Setteg Langgaffr 21
OeschgfdizeU: 8 Ahr morgens bis 6 Uhr abends, antzer i Postscheck!»»«»: Frankfurt a. M. Rr. 7««.
Wöchentlich
«ep>,,preise: Im Verlag abgeholt: M. 8808008, in den «asgabesteNen: «. 9958800, durch die Träger ins Haus gebracht M. 10000000, vom 17. — »0. September. — Bezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgabestellen, die Träger und alle Postanstalten. — In Fällen höherer Sewalt, Betriebsstörungen oder Streiks haben die Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder Erstattung des entsprechenden Entgelts, ee oooooomemta tta mtoefiooi
6 Ausgaben.
ftnmtf:
.ragblatthans" Rr. 8850-63.
Don 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends, außer Sonntags. Postscheckkonto: zrankfnrt «.». Kr. 7485.
U^eigeiioreise:örtl.AnzeigenM.1008000,Finanz.AnzeigenM.lb00008,Lustbarkeits.AnzeigenM.1680800, auswärtige Anzeigen M. 1800000, örtliche Reklamen M. 3000000, auswärtige Reklamen M. 4800000 für die einspaltige Kolonelzeile. — Alle Zeilenpreise sind freibleibend; Erhöhungen mit sofortiger Wirkung auch bei allen laufenden Aufträgen, ohne besondere Mitteilung. Platz- und Datenvorschriften für Anzeigen und ReKamen ohne Verbindlichkeit. — Schluß der Anzeigen-Annahme: 18 Uhr vorm.
Berliner Abteilung des Wiesbadener Tagblatts: Berlin-Wilmersdorf, Laubacherstratze 35, Fernsprecher: Rheingau 218«.
Nr. 220.
Donnerstag, 20. September 1923.
71. Jahrgang.
Die Zusammenkunft zwischen Vaidwin und Poincarv.
Pari», 19. Cent. Baldwin ist gestern abend in Ve- gleftiin« seines Sekretärs in Paris einsetroffen und wurde auf dem Bahnhof von dem Chef des Protokolls begrübt.
Bari«. IS. Sept. (Savas.1 Die Zusammenkunft zwischen P o • n c a r 6 und Baldwin fand beut« mittag in der englischen Botschaft statt. Sie ist trotz ihrer kurzen a-auec als ein diplomatisches Ereignis von höchster Bedeutung anrusehen. Der offizielle Bericht über den Ausgang dir Sitzung ist sehr bezeichnend, obwohl er eine gewisse Diskretion an den Tag legt. Baldwin hat. als er mit dem französischen Ministerpräsidenten und Leiter der Stoatsglschäste persönlich Fühlung nahm, sicher damit »eigen wollen, das« er beabsichtigt, zwischen den beiden Regierungen die Verbindungen betreffs vertraulicher Zusammenarbeit wieder anruknüvfen.
Für viele Verbündete Frankreichs, ob sie nun voliti- schen. finanziellen oder wirtschaftlichen Kreisen angehören. ist die Ruhrooeration nicht etwas, „was gefällt'. Es ist aber leicht, den Beweis zu erbringen, das? Deutschland mehr
(Sjelfe für
die Aufrechterbaltung des passiven Widerstandes vergeudet hat. als es zur Einlösung seiner Verpflichtungen hätte bezahlen müssen, und daß außerdem die französisch- belgische Betriebsleitung im westfälischen und rheinischen Gebiet täglich produktiver wirb und daß man endlich auch die politischen entscheidenden Ergebnisse anieben muß, da man mit Recht sie als ein Zwangsmittel betrachten kann, das Deutschland an einem frühen Morgen dazu führen wird, als besiegt auf wirtschaftlichem Gebiet.
