Einzelbild herunterladen
 

bamstaß- %. Erz 1928.

Wiesbadener TagNait.

Nr. FA. TeTke TT,

Mg

mm

'UnterHaftung6 s&eUage

bt6 'Wizübabznzz 'Zagöfattä.

mm

üü

*##

W*M

Die Stillen im Lande.

Novelle von Magda Trott.

Sollte man stck nun darüber ärgern, daß schon wiÄ« so ein kleiner Zettel aus dem Tisch lag. der Georg Peters an- kündigte. dah seine Wirtin vom nach,ten Monat ab die Miete um 200 M. erböb-n müsse? 2m vorigen Monat batte sie ihn um 100 Märker gesteigert. letzt, um 200. Unb iwd, dazu für io ein Zimmer. Er konnte dlese alte rote Pluick- garnitur. die von E rohmutt er s Zeiten berzuftainmen ianen.

gar nicht mehr sehen. Aus jedem Stuhl ein aeätidfps Älficn, doch nur. um d'e defekten. Rohrsitz« zu verdecken. __

| nux. U^ll U* UC|CUCII OH wvwhvim

Eigentlich wohnte er im Verhältnis zu feinen Fttunven und Bekannten noch lächerlich billig. Aber das brauchte das alte sp-ndeldürre Fräulein gar nicht zu wissen, bei der er sich vor % Jcchren eingemietet batte. Die Summe, die er im ganzen Monat für das Zimmer ausgab. die warf er an manchem Abend irgend einem Kellner zu. wenn er mit einem netten kleinen Madel Abendbrot essen ging. Sein Gehalt war recht gut. es steigerte sich von Monat zu Monat, er konnte ein sorgenfreies Leben führen trotz der hoben Preis«. Peters war mitunter geradezu stolz darauf, da« er mit seinen 22 Jahren so viel verdiente. Und dazu kamen ganz nette Nebeneinnahmen. man machte mal da. mal dort ein Geschäft setzte beim Rennen, spekulierte auch ein bißchen. o. es lieh sich schon leben. . , ,.

Aber diese Steigerung ärgerte . ihn dock. Das alte Fräulein Kolbe, das immer ,o lautlos auf Filzschuhen durch den Korridor huschte, das stets so zaghakt an sein« Zimmer- tür klopfte, wenn es ihm etwas abzugeben oder zu bestellen hatte, schien doch auch ganz auskömmlich »u .leben. Und grobe Ansprüche stellte die -rlt« Jungfer gewih auch nicht mebr an die Zukunft. Peters batte feine Wirtin tm Kreil« der Bekannten die ..Spinne" getankt, weil Fräulein Kolb« ko lange, spindeldürre Finger batte, außerdem aber auch io lautlos wir dies Tier umberwanderte. Andere hatten ge­meint. st« müste ..Klapperschlange" beiden, denn die Knochen des alten Fräuleins, um die nur eine gelbliche, verlchrumotte

S t mfc. müdten doch bei jeder Bewegung aneinander- vern. Es wurde einmal die Frage aufgeworfen, ob Fräulein Kolbe vielleicht nicht satt zu esten bab«. aber Peters wusste aus dem Mund des Fräuleins, daß ste aus sehr begüterter Familie stamme, der Datei habe ein «rohes Rittergut besessen. . .

6 ! < ist nur ein bihcken geizig. Da es sich, sonst aber gut bei ihr wohnt, da ste nie sichtbar ist. mir mem Zimmer in Ordnung bäli und mich nicht bestiehlt, so bleibe ich eben bei der Spinne wokmen." ~

Und es wohnte stch wirklich gut bei dem alten sraulein. Die Wünsche des Mieters wurden stets erfüllt, er wurde in den Kleinigkeiten nickt überteuert, im Gegenteil. Fräulein Kolbe rechnete manchen Sandgriff. manche Eeiälligkeil gar nickt an, und Peters erinnerte auck niemals an das Der- oestene. Mitunter sab er das alte Fräulein tagelang nicht. Die Cvinne hockte in ihrem kleinen Hinterzimmer. strickte, nähte oder machte anderen überflüssigen Kram.

