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Sfenmif:

„Tagdlatthm»^ Nr. 6650-S8.

Don S Uhr morgens bis S Uhr abends, archer €fc Vostschrckkonta? Xr*nf htr i * wo «D» mm

Nr 129.

Serimet Abteilung des Wiesbadener Tagblatt,: Berlin-Wilmer-dorf. Laubacherftratze 38. Fernsprecher: Uhland 3186.

Die Würfel fallen!

Deutschösterreich «ls Warnung.

Die nächsten Tage entscheiden über das Schicksal Deutschlands. Ern neues Reparationsangeboi soll am Donnerstag in die Welt hinaus gehen. Es ist aber durch die letzten Ereignisse auf dem Valutamarkt in seinen Aufstellungen sicherlich überholt. Welche Re- paratiouszahlen auch genannt werden, sie sind gegen- ^ndslos geworden in dein Augenblick, da die deutsche Mark unter den Wert der österreichischen Krone sank. Für Deutschösterreich gibt es schon lange kein Repara- vonsproblem mehr. Der zerstückelte Zwerg- und AUTOfitoct hat wie ein Verstorbener „it&eirounben". p 5 n Wien arbeitet man nur noch an der sogenannten Sanierung, und während die Stützungsaktion der Vsr- ‘ 1nc ^ ,a ^ zusammengebrochen ist, genießt der deutsche Bruder im Alpenreich tatsächlich die Vorteile einer gewissen Stabilisierung des Geldes.

-o^beit September vorigen Jahres ist der Kurs der österreichischen Krone stabil, das heißt, auf ungefähr den 1. WO., Teil des einstigen Wertes befestigt. Die Spartätigkeit der Bevölkerung hat wieder begonnen. Die Einlagen bei den Wiener Sparkasien mehren sich. lS,e werden allerdings zu 7 Prozent verzinst.) Die Angstkäufe der Verbraucher haben aufgehört. Die Panik des Sicheindeckens ist abgeflaut. Die Verhält- nrsie des Landes scheinen sich etwas zu bessern Aber mrt welchem Preis ist dieser Umschwung bezahlt' Als Serien Sanierungsgesetze im Wiener Nationalrat oerabsch^det ivurden. verkündete der Bilndeskanzler S Seipel: „Wir tun nichts, was wir nicht !u'r den ^ntereffen und mit der Würde des Vaterlandes b " können," Sogar der foziatdemo- ttatische Sprecher der frühere Staatskanzler Dr Renner mutzte feststellen, daß Deutschösterreich in eme Schuldknechischast vor dem Ausland gerate? die mindestens 20 <>ahre währen werde. Ein dreimaliges Rein setze er der fremden Kontrolle entgegen. Denn vom Volkerbund, der die Kontrolle einführt, wisse nie­mand, wie lange er noch leben werde.

Tatsächlich hat Österreich durch Annahme der frem­den Hufe ein Wtes Stück seiner Staatshoheit geopfert Es mutz sich Kontrollmatznahmen gefallen lassen, wie

ariiJSlwL 1 rÄ finanziell zusammen­gebrochenen fudamerrkanischen ReMbliken angewendet

das Traurigste ist: Unter dem Druck der Stabilisierung geht die österreichische Industrie zurück. Die Wirschaft stirbt ab. Das Auswande- sproblen, droht riesengroß am Horizont Beratungen der Völker- ^ neue Generälkommissar für Deutschosterrekch, Dr. Zimmermann, der frühere Oberbürgermeister von Rotterdam, die Auswande-

iic in Betracht kommenden Ü 7 ^en,auf, die Sperre gegen den Zustrom von Ar- velEnd^M-^ Österreich aufzuheben. Ein ernst zu Montagsblatt brachte kürzlich einen aufsehenerregenden Artikel unter der Überickrttt-

Ä fSlS? ^beiter und Angestellte wlrden ben " der österreichische Arbeits- a“ klein. Der Kern der Ausführungen ^'ߣeiK&? etnati ^ Manisierte Auswanderung B^EEe Kn tem * Wiederkehr geordneter

Mittwoch, 6. Juni 1923.

