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’Zlntetßaftungä Beilage
beS 'Wiesbadener ' ZagßfattS ’
J3n falscheni Verdacht.
Eine Hundeseschichte von Derethea 8. Schumacher.
Als hinter den Versen die Sonne sank. Mich Mi wit der Höhe herab ein kleines Wesen mit langgestrecktem Körner, dunkelbraun und mit einem weihen Fleck auf der Brust' der Iltis. Einen Augenblick fab er still und verschwand. Io. als hätte di« Erde chn verschlungen. . ..um eins«« Schritte weiter wieder sichtbar zu werden. Sehr vorsichtig nähert« er sich dem Fahrweg und rannte dann blitzschnell dem Städtchen im Tal zu. Da. wo die ersten Sauser £n der Berglehne sieben, war Peter Kirchners SubneUMll. Den umschlich der Iltis und witterte. Der warme Dunst bauscht« ihn — eine A«? Witterung aber beunruhigt« ihn: d»rt hinter dem Stall stand Jecho. ein mächtiger, schwarzer Hund. der ihn scharf zu beobachten sch'«"! Bisher aber batte ihn Sechs nach nie ru f°st«n vermocht. Sund ttat jetzt einen Schritt vor — und blitzschnell brachte der Ssthnermörder sich wieder in Sicherheit. .
*39*1 Estöttners entstand am nächsten Morgen Lärm. Tolle, der Spitz, war aufs Fenfttrbrett gesprungen und bellte
^^Was ist denn los —" fräste der alte Gstöttner. als er brausten einen «rosten fremden, schwarzen Sund an emem
StM %SVn& Tier! Es is doch nur der Jecho: Haft dich cm den noch immer nöt gewebna kenna!/ „
..Armes Tierl' —" meinte die Eitottnerm — -wenn nck, doch a Jemand seiner derbarma tat. pt bat ut ka Rassen^ aber es is doch a io lieb s. anhängliches Viecherl.t
geht c^r'^öt länger — und Tolle iS ru eifersüch-
^ 'Sie betrachttten^ JecM: sah fast aus wie ein Neusund- läckder. fein Mick aber erinnerte mehr an eine darmche Dogge wie auch fein Schweif. Aus lernen Äugen Ivrach mu*beit und GStt. Tolle bellte noch immer, bis der Alte Mn stemden Sund endlich vom Sof taste. Es klopfte: 8er- hmd OMrrieber. dm kleine Ze'.tungslunge. kam. und da meiute Estöttner froh, dem blasien. stillen Jungen etwas Freundliches sagen »u können: ..Warum nehmt denn ihr euch des Sundeoiecherls nöt an? Wanndera So amstatten N' und remug »u freffa. der wurd sichnot Zerumtrmb n und wär euch dort oben m dm Emöd a treuer Schutz. Nu.
I möcht' lcho'" — meinte der kleine Gerhard — ..aber der Battm dmlaubts nöt. Er moant. so Rumtreiberhunde dö beizen di« Sinke! tot." - Er ging mit sturem Pack Zeitungen, nicht, ohne dem schönen verwaisten Tim« einen sth nssichtigen Blick nachzusenden. Da ttottete Jecho. hungernd nach Futter und etwas Menschenliebe tiefer indas Städtchen hinein, desien Abfallhaufen ihm allabendlich manchen schmackhaften Knochen boten — freilich wenig mehr! »et Saufingms spielte Jecho mit Bob. dm Bulldogge, die ibrer Bissigkeit wegen immer an dm Kette liegen muhte. Bob gab oft von seinem Futterüberfluh. während Jecho chm Neuigkeiten aus der Welt und aus den Bergen da oben brachte. Dann schlich Jecho noch an em paar weiteren Beamten vorbei und legte sich endlich zu kurzer Ruhe m ein
.verfallenes St^uieder^ ^ ^ in Thomas Söllriegels
Sübnerbof ein' am Morgen fand er sieben junge Hähnchen mbisim vor! Söllriegel besserte Eittm und Zaum aus und state Fallen. In der nächsten Rächt war es um die edlen jungen Brahmaputras geschehen! Und innerhalb von ^wei Wochen waren dst Insassen von etwa zehn Subuerställen gemordet worden. Die Leute waren «ruber sich.uich rieten allerlei mögliche und unmögliche Time. Doch dl« Ärt. wie die Hühner erbisien waren, die war befremdlich jedenfalls bandelte es sich da weder um eine Katze noch um Ratten * Das Kreisblatt befähle sich mit dem traurigen Vorkommnis und selbst der Herr Pfarrer sprach darüber von dm Kanzel. Emm warf endlich, die Frage auf. ofc bei Siibnermördm nicht ein Sund fei. dm aus Lust am Toten
die T^^war ^Wasier Tui* die Mühlen aller derer dieden fttltn4W rrrn^TT fyerteitlolcit ScctwD nk&t leiben fonntctt.