eine endgültige Regelung seiner Revarntionsschuld anzunebmen. ks wäre vergeblich, zur gegenwärtigen Stunde über di« Rechtmätzigkrit und Zweckmäßigkeit der Zwangsmaßnahmen zu sprechen, die von Paris und Brüssel ergriffen wurden, da sie am Vorabend der gewünschten Wirkungen stehen. Aus alle Fälle ist die Bevölkerung der besetzten Erbiete der ihr von Berlin auferlegiea systematischen Ovoosition gegen die alliierte'; Behörden müde. Das Kabinett Stresemann bat selbst über den Au--gang des Kampfes keine Illusionen mehr. Unter diesen Bedingungen ist
Poiucart bereit, die Verhandlungen mit der Reichs- regieruu« wieder auszunehmen.
wenn nur die Verordnungen betreffs des passiven Widerstandes zurückgenommen werden. In diesem Punkt stellt der offizielle Bericht fest, daß über keine Frage Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Regierungen bestehen, was in Berlin gehört und verstanden werden mag. Was die Ruhrbesetzung anbetrifft, so weiß man schon, daß di« englischen politischen Kreise geneigt sind, üch unter der Bedingung anzuschließen. daß ihr militärischer Ebarakter verschwindet. Vielleicht besteht hierbei die Möglichkeit, eine solche Frage nur in dem Maße zu lösen, in der Deutschland seinen Vervflichtungen nachkommt. Auf alle Fälle wird England dazu berufen sein, a n d e n Verhandlungen mit der Reichsregierung teilzu- nehmen. Mit Recht will es einen Platz bei allen nötigen Beratungen für die Durchführung des Versailler Vertrages «innehmen. Es ist wahrscheinlich, daß außer diesen allgemeinen Erwägungen di« englischen und französischen Staatsmänner di« Regelung des Reparationsproblems oder der damit zusammenhängenden Fragen, wie der der interalliierten Schulden, in Angriff nehmen können.
Der diplomatische Redakteur der Havas-Agentur bat in den französischen Kreisen wie auch in der Umgebung des englischen Ministerpräsidenten den
Eindruck einer gegenseitigen Befriedigung für diesen Tag gewonnen. Baldwin hat Gelegenheit gehabt, die Klarheit und die aufrechte Haltung des französischen Regierungschefs zu werten, und er hat sich bei seinem Aufenthalt in Frankreich darüber Rechenschaft ablesen können, daß die Auffassung Poincarös die Zustimmung des ganzen Landes genießt. Die Wiederaufnahme der persönlichen Beziehungen zwischen den Leitern der beiden Nationen wird in Frankreich uud England gleich günstig ausgenomnl-en. denn letzteres zeigt den Wunsch, die interalliierte Einheitsfront wieder dem besiegten Deutschland vor Augen zu führen, di« für die Beruhigung und Wivderaufrichtung Europas unerläßlich ist.
Ein englischer Bericht.
Paris. 19. Sevt. Die eng 11 f ch s Botschaft veröffentlicht folgendes Kommuniauö über die heute nachmittag stattgehadte Unterredung zwischen dem englischen Premierminister Stanley Baldwin und dem französischen Ministerpräsidenten Poincar«: Heute nachmittag bat eine Begegnung der Premiermi.nifter von Frankreich und Großbritannien stattgefunden, die sie dazu benutzt haben, um einen Meinungsaustausch über die allgemeine Lage einzuleiten. Man kann nicht erwarten, daß im Laufe einer einzigen Unterredung zwischen Pomcar« und Baldwin endgültige Lösungen festgehalten werden konnten. Aber die beiden Staatsmänner sind glücklich gewesen, ihre gemeinsame Auffassung darzulegen und festzustellen, däß in keiner einzelnen Frage verschiedene Aunassun« über die Ziele noch grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten über die beste Art der Zusammenarbeit der Lander, von der in io weitem Maße die Stabilisierung und der Friede der Welt abhängen, gefährden kann.
