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Samstag, 17. November 1823.

Wiesbadener Tagblatt.

Nr. 280. Sette 13.

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Untergattung6 s*Beilage

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Der Todesftur^.

6fi m von īrl Sitge.

Narren «ab es immer in der Welt. witz auch fortan. Manch einer van ihnen tft vecklok«t durw Erziehung, viele durch Ereignisse, denen sie nicht gemach,en waren, und Lebensstümner ist der ckteit.

Narren und Lebmsstümver waren di« drei, di« m Winkel der dumpf» Kneive allabendlich hockten, drer her untersokommene Menschen, dl« einmal etwas mein waren

als Tagediebe. Gott — w lange war das noch «ar nicht her. Sie wntzten es sogar alle drei noch. Freilich ---.io etwas Ersatz sich nicht so leicht, obschon der Krieg mit lernen mel- sestalteten Erlebnissen und die Dsllarwahnstnnszett dazw,-

schen^lag-^r sie hier und brachten die wenigen Mark,

die sie noch zusammenschufteten und ergatterten, ln verdünn- ter Form durch die Kehle, um den bungngen Magen »u de- friedigen und das Gebilde in der Brust, dessen Er ist»» sie ängstlich betreuten, zum Schweigen zu bringen.'

redeten sie Langes und Breites von «inst. von Möglichkeiten, von Politik und lauter nuhloseilDingen. Doch heute brachte der eine etwas Neues nrrt. Dom Wirt hatte er das. Eine Zeitungsnotiz. Voll Eifer las er fr« den Tifch-

genossen vor. ^ zahllosen Doch ist es

nicht wunderzunehmen, datz sich. uni , die 100 000, Dollar zu verdienen, immer wieder Wagehalsige finden, die ver­mittels eines eigens kansttuierten Fasses den N-rasaraiall hinabzusausen? Und die Frage bleibt auch wie vor offen, ob es nicht möglich sein wird, ein io haltbares Fatz her- zUstell». das dem Anprall der riesigen Wassermenge »= waÄien ist. Für kühne Leute, die nichts »u^ verlieren haben, wird es jedenfalls, trotz des neuerlichen ^ Todes- sturzes eines Kühnen, immer noch Anreiz fern . . .

Die beiden anderen lamchten atemlos. Uitd als der Vorleser schwieg, vermochten sie nicht gleich etwas zu fasen. Bis endlich der ein« wie «nfschluchzend memts: .

„Als ob man das Leben nicht lieb hat — auch wenn s einem dreckig seht . . .“

Und der andere meinte: , 1T .

Der sichere Tod! Man soll di« Frnger von lassen! Und wie soll man rüberkommm!"

Der Vorleiser 'sagte gar nichts. Er dachte, datz es als Kohlentrimmer ginge. „Die braucht« man heute Widder. Da

kame^nmn^hon bauen konnte, «o er einmal

in den Jngenieurberuf hineingerochen hatte, mutzte «r. Und wenn es ordentlich stabil mit deutscher Gründlichkeit gebaut

roUr aBi’rili(fi so sehr Narr war Wilhelm Werner nicht. Der Plan war. während di« zwei <M>eren noch abweisend über das Unmögliche des Plans ivrachen. bereits fertig im Kovi

Mer erlaete 5 davon nichts zu den Kameraden.

Nur früher ging er heute.

Der Todessturz war nun von Angehörigen fast aller Nationen versucht worden und stets niitzluriMN. Datz er doch immer wieder versucht wurde, hatte seinen Grund darin, datz ein reicher, senfattonslüstern» New Yorker Milliardär mfinnn Dollar als Preis für den gelungenen Todesfvrung. den NiaLrasall hinab, gestiftet batte. Jene Notiz war durch die Blätter aller Kulttirvolker gegangen und batte manchen angelockt. Beim Anblick der grausigen, donnernden tMiskr- massen verging aber den meisten der Mut. und lediglich mit dem Bewutztsem. dem sicheren Tod entronnen zu sein und aleickerzeit eines der grötzton Naturfebenswurdrgke,ten in Augenschein genommen zu haben das sie sonst nimmermehr gesehen hätten, verlieben sie die Statte des Todes.

