Einzelbild herunterladen
 

Verlag Langgaffe 21

Togblau-Haus".

Kchalter-Halle geöffnet von 8 lldr morgen« big 8 Uhr abends.

wöchentlich

Pezngs-Preis für beide Ausgaben: A> Psg. monatlich, M. 2.- vierteljährlich durch den Verlag "-Bringerlohn. M 3., vierteljährlich durch alle deutschen Poftanstalten, ausschliechlich

Bestellgeld. Bezugs-Bestellungen nehmen außerdem entgegen: in Wiesbaden die Zweigstelle Bis- marckrmg 19. iowie die Ausgabestellen in allen Teilen der Stadt; in Biebrich: die dortigen Aus­gabestellen und in den benachbarten Landortcn und im Rheingau die betreffenden Tagdlatt-Träger.

12 Ausgaben.

Fernruf:

Tagtlatt-Haus" Nr. 6KLO-S3. ,

Bo» L Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer Sonntags.

Anzeigen-Preis für die Zeile: iS Psg. sür örtlich- Anzeigen imArbei!sm-r!t-- und ,,Kleiner Anzei^r» in einheitlicher Eatzsorm: 20 Psg. in davon abweichender saS-ussuhruna, sowie für alle übrigen örtlichen Anzeigen: 30 Psg. sür alle auswärtigen Anzeigern 1 MI. sür örtliche Reklamen: 2 Mk. sur auswärtige Ressamen. Sm'ze. halbe, drittel und viertel" Seiten, durchlausend.ach besonderer Berechnung - Bei wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen i n kurzen Zwchenraumen entivrechender Nachlaß.

Berliner Schriftleitung des Wiesbadener Tagilatts: Berlin-Wilmersdorf Güntzelstr. 66. Fernspr.: AmtUhland 450 «. 451. T^en'Ünd'PMen°wsrkkefne°Gew°h?Äwwmmn"

vienstagy 12 . Januar 1915.

Morgen - Ausgabe.

Nr. 17. . 63. Jahrgang.

Oer Arieg.

Die Verbündeten des Schützengrabenkrieges müde

Nr. Haag, 11. Jan. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der Daily News" berichtet aus Dünkirchen, daß der Wunsch der Führer der verbündeten Heere, den qualvollen Stellungs- kampf aufzugeben und eine andere Lösung der Lage zu suchen, immer sichtbarer werde. Zur Erreichung dieses Zieles haben die Engländer bedeutende Truppenmassen aufge- boten, die in der Form zweier zangenförmig gebogener Keile, der eine in derÄichtung auf St. Georges, der andere auf D i x m u i d e n hin aufgestellt sind. So weit ich erfahren konnte, sagt der Berichterstatter, besteht die Absicht, beide Teile vorzuschieben und sie möglichst bogenförmig sich schliehen zu lassen. Die Aufgabe des linken englischen Flügels oder des nördlichen Keils wäre dann, an dem südlichen Ufer des von Nieuport nach Ostende führenden Nieuportkanals Stellung zu nehmen, so daß bei einem gleichzeitigen Eingreifen der eng­lischen Flotte die Deutschen zwischen zwei Feuer kämen, aus der Küstenstrecke vertrieben würden und Ostende räumen müßten. Diese Aufgabe wäre jedoch nur zu lösen, wenn auch der südliche Keil bei Dixmuiden oder Rousselaer Erfolg hat. Indes verlangen unsere Mannschaften selbst, bald aus den Schützengräben heraus und vorwärts zu kommen, setzt der Berichterstatter hinzu. Die Laufgräben seien wegen der Nähe des Überschwemmungsgebiets und bei dem anhaltenden Regen in einer Bodenbeschaffenheit, daß das Verweilen in ihnen fast unerträglich sei.

Verdun neuerlich ernst bedroht.

Br. Genf, 11. Jan. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) Stadt nnd Umgebung von S o i s s o n s wurden durch deutsche schwere Geschütze neuerlich wirksam beschossen. Der Mili- tärkritiker R o u s s e t fügt hinzu, daß das systematische deut­sche Zusammenwirken im Argonnerwald und auf den Maashöhen Verdun neuerlich ernst bedroht.

