Einzelbild herunterladen
 

/

Setlag Langgasse 21 •Xaglbtttyms''.

SeschSftszettr 8 U^r morgens dis 8 Uhr ubenfes, atiger Sonntags. Pafticheckk»«»: Jranffurt». M. Nr. 7405.

Wöchentlich

gejagsgrelfe: Im Setlag abgeholt: 488 Mill. M., in den Ansgabestellen: 488 MM. M., durch die Träger ins Haus gebracht 580 Mill. M., vom 22 . — 27. Oktober. — Bezngsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgabestellen, die Träger und alle Postanftalten. — In Fällen höherer Gewalt, Betriebsstörungen oder Streiks haben die Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder Erstattung des entsprechenden Entgelts, oa so oo s oo oooook

6 Ausgaben.

Fernruf:

„Tazblatthaus" Nr. 8850-53.

Von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer Sonntags. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.

Anzeigenpreise: örtliche Anzeigen 100 Mill. M.. Finanz-Anz. 140 Mill. M„ Lustbarkeits-Anz. 150 Ml M.,

ausruärnqe Anzeigen 158 Mill. M., örtl. Reklamen 30« Mill. M-, auswärtige Reklamen 458 Mill. M. für die einspaltige Koloneheile. — Alle Zeilenpreise sind freibleibend: Erhöhungen m,t sofortiger Wirkung auch bei allen laufenden Aufträgen, ohne besondere Mitteilung. Platz- und Datenvorschriften für Anzeigen und Reklamen ohne Verbindlichkeit. — Schluß der Anzeigen-Annahme: 18 Uhr vorm.

Berliner Abteilung des Wiesbadener Tagblatts: Berlin-Wilmersdorf. Laubacherstraßs 35, Fernsprecher: Rheingau 2186.

Nr. 241.

Mittwoch, 24. Oktober 1923.

71. Jahrgang.

Ins Lmgcheli der SonöerMniiler im Rheinland

Nachdem am Sonntag früh in Aachen von den Sonderbündlern die Rheinische Republik ausgerufen morden war, folgten die Separatisten am Montag und Dienstag in den anderen Städten, darunter auch in Wiesbaden, dem Aachener Beispiel. Über das Er­gebnis ihrer Bemühungen in den verschiedenen Städten unterrichten die nachstehenden Berichte:

Zn Main;.

Mainz, 23 Okt. Heute vormittag wurde hier von den Sevaratisten die Rheinische Republik a u s g e - rufen. Der 5. Polizeibezirk und da- Krersamt (Rea:e- rungsgebände) sind von den Sonderbündlern besetzt, wah­rend sich das Stadthaus sowie das Polizeiamt noch in den Händen der gssetzmäßigen Gewalt befinden. Heute nach­mittag 'st mit einer Proklamation des G e i^e r a l st r e i k s zu rechneu. Heute mittag kam es vor dem Stadthaus schon zu I eiligen Prügeleien zwischen den «onderbundlern und der sehr erregten Bevölkerung. Sämtliche Läden sind geschloffen» ^ ..

Mainz 23. Okt.. 2 Uhr nachm. Die Lage rn der hie­sigen Stadt ist unverändert. Von den Separatisten wurde gegen Mittag der 3. Polizeibezirk besetzt. Die Lage scheint für die Separatisten aber recht kritisch zu wer­den. da sich der überwiegend größte Teil der Bevölkerung ron diesem Treiben fernhält. In den Mittagsstunden kam es im Bereich des Kreisamtes mehrsach zu Schieße­rei e n. In einzelnen Stadtteilen setzten sich die Schläge­reien fort. Man spricht von drei Toten aus seiten der Sevaratisten. Von seiten der Freien Gewerkschaften wurde i in Ordnungsdienst errichtet. Die Lage ist sehr ernst und man befürchtet weitere schwere Zwischenfälle.

