, 11. Jan. (Nichtamtlich) Frau Prinzessin R e u ß XXXIII., Prinzessin Viktoria Margarete von Preußen, ist am Samstag von einer gesunden Tochter glücklich entbunden worden. Mutter und Kind besinden sich den Uinständen nach ivohl.
Berlin, 11. Jan. Das „B. T." meldet ,aus Leipzig: Gestern ist in Brüssel der dem dortigen Generalgouvernement
zugeteilte Reichsanwalt Dr. Schweiger Destorben, der
Morgen-Ausgabe. Erstes Blatt.
Seite 87
seinerzeit im Konitzer Ritualmordprozeß als Staatsanwalt fungierte.
W.T.-B. Freiburg, 11. Jan. Der Direktor der Hausklinik der Freiburger Universität, Professor Dr. Eduard Jakobi, ist im Operationsgebiet erkrankt und gestorben. _
Briefkasten.
(®lt Lchristlrlwng »es Wiesbadener Tagblatts beantwortet nur fdjrtltlli#« Einträgen im Briefkasten, und zwar ohne RechtSverbindltLkeit. Besprechung-» können nicht gewährt werben.-
W. H. 50. Einberufene, die dem Unteroffizier- und Ge- rnsinenstand angehüren, sind von dem ersten Iiage des Mwiats an. in dem der Eintritt erfolgte, von der Staats- und Ge- meindseinkommensteuer befreit, sofern sie nicht über 3000 M. Einkommen haben. Hat er mehr Einkommen over geschäftliche Nachteile, so muß der Einberufene den Antrag auf Erlaß der Steuer bei dem Vorsitzenden der Veranlagnngskommissivn stellen,
Einquartierung. Bestimmte gesetzliche Einzelvorschriften bestehen nicht. Diese werden von den einzelnen Gemeinden getroffen. Wenn Sie sich beschwert fühlen durch die Überweisung von Einquartierung müssen Sie sich an den Landrat wenden.
Nr. 250. Diese Frage läßt sich nur auf Grund der genauen Kenntnis der tatsächlichen Verhältnisse beurteilen. Wir empfehlen Ihnen, sich an einen Rechtsanwalt zu wenden.
Agrikultur«. Wir empfehlen Ihnen, sich an ein dorfiges Blatt, vielleicht die „Königsberger Hartungsche Zeitung", zu wenden. Uns sind die Verhältnisse unbekannt.
Reklamen. s=
Sie erweisen unseren tapferen Soldaten int Felde F m
eine Wohltat,
wenn Sie bei LiebesgnbenscndniMN 1—2 Schachteln Fays ächte Sodener Mineral - Pastillen beifügen. Dadurch beugen Sie mancher schweren Erkrankung der Lust- und Atemwege vor und unterdrücken bereits entstandenen Husten, Heiserkeit und Verschleimung im Keime.
vis Kleinhandelspreise wichtiger Lebensmittel und Hausbedarfsartikel in Wiesbaden am 9. Jan. 1915.
Futtermittel Bei Händlern.
Hafer.100 kg
H.u.100 kg
Ricbtstroh . . . 100 kg Krummstroh . 100 kg
Butter, Eier, Käse und Milch.
Eß-(SUßr.-) butter 1 kg Eß- (.Land-) butter 1 kg
. 1 kg . 18t. . 1 8t. . 1 St ... 1 St ... 1 St ■. 1 Liter
Kochbutter.
Trinkeier . .
Frisohe Eier Kleine Eier .
Handkäse .. Fabrikkäse Vollmilch
Kartoffeln und Zwiebeln.
Eßkartotleln . . ICO kg « ..1kg
Zwiebeln.1kg
Gemüse.
Weißkraut.ISt.
Rotkraut.1 St
Wirsing.1 St.
Rosenkohl.1 kg
Grünkohl ..... 1 kg Römiscftkohl . . 1 kg Kl.gelbe Hüben 1 Gbd. Gelbe Rüben. ..1kg Sonwarzwurzel . 1kg Rote Rüben ... 1 kg Weiße Rüben ... l kg
Kohlrabi.1 St.
Erdkoh.rabi ... 1 St.
Spinat.1 kg
Bluinenkohl(hies.)l St. Blumenkohl,ausl-1 St- Meerrettich .. .. 1 St.
Sellerie.1 8t.
Kopfsalat.1 St.
Endiviensalat . . 1 St. Feldsalat ... . 1 kg
Kürbis.1 kg
Tomaten.1kg
Radieschen. .. 1 Gbd.
Rettich.1 St.
Obst.
Eßäpfel, deutsche 1 kg
< ausländische 1 kg Kochäpfeldtsohe. 1 kg
Eßbirnen.1 kg
Kochbirnen .. ..1kg Zwetschen .. .. 1kg Weintrauben ... 1kg
Quitten.1 kg
Brombeeren ... 1 kg
Zitronen.1 St.
Apfelsinen . ... 1 St.
Bananen.1 St.
Kastanen.1 kg
Walnüsse.1 kg
Haselnüsse .. .. 1 kg
Fische.
