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Nr. 4. Montag, 4. Januar ISIS.

Herrschaft kämpfen. Dann werde der zweite Akt des Welt­krieges beginnen: der Kampf gegen England mit veränderter Rollenbesetzung. Dann käme auch für Italien die Stunde der Entscheidung; bis dahin solle Italien der Aufreizung von Pharisäern widerstehen.

Die Neutralität Bulgariens.

W.T.-B. Sofia, 3. Jan. (Nichtamtlich. Meldung der Agence Bulgare.) In der Kammer hat der Ministerpräsi­dent bei der Beratung des Budgets des Auswärtigen die Neutralitätserklärung wiederholt und versichert, daß Bulgarien seinen Nachbarn gegenüber die gegenwärtige Haltung beibehalten werde, so lange seine Interessen nicht in Frage gestellt würden.

Vie Entrüstung in Bulgarien über die Prokla­mation des serbischen Thronfolgers.

W. T.-B. Sofia, 3. Jan. (Nichtamtlich. Meldung der Agenee Bulgare.) Die Proklamation des serbischen Thron­folgers, durch welche Mazedonien konstitutionelle Freiheiten gemährt werden, ruft in allen hiesigen politischen Kreisen sowie der Bevölkerung ohne Unterschied aller Parteieü die tiefste Entrüstung hervor. Die öffentliche Meinung deutet diese Maßnahme der serbischen Regierung als ein Manöver, durch welches Serbien die territorialen Konzessionen für null und nichtig erklärt, die es Bulgarien so freigiebig versprach, als die geschlagene serbische Armee gegen die bulgarische Grenze sich zurückzog. Jetzt deckt Serbien die Karten auf und verkündet mit lauter Stimme seine Unnachgiebigkeit. Aber diese List wird es nicht retten. Mazedonien war alle Zeit bulgarisch und wird es auch nach der Proklamation des Prinzen Alexander bleiben, die die Befreiung dieses Landes von dem serbischen Joche nur beschleunige. Die meisten Blätter bestehen auf der Besetzung Mazedoniens durch die bulgarische Armee.

W. T--B. Sofia. 3. Jan. (Nichtamtlich.) Zur Prokla­mation des serbischen Thronfolgers schreibt das BlattKam- bana": Der Henker Mazedoniens gestattet es sich, der ge­fallenen Bulgaren Erwähnung zu tun, während zahlreiche mazedonische Familien ausgerottet, Hunderte von Dörfern zerstört, bulgarische Kirchen und Schulen geschloffen, alle bulgarischen Geistlichen und Lehrer getötet oder vertrieben worden sind. Das aanze bulgarische Volk, das noch an eine gewisse Ehre auf Erden geglaubt hatte, hatte erwartet, dass die Serben wenigstens vor den Gräbern der Mazedonier Ge­wissensbisse verspüren und Mazedonien als bulgarisches Land anerkennen würden. Statt dessen erklären die Serben feierlich, dass sie aus Mazedonien ein serbisches Land machen wollen Werden nun unsere Slawovhilen begreifen, daß Mazedonien nur mit Feuer und Schwert den Serben weg­genommen werden muß? Ohne Zeit zu verlieren müssen wir rüsten, um den Kopf des Usurpators einzuschlagen, um Maze­donien von dem Joche der übermütigen und frechen Serben zu befteien. Die Proklamation des serbischem Thronsolaers ist ein Appell an das bulgarische Volk, sich künftig keinen Illusionen über die russische und serbische Freundschaft hin­zugeben. Mazedonien kann nur dann befteit werden, wenn Serbien völlig zertrümmert ist.

Der Stimmungsumschlaq in Rumänien zugunsten der beiden Zentralmächte.

Sr. Genf, 4. Jan. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der Stimmungsumschlag in Rumänien zugunsten des Drei­bundes findet seine Bestätigung in einem Briefe, den der Korrespondent desTemps" nach seiner Rückkehr nach Petersburg an seine Zeitung richtete. Er schreibt: Nach

dringender Aufforderung in Bukarest und nach bitteren Vor­würfen, die gegen Sofia gerichtet waren, ist man es in Petersburg überdrüssig geworden, tauben Obren zu predigen. Heute hat der Bulgare seinen Protektoren äußerst m i ß g e - st i m m t gemacht und der Rumäne hat ihn enttäuscht.

Ein holländisches Ausfuhrverbot.

Bon der holländischen Grenze, 3. Jan. Durch königsichen Erlaß ist vom 2. Januar ab die Ausfuhr von lebenden und geschlachteten Hübnern, sowie von Brot in Holland verboten.