mmm mit selave-
nem |Ä’ a a f to? m £t ! ber «rohe Schwarze« -so sagte anvr-rieber dm Stiefvater des kleinen Zeitungs- ds^ .^ennIrasmisMm Hinkel-Morden nöt bale Eört. ^rfchmh i^o^rh^treff Fünfer..Iltis
k-chluvfwiNket wiedm einmal zu den Suhnm- hg^n^biiwb Diesmal war m so vertieft in di« spielerische
'■SÄälÄßr 4 . 6 tÄ» ^<Ä| sS
Witterung genommen und folgte ihm . . ..
- tJw fiirriibcr iw Schwaigers Garten, abm IMMM
vf mn^Deckuna' warrmd^wo das Mondlicht nicht lag. Alles m ° wem! das ferne Rauschen des Bergstroms . . ., Im Schlaf lag di« kleine Stadt, abm der Tod nabte sich wieder
in
“Äiüim'ÄÄÄ iMI!
SäSilS Mw* da--»» ,»
eiriCT katzenartigen kleinen Kopf mit Änstn K? OM* ^Schlupfloch auckenun- Slrtzschnell
ÄÄFLÖfkl über den Sof und Obmrieher mschien!
^ L7ck den LKE jm Siibnerstall geweckt worden. Da ^umr durch den M . zEeröteten Augen, die Flinte stand m halb bekleider. mii » Gerhard,
im Arm und hinter Am Ero^.^ _ ^ tz^mer ja
— mttkst's ietz' a? I hob's ja g'wubt!" den schwarzen Serl. . Wange und wollte auf Jecho
T di« Buch'- mehr da. Ein Ge-
^Ä^icken. aber Jecho ^Ee ibn dorthin gettiebeu
und^iit lUr ieme Gröhe erstaunlichen Schnelle fuhr er
<"d mit einer frr sein o« schlanken Koivm i>m Gestrüpp
»aÄS.K»Är - ” ö -» ’ol'.SÄS'Wbiiim RLÄ S
em zweitesmal zu feuern, -ls ihm dm den
^ »SSÄJi
nöSetr 1 . uicht. wa^ Zechvs Vorderpfoten kein
Zeichen, dah das Ti« rw ■ ■ j - t erhobenem Sauvt.
Wn ÄÄÄ? Rumtreiber - hob i di!"
brMle Obervieher den Sund an.
..Nö nö. Vatlm da ickau hin. dös ist kw Sinkel. Batter:
Echo' Mhrte sich noch immm nicht und feine Snndeausen waren vollm Verwundernng über Oberriehers Ge^iven. Der abm bückte sich jetzt und hob den toten Iltis am Schwanz in die Höhe und ein fragender Blick streifte den
vmbahstn das's dm nöt gewesen is bei die
— na, Battm. wollen wir n not behalten, den
Er'legte stine kleine Sand aus des Times sottigen B«^ und zwei bittende Augenpaare ruhten auf des harten
Mannes. Mienen. Einethalben! Bind ihn hier bei den Sinkeln an. dah er lolchenes Raubzeug weiterhin fernbalt brummte Oberrsther etwas unwillig darüber, dah m den beiden da «men Irrtum emsthen muhte.
Zinst trug dm den Iltis insSaus undfab mcht E. wie sich des Iw« Ärmchen um des gvohen Sundes Beiz schmiegten. ---
Märchenwelten.
Astronomische Plaudmei von Gottbard Serrig.
..Himmlische Diamanten"
Dovpelsterne genannt, die. sich durch belor^eren Manz^ao zeichnen. Ein solcher Diamant, siebt. m öteieti ^
nackten gerade zu u^ren -ölluvlern. der
Wrew der mittlere Schwanzstern d -s«r Konsttllatwr^ ^
im Bogenmesi ausgedrücki zwar immerhin blo8 l 1 X: MiNulen ür ein Auge, das Entfernungen °m I^mel bm^ts i-ba^n
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Sterngeschwisier möchte man. sie. nennen, diese innig zu.