Was das sozialistische Hauptorgan vom Parlament fordert.

W.T.-B. Paris, 11. Jan. (Nichtamtlich.) Die Humanits" tritt der verschiedentlich geäußerten Ab­sicht entgegen, die Tagung des Parlaments müsse mög­lichst kurz sein und erklärt, der Krieg habe im Wirt­schaftsleben der Nation eine tiefgehende Veränderung hervorgerufen und ernste dringende Probleme aufgeworfen, und zwar nicht nur für die Armee, sondern auch für die Industrie, die Fabriken und die ganze wirtschaftliche Organisation des Staates. Die Anwesenheit von 200 Deputierten an der Front werde an den Ergebnissen der militärischen Operatio­nen nichts ändern, aber wenn mangels Methode und Kontrolle in der militärischen und zivilen Organisation Anarchismus und Verschwendung Platz greifen würden lund wenn infolge eines übereilten Schlusses der Session der Exekutivgewalt unumschränkte Vollmacht gelassen würde, dann könnten die französischen Soldaten Helden sein: Frankreich würde doch von dem

preußischen Militarismus zerschlagen) und zerschmettert werden. Deshalb verlange man, so schreibt das Blatt, daß die Kammer nicht nur, wie gewöhnlich, sondern länger wie gewöhnlich tage. Was das Volk von dem Parlament verlangt, ist nicht wehr ein Schauspiel aufreizender politischer Debatten oder von Lawinen von Reden. Was erwartet und ge­fordert wird, ist eine ernste geregelte, planmäßige und gewisse harte Arbeit, aus der die nationale Verteidi- gung einen großen Nutzen ziehen kann.

Kriegsbriefe aus dem Westen.

Von unserem Kriegsberichterstatter.

Im bombardierten Dixmuiden.

Großes Hauptquartier, am 5. Januar.

Schon in Brügge hatten wir erfahren, daß der hinter der Dser stehende Feind in den letzten Tagen eine merkwürdige Angriffslust, teils aber auch eine bei seinen furchtbaren Ver­lusten wohl begreifliche Zurückhaltung zeige. Als wir daher oufbrachen, um bis nach Dixmuiden, das heißt in die vor­derste Linie der nordwestlichen Kampffront zu gelangen, war es für ganz ungewiß, was uns der Tag an Erlebnissen bieten würde. Aber überall wurden wir gewarnt und ermahnt, uns vorher genau über die möglichen Wege und besonders darüber zu erkundigen, ob ein Vordringen auf der von uns beabsich­tigten Route angängig sei.

In Thourout, was in der vlämischen Form Thorhout das Gehölz, der heilige Hain des Donnergottes Thor bedeu­tet, lud Orgelklang aus dem gewaltigen, weit über die heu- tigen Verhältnisse des stillen Landstädtchens emporragenden Dome zur Frühmesse ein. Im Kerzenschimmer knieten die Einwohner, meist Frauen, und wohl mehr als die Hälfte von ihnen in Trauerkleidern: und zwischen ihnen sah inan

betende deutsche Soldaten aller Waffengattungen, aller Bundesstaaten ja, ich glaube fast, aller Bekenntnisse.

Auf grundlosen Wegen immer weiter gegen die Sumpf­rinne der Äser vordringend, mußte man den Eindruck ge­winnen, als ob man sich vom festen Lande rettungslos in dir endlose Wüstenei eines Urwaldmorastes verirrte, in diesen

Eine böswillige Verdrehung.

Berlin, 10. Jan. (Ktr. Bln.) DieGazette de Lausanne" vom 1. Dezember v. I. brachte eine Notiz, nach der in Elsässer Dörfern durch amtliche deutsche Bekanntmachungen verboten würde, ohne Genehmigung der Militärbehörde verwundete französische Soldaten unter Dach zu bringen und zu ver­sorgen. Eine solche Bekanntmachung ist, wie dieNordd. Allg. Ztg." schreibt, nicht erfolgt. Ein Befehl des Gouver­neurs von Straßburg ordnete lediglich -an, daß verwundete französische Soldatenzur Abholung anzumelden seien", und zwar, um sie der Lazarottbehan-dlung zuzusühren.

