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Verlag Langgasse 21

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Ba u s Wegen des Butz- und Bettags erscheint die uäckite »Tagblatt"-Ausgab e am Donnerstagnachm.ttag.

Die Entscheidungen dieser Woche.

Diese Woche wird sowohl in der äußeren als auch m der inneren Politik sin Deutschland leoenswrchNge Entscheidungen bringen. Die Entscheidung fchpstorkonierenz in der Frage der Militar-reoniroa kommisiion und der Rückkehr des Kronprinzen nch Deutschland ist für heute zu erwarten Ts 1ch-"N. daß Uber die Militärkontrolle zwilchen England und Frankreich ein Kompromiß zustande gekommen ist. ' die Kronprinzenfrage wird noch verhandelt. Es mug leider sestqcstellt werden, daß die Reichsregierung, aft sie die Rückkehr im jetzigen Zeitpunkt zuließ, die me- nationale Stimmung nicht richtig beurteilte, man auch in England und Amerika tn der Anwe^n- 5St des Kronprinzen in Deutschland e,ne unmittelbaie Gefahr für den Weltfrieden nicht sehen, so wird doch aus der anderen Seite jede französische Befürchtung von der öffentlichen Meinung dieser Lander «ersicindcn, weil Frankreich als Erenznachbar Deutschlands aio be­sonders legitimiert gilt, sich gegen ein imperialistische-,

^Ä^schwere Belastung, welche der auswärtigen

Politik Deutschlands durch d,e mit der bapertichen Frage verbundene Tätigkeit der bewaffneten »UMa Organisationen und durch diH Rückkehr des

o ut hcutiaen Reichstagssitzung. Die große politische Aussprache.

^zur yeung J ** . Berlin. 2« Rov. sDrahtmeldung unserer Vc

. ckkyhr des K,rM'r.„ en erwachsen, wird nur ^iigermaßen «WT mrch die günstige Stellungnahme, wÄche der nalieM- che Ministerpräsident Mussolini ip einer Rede vor dem Anat zur Reparation^- und Nuhrsrage genommen hat Die italienische Meinung zu dieser .europai.ch.n issrnqe wurde noch niemals so deutlich präzisiert, »nd es kann in Deutschland mit Befriedigung sestgestellt werden, daß sie sich im wesentlichen mit den deutschen Fnteresien und dem von der deutschen Regierung ver-

s!ge Deutschlands wird noch durch die schleifende Krise, welche das Kabinett Stresemann fast seit seinem Amtsantritt bedroht, Sekennze.chnet. Lj i» oetnbe in den letzten Tagen unendlich vieles über

die wahrscheinlichen Löfungsarten dieser Krise geipro-

chen und oefchrieben worden. Wir verzichten darauf, alle diese Kombinationen zu erörtern und zu kmtisieren, wess die Erfahrung lehrt, daß es schließlich immer Inders kommt, als die Neunmalweisen voraussagtem Tatso.be ist nur. daß sowohl die deut'chnativnale als mich die sozialistische und die kommunistische Reichstags- fraktion begründete Mißtrouensanfrage eindringen werden und daß die übrigen Fraktionen sich immer noch den Kopf darüder zerbrechen, wie der parlamen­tarische Knoten oetöst werden soll, der damit ae chlnn- gen ist. Da die letten Konseguenzen eines Sturzes einer Regierung, nämlich Reichstagsgiiflöfung. Versuch einer neuen Kabinettsbi^nng. obne sichere parlamentamiche Ernndlage. od-r Bildung einer außerMrlamentarllchen und mit der Verfassung nicht tn Einklang 'lebenden Regierung von allen maßgebenden und verantwort, sichen Instanzen gescheut werden, so mochten wir wünschen daß es im letzten Augenblick den besonnenen volitsschen Führern gelingt, die Regierung zu halten und ibr die Fortführung der Geschäfte s°kange zu cr- möglichen. bis die außenpolitische Lage e,n Austragen der inneren Kämpft ungefährlicher macht und bis eine Neuwahl des Reichstags ohne Bedrohung der oftent- lichen Ordnuna und mit Einbeziehung der besetzten Ge­biete erfalaen kann. Diele Löfnna ist bei der schwan- keph-n fialtuna des fetzigen Kabine"^ in allen mne- ren Tragen und bei den schweren Fehl-rn. die es in der Beurteilung der internationalen Stimmung> ge­macht hat. keine ideale zu nennen, muß aber dennoch allen anderen Kombinat.onen vorgezogen, werden, welche eine verfrühte Aufrollung schwieriger Ver- fallunassragen und damit e,ne Steigerung der inner- politischen Kämpfe herbeiführen wurden.

Die Geschäftslage des Reichstags.

3Wti,, io wen Wie die Blätter mitteilen. wird der 4 n 0 Wer ra t' des Reichstags morgen zwe,

ft-g t'm-ütz'woen fr.eigeloWen wird. J« ^™ Miß.