Da meldete sich wieder ein neuer Kühner. Ein Deut­scher. TM erste, der nach dem Krieg zu dies», Zweck herüber- gekomisien war. Es hie«, datz er ein «ans besonders ttefi.ich konstruiertes Sturzgebilde besähe, mit dem dem ge­

waltigen Anprall der Wassermengen wre den harten Fel­sen zuwiderstehen. Der Apparat besitze eine Sauerstofsein- richtung die ein Verweilen in dem Fatz bis zu »wer Tagen ermögliche sowie Lebensmittel,,für dmselben Zeitrmrm. die sich in verschlietzlbaren Schränkchen und Bleckbuchienim Innern des Fasses befanden. Das Fatz selbst war mit doppel­ter Umhüllung ausgesiattet und stark federnd mit besander-- stabilen. gliedrigen Eisenreifen versehen.

Es war «in« Sensation für alle Welt di« trotz den^wech­selnden. im Vordergrund siebenden Zeitereignissen beachtet und mit Spannung verfolgt wurde.

Wilhelm Werner hatte seinen Plan mrt zaber Derbinen- heit ausgeführt. Das Leben batte ihm ernst viele Karten in die Sand gegeben. Trumpf um, Trnmvi war lbmaber entglitten. Erst batte er Jura studiert.. Dann zur Medizin umsesattelt'. Schließlich war er Schauspieler geworden. Als er auch hier versagte, ging es immer weiter abwärts, ^ver­suchte es mit Malerei. Dann war er rn einer Marckinen- fabrik eine Art Anfieher. Im Ausland beglettete er ffchlietz- ' lich deutsche Baumeister und spielte zuletzt selbst Ingenieur. Dann kam der Krieg mit Verwundungen, Gefangenschaft uno

völligem ^'^si^Eniar die letzt« Karte. Und ohne zu zau

^^D^brausenden Wasiennasien. die alles verdonnerten und alle Lebewesen, di« das erstemal den Anblick erfuhren, schier lähmten, dämpften zwar für Minuten seine Sieges­zuversicht. Aber dann stieg, sie um so hoher.

Es war ein Kampf, «rn gröberer Kampf, als er se-

^ Drüben in Deutschland hatte er alles vorbereitet und dev Apparat auf Druck geprüft. Cr hielt einer Riesenkraft stand G«n diese ME dieser Wassermassen schien er tre-t-

lich beinahe ... Werner! Nein — schwach werden

wir niiAt, Mir snoaen' Und wir führen aus. was wir ge-

Nicht mehr Serr Werner Wir wissen, was,wir wollen! Und stürzen nicht in ein Abenteuer, dem wir Nicht gewachsen sind. Oder nicht gewach'-en zu fern glauben. > .

Der Tag war festgesetzt.'' Eine große Menschenmenge

wohnte dem sensativnellcn Schauspiel oeu Augen

was für irgend welche vorauszusehende Falle oenorigi wer «r wagehalsige Deutsche in das Innere des Falles wma.

und man schloß es nach seiner Vorschrift, sorgsam. Dann rollte man es zum Ufer und lieh es hmerufallen. .

Wenige Sekunden war es auf d«n gurgelnden und kr» senden Wasser zu sehen: dann verschwand es in weiser Gischt... *

Nach zwei Tagen fand man die ersten Splitter des

^ Durch'die Presse aller Kulturvölker ging neuerllch eine Notiz: . . . Wieder ein Opfer ... . , ..

Und am Tisch im Winkel einer dumpfen Kneipe bockten zwei und lasen das vom Wirt erhaltene Blatt uns nickten stumm und wußten nicht, wie sehr sie LsLensstümper waren gröber als ihr Kamerad . . .

wer wagt, gewinnt.

Paul Borosnnai war Abgeordneter eines Komitais. aber da fein Wählkreis seiner bald überdrüssig Wurde, fwte man ifiti als Schulinspektor m einen anderen Teil des um- dL" Dort macht? «7 W noch miMW«. u«b ^

nannte ihn denn der Minister »itm Guterdirektor. «m -umr. das ihn vollkommen befriedigte, denn er konnte nun nach Herzenslust jagen. Kartenspielen., den schonenGutsnach- barinnen den Hof machen und fernen Korpus pfl^en. Da mit abn auch dem Amt gedient sei. imftm.et eiwri »i tigen Sekretär. Stephan Kosno. der die BEr fubrtt ->er nisungen traf und Mtenstucke versah^ so daß Dorosnva nichts anderes zu tun hatte als dre Schriften W unicr

,ei *& 5 npai war schon lange Witwer: seine Gattin batte ihm ein Rosenknöspchvn bniterlassen das aber letzt einer schönen und itolzen Ro!e erMlht wai. E ■h^nrciiirA datz Stephan Kosno sich rn tNina. ore ^.omrer seines Prinzipals, verliebte: doch die hochmütise Nina pachte illiir nili' mnc; ^O&tliO. b-Ö-B tl ^bCTTX JJCCIX)-

