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Samstaz, 23 . Zmtt 1923 .
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Ishcrnnisfeuer.
*** Johannis-. Mittsommer- oder Sonn- wMsfeuer. von denen schon in Chroniken des frühesten 1^ °n heidnischer Borzeit. Sie
"ns LDferfeu€rn beim germanischen Miti- »w^ Ot9e9ait0CTt tr,> ^ie gleichzeitig Rein-igungs- unD SühneirA^r uxrren. Mam eirtzündete sie. um Arank- b^»^b^?iberi. Mißernten zu verhüten, böse Geister "^tchsertrg Sünden hinwegzunehmen. Von weicher B«d«rtun« sie etnft waren, geht ans den Predigten kIh Insten Bischöfe hervor: deshalb
^^i es auch s chwer, p k Neubekehrten davon a-bzubri-ngen Sonnwendfeier ein Fest mi Ehren des Apostels machen der an emem 24. Jrmi geboren, an- Fach seftoÄen fein soll.. — über den Ursprung des JoHaiMisisuers sind die Gelehrten sich nickt
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*£ %£« GesrMvart hinein haben sich die Jobanms- Österreich. Bobinen Bayern. Schwalben. Sachsen. ZL^-Ltvreutzen. am Rhein.,in der Pfalz, in Schfeswig-
SÄ ^ bct , IT P pM in Thüringen. Hanno- - (iTtt Süntel, Reiftet uuib frei SücföSuTö) fotorc iti 3Bgft= faJrn gehalten. Am häufigsten findet man sie immer noÄ
Vertrauen.
Von Elisabeth Grämlich (Heidelberg).
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0 ^5?^E^. m,an tmrontt gewisse Zusammenhänge mit dem uralten Notfeuer (Notfüer), an. welches in Zetten ^
mein Vetter Karl-Otto die wirt- ichaftlnhe Tüchtigkeit meiner kleinen Freundin Hanny . . .
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£^£^^,'«^'^"5»* u ‘ l1 “*‘«*5 tu oeixm der Not.
“l®- augezündet worden ist. sowie Palrlienreiler., von dem Horaz und Ovid ws tJf 1 piÜ ^bren der Pales. einer Göttin der Bieh- Mcht und des Ackerbaus abgebrannt worden. Durch dies ^ Öandleute dreimal hindurch, um vor ulsw. bewahrt zu bleiben. Man trieb r^fs-oH ieI, Tri? i> utW rum Schuh gegen Kranikheit?n und Me Gm-tcr Diese Feuiersprunge sowie den Durchtrieb des . ei 3S?, In baute noch beim Öfter- und Jabannisfeuer z. B. m Böhmen. Litauen. Serbien. Rußland iS? 1 ™ ln ^ eu ^[ ,t 6tttit!b. — 5m Anschluß an das Feuer fand !!ÜL*wi? { ' s J 111 * brennend^en Fackeln um die Felder statt die
Vü^n und besonders fruchtbar dur Aales verbrannte man im ff^^^lb er -ot e^nochen uüd Horner sowie starkriechende
auch m christlicher Zeit noch f^Ä",F^wollte dadurch di« besonders im heißen Süden «m Junu fehr kontagiöse Luft reinigen. — Übrigens haben ?ot^n einst Feuer aus Tier- und abgebrannt.. Die Phönizier und Syrer mmdten ebenfalls fom'nteTfw&e R^m'itzu.nssseU'er (Baals