Diemutigen" Engländer.

Berlin, 8. Jan. (Ktr. Bln.) In einem derTäglichen Rundschau" zur Verfügung gestellten Feldpostbriefe heißt es: Der Kampf war außerordentlich schwer und heftig, und mancher unserer Kameraden mußte sein Leben lassen. Aber trotzdem hat unser Regiment eine größere Zahl Franzosen gefangen, darunter viele Alpenjäger, eine Truppe, die wir als besonders tüchtig schätzen gelernt haben. Überein­stimmend haben diese Alpenjäger uns erzählt, daß i n d e r letzten Reihe der Front die Engländer stehen und daß diese unbarmherzig auf die vorstehenden Franzosen sch i e ß e n, wenn diese beim Angriff zögernd Vorgehen oder gar zurückweichen." Was der Schreiber des Feldpostbriefes erzählt, klingt fast unglaublich, und dennoch ist, wie das ge­nannte Blatt meint, die Möglichkeit der Tatsache vorhanden, da der Brief aus vertrauenswürdiger Quelle stammt. Übrigens wird die Stimmung der französischen Soldaten gegenüber den Engländern durch das Urteil der Alpenjäger, auch wenn es übertrieben wäre, genügend gekenn­zeichnet.

Ein deutscher Unter»ffizier in Frankreich zum Tode verurteilt.

Genf, 9. Jan. Das Kriegsgericht in Bordeaux verurteilte den Deutschen Willy Sattler, Unteroffizier im 79. Infan­terie-Regiment, zum Tode. Sattler wurde beschuldigt, zu Be­ginn des Krieges nach Frankreich gekommen zu sein, um zu spionieren.

Verwert der von uns besetzten Teile Frankreichs.

Me schon früher kurz mitgeteilt ist, hat auf Veranlassung der Pariser Statistischen Gesellschaft der Generalinspekteur des Credit Forcier, M. E. Michel, den Wert der von den Deutschen besetzten LandSsteKe Frankreichs berechnet. Nach den genauern Angaben, die die MadriderEpoca" (vom 22. Dez.) bringt, sind besetzt das Departement Ardennen ganz, die Departements Aisne zu 55 v. H., Marne zu 12, Meurthe und Mosel zu 25, Maas zu 30, Nord zu 79, Oise zu 10, Pas de Ealais zu 25, Somme zu 16 und Vogesen zu 2 v. H. Im ganzen sind von den 10 französischen Departements funter 87) besetzt 2100 000 Hektar oder 3,7 v. H. des ganzen Gebietes von Frankreich. Nach der Bevölkerungsaufnahme von 1911 wohnen in den besetzten Landesteilen 3 255 000 Ein­wohner oder 8,2 v. H. der französischen Gesamtbevölkerung (von 39,5 Millionen). Nach den Grund-, Gewerbe- und Em- kommensteuerlisten und nach den in den Werken 1,3 Fortune privee en France und La Dette hvpothecaire des genannten Generalinspekteurs des Credit Fourier niedergelegten Studien stellen die besetzten LandeÄeile dar: 1. an Boden ohne Ge­bäude 4000 Millionen Franken gegen 64 789 Millionen für ganz Frankreich, oder 6,1 v. H., 2. an Grundflächen mit Ge­bäuden 4800 Millionen gegen 61757 oder 7,7 v. H., 3. an Gerät fiir Handel und Gewerbe 650 Millionen gegen 6000 oder 10,8 v. H. Im ganzen sind die von uns besetzten Landes- taile hypothekarisch zu schätzen auf 0500 Millionen oder 7,2 v. H. vom Gesamtwert von 133 000 Millionen für ganz Frankreich. Der innere Wert ist höher. Er setzt sich wie

Pfützen und Seen die Straßen sich wie kaum erkennbare und

mehr und mehr in grundlose Tiefen versinkende Furten aus breiweichem Kot verloren.

