Einzelbild herunterladen
 

Verl«, £«n„«n« 21

•XilkUttim*'.

«eschgft^eU: 8 Uhr morgens dl» «Uhr «den»«, «nher s«nnt««e P»NIch««I,»l»: tzrenltzirl ».«. Nr. 7405.

Wöchentlich

lepiMPt««*: 2n> «erlag «»geholt: MI. »50.-. ln den Ausgabestellen: MI. durch »>e Trlger

ins 5:«us «ebracht Mt. »»».- monatlich. - Beztigsbeltellungen nehmen an: der Be^ag dl« Ausgabestellen, d,e TrSger und alle PastanftallM. — 2n .stSllen^ höherer stSrungen »der Elreil» haben bi» Bezieher len Erstaiiung des enllurechenden Lnlgelis.

Berliner Abteilung der Wiesbadener Tagblatts: Berlin-Wilmersdarf,

6 Ausgaben.

Fernruf:

„lagdlatihans^ Nr. 88«-».

Von 8 Uhr morgen« dis K Uhr abend», anher Sonntaqs- Posticheckloni»: Franlnle» a. M . Nr. 74lU. _

«»,»«,envreile: Sriltche Anzeigen MI.».-. Finanz- und ünsldarkelts.AnleigenMk.M-ausM^rrlq« Anzeigen Ml. so.-. Srilich« Reklamen MI. >75.-. auswärtige Reklamen MI. 2M.- fstr di« e,nst>alü ge Kolonelzeil« oder deren Raum. - Bel wiederholter Aufnahme »noeränderter Anzeigen ennvreryenoer Nachlast. — Schlust der Anzeigen - Annalnne : I« Uhr vormittags. — Für dre Aufnahme von Anzeigen an vorgeschriebenen Tagen und Plätzen wir» leine Gewähr ilbernommen. öS»«»««««»»«

Laubachrrstratz« 35. Fernsprecher: Uhland 3186.

Nr. 16.

Freitag, 19. Januar 1923.

^mmmm ■■■■■R

71. Jahrgang.

Der Ruf nach dem Völkerbund.

Ä8- Berlin, 19. Jem. (Drahtmeldung unse«r Ber­liner Abteilung.) In Berliner politischem Kreisen ver­folgt man das Echo, das das Vorgehen der Franzosen im Ruhrgebiet in anderen Ländern ausgelöst hat, aus­merksam. Man verweist dabei daraus, datz die Sprache der englischen, vor allem aber auch der italienischen Presse gegen das französische Vorgehen wesentlich schär­fer geworden ist. Geflissentlich wird betont, datz Italien sich nur in technischer Beziehung an der Expedition be­teiligt und datz die italienischen Ingenieure nicht mehr und nicht weniger als die Aufgabe hätten, die französi­schen Maßnahmen zu überwachen. Diese Stimmung der politischen Welt Italiens bat den stärksten Ausdruck in einer Demarche gefunden, die die italieni­sche Regierung in Paris unternommen hat. Der diplomatische Mitarbeiter des „Corriere della Sera" in Rom berichtet über die Tragweite dieser italienischen Vorstellungen: Die italienische Regierung habe sofort gegen die Anwendung von Truppen an der Ruhr Vorbehalte gemacht. Da der italienische Wieder­gutmachungsplan die Beibehaltung der bisherigen Ein- und Ausfubrkontrolle und Zollgrenzen im Rheinland sowie die Kontrolle für die Verwaltung der staatlichen Wälder und Produkte der staatlichen Kohlengruben im Ruhrgebiet durch Zivildelegierte ohne militärische Unterstützung norsah. konnte die italienische Regierung nicht umhin, klar ein Einverständnis mit den französischen Vorschlägen a b z u l e h n e n. Der italie­nische Plan setzte eine Verständigung mit Deutschland voraus,' statt dessen habe aber Frankreich etwas getan, was zum Protest der deutschen Regierung und zur Un­möglichkeit jeder Perständigunasmöalichkeit mit den Industriellen und dem Koblensnndikat führte. Die l italienische Regierung weigere sich daher auch, Zoll- kräste, die von Frankreich zur Errichtung einer Zoll­grenze östlich des besetzten Gebietes gefordert werden, zu stellen, da Italien niemals eine Zollgrenze nach Osten befürworten werde. Man ist sich des Ernstes der eigenen Lage bewußt. Diese Demarche richtet sich indessen nur gegen den rein militärischen Eharak- ter, h-eitzt aber die wirtschaftlichen Sank­tionen gut. Diese Tatsache wird jeden Optimis- m u s in bezug auf die Haltung Italiens auf das rich­tige Matz einschränken.