Sie stickt wahrscheinlich wieder Stuhlkisten . höhnte Peters. Mir ioll's einerlei sein, wenn ste mich nur in Rub«

^Wochen vergingen, di« Zeiten wurden immer schwerer. Peters' Gehalt reichte nickt mebr ganz aus. obwohl Zulagen nickt fehlten. Aber er yar jetzt öfter denn je in versteckten Lokalen »u finden, in denen man ein kleines Spielchen wagte Nicht hoch o nein aber es kam doch vor. da« er mitunter um 1000 M. leichter nack Saus« ging, als er ge­kommen war. _, , ., *

Seine Laune verschlechterte sich, er suchte nach einem Blitzableiter und fand ihn in dem stillen Fräulein Kolbe.

Glühend schoß der Sechzigfährigen das Blut in das ver­runzelte Gestckt. als st« anhören muhte, da« am dem Schreibtisch alles in Unordnung gebracht worden sei. Man könne lei der teuren Miete doch wohl verlangen, da« auf die Wünsche der Mieter Rücksicht genommen werde.

Schweigend verlieh die also Gescholtene den Raum, ihr« kleine gebeugte Gestalt schien nur ein wenig zmammenge- duckter. Aber in den matten Augen hatte Peters eme stille Anklage zu lesen vermeint. Und dieser Blick, an den er letzt dachte, färbte auch ihm sekundenlang di«.Stirn dunkelrot.

W'eder ärgerte er stch. Warum sagte öl« Svinn« nichts? Warum kam nie ein heftiges Wort über die welken Livpen?

Stille Master sind tief", murmelte er vor. sich hin. ..Man muh sich vor ihr in acht nehmen. Aber gleich darauf ftcl ihm ein Gedicht ein. über das er kürzlich gedankenlos himweggelesen batte?Das sind die Stillen im.Lande. . . Und zu diesen Stillen zählte vielleicht auch die dürr« Kolbe. DieStillen", die unter der heutigen Zeit besonders schwer leiden, deren Lippen aber geschlossen blieben, damit nichts, auch gar nichts den Jammer des Herzens verriete.

Blödsinn. Was ging ihn leine Wirtin an. Mochte die bis an ihr seliges Ende Stublkisten sticken, nur u>n war es viel wichtiger, heute abend die verlorenen Taufender wieder- mgvwtunen. ,

Wenn doch e-rst wieder Ultimo wäre, das Geld war ver­dammt knavv Er zählte seine Barschaft. Wenn er heut« kein Glück batte, muhte er sich morgen Vorschub geben lasten, denn die kleine flotte Nanny wollt« morgen abend durchaus mit ihm in ein« Bar. Das kostet« einen braunen, Lappen, und der muhte erst verdient werden.

t este abend. Er wollte vorstcktig soielM. .

ls er aber gegen Mitternacht in das Zimmer mit den selSmahten roten Plüschsesteln zurückkam. war kaum meyr Hunderter in seinem Besitz. m ,,

Verteufeltes Pech. Morgen, wenn er Borschutz ver­jagte. würde man es an einer spöttischen Bemerkung nicht reblen kästen. Ob er Nannn ablagte? Er sei verhindert.

wobt? Irgend eine Ausrede dürfte stch schon

Er.fühlte, die Verlust« der letzten Tage batten ihn nervös. gemacht. An Schlaf würde nicht viel zu denken sein. Mt em kleine? Beruhigungspulver. Einen steifen Grog.

r bie Sonrne schlief gewih schon. Jetzt zur mitternackti- sen Stunde konnte er von ihr das heiße Waster nicht ver- mirgen.

Kurz entscklosten ging er selbst in die Küche, die seinem Zimmer gegen iherlag. stellt« das Tövfchen mit Waster auf den Gaskocher und bereitete sich den Grog.

An der Kückentür laa ein Zettel. Peters bückte stch. Ein Tauseudmarkschein. Alle Wetter, den batte sicherlich di« vvinn« verloren, Donnerwetter, die Svinn« batte noch zwei Tag« vor Monatstchluh einen Tausender. Der ging's licht w kümmerlich wie ibm. Ob er sie anborgte? In zwei Tagen konnte er ibr den kleinen Betrag zurückerstatten.

