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Freitag, 6. April 1923.
71. Jahrgang.
Staalssusgaben und Steuern.
Während We weitaus weifteni Sitwten die des ««patschen FestlandswMiogarauv^^
ihrer Staats-
los. seit dem Weltkrieg von o“ Staats
oder weniger großen.Minderertrag^ ^^oegung ein-
wirtfchaft leiden, hat >n Lng ^ steuerlichen
gesetzt mit dem Ziel, die ube *L s. et Ausgaben zu Einnahmen aus das t°ZachUche Matz der Ausga 6
beschranken. Man macht daraus ausmerr,anu^^v ^
jetzt abgelaufenen Pfund die Summe der
Voranschlag um 4 Millionen Psun, Millionen
Ausgaben aber um nicht die Rot-
Psund überstiegen. Man schl'etzt daraus^
Wendigkeit und Möglichkeit, d Einkommen-
Steuern. insbesondere die unmittelbaren Einkommen^ steuern, wenigstens etwas zu vermindE Zn »n ^ oebt eine Staatseinnahme von 914 MlUlonen .
wie England sie im letzten Jahr erhielte ^ N
den Maßstäben des Borkriegs-Deutschlarü.^ geschw g denn des jetzigen, verarmten Reiches, fast uver ous , Mitteleuropäer Vorstellbare hinaus. 91 «
Volkseinkommen etwas mehr als JJJ,
«mfehriHlifi* etwa 48 Milliarden betrug, 4 -apiev
Sfarvsf; »e
Stand Selbst das reich« briiilche Volt aber Dbt .aam wenig-, -l- den nierten I-il !-!»-- »-»««-» einkommens für Staatszwecke her.
Das ist gewiß außerordentlich, sogar heroisch; aber es finet sich immerhin, ob dieser Heroismus notwend.g lind ob er in solchem Ausmaß, vorbildlich ist. Denn die als solche bewundernswerte Leistung der englischen Steuerzahler ist schließlich zugleich ein Ausdruck der Aberspannung der Staatsausgaben. vielleicht der Ctaatstätigkeit überhaupt. Selbst wenn man die Ver- zinfuna der äußeren und den Abbau der inneren Schub den in Rechnung stellt, bleibt ein Staatshaushalt von einer Riesengröhe, die allerdings m anderen Landern «LltniSßigihr Gegenstück hat. Wer im Ausland es sich leicht macht und die in England aufgebrachten Steuersummen etwa (nach Umrechnung) Mit den deutschen vergleicht, sollte bedenken, daß ein solcher Vergleich- nichts anderes als eben die Armut und finanziell« Zerrüttung des Reiches beweist. England ist in der Lage, aus gewiss« Steuern zu verzichten oder sie zu verringern, weil die Einnahmen die Ausgaben übersteigen. Deutschland muß trotz seiner Geldnot einzelne Steuern, zum Beispiel die Kapitcrlertragssteuer, auflassen, weil das Ergebnis die Erhsbungskosten nicht ernbringt. Das ist der Unterschied!
Ein neuev Reparalronsplmk.
Paris, 6. April. Der „Daily Telegraph" öffentlicht heute einen Rep«*" t > ons n,f ^
sowie der französischen Forderungen nach ^ A ationen der westlichen Gebiete. In ven Veparar^^
wird eine Schätzung der bisherigen Sch ^rstörlen Deutschlands nach Maßgabe d«h» «qr Gebiete notwendigen Ausgaben Lesordert, v ^
brauche nach diesen Feststellungen 26 M,N i arven
Eoldmar k. Außerdem sollen die Schulden d«r verbündeten Mächte an gj
land auferlegt werden, wonach andererseits Franks« auf die Erstattung seiner Auslagen an den ^nkticme^
oßn’(fit |> l. 5)tß /Vtctoe, ob biß Cerenuflten x.? 4 ,t„ M s
Äberickreibung der Schulden Europas an Deuffchlan
annehmen werden, Blatt mch
zu können, da die Schuld nach Abschluß Kredit
von auswärtigen Anleihen großer sei als , t itaerb eines anderen Landes. Für, die me, a mu- UmrncTon öO Milliarden würde man spater die Garantie der deutschen Industrie verlangen. Zur Sicherstellung des französischen ^b'etes soll das l i n k j 11 einem freien Bunoespau » gemacht werden^ Politisch, wirtschaftlich und^m der Verwaltung würde dieses Gebiet mit DEUt^larch - Hunden bleiben, aber es wurde unter der AusM des Völkerbundes entmilitarisiert werden. «Gr 8 lich würde Deutschland einen gegenseitigen Schutzvertrag abschließen. Die R «um ung d es Ruhr, a e b i e t e s würde in diesem Falle dann zu erfolgen haben, wenn dse Zahlungen »an Deuffchlan.regel- mäkria einzuaehen beginnen. Die Räumung (i!L Rheinufers könnte eventuell noch vor Ablauf der im Versailler Vertrag elNge^etzten Fri^ er-
s^n Das Saarland wurde sofort m einen selbständigen Staat unter dem Schutze des Völkerbundes umzuwandeln fein. w ,
Ein derartiger Plan würde, dem ,Mnly Telegraph zufolge..TÄ Seite mit Sympathie anfgenom- ncen und geprüft werden.