Znm 1>ro«e« der tf-foit.

Die Meinung in Frank» eich.

W- T.-B- Paris, 8. Jan. (Nichtamtlich.) Die Note der Vereinigten Staaten an England wird von der hiesigen Presse ruhig ausgenommen. Die meisten Blätter veröffent­lichen nur den Wortlaut. Alle hoffen, Amerika werde e i n - sehen, daß eine strenge Überwachung seitens der Verbün­deten notwendig sei. Am schärfsten äußert sich dasJour­nal", welches allein anerkennt, daß die Note sich auch gegen Frankreich richte. Es erklärt, man dürfe nicht das geringste Entgegenkommen erwarten. Jede Unterbrechung der Blockade Deutschlands koste Hunderttausenden das Leben. Lon­don werde mühelos die Regierung in Washington überzeugen können, daß die Maßnahmen zur Verhinderung von Konter­bandesendungen unumgänglich notwendig seien, daß alle Be­teiligten sich bemühen würden, um die Unannehmlichkeiten zu mildern.Echo de Paris" erklärt, die Note betreffe alle Neutralen, allen voran habe Italien Schritte getan, um jeden Mißbrauch zu verhindern. Die anderen Neutralen Europas, welche an der Schiffahrt auf dem Atlantischen Ozean interessiert sind, seren bereit, mit England zu ver­handeln. Ein Abkommen, welches dabei getroffen werde, werde die Unterhandlungen mit Wilson bedeutend er­leichtern.

Ue^er Me St mmun Mit Span'en

schreibt mir heute so lautet eine an dieKöln. Volksztg." gerichtete Zuschrift vom 2. Januar eine junge Deutsche, die noch rechtzeitig dorthin flüchten konnte und jetzt bei einer adeligen Familie in Saragossa ist:Bei uns zu Besuch wellt ein spanischer Graf von C., der lange Zeit in Berlin war, so daß wir miteinander oft über Deutschland sprechen konntem Unser Gruß lautet immer:Gott strafe England!"

In Spanien ist überhauvt altes für Deutschland und jeder Sieg wird tüchtig gefeiert."

Deutsches Reich.

Die Kriezsarbeit in Berlin. Berlin, 4 Jan. (Ktr Bin.) Das Januarheft desKunstfreundes", der Zeitung der Vereinigung der Kunstfreunde, bringt ein Vorwort des Ober­bürgermeisters Wermuth von Berlin über das ThemaBcr- l'n arbeitet!' Arbeiten sei das Element dieses jungen Welt­stadtriesen. All die gesteigerte Arbeit aber, die die Stadt Berlin jetzt, und zwar mit einem durch die Heranziehung $mn Kriegsdienst verminderten Personal zu leisten habe.

Wiesbadener TagblaU.

dünke einem jeden, der mithelfcn dürfe, doppelt schön und be­friedigend und treibe ihn, das Äußerste an Kräften einzu­setzen. So sei zu hoffen, daß, was Berlin an seinem Teil an Kriegsarbeit fördere, dermaleinst wert befunden werde der Arbeit, die Deutschlands heldenmütige Wehr draußen vor dem Feinde tut.

* Die Wiederwahl des Geheimrats Dr. Reickc zum Bürgermeister von Berlin ist, wie Stadtverordnetenvorstehcr Michelet in der Berliner Stadtverordnetenversammlung mit- teilte, vom Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg be­stätigt wordem

X. K. Weihnachtsspenden für die Witwen und Töchter gestorbener Veteranen von 1813/15. Der Deutsche Krieger­bund hat, wie alljährlich, auch im vergangenen Jahre aus den eingegangenen freiwilligen Geldspenden Witwen gestorbener Veteranen von 1813/15 und Töchter solcher Veteranen mir einer Wxibnachtsgabe erfreut, und zwar erhielten 15 Witwen und 529 Töchter, darunter eine 102jährige, zusammen rund 16 670 M. Die Gewißheit, manche Not gelindert zu haben, wird allen Gebern der beste Dank sein.

Rechtspflege und Verwaltung.

Die Kriegsernte unter den Juristen. 1071 deutsche Juristen und aus der Justiz hervorgegangene Reichs- und Verwaltungsbeamte sind bis 28. Dezember nach der 4. Ver­lustliste derDeutschen Juristen-Zeitung" nach amtlichem Material im Kriege gefallen, u. a. 6 Rechtslehrer, 236 Regie­rungs- und Verwaltungsbeamte, Richter, Staatsanwälte, 204 Rechtsanwälte. 282 Assessoren, 342 Referendare usw. Diese Statistik, ausgestellt nach dem von den Reichsämtern und Landesjustizverwaltungen derJuristen-Zeitung" über­lassenen Material, zeigt, wie der Krieg gerade unter den Juristen reiche Ernte hält.