. na fc* 1 * Schein an stch. »m ihn der Wirtin morgen nuh auszuhandigen und ste gleich um ein Darleben zu

diese geizig« Person das Geld leiben? Alte Leute waren immer mihtrauiich. War es nicht nchttger. er behielt das äer zwei Tage und sagte morgen abend, daß er den in hier im Zimmer gefunden? '

Das Gute in ibm warnte ihn. fuhrt« Äm die Angst des alten Fräuleins vor Augen, das verzweifelte Euchen nach dem Schein. Ader fein Leichtsinn siegte.

Wegen eines so lumpigen Betrags wird, sie sich nicht lange grämen. Sie ist ja nicht arm. Sie wird sich einen Tag lang ärgern, aber übermorgen freut sie sich doppelt. Uno

eine Tafel Schokolade foll ste noch obendrein haben. .

So nwtn-berte Georg Peters am Abend mit bet fcimen Nanno in ein Barieiä. Der Taufendmarkschein reichte ge­rade aus. um die gemachte Zeche zu bezahlen. Er brachte das junge Mädchen nach Haus und begab sich selbst am den

Heim.wr« ^ -ix Stillen im Lande..." Er pfiff die Melo­die des Liedes unbewußt vor stch hm und dachte vlotznÄ wieder an di« berbutzelte Spinne. Me eine immer« Last legte es sich aui sein Herz. Ob ste heute wohl lange nach

icB*v es iiui aui itmy'-io- ----- i"- t i . .ja

dem Schein gebucht batte? Morgen gab es Gehalt, gleich morgen abend erstattet« er ibr den Betrag zurück. Vielleicht war es sogar gut. wenn er ibr schon .morgen, wenn ne den Kaffee brachte, sagte, daß er den Schein gefunden, versehent­lich aber ins Bureau mitgenommen habe. Sonst suchte das dürre Persönchen auch noch morgen. Oder batte ste den Verlust vielleicht gar nicht bemerkt? ~ . ,,

Er hastete immer rascher vorwärts. Irgend etwas un­bewußtes trieb ihn. Er hätte doch fragen sollen, di« Spinne hätte ihm das Geld gewih gegeben.

Le ier, als" es sonst seine Gewohnheit war. ickloß er di« Korridortür auf. Eilig wollte er in sein Zimmer. Aber was war das für ein unangenehmer Geruch? Kohlendamp,/ Großer Gott, das war ja fast, als müste man hier rm Korri- dort ersticken. Hatte die Spinne Kohlen aus dem Ofen fallen lasten. dst weiter schwelten? . . . . _ .

Er stürzte in sein Zimmer. Alles war in tadelloser Ord­nung. aber doch war der penetrante Geruch ein wenig mn- eingezosen. .... ,,,,,, .

Bei der Spinne brennt s . nrgie er vor sich brn. lief durch den Korridor, donnert« an die Tür des kleinen Hmter- zimmers. ..Fräulein Kolbe. Fräulein Kolbe!

Kein« Antwort. _ .

Da warf er stch gegen die Türfüllung, ein- zweimal, die Tür fvlitterte auseinander. Er drang in das vauckge- schwängerte Zimmer, stürzte »um Fenster. rtt> es auf macht« Licht und sah auf sauberem Lager das schlummernde Per­sönchen. . . . . ,

Er rüttelt« st«, und als alle seine Bemühungen, di« Leb­los« zum Bewußtsein zu bringen, vergeblich waren, hob er mit starken Armen di« dürre Gestalt empor, trug sie hinüber in lein Zimmer und legte sie dort nieder. Sem Gesicht glühte. Welch eine leicht« Last, welch ein Häuflein Knochen hatte er-soeben auf den Diwan gebettet!