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w (firaÄÜation mit ihm verbunden und rollt , akls kSllM 17 riesen Halter' *93 a bn u°m 1e7n7 EachEirwelstn
rÄM&ÄB SÄÖÄ
SeUe ÄfeTa« Entstrnung zwischen ihm und unserer
Hei 's7fe7Ä t r*at< Dovvelwelten und mehrfache Sonnen Dukenden und Hunderten uder UNS. Emer der Wrlhttten Dovmlstmne ist Kasior in den Zwillingen, dm ebenso wie Mizar in kleineren Instrumenten zu trennen ist. Bon den im Mai besonders günstig ^u beobachtenden farbenprächtigeren Dovvelstmnen seren noch folgende erwähnt^. Gamma im Löwen (links über Regulus, der ebenfall-' donvelt isti Gamma in der Jungfrau. Alpha m den. Jooh (sehr weit auseinander siebend, der Stern, heiht auch Karls Serz") Tau im Krebs (schöne gelbe Färbung des Sauvisiernsl. Pfi im Drachen. Zeta im Krebs ufw.
Es gibt min sogenannte optische Dovoelsterue. Stern- vaare dw in MrNichkett weit voneinander, kur uns aber fast in der gleichen Gesichtslinie stehen, und wirkliche, oder besier' physische Dorvelsierne. die also organisch rusammen- 7bören und ein System darstellen, dessen Glieder um. einen gemeinsamen Schwerpunkt krcistn. Dieser gemeinsame Schwerpunkt liegt in dm Regel de mg r o si ten Sie rned e Snstems dem H<ruptstern. um uacksten. Planet
Juv'ter' würde, wenn er noch >n Eigenglut leuchtete, mit unserer Sonne für einen fmnen Beobachter ein SovveIstern- System bilden. In Wirklichkeit kreist m ra auch (ebenso die Lbr'aen Planeten) nicht streng genommen um unsere. Sonne, sondern beide Körper drehen sich um erneu gemeinsamen Schwerpunkt, der aber bei den bedeutenden Erohenunter- schieden dieser beiden Himmelskörper dicht bei. bezw. in der Sonne liegt Juvitm könnte übrigens auf seinem regel- mähigen Umlauf um die Soune diele für einen an bestimmter Stell« im Weltall beobachtenden Astronomen durch teilweise Libtschwächung als veränderlichen Doppelstern erscheinen lasten Mr kthcn in dem bekanntesten unter den veränderlichen Sternen Algol im Perseus, das Bmsvrel emes Dovvel- sleins.. den7in allmdings gleich grober Körper alle 2 l A Tage
^Eett^Dovvelsterne ^igen verschiedenartige Farben ihrer Komvonenten. Die Farben dieser.. einzelnen Sternalreder den so weit nickt optische PLanomene hereinspielem Sckliisse am das Entwicklunasstadium dieser Sterne. zu. Wenn nun von zwei in verschiedenem EniMicklungsstadium bÄin»llcken Himmelskörpern, die em Dkpvelstern-System bilden de7dunklme in die GeMtslinie vom SauvMern zum irdischen Beobachter ttitt. verdunkelt er diesen Sauvtstern und wir Atzest einen periodischen Veränderlichen vor uns. Auch wenn beide Komvonenten helleuchtend sind, kann dadurch eine Veränderlichkeit emtreten. dah auf dem Umlauf um den gemeinsamen Schwerpunkt die eine der beiden Sonnen hinter die andere tritt, wodurch das Licht der beiden Sonnen das zuerst gemeinsam 'u unser Auge gelangt, bis zum Wiederhervortreten des verschwundenen Sternes ver-
^'^lelcb's7 herrliches Farbensviel muh den Bewohnern von Planeten zuteil weitzen. wenn sie imn.eine Dovvelsmme kreisen die in zweierlei Farben auf sie niederstrah.lt. Rim nif.f .c aber drei-, vier- und fünffache Sterne die in ebemo wel Farben gliiben' Bon den Lickteffektem di« diese Sonnen auf den dazu gehörigen Planeten auslüsen müsien. kann sich ei" ird^sckes Auge taum erne Vorstellung macken. Dr-e Lebe- wesen eines solchen Planeten würden von einem Farben- nieer ins andere getaucht. Wir Erdgeborenen vermochten
diestn unaewohnien märche^" ^ ".
tragen. Die Menlckbelt mu
Seben gewöhnen. Ms der vor emiaen Jahren verstorbene be*"nntr Privatastronom Professor S. I Klein den berühmten Maler Eampbausen.fracüe. was wohl die Maler anfangen würden, wenn plötzlich Wicke Milcht- und Farbenver- hältniste in unserem Sonnensystem emtreten würden, ant- rm-rtete kies« : ..Das ist sehr einfach, sie würden ihre Piniel fortweestn!"