Feueriprünsen. desgleichen die Firae llten. denen Maies he verbot. — Gegen die heidni- f ch en G reuel l^r Sonnwendfeuer und di« Feuerspr'ingc Litton m Deutschland Behörden und Geistlichkeit mit allen Mitteln ein. ledoch ohne Erfolg Man fügte sich schließlich ms Unvermetdliche. die Geistlichkeit ließ sich sogar herbei di« FeiE cinzusegnen, um dadurch eine Art kirchliche Jnlli- tution^davaus m machen. — Einst hatte nicht nur das Volk ^o^anrnstener. auch Könige und Fürsten entzündeten ader mktn-en an der allgemeinen Feier teil. Eine Münchener Urkuiide von 1401 meldet, daß Herzog Stephan mtt semer Gemahlin in der ..Sonnenwendenacht^ inmitten b 1 ^tÄ^^?^.EaaEwetndefeuer" getanzt habe Das-
tfft .H- 0 -TU 3 ^ne'brrd) 1471 rvahre>nb be!S Neiii^sta>a,c; 31 , MMnsburg. Ferne: wird berichtet, daß 14S9 auf dem Markt |tt ivranfffü'rt a. M. m Gegenwart des Königs ein Johannis- Huer abgebrannt worden ist. bei dE Knvali^e einen Devsen lan^^n. Jninitlen. !>es Feuers hrn«g au'f fyohex nJ5F {fe J J fl ' e des Königs nebst zahlreichen^ R«ter-
M?^ben von grünen Zweigen. — 1497 wohnie m Augsburg dem Sonnwendfeuer bei. ^; von der schonen Cufanna Neiihatd mit einer Fackel an- gezu/.det wurde, nachdem der Kaiser zum Ärger der Hof-
Reigen um tien Holzstoß getanzt o Material für das Feuer wurde im Ort zufain- F^F^^bolt. Zu dem Zweck stellte ein Bauer den Wagen ein L g2 .£m"f t>rb *" & Witter den Knecht zur Berfügung "u^uhte unid vor ledvm Saus einen Spruch ^, V^er imchts zum Feuer bengefteuert hatte durfte utcht hmduEoringen das bsfagt schon der alte Svruch- rwn Johannisfeuer ohne BraEeuer" Ober- und Mrttelfranken sammelten die Kinder bas Feuer rtn. he gingen mit einer ge- IMnuckten Bitke von Saus zu Saus und sangen dabei" f — 6>!f' mt ? mt ?<" — W§ mä Solz zuscrinmentragen^
' *i™2m e s 5 Kannesreuer. — Früher sprang man vielfach zu ' N5" Johanniswuer. und zwar vereinigten fich meist bU dresem Sprung, wie es heute nock, in Öfber- Nieberbayern. Ober- und llnterfchwaben OSerpfalz utw. sefchreht. Sauvtfächlich erklärte Lrebespaare umtanzen eng umschlungen den Holzstoß und fe B v < ~ J r rfen ' fo9t man m Schwalben) gemeinsckmftliÄ durch die ^kämmen, um das Jabr hindurch vor anfteckend"n Krankheiten bewahrt zu bleiben, überhaupt um'<Aück u ■fc 6 * bock, wi e Fi« imrnsen. wachst angeblich der Flachs 2ahr. Für das Gedeihen der Feld^ Mchte soll es Mt sein, wenn man ein Scheit vom Jobannfls- KUermdre Felder steckt. - In dar Gegend am Lech N^ie v>?r dem Fmensprung: ..Unterm Kopf und M l'Enmngen- — Madl. wann d'mi — Durchs Fuir mußt mit mi springen." — In Merfchwatben ruren dm Paare beim Sprung: Sankt
s .^ e JÄ bTd Elle lang." Jp Schlesien entzün- «n die Muernburschen manchermten mit Pech getränkte Men inr Jobannrsfeuer und werfen he beim UmSertanzen b '' .At Böhmen treibt man die Kühe he TNilchreick zu machen uiid vor Krank-
5 m^ e T ics Johannisfeuers wird §2. Elf Felder und Wiesen gestreut und angekohlte Solz-
SlffiÄlZf'Ä* r a f" sscbub gegen Unwetter.