In letzter Zeit wird nun auch die Frage der An­rufung des Völkerbund es wieder stark erörtert und namentlich von schwebischer Seite wird der Ruf nach einem Eingreifen des Völkerbundes lebhaft erhoben. Deutschland würde, das braucht wohl kaum besonders betont zu werden, jede friedliche Lösung des Konfliktes begrüßen. Die deutsche Regierung betont auch, datz sie

jederzeit zu Verhandlungen bereit

sei. jedoch nur zu Verhandlungen mit der gesamten Entente, nicht aber allein mit Frankreich und Belgien. Bora'lssetzung für solche Verhandlungen sei aber, datz das Vorgehen Frankreichs und Belgiens rückgängig ge­macht wird. d. b. datz das neubesetzte Gebiet wieder geräumt wird. Unter dieser Voraussetzung würde die Reichsregierung jede friedliche Lösung begrüßen. Man verkennt aber in politischen Kreisen nicht, datz die Er­fahrungen. die Deutschland mit den Entscheidungen des Völkerbundes gemacht hat. nicht gerade sehr günstig sind, U'td daher sieht man auch einem etwaigen Ein­greifen des Völkerbundes mit einem gewissen Skeptizis­mus entgegen. Man vertritt den Standpunkt, datz Deutschland vorerst allein aus sich angewiesen ist und daß es einen starken Willen und starke Nerven braucht, um den Abwehrkampf durchzuführen!

*

W. T.-B. Paris. 18. Jan. Havas verbreitet folgende Nachricht aus London: Man glaubt in Kreisen des Pstlkerbundes zu willen, eine neutrale euro­päische Macht habe die Absicht, bei der nächsten Zu­sammenkunft in Genf die Aufmerksamkeit des Völker- bundrats auf die Gefahren zu lenken, die aus der augenblicklichen Lage im Ruhrgebiet entstehen könnten. Ein anderer europäischer Staat werde den Vorschlag unterbreiten, datz diese Lage zum Gegenstand einer Prüfung in der Zusammenkunft gemacht werde, die der folgen solle, die für Ende dieses Monats anberaumt worden ist.

Deutscher Protest beim Völkerbund.

W. T.-B. Berlin, 18. Jan. Wegen » der Anwesenbeit französischer Truppen im Saargebiet bat die 1 Reichsregierung mit Bezug auf längere Ausführungen der

ResierungskommMon erneut beim Völkerbund DerwoLrung j eingelegt.

WMsz Ser MsMKea Im deWe» Sediet.

W. T -B. Paris. 19. Jan. Die Blatter teilen, mit. datz «eitern nachmitt«« die Reichsbank in Mainz ihre Schalter gefchlsffen habe. D«s »Petit Journal' er­klärt. man erwarte, datz diese Mahnahme auch am Koblenz und auf Düsseldorf ausgedehnt werde. Einige Blätter betonen, daß durch diese Maßnahme dre Schaffung einer besonderen Währung sur das Rheinland, links- und rechtsrheinisch. beschteunrgt werden könnte.

o. Paris, 19. Jan. (Eia. Drahtbericht.) Di« Reichs- bankstellr in Mainz ist geschlossen worden. Die Pariser Blatter melden, datz diese Matznaüme sich aos- schlieslich gegen Frankreich richte, um.diesem, neue Schwierigkeiten im Ruhrgebiet zu bereiten. Dre SchUetzung der Reichebankstelle wird zweisellos grobe Schwierigkeiten in der Lohnzahlung Hervorrufen. Es wird daher, rn uiasaebeudtn französischen Kreilen erneut die Ausgabe eines besonderen Geldes für das Rheinland und das nsubeietzte Gebiet ins Auge geiaht.

*

Auch tn Wiesbaden, wo heute morgen zwei fran­zösische Wachivosten vor dem Reichsbankgebäude in der Luiscustratze aufgezogen sind, waren im Laufe des.Vor- mittcgs einige Schwierigkeiten dadurch entstanden das der der Reichs bank zunächst kein Geld infolge Schließung der Trellors zu erhalten war. Infolgedessen machte sich Geld­knappheit bemerkbar, welche die diesigen Bankinstitute ver- anlahte. die Ausgabe von Kundenneld zu rationieren und die Umwechslung fremder Devisen einzustellen. Diele Kalamität ist indesien nur als ein« v o r u b e t o t h t n D e zu bezeichnen, d.mn aus dem Verlauf der inzwischen natt- gefundenen Verhandlungen ist zu schließen, datz di« Reichs­bank beute nachmittag wieder mit der Auszahlung von Geld b^inut. sc datz sich der Geldverkehr, ad morgen vor- Niittag wieder im gewohnten Umfang abwickeln kann.

Mt BetorDniHnn De? WMM

W. T.-B. Mainz IS. Jan. Die hiesige Saoasaarmtur bringt den Wortlout dreier Ordonnanzen, die dre nhein- lavdkvmmisiilv in ihrer gestrigen Sitzung wegen der ..Ver­fehlungen Deutschlands bei der Lieferung vop Reparationskohl«" beschlossen bat. und d?e betreffen.

1. die Beschlagnahme der Kohlensteuer in den besetzten

2. di« Beschlagnahm« gewisser.Pfänder aus den Zoll­einnahmen der besetzten Gebiete. . _ ...

8. die Beschlagnahme gewisser Pfänder aus dem Ertrag­nis der Forsten in den besetzten Gebieten.

In dem Bericht wird weiter erwähnt dass der briti­sche Vertreter in der Rheiniandlommisslan gemäß An­weisung reiner Regierung der Sitzung beigewobnt. sich revoch der Abstimmung enthalten habe Der italie­nische Vertreter habe an der Abstimmung über dre Ordonnanzen 2 und 8 teilgenommen.

Der Krcisd elegierte der Rheinlandkommisiion iw Stadtkreis Wiesbaden teilt uns brerzu mit. daß die Ausführung dieser neuen Verordnungen unter tunlich st e r Schonung der Interessen der Be­völkerung erfolgen wird.

Wd. Mainz. 19. Jan. (Gin. Drabtber.) Die Rh.e in- landkommission bat beschlossen, daß ihre Delegierten »ns Recht haben, das E r g e b n i s d er Di e h z ahiun - gen im besetzten (bebtet vom 1. Dezember 1922 zu ver­langen. Dieser Beschluh ist dem Reichskommlsiar mit- geteilt worden Nutzendem sind Maueranschlaae verbreitet, worin die Personen aller Nationalitäten aufgefordert wer­den. di« Zahl der ibmn zur Verfügung stehenden Pferde der Rheinlandkommisiion mitzuteilen, und zwar vor dem 25. Januar. Die Besitzer von Autos haben eine ähnliche Erklärung abzuseben.

Der Binger Wald beschlagnahmt.

Wd. Bingen. 19. Jan. (Giß. Drahtbericht.) Der Ober- delegierte der fcofccn Kommission der Provinz Rheinhellen hat den Binger Wald, der Privateigentum.der Stadt Dingen ist. beschlagnahmt. Darm stnd einbemeiften las geschlagene und. auf Lager liegende §mlz Es darf kein Halm und kein Reis aus dem Wald geholt werden. D,e Stadtverordneten haben gestern eine Pr o t r st e ur­sch l i e tz u n r gegen die Beschlagnahm« gefaiit... welch« der Bürgermeister dem Kreisdeleaierten deute, versonlich über­reichen wird. Der Wald ist einer der schönsten des Rbein- lrndes und liegt zum Teil auf hessischem und zum Teil auf Gebiet.

Freiwillige Stellung der Zechrnvertreter.

W. T.-B. Essen. 18. Jan. Wie wir erfahren, haben sämtliche fünf Herren des Zechenverbandes, und zwar die Herren Generaldirektor Kesten, Bergassessor Olfe Generaldirektor Spindler. Generaldirektor Te n g e l m a n n und Generaldirektor Wü st e n h ö f e r, sich freiwillig bei der Division eingefunden, wo sie zur Einleitung eines gegen sie beabsichtigten kriegs­gerichtlichen Verfahrens zu Protokoll über ihre Weigerung, Reparationskohle zu liefern, ver­nommen wurden. Sämtliche Herren hielten ihre Wei­gerung unter Berufung aus das ihnen vom Reichs­kohlenkommissariat erteilte Verbot aufrecht. Den Herren wurde zum Schluß eröffnet, daß von ihrer V e r- Haftung vorläufig abgesehen werde, datz sie sich aber jederzeit zur Verfügung des Kriegs­gerichts zu halten hätten.

Krupp von Vohlen-Halbach in Berlin.

Br. Essen. 19. Jan. (Eig. Drabtbericht.) Krupp non Doblen-Salbach begab sich gestern nach Berlin, um mit den zentralen Regierungsstellen die Lage im Ruhrgebiet zu besprechen und wegen des Lobnproblem» mit dem Reiebs» banckPräsidenten Fühlung zu nehmen.

Ae Mmit Mn!Ms anf Den yenNE«

W. T.-B. Paris. 19. Jan. Der ..Petit Paristen" schreibt, der deutsche Geschäftsträger. Botschaftsrat v., Hol«, babe am Mittwoch der französischen Regierung ein« Pr o teil- note gegen di« Ausdehnung der franzostick-belaischen mili­tärischen Besetzung die die neutrale Zone, die durch den Versailler Friedensvertraa aufgerichtet wurde, überschreite, überreicht. Ein« äbnlickre Protestnote sei auch der bel­gischen Regierung in Brussel durch den dortmen deutschen Geschäftsträger überreicht worden. Di« französische Regierung habe gestern geantwortet, dah di« erisfinen Mahnabmen keine militärische Ope­ra t i o n darstellten und datz s«e sie so aufialle. wie dre Rot« vom 10. Jai uar an den deutschen Botschafter rn Paris ste erklärt habe. Die Alliierten hätten auf Grund des Rechtes gebandelt, das ihnen der Friedensvertraa »mchrrlbe,. Dt. französisch« Regierung bemerke ferner, datz der Wider­stand der deutschen Industriellen m«> t>« Anordnungen der alliierten: BesatzunAsbehorden hmstamim der Koblenliefernngen die alliierten Behörden in die Not­wendigkeit versetzt hätten, zu R e a u l s l t l o n« n zu schreien. Diese Reauisittonen .wurden — io erkläre de französische Antwort — dazu iubren. ..datz zunacht me Viebl-eferungen stckergestellt wurden, dt« Deutsch­land ans E'vnd der Revarationsverpflichtungen schulde alsdann würden die Bedürfnisse der besetzten Gebiete auf dem linken Rbeinnfer und schlretzlich dre Rubraebiet« befriedigt. Der ilberschutz könne nach Deutschland befördert werden.

Weitere Beschlagnahmungen.

W.T.-B. Essen, 18. Jan. über die Beichla-mahm« von Schiffsraum auf dem Rhein wird dem Wolff-Bureau be­richtet. datz gestern abend und heute bisher 1 4 S*leoo- kähne di« Rubikoble für Süddeutschland geladen batten, auf der R c e d e von Duisburg von den nranzsien stir beschlagnahmt erklärt wurden und Weiiuna erhallen haben, bis Mauulie-m zu geben, wo sie weitere Weisung bekommen würden. — Au- dem Rhein-Herne - K anal wurde der gesamte Schiffsverkehr durch die Schleuse 7 hin­auf. die zwischen Herne und Recklinghausen liegt, ver­hindert' nur der Pendelverkehr zwischen Schleuse 1. Riik.rort-Hafen und Schleuse 7 wurde gestattel. Das be­deutet oraktüch die D - r h i n d e r u ng oller Koblen- transvorte aus dem neu besetzten in das unbeletzte we­btet. Auch de.' bereits angekündigte Eingriff rn das Eisenbahnwesen ist erfolgt. Ans den versthiedenen Stationen wurden die nach dem unbesetzten Deutschland roll-', de» Kohlenzüge und Kohlenwagen angebalren Bis ü Utr beute abend lagen Meldungen über solch« Beschlag­nahmungen aus Langendreer und p ein e vor. wo mit m'l'lärischem Zwang verschiedene Mit Koks uir Mittel- bcutschland beladene Züge '«'tgr-halten wurden. Der Ver­such. einen Kohlenzug in Merten anznhalten ist mrtz- lungen. doch ci wartet man. datz die Beichlaanahm« rasch einen grctzen Umfarrg annebmen wird.

tV.T.-B Paris. 19. Jan. Das ..Ecko de Paris" teilt mit. datz bi ute neun S t a a t s g r n b« n nördlich von Eistn beschlagnahmt würden. Die Zechen wurden am Ausgang überwacht. Der Direktor oder sein.Stellvertreter müsse jeden Augenblick Recbenstbaft über ferne Geschäfts­führung dem Delegierten der Alliierten. geben, der neben ihm nn der Verwaltung teilnehme. Eine ziemlich grobe militärische Streitmacht u-erdc in redem .valle di« Durck^ fübrung dcs neu einz»führenden Regimes, stcherstellen. Durch dieses Vorgehen ioll in der Sauvtsacke die. Einziehung der Kohlen st euer im ganzen Rheinland sicher-

— „ 71. -TI 1 tHowr<AM

Finanzrat Dr. Schlutius festgenommen.

W.T.-B. Düsseldorf, 18. Jan. Der Präsident des Landesfinanzamtes, Finanzrat Dr. Schlutius. wurde heute von der französischen Desatzungsbehörde verhaftet, nachdem er aufgefordert worden war, die finanziellen Unterlagen der Oberfinanzkasss den französischen Sachverständigen vorzulegen. Schlutius wurde unter Bewachung im Automobil fort­geführt: wohin er gebracht worden ist, ist noch unbe­kannt.

Abgelehntes Ansuchen.

W.T.-B. Essen. 18. Jan. Die französischen Divisions­generale in Bredeney und Altenessen haben den Polizeipräsidenten von Essen und fünf Herren der Industrie seines Bezirks auf heute abend 9 Uhr zu einer Be s p r e ch u n g ins Rathaus Bredeney ausgefordert und an den Polizeipräsidenten das Er­suchen gerichtet, die Herren, falls sie nicht freiwillig erschienen, polizeilich o o r f ü h r e n zu lassen. Der Polizeipräsident hat dieses Ansinnen zurückgewiesen und erklärt, datz er die Herren lediglich von der Be­sprechung benachrichtigen werde, aber selbstverständlich jede polizeiliche Zwangsmaßnahme gegen sie ablehnen müsse.

Der Zwischenfall in Bochum.

W.T.-B. Berlin. 18. Jaw. Der französische Oberst, der für die Vorgänge >n Berblim verantwortliih ist. ist ab- berIlsen worden Die Stadt wird durch ein neues Reat- ment belekt werden. Bon der Reichsregierung wird wegen d>s Eischictzens oes jungen Bergarbeiters Protest er­hoben werden.

Von» Oberbürgermeister von Bochum ist namens des Moolstrais an den französtfchen Miliitärkom- mandanien der Sludt ein Schreiben gerichtet worden. In dem um Ur.teisuchiing wcnen der Trschietzuna bezw. Der- lctzun« von Bechumer Bürgern durch französische Soldaten gtbete.i und die D e s a tz u n g s b e h ö r d e n für den ent, standnwn Schaven an Leib und Leben verantwortlich gemacht wird.