Ae'»«tags uver e,n Vertia derartige Au­

ra » e , , „ 0 t mm Lürt e falls ^de dauv^oerarrr^^^^

^ ^iter^Ätzun'g°n Ls° Reichstags sind bisher- nl-cht '".Aussicht genommen.

an-.-tu »„hot Lebensgefahr.

Berlin. 20. Rov. In der heutigen Reichst« g^-

fitzung dürften außer den Sozialdemokraten auch dis Kommunisten und Deutschnationalen begrundeteMitz- tranensanträge eindringen. Da dw Motivie­rung der Mißtrauensanträge durchaus verschieden ,em wird, wird es wohl möglich sein, daß die drei Anträge nur die Unterstützung der Antragsteller finden und da­her der Ablehnung verfallen werden. Ob für das Kabinett Stresemann ein ausdrückliches Vertrauens­votum eingebracht wird, ist noch nicht entschieden, ^.er demokratische F r a k t i o n s v o r st a n d hat gestern den Beschluß gefaßt, sich an einem Mißtrauens­votum nicht zu beteiligen. Heute vormittag wird oer Reichskanzler vor derPlenarsitzung die Führei: der Par­teien dcrMitte empfangen, um sie über beinhalt seiner Reichstagsrede zu unterrichten und m,t ihnen die durch die Haltung der Oppositionsparteien geschaffene voti- tische Laae zu erörtern. Der Verlauf der Verhandlun­gen im Reichstag wird folgender fein: Zuerst soll d,e Opposition zu Worte gelangen, und zwar wird für ore Sozialdemokraten Abg. Wels und für die Deupch- nationalen Abg. Hergt sprechen. Erst dann , wird der Reichskanzler das Wort ergreifen, um ,eine mner- und außenvolitifche Politik zu besprechen., Rach ier Rede des Kanzlers werden wahrscheinlich die Parteien eine zweite Rednerreihe Vorschlägen. Die A b st i m- u n g über die gestellten Anträge ist e r st a m S a m s- i g zu erwarten. ., ...

^ Berlin, 20. Rov. sEig. Drahtbericht.) Die gestri­gen Sitzungen der Reichstagsparteien, die neben dem Auswärtigen Ausschuß tagten, haben die gewünschte Klärung 'der Lage infofer.-i acb-.E. als die Demo­kraten, das Zentrum und die De u t s ch e Bo i k Partei also die drei Regierungsparteien, oefchlosfen Haben, sich an einem Mißtrauensvotum gegen das Kabinett Stresemann nicht zu beteiligen, aber ihrer­seits auch kein Vertrauensvotum crnzubrm- gen Auf der anderen Seite haben sowohl die Deutsch- nationalen wie die Sozialdemokraten den Beschluß ge­faßt. je ein Mißtrauensantrag einznbringen. der, von beiden Parteien natürlich ganz verschieden oegrundet werden wird. Da nun die Oppositionsparteien ihre verschiedene Mißtrauensvoten verschieden l-egrunden. so wäre die Folge, daß keiner dieser Mißtrauensantrage eine Dkehrheit fände. Man veraißt dabei nur. dag d,e K g m ni u n i st e n sehr leicht einen Strichs durch me Rechnung machen können dadurch, daß ge ein Miß­trauensvotum ohne Baaründiing stellen und damit dig beiden'anderen Oppositionsparteien für ihren Antrag zu stimmen zwingen und snmil KaErmelr S^tcTc* mann zu Fall bringen.

Fraktionsbcratungsn.

Berlin. 20 Ron. (Tm Drabtberi^t.l Die lozial- demakratllbe llraktiav des, R-vhs^as erarte'-t- mltern in wl-s-stilndfter Sitznvo ,rhre Stellung zu D.. Streleinonn. Ein forn-eller Beiblun ist nach m*t Q^aWt. toä' st zu erwarten, daß die Trakt-.on ein eigenes Min- trauensvotuw für Strelemann embrinaen wird. .

Ai-ck die Fraktion der Deutschen Volks»arte, hielt spät abends eine Sitzung ab. von der ledoch Beschluss«.

Lleiüüalls^uiäU <^ft^t heutigen Besprechung der

»oliti'chen 'Lage wurde die Meinung der Zentrum s - i r a k t i o n~ dabin zulammen-geiatzt. daß üe zurzeit noch leinen Anlaß habe M an einem Mißtrauensvotum gegen das Kabinett Stresemann zu beteiligen und zu einem Ver­trauensvotum Stellung zu nebmen.