Mainz. 23. Okt. Der 5. Polireiberirk tn der Franen- lobstraße wurde unter dem Jubel i*r Bevölkerung wieder von der Polizei besetzt. Das ^anze Wivtschasts- Men liegt still. Besonders in den Kreisen der Arbeiter­schaft ist man, wenn nötig, zum äußersten Widerstand ent­schlossen. Die Schießereien dauern werter an. Die Polizei bat sich aus das Stadthaus und das Polizeiamt konzentriert.

Mainz 23. Okt. Bei den heutigen Unruhen wurden 20 Personen, darunter mehrere schwer verletzt, ins städtische Krankenhaus verbracht. Ferner sind vier Tote zu rerzeicknen._ . , , . ... , „. ,

Mainz. 23. Okt. Wie verlautet, wurden sämtliche Separatisten von den Franzosen entwaffnet. Riesige Menschenmengen versuchten — bisher vergeblich — von der Rückseite in das Kreisamt einzudrrngew. um vre Separatisten heranszn treiben. Die Straßen des Stadt­zentrums sind von Menschen dickt besetzt, die eifrig nach den Sonderbündlern fahnden, die sich in ihre Sckluvsrvmkel zu­rückgezogen haben. Abgesehen von der Besetzung des Kreis­amtes. an dem die Flagge der Rheinischen Revublik gehißt wurde, und einiger Polizeibezirke. baben die Sonderbündler keine weiteren Erfolge erzielen können. Vielmehr scheint es. als ob die Sacke der Sevaratisten Schiffbruch erleDet.

Sämtliche Eewerkscha ftsv erb ände und alle politischen Parteien erklären sich durch Malieran­schlag gegen die Bestrebungen Mwiffer Elemente, die Rheinische Revublik auszurufen, und mahnen die Be­völkerung zur Ruhe und Ordnung, zu welchem Zweck die Gewerkschattsverbände einen Ordnungsdienst lweiße Arm­binde mit dem Zeichen F.0.1 organisiert haben.

Zn Koblenz.

Koblenz. 24. Okt. Am späten Nachmittag wurde gestern auch hier die Rheinische Republik ausgerufen. Auf dem RegierungsgebSude wurde ihre Fahne gehißt.

Zn Bonn.

Köln. 23. Okt. Im Laufe der Nacht gelang es den Sevaratisten sich der öffentlichen Gebäude in Bonn, dar­unter des Rathauses, zu bemächtigen. Es finden zurzeit Verhandlungen zwischen den Sevaratisten und der Stadt­verwaltung statt.

Bonn. 23. Okt. Die Stadtverordneten breiten gestern abend um 9 Uhr eine Versammlung ab. in der der Vorsitzende über die Ereignisse der letzten Tage berichtete. Es wurde einstimmig folgende Entschließung ange- n o m m t n: Die Ereignisse, die sich seit gestern morgen in einem Teil des besetzten Gebietes abgespielt und dort zur zwangsweisen Ausrufung der Rheinischen Revublik durch die Sonderbündler geführt haben, haben auch für die Stadt Bonn die Befürchtung nahegerückt, daß ein ähnlicher Versuch auch hier gemacht werde. In diesen ernsten schick­salsschweren Stunden erneuern die Stadtverordnetenver­sammlung und die Stadtverwaltung als berufen« Vertreter de- Bonner Bevölkerung feierlichst das Gelöbnis der Treue zum deutschen Vaterland und geloben, alle« zu tun. um mit den noch zur Verfügung stehenden Mitteln die verfassungsmäßigen Zustände auKechs- zuerbalten.

Zn Aachen.

Aachen, 24. Okt. Im Laufe des gestrigen. Nach­mittags ist es gelungen, fast alle von den Sonderbünd­lern besetzte Gebäude in deutsche Hände zu bekommen. Die Sonderbündler flüchteten, ohne Widerstand zu leisten. Einzelne Sonderbündler wurden gefangen ge­nommen. Nur das Regierungsgebäude befindet sich noch in den Händen der Sonderbündler, es ist aber zu er­warten, daß diese gezwungen werden, das Gebäude zu räumen. Die Belgier haben sich bei der Gegenöewegung völlig neutral verhalten. Sie haben gestern nachmittag den verschärften Belagerungszustand ver­hängt.