Man legt auch wohl dem Dieb einen Mahlten Feuerbrand m die Krippe oder befestigt ihn im Mit dem Johannrsfeuer war früher die frrrift- ^İ^bbaumis oder einer Johanniohange ver- Wnden. ^Vrauch.^den man, heute noch im Harz, in O't-
- - - - Erde
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A^nen. vor allem aber in Schweden lkmirt Meist w
mit Laub. Bändern und Fahmten ge- >?"uni, hemm aufg«ichtet. der in FlaMmen^ auf- M- llachdem bie Bauernburschen die darin hängenden ^aiHe und Bänder beruntergeholt batten. — Rock, vor eini- L?EsSohnten be-ring man im Egerland das Johann is- Mr auf ganz besondere Art. Inmitten des Feuers wurde 2L* Fobannisftanqe errichtet, an der von den Bauernmäü- lsn Kranze befestigt worden waren. Wenn das Feuer be- brannte, erkletterten dm Burschen die Stange und hal- -i, vm Kranze herunter. War der Baum tri«Vr«K>ifnv>»t„*
!o fterrw »iff der Baum niedergebrannt.
> ncllk« sich die Burschen ihren Mädchen gegenüber um ki, F^r auf und blickten einander durch die Kränze und «tibr^Emen des Feuers an. um angeblich dadurch zu er- treu seien und heiraten würden. Dann
v>eFk° ' nm rreu reten und heiraten würden. D
Lnbiu - ßch die Kranze übers Feuer hinweg dreimal zu SdrS- niemand den Kranz fallen lassen durfte. — In ^ .'men flammen am Johannisabend Hunderte von großen
tWii • 1 rammen am ^ooannisaoend vunverte von großeii Tle'lnen Feuern, die meist aus Pechtonnen bestehen, auf fcea sQ£i£i empor, umtanzt von jungen Leuten mit brennen-
veutnoen mivmra, setaoen. Er besaß m ärn2n tn e?f,i> ani + tous und hinter diesem einen unheim- MrobeO^ strichen. Pflaumen. Aprikosen,
nur denkL Ä» ? l l nim " wo-, man sich an Obitbäumen drss hatte er darm. und das Schönste war.
allein einer grünen Wiese standen. Ganz
dazwischen ® aume U1,b ® ras " Keine Stricher und nichts
oi. t I!" ^ das wenn hch das Obst ganz von selbst
und Seck^ un,b m ?c n uicht durch Straucher
uno N-ewen schluvfen oder gar Gemüsebeete LbeMoioen
bin^^ch^sckimUMul einen rotbackigen Apfel aufzuheben. Da
bü--!? srsms&tt* "■ f* “ n —»
., Run war es bei den Kirschen anders Sie ließen lick.
dÄm^Avfe?und frhU'Ji farlen " wurm viel stolzer: als die we-ni Ihr von,, oben Herunter. Holt uns.
weichen laste» he und ließen hch von dem
schaEn?'^ommerwind rn oen Arm nehmen und leise
mit ^er auck schon Onkel Karl und Karl-Otto
Kirschmbmim ^'0 legten he an den alten, knorrigen
Äste ?u'd?r^i 0 ii^?n,i tröchzten die nickst weniger knorrigen der schlanten glatten Leiter. Sie mochten sie nicht vatnehm tat. Und Onkel Karl mußte fünf- oder sechsmal anlegen. bis he endlich fest stand. — —
Karl-Otto war die Sommerferien Wer zu H.au5e und ~ r !Ä Eine kleine Freundin Hanny zum erstenmal,' Ihr o-ohsinn. nicht aber zuletzt ihre Schaffensfreudigkeit mit i n Küche. Ke^uL Haus flQ und
!ÄÄrÄSSÄ"S
U'^ÄfÄÄKSÄtk*" ^ *"
