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Verlag Langgasi« 21

TeschLstrzett: 8 WT)r moraene bis 6 Uhr obsnt», anher Sonntag».

: grenlturt o. M. Nr. 7*05,

Wöchentlich

... ~ nl gi rr r a . nbürbnlt' 9G MUIiardrn M.. In d«n A»»gad«stklI«N! S8 MiNiarden M.. durch

6 Ausgaben.

Fernruf:

.rasblatthau,- Nr. SS5S-8Z. _

Don 8 Uhr morgen, bi» 6 Ubt abenb». auft« Sonntag». Postschrckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7*05.

Anzeigenpreis«: Örtlich« Anzeigen rs Milliarden M.. Ainanz-Anzeig-n, 8!i M'U>°rd.n M.^LuN^-^

An ieigen 38 Milliarden M.. auswärtig« Anzeigen 3 « n-"ul»r»«" « - Alle 3-iienprei!« lind

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Schlutz der Anzeigen-Annahme:

Auf der Suche nach einem Ausweg aus dem Labyrinth der Not.

»8. Berlin. 15. Nov. (Drahtmeldung unserer Ber­liner Abteiluna.) Heute werden, nachdem der Reichs- finanzminister Dr. Luther die Rentenbank ermäch­tigt hat, mit der Ausgabe der Rentenmarkscheine zu be­ginnen, zum ersten Male die Geldzeichen ausgegeoen, die den Übergang zu einer Goldwährung bilden sollen. Trotz des Berliner Buchdruckerstreiks konnten bislang für 150 Eoldmillionen Rentenmark­scheine sertiggestellt werden, während weitere 140 Gold- millionen in allerkürzester Frist gedruckt voruezen sollen Die Reickfsregierung hat zunächst von der Ren- tenbani einen Kredit in Höhe von etwa 80 Millionen Rentenmark in Anspruch genommen und erhebliche Be­träge davon nach der Provinz geleitet, um mit der Auszahlung von Gehältern in dem neuen Geld beginnen zu können. Es ist zu hoffen, daß nch unter der Überwachung des Reichswährungskommisiars

Was aber soll dann werden? Das ist die Frage, die sich Mich durch

Neuwahlen

nicht beantworten lassen dürfte. Denn auch in einem neugewählten Reichstag dürfte die Negierung^ düng nicht ganz leicht fein. Es ist niemals schwer ge­wesen, -ein Kabinett zu stürzen, es-ist "ber jedesmal außerordentlich schwierig gewesen, eine neue Regierung zu bilden! _ .

Die neue Währung.

M m Sr; «klem WWmSes.

Dr Sckacht bei der Einführung dieses neuen Geldes

. 1 . .. . An.» k. . < - _- f. ^ U.2. Ra f.A< StA«»

nicht ähnliche Mlßftände hercriisbilden, wie sie be, der Goldanleibe zutage traten. Eine amtliche Bestätigung der von einem Berichterstatter verbreiteten Nachricht, daß die D e s a tz u n g s m ä ch t e die Einführung der Rentenmark in den besetzten Gebieten genehmigt hätten, war bisher nicht zu erlangen.

Der Geburtstag der SRentenmatJ fällt in eine sckfwere und ernste Zeit. Wir haben Bereits gestern an dieser Stelle daraus verwiesen, datz außerordentlich wichtige Entscheidungen für das Rheinland und Nuhrgebirt

bevorstehen. Die Verhandlungen zwischen der Reichs- reqierung. Vertretern der Länderregierungen und Ver­trauensleuten aus dem beisetzten Gebiet haben zu end­gültigen Beschlüssen noch niFt geführt und auch die Zentrumsfraktion, die sich gestern sin- aebend mit der Lage an Rhein und Ruhr befaßte, kam nock> zu keiner endgültigen Stellungnahme, da man zunächst das Ergebnis der Verhandlungen abwarten will, die zwischen Vertrauensleuten des besetzten Ge­bietes und dem französischen Oberkcmimisiar Tirard in Koblenz aepflogen werden. Unter allen Umständen wird die Entscheidung aber in den allernächsten Tagen erfolgen müsien. da das Reich sich außerstande erklärt, über den 25. November hinaus die Erwerbslvfen- unterftü Hungen für das besetzte Gebiet zu bezahlen. Dieser Standpunkt der Reichsregierung ist bei den Be­sprechungen von den Vertretern der Länder­regierungen völlig gebilligt worden, ia es wurden Stimmen laut, datz diese Zahlungen schon über das Vermögen des Reiches hinaus geleistet worden seien Bei der Suche nach einem Auswege aus dem Labyrinth der Rot ist dabei von den Vertrauensleuten des besetzten Gebietes

