Witsbsdemr
Verl«, Langgafi« 21
S-schSst-zeit: « Ahr morgens bis 6 Uhr abend,, Mitzer Sonntag,. P»stlcheckr»»t»: zrmttfnn a. M. Nr. riss.
Wöchentlich
«»»»«»preise: In, Verlag abgeholt: Mk. 850.—, in den Ausgabestellen: Mk SM.—, durch die Träger ins 5>nus gebracht am. 900.— monatlich. — Bezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgabestellen, die Träger und alle Postanstalien. — In Fällen höherer Gewalt, Betriebs- störungen oder Streiks haben die Bezieher leinen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder Erstattung des entsprechenden Entgelts.
6 Ausgaben.
Fernruf:
^ragblatthiNis- Nr. «850-53.
Bon 8 Uhr morgens bis « Uhr abends, auber Sonntags- Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7105.
Anzeigenpreise: Örtliche Anzeigen Mk. 80.—. Finanz, und Lnstbarseits-Anreigen Mk. 90.—. auswärtig« Anzeigen Mk. 90.—, örtliche Reklamen Mi. 17B.—, auswärtige Reklamen Mk. 260.— für die einspaltige Kolonelzeile oder deren Raum. — Bei wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen entsprechender Nachlaß. — Schluß der Anzeigen - Annahme: lg Uhr oornfsttags. — Für die Aufnahme von Anzeigen an vorgeschriebenen Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen, ssssaosssssoss
Berliner Abteilung des Wiesbadener Tagdlatts: Berlin-Wilmersdorf, Laubacherftratze 35, Fernsprecher: Uhland 3186.
Nr. 20.
Mittwoch, 24. Januar 1923.
71. Jahrgang.
i
\
Marksturz und Spekulation.
Der Wochenbericht der Reichsbank vom 15. Januar wies «ne abermalige Vermehrung des Banknotenumlaufs um 101 Milliarden Mark auf. Infolgedessen hat sich der deutsche Banknotenumlauf nunmehr bereits auf 1438 Milliarden Mart, das sind fast 1% Billionen Mark gesteigert. Es ist klar, daß diese Entwicklung nicht ohne Einfluh auf die Bewertung der Mark sein kann. Seitdem mit der Ruhrbesetzung ein neuer unerhörter Marksturz eingesetzt hat, scheint es, als sollte dieser, infolge spekulativer Machenschaften, überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen. Vorübergehend finden wir zwar beträchtliche Steigerungen der Mark, die in der Regel von der New Parker Börse ihren Ausgang nehmen. Aber auch diese sind nur geeignet, die für die deutsche Wirtschaft so überaus schädlichen Schwankungen unserer Währung noch zu vermehren. Schon heute kann festgestellt werden, daß die Preisgestaltung in Deutschland sich nach dem allerhöchsten Dollarstande hin orientiert. Fast sämtliche Lebensmittel sowie die wichtigsten Gegenstände des täglichen Bedarfs haben seit der Ruhrbefetzung eine Preisoerdoppelung erfahren oder die Preise haben sich noch erheblich mehr gesteigert.
Die Aufwärtsentwicklung der Devisenkurse ist im allgemeinen um so bedenklicher, je schneller die Preisgestaltung im inneren Berkehr sich ihr a-npaßt Das ist aber heute zweifellos in schnellerem Tempo erfolgt als jemals bei früheren Markstürzen. Die Gründe hierfür sind vorwiegend auf moralischem Gebiet zu suchen. Di« Vorgänge im Ruhrgebiet haben einen Pesiimismus großgezüchtet, der geeignet ist, die Lage noch schlimmer zu gestalten, als sie ohnedies schon ist. Mehrfach konnte beobachtet werden, daß bei der Herabsetzung der Mark Berlin die Führung hatte, während aus New Port eine festere Haltung der Mark' gemeldet wurde, Zweifellos haben sich Industrie und Handel in Deutschland in sehr umfangreichem Maste mit Devisen eingedeckt. Für die Einfuhr englischer Kohlen, die im Falle einer Absperrung des Ruhrgebiets gegen das unbesetzte Deutschland die Aufrechterhaltung unserer industriellen Produktion ermöglichen sollen, sind ebenfalls erhebliche Devisenbeträge bereitgestellt worden. Trotz alledem ist der heutige hohe Dollärstand sicherlich zu eineni erheblichen Teil aus spekulative Vorgänge und Machenschaften zurückMfiihren. Wie es heißt, wird in Regierungskreisen bereits erwogen, oh gegen diese Ausartungen der Spekulation gesetzliche Maßnahmen oder Verordnungen am Platze find. Wir sind der Meinung, daß sich bisher alle derartigen Maßregeln als nutzlos erwielen haben oder Schädigungen im Gefolge hatten, die schlimmer waren als die Übelstande. die durch sie bekämpft werden sollten. Die Einwirkungen, die notwendig find, um bedenklich« Übertreibungen der spekulierenden und lediglich dem Gewinn nachjagenden Kreise hintanzuhalten, müssen in erster Linie aus moralischem Gebiet liegen. An das Publikum ist dis dringende Mahnung zu richten, in Anbetracht der schwierigen Gesamtlaye Deutschlands alles zu Unterlasten, was geeignet ist. die Entwertung der Mark noch zu beschleunigen. Man sollte niemals vergesten, daß es in Deutschland große Volkstetle gibt, die unter der Markentwertung überaus schwer leiden und durch jede übermäßige, aus spekulativen Rücksichten veranlaßte Verstärkung der Markentwertung ganz besonders schwer geschädigt werden.
ft «mm m innfn».
as. Berlin, 24. Jan. (Drahtmeldung unserer Berliner Abteilung.) Aus Luxemburg kommt die Rachricht, daß Mm in den Kreisen der Luxemburger Eisenindustrie ernstlich den baldigen Zusammenbruch der Koksversorgung und damit die Stillegung der Hochöfen befürchtet. In den benachbarten französisch-lothringischen Gruben, so heißt es in der Meldung weiter, fei die Lage ähnlich. In der Tat macht sich der Vormarsch in das Ruhrgebiet für die Industrie Frankreichs jetzt schon fühlbar. Während nämlich bis jetzt der deutsche Reparationskoks zu einem sehr niedrigen Preis nach Frankreich geliefert wurde, bleiben diese Sendungen jetzt aus. Die Lothringer Hütten dürften daher schon bald zu Einschränkungen gezwungen sein, wenn sie nicht in ausreichendem Maße englischen Koks erhalten Ob diese Versorgung praktisch durchführbar ist. bleibt zunächst abzuwarten. Aber selbst, wann es gelingt, rechtzeitig die erforderlichen Mengen englischen Koks heranzuschaffen, bleibt doch die Frage offen, ob die lothringische Hüttenindustrie dann noch konkurrenzfähig bleibt, wenn sie aus England ihren Koks beziehen muß. Ferner machen sich für'die lothringische Hüttenindustrie die Sperrmaßnahmen der deutschen Industrie stark fühlbar.
Der Verein deutscher Eisen- und Stahlindustrieller hat bekanntlich die Abnahme der von den lothringischen Gruben angelieferten Minette-Erze verweigert und die Lieferverträge für diese Erze gekündigt. Ebenso sehen die Ruhrgebietsindustriellen vom Bezug von Roheisen, Halbzeug und Walzfabriken aus Frankreich ab. Es ist begreiflich, daß man unter solchen Umständen die Situation in den lothringischen Wirt- schastskreisen mit Besorgnis betrachtet.
Für Deutschland freilich wird man damit rechnen müsten, daß sich
die Teuerungswelle,
die bei der Besetzung des Ruhrgebietes einsetzte, noch weiter und noch schärfer fortsetzen wird, wenn auch ein weiterer Rückgang der Mark in den letzten Tagen nicht mehr zu verzeichnen roat. In Esten sind die Verhandlungen über die neuen Vergarbeiterlöhne abgeschlossen worden, die eine Anpassung an das neue Preisniveau brachten. Man hat sich diesmal erfreulich schnell geeinigt. Die Verhandlungen haben nämlich nur % Stunde gedauert und das mag ein Beweis dafür sein, daß die Beteiligten von vornherein mit dem Entschluß in die Verhandlungen eintraten, der Forderung der Stunde gerecht zu werden und alles zu vermeiden, was einen Konflikt in die Einheitsfront der Bevölkerung des Ruhrgebiets tragen könnte.
In volkswirtschaftlicher Hinsicht wiegt der letztere Beschluß allerdings schwer.
Die «ene Kobleupreiserhöhung
wird wieder das Zeichen zu einer allgemeinen Preissteigerung der lebenswichtigsten Produkte geben und damit der Erweiterung der augenblicklichen Teuerungswelle ungemein Vorschub leisten. Über die neuen Löhne soll in den nächsten Tagen Beschluß gefaßt werden, doch kann man wohl heute schon annshmen, daß die entsprechenden Lohnerhöhungen sich auf etwa 100 Prozent belaufen werden. Diese kleinen Beispiele, die sich noch weiter vermehren ließen, zeigen deutlich, welche Wirkungen. die Aktion im Ruhrgebiet zeitigt. Sie ruiniert den letzten Rest der deutschen Leistungsfähigkeit, ohne dem Gegner Nutzen zu bringen!
Ei« Oberksmmistar für das Ruhrgebiet?
W. T.-B. Paris, 24. Jan. Wie der „Petit Parisien" mitteilt, setzt sich der Gedanke in alliierten Rsgierungs- kreisen immer mehr durch, im Ruhrgebiet einen Ober- kommistar, der zugleich militärische und zivile Befugnisse erhalten soll, zu schaffen. Als Oberkommissar wird an den Generalstabschef des Marschalls Fach, General W« y g and, gedacht.
Die ZsNinie u« das Rnhrgebiet.
Br. Berlin, 24. Jan. (Etg. Drahtbericht.) Nach einer Meldung des „Berliner Tageblatts" aus Essen bereitet man dort offenbar die Zollinie vor, die u m das gesamte Ruhrgebiet gezogen werden soll. Es finden große Umgruppierungen von Truppen statt. Die Truppen werden aus den Städten gezogen. In Dortmund hat der Abtransport der Truppen bereits begonnen. Das Militär soll offenbar dazu dienen, die Grenze des Ruhrgebietes in ihrem ganzen Umfang zu besetzen, um so dje Durchführung der Zollinie anzubahnen.
Bor einem allgemeinen Eisenbahnerstreik. -V'
Br. Esse», 24. Jan. (Erg. Drahtoericht.) Voraussichtlich wird es, wenn die ftanzösischen Truppen mit der Eisenbahn abtransportiert werden, zn einem allgemeinen Eisenbahn er streik kommen. Bereits gestern zeigte der Verkehr auf mehreren Strecken infolge des Streiks des Personals auf den Bahnhöfen von Duisburg, Meiderich, Ruhrort und Oberhausen große Unregelmäßigkeiten. Ein Versuch der Franzosen, den Eisenbahnverkehr mit französischen Beamten und Sonaten durchzuführen, ist ausgeschlossen, da das Derkehrsgelände in seiner feinen Verästelung zu umfangreich ist, als daß es von ein paar hereingeschneiten Technikern und Beamten bewältigt werden könnte.
Streik auf den Thyssen-Werken.
W. T.-B. Snntarn, 23. Jan. Da di- Bemühungen der Thyffen« Betriebsräte um sofortige Freilassung Fritz Thyssens ergebnislos geblieben find, ist heute srüh di- gesamte Arbeiter- und Beamtenschaft der Thyssenwerk« in den Streik getreten.
Keine Truppenznsammenziehungen in Deutschland.
Sr. Berlin, 24. Jan. (Eia. Drabtbericht.) Von französischer Seite wurde in Esten die Nachricht verbreitet, in Deutschland würden wichtige Trunpenbewegungen vergcuommen Hierzu wird von zuständiger Stelle erklärt, dost alle deutschen Truppen in ibren Garnisonen sind unv keinerlei Truppenzusammenzieimnaen irgendwelcher Art ltattneinnden taüen.
Die ZrAmarrkn mr len SrikmenW.
Fe. Mainz. 24. Jan. (Eia. Drabtbericht.) Die am 8 Ubr heute vormittag anberauMe kriegsgerichtliche Verhandlung gegen die Industriellen bezw. Zechenvertreter aus dem Ruhrrevier findet im geräumigen Schwurgerichts- > a a l des Justizpalastes statt, in dem eine grobe Anzahl von Pressevertretern, namentlich aucki aus dem Ausland und insbesondere aus dem neutralen Ausland, bereits einge- troffen stnd. während andere vergebens auf Zutritt imrrren. da d>er Vresteraum. in dem sich eine grobe Anzahl Preste- oertrcter mit Stehplätzen begmügisu mub. bereits überfüllt ist. Schon von 8 Ubr ab hatten sich zahlreich!« Zuhörer ein gefundei und der Zuhörerraum war in wenigen Sekunden bereits überfüllt, io bab «ln grober Teil nicht mehr »uge- lasten werden konnte. Kurz nach 8 Uhr zog eine kleine Abteilung französischer Infanterie mit aufgevflanztem S^iten- gervehr rar dem Justizgebäude aus. in dem sie verteilt aufgestellt wurde.
Unter dem Vorsitz des Gendarmerieobersten de Peugnn begann dann die Verhandlung gegen die sechs Industriellen des Rutrgebietes. die angeklagt sind, sich am 19. Januar, vormittags, dadurch schuldig gemacht zu haben, dab sie sich weigerten, dem Bcsebl eines Generals nachzuksmmen. die Koblenl'eserungen sür den normalen Betrieb weiter zu sichern, und aus diele Welle die Jnteresten geschädigt zu haben, die die Besitzung des Rubrreoiers begründeten.
Rechtsanwalt Dr. Grimm aus Esten besprach zunächst die Zuständigkeit des Gerichts. Da die Besetzung nur ein« rein wirtschaftliche und keine militärische wäre, sollte sich das Gericht für unzuständig erklären. Nach kurzer Erwiderung des Militärstaatsanwalts und nach kurzer Beratung erklärte sich das Gericht für zuständig nach 8 122 des französischen M i! i t ä rstra sgesetzbuche s. Anse klagt sind Fritz Thyssen. Leiter des Thysten-Konzerns. Ernst Pohl- mann. Generaldirektor des Estener Steinkohlenbergwerks. A.-E.. S v i n d l e r, Generaldirektor der Stinmes-Zechen. Hermann Olk«. Direktor der Gellenkirchener Berg/werks- A.-G. Franz Wint« rhofer. Generaldirektor des Estener Bergwerksvereins. Wilbelm Ketten. Generaldirektor der BergwerksgesiMchaft Dahlbruch. A.-E. Als Entlastungszeugen sind anwesend 7 Direktor Wegener (Esten). Lob- lam. Direktor Müstenböfer. Sohn des einen Angeklagten. Als Verteidiger fungieren Dr. Grimm (Esten). Dr. Wallach (Esten). Dr. Friedman« (Berlin) und Dr. Reumann
Als erster der Angeklagte« wurde Fritz Thyssen vernommen. Er gab zu. dab er sich geweigert habe, gegen den Befehl des Kohlmikommistars zu. handeln und weiter Kohlen zu liefern. Er sei als Deutscher oervflicktet. den deutschen Gesetzen nachzukommen. da er sich andernfalls strafbar gemacht hätte. Wenn in der Besprechung gefordert worden sei. die Rrvarationskvblemlieferungen an Frankreich und Belgien gegen Bezahlung fortznfetzen. so sei dieses Abkommen durch den gegenteiligen Befehl des Reichskoblenkommistars hinfällig geworden Er betont zum Scklub nochmals daß man von ihm nicht verlangen könne, dab er als Deutscher seiner Rcgierung in den Rücken falle.
Gleichlautende Erklärungen gaben alle übrigen An«:- klagtcn ab. Sie gaben ein« Schilderung der bekanntest Vorgänge. Sie betonten, unentwegt Mt aller Entschiedenheit van niomaz-den Weisungen anzunehmen oder zu befolgen. die den Jnteresten des Vaterlandes zuwider laufen. ..Wir werden der deutschen Regierung di« Treue wahren, wir bandeln nie «oen die Jnteresten unseres Vaterlandes, nichts in der Welt kann uns veranlasten. gegen unser Land zu bördeln." Das sind die Worte, die immer und immer wieder ertönten und die trotz der starrenden Bajonett« im Zusfau«rraum mit Beifall begrübt wurden.
Au? Wunich der Verteidigung wurden verschieden: Zeugen vernommen, di« insbesondere befragt wurden, ob Anweisungen bestanden hätten die Kohlenlieferuusen an Frankreich und Belgien gegen Barzahlung wieder auszunehmen. und die erklärten, dab sämtliche Lieferungen ein«' stellt t'urbcn. als das Verbot des Reicbskommistars bekannl wurde. Einer der Zeugen Dr. W ü st e n h ö f e r. bat im Au'chlub an lerne Vernehmung, ihn für seinen alten Vater sistzusetzen und stellt« sich dem Gerichtshof zur Beifügung. Die Sitzung wurde kurz nach 11 Ubr auf Antrag der Verteidigung aus 2.30 Uhr vertagt.
Ne WIE« in Müßten KfKktf.
Br. Berlin, 24. Jan. ((Eis. Drahtbericht.) Der deutsche Geschäftsträger in Baris ist beauftragt worden, der französischen Rigicruug folgende Note zu überreichen
„Die französischen Befehlshaber im Ruhrgebiet haben die verbafteten Personen zum Teil nach Mainz verbracht, um sie dort vor ein französisches Militärgericht zu stellen. Die Einleitung eines Verfahr ans vor dem französischen Militägcrickt würde jeder Rechtsgrundlage entbehren und in keiner Weife geeignet sein, der Verhaftung den Charakter der Rechtswidrigkeit und der Willkür zu nehmen. Die deutsch« Regierung stellt deshalb die Forderung. dab ein solches Verfahren nicht stattfindet, die Verbafteten vielmehr sofort in Freiheit gesetzt werden. Im Ruhrgebiet sind übrigens inzwischen noch weitere Beamte verhaftet worden. Es handelt sich um dem Obervostdirektor Junges den Telegravben- direktor Z e b m e . den Präsidenten der Ersenbalmdirektion Jahn und den Oberbaurat Pusch, sämtlich ln Esten. Die Verhaftungen sind erfolgt, weil die Beamten sich der non den französischen Befehlshabern an sie gestellten Zumutung widersetzt habeir. einen vom Reichsverkcbrs- minister erteilten Befehl zu widerrufen. Die deutsche Regierung erbebt auch gegen diele Gewaltakte Protest. Sie verlangt die sofortige Freilassung der Verhafteten, sofern sie nicht inzwischeir bereits erfolgt fein sollte, und bebält sich vor. volle E e n u atu u n g zu fordern."
Br. Mainz. 24. Jan. (Eia. Drabtbericht.) Bei dem gestrigen Rachmitlagsempsang des Regierungspräsidenten Dr. Grützner und der Arbertervertreter im Generaikom- mando der Rbeinarmeee erklärte Generalstabschef Ser- weil. General Degoritte lei nicht anwesend, habe aber m> übrigen seiner vorgestrigen Erklärung nichts kinzmusuaem Der Svrecher der Arbeiter. Debmann. überreichte dann eine Erklärung, in der es beißt: nnnnn
„In letzter Stunde erbeben wir im Namen von 000 ooo Arbeiter« und Aooeüellten des Bergbaus und vvaaxx»