Es ist so viel über das überschwemmte westbelgische Kriegsgebiet berichtet worden. Aber was für ein hoffnungs- loser, meilenweiter Morast es ist, in dem sich hier, gleich­zeitig gegeneinander und gegen das Versinken im grundlosen Modder ringend, Millionenheere seit Wochen gegenüber­stehen, das glaubt man erst, ja davon kann man sich über­haupt erst einen Bemiff machen, wenn man es selbst gesehen hat. Man wundert sich fast, daß man noch einen Baum oder gar ein Haus sieht und glaubt, man müsse es jeden Augen­blick erleben, daß alles im großen Schlickmeere untergeht.

Schon waren in einigen stark mit Einauartierung be­legten Dörfern die Bewohner genötigt, den Verkehr mit den Nachbarhäusern durch schmale Brücken aus Stämmen und Brettern aufrechtzuerhalten. Eine Husarenpatrouille, der wir am frühen Vormittage begegneten, bot einen ungewohn- tcn Anblick. Langsam, Schritt für Schritt, wateten die bis an die Fesseln im Schlamm versinkenden Rosse fürbaß. Wunderbar ist nur noch, daß in einem solchen Gelände unsere Munitionskolonnen ihren Dienst bewältigen können. Aber es gelingt ihnen. Ich habe leichte Kolonnen, die der Front schon sehr genähert waren, gesehen, deren Räder bis fast an die Nabe im Schmutz quatschten, und die dennoch vorwärts kamen.

Auf diesen Wegen im Überschwemmungsgelände bringt jedes Gefährt, das stecken bleibt, unseren rückwärtigen Ver­bindungen Gefahren und kann einen Weg stundenlang ver­stopfen. Darum fuhren unsere beiden Kraftwagen auf wei­ten Umwegen bis zu dem letzten Platze, der mit dem Wagen

folgt zusammen: 1. Unbebantes Gelände 4000 Millionen, 2. Bauten für Landwirtschaft 1100 Millionen, 3. Gewerbliche Anlagen 1500 Millionen, 4. Handelsanlagen 1200 Millionen,

5. Wohnhäuser für Bürger, Arbeiter usw. 5500 Millionen,

6. Geräte für Gewerbe und Handel 1000 Millionen, insgesamt 14 300 Millionen. Die auf diesem Besitz lastende wirklichen Hypotheken belaufen sich auf eine Milliarde Franken oder auf 6,66 der 15 Milliarden, die die Hypotheksnlast von- ganz Frankreich darstellen.

Der Offiziersmangcl der belgischen Armee.

Aus Havre wird gemeldet: Die belgische Regierung er­richtet in Rouen eine Offizierschule, weil die belgi­schen Truppen nur den vierten Teil des nötigen Offizierbe­standes haben.

Der englische Seeraub.

Die Londoner ZeitungDaily Telegraph" meldet aus Algeciras vom 7. Januar: Die Konterbande, die bisher von den britischen Behörden in Gibraltar beschlagnahmt wurde, wird aus 100 000 Tonnen geschätzt.

Treibende Minen bei Venedig.

W. T.-B. Berlin, 11. Jan. DerL.-A." meldet aus Mailand: Der italienische KüstenfahrerPalmirtno" traf

gestern bei Venedig drei Treibminen an. Es gelang der Mannschaft, zwei davon ins Schlepptau zu nehmen und an die Marine abzuliefern, wofür sie 600 Lire Belohnung erhielten.

Auch die Ostsee ist minenverseucht.

Aus Stockholm wird berichtet: Eine Bekanntmachung der schwedischen Marineverwaltung besagt, daß in den letzten Tagen in der offenen Ostsee sowie an der schwedi­schen Küste treibende Minen in größerer Zahl beobachtet worden seien, die eine Gefahr für die Schiffahrt bedeuteten. Den Kapitänen werden besondere Vorsichtsmaßregeln, wie verstärktes Ausgucken und Stilliegen während der Nacht an­empfohlen.

