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I m . .

Das erste Echo, das aus die deutsche Reparations­note aus dem Ausland kam, ließ den Dollar Wieder die Höhe von 40 000 erklimmen, wenn mich bald wieder ein kleiner Rückgang des Kurses zu verzeichnen war. Aus jeden Fast hatte die Spekulation wieder neuen Mut bekommen, denn es schien ihr sicher, daß die R^chs- dank, nachdem ste die Stützungsaktion zu einem Kurs von etwa 21060 batte aufgeben müssen, auch d,e ,,-uuf- ncchmestellung" von 30 006 nicht werde halten können. Wieder setzte eine wilde Flucht aus der Mark ein und wieder hatte die Börse mit ungeheuerlichen Kurs- aewinnen, die teilweise 30 060 Proz. weit überschritten, einen großen Tag. In diesem Fall braucht man, auch lvenn die Spekulation stcher das ^hre getan Hatz um den Kurs in dir Höhe treiben zu helfen, nach den Grun- dsn für das erneute Anziehen der Devisenkurse mcyr lange zu' suchen. Dieser neue Marksturz ist im wesent­lichen eine Folge der gesamten außenpolitischen Lage. Tm Gegensatz hierzu gehen bekanntlich die Meinungen über die Ursache der vorhergehenden. Verschlechterung her Mar? auseinander, und der Reichstag wird sich noch eingehend mit diesen Vorgängen zu beschäftigen haben, da nicht nur eine Interpellation der bürger­lichen Parteien Auskunft von der Regierung über die Gründe des Marksturzes verlangt, sondern da ferner auch noch die Sozialdemokraten den Antrag ern gebracht haben, einen parlamentarftchen Antersuchungstwsfchaß, wie ihn die Verfassung vorsieht, cinzufetzen, me

Wirksamkeit der von der Rschsregierung nrD der Reickisbank zur Stützung der Mark getroffenen Maß­nahmen prüfen und die Vorgänge feststellen soll, dm zur Erschütterung der Stützungsaktion für die Mark auf dem Geldmarkt geführt haben". Es ist anzu- nehnven, b<ch m dreien tmch ßw

tend gemacht werden, die nErdrngs dagegen laut werdest daß die Reichsba-nk einen Teil ihres Gold­bestandes im Auskrmd verpfändet hat, um sich Devisen m verschaffen. Man sieht nämlich in der Verpfändung der 85 Millionen Goldmark vielfach- einen ersten Schritt auf einer schissen Ebene und fragt sich, wo die Jnau- spruckmahme ihr Ende finden soll und aus welchem Fonds die Rückzahlung dieser Darlehen erfolgen soll. Aus der anderen Seite ist nicht zu veickemren, daß es sich bei der StütziNlgsaköon für die W«k um eine Maßnahme h-ndrft, dievor alkm kajfltgl)« Rubrlonstikts in eurem für das Reich MNstrge n Sr nn beeinfiusien soll. Das rechtfertigt natntlichMah^men.

' die sonst nicht M dlDgen wären »nd macht gteiMeiftg die SpreiMM« der Stützmbgsaktrou in trer Tat zu emer so rmcktigen politsichen Angelegenheit, daß^das Paria- ment an ihr nicht vorüber gje» teaw. Emm chntstr nn Skrigen iwch bei dieser Gekichert, datz dei dich«, MarSturs di« » ««. der, Mark «h in Stern* Euch« ihren MrSdMk fand. Sobetsnl die ans der Berichte der preuMchr-l W°

samMengesteüte Wechicht Wer die wftfichaftftche Lage im April, daß die Kauftinlust des PrMrkurns langsam zu schsiüden deymm. daß styar im Wurelhaxdch vom 18 4^ asm 20. April, d. h. an den Tagen des Matt- sturzes, eftre ftürmMe Nachfrage einsetzte, die gegen Ende der Monats — nämlich als es schien, daß der Dollarkurs etwa bei 27 000 bis 30 000 stabil bleiben würde — sich wieder abschwächte.