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borauf dast im November 1922 unter ferner Kanzler- sthast die Mehrheit der Parteien eine solche Losung des Problems offen unterstützte.
Jaspar und Mussolini.
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Loucherrr» Londoner Reise.
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Die Kohleuuussuhr «ach Fraukreich und Belgien.
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und. Belsten u der Wansons Koks und 1025
ZN HtnpDffe BetcleüBtef Bei® 8e!lhskWz!kl.
Serlln. 6. April. Die Mitglieder des Betriebsrats der Firma Krupp sind am Donnerstagvormittag :n Berlin eingetroffen. Die Abordnung hatte zunächst eine Besprechung mit dem zuständigen Referenten und wurde gestern abend auch vom Reichskanzler Dr. C u n o empfangen. Die Herren konnten zu dem der Reichs- regierung bereits vorliegenden Berichte des Eesamt- b^,kiebsrats noch wichtige Einzelheiten über die Ereignisse vom Essener Dstersamstag beibringen. Auch die Aussagen dieser Augenzeugen legten noch einmal fest, daß kein Grund vorhanden war, in die bereits im Auseinandergehen befindliche Arbeiterschaft hineinzufeuern.
Die Beerdigung der Essener Todesopfer.
Esten. 6. April. Die Beerdigung der bei den Vmc- chnscn bei Kruvv gefallenen Arbeiter findet am kommen- -en Sonntag statt
Eine Anklage gegen Xrnpp von Bohle».
London S. Avril. Einer Diisteldorker Meldung tet SVtiln Mail" zufolae dürfte Herr Kruov von Noblen und Salb°ck weyen Mitschuld an den Vorgängen in Men von den französischen Behörden angeklagt werden, die bebauvien daß die Demonstration der Arbeiter gegen die ftamöstsch« Trupvenabteilung vorbereitet gewesen ier.
Einmütige Auftastung des deutschen Kabinetts.
Berlin, 6. Avril. Bon mehreren Setten, u. a. von den MLncbener Neuesten Nachrichten", waren Nachrichten ge- tM-mft worden wonach zwischen dem Neichskauzter Dr. Cuno und dem Reicksminister des Äußern Dr. Rosenberg Unstimmigkeiten in der Frage der Räumung des Rubraebietes herrschten. Der ..Hannoversche Kurierist von maßgebender SMe ausdräcklick ermächtigt worden, diese Gerüchte auf das bestimmteste zu dementiere».
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Amsterdam 6 April. Loucheur lehrte gestern
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babe darauf erklärt, daß er an seinem Reparationsplan nn seinem Vorschlag zur Schuldenregelung, die er E f^r Rubrbeietzung in Paris unterbreitet hatte, noch fefthLe^ ^obwohl wahrscheinlich kleine Änderungen not-
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b-m P7-m>Etni,i-, . f-l-end-n W t - b - - » - - It -
lunasplan mitgeteilt habe.
1 Die Herabsetzung bet Gesamtsumme der Wreder- herstellungen.
2 Die Ausgabe einer internationalen Anleihe.
3 Eine internationale Garantie der Verträge.
jw* K April. Der Londoner Korrespondent h ' m-orld"' Baldnerston, kabelt seinem Blatte, daß ^..chour bei Bonar Law die E i n b e r u f u n g e. n e r k« r n a t i o n a len K o n f e r e n z zur Eror erung dos Abzugs der Franzosen aus dem Ruhrgeb,et auf Gru^>°^ ^von befriedigenden Zugestandnifsen Deutschlands ohne Aufbütdung übermäßiger Reparationslasten angeregt habe -
tei(^ und Belgien abgerollt worden stnd.
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mit Kohlen beschlagnahmt, weil die Kohlensteuer nicht bezahlt wurde.
Der Hafen von Walsum wieder ft« G-lsenkirch-n. 5. April. Der At e.mtzer Zeiten
5
Ausgenommen sind nach wie vor * v
s„ Streit onf b-, z-«e
. rw .f <ts 4 a bet ftaaüt^en
Buer, 6. April. Dte nat ^ Beendigung des
Zeche Bergmannsgluck, die vi? französische Be-
zwe, tägigen Protestirre ^„hren wollten, fanden
letz'M» wtebe, M- Sch,-»' °M°^ f t a „ a Bf i'| d, e „
sämtliche Zech en to r ^^setzt. Die Bergleute Posten mit Geweih ^ ^reik. Der Betriebsrat traten darauf n General in Recklinghausen,
legte Protest bm^o ^nieur zu Verhandlungen mit d" Belegschaft nach Buer entsandte.
Die Ausweisungen.
l Koblenz, 5. April. Die Zahl der Ausweisungen aus u«m altbesetzten Gebiet hat in den letzten Tagen rn un- I Maste zuaenommen. Ohne Einschluß der
Ausweisungen