ST5r KL LLLL

Kenntnis hatte, besann diesen mit auffallender Verachtung zu bÄiandeln. ,

Um diese Zeit richtete der Meister an den^ Guterdirektor ein Scbreiben. in dem er mriterlte. datz er mrt der -vewrrr tii'Tt'Ct und dem Ertrag der E'üter uMUiirieden I^ei. .der Direktor möge ihm daher ein Memorandum unterbreiten, wie man mit einer praktischen Ausnützung des Bodens, vor­nehmlich aber der Wälder, die Einkünfte vermehren konnte.

Borosnoai lietz seinen ^retär rufen imd^te mit un- ae-wobnter FreundliMett: „Lesen Sie dieses Schreiben, ven kest Sie darüber nack und verfasten Sie ern untransreickes. mögliÄt erschöpfendes Memorandum.

Der Sekretär war schon am dritten Tag nach dieser Un­terredung mit der Ausarbeitung eines Memorandums fertig. Sein« Vorschläge konnten. Nicht verfehlen. dochsten Orts B - fall zu finden, Borosnnai stteichelte fern fettes Dovvettinn.

„Sie sind ein Pracktiun.se. Kosno", rfef er ent^uckt Der Minister wird sehr zufrieden sein, und wenn -ie irgeno welche Wünsche haben, sagen S,e es nur ich werde Ihnen meine wärmste Protektion awgedeiben lasten.

Kosno seufzte. „Ick habe, nur einen Wun>ch: die Sand

Fräulein Ninas erlangen zu können! .

R^rusnvai lachte „Scherzen Sre nicht, mem Lieder. Wie können Sie nur daran denken? Elauoen Sre etwa, datz ich meine Tochter als Stipendium für talentvolle und fleihige Beamte zu vergeben habe? . ..

Kvsno iaatc nichts mehr, er arbeitete um so flertziger an dem Memorandum, das. ,zu einem. Mtenbundel geworden. tNkl- frrTTia.r.a!r»lfv ; icf>eX SOTCtfKtlt UMXX. Äls %%

seinen?Prinzipal zur Unlerschrift vorlegte, sagtehd^str^Das haben Sie gut gemacht: ich werde Ihnen das Nionatsgehall

U1n Kosno kurz. „Haben Sie die

Güte" das Memorandum durchzulcksen und zu unterzeichnen. Gilte das Memo ^m der Sekretär ganz bleich und

^«ssa^at in die AmtMube. „Haben Sie mein Memorandum ^frSrte er Dieses Mtenbundel. warum nicht V Ich Äe csÄeick abgesandt." Drei Wochen verging». m T h ^nrncmicri erwartete von einem Tag zum anderen Nil. w»ch§nder Unged^M die Antwort des Ministers, bis endl'» ein» schönen ^Morgens das ersehnte Schreiben mit dem Mmtssieael amkem. Er öffnete, es erwartungsvolll las » durch und erblatzte, während seine Hand, die das Schreiben hiett. zu zittern begann. Tann las er nock, eimnal und -aber­mals die folgenden, unverständlichen Zeilen.

Mir haben Ihr Memorandum gelesen und zur.richtig befunden Ar^ Grund Ihr» Angaben entheben wir Sie Ihres Amts und ernennen. Ihren Vorschlag genehmigend. Stephan Kosno zn Ihrem Amtsnachfolger, indem mrr Sie bitten? bis ru seiner rechtsgültigen Erneninung die Amtsge-

Dre Lrau inr Mond.

(Ein hawaiisches Märchen.)

D-r englische Spiachs-rsch«- Mr. P^r-i» T-Km h«t i« Auftrag d-r britischen Regierung dl- Insel S-««' besuch«, um die Sagen und Volksmärchen der dortigen EingeboreMN zu sammeln. Der ..Manchester Euardian" bringt aus dieser Sammlung, die noch nicht oeröfsentlicht ist, eine Probe, 01- wir hier in der Übersetzung wiedergeben. S-hr mter-ss-nt lg es. wie sich das bekannte europäische Märchenmotiv v-m Mann im Monde auch auf jen«r einsamen Inselgruppe im StlUen Ozean, wenn auch in anderer Form, wiederftudet.

Ein ganzer Sageukreis schlinigt sich um Htna. di« Frau aus dem Land unter dem Meer, welche spater dre Frau von Kauikonia. dem König auf Hawan. wurde.