Durch die neue Entwertung der Mark rückt nun die Lohnfrage wieder in den Vordergrund des Interesses, überall werden, da sich die Lebenshaltung wieder wchentkich verteuert hat — gerade die Preise für Lebensmittel find mit dem Sinken des Markkurses sehr schnell gestiegen — neue Lohnforderungen erhoben. Zum T-rl hat sich mnh f-on d« Avbeitechhast chne gewisse Unruhe bemächtigt, so ist ini>en Bechrner Elektrizitäts­werken vorA-rMhend passive Resistenz äusgeübt wor­den, «m dadurch die Lohnvechandlusgen zu bchchleum- aen Da sich die Löhne der Gemeftrdearbeitvr nach den Löhnen der Siaarsarderter ^ri chten, hat sich der Ber­liner Magistrat an dm FmEzmrrrister mit einem dringenden Telegr-amn S-w<mdt und dichen ersucht, die Bechandsiingen über dre Lohn- und Gehaktssragen nach Möglichkeit W beschkemtigen. Auch aus anderen Teilen des Reiches sind ähnliche TekegMmme einge- «rrwen. die ganz allgemein von «ner erheblichen Be- unruhigunq fprachm. Der FinmWMnister hat darauf in einer Besprechung mit den Spltzenorganisationen der Beamten- und Arbeiterverbände zugesagt, daß die auf S früherer Vereinbarungen am 11. und 15 fälli- am Beträge alsbald ausgezahlt «erden, und daß über eine weiter« Regelung der Gehälter und Lohn« bald- mögli^onhandett werden soll Es ist. selbstverständ- lW daß die Dinge in der Privatindustrie nicht anders Keoeti und man muß damit rechnen, daß eine neue Lohmoelle di:s Reich überfluten wird. Bis W einem uSm E«M s-üt vm der Mw duM eme

Einwirkung auf die Preise Einhalt gebieten zu können. So ist ja auch von der sonst stets mit der Erhöhung der Bevgarbeiterlöhne zufammenfallenden ^A?ststst8 der Kohlenpreise Abstand genommen worden. Die Re­gierung scheint entschlossen, auch auf anderen Gebieten einen starken Druck auf die Interessenten auszuubrn, um Preiserhöhungen zu verhüten, oder doch wenigstens stark mäßigend einzuwirken. Die Wirksamkeit tuejet offiziellen Politik ist indesien auf bestimmte, wenn auch nicht zu unterschützende Gebiete der Wirtschaft be­schränkt. Aus jeden Fall dürften die Lohn- und Prrns- ftagen, die eine Zeitlang zurückgetreten waren, m nächster Zeit wieder im Vordergrund des Jnterepes stehen! ___

NM Ser %mmm Ses seMen MZebsks.

Französische und englische Pressestimmen.

Paris. 7. Matz Zu der iranzöMck-belMchen. Antwort- notie schreibi der „Temvs", die Entickeidun« öwricken dem „llnaimebmbar" und dem „Unzulänglich sei. mcht nur^oe rechtigt, sondern auch notwendig, l^nn es diirie nmit lem. dah die Rutsche Propaganda Frankreich beschuldigen könne, es wolle überhaupt nichts annebmen. ietbst .keine Gold- Milliarde. Die deutsche Regierung und ihre Prene bennunen sich, mrr der abscheulickien Verleumdung Glauben zu »wi- schaiseu, wonach die Franzosen an ihrer! Einwanden ien- balten wollten, um D e u t i ck l a n d z u z e r st u ck e t n. Frankreich s«- für eine derartige Verleumdung nicht zugäng­lich. Tie Wirkung, so fahrt der „Temvs fort, die die nan- zösisch-belgischL Antwort in Berlin »«''yaen weft«c we^e zum gröbten Teil davon abhangen ,welche Vorstellung nch die Deutschen von der englischen Absicht machten, und weil Italien nach der Ansicht Deutschlands nur..dnis Echo der eng­lischen Ansicht sein könne. Aber man, müsse schon zugebea. daß Deutschland gar nicht auf d i e Ün terstutzung der englischen Regierung gegen ine Franzosen uno

de Baris" erklärt' Di« Antwart labt wchm Kraft noch, Klimbeit vermissen., Sie erinnert das Deutsche Reab an seine früheren Bervilichtungen und bewein, da«, es in seinen lebten Borübläsen einfach den Versuch gemacht hat. sich dielen zr entziehen. Das Blatt entwickelt die, fun­damentale Grundsätze der französischen Politik: keine Räumung des RuKrgebietes. bevor die deutsche Schuld bezahlt wird: keine Eröffnung der Verhandlungen, bevor nicht ieder Widerstand gegen die französisch-belgische Aktion verschwunden ist' keine radikal« Abänderung des Zablungs- vlanes vom 5. Mai 1921. Angesichts dieser Note kann KL das Blatt nicht die Einwendungen denken, me Lord

^ U Das".Oeuvre^sMt: Die Note bedeutet wie man es feit der ersten Stunde weis!, eine a latt eA b le h n ung. Sic ist auch ein sehr schlimmes Mydell einer lurutiichen Dis­kussion. Poincart hat ausatzerchnet Frankreichs Rechts be­wiesen. bei dem 8t»tns guoso lange zu verharren, wie es chm gesollt. Nunmehr bat er obne Zwehel auch zu bewenea. doch der Status qno vorteilhaft ist und daß Frankreich etn Interesse daran hat. bis in die Unendlichkeit m berLa« m verharren, die ihm nichts «iirbrrngt und die es sehr teuer bezahlt. skK>incarSs Antwortnote enthalt auch nnm eine Sugseüv«. Mau Krbt heute genau aus dem Standpunkt wie vor dem knutschen Vorschlag.