Porncarss Redepr«gr«»m. '
Paris. 19. Sept. Am Donnerstag wird in Rambouillet unter dem Vorsitz von Millerand ein Minister rat zusammentreten., in deffen Verlauf Poin- car« über seine Unterredung mit Baldwin berichten wird. Am nächsten Sonntag wird Poincar« drei Kriege denkmäler einweihcn und aus diesem Anlaß in Erand- Couronne (Dev. Seine-InsSrieurek eine Rede über die Nevarationsfrage halten. Am gleichen Tage wird der K^iessrninisrer Maginot anla-llch des Konmesies frarzssiicksr Krieasteilrvebmer in Morrtmedy sprechen.
Die leitenÄen Gedanken der belgischen Regierung.
Paris» 19. Sept. Der Brüsseler Berichterstatter des „Echo de Paris" glaubt auf Grund von Unterredungen mit mehreren sehr gut unterrichteten Politikern die leitenden Gedanken der Brüsseler Regierung in der Ruhr- und Reparationsfrage wie folgt formulieren zu können:
1. Die Repar-ationsfrage muß von ihrer wirtschaftlichen Seite entlastet werden, ohne daß der politischen Bedeutung übertriebene Bedeutung beigemessen wird. Die Lösung, der man zuneige, setze voraus, daß Deutschland sich bereitfinden werde, für Rechnung seiner Gläubiger zu arbeiten. Für diesen Zweck erweise sich die E e w a l t a l s unzulänglich. Gewalt fei bim Ziel nicht -angemessen, wo dieses Ziel Arbeit vin seiten der anderen verlange. Der gemeinsame Sieg sei noch nicht vollständig in dem Augenblick, wo nran den Besiegten in der Hand habe. Die Stunde des entscheidenden Sieges werde erst schlagen, wenn es den Besatzungsmächten gelungen sei, in Deutschland den Wunsch zu erwecken, freiwillig die Verpflichtungen zu erfüllen. Diesen Wunsch zu bekunden, fei Sache S t r e s e m a n n s bei den Verhandlungen, die er seit einiger Zeit anzuknüpfen sich bemühe.
2. Wann würden diese Verhandlungen beginnen? Nicht bevor der passive Widerstand in Deutschland ein Ende genommen habe, und in dieser Einsicht seien keine Ausflüchte möglich. Deutschland müsse den Anfang damit machen, indem es die der Organisation des passiven Widerstandes zugrundeliegenden Verordnungen zurückzieht, da der Widerstand ja die eigentliche Verneinung.jenes oben bezeichnet«« Erfüllungs- Willens darstelle.
3. Rach Durchfchreitung dieser Etappe handle es sich darum, einen regelmäßigen Friedensvertrag zu diktieren. Die belgische Regierung habe das Gefühl, 'daß die technischen Studien nicht würden vernachlässigt werden, wenn es sich darum handle, die Grundsätze fiir die Schlußregelung zu bestimmen. Das bedeute, daß sie ein Svstepi vorschlage, bei dem die Zahlungsfähigkeit Deutschlands dahin festgesetzt werde, daß es die Verzinsung eines Kapitals im Gegenwert von 60 Milliarden Eoldmark ermögliche und bei dem die verschiedenen Jahreszahlungen durch den Ertrag gewisser Monopole garantiert seien. Man brauche nicht mehr zu betonen, daß die belgische Regierung überzeugt sei, die Verhandlungen über den Friedensvertvag in voller Ideen gemsins «Haft mit Frankreich, England und Italien einzuleiten. Keiner der Alliierten dürfe außerhalb der Verhandlungen mit Deutschland bleiben.
4. Man müsse sich darauf gefaßt machen, daß Deutschland die Sicherh eitsfrüge mit der Repararions- frmt w«rde zu vermengen suchen. Es habe bereits einen auf Gegenseitigkeit beruhenden Schutzpakt in Vorschlag gebrächt, in dem es neben den Alliierten und den Vereinigten Staaten und neben der Schweiz und Holland einen Platz finde. Die belgische Regierung halte es nicht für zweckmäß"ig. diesen Weg zu ve- schreiten. Sie sei der Ansicht, daß Belgien seine Sicherheit mit seinen eigenen Mitteln und in den Verträgen suchen müsse, die es mit seinenAlliierten abgeschloffen hat.