Er weckte die Nachbarn, eilte selbst zum Arzt und suhlte eine sähe Befriedigung, da« er hier helfend emgreisen

^""llnd während stch der Arzt um die Vergiftete bemühte, ging er ins Zimmer des Fräulein-s. um hier Ordnung zu schassen. Die Klapp« des eisernen Ofens war sorgsam ver- schlosten. die Fenster verhängt gewesen. Auf dem Tisch lag ein Zettel. , . . .

Der junge Kaufmanm las die wenigen Zeilen, dann schlug er die Sünde vors Gesicht. Di« Worte brannten m

seinem Innern, schnürten ihm das Hem zusammen.

Also darum strickte ste. Um das Leben zu haben! llm

nicht zu »erhungern! Das kleine Kapital mar aufgezebrt. Und nun. da ste den Verdienst einer gangen Woche verloren, miste ste kernen anderen Ausweg als den Tod. Sie hoffe, der liebe Gott werde sich ihrer erbarmen.

Peters stöhnte verzweifelt auf. Nun war die Stelle ganz still geworden. ,. . . , ..

Sie müssen ste retten", schrre er vx leidenschaftlichem Jammer dem Arzt entgegen.Sie darf nicht sterben.

In di« Polster des verachteten roten PlüWofas druckte der junge Kaufmann das blaste Gesicht, Sein ganzer Körper bebte Das hatte er nickt gewollt. Er sprang empor, starrte nieder zu dem Antlitz mit den unzähligen Falten..

..Sie dars nicht sterben . klang s noch einmal in unter­drücktem Schluchzen.

Nack unsäglichen Bemühungen gelang es. Fräulein. Kolb wieder ins Leben zurückzunncn. Und in dem Augenblick da sich die Lider von den matten Augen blinzelnd hohen, sank Peters am Diwan in die Knie, küßte in stummer Ehrfurcht die verarbeitete Hand seiner Wirtin.

Der angenehme Fahrgast.

Von Charlie.

ru

®&*r am Morgen tarnen ibm di« Bedenken. Würde ihm

Der alte Herr sab aus wie ein Filmdireckior, vollwangi«. glatt rastert, trug ausgesucht elegante Kleidung, ohne aus­fällig zu wirken, seine schmalen Lroven zeugten von Tatkraft und Derantwortungsbewußtsein. Aber das beste an ibm waren seine Augen, seine leuchtend frohen Augen mit dem gütigen Allesverftehen. .

Er trug das Gedränge rm Auto-Omnibus mit vornehmer Gelastenbeit. Wenn ihm jemand aus den Fuß trat, lächelte er. und aus seinen bellen Augen leuchtete das gütige Alles-

^s^ttir"erm»al. als er durch die Wucht eindringender Fahr­gäste aus seiner stabilen Senkrechten geworfen wurde, dah er schwer gegen mich siel, wetterte er in einem Österreichisch, das ibm im Augenblick aller Herzen gewann. Er gab seiner Überzeugung Ausdruck, daß dieses Gedränge nur von Taschendieben veranstaltet sei. um ungehindert stehlen zu

kömien.^i M feto Gesicht in eine so rührend angstvolle Miene, daß ibm von allen Seiten unter belustigtem Lächeln Beruhigungen zuteil wurden. Durch das Hin und Her der Unterhaltung wurde er der Mittelpunkt der Fahrgesellschait.

Er war der ausgemackte Liebling aller im Autobus, und niemand nahm es ihm übel, wenn er während der rattern­den Fahrt mit seinem ganzen Gewicht auf sein Gegenüber fiel.

Die Unterhaltung war so rege, daß der Herr Filmdireb tsr das Aussteigen ganz vergaß. Erst an der Endstation wachte er aus dem Bann der Unterhaltung auf. verabschie­dete sich von den letzten Fabrgasten wie von alten Freunden und meinte, nun müste er mit der Autodroschke ein Stückchen zurückkabren. Das komm« von der Unterhaltung mit so lieben, netten Menstlien.

M»- jugendlicher Debendigsett sprang er vom Omnibus, trollte wie ein« Kugel über die Straße, winkte einer Droschke und verschwand hinter grauweißen Benzinwolken.