mehr Bewegnngsfreihelt

verlangt worden, d. h. zunächst die Möglichkeit, selb­ständig mit den Desatzungsbehorden zu verhandeln. Es ist dabei auch wiederum der Ge­danke einer Autonomie in die Debatte geworfen worben, der aber von der Reichsregierung mit aller Schärfe bekämpft wurde, weil sie nicht die Hand zu einer Autonomie reichen wolle, die zu einer Loslosung in dieser oder jener Form führen konnte. Trotzdem bezweifelt man in manchen Kreifon, ob es Überhaupt einen anderen Auswea geben wird, als die Bildung eines zun, Reich gehörigen, in der Verwaltung ,einer inneren Angelegenheiten aber

selbständigen Staates im Westen Doch wird, wie gesagt, dieser Gedanke von der Regie­rung bekämpft.

Wie schon die allernächsten Tage in dieser entschei­denden Frage eine Klärung bringen müsien, so wird nun auch wohl d i e R e g i e r u n g s k r i s e e n d l l ch ihre Lösung finden, wenn, wie der Ältestenrat gestern beschlossen bat, am Dienstag der Reichstag zu- kcrmtnantritt Wie außerordentlich unglücklich die Lage de-. Reichskäbinetts ist. ist ja hier in den letzten Tagen wi-derhell ae'-bildert worden Der .Vorwärts. der iebt nachdem die Sozialdemokratie wieder m die be- gucm- Opp^sitionsstellung einaerückt ist. durch Angriffe gegen die Regierung die Konkurrenz der Kommunisten wett zu machen sucht, reitet feden Tag mindestens eine Attacke gegen den Kanzler

Köln, 14. Rov. Die sozialdemokratische „Rhennlche Zeitung" teilt mit: Die völlige Zerrüttung des Wirtschaftslebens im besetzten Geoiet so­wie die furchtbare Gefahr, daß Hunderttauzende von

Menschen buchstäblich zu verhungern drohen zwingt zu sofortigem Handeln. Heute nachmittag wird sich eine politische Abordnung a-us dem besetzten Eebwr verstärkt durch einige Männer des Wirtschaftslebens mit der Rheinlandkommisiion über die zu ergreifenden Maßncchmen besprechen

Berlin. IS. Nov. (Eis. Drabtbericht.) Eines der lAvie- rtgsten Probleme bei der Einführung der Rentenmark ist die Festsetzung eines Kurses, d. h. die Deftnmmung eines Verhä-ltnisies rar Paviermark und W d eil ausländi­schen Valuten. Da die Papiermark voraussichtmch noa> .ge­raume Zeit sehr starten SchwamkunMn ausgeietzt lern wiw. kann es sich nur darum handsln. die Remtenmark nr ein festes Verhältnis m den Edelvaluten au setzen. Wie der ..Deutsche Handelsdienst" mitteilt. will man an dem Ver­hältnis der Vorkriegswähruna rum Dollar fett Salten, io datz 4.20 Rentenmark 1 Dollar Äeichgttetzt werden. Um die Rentenmark von vornherein unter sewitten Umstiiniden zu stabilisieren. wird es nach Meinung des «Deutschen Sandelsdrenstes" nötig fein, die amtliche Notie­rung des DMarkurfcs in Berlin beute oder morsen noch­mals bedeutend au erhöhen. Dies dürfte sich in der Pro­gression der letzten Zeit vollziehen, .o daß man heute nbon mit einer Derb ovoeluna des Dollarkurses oder mit einem Goldmarkkurs von 600 Milliarden Paimernnark rechnen kann. Dies dürfte bann den Eivfuhrunsskur» der Renten,mark sein. Die Rentenmark selbst soll an einem späteren Zeitpunkt an der Börse notiert werden.

Beginn der Ausgabe der Nentenbankjcheine.

Dr. Zarres und das Rheinland.

Berlin 15 Nov (Eig Drabtberickt.) Der neue Retch-innenminister Dr. Jarres soll, wie^>«r ^rraQemo- krnti'che Varlamentsdientt meldet., in. seineri am -len.iag vor den Beamten des Innenministeriums Seltenen An- triltsrede mit dem voruberseben den Berrur des Rbeinlandes gespielt un^d sum, Schluß aus d'e derrinstis wiedererstebende Sonne verwiesen ^be^. Sollte das r^cht^ sein, so würde ück bUJBemutawi be* Sozialdemokraten bestätigen, datz Sn jarres a ui e t ne offene oder versteckte Loslosuna des Rbetn- landes von Deutschland binarbeltet.