Lonbon. 7. Mar. Die Presse gibt ihrer E n tt au ickun g Wer die «sonderte Ablebmina des deutschen Angeldes durch Frankreich und Bekäien offenen Ansdruck. Es wlck betont, dach England an den Rev.arationen tn «lejätem Mache interessiert ist w,e Frankreich und Belgien.,.

Dü . Times" schrstbt. Frankreich und Belgien verAmrsi ten durch ihre unabhängige Antwort auf die oeutschc Reoa- rationsnote die bereits zwischen den Allmerten bestehende schwierige Lage noch. Vom ersten AusenLlick der Rubr- besftmng ad sei es vollkommen klar gemacht worden, da« England dadurch, daß es sich abseits hielt, weder sein Recht aus Rmrarai ionszablumren noch sem Interesse an der Zah- luugsmetbode aufgegeben habe. Die deutsche Note ser an d:e Westmächte gerichtet gewesen. Wie konnte die alliierte Einigkeit ohne vorherig^ Beratung aufrecht.erhalten bleiben 9 Da da- deutsche Angebot auf . den Wink Lord Curzvns hm erfolgt sei. könne Großbritannien es nickt voll­kommen ignorieren und fei gezwungen, eine Antwort zu geben. Es würde vorgezogen haben, gemeinsam Mit Fram- reich und mit seinen anderen Alliierten zu antworten. D,e deutlche Rolle sei ungeschickt und inigenügend sowie m heraus­fordernde» Worten gehalten. Sie könne iedoch zu emer Stufe für eine Regelung gemacht, werden Deutschh utd gäbe ansrboten. die ganze F«me kmet GesamtverpflEunsen einem mwarteiischen Tribunal zu unterbreiten. D«s Kl wenigstens ein Zeichen von Au i r i ch t.i gke i t ge­wesen und wenn dieses Tribunal aus den allnerten Smivt- möchten bestehen solle, so werde auch die gesamte Meiriche Meinung in England sin die Terlnabme er-nes deuAchen Vertreters an dir Kn Erörtornngen eintreten. Man. könne auch hoiku. daß Amerika in dieser Frage bereit Kin würde von neuem eine asioznerte Macht zu werden. Stmrts- ieknetär Hughes selbst habe den Gedanken der BerweKung an'ein derartiges Tribunal gutgeheihen. Es sei klar genug, dasi ganz Errrova. vor allem Frankreich, ungeheure Vorteile aus diesem Plan ziehen mürte, ' ~ ^ Wrt ++

R«ch deutlicher äußert sich -.Darlv Tekesravb. Das Blast schreibt: Mit der Perwerfun« der dmitsch«! Note bat dre fianzösisch« Note leider mehr als den Inhalt des toa- rastonsangebots Eune verworfen, nämlich auch den Apvell der boitischen Regierung nach einer gemeinsamen Aktion den Lord Eurzon in seiner Rede in der Albert Hall vorge'örLÄt ftoi. DiE

müsie. !ei durchaus bedauerlich. Be, gutem W^en batte eme gemeinsame Antwort auf die deutsche Noteinner- balb weniger Tage entworfen werden können, insbefomdere. va die Ansicht der britischen Regierung, wie verlautet, die sei daß^wdllrend die Note selbst als VerhandlungsgruW- lage unannehmbar fei. sie gut zum Anianssvunkt zur Er­reichung einer solchen Grundlage genommen werden könne. Es lel a.nsu.nehMsLn. bifs auA btß Ansicht bet tuurettt- Üben Regierung sei.

Eine, besondere englische AntwortirotL?