. . . Dann bab« ick nicht mehr an den smarten Silm> diroktor gedacht, bis meine Hand in leeren Taschen nach Uhr und Geldtasche suchte. ..

Lin Märchen iin Keller.

Don SiLvll« ». Birkhei«.

.Ob ich denn nar nicht mehr bier herau^omm«". senftztt eine weiße, roscnbemalte Mokkataste aus Jvtntm Lttnose- vorzcllan und ni>ste hinterher ein paar Mal. denn oa Staub kitzelte ste ganz bettäcmlich., Es war aber auck arg. wie ste da eingezwängt zwischen viel, viel Ptz>l«r und lauter alter, muffiger Holzwolle steckte. ...batscki. Hatschi, klirrte es ganz fein, aber doch so. daß di« große Kiste, ln der sre lag, sich ermunterte und aus alter Gewöhnung- .Lm Ge­sundheit!' brummelte.Na. Sie haben nck fAe. erkaltet tagte ste dann gönnerhaft, wie es alte Leute oft tun.

Ach". Nagte di« kleine Taste undeutlich zwischen, all dem Wust, .bas ist wohl möglich, aber vor allem ist es v ie r

oem rvun. ,wus rn iu-uiji iitouw. ------ Ä i

so eng und dunkel, und dann bm ich ganz "llein. zurück«, blieben. Meine ganze .Familie, ick babe eine stbr zahl reiche Verwandtschaft, müssen Sie Zwisten, ist fort. ausMvackt

und nur mich bat man vergesten."

Tut mir leid", erwiderte die dicke Kiste mit dem Brust­ton der übeizeuguns.Mir i«bt s.ooch nickt onel mtders. man läßt mich hier modern und schimmeln und., dabei bab ick noch janz jehörige Kräfte. Horen Sie mal. > Und da­mit knackte und krachte ste in all ihren Fuaen. aber ob« auseinanderzufallen, wie das Taßchen schon furch.ete,Na. ja. also ick bin ooch schleckt behandelt, über erzgbleu Sie man nibig trotzdem mal ihre Geschulte, damtt ickJbn«, vielleicht einen tuten Rat leben kann . setzte ste dann auf­munternd h.nzu.

Ach. erst möchte ich.so «ern erfahren,, wo wir eigent­

lich sind". TrOTtTtoe Kleine vorstchtig^zürück ..

Det wisten Sie nicht? Na. doch natürlich im Keller . war die Antwort.

.Keller ^Nesn. das habe ick noch nie gebött. Ick weih nur von,Sal?n und Ehzimm-er und Derunva. .föwt^es t otex

nur von raum uno iFBannaivi u»u zz. vyil:

anckl hübsche Möbel und Tapeten uud Blumen? erkundmte " "' irrig.

.Ach du kriegst die Motten." Am liebsten hatte die Kiste die Saude über dem Kopf zusammenaescklasen vor Erstaunen, aber ste war zu beauem dazu.

Nee.'iar nischt von alledem., wo. denken Sie bin? Hier jibts nur Kohlen, Holz und dal m die Ecke stnd Kartoffeln

und in die ander« Ecke sieben olle Flaschen, mit denen Sie ja woll oock- verschwäiwvt sind. , L L rj L 1

Die rornebme. kleine Taste schwieg ganz erschrocken eme Weile. Endlich sagte st«:Das ist ja schrecklich, utzd mit Flaschen bin ich auck nickt di« Spur verwandt, nein ick stamme aus ganz anderen .Verhaltnisten. (&a«ttlia> m Deut ch ia auch nickt menn« rickttge Sprache. Ick babe es nur so mbenbei gelernt. In meiner Familie spricht «wir nur Französisch. Ich beiße Mokkarina von Linwge und bin vrn weirber gereist, als ick noch ganz neu war.

So. so" murmelte die Kiste, die eigentlich stark ber­linisch redete und sich nun wvniger grobarttg vorram.