Derlin, 14. Rov. Der Reichsfinanzminister Dr. Luther hat an die Deutsche Rentenbank folgendes

Schreiben gerichtet: Auf Grund des 8 47 der vorläufi­gen Durchführungsbestimmungen der Verordnung uder die Errichtung der Deutschen Rentenbank ermächtige ich die Deutsche Rentenbank. am 15. November dieses Jahres mit der Ausgabe der Rentenbankscheme zu beginnen.

Eine sozialdemokratische Interpellation.

.. _Kl. fmlffts

Berkin. 15. Nov. Lvu» ..^»ärts" 'bat di« !o,ial- demokratiiche Fraktion dem Reistag eine Inter- v e l l a t i o n elngebmcbl. ln d<r && bbiyv. die txmmuns loie und sortschreitende Zerriittung der ^nanzen des Reiches der Länder und der Kommunen und der daraus tolaende Mährungsveriall haben ru Stoduno

in \cx Prcduklion und der Anarchie in der Vreisblldung.

zur Unterberahlimg der Arbeitskräfte gesuhvt. di« eine 5 >unaerkotastrovhe m ern gesahrlrches r^aN rua.n. Die -Interrellan en richten deshalb an die Retchsregtermi-i s äende Fragen: Wie ist der augenblickliche Stand der

Reichsiinanzen. wie der vorausstchtliche Etat in den nächsten

Monaten in Doldmark berechnet, welche Matznaknncn Hai die Regierung zur Mfeit^mg^s^Dekr«ts ^ns^luge^e-

Eine Verordnung Wer dir Ausgabe des wertbeftäudigen Notgeldes.

Berlin. 14. Mw. (Amtlich.) Eine Derordnung des Inhabers den vollziehenden

des wertbeständigen No bi«'des soll o'e Schaffung des wert- bestänltigen Notgelds fordern, um die Zusubrun« der Erntenden Verb räucherst »dien ücherMtellen. Antrag« auf Genebniigung sind, wie bisher, an den NeichsmEer der Finanzen zu richten. Die Verordnung vom 26. Oktoiber bleibt unberührt. In besonders begründeten Rosien Ed der ReichsffinanzminUter Au sn a fi rn en von atomrtwrt Bedingungen, insbesondere hinsichtlich dar Deck»,«. M-lassen. Das Not««'ld soll den Ebarakier eines gelstbrch-en Zablungs« mittels nicht gesenüber den.Kasten d^s Rmchs. der Lander und der Reickrsbank haben: seMtversta'udlnchimuh aber das von einem Land ausgegebene Notgeld von den Kasten dieses Landes als Zahlungsmittel ansenvmmen werden.

säht? Stehen die üetr, Wäbrune

sondere auch die Eins ö,s u n g best

igsmatznabmen fest, insbe- der Paviermark in eine weitbesiändige Anleihe oder wertbeständige Zahlungs- m? 1 te" W e n t r i s i t d i e B e r a n t w o r tu na für dre Vei4chleildenins der Eoldanleihe und die dadurch bedingte echädia^ng der Reichsfinanzen/ Welche Matznabmen ge­denkt die Regierung »u ergreifen, um dre durch die Der- SL. t n Zuteilung von Goldanlerbestucken ent­standenen Privatgewinne für das Re'ch zu beschlagnahmen?

Die nächste Reichstagssitzung am 2V. Nouember. Berlin. 15. Rov. Nach einem Beschluß des Ältesten- rates des Reichstags findet die nächste Plenarsttzang am 20. November, nachmittags 1 Uhr, statt.. Auf die Tagesordnung wurde außer kleinen Vertragen imt wuswärtigen Staaten die pol,t l s ch e Au;s pr ache gesetzt. Am 17. November, vormittags, tagt der Aus-

wärtige Ausschuß.

Eine grotzziigize kommunistische Agitation?

Berlin. 15. Nov. Die ..Deutliche Zeitung" meldet, die polizeilichen Nachforschungen, die im ^Emenhaim mit der kiirrlichen De rhafiung komm UN I st l s ch er Kur re re in K o t tb u s angestellt wuwden, hätten den Bewers dafür !t«lt h«* ete großzügige k o mm un, st r sch e lloTffliiori äber 'das ganze Reich im Ga-nwe s-r.. Wie NMtt mitteilt wurden in einer Gastwirtichaft in, der L^wentratze in Berlin 16. Personen verhaftet, die über erhabliche Dollarbeträge verfügten. Sie battM Üch nach m«,>b-!Eltrvarnisonen »u begeben. wo Mit ,d«N örtlichen Fllbrem d^ kE.uniMchen Partei Rücksvrache genommen werden sollte 1 Es konnte weiter ermittelt werden, datz, in R^^ün ein« besondere Zentrale für die Agitation erngerrch- ^t^m In dieser wurden von Kvminvlbeaimten mehrere Personen^sestgenommen und wichtiges ®efieintmnte ; «iai beschlagnahmt, ans dem bervongeht. «rtz auch Me ^ kommunistischen Abgg.. Eberlein und Geschke in diese neue Bewegung verwickelt sind.