Post und Eisenbahn.

EPA. Wertbriefe nach Elsaß-Lothringen und den sonst in der bei den Postanstalten aushängenden Bekanntmachung Nr. 1 bezeichneten deutschen Grenzgebieten werden von jetzt ab bei allen Postämtern (nicht auch PostagenturenI zur Post. beförderung angenommen. Sie sind bei den Postämtern offen vorzulegen und dort nach Prüfung des Jrchalts durch den Beamten in dessen Gegenwart von dem Absender zu ver­schließen.

RPA. Der Wertbrief, und Wertkäßchenverkehr mit Argen- tin-en und Chste hat bis auf weiteres aufgehoben werden müssen Derartige Sendungen können daher einstweilen bei den V-sstanstalten nicht mebr angenommen werden

RPA. Poktvakete nach Ca'umbien, Costa Rica, Panama (Revublik) und Venezuela können von ietzt ab zur Beförderung über die Schweiz und Italien (Genua) wieder ein-reliefe t werden Ferner sind nach Dnrazzo und Valona in Albanien (ita'l-enilche Bostanstalten) Postpakete zulässig Der Pak et- verkehr nach Argentinien Paraguav. Portugal und Uruguay muß einstweilen noch gelbe bleiben: nach Svanien sind bis cnf weiteres nur Postfvachtstücke zulässig. Nähe Auskunft er­teilen die Postanstalten.

Kurland.

SfiftomfrihP

Eine Revolution in Paraguay. W. T-B. Buenos- Aires, 2. Jan. (Nichtamtlich.)La Pransa" bringt ein Telegramm aus der Grenzstadt Formosa, wonach in Paraguay eine Revolution allsgebrochen ist. Der Aufftand babe mit der Meuterei eines Artillerie-Regiments begonnen. Der Präsident sei gefangen genommen worden. Des wei­teren wird dazu gemeldet: Nachrichten aus Paraguay zu­

folge ist der ehemalige Kriegsminister Oberst Escobart das Haupt der Revolution. Escobart naben kürzlich seinen Abschied, weil der Präsident der Republik ihn zu einer durch den Krieg in Europa bedingten gewissen Sparsamkeit auffor- derte. Passagiere des DampfersMexiko" bestätigen, daß die Hauptleute P e r e y a und M e n d o z a den Präsidenten verhaftet und rn eine Artilleriekaserne eingesperrt haben. Zwischen der Polizei und den revolutionären Aufständischen fanden mehrere Kämpfe statt. Alle Verbindungen sind unter­brochen. (Vergl. Letzte Drahtverichte.)

Zwei Präsidenten auf einmal. W. T-B- Paris, 2. Jan. (Nichtamtlich.) DerTemps" meldet aus Rio de Janeiro» Nilo P e c a n h a und Lemnant S o d r e haben am 31. Dez. gleichzeitig die Präsidentschaft des Staates Rio de Janeiro ongetreten. Die Anhänger beider behaupten, beide seien rechtmäßig gewählt. Sodre hat die Intervention der Bundesregierung angerufen, die die Angelegenheit an das Abgeordnetenhaus verwiesen hat. Dieses soll den Konflikt entscheiden.

Kur Stadt und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

Des Kaisers Dank für die Glückwünsche Wiesbadens.

Dem Oberbürgermeister find folgende Telegramme zuge- gangen:

Großes Hauptquartier. Seine Majestät der Kaiser und König haben die freundlichen Glückwünsche aller- höchstihrer treuen Residenzstadt Wiesbaden gern entgegenge­nommen und - würden sich freue n, in Ihrer schönen Stadt nach schwerer Zeit der Erholung und Ruhe pflegen zu können, v. Valenlini."

Der Dank des Generalintendanten v. Hüffe«.

Dem herzlichsten Dank für das freundliche Schreiben, sowie für die telegraphischen Glückwünsche verbinde ich auch meine wärmsten treuen Neujahrswünsche für unser liebes Wiesbaden. So Gott will, soll es nach Überwindung der jetzigen schweren Zeiten in nicht zu fernem sieg­reichen Frieden zu neuer ungeahnter Blüte erwachsen. Was ich an meiner Stelle dazu beitragen kann, wird freudigsten Herzens geschehen. In diesem Ge­danken Ihnen allen treuanhängliche Grüße in auf­richtiger Ergebenheit. G. Hülse n."