Eine unbestätigte Meldung.

Paris, 24. Okt. Harms gibt eine Nachricht der bel­gischen Telegraphenagentur wieder, wonach in Aachen gestern ernste Unruhen ausgebrochen seien. Die Polizei habe von der Waffe Gebrauch gemacht. Der Stadtteil B u s b a ch stehe in Flammen. (Eine Be­stätigung dieser Nachricht liegt bis zur Stunde nicht vor, da die telephonische Verbindung mit Aachen nach wie vor unterbrochen ist.)

Der Dank des Reichskanzlers.

Berlin, 24. Okt. Nach dem „Vorwärts" hat der Reichskanzler sowohl dem Regierupgspräsidenten in Aachen als auch den Aachener Gewerkschaften den Dank de: Reichsregierung für die tapfere Haltung bei der Befreiung der Stadt von den Separatisten ausgespro­chen. Auch der preußische Ministerpräsident hat ein Danktelegramm an die Gewerkschaften gerichtet.

Zn München-Gladbach.

München-Gladbach, 24. Okt. Hier wurde gestern die Eintagsherrschast der Sonderbündler von der Volks­menge wieder gestürzt. Die Menge stürmte das Rathaus, holte unter allgemeiner Begeisterung die rot­weißgrüne Fahne herunter und hißte die Stadtflagge. Der ehemalige Eewerkschaftssekretär Schildknecht, der sich die Gewalt als angeblicher politischer Kommissar angeeiguet hatte, wurde im Rathaus überrascht, von der Menge in den Hof hinuntergeschleist und arg ver­prügelt. Das gleiche Schicksal erreichte auch die übri­gen im Rathaus anwesenden Sonderbündler. Darauf begab sich die Volksmenge pn Hauptquartier der Sonderbündler. Letztere feuerten zunächst auf die Menge, versuchten dann aber, über die Dächer zu flüchten. Einige wurden von der ÄHnge gefaßt und verprügelt. Das Rathaus wurde von der Polizei wieder in Besitz genommen. Die belgi­sche Besatzung verhielt sich neutral. -Die Zeitungen sind heute morgen wieder erschienen.

Z« Krefeld.

Köln. 24 Okt (Gig. Drachtbericht.) In Krefeld versuchten die Sonderbündler. das Rathaus zu stürmen, wurden aber zurückgeschlagen.

Zn Mfseld-rf.

Düsseldorf; 24. Okt. Dje Sonderbündler sind heute nacht etwa 400 Mann stark in Düffeldorf einge- zogen. Sie kamen trotz der Nachtsperre durch die Rosen- stvatze, wo sich das Bureau des Unabhängigkeitsbundes befindet. Bon dort schickten sie Vertreter zur Be- satzungsbehörde. Mas die Verhandlungen ergeben haben, steht noch nicht fest. Doch rann das Ergebnis für die Sonderbündler nicht ermutigend gewössn sein. Heute vormittag sind die Sonderbündler im Kaisersaal der Turnhalle zu einer Versammlung zusammengerre- ten. Es waren etwa 400 Mann. Ein Redner sprach über di« Rheinische Republik und erklärte, die Stunde der Freiheit werde bald für Düsseldorf kommen.

I« Duisburg.

Duisburg. 24. Okt. Nachmittass »egen 6 Uhr ist seitens der Sonderbündler, welche in einer Stärke von etwa 1009 Mavn in die Stadt einrückten, vor dem Rathaus die Rheinische Republik ausgernfen worden. Die Stadtverwal­tung. welche von dieser Absicht rechtzeitig Kenntnis erhielt, batte alle Vorkehrungen zur Abwehr getroffen, von denen sie dem General ÜNtteiluua machte. Der General teilte in einem Antwortschreiben mit. daß die Polizei nicht ein- schreiter, dürfe und überall, wo sie sich ansammeln würde, zurückgezogen werden muffe. Sowohl die blaue wie auch die grüne Polizei wurden entwaffnet. d:e «tune wurde außer­dem in ihren llnterkunstsränmen interniert.