Der Leiter des Felbsanitätswesens im Osten.

Br. Berlin, 11. Jan. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Obergeneralarzt Professor Dr. v. Kern ist zum Lester des FeldsanstätswesenS im Osten ernannt worden.

Ei» neuer Lazarettzug

ist vom Vaterländischen Frauenverein Schöneberg in Verbin­dung mit den Berliner Vorortgemeinden Friedenau, Steglitz, Lichterfelde und Zehlendorf, gestiftet worden. Der Zug wird unter Berücksichtigung der bisher gesammelten Erfahrungen nach ganzneuenGe sichtspunkten gebaut, und es ist seitens des Vaterländischen Frauenvereins Schöneberg beab­sichtigt, eine Denkschrift herauszugeben. Für alle die­jenigen, die Interesse für die Ausrüstung weiterer Lazarett- züge haben, wird diese Denkschrift sehr wertvoll fern, zumal der neue LazarettzugL 3" trotz seiner ungleich geringeren Herstellungskosten zweifellos der am zweckmäßigsten eingerich­tete sein dürfte. Bei der sich einstellenden K ä l t e ist die Stif­tung weiterer Lazarettzüge von besonderer Wichtigkeit, zumal diese Züge nicht nur für den Transport der Verwundeten von den Kriegsschauplätzen nach dem Innern des Reiches, sondern auch als stehende Lazarette in der Nähe der Kampf­plätze Verwendung finden.

Die Lage in Belgrad.

Berlin, 10. Jan. (Ktr. Bln.) Nach Berichten aus dem serbischen Hauptquartier, die von derAgentur Havas in der Schweiz verbreitet tverden, bestätigt sich eine Ofen- Pester Nachricht von dem Wiederangriff der Öster­reicher auf Belgrad. DieAgentur Havas" meldet, daß das serbische Hauptquartier nach Ni sch zurückverlegt wor­den ist, wo auch der König aus Belgrad wieder eingetroffen ist.

überhaupt noch zu erreichen war. Hier hielten wir inmitten

on Bauernhäusern, die von schweren Granaten furchtbar zerstört waren, und hinter einer Kirche, von der nur noch drei ausgebrannte und schrecklich zerschossene Mauern standen. Bis hierher hatte der Feind noch vorgestern mit schwerem Ge­schütz gefeuert. Wir verließen unsere langsam im Schlamm versinkenden Wagen und kamen in mäßiger Deckung bis an eine Wegkapelle, wo Pioniere damit beschäftigt waren, ihren gefallenen Kameraden die Gräber zu schmücken. Einige Offi­ziere, denen wir hier begegneten, gaben uns die letzten Ver­haltungsmaßregeln.

Die Straße, die von hier in mehr als zwei Kilometer Länge bis nach Dixmuiden führt, liegt völlig frei vor dem großenteils parallel mir ihr verlaufenden französischen Schützengraben, der stellenweise nur dreihundert, höchsten­falls vierhundert Meter von ihr entfernt ist. Jede Bewegung, die sich hier zeigt, begrüßt der Feind mit einem ungeheuren Schnellfeuer. Das sollten wir bald erfahren. Denn sofort, nachdem wir aus der Deckung der letzten »zertrümmerten Hausmauer herausgetreten waren, schwirrten die ersten Fliirtcnkugeln an unseren Köpfen vorüber. Bald vereinzelt, bald wie summende Wespenschwärme, wobei nur eines auf­fällig war, daß sie alle links von uns abgingen.

Um kein zu günstiges Ziel zu bieten, lösten wir uns in eine aufgeschlossene Kette auf und gingen in Abständen von etwa zwanzig Schritt hintereinander. Oft auch mußten wir von Baum zu Baum vorwärts springen, wenn das L-chnell- feuer drüben Hu arg wurde, obwohl die dünnen und großen­teils schon von Granatfeuer umgebrochenen Bäume wenig Deckung boten, ihr herabgeschlagenes Geäst aber für das schnelle Vorwär(Dkommen ein beträchüiches Hindernis war.