20 Millionen Deutsche zuviel ans der Welt find? 7 ^." dieser Woche fallen die Würfel, und man wagt mcht auszudenken, welche Katastrophe Wer Europa herembricht, wenn die Regierungen, die vor ihren Volker« und der Geschichte veranüoortlich sind, den Ausweg aus der Reparationswirrnis ni<Ä finden?

71. Jahrgang.

Rach der amtlichen Statistik leben mrwit D-uIschSft-rrnch 150000 «rWslcfe mit vmff fo'r

erhalten die Arbeiter bei Kurzarbeit Löhne die kaum hoher sind Zu diesem Heere (dreimal so groß als das

Ä ftWat t,on 30 000 SKann) kommen noch die 0L/dyebauten oder noch abzubauenden Beamten Rach Abzug der Alten und Kranken unter den Pensio- Nisten mußte rund eine Viertelmillion Menschen mH ©gen und Arbeit versorgt werden. wahrL^ nur s^n wrrd, etwa 50 000 von ihnen VeschäftiMno Ltz^ ^S00 000M also überflüssig. Rechnet S mit Zahl/twa dieHälfte verheiratet und

.S,eseguet ist, so hatten ungefähr 300 000 ^usschösterreicher von den vorhandenen 6 Millionen Zwölfte, der Heimat den Rücken zu keL' deuUaÄ* traurige Aussicht nicht auch für Reichs- Sanwarnendes Zukunftsbild? Wird die dem neuesten Zusammenbruch der ebenfalls zum Einschrumpfen der Wirt- eme ! nod) nicht dagewesenen Arbeits- deMbenB^ÖUNd zwar alles der Größe des reichs- (Sefoetes entsprechend ins Vielfache verschärft? Wo M» Wort Clemenceaus bewahrheiten.

Die neue deutsche Note.

^ . ^"kkn, 6. Juni. Wie man erfährt, steht nunmehr endguttig fest, daß die neue deutsche Rote am Donners- ragwachmittag übergeben und am Freitaqfrüh veröffentlicht wird.

Kein neuer englischer Reparationsplan.

London, 8. Juni. Zu den verschiedenen Berichten, wonach die britische Regierung ihre Stellung gegen­über dem Reparationsproblem neu erwägen werde, § „ m zuständigen Kreisen erklärt, daß es auf jeden Fall keinen neuen britischen Plan gebe. Die britische Regierung erwarte die neuen Vorschläge der deutschen Regierung und sie werde sie, wenn sie eingeganaen seien, einer angemessenen Prüfung unter- zichen. Es würde erwartet, daß sie so abgesatzt feien, daß sie eme geeignete Grundlage für Be­sprechungen zwischen den Alliierten bilden.

Baldwin für eine gemeinsame Antwort.

J- ?uni- Der Londoner Berichterstatter des „Echo de Paris meldet, es sei gestern von autorisier­te Seite bestätigt worden, daß trotz der offiziellen Dementis es den Tatsachen entspreche, daß Stanley «<?*** 3? 1 n - bte Absicht habe, in Kürze wahrscheinlich 3« kommen, um eine entscheidende ** *! k *" * 8 Pvincar^ über die Re­parationsfrage zu fuhren. Er habe offenbar die Ab- E .Reparationsfrage ein Ende zu machen. Der Augenblick scheine ihm hierfür günstig

>v*r 80n Ä3 .3®**' ®et diplomatische Berichterstatter her Wöstmmster Gazette" schreibt, er erfahre, Baldwin wünsche, daß die Alliierten ihre Ansichten 11 " , neu€ deutsche Note austauschten und wenn möglich eine gemeinsame Antwort erteilen.

^ eÜ J ü um für Frankreich die

Sicherheit zu erhalten, die es fordere. Die Frage der

s S< cl Ilt t t i ierun fi des Rheinlandes and der Streichung der interalliierten Schul­de n wurden daher auf der Konferenz erörtert werden Die Regierrmg interessiere sich besonders für den Plcm des Generals Spears, betteffend die Entmilitarisie­rung des Rheinlandes unter der Kontrolle des Völker- bundes oder unter interalliierter Überwachung.