ß . flammte Karl-Ottos Liebe himmelhoch auf denn Kirschkuchen an er für sein Leben gern. Und zu seiner Liebe kam vM -diesem Tage an noch ein unbegrenztes Vertrauen zu Smmys häuslichen Tugenden als zukünftiM Saiisfram
.°t°-°s°t«Kb?','»°K! "" m m Xma b-»!»«. «feS“ ta'Äf 1 ’ 6e
. Sanny die noch nie im Leben Gelegenheit gehabt batte
hinauf^UNKirrt o^I!' l kü f If f .löblich die Leitterfvrossen ylnaut uoo, Karl-Otto traute fernen Augen kaum _ am
rechten Bemchen tm Strumpf saß ein Loch. Svitzbühilrb Otto herunter^ ^ eo 3U bcm betroffen dastehenden Karl- r.t-Vch. KUten Morgen . . ich hin ehen auigewacht größer wurde^ m f, ° ba * « Äeich X bißchen
v„t ^^<K«rl-Otto sagte gar nichts darauf. Es ärgerte ihn unbefangen stellte, obwohl es seiner Meinuno nach absolut keine Daseinsberechtitzun« hatte. ™
" 3>u ' i®;’ Hanny. daß he ein Loch im Strumpf bat. li?f dävön.E ' ' - eS E e-mach schrecklich . . .". tote er und
. Vl? 'A Smmy von,dieser, betrübenden Tatsache Kennk- m f, Ssb, zuckte he gelassen mit -den Schultern unb meinte mit erschrttkender Gleichgültigkeit: ..Da werde ich es" eben stopfen müssen-. wenn ich gerade dran denke'"
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-Am frühen Morgen war Hanny schon oben in dem grün- goldnen Blattergewirr beim Kirscheuehen und ließ lustia die Berne rn per^ —uft schaukeln, als Karl-Otto und ich ankam-en um m-itzuhelfen und — weiß Gott — man mußie htnfeb-’en' A,,A"L^u,'?llt« oder nicht da faß noch dick und rund das Loch. Es hatte hch mrwrfchsn zu einer stattlichen Größe aus--
f^?rU dem "M^k^Änei, "«r e l nt »ut genährte Bauern* Beinckxn ein letn ' en dlaß auf Sannys schlankem
ich glauLe. dort drüben gibt es mebr versuchte ich ihn diplomatisch nach einem anderen
^Ä"L'L.kL LLL SF-ÄN-
« fetiflf-ÄS'ti” "” 6 ® OT “ It W>~(»raÄ.«
Karl-Otto hatte schon gesehen'!
Ein kurzer Kampf — Bei dem der delikate Kirschenkuchen von ein paar. Tagenvorher mit dem Loch im Strunwf ein erbittertes Ringen führte, wobei schließlich das Loch Sie^r blieb — und Karl-Otto batte seinen Entschluß »efeckt Er wandte sich brüsk zu mir:
.. s bast recht — wir wollen dort hinübergehen!"
und ick .uhlte es das große, unbegrenzte Vertrauen das er in Hannos häusliches'Schalten und Walten gesetzt batte — versank in dem tieren Meer der Enttäuschuns — "
»tÄJ&r 4 ** M ’ ,ei ~ *•”«« *» E
..Wenn er des kleinen Loches wegen nicht inehr Verträum m mich fetzt, tut er.mir le,d!" sagte he leichthin lachte und krempelie die Blusenarmel hinauf, um Tante Sermina beim Teigruhren zu helfen.- w * mTna
müt§rcheu "^' tr0febeTn icätel cin ieSr gutes Haus-
Karl-Otto heiratete eine Frau, die zwar me mit ein-cm Loch im Strumpf herumltef. dafür aberchuch lange E einen solo: delikaten Kirschkuchen backen konnte urch üher- bauvt wirtschaftlich nicht so tüchtig war wie Hanny. reut! Karl-Otto hat es manchmal ganz leise be-
Reise-Vorspiel.
Von Julius Kreis.
Vom Wetter.
