Samstag, 24 . FeLrvar 1923.
Wiesbadener TagblaLt.
SK. 47 . Seite 18.
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Virtuosen der Selbstpeinigung.
Die Evcrest-ErvMtion des Sommers 1922. die Io wie an den Gipfel des höchsten Berges der Welt hinallfükrte. bat das Interesse für die Wunder des Himalaja wieder neu belebt und deshalb darf der deutsche Reisende Dr. Kurt Boeck mit seinem Buch ..Im Banne des Everest. das bet H. Haessel in Leipzig erscheint, auf eifrige Leier rechnen. Boeck schildert hier seine Erlebnisse in Nepal, in der iur Weihe verschlossenen Heimat der Eorkbas im Zeniral- Himalaja. urd er ist auf seinen Wnnderunyen ,n Gegenden und an Stätten gekommen. die nur wenige Europäer je betraten und di« auf lange bin den Weihen verschlosien iem werden, besuchte. ...
ganz Nepal. --- ... ___...... ™ .
reite im dritten Jahrhundert von der Tochter des Honigs
rlase. zu
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sich eine reiche Anzahl von Heiligen und Bützern. nieder-
unter der Führung des Sadbus mit dem schneeroel« ge schminkten Gl sicht zu den Unterkunftsbäusern der Wallfahrer und den Standplätzen der Bützer unternahm, sträubte um mir förmlich das Haar vor Staunen über die dort verborgenen Gestalten: :ch hatte doch in Asten bereits so
manchen wurdcrbaren Schwärmer kennen gelernt, brer aber fand ick neben de,- abenteuerlichsten religiösen Bettlern, me sich bei Niscm Tempel ein Stelldichein gegeben batten, tu allen möglichen Schlupfwinkeln Vertreter :ener enteetf= licht n. durch unglaubliche Mittel sich selber aualenden. fälschlich Fakire genannten Büher. deren Vorbandentem von vielen Indicnreisenden bereits geradezu als Marche» bezeichnet wird, weis denselben in Britisch-Jndien durrn Paliz-imatzregeln. auch wohl durch die wenig reivektvollen Blicke, mit denen die Europäer die Äußerungen ihres religiösen Wahnsinns in Augenschein zu nehmen vilegen. der Aufenthalt verleidet wird." Man wird es kaum für möglich halten, dah es tatsächlich Hindus gibt, die unausgesetzt Tag und Nacht mit tief zur Erde heruntergebeugtem Körper daneben und dabei mit den zusammengekrallten Fingern dre Erde berühren, bis der ganze Mensch -n dieser gekrümmten Stellung gcwisseimahen erstarrt ist. bis seine Arme ausdörren, die Nägel der Finger durch das Handfleiich wachse» und bis das Haar wie ein zottiger Vorhang über das Ge- stcht herüberwächst. Di« verebrungsvollen. Besucher des frommen Mannes baben dann grohe Mübe. das Haar ber- fcite zu schieben, um ibm irgendwelche Lebensmittel in den Mund zu stopfen. Ein anderer dieser „Stellunssbützer bockt unentwegt auf einem einzigen Bein, während der Unterschenkel des andern in die Kniekcble des Standbeines eingedrückt ist. Andere Selbstpeiniger nehmen die Schmerzen zu Hilfe, die stechende, schneidende oder brennende Gegenstände hervorbrinaen. um ihre Gleichgültigkeit gegen die .Leiden zu beweisen — oder um die Freigebigkeit ihrer Landsleute anzurufen. Das stnd die Bairasis. dre auf den scharfen Sviyen langer, eiserner, aus einem Brett auf- ragender Nägel kauern oder liegen die sich an. scharfen, durch die Rückenmuskeln gezogenen Haken an Gerüsten von mehr als 12 Meter langen Stangen aufbängen. lasten und daran bin- und berschwingen. durch die Städte mbren. oder wieder andere, di« gleich den Feuervriestern tn Japan, und den Wundermännern auf den Fidschnnseln über glühende Hclzkoblen geben. Manche dieser Nutzer, die sich von brennenden Holzscheiten schmoren lassen, richten sogar heimlich Assen ab. neues Brennmaterial nachzulegen. wodurch ihre Heiligkeit in den Lugen des Volkes vermehrt wird. ..Für mich ist es gar keine Frage . sagt Böen. ...dah viele dieser Sonderlinge aus völlig lauteren Beweggründen bandeln. Die Lehre des Brabminentums. nach der die Kotier durch Opfer und Buhübungen zu gewissen Gnadenbeweisen gezwungen werden können, treibt viele vom Unglück Bedrohte zu solchen Mahrcseln. dre nur unierm Geruh! als unbegreiflich und abgeschmackt, dem v.rndu aber als hockst swickmähiia erscheinen." Amtlich verbürgt und z. V. d,e Leiden einer inngen Inderin Sckundra Bela. die lange Zeit während der Tagesbitze zwiicken fünf Feuern hockte und die Nächte bis an den Sals m Wasser, stehend zubrachte. Der Jogi Gosain Vranpuri brachte zwölf ^abre .seines Lebens regungslos auf emem Fleck stehend zu.bielt in den zwölf folgcnden auck neck die Arme emvor. lie» sich dann N Stunden an den Führn im Grast eines .heiligen Baumes hängend über einem Feuer bin- und herickwrngen uttiredenip lange aufrecht in eine trockene Sandgrube einscharren. Bei
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CLwels-n. ttte überaus ivärliche ^afjtüne. tz« Mangel jeder Körperbewegung. Der Jogi p flegt seine Zunge durch
Die ArLhen.
Bon Peter Prior.
Der Tag graut im Osten. Nebel liegi Wald, die stch. bräutlich geschmückt haben Kommt doch ein alter. Zauber Freier, der
am Feld und mit Raubreif. Vinter. — In (orlaute Jüng-
dem schwaizen Heer im Walde veÄ es W. linge rufen sich Be§rutzun§mvorte^ rp. »
befinden" Und schon che
riibunssworte zu. schüchterne Jungfrauen horchen" erfreut auf die Stimmen ckrer. Liebsten^und geben
24 Einschnitte derart zu verlängern, dah ste nach hinten umgeschlagen werden mnn. um Stimmritze und Kehldeckel mit der Zungenspitze zu verschliesen. nachdem ^-unae uno Magen mit Luft angefüllr und.die Obren mit Baumwolle versperrt stnd. Durch oeharr ickes Schielen nack seiner Nasenspitze stll er dann die Tatrgkett der. Sinne fast gaiu- lich ausichalten. Solche berühmten Heiligen »oniehen in Nepal die höchste Verehrung.
den Ort zu erkennen, wo Re Um 1 : •iS' “St»*s CS ginnt ein wirres Besuchen. .Geschrei und Getändel so dah t ic All* n. b«e nrcf? int ö , filbirt)luinntct ixirb. unottia) am<
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Garde. Kolk. Humra. Schnarr und Froble. stnd wach und wenden die blitzenden Augen nickt mehr von ihrem Herrn.
Mittlerweile sst das ganze. Volk erwacht und ein gewaltiges Getöse erfüllt den Mild, die Begrubung des neuen Tages. Die Sivven fiiiden stck zusammen. Brautpaare sttzen e-'ggcsckmugt. E> eise wärmen stck gegenseitig di« alten
Knochen. Königsvlad her erbeben stck Kolk.
Si'mra und Schnarr. Weitausbolend eilen ste von dannen, mit scharfen Augen die Gegend musternd und mit freudigem Geschrei die Mannte Flur Legruhend. Bald kommen, ste wieder zurück, eine kurze Meldung an Korvm. und. dieser mit Wie ein Mann erbebt sich das ganze Volk, wie..eine dunkle Welke ziebt es über die Felder, voran der König, dinier ihm die Vasallen und dann die Äugend. Zuletzt die alten bewährten Kämpen und ganz hinten die Alten.
Sie haben schönen Weizen gedrillt, 60 Morgen, di« Leute rem Gut. Noch steht die Drillmaschine aut dem. F«ll>e. uwd eine Anzahl Körner ist um sie verstreut. Hoch m den Lüften umkreist Schnarr die Maschine. Sie bat. ib« Tü^m man kann nicht gut unter sie b'Mben. und leickt kann stck
Der Bauer und der Teufel.
Dm August Kinsko.
Es war einmal ei» Baw:r. oer batte eiue junge Frau, er selber ging aber sechsmal im Jahrcwa.,iahrtenu..iauch lond betete er den ganzen lieben Tag. Einstmals, lltr> er wieder von einer längere» Wallfahrt nach seinem veiinnts- ort zurückkebrte. kam er an einen Kreuzweg, und stehe da. da bockte ein garstiger Kerl an e,nem Brlditockl und zitterre
me SaÄSftttetfe deira a so?" meint: der Bauer. ..Seids valleicht krank?" ,
.Verlassen Hab t mü * areinie der Grausli^e. ..Schau. Bauer, wennit dein R.r'e»kranz weglegen und mrr die vano reichen tatst, dann könnt i weiter.' ,
Der Bauer dachte sich. Warum so an armen Hascher! net helfen? Er. legte den Natenkranz.beiseite, reichte dem Schwarzen die Sand und hui terang dieser mit einem Satz ilber den nerveldten des Vlldftdäls dmweg.
»erschlag ertönte, und der Teufel stand "^ bem Bauern, der gar nicht wuhte. was er sag:» sollte. So batte imr. otr Schreck die Stimme oeri blagen
Griih di Gott. Bauer' lackte der Teufel. »Warst fleibig wallfahrten? Klimmst « amol Kswmel aum. Sicher! Und vom Büditö.kl hast mir wega holn-n. Bist mir a guatcr Christ. Ja Teuiel i» Weg wervn.. . nix. icti will dick daiür belohnen. Kommst bxt dreimal was wünschen!" Der Bauer überleg::. . -ck-ach wars ja dab er den Teufel errettet batte aus seiner Not. aber geschehen war geschehen, da war nichts zu macken.
..Weiht. Teufel', sagte der Bauer ,.mrt die drei Wunsch, das is ickon zu alt. Da kann ma lnckt ein,fall» und strn was reckt Saudumms wünschen I bab an andere Idee. Und er dackie an sein runges und resolutes Weaberl mrd an deren Lieblingswert ^ ..Da Most'ovi. du wamvetcr. .welches sie mit Borlicb: ra ihn richtete, rn guten und bösen Stunden.
..Mer iunae der Dauer zum Teufel. ..ist
a guates Weiberl-' ,
..I kenn's" grinste der Teuf'-l. »Guat kenn t s!
aber", fubr der Bauer fort. ..ste hat a weng lustigs Maulwerk!" .
.Woas alles", lackte der Teufel.
..Und wanns zu mir sagt: ..Du Mostkcvf du wamveter! . dann möckrt i n jedesmal eraen Taler baben. ^,er Bauer rechnete, dab seine Frau dis jetzt mindestens dreibramal den Tag über ihn mit di'.ser lieblickm Anrede erfreute, das ergab dreist!g Taler und mar kein schlechtes Geicka't.
..Aber. Freund Bauer', feilte der Teufel. .Da sagst was Dummes. Der liebe Frau wird dock »u dir net fo schlacke Wcrtln fag n? überleg dir die Sach g schwind no amal und wünilb dir lieber dreimal was. 2 rar drr nuar.
Aber der Bauer wollte davon nichts misten, und so war's der Teufel zufrieden.
..Morgen kommst her zum Kr-uzweg". meinte er noch. ..und erzählst mir. wie viel Taler anmarfchrert kan.
Darauf verschwand der Botist-ibeiuns. und der Bauer machte stck- auf de Heimweg ..So"..meinte er »u stck .Jetzt kanns tausendmal am iaa zu mit ..wamveter Mostkovi sagen, mir soll'? recht sein."
Bald war er im Dorf und gleich daraus vor seinem Hauie. Aber so viel er klopfte, es wurde ihm nicht ausgetan. Zuletzt kam der Nachbar mit dem Schlüssel, die Frau wäre in der Früh fort, üe bätt' einen Zettel liegen gelassen Der Bauer scklob auf. richtig, da lag der Zettel. Und auf ibm stand- Du Mostkopf. du wamoeb-r. mir kannst gestohlen bleiben mit dein Betri. Ick fahr mit d >m Franzi (dar war der Grohknccht vom Somileite-ib-mer) nach der Stadt, ich weist mir was Geicheikers, als dir di« Dienstmagd zu machen. So stand auf dem Zettel, und die Frau war frrt und der Grostknccht auch. . ^ , . .
..Ja. da schaute her! . meinte der Rauer. Da hat der Teufel do recht g'üabt. G'scheid kann ma Mn. wia ma will, bei die Weibsbilder is ma dock der Dumme.'
Aber mit dem Zettel ging er hinauf zum Kreuzweg, wo der Teufel bereits wartete. ..Ja. dös glaub i schon, dah du ein wamveter Mostkovs bist", sagte er. .Aber auf das Geschriebene. da aeb' ich nichts, m-mbt schon sehen, wie du der liabes Weiber! wieder berkrn-gst.
Das aber blieb mit dem Grohknecht in der Stadt.
wie das Buch entstand.
Die ganze Kultur des Altertums bat sich ohne das Luck in unserem Sinne behelfen müssen. Niemand konnte^damals beim Lesen behaglich seine Zigarre rauchen oder Pralmes knabbern, selbst vorausgesetzt, da« es diese Kulturerrungem schäften damals schon gegeben hätte. Beim LetenderPapY- rusrolle. die di« Stelle unseres heutigen Buchs vertrat, waren nämlich beide Hände voll beschäftigt. es war sehr unbequem, den fertig gelesenen Teil rmmer vneder amzu- rollen und den zu lesenden Teiil abzurollen, auch lmrren die Rollen wegen ihres manchmal sehr srohen Gewichts recht unhandlich, und man muhte beim Lesen sehr vorstchtig kw. um das leichtverletzliche Material nicht zu beschädigen. Bn alle diese Nöte des antiken. Lesers mbrt uns em Amsatz ..Das Buch im Altertum" ein. den Dr. Erich Friedrich un neuesten Heft der bei Horst Stobbe in Mllnchen eMemen- den ..Bücherstube" veröffenilicht. . Sieben den Tontaselcken. auf die die alten Babylonier schrieben, standen in den Anfängen der Kulmr als Schreibmaterial verichiedene Stoffe, wie Bast. Leinwand. Holztafeln. Bleiplatten. auch. Haute. Aber allmählich erlangte der ägnvtrichePavyrus dm all einige Herrschaft und wurde der allgemein benutzte Schrerb- stoff des Altertums. Die Form und Ausstattung der Pavn rusrolle wurde wesentlich bestimmt durch die berühmte BiMothek der Ptolomäer in Alerandr-.o. die m ^>r lvaterrn Zeit der beste Kunde der ägyptischen Papyrusfabrikanten war. Die Schriftsteller richteten sich sogar rm Umfang der einzelnen Abschnitte ihrer Werke nach der Normalgrohe der Rollen, die in dieser Biblioibek eingeführt war. und so ent- ft-Gtitoett bi« einzelnen ..Büü^kL", b. h. 9loHc.n, ttt btc bti> EM zerfiel Dil erste Blatt M Rolle wurde gewöhnlich ebenso wie das letzte als Schutzblatt ^frelgelasseir. Die Rollen hatten häufig einen bunten ..Sckmiti am oberen und unteren Ende, und ein leichter Geruch von Zedernol. durch den der „Bücherwurm" fern gehalten werden sollte, gmg von ihnen aus. Dieser Geruch war für Bibliotheken und Buchhandlungen geradezu bezeichnend. Jahrhundert« hindurch war dies« Pavvrusrolle die Trägerin der antiken Kultur. obwohl das Schreiben und Lesen in ihr ihre Lebensdauer sehr begrenzt., und ein „Blattern oder rasches „Nachschlagen" ganz unmöglich war. Zu diesen Fehlern kam allmählich die Tatsache, dah die BersoMing der damaligen Kulturwelt mit Pavyrus durch die agyvtiichen Fabriken immer unzulänglicher wurde. PaPyrusfabrikeii. die man auherbalb Ägnotens einvubteie hatten keine Tauer. weil die Pflanze iackgemah nur im Nil'land gezüchtet werden konnte, und war die Pavvrusernte einmal Meckt. so machte stch bald in der ganzen Welt ein empfindlicher Mangel bemerkbar, so dah man in Rom schliehlich em« eigen« Behörde für die „Bewirtschaftung" des wichtigen Schre'b- ftoffs einsetzen muhte.
Als Ersatzmittel der Pavvrwsrolle boi sich der sog. Codex" dar. der bei den Griechen utrrib Römern schon früher ,'n Gebrauch war als der Pavyrus. Es waren das zwei over mehrere zusammenklappbare aneinan.der geheftete Schrelb- täfelchen aus Solz, die mit Wachs ausgekleidet waren und mit einem spitzen Metallgriffel beschrieben wurden. In solchen „Büchern", deren einzelne Tafeln nach Art unserer Levorello-Albums zu einem vielfach gebrochenen langen Streifen verbunden waren, trug der Geschäftsmann teilte Rechnungen ein. hatte der Richter die Gesetze zur Sand. Aber diese Codices aus Tafeln waren natürlich sehr schwer und unbeauem. Man setzte dann allmählich an d,e Stelle des Papyrus die bereits in alten Zeiten verwendete Tierhaut. das „Pergament". Zunächst wurde das Pergament ebenso wie der Papyrus gerollt, bald aber verwendete man es in der Form von kleinen Blättchen, die wie die Solztäfel- chen miteinander verbunden wurden. Da zeigte stch denn, dah das Pergament für die Form des Eot«r besonders geeignet war und dah die Blätter leicht und in grober Anzahl durch einen Heftfaden zusammengefügt werden konnten. Man fand, dah es praktisch war. immer nur wenige re einmal kn der Mitte gebrochene Blätter zu einer „Lage .und mehrere von dielen dann zu einem „Band" zu vereinigen. Damit war im wesentlichen das Buch entstanden, wr« wir es noch heute besitzen und das alle Vorzüge der früheren Buchformen in stch vereinigt, die Nachteil« aber vermeidet. Der Perga- mentcoder ist zuerst bei Marttal im Jahre 8S nach Ebrsstus als billiger Eriatz der oornefrmemt Pavyrusrolle festzustellen: er glich etwa den Reclam-Bändchen. an dir er auch im kleinen Format erinnert, und war das Buck der unbemittelten Leute, daher besonders von den Christen benutzt, die sehr viel zur Verbreitung der neuen Buchform beigetragen baben. Um die Wende des 3. Jahrhunderts hat dan» das Pergamentbuch die Pavyrusrolle verdrängt. Verschiedene Einzelheiten der alten Rolle wurden bei dem mm B uck beibebalten. so die Schutzblätter. das Anbringsn des Titels auf dem letzten leeren Blatt am.
jemand unter ihr verbergen. Aber niemand ist zu sehen, und der ganze Schwarm Iäfet sich unter lautem Geschrei auf das Weizenfeld »reder zuletzt der König, den seine Gemahlin unruhig umflatteri. „Korvin!" schluchzt ste. „büte dich. Ich hatte einer bösen Traum. Aber der König achtet ihrer nicht. Ein Ruf bringt seine Getreuen an seine Seite. Sie haben vor allem über das Volk, das sich bereits an den AKizenkörnern gütlich tut. zu wachen. Morck bleibt beim Kön-g. der sich neben der Drillmaschine niederlästt. Kolk fliegt auf die letzte Pappel an der Straste. Humra setzt sich in die Krone einer Bnke im Park des Gutes und Sckmarr bleibt auf dem First der Sckeune sttzen. Froble oattouilliert am äuhersten Ende des Feldes. Ab und zu fliegen die Posten schnell zum König und erstatten Meldung. Alles ist noch ruhig.
Ein Fuhrwerk naht, zwei Pferde vorgespannt, rechts der Kutscher. Kolk fliegt über das Fuhrwerk, ob in dem Innern des Kastenwagens kein Verdächtiger versteckt sttzt. Der Wagen ist teer der Kutscher trägt nur die Peitsche und weder rechts, »och links von den Pterden schleicht der Jager. Unbeireglicb bleibt das ganze Volk sitzen, als das Fubrwerk vcssielt. Mit einem schweren Fluch hebt der Kutscher «inen Stein und wirft ibn dazwischen. Aber nur einige ganz nec- röse junge Herren fliegen auf. die anderen lachen nur Zae- Bauerinraucn naben mit Körben aus den ' r!“ baut das Signal vom P
..Gefabr!" ballt das Signal vom Posten Froble.
Schrn steigen einige Lehrlinge hoch, umkreisen dre beide» Frauen. Doch es stnd keine verkleideten Jäger, sie baben keine Flinten hinter dem Rücken versteckt und kern Koofttlck über das schnurrbärtige Gesicht gezogen. Das Volk, schon unruhig geworden, srübstückt berubiat weiter., „ m
Da gebt die Sonne über dem Walde auf in aller Pracht und Herrlichkeit. Zu ibrcr Bogrüyung erhebt stck das ganze Drlk. und mit wildem Geschrei fliegt es der Sonne entgegen. Am Bache stebt eine lange Reibe alter Pavveln. Dc-ltbin gebt der Zug. und bald ist jeder Ast bock oben be- sttzt. Die Posten kommen und fetzen stck ebenfalls zwischen die anderen, nur di« engsten Berater Korvins bleiben um
'ibn. der sich leite mit feiner Frau unterbält wäbcend tein«
beiden Söhn« in der Luft die wagehalsigsten Kunststucke
dichter Nebel fällt, und bald stnd die Wivfel der Bäume nickt mehr sichtbar. Wie schwarze. Punkte .sttzen d«
And da kcmmt einer hinter den Pavveln geschlich«». Graugrüner Rock, ebensolcher Hut. Und üilnter dem Rucken blitzten die beiden Läute der Flinte. Behutsam ^meidet er den breiten Weg er gebt am Backe lang, immer di« Wipfel musternd. Leites, undeutliches
der Pavveln musternd. Leites, undeutliches Krächzen tont dorther, wo düs Volk eng »usammengekauert rastet. Immer näher und näher kommt der Jäger. Da! Froble bat ihn bemerkt, ein Schrei und wie ein Mann erbebt sich dar schwarze Heer, mit wütendem Geschrei wild flüchtend. Korvin bleibt sttzen. unbeweglich, und neben ihm Scklarum. Ängstlich umflattert Korva. die Gattin, den König. Die Sobne sind längst geflüchtet. Fort mit d,r!'^ berischt sie der König an. „Ick bin der Letzte'" Und erst als drei Bäume weiter der letzte Alte stck lahmflügelig erhob hebt Korrin die Schwingen. Es ist zu spät! Ein Schutz knallt, und der Kön'g sinkt zur Erde. Hochauf flattert Scklarum. aber auch er fällt vom zweiten Schutz. Di« Königin taumelt Ickreiend dem Volk« nach, das in schneller Flucht dem Walde zucilt. . „ , „
König ist gefallen! In weiten Kreisen schwebt das '' c den Tannen. Ihrer Zweie Unterbalten
Lvaioe 5 kci
Der König_
verlassene Volk über sich über den Rackfolger^ war kreuz- und lenteulr^, die ermattet auf einem Wivte Gefecht entsvinnt stch vor Ute Nebenbuhlern um ihren Besitz, um nicht mebr aiederrrkehren.
Die
noch tun«! Der Alte
war kreuz- und lenleulabm. Ihre Blicke suchen die Königin, ittet auf einem Wivtel sitzt und klagt. Ein wildes entsvinnt stck vor ihren Augen unter den^zwei
Entsetzt Uiebt di« Witwe.