Hering, gesalzen 1 St. Seeweißlinge . . 1kg Schellfische. . . . lkgr Bratschellfische. 1kg Kabeljau, ganz ..1kg do. im Aussohn. 1 kg Heilbutt, ganz .. 1 kg do. im Ausschn. 1 kg Steinbutt, ganz . 1 kg do. im Ausschn. 1 kg
Scholle.. . 1 kg
Seezunge, große . 1 kg Seezunge, kleine 1kg Kotzunge (Lim.) . 1 kg Aal, lebend .. .. 1 kg Hecht, lebend . . 1kg Karpfen, lebend . 1 kg Schleien, lebend 1 kg Seeheobt, ganz .. 1kg do. i Ausschn. 1kg Zander, allgem. . 1 kg Rheinzander . . ,1kg Blau olchen . ..1kg Lachsfor^llen . . 1 kg Bachforellen, leb. 1kg Salm, frisch, ganz 1 kg « frisch i. Aus- 1 kg «. gefroren ganz 1 kg
< gefr.i.Ausscti.l kg Krebse, lebend . 1 kg
«h© nd 1 kg
Niedr.
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10
—
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10
—
10
Geflügel und Wild.
IC — 10
60 40
60
16
Li 10 3 20
80
60 t - 1 60 2 60 31 60 0
- 6 40 1 40 80 5! — 40 6 60 40, 2 80 - 3 20 2 80
2 40
3 GO 1 : 20
1 t>0
2 - 3 60
2 40
3 — 9 - 6
8 ! —
2 40
3 60
40
20 ;
60
40
1
1 2 3 2 3 8
C —
8
2 40; 3! 69!
Gans.lkg
Enten, junge 1 St. Herbstenten ISt.
Hahn . -2 1 St.
Huhn. o 1 St.
Perlhuhn .. ClSt Kapaune ... E ISt.
Taube. O ist.
Feldhuhn.alt b 1 St. Feldhuhn, jg. £ 1 St. Birkwild ... £ 1 St.
Schneehuhn 33 1 St. Fasan, Hahn js 1 St Fasan, Henne S 1 St. Wildente... „ISt. Schnepfe... 618t
Hase. k ISt.
Rehrüoken . ISt. Rehkeule .. 1 St.
Rehvorderblatt . 1 kg Hirschrückeu . . 1kg Hirschkeule.... 1 kg Hirschvorderblattl kg Wildragout.1 kg
Fleischwaren.
(Die übrigen Fleischpreise werden nur einmal im Monat notiert und veröffentlicht). Gekocht. Schinken im Ausschnitt . 1 kg
Dörrfleisch.1 kg
Solperfleisoh. .. .1kg
Nierenfett.lkg
Schwartenmagen lkg
Bratwurst.lkg
Fleischwurst . .. l kg Leberwurst .... lkg Leberwurst bess.
u. Hausmacher . 1 kg Blutwurst, frisch 1 kg Blutw., Hauern. . ,1kg Roßfleisoh.lkg
Hülsenfrüchte und Mehlst. Großbezug) Erbsen, gelbe, zum Koch.,ungescli. 100 kg Speise höhnen, w. 100kg
Linsen.100 kg
Weizenmehl 0. 100 kg Roggenmehl 0 .100 kg
Brot.
Schwarzbrot, gemischt aJioggen- m. Weizenmehl. lkg
dito .lLaib
Weißbrot .... . lkg
do.1 Laib
Semmel(Brödch.) lkg
Kolonialwaren.
Weizenmehl zur Speiseber.Nr.O. lkg Koggenmehl zur Speiseber.Nr.O. 1 kg Erbsen, gelbe, zum Kooh, ungesch. lkg Speisebohnen, w. 1 kg
Linsen.1 kg
Fadennudeln ... lkg Weizengries ... .lkg Gerstengraupe ..lkg
Hirse .lkg
Reis.lkg
ßuchweiz.-Grütze 1 kg Hafergrütze .... 1 kg Haferflocken . . . lkg Gern. Backobst ..lkg Kaffee, gehr.. . . . lkg Zucker, harter . . lkg
Speisesalz.lkg
Schweineschmalz ausländisches, .lkg
Heiz- und Beleuchtungsstoffe
Steinkohlen (Hausbrand). 50 kg Braunkohlen-
Briketts 60 kg ßraunkohlen-
Bnketts 100 St. Petroleum. .. 1 Liter
Ni*dr
tni$
Höchst,
Preia.
2 40 4I 60 4 61
1 so
3 zO 3 51 Bi 50
1 30 1 10 1 61
20 B 60 80 3 60 2 50
5C ! “j'sO
—IUI ' - 8 - 80 1:80 6 ) 2 60
4 2 2 120
I -| 1 80 Ij 20,
1 80 1 26 1 60 - S»
46
40
20
2 ! - 2! -
1 80
1 20
38 — 64 -
40 - 56 - 63 -
62 -
44
1«
76 -
RO - SO 70 - 70
70 - 70 -70-70 1 00
20
1 ; 30 3 20
64
20
20
1 60 1 60
24-21