Hugo zum Beispiel, der merkst den Wrtte- daran, daß chm die Haar« krststern. Aber a ir« wenig daran halten, weil er schon seit läu- »mln iril®), e,m Glatze tragt und infolgedessen in der Uuauen Wahrnehmung des Anzeichens gebindert ist. Mein iourt das Wetter in der großen Zehe Er hätte he nW [iiPll n? rn? Landes Wetterwarte verpachten können, aber seit es Vsllbier gibt, reagiert besagte Zehe nicht aul
^•? n % er 2 auch auf lange Stammtisch- ' 5uc l en und Zucken. Die Hausmeisterin kennt «4rf.£iJ5u °4 b f obersten Kellerstiege nstufe. Wenn diese ieuckt ist, dann schlagt das Wetter um. Aber man manchmal nichtz ob der Azorl von der Frau Rechnungs- rat oder der kleine Pepperl von Maiers . . .
.... uteine Baie Schaftlhuber weiß es aus dem hundert- iS-n Kalende^ Noch keines Menichen Auge hat diesen Kaiender gesehen. Er ist eine mytbisch« der «chnned von Kochel. Auch meine Base ‘Hr 1 *® 1 oennt, die Gesetze des hundertjährigen Kalen- fe,,™ aus der Überlieferung von Geschlecht zu Geschlecht.
ber O'-ckler ckrrrdolin. merkt den Witterungs- sein Füllfederhalter die Tinte nicht kann, «chusters haben einen Laubfrosch. Der sitzt schon s.it sechs nagen auf der obersten Sprosse. Es muß ÄiLr^ n! • l c ! bcr itollt sich, heraus, daß das sonst zw ' 0 siassige Tier infolge llnterernahning schon seit längerem auf dieser -Lproiic sanft verschieden, ist.
... Am öllverlässigsten ist mein Barometer. Es geht nichts u^or_^te Wissenschaft, -stf) habe das Präzisionsinstrument
Uf" meinem Freund Mar zum Geburtstag erhalten'7 Es ist 9 -c^ b ?Ii.,?u^^^ult gekauft und hat als Zierde einen holz
geschnitzten Adler, Es ist ein prächtiger Zimmerschmuck §En auch eine Kleinigkeit daran fehlt: es ist nämlich kein Oueastlber mehr drmn. sondern einige verhutzelte Kirjch- l e J n S. I’fflentn der Kugel. Aber die Skala ist noch voll- tondig mtakt. und wenn man das Barometer fest schüttelt, io. braucht man nur ein bißchen Phantasie und Jllustons- fah'gkeit zu haben, um sich was aus der Wetteriveisekarte rauszufuchen.
«Mer weiß, was man in 2000 Jahren über den Luftdruck ?onkt. Ick bm für Ewigkeitswerte! J-h habe mir trockenes, heiteres Wetter aus meinem Barometer berausgeschüttelt packe.
, D a s P a ck e n.
... .2ch packe. Mein Ehrgeiz in jungen Jahren war. Löwenbändiger zu werden., Wie kümmerlich kommt mir dieser a^ruf letzt vor. wenn ich. Aug in Aug. meinem Koffer gegen- ^rstebe. Dl-mer Koffer ut, trotz Brehms Tierleben die heimtuckEe Kreatur, die existiert. Er bat Klavvverfchlüsse aus Messing die mit nachtwandlerischer Sicherheit immer dann Mfwrtngen. wenn man in der einen Sand ein Paket kinen Regenschirm, in der anderen den Koffer, den Mantel und den Fahrplan trägt, im Mund eine Zigarre und eine Fahrkarte hält, eine halbe Minute vo, Zugabgang die Bahnsperre vassiert und hinter stch einen ettt l m öakistock und einer tätowierten Stemm- kugcl auf der vand weiß, der auch mitkommen will und empört fragt, ob man sich vielleicht schicken wolle oder ob inan sich nicht schicken wolle. Dieier Koffer ist ein Erbstück meines Onkels Balthasar. Ich schreibe mir immer auf einen Zettel aur was ich einvacke. Der Koffer lauert nur darauf diestn Zettel zu fressen. Er verkrümelt ihn in keine letzte oerlEnne Futterfalte, genau so wie die Brieftasche und
Wenn man schweißtriefend, gepackt hat. kann man. allegrro aHegTettö, ben ganzen Kram IM Bogen wieÄer bemusschmechen und im Koffer nach Zettel. Paß und Briest
Dann packt man wieder ein: Hemden. Anzug und Kragen sehen aus. als wenn ste aus Versehen in eine Dreschmaschine gekommen. Run muß man aber bemerken, daß der Koffer ein Paar Stiefel und eine Decke einfach nicht mehr aust nimmt. ,,Vorhe» hat alles Platz gehabt. Nichts zu machen' Der Koffer lagt: Besetzt! Er mag nicht mehr. o , n ?ockt »um dritten -Aale um und ein unter pfMiger Zudilfenahme der Geometrie und Planimetrie. Mst^m Erfolg, dag nun zwar Decke und Stiefel Platz haben ober
ausokschlossen 'sfnd Unb b ' 6 2ß ° Hiatfe mie OTei AEtzige
t««& SmEU“? bÄitS?- Ä Ä SS
m l- c . bl II; c fl ^rachen und Klirren belehrt, daß der Kochm UM) die Vutterbuchse rm Komvi mit dem Deckel die eren waren. Auch das.Referveaugenglas. wotzloer- ^ J L ln fleinc «pkitter, sr-ert dckr Koffer wieder aus.
Nun sprengt man mit bei-den Beinen auf den Deckel weil s gleich is . und der Nachbar haut die Klappverfchlüffe v et" —1—^ b li'’'15 't ..ZU- Das Schloß fchnackelt ein lieg rn ^ g ebli eb etz * b " °* IÜ '' ei: ift 0113 Versehen im Koffer
„ ni ^ ! , Oie Klappen springen am Bahnhof ja dock
aus- Aber nem! o,e sprrngen diesmal mit Fleiß nicht am
^^^l^bre^chn B^n^gefchlossen^um m^t Menschengeschlechtes ^zu °a?beiL. Mürbung des
Der Eckplatz.
Das schönste aber an jeder Reise ist doch das: wenn man
'VT , '* M V v iwi acVtt .
n».?? rolatz IN einem Zug ergattert.'das Gepäck'ver- Lum^Lolni für saure Wochen als frohes Fest
sich eine gute Reißzigarre angebrannt hat.
«,,_Man fühlt, sich an feinem Eckplatz wie auf einer sicheren Burg. , Man ist von einer wohlwollenden Schadenfreude “üt’r'i'f'ft erfüllt, die keuchend um Matz iuck^ ten Zug auf und ab rasen, nach Gatten. Frauen, Kindern und Hunden Gepäckträgern und Schaffnern rufen und mit ^°^ett'ebenen AuMvfeln überfüllte Wagen abpirfchem P a bas ^Fenster herab und legt sich, im Gefühl
des gluck, ich Besitzenden in den Rahmen. Kein Gefühl der ^trlegenheit reicht an wnes heran, das den erfüllt der im überfüllten Kun «in«i
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SÄmlÜSSPtÄto' # " B '°*
von Z-lm oder Haß und Liebe öder Schukd uich^h^^ zum Schafott. Allein noch fehlt die Sammlung zum Leien eines. ,Mten Buckes. Die Frau schräg gegenüber . frühstück"
°uo ihrem Koffer heraus, weithin peineMaw ein Wmft brot. Nichts ist so uggestip als das Essen im Eisenbabmua Man nimmt ein El aus der Handtasche und schlägt ä ,mt gutgezieltem Jagdbleb mitten entzwei. Solche RAel^r sind immer durch irgend e ne Sckick'alsfüauna N°» ist man damit beschäftigt. «on wS« »Ä
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