Zn ZAich.

Jüttch. 24. Okt. Die Herrschaft der Sonder­bündler hat ein rasches Ende gefunden. In mehreren Lastautos waren Stoßtruvven in den ersten Morgenstunden vor. auswärts hier angelangt und batten das Rathaus und die öffentlichen Gebau.de beistzt. Alle Behörden teilten dem Führer, einem Weinhändler mis Aachen, mit. daß sie nicht arbeiten würden, so lang« sich die Sonderbündler im Gebäude an fk> teilen. Der Führer, der seine Leute: meist iebr fragwürdige Gestalten, schon am Mittag nicht mehr in der Hand batte, ließ den größten Teil wieder absabren. Ein anderer Sonderbündler stß am Nachmittag die Herr­schaft ans dem Rathaus an sich. Als er den Revolver «egen den Bürgermeister zog. war es mit der Geduld der vor dem Rathaus versammelten Menge, vorbei. Männer und Frauen stürzten sich in das Rathaus, griffen die Sonder­bündler an und schlugen ste blutig zur Stadt, hinaus. Mehrere Sonderbündler, die schossen, wurden «emgt und zur Polizei verbracht. Daran, zog die Menge zu der Woh­nung mehrerer Sonderbündler und mißhandelte die In­haber. die nur dem Eingreifen der Polizei ihr Leben ver­dankten.

Die Separalistenführer beim Präsidenten der Rhemlandkommission.

Koblenz, 24. Okt. Der Vorstand der Rheinland-Partei bat sich gestern vormittag dem Präsidenten der Inter­alliierten Rheinlandkcmmission. .Herrn Paul Tirard. uorgcstellt. Der Vorstand setzt sich zusammen aus den Herren Dr. L i e b > n g (Mainz). Dr.' M a r r (Trier), Simon (Nassau).

Die Abordnung überreichte dem Präsidenten der Rhein­landkommission eine Erklärung, die binweist aus die patriotische Verpflichtung, aus der heraus sie sich veranlaßt sahen, die Rheinische Repu-lik anszurufen und die Mach: an sich zu reißen in einem Teil des besetzten Gebietes ange­sichts einer öffentlichen Notlage, für die aber die Rhein­länder nicht verantwortlich sind. Diese Erklärung bringt ferner zum Ausdruck, daß dte Unterzeichneten sich ver­pflichten. die Bestimmungen des Friedensvertrages anszn- sübren und die Machtvollkommenheiten der Besatzunssbe- hörden zu respektieren.

Herr Paul Tirard antwortete den Mitgliedern der Parteileitung, daß er Kenntnis nehme von ihrem Schritt bei der Mbeinlandkommiffion und ,

daß er sie bis auf weiteres als eine Tatsache und eine bestehende Macht ansehe in den Stellen, wo sie die öffent­liche Gewalt übernommen hättem und daß sie deshalb den Besatznngsbehörden verantwortlich seien für die Aus- rechierbaltung der Ordnung.

Der Vorstand der Rheinland-Partei hat sich darauf dem englischen und dom belgischen Vertreter in der Rbeinlaiidkommisiion vorgestellt.

Ein rheinländischer Wirtschaftsausschuß.

Paris, 24. Okt. (Eig. Drachtbericht.) Die „Chicago Tribüne" erklärt, daß sich gestern in Köln ein rhein­ländischer Wirtschaftsausschuß unter dem Vorsitz von Stinnes und Vogler gebildet habe, der.sich zum Ziel setzte, die s e p a r a t i st i s ch e n B e st r e b n n« gen zu bekämpfen und den Rechten der Reichs- rogierung Geltung zu verschaffen.

Zn Trier.