Der Garten meiner Aindheit.
Don Hanna Rei«.
Wenn ich von meinem Kindheitsgarten «de. meine ich nickt jenen desien Hauch und Poeste noch im svatesten Aller heilige Erinnerung verklärt, dessen balbschlummernde Psyche schon unbewußtes Sehnen, barg. ^egen schädmeni^Eimiusie wohl verwahrt, sondern emen wirklichen atten. eine lange Zeit, wohl «in paar Jahrhun der te überlebte. Eine niedere Mauer trennte ihn von unserem Gmindstück. aber betreten habe ich den gänzlich vereinsamten: oft. Und sein Wachsen und Blühen, sein Rauschen, sein Leben ge-
^IsÄinter. wenn er kahl und öde. seines Schmucks be- vaubt. im Winde mit den dicken, wethen DeeE d^ Sckmee- beerenstrauchs gegen di« Mauer klopfte, konnte man bis m die äuhersten Winkel Mauen. Sorohten aber d e ersten Keime bekam der Nuhbaum. der zur Saliw über die Mauer ragte ünB uns im Herbst wie lelbstverständlich knallend und platzend leine groben Rüsie m den Hof warf, dick«, vornan strotzende Knospen, entfaltete der Ahorn strne Mattet, dann begann es zu. raunen. remn^ wser
Winkel jedes Zweiglein, sich in einen grünen Schwier zu hüllen ' In den geschnörkelten Beeten > begannen Dluten- schäfte sich in die Höbe zu rchieben. .Blumen mw Namen. Die riefengroge Laube uberwucherw GerhVlan. küble, beimliche Dämmerung unter m "erbreitend. Es wuchs alles, wie und wo es wollte. auch die Veilchen iinter den BLichen. in ihrem reichsten Blühen eine wundervolle Duftwelle in die Luft entsendend. __ . .
In der Blütezeit seiner Mume und Busche stand.der Garten im Zenit seiner Schon Mit. Und gar erstdte Maien nächtt! Wie oft schaute ich schlaflos m den Garten, m die Maiennacht hinein. Voll und golden stand der Mond am Himmel, den Garten mit seiner schimmernden Blntenprackt in silbeime Lichtfluten tauchend. Die langen Riipen des Eifenbuw mit den Glockenblüwii. di« kugligenKronen der Zentifolienbäumchen warfen zierliche Schatten auf Mn Rasen. Leise wippten die schwankenMn Zwetge der Dtklytra. dcrh die gebrochenen Serschen lautlos «mernanMr stieheir.
Gcrnz fteif wi>e ctittt bcklÄrvclicke llck aex Jvtitetipoiti.
während die Akelei ihre-salz-, und vfeffernimfigm Muten gesenkt hielt. Ww Dornenkronwm reckte die Jungfvim im Grünen ih« wuchwnden Blüten m die Hob«. D« Warf- aeschnittene GWMlsilhouette des Nachbarhaus bildere den Hintergruiid. Lautlose Stille, als hielte die Rackt Mn stiem an. um hiueinzulauscheu in di« von Wohlgerüchen schwere, zitternde Luft. Bis «in Heimchen zu geigen begann un-
unterbrochews ^^^^aus. dunkM. femcht. gebttmnisv^ lehnte sich an die Längsseite des Gartens. DrmrMnm Mi Fensterecken hingen Spiiingewebe. vom Dau und » tntt glitzernden Perlen bestickt, wie silberne SUne funkelnd ln dem Gewirr uralten Efeus. Das Sonnenlicht stUl sich^mtr mühsam durch diese Blätwrwildnis in das Sau-schen mnem. Eine alte Elaslervante stand Minnen, eigentümlichen Zierat Mögend. Es gab da Blumen aus Draht gewunden, mit farbiger Wolle umsponnen. Früchte wis Glaskugeln mkt milchiger Färbung. Rosen und Trauben aus Wachs. Gips- abgüsie von Hänidsn und allen möglichen Gegenständen, wnre Adevgerihve schön geformter Blatwr. Muscheln, und Versteinerungen. Und ein altes Svinett stand Mr. «m. hellglänzendes. winziges Dingelchen. Druckte man mlf.du! Tasten, ertönte ein ganz feimes. dünnes Stimmchen. lU und lange nachvibrierend. wie der letzte immer schwacher werdende Laut einer von dannen ziehenden Seele.