5- Juni Die „Wsstminfter Gazette" Di- Frage der Sicherheit Frankreichs Belgiens könne nicht gelöst werden durch Grenz- berichttgungen oder militärische Vereinbarungen am S m * ® er ^such durch derartige Methoden die verbittere nur die Beziehungen zwi- <Uiis"E.?ud und Frankreich und mache jede an- d^e Losung äußerst schwierig. Das Blatt ist der An- der Hauptpunkt, in dem, wie erwartet werden Kenn« eine feste Linie verfolgen werde, sei die Notwendigkeit einer re alistischen R eqe- des Reparationsproblems. Mac Kenna habe die Hilfsquellen Deutschlands in Höhe E -Ä mäßigen Summe veranschlagt. Er hege Mne übertriebenen Gedanken bezüglich des deutschen fStetE 5 0116 beR Auslandsguthaben, wie dnlqe

©tc Brüsseler Ministerkonferenz

6. Juni Der Brüssler Korrespondent des w meldet unmittelbar vor den

Mnzoffch-betzischen Besprechungen: Die Tages-

befet.? Konferenz sei ziemlich stark

Stelle stehe natürlich die Frage der Lum ReparationsprTblem,

W?Äfwä! 9 ^ Regierung durch ihren Botschafter der französischen Regierung übermittelt habe. Alsdann Vorschläge geprüft, die der Ver- Druckmittel im Ruhrgebiet Sn namentlich den Zweck hätten, Attentaten

m Ä?N"2^ppen ein Ende zu machen. Auch ^"lttge Organifatton des Zollsystems. «r l cmet neuen Währung sowie über

Maßnahmen der S i ch e r st e l l u n g d e r E r-

L tt n i! Un? J )ei : besetzten Gebiete würde ge- ^ochen weiden sowie endlich über die Entwicklung der ”1 0 ^ 1 1-^ 5 J? € 1 ö t f ä> en Eisenbahnregie über die Verteilung der beschlagnahmten en- u n d Koksvorräte. In offiziellen bel- Nsihen Kressen verhennlicht man nicht, daß die heuttge Konferenz obgleich fts nur eine «logssche Folge der froren Beratmmen sei, eine ganz besondere

uur. weil wichtige Fragen diskutiert lmrrdeu, sondern weil die englische Re-

ihr ein ganz besonderes Interesse beilege I denselben Kressen erklärt man, die belgische

r!iJ?‘ r,,en bestimmten Reparationsplan fesi- m r ihrer an die französische Regier^ genchttten R^e sowie in den späteren Mitteilung habe dre belgische Regierung sich darauf beschräM Anregungen M geben und gewisse Vorfchläae zu formulieren, küe geeignet seien, die Prüfung und die

ex$S Sn2 e?> ff v Sp ^r X -S! 3U erlei-Krn. M°m daß die belgffchen Finanz- und Ge- ?E,gk°. d,e m den letzten Tagen Verhandlungen m^a n ?5^dvu geführt haben, von denen die nofti Sf bat, weder eine offizielle,

AfmS** w ' rnm Mmm s ‘ Wtn "«

r l' -Petit Parisien" bettchtet da

wahrscheinlich Porncarö> der sich morgen vormittag

^ elt Verhandlungen nJ StmM -«gibt, auch noch am Donnerstag ton bmesen d sein wird, findet der fii/diesen ärSIL 1 1 n t fi c r r o t tm ElyfSe bereits hntte m»Eug Latt. Daraus darf man schließen, daß die

jedenfalls zwei Tage

Anspruch nehmen werden. *

m

BüMMchUW bei Mm». slQeiafanbf»ntmüHoiL.

UNS Rbeinlandkommission geben

J i ifrtt nont! f Vekamrtmacbungen zur Veröffent-

uamng auf Grund der Derordnun« 97 Artikel 18 zu:

Verordnung Nr. 179

Verordnung, betr. de« Verkehr mit Kraftfahrzeugen.

Für Ausbeutung des Ruhrpfandes

>»£%$£&' B rViS

P?L allen Dingen bervorgedoben wird, dag die Äeuüibe 'W b«Ftne n,h einmal die GoldaNleihe Hab? zttchE wollet NN" « einmal ihre ausländischen Devüts zinn AnLaw van Rohmaterialien verwenden wolle, daß sie einra-ft «^ Dollar. Pfund und Sterling bei der Reichsbank von Mark umgetauscht habe' Wir werden diese« 2 UIh °or Augen haben, es lehrt uns. dahwtt k e in nT? trauen^, in die in Berlin ausaearbeiteten Biän- ^5.' dürfen, .selbst.wenn uns diese Pläne befriedigen wiNn!

rvir rommen even immer wieder ast imW Schlußfolgerung zuruck: Es gibt für uns irnr^ne liSi* Au s b entu na ^des R uh rv fa n d es^' Wucht, aaen, dag wir di« Ernährung der Bergwerks- wid dustriLgebrete sicherstellen und unter so normalen Iitfien Bed-ingimgen arbeiten lassen, indem wir kje^'^ mog- deutschen Anarchie trennen. Wir müssen dort die quellen die in dem französischen Plan vom^o Jän^abme- valten sind, ausnützen und uns wenigstens eine sallung sicherstellei'. Wenn uns alsdann Deullchland^Ä- Regierung zeigt, der das deutsche Volk bet b« unerföftÄ Anstrengung nach territorialer und finanzieller iolat. nur dann können wir nützlich mit ihm verbant2n.^ ^

i t , s-aiiencnwegen verübten Anschlägen und 6e^NaiS>di^°^^^brrdeii Gefahr und im Hinblick auf vetteh?s zwe^Nerfti^-.^bngeren Überwachung des Auto- oerrey.s zwecks Verhinderung obiger Sandluwgen. was folgt:

Artikel 1.

.in den besetzten Gebieten mit einem in der Ber- oüiming 1b4 -Nicht erwähnten Kraftfahrzeug wie' Waaen Foiormd mit Beiwagen.. Motorrad Fabmad mit ÄA" fahren will, ganz gleich, zu welchem Dieusirweia dieses de^Hoben^?i».^'r"'>r Inhaber eines von dem Delegierten &Tlifeht e o™mi ei rJw n k^ mt S?I t . unter den in nachfolgenden schein es setn^ fEseietzten Bedingungen ousgestellten Anto-

enttitten?' fr0fte f “ r Autvscheine müssen, folgende Angaben

Ä b-U Rainen des Eigentümers:

7? Arr. die Marke und die Nummer des Slkoiors- ") die Nummer der, Anmeldung ides von der Polizei ausgevandlgten Schildes): cl sie Ärl VerrvenÄung des F<rhiLeu<r 0 s

fablzeng. M-etsfahrzeug usw.). i-vrrvat-

~jk An Nage müssen von dem Eigentümer des S SÄt U1Ü> B0B 2 ^^bildern des obeftt Die Au rösche ine gelten entweder für einen genau Tw-

Kä. ®Ä rt *“ r “' u "" 1 ’ aimmtnurä ml i,: » 11 . »owÄJSÄ“ ” a,n b-dl-m csaas.

^ Artikel 3.

v® 1 - ^Zbea die Eigentümer von slabrzeuaen ik»--« ständigen Wohnsitz m den besetzten Ge bi e i on fn -nh (r ?? r ihren Antrag für den Autoschein an den De e»i?"8 dks Kre.^ richten, m dem sich der Standort des Fahrzeug

^ ^ ^^6 IlN T)2lificf)TQitfo rtötlbiti tt'ofincnbett

lutb bt^ 0U5 einem nufeerbeutM*)en iicnibe fmitnenben I.ei't- Wen |t^ Ql s a nnebon9en müssen den im oMn Artikel 2

des^Artikels ^ Vorschriften

ces Arliireis - lAblatze 2 und 3) der Verordnung 167, betr.