Der Berliner Buchdruckerstreik.

Berlin 15 Nov. (Eig. Drahtbericht.) Im ZMmmen- bnn« w^t dem Berliner Duchdruckerstreik bat sich, wre mit-

gctellt wird im Rahmen des Nationalverbandes denE-

w.lr Jifcrorf nnbe ein Verufsoerhand deutscher Buchdrucker gebildet, dem bereits eine grobe Anzahl arbeitswilliger Buchdrucker b-igetreten ist.

kMnlmgAR Mt MerE. HMMkSMissiilll.

Bon der Interalliierten Rbernlandkommistion a«A UNS nachstehende amtliche Bekanntmachung rur «erofi.nl. lichung ous Grund der Derordnuns 97 Ar». 15 au.

MotgIitt.

Die Sohr Interalliierte Rheinlanbkornnrikswn bringt

in Erinnerung. Ausgabe'von No^eld in den be­

setzten Gebieten durch ihre Verordnungen Nr. 212 und 220 gnegelt wird. Die zwecks Ausführung, dreier Derordnung vorgciebenen Bestimmungen können wie folgt ausammen- gesabt werden: ^ , ,

Die vor dem 5. Oktober 1923 seitens, der M»elast,enen Organisationen «usseoebenen Scheine rnusien.^um sutdg zu sein, vor dem 25. Dezember 1923 mit einem in roter Tinte auf der linken Seite des Schern« von obennaÄ unten angebrachten Vermerk versehen sein, der in latemi- scher Schriit die Angabe enthält: .

..Umlaussäbig im ganzen Regierungsbearr! . . .

(in der ganaen Provinz . . .)

(in der ganzen Kreisgemeind« . * 1

Gültig bis zum."

Die vom 8 Oktober 1923 vormittags ab ausgegebenen Scheine müssen links vom Klischee in einer besonderen Umrabmung die gleiche gedruckte Angabe wr« dierenrge des oben besprochenen Vermerkes enthalten.

Alle vor dem 8. Oktober 1923 seiten, der in der nach-

stehenden "östte verzeichnet^ Organisationen °usgeg-benen und vor d^m 25. Dezember 1923 mit dem r-ten Vermerk niksii ver.sck'enen vsr dem I.^^EtOver selten-

anderer in dieser Liste ni-ckt awaeführter Orsarnicvtronen ausgege'benen Scheine müsten vor dem 25. Dezember 19^.3. dem Tose ihrer Unsültigkeitserklamns. zuruchgesablr

^^afiet behalten nach dem 25. Dezember 1923 in de» befevten Gebieten ihre Gültigkeit nur dieiemgen. Scheine, die leitens der in der Liste erwähnten (autzer einigen dort vmmerlten Ausnahmen) und derrenigeu Organrsattonen. die noch zugelasten und deren Namen m der Vreste ve.» ösfenilicht werden, ausgegeben worden stnd.und zwar unter der Bedingung datz dieselben entweder mit dem Vermerk eder inst dem gedruckten Wortlaut unter Angabe des Um- laussbczirks und ihrer Gültigkeitsdauer versehen sind.

Wenn sich die sozialdemokratischen Redner im Parla­ment vielleicht auch nicht ganz so wild gebärden wer-

bei ihrer bisher vertretenen Meinung, so bedeutet da^, das Ende des Kabinetts Strefemann

Bor neuen Reden Poincar^s.

Paris, 14 Rov. Der „Eclair" teilt mit, daß Ministerpräsident Poincarä am Samstag auf einem Bankett ^ bes Comit6 Mascuraud eure ..Rede hatten werde und am Sonntag eine weitere anläßlich der Ein­weihung eines Kriegerdenkmals rn Reurll» bei

Paris.

V-irrichnis der in den besetzten Gebieten zur Ausgabe von Notgeld zugelassenen Organisationen.

1. Ausgabebezirk Pfalz.

Kreisgemeinde Pfalz. — Badische Anilin- und Soda- sabrik — Stadt Lndwigshafen. — Stadt Frankenthal. — fciaüt’ Sreier. — Stadt Kaiserslautern. — Stadt Virma- j«,ns. — Stadt Neustadt. — Stadt Zweibrücken.

(Dstfe sieben Städte müsien die Ausgabe von Notgeld am 1. Dezember 1923 einstellen. Das von ihnen vor diesem Datum au-megebene Notgeld verliert am 25. Dezember 1923 seine Gültigkeit.)

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