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B-rlin 19. Rov. Der Reichstagsauslchutz .für aus­wärtige Angelegenheiten behandelte die Rhein- und

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MUstied den absurden Gedanken habe, daß es tot dem frV,o.n ,,nS der Rubr um auswärtiges Gebiet bandle. Eine Ncke Aenabme liege dem gesamten deutschen Volk beute

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in.fl; VT) Vvtl Im weiteren Verlaus der Dlskusnon

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Sitzung um 3.30 Ubr nachmittags.

as. Berlin, 20. Rov. sDrahtmeldung unserer Ber­liner Abteilung.) Die große politische Aussprache, me eine Entscheidung der innerpolitrschen Krise soll, wird nunmehr heute mittag im Reichstag ihren Anfang nehmen. Da die Sozialdemokraten ,uns Deutschnationalen es waren, die auf die Einberufung des Parlaments drängten, so wird man auch ihre Redner zunächst zu Worte kommen lasten, verr W e l s wird für die Sozialdemokraten sprechen und wird da­bei, wie man aus dem heutigen „Vorwärts entnehmen kann, über die Zustände, die sich unter dem militäri­schen Ausnahmezustand entwickelten, „Einzelheiten ge­radezu haarsträubender Art" mitteilen Hierauf wnd Herr Hergt die tiefempfundene Abneigung der Deutschnationalen bestätigen, worauf der Banzier das Wort ergreifen dürfte. Die Einzelheiten der Strefe- mannfchen Rede stehen natürlich ""ch nicht fest, aber man geht wohl in der Annahme nicht fehl, daß der Kanzler feine Politik mit den ^gleichen Argumenten verteidigen wird wie auf der Sitzung des Fentrm- vorstandes seiner Partei am Sonntag. Eine Entschei­dung wird freilich auch die heutige, Reichstags.itzung noch' nicht bringen. Niemand wird ein fo unverbester- licher Optimist fein, zu glauben, daß sich Uwa die Reichstagßparteien mit einer Rednergarnitur begnu gen werden. Man wird wieder stundenlang, reden und so dürfte die endgültige Ent scgeidung kaum vor Freitag, wahrscheinlich aber erst für Sams­tag zu erwarten fein.

Dabei ist festzustellen, daß sich die Aussichten für das Kabinett Stresemann wesentlich dadurch verschlechtert habdn. daß die Sozial­demokraten nun gestern doch beschlossen haben, einen Mißtrauensantrag gegen den Kanzler einzu- brinaen. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktwn bat sich nämlich gestern eingehend mit der politischen Lage beschcftiW..'.Die Politik.des dritten Kabinetts Stresemann fand dabei . so heißt es m ’

schärfste Kritik. Entscheidend war bei den Verhand- lnnae'i die Tatsache, daß die sozialdemokratische ,-zorde- wmg nach Aufhebung des militärischen.Ausnahme­zustandes nicht nur nicht erfüllt worden ist, sonde.n. daß fick unter seiner Herrschaft in

Sachsen und Thüringen

Zustände entwickelt haben, die zu dem allerentschieden- llen Protest Anlaß geben. Es bestand Einverztandm.

rüber daß einer Reichsregierung, die die Peranr- mortung für diese Dinge zu tragen hat. das vertrauen nicht zuaebilligt werden kann. In welcher Form <r^ Mißtrauen der Fraktion gegen dies» Regierungspolilik »um Ausdruck gebracht wird, wird in einer beftnderen Sitzung" heute nach Schluß des Plenums entschieden

rozialdemokratische Organ verschwendet dann fall noch eine Seite seines kostbaren Papiers, um aus- eivanderzu etzem daß Dr. Stresemann als der Reuhs- kanzler des militärischen Ausnahmezustandes auch von den^Sozialdemokraten nicht toleriert werden kann und meink man sähe keine Möglichkeit mehr su Streiemann, einem Mißtrauensvotum cmszuw-icherr. Das aber dürfte sehr wesentlich ,,

von der Fasinng der Mißtrauensantrage selbst abhänge«.

Begründen sowohl die Deutschnationalen wie dm Kommunisten und Sozialdemokraten eingehend ihre Mifckrauensvotem i° wird jede dieser Parteien nur sür ibr eiaenes Mißtrauensvotum stimmen. Denn es We de!? Deutschnationalen beispielsweise umnogl'ch sein einem Mißtrauensvotum zuzustimmen das gch tf iSt; daß der Kanzler d-n militärischen Aus-

LelöMtmaAnien der Mml Me'MMmWBi.

V, r -rrteralliierien Rbeinlandtammisiion «eben

nB^Btsssffmsi'ss^

Bekanntmachung

« r „. ior o„i* meiaertsn sich die städtischen Kasten und lWelMitsftntc D°'zir?snotc,eld der Kreise Höchst. St. Eoars- bckillen Ilnteftauaus. Bad Ems amunebmen.

**"*-«■' m ; r s hiermit bekanntgeaeben. daß alles Notgeld, welches acimErund der Berordnunaen 212 und 220 heraus- wurde deren Inbalt rn der hiesigen Taaesvresie vom^ lb und 18. November abgedrucki ist als gü tig be­trachtet werden muß und demgemäß anzunebmen ist.

" Zuwiderbandlunsen werden Mititargerichtlich versolsL

"'E^Wiesbaden. den 20 . November 1923 .

I.e Eommemäunt vanrist.

Del£eu6 de la H. C I. T. R. ä Wiesbaden-VUle.

Bekanntmachung.

t u der Liste der iimlausfäb'gen Notgeldscheine ist auch

tadt Flörsheim a. M. binLU-uiüaen.

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