Die Lebensmittelversorgung im besetzten Gebiet.
Mainz, 19. Sept. Zur Erörterung der Frage der Lebensmittelversorgung hat der französische Provinz- dclegierte der Provinz Rheinheffen, Oberst B a st i a n i, eine Anzahl Wirtschaftsvertreter zu einer Konferenz geladen. Der Oberst empfahl, heute schon Maßnahmen zu treffen. Es sei zu erwarten, daß beide Regierungen hierüber zu einer Einigung kämen. Die Errichtung staatlicher Lager von Nahrungsmitteln an verchiede- nen Plätzen sei geboten. Man werde zur Heranschaffung Erleichterungen gewähren. Kommerzienrat Kronenberger bemerkte, daß sich die Errichtung derartiger Lager erübrige, da sie durch den Großhandel bereits vorhanden seien. Rur solle man mit deffen Vertretern die Frage der Beschaffung der notwendigen Gelder beraten. Die Franzosen beabsichtigen, diese Besprechungen fortzusetzen.
Die Dcmsenperordnunz i« besetzte« Gebiet ungültig.
Koblenz, 19. Sept. Di« Interalliierte Rheinland kommission macht bekannt, daß di« vom Kommissar für Devisenerfasiun« erlassen« Derordnun«. betreffend die Ablieferung bezw. Anmeldung ausländischer Devisen und Effekten. im besetzten Gebiet keine Anwendung finden darf, da diese Verordnung der Rbeinlandkommission rar Ee- netzmigung nickt «oxoekgen bat.
Die Schaffung eines wertbeständigen Geldes.
Berlin, lg. Sept. Reichsfinemzmiinister Dr. Hrlferding gab in einem kleinen Kreise von Pressevertretern Erläuterungen über die Schaffung eines wertbeständigen Geldes, die sich in folgenden Gedauken- gängen bewegten: Bei der gegenwärtigen Entwicke
lung unserer Wirtschaftsverhältnisse wird es nur möglich fein, eine wertbeständige Währung zu schaffen, wenn das Defizit im Reichshaushalt beseitigt wird. Während im Frieden der, Geldumlauf rund fünf Milliarde« betrug, stellt der heutige Papiergeldumlauf in Gold umgerechnet etwa 150 bis 200 Goldmillionen dar. Daß die Deutsche Volkswirtschaft heute mit diesem minimalen Betrag auskommt, ist wohl darauf zurückzuführen. daß sich der Umlauf in einem außerordentlich schnellen Tempo vollzieht und außerdem wohl ein ganz erheblicher Teil von Devisen -innerhalb der Wirtschaft vorhanden ist. Anders dagegen die Staatssoirtschast. Ihre Ausgaben haben sich ständig vermehrt, die Einnahmen unter der Geldentwertung ständig Einbuße erlitten. Es muß also ein Programm geschaffen werden, in bestimmter Zeit zur Deckung des Defizits p kommen. Vis zu dieser Zeit muß die schärflte Einschränkung der Staats ausg abe n erfolgen. Unter dieser Voraussetzung könne man annehmen, daß bei einer gewiffen Stabilisierung der Wirtschaft die Ausgaben in die Einnahmen hinein-machfen und ein Gleichgewicht hergestellt wird. Die Reichsbmrk selbst wird wie im Frieden die Funktion einer reinen Goldnotenbank ausüben. Für di« Kbergangs- frist oder für 3 bis 4 Monate soll eine Währungsbank gegründet werden, die bestimmte Einnahmen aus der" Wirtschaft erlangt und d?« dem Reich die nötigen Noten zur Verfügung st M,'die das Reich zur Deckimg seiner Ausgaben benötigt.
Der Erfolg der Denisen-Razzia.