Ja. und dann kam ick in ein schönes Saus. d. b . w ir alle, auch meine Großmutter, die Teekanne, und meine Tanten, die KaffeetastiN.. meine Eltern, die Sahnengießer, kurz, alle kamen wir dorthin, wo wir ein ruhiges LAen führten und nur ab und. zu auf dem Tisch gedeckt wurden-. Das war immer sehr lustig, aber manchmal starb.dab« eiwrr eder der andeie. wenn er im Übermut vom Tisch lvrcnm. Und die Menschen waren dann nickt sehr unvlucklick. Di« Dame des Hauses, unsere Herrin, schalt lange, wenn alle Gäste weg worein mit den Dienstbrsten und die muhten

unsere Scherben vorsichtig entfernen.. Zum Sckluh bekamÖr« davon Migräne, was für. alle übrigen schanderhatt ist. Am liebsten batte ick e,«n«»K die Tochter Les ßavk». gte

faßte uns immer so behutsam an und Mckte so nlterestiert aus unsere Kehrseite. Dort steht unser FanriAeimame «in- sednickt. aus den wir besonders stolz und.

Ja. ja" bemerkte hier die Kisteick habe ooS so wat hinten diuf." Aber Mokkarina hielt sich nickt weitz-r. auf. sond.crn kuhr fort: ..Da. eines Tages, kommen lauter Männer und macken sich ^über Möbel. Silber V°rzellam Teovick« und Gardinen her. Alles wird ^is-ammengepa^ Und dann kam ick ganz zuerst rn ..^ie brrrem. ^patet fcone ub wohl, wie matt die anderen bennrsnabm. aber rm konrttn nichts leben Vor Angst schwieg ich auch, als man ..Sie dann holterdiepolter hier herunter beförderte. Zuletzt schllkk ick viel, irtil es So langweilig utub still war. kiniger Zeit kann '-ck das auch nickt mehr und mochte nur gern heraus aus dieser Enge. , _ . ,.

Ja", sagte di« Kiste noch lansem Nachdenken. .. ck wüßte Wen einen Rat. aber et ist- nackt.ranz leicht. Ab und zu kommt nämlich det Macken von die Herrschaft hier n-nter und bolt Heizvorrat. In letzter Zeit bat sie an- jefangen. aus meinem Bauch det Pavier zu nehmen, S.e steckt lei allens in eenen Sack und nimmt et mit run. Nu müllrn Eie bei die nächste Ieleaenheit daZwlsckenkrieaei: und sich mitnehmen lasten, dann wird man Sie td>on bemerken. Aber es -s ne josahrlicke Sacke. Sre konrr-en lick Vals und Beine blecken."

Mokkarina hörte andächtig zu. fuhr dann begeistert in die Höbe unv war Feuer.und Flamme dafnr.. Sre vÄnmkte

Dtc 5 ) 0 i>e uno war «tu« X

sich vieitausendmal, bis di« Kiste Fie aan». wütend anf^ichte.

Nu ballen Cie sck>on die Klavve! Vorläufig sind Sie noch

llK es^nestba'b wie die kluge Kiste es sich aus^aLt batte. Mokkarina kam wieder »um Vorschein. beil iM» uw verlehrl. und die game -Kamille stand um ste herum und ließ sich ihre Erlebniste erzählen.

Die Herrschaft aber schimpfte auf den Mcker.

Sehr ernst und bettübt blieb, jedoch.die alte gute Kiste zurück urtib ihr stand noch lange eine U*. J Jb

im Auge. Eigcnllick ist dies abeT gar ke^in MaTcken. wn

dern eine wahre Geschichte.

wenn du stirbst.

Wenn du stirbst, laß deinen Willen nickt Vorwärts zwischen oorgeabnte Zeichen

VJUip pin KiniO, Vit9 ?u.i«wn wünlckelaö

Träumt von seiner Mutter süßem Stillen.

Irrt die kommt, von deinem Wesen leer. Gleicht am Strand nickt ausgeworf neu Retzen.

Richte mit verfrühten Macktaesetzen Keine Klippen auf im Zulunnsmeer!

Teck vor Sennen, welcke unverloren De!« Liebesvialmen binterlasten.

Wird dein Wille kerrengleick oerblasten Und die Zeit wird dein, die nackaebor

on«.

Tlsh atntf K1L

'S