Hina war eine müde Frau. Je älter sie wuttte. desto müder wurde sie. Alle Tage saitz sie vor der KöiNMhmte und hechelte Flachs, um Gewänder zu schaffen für ihre Familie. Tag für Tag mutzte sie Flachs hecheln, und abends, wenn cs zu dunkel für diese Arbeit geworden war, mutzte >ste ihren Calabasch nehmen und Wasser schleppen.

Hina hatte niemand, der ihr half. Der bobn s^lte von Insel zu Insel, um Menschen zu rauben. Dre.Tochter lebte mit wildem Volk im Wa-ld. Ihr Gatte war ern böser Gatte. Er dachte nur darüber nach, wie er me arme vma noch mehr ackerten lassen könnte.

Als Hina nun alt geworden, hatte sie Sehnsucht nach einem Ort, wo sie sich hinlsetzen und ausruhen konnte, «o

TnUi> !toi? I emes Tages, als der König, ihr befohlen batte, mit einem Netz zwilchen den Felsen zu n,chen. da rief sie a^ in ihrer Not: „O. datz ich von hier fortigeben konnte nach eurem Ort. wo ich bleiben und ausruhen dürfte!

Der Regenbogen horte Hrnas Flehen urck» hatte Mitleid mit ihr. Er baute einen Brückenwsg. der stck, vom F^ien. wo Hina fischte, hoch hinauf zum Himmel wölbte. Und Srna begann, mit dem Netz in der Hand, den R«genLogeEad »u erklimmen. Sie wollte bis oben rn den Himmel sterg». ois in die Sorme. und in der Sonne bleiben und ausruhen, wert fort von -den kalten Felsen. ^ _ , . ,

Sie stieg höher und höher, immer den Regenbogenpfad entlang. Aber je höher sie stieg desto,be^r bvrnnttn dre Sonnenstrahlen auf sie nieder. Sr« hielt.stch das N.ctz über den Kopf un!d ging weiter. Immer weiter, blsuber die Wolken hinaus, die tbr noch einigen Schutz gewahrt hatt». immer weiter. Schlietzlich konnte sie aur noch mubiam. vor- wärtskriechen. Die Haut war ganz veckrairnt runzlig geworden. Sie konirte nicht mehr werter, und Netz sich am Regenbogen wieder zum Ecke ^hinuntergleiten.

Da war es dunkel. Sie sab. rhren Gatten, d en, König, vom Brunnen »urtickkommen. mit einem Calabasch voll Wasser rn der Hand. Er strauchelte fast und schalt auf fern Weib, das ihn allein gelassen habe.

Nun, da die Sonne oerslunken war und rhre SttEen nicht mehr quälten, kehrte der alte Ntut zuruck.

Hina sab am Simmel den vollen Mond stehen urch r,«f aus: „Auf den Mond will ich gehen. Cr ist so still, und da kann ich lange, lange Zeit sitzen und mich ausruhen.

Aber zuerst ging sie ins Haus, -den Calabasch zu bod». der alle di« Dinge barg, oieihr auf Ecken si« mit ihrem Calabasch aus der Tur trat, sah sie den schönsten

MondregMbogen.^ ^ f rcw te. wohin sie. S^Ven wolle Denn er merkte, datz sie weit weg wollte. Sie. antwortete: „Zw gebe auf den Mond, an den Ort. wo ich mich ausrub-n

^""Hrna begann abends am Mondregenbogen in die Höbe zu klettern. Sie war beinahe aus der Reichweite ihres Gatten, da wrang er bvE.und griff nach ihrem Futz. König Kanikonia konnte fein Weck aber nicht festhalten. obwohl er ihr den Futz gebrochen batte.. ,

Hina ging weiter, dem Himmel entgegen. Der Futz war gelähmt und schmerzte sehr. Und doch- freute sie sich ihrer Freiheit, und datz sie durch die stille Nacht wandern konnte. Sie kam zu den Sternen und fang ihnen Lieder, damit sie ihr den Weg »um Mond zeigen möchten. Di« Sterne zeigten den Weg. und so kam Hina zum Mond.

Sie kam mit dem Ealäbasch. der ihre . Kostbareiten barg. Und der Mond gab ibr einen Platz, wo sie ausruhen konnte.