Vas Eiserne Kreuz.

Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe wurden ausgezeichnet: unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberleutnant der Kauf­mann Ludwig Acker aus Wiesbaden, Enkel der Frau Herz Witwe in Wiesbaden, Schwalbacher Straße 55, die selbst In­haberin des Eisernen Kreuzes von 1870/71 ist; der Wehr­mann von der Luftschifferabteilung 20 Philipp H e i m e r - dinger aus Wiesbaden; unter Beförderung zum Gefreiten der Kanonier im 3. Braudenburgischen Artillerie-Regiment Nr. 3 Hans Schiebener aus Bierstadt

Abend-Ausgabe. ErsteS Blatt. Seite 5,

Soldatendank.

Aus dem Feld gehen uns die folgenden drei Danksagungen mit der Bitte zu, sie unseren Lesern zur Kenntnis zu bringen:

1. Dem Feldartillerie-Regiment Nr. 15 find zu Weihnachten aus Wiesbaden, zum Teil von ungenannte: Seite, sehr reichliche und sehr brauchbare Gaben für die Mann­schaften gespendet worden. Bei der Unmöglichkeit, daß jeder einzelne seinem Wohltäter den Dank abzustatten vermag, spreche ich im Nainen aller Angehörigen des Regiments den gütigen Speichern meinen herzlichsten Dank aus. Paw- l o w s k i, Oberstleutnant üich Kommandeur des 1. Ober- elsässischen Feldartillerie-Regiments Nr. 15.

2. DieKriegsfürsorge Frankfurt a. M." hat dem Füsilier-Regiment v. ^Gcrsdorff (Kurheff.) Nr. 80 durch die Übersendung von Weihnachtspaketen, die am heiligen Abend an Offiziere und Mannschaften verteilt werden konnten, eine große Weihnachtsfreude bereitet. Allen, die an dieser hochherzigen Spende beteiligt waren, sage ich im Namen des Regiments aufrichtigen und herzlichen Dank. Martens, Major und Adjutant beim Generalkommando des 18. Armee­korps und Reglmentsführer.

3. Reiche Gaben hat die Wiesbadener Bevölkerung der 1. Batterie des 21. Reserve-Feldartillerie- Regiments zu Weihnachten beschert. In der Fülle de: Geschenke und in der liebevollen Auswahl der Gaben hat sich wieder einmal der Opfersinn der Wiesbadener Bevölkerung aufs glänzendste bewährt. Offiziere und Mannschaften haben in diesen ernsten Weihnachtsfeiertagen mit Freude der schönen Stadt im Taunus gedacht. In ihrem Namen danke ich aufs herzlichste für alle Zeichen der Anhänglichkeit und Liebe, v. Schmidt, Oberleutnant und Batteriesührer

Stadtvcrordneten-Vcrsammlung. Die erste Stadtver- ordnetensitzung im neuen Jahr findet am 15. Januar statt.

Spart an Nahrungsmitteln! Der preußische Eisen­bahn m i n i st e r hat den einzelnen Direktionen einen Auf­ruf au die deutschen Frauen zur Kenntnisnahme mit dem Auftrag zugeheu lassen, diesen in den Wartesälen, in den Kantinen der Übernachtungsräume des Personals, bei sämt­lichen Dienststellen usw., aufzuhängen. Dies ist soeben ge­schehen. Der Auftuf ermahnt zur Sparsamkeit im Verbrauch von Nahrungsmitteln.

Die Tagung des Schwurgerichts, deren Beginn auf Montag nächster Woche angesetzt war, findet, wie nunmehr seststeht, nicht statt. Eine Sache war zur Aburteilung in Aus­sicht genommen, weil diese Sache aber nicht eilte, ist sie mit Rücksicht auf die unverhältnismäßig hohen Kosten vertagt wor­den. Damit wurde die ganze Schwurgerichtstagung entbehrlich.

Kriegsheimarbeit. Die NähstubeKriegsheimarbeit", Kapellenstratze 28, nimmt am 4. Januar wieder ihren vollen Betrieb auf. Auch in den letzten Wochen erhielten über 600 Frauen Arbeit und Verdienst. Es ist der dringende Wunsch des Arbeitsausschusses, in den Wintermonaten die segensreiche, für die Kriegszeit so wichtige Arbeit weiterführen zu können. Er dankt herzlich für alle Hilfe und bittet um weitere Zu­wendungen an Frau L. Fresenius. Kapellenstraße 63.