Köln. 23. Okt. » Wie die ..Köln. Bolksztg." «ms Trier meldet, haben die Sonderbündler mehrere politische Führer und Stadtverordnete, darunter den Prälaten Prof Dr. Kaas. den sozialdemokratischen Beigeordneten Rese und die StadtveroWneten Brandenburg und Rauten- ttranch. verhaftet und verschleppt.' es heißt in der Rich­tung auf Duisburg. Im Laufe des Vormittags verlangte eine Schar Sonderbündler' von der Stadt die Zugestebnng zweier Beigeordneten und die ständige Kontrolle der Ver­waltungsorgane. ferner die Einsetzung ihres Führers Massen als Polizeidirektor. Die Forderungen wurden ab- gelebnt. Der Beigeordnete Rese wurde mit den obenge­nannten Persönlichkeiten in dem bischöflichen Auto, das im Kloster der Barmherzigen Brüder stand und von den Separatisten abgeholt worden war. abtransvortiert. Son­derbündler — vorwiegend iunge Leute — durchstreifen die Stadt und beschlagnahmen unter Bedrohung mit ihren Revolvern Kraftwagen. Abends um 7 Uhr hat eine kleine Cckar von Sevaratisten das Reichsvermögensamt besetzt und die Beamten daraus verttieLen.

Zn Sanrbnrg.

Saarbrücken. 23. Ott. Wie die ..Bolkssttmme" meldet, ist in S a a r b u r g. an der Grenze des Saargebietes. am Sonntag in einer Versammlung die Rheinische Republik ausgerusen worden Die Sevarattsten baben die wenigen Polizeibeamten ent w a ffn e t und die öffentlichen Gebäude besetzt. An den Zugängen der Stadt wird eine strenge Kontrolle ansgeübt. Verhaftet wurde von den Sevaratisten der Rendant der Kreissparkaffe. Führer der Bewegung ist hier ein früherer Redakteur der ..Volkswacht" in Trier, namens Holl

Eine Schutzverordnung des Generals Degoutte.

Paris. 22. Okt. Haoas meldet aus Dü sseldorf: General Degoutte bat eine Verordnung zum Schutze der Staatsangehörigen der Befatzunssmächt« und der Personen erlaßen die Dienste bei den Besatzungsmächten nahmen oder jetzt mit ihnen in Beziehungen treten. Danach werden von den Militärgerichten der Besatzungsmächte alle die be­sttakt die irgendwelche direkte oder indirekte Repressalien gegen diese ausübem. die den Besatznngsmachten Dienste leisteten Ruch jede Bedrohung gegen solche Personen oder Angehörige der Mtzlliierten Staaten soll milrtärgertchtlich bestraft werden._

»nntmadpg der MerE. HMandlsnlmWn.

Bon der Interalliierten Rbeinlandkommisiion «bt «ns nachstehende amtliche Bekanntmachung zur Veroffenp lichung auf Grund der Verordnung 97 Art. 15 zu.

Bekanntmachung.

Es ist der Rheinlandkommission angezeigt worden, daß verschiedene deutsche Beamte die neue Verordnung der deut­schen Regierung zur Vermeidung des Ankaufs von fremden Devisen im besetzten Gebiet in Anwendung bringen. An verickiedenen Stellen hätten Polizeibeamte deu!tsche In-: Haber von Devisen der alliierten Staaten verhaftet und ihnen diese Devisen konfisziert.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die vorer­wähnte Bervrdmmg nicht von der Rbeinlandkommisiion ge­nehmigt worden ist. Infolgedessen haben die Herren Dele­gierten den zuständigen deutschen Behörden die Anwendung dieser Berördnnng im besetzten Gebiet zu untersagen.

Die Delegierten werden, gegebenenfalls mit Einver­ständnis mit der militärischen Ortsbehörde, argen die Poli- zeibeamten und andere Beamten, die sich diesen Beiehl-en nicht fügen, Strafverfolgung einleiten.

Cercle de Wiesbaden-Ville. Le Delesrue de la H. C. L T. Ä