Mil Rucksack und Rute!
Manch einer mag mitleidig nnd . bedächtig den Kopf schütteln wenn er einen Menschen. mit Rucksack und Rute bewaffnet, die Lan-dstrabe entlang p,Igern steht. — Wohin will er? Was macht er mit der Rute? Will er vielleicht den Regenwurm schwimmen lernen? Solche.und ähnliche Fragen habe ich schon oft beantwortet. ^Änd immer wieder geM ich gern Auskunft über die edle Wasserweid.. Wohin -ich will ntit Rucksack und Rute? — Mich ziebts hinaus m Gottes schöne Welt. Mn kWlichen Odem der Natur schlmiem Ich will in dis märchenhafte Frülblingspracht eines herrlichen Taunustales, um Sn plätschernden Vach den köstlichen Forellen nachzustellen. Die silberhellen Tone des Wasiers klingen dt wie Elfengesang. und m diesein sttllen Frieden vergibt man die grauen Aütagssorgen, vergibt Kummer und
^’eiit stark verwilderter Weg. dem Bach entlang. Mrt mich nach der alten Gerbermühle. Hier, unter dem vermoosten. knarrenden Mühlrad ist «in tiefer, .lttller Tümpel. Durch WeideubAche und Bromheerhecken vursche ich. mich vorstchtig geduckt Mran. jeden harten Tritt vermeidend. Kaum ist meine Angel im Wasser, so beibt s auch schon an. Die Forelle ..raubt". Das ist sin Ziehen uiw. Zerren, «m Spannen und Biesen, zuweilen llikt ste den Koder-los und springt" wieder darnach. Dasselbe Wiederholt sich noch einigemal, und plötzlich (atemlos stehe ich da) scht s mit kräftigem Zucken in die Tiefe. Ich -bau-e" an. Ein kurzes energisches AnhrMn der Rute und. — nichts mAr ist dran. Kein Fisch, kein Wurm, nur der blanke Haken. Das ist zum .aus der Haut fahren". Doch vst. stille, ganz stEe. was gut ist. kommt wieder. Vorsichtig und weidgerecht wird em neu-er KöMr angehakt und geduldig der DinM geharrt, die da kommen. Ein Viertelstündchen vergeht: «w m« §eil an lait^^tft Stätte ve^^ucken.^a ilt ik idion da und rupft und zerrt. tier und HM. zuriick Mwuf und hemnter unter Stein nnd Geröll. Doch letzt mutzt sie .ck vergebens, ihr Dasein zu verlängern. Vorsichtig hebe ick mi^VruM an. aack em ickniacker Verguck, nin Iolsz.u.Eammen. und willig gibtsich der ..farbenfrohe. Regenbogen" in sein Schicksal. ^Ein kräftiger Weidstich hinter den Ko»f. und erlöst wandert die ZweivfunMge v-rgamentuEllt m den Rucklack So geht es weiter durch Geäst und Gestrüpp zum nächsten' Wasierfall. vorbei an hohlen Ufern und Riefelckem um auch hier das Heil zu versuchen. Und es wlederhokt sich das magnetische Rupfen und Zerren, das ein echtes Ang- lerberz so imwiderstehlich anzieht. (Das nennen nun die meisten Menschen langweilig und Vlöd. Manche behaupten sogar man könnte dabei verrückt werden. Aber Petri Jünger lächeln mrr dazu und haben «in Verstehen für diesen herrlichen Sport.) Wenn dann d>er Abend naht, so wird die Beute noch einmal ausgepackt. ins frische Gras «elest um» jede einzelne Forelle genau inspiziert uNd abg-ewagt. iver so einen Angler Mi dieser Arbeit sieht, wie er freudestrahlend. lächelnd vor seinem ..bunckigen Geschuvv .kniet, dem Mt wahrhaftig unser alter Petrus ein Licht aufgehen^uuv auch er versucht in kurzer Zeit di« A-ngeler mrt SsM" w - 01