Weihnachtsfeier im Lazarett. Zu einer erhebenden Feier gestaltete sich die Weihnachtsfeier im großen Saale des T e i l l a z a r e t t sP a l a st h o t e l". Um den strahlenden Weihnachtsbaum hatten sich unsere Herren Offizier« sowie di« Mannschaften versammelt, um, wie alle Jahre, das Fest der Weihnachten zu feiern. Eingeleitet wurde die Feier durch ein gut vorgetragenes Gesangstück von Frau E. La Croix. An­schließend hielt Herr Pfarrer Veesenmeyer eine sinnige An­sprache, worin er auch unserer lieben Kameraden im Felde gedachte, die mit uns fteudig ausgezogen waren, hoffend, daß sie gleich uns Weihnachten wieder zu Hause feiern können. Aber nun ist der Sieg noch nicht unser und sie müssen Weih­nachten im Felde feiern. Die Schlußworte:Möge uns bald der Weltfriede beschert sein", wollen bald in Erfüllung gehen. Hierauf erfolgte die Gabenverteilung. Praktische Gegenstände, Wollsachen und dergleichen mehr, wurden uns überreicht. Ein gemütliches Beisammensein schloß die kleine Feier. Allen denen, die an dem Gelingen und zur Verschönerung des Festes beigetragen haben, sei hierdurch unser Dank ausgesprochen. Die Verwundeten des LazarettsPalasthotel".

Eine wertvolle Kriegshilfe leistet dieDeuts ch - nationale Kranken- und Begräbniskasse", Ersatzkaffe in Hamburg. Sie hat seit Kriegsausbruch für ihre im Feld stehenden Mitglieder eine beitragsfreie Kriegs Versicherung eingeführt, nach der an die Ange­hörigen der im Felde fallenden oder an einer im Felde zuge­zogenen Verwundung oder Krankheit sterbenden Mitglieder ein Sterbegeld gezahlt wird, wenn sie mit den Kriegern bis zu deren Eintritt ins Heer in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben. Für die zu den Fahnen Einberufenen ist nach ihrem Eintritt in das Heer keinerlei Beitrag mehr zu zahlen. In den ersten vier Kriegsmonaten hat dieDeutschnationale Krankenkasse", die auch in Wiesbaden, Sedanplatz 3, eine Ver­waltungsstelle hat, an solchen Sterbegeldern bereits mehr als zehntausend Mark ausgezahlt. Außerdem führt die Kasse auch ihre vorzügliche Familienversicherung während des Feld- diensteS der Krieger gegen Zahlung eines mäßigen Sondev- beitrags weiter, so daß den im Felde stehenden Familien­vätern auch die Sorge um ihre Angehörigen bei Krankheits­fällen abgenommen wird.

Ein Einbruchsdiebstahl ist in einer der letzten Nächte in einem Damcn-Konsektionsgeschäst der Altstadt verübt Wor­ten, bei welchem kein. Täter 40 Blusen neben einigen anderen Sachen in die Hände sielen. Der Täter ist nock) nicht ermittelt. Wer über den Verbleib der gestohlenen Sachen oder über den Dieb Auskunft geben kann, wird gebeten, das auf Zimmer 18 des Polizeidirektionsgebäudes zu tun.

Holzpreise. Die folgenden Durchschnittspreise wurden bei der am vergangenen Samstag im DistriktPfaffenborn" stattgesundenen städtischen Holzversteigerung erzielt: Für Buchen-Scheitholz 6 M. 25 Pf., für BuchenPrügelhol, 4 M.-25 Pf. für den Raummeter, für Buchen-Wellen 6 M. '30 Pf. pro 100. Die Abfuhr des Holzes ist eine ziemlich schwierige. Mit Rücksicht darauf sind die Preise zufrieden- stellende.

Personal-Nachrichten. Die Katasterkontrolleure Hoch- mann in Nassau Renting in Usingen und Herfurth in Runkel sind zu Steuer-Inspektoren ernannt worden. Zu Kvnzleisekretären bei der Landesversichcrungsanstalt Hepen- Naffau ernannt die Kanzlisten Heinemann. Baginskh und L e n tz. Der TitelHegemeister" ist ve liehen worden den Königlichen Förstern: I. Klink er t zu Wehen, in der Oberförsterei Wiesbaden 2. Heddesheim er zu ForsthauS Gertrudenhammer bei Altweilnau, Oberfö sterei Neuweilnau; S-Steubing zu Cleeberg. Oberförsterei Brandoberndorf; 4. Münch zu Bicken. Oberförste-ei Herborn: 5. Trömper