London, 7. Mai. Der „Sunday Times" äufoigc empfing Lord Eurzon gestern im Foreign Ojstce die Botschafter Frankreichs und Belgiens Bs, oer dabei erfolgten formellen Überre, ch ^n n g des Wortlauts der französischen und belgischen Antwort sei der französische StandMnckt bezüglich der Art darge­legt worden, in der die Antwort an Deutschland v - schlossen wurde. Von seiten Poincarä sei zum Ausdruck gebracht worden, daß er es sehr vorgDzogen hatte, oatz die Antwort an Deutschland die Kollektivnote angenommen hätte, daß dies aoer nicht möglich gewesen i'ei infolge der Forderung der französischen Öffentlichkeit und der Ansicht des Parla­ments, daß das deutsche Angebot abzulehnen s^-J-^^on wurde die Versicherung gegeben, daß, wenn m Zukunft Deutschland ein Angebot mache, das in irgendeiner Weise als Erörternngsgrandlage angesehen werden könne, Poinearä bereft sein wurde, es gemeinsam mit allen Allnerten zu erwägen.

London. 7. Mai. Unter dem Vorsrtz mm Lord Eurzon hat heute vormittag ein Mini st errat stattgefunden, in dem, wie angenommen wird, die deutsche Rote und die gesonderte ftanzosrsch-belg:,che Antwort den Gegenstand von Erörterungen bildeten.

Die amtlichen Kreise verhakten sich wefter sehr reserviert. Das Reuter-Bureau glaubt aber ans out unterrichteter Quelle zu wisien, daß die englilche Regierung vermutlich gleichfalls eine besondere N o t e a n D e u t s ch l a n d richten rmrd, dt« — wenn auch darin klar pn Ausdruck kommt, daß das deutsche Angebot nicht genügend ist und zu keinem Enwernehmen führen kann — nicht den Eharrrkter eurer einfachen Ad- lehmmg haben wird, di« vielmehr versuchen wird, die Eröffnung von Unterhandlungen zwstchen Deutschland und den Allnerten m ö gli ch z u mache n, um aus der wenig befriedigenden gegenwärtigen Lage herauszukommen.

Eine Erklärung des französischen Kriegsministers. Paris. 7 Mai. Kriegsminister Magi not er­klärte gestern in Arcachon bei einer Veranstaltung der Kriegewererne: Wir werden rn^ere Umklamme­rung nur lockern, wenn Deutschland 1 € 1 n Widerstand beendet. Wir werden mit ferner Re- aieruna nur in Derhandlungen eintreten, wenn es uns seriöse Vorschläge mkterb-reitet. Wn wechen — Deutschland muß davon überzeugt sem. und dre Welt muß es wissen — kerne Vorschläge mmehmen, die in einer neuen Verringerung unserer Forderungen be­stehen, und die uns nicht die Ga rauften sichern, aus die man bei einem Volke wie dem deutschen nicht verzichten kann Aber «m einen derartigen Kampf durchzufuhren. uuch die fran-SHche Regiermlg süh^n, daß sie das Land hinter sich hat. Dre Nation nmß ihr lertrauen schenken.

Sinne Regierungskrisis in Deutschland.

Berlin. 7. Mai. Zu der in einem Teil der ftan- zösischen Presie enthaltenen Darstellung, wonach rn Deutschland eine Regierung skr,s i s unver­meidlich fei. stellt das Organ der Deutschen Volkspartei, die Zeit", fest, sämtliche Parteien der deutschen Dolls- vertretung find mit der Reichsregierung darm einver­standen, daß wir den paffiven Widerstand nichtauf- a e b e n dürfen und daß wft jedes Angebot durch Diktat unbedingt ablehnen müssen. Es liege also sticht der qerinqste Grund vor, an einen Regierungswechsel zu denken, es fei auch keineswegs in Aussicht genommen worden, an dem Bestand des Kabinsfts Cuno etwas zu ändern. Das Kabinett Cuno stützt sich auf eme p a r l a m e n t a ri s ch e Einheitsfront, ™ alle Parteien von den Deutschnaftonülen bis emfchneß- lich zu den Sozialdemokraten einbegriffen sind.

Die Rückkehr des Reichskanzlers nach Berlin. Berlin. 8. Mai. Wie der „Berlmer Lokallmzeiger" aus Stuttgart meldet, ist der Reichskanzler, der Freudenstadl gestern mittag vertagen Hat, auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof von dom wurttembergischen Staatspräsidenten Dr. Hieb er empfange n word en. Nach einstündigem Aufenhalt reiste der Reichskanzler nach Berlin weiter.

Der «nirttembergische Minister des Innern Graf f.

Stuttgart, 8. Mai. Der MnMer des Innern. Graf Mitglied der derzettigen wüttembergischen Landesregierung, ist heute nachmittag nach längerem Krankenlager im Alter von 51 Jahren gestorben.

Heimkehr des Kölner Erzbischofs von Rom.

Köln, 8. Mai. Der Kölner Erzbischof Kardinal Dr. Schulte ist von Rom nach Köln zurückgekehrt.

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