Hina hlie-b auf dem Mond. Und wenn die Menschen tn den glänzenden, vollem Mond blicken, so können sie Srna sehen. Sie sitzt da mit ihrem lahmen Futz und der Dalcckasü, siebt neben rbr. Und die Leute nennen sie nicht mehr Sma. sondern Lono Moku. und das beitzt: Dre lahme Einsame..

Manche Leute sagen, anstatt des Calabasch habe Sine Rocken uck Webstubl mit auf den Mond gebna-cht. Und dte duftigen Wolken, die dem Mond umgeben, das. ie>». die feinen Kleider, welche die Frau im Mond gewirkt habe.

^^BoEna?ttckÄ'fch das Schreiben fall» um sich die Was ivar denn das fu-r eine Mnst'slkation ? Cr wollte sich stifort darüber Aufklärung verfcha-fsen Mit Kua fuhr er nach Budapett und erlte ins Mckistettum Zueck ging er »um Sekttonschef. der ,bn

'^^Waklst^eMÄbcken. was soll das Schreiben des Ministers bedeuten?" fragte Borosnya,.- Der Sekttonschef Ltsgi, Mm das Memorandum. „Haben Sie dre Gute dre blau unt»str?chenen Stellen durMulefem" Borosnnai las:

_ «ft. melbs hiermit Ew. Erzellenz, -dag ich gaM. untmrg-

li-ch"ckr mein Amt. zu jeder getstigen Arbeit unfähig Mn. datz daher alle Eingaben und S-kbriftsdücke vom meinem SÄre- tär Steoban Kosno. verfatzt sind, die ick unterzeichne, ohne k« m-t durchrulesen. Meine untertanlgste Bitte geht nun dkhck mich mesnes Amtes, dem ich in keiner Wer «: ge- wachsen bin. gnädigst enckcken und zu mernem Nachfolger

^^°'V?ro?nna7s«Ee"-°? Wick". Unverschämter Schuft!

irtfnr.t »mm Minister, um Klage zu führen!

^ ^Das würde ganz vergebene Mühe fern", sagte der Sek- 'tionschef .d?nn Kosnos Ernennung Ut eine vollzogene Tat- Ln der sich nichts mehr andern latzt. .

Dieser elende Inttigant hat mich also zugrunde gerick- r-t wefl ick, ihm meine Tochter nicht zur Frau geben wollte^ Aber ich werde..zum Minister eilen, werde mich rachen und

Erweck» klüger daran tun, nach Hau!« «u eilen und dem "'AmtknaMolger Ihre Tochter und Ihren väterlichen

Segen zu Sie Ende recht haben", riet

Borosnnai. und eilte mit dem Et» Zug nmh Haufe m seinen glückliche« Kindern. Koloma« Mrkszarv.

Der letzte Satz.

Don Litt Sonroth-Loewe.

Der junge Dichter hatte sein Buch vollendet. Cr ^tte es vollendet unter tausend Schmerzen, in schlaflosen Nacht», tn Verzweiflung und Hoffnungsglut. Nun es aber vollendet war. fühlte er. es war gelungen Nur der Scklutz die aüev l»t» Worte mit denen die Heldin NL. von ihr». Leb» schied, sie klangen noch nicht aus in jene tiefe, unabanderlrche Fermate, die in seiner Seele stand.

So setzte er sich noch einmal an die Arbeit. Uick e» rang, rang mit diesem letzten ^atze. rn des

Lebens wiederleucht» sollte. Und als er letzten Satz geformt hatte, nahm er das Buch und brachte es der Frau, die er liebte.

Sie empfing es. ein wenig lächelnd über dre ruckecke Verwirrung, die sie in dem rungen Dichter spurte. „Ich lese es heute noch . versprach sie.

Der junge Dichter ging beim. Der.Frühling leuchtet» berauschend: ihm war es. als wäre er für ihn »blüht.

Jetzt liest sie es", dachte er den ganzen Abend und den folgenden Tag. „jetzt ist sie bei diesem Kavittl: nun ber jenem Und jetzt beim Schluß, der die letzte Bedeutung m sich trägt und das Leuchten rein geformter Idee? Und er fühlte, der Schlutz war vollkommen.

.Ihr Buch ist sehr fein", sagte am übernäM» Tage die geliebte Frau, als sie ihm in der grünen Tee-Ecke gegen-

der Schlutz^ Wie finden Sie den Schlutz?" fragte der junge Dichter glühend.

..Der Schlutz?" Sie sab etwas verlegen aus. ..d» Schlutz — offen gestanden, ich habe ihn nicht gelesen. Man

dock schon im vorletzten Kavitel. wie die Sache atr“