Berlin. 19. Sept. Bei der gestrigen Devifew-Rarria m den Berliner Kaffeehäusern wurden neben emer Reihe anderer Summen als Hauptbetras 3120 Dollar, 38 englische Pfund. 373 holländische Gulden. 1402 tschechische Kronen und 478 Schweizer Franken beschlagnahmt.
ZoSerhöhungen.
Berlin, 19. Sept. Der wirtschaftsvolitifche Ausschuß des vorläufigen Reickswirtschaftsrats beschäftigte sich gestern mit dem Entwurf einer Verordnung über Zoll erb ohun- g e n. Der Entwurf sieht auch die Einführung von Zöllen bei jetzt zollfreien Waren, und zwar in der Hauvtsoche bei solchen Waren, die entweder nur dem Luxus divmn oder deren Einfuhr unter den heutüsen wirtschaftlichen Verhältnissen als entbehrlich zu bezeichnen ist. Bei den Zoller- höhungcn soll eine Heraufsetzung des Zolls um etwa 33 ll. bis 80 Prozent stattfinden. Reue Zölle sind in Höhe »sn 100 Prozent vorgesehen. Im allgemeinen stimmte der Ausschuß der Regierungsvorlage zu.
Dr. Wirtbs russische «eschäfte.
Lvndvn. 19. Sevt. Reuter meldet aus Moskau, der frühere Reichskanzler Dr. Wirth habe von der Sowjet- regieruna außerordentlich umfangreiche. Korrzeffioneu erhalten, darunter die Ausbeute von vier großen Waldu i- gen westlich von Rybinsk. Vollendung einer Bahnlinie nach dem Kasp'scken Meer und Errichtung zahlreicher «iige- mühlen. Es soll sich um die größten Konzesiionen handeln, die bisher von der Sowietregierung erteilt werden sind. Der Vertrag lautet auf 28 Jahre mit der Möglichkeit eine: Verlängerung von 10 Jahren. Krassin wird in etwa 14 Tagen in Berlin eiutreffen uud von dort nach Land«« Weiterreisen.
Die angeblich bevorstehenden Kämpfe. ,
Berlin. 19 Sept. Die „Rote Fahne" veröffentlicht« heute v«rmittag eine Notiz, wonach die ausländischen Vertretungen in Berlin in den letzten Tagen von rechtsstehender Seite aus bevorstehende größere Kämpfe in Berlin aufmerksam gemacht worden seien und infolgedessen beabsichtigten. ihre Familien von Berlin nach dem besetzten Gebiet oder sonst außerhalb Deutschlands zu schicken. So* zrstäudiser Seite wird uns diese Notiz als grober Unfug bezeichnet. Die Behauptung der „Roten Fahne" entbehre ieder Grundlage. Von irgendwelcher Ve- soignis innerhalb der Auslandsvertretungen kann, wie das Auswärtige Amt versichert, gar keine Rede fein. Derartige Bescrgnisie sind bisher überhaupt nicht geäußert worden. Die Veröffentlichung der „Roten Fahne ist daher nur geeignet. den Kredit Deutschlands aufs schärfste zu geiäbrden und muß infolgedessen als -außerordentlich schädlich bezeichnet w erden. _
Ausstand im Wolffschen Telegraphen- Bureau. '
Die Angestellten des Wolffschen Telegrcrphenbureaus in Mainz und Wiesbaden sind wegen ihrer unzureichenden Gehälter in den Ausstand getreten. Infolgedessen ließ uns das amtliche deutsche Nachrichtenbure-au, auf das wir in der jetzigen Zeit der Telephonsperre hauptsächlich angewiesen sind, heute'fast ganz im Stich. Erst kurz vor Redaktionsschluß wurden uns einige unwichtige Nachrichten geliefert. Wir hoffen, daß diesem unerträglichen Zustand in der Nachrichtenübermittlung, eventuell durch ein Eingreifen des Reiches, schnellstens ein